Ausgabe 
6.11.1929
 
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Benachteiligung der in den höheren Klassen Ver­sicherten vermieden wird.

Die Llmänderung des prozentualen Steigerungssatzes (der jetzt 15 Prozent beträgt) in feste Beträge dürfte im Interesse der Versicherten liegen.

Außer diesen wichtigen Abänderungen sieht der Gesetzentwurf noch eine Fülle kleinerer Aenderun- gen vor, auf die hier nicht eingegangen werden kann. Das wesentlichste für eine günstige Gestal­tung der Angestelltenversicherung ist die abso­lute Sicherung der gesetzlich fest ge­legten Leistungen, dir Verbesserung des , Gesetzes in all den Fällen, wo ohne Gefährdung |

dieses Grundsatzes der Leistungsausbau vorge­nommen werden kann, und endlich die ohne ma­terielle Lasten einführbare volle Selbstver­waltung der R. f. A.

Wenn nach diesen Grundsätzen die Aussprache um den Ausbau und die künftige Gestaltung der Angestelltenversicherung geführt wird und ent­sprechende Beschlüsse erfolgen, dann würde da­mit nicht nur für die deutsche Angestelltenschaft segensreich gewirkt, sondern im Gesamtinteresse unseres Volkes und unserer Wirtschaft eine so­ziale Tat von höchster Bedeutung geleistet werden.

Oie Handwerksrolle.

Don Handwerkskammer-Syndikus Rudolf Röhr, Gießen.

In der Handwerksnovelle vom 11. Februar 1929 ist von ganz besonderer Bedeutung der im Ti­tel IVa als neue Bestimmung in die Gewerbe­ordnung eingefügte § 104 o. Der Zweck dieser Bestimmung wird im allgemeinen Teil der Be­gründung des Gesetzes wie folgt angegeben:Cs handelt sich darum, Listen aufzustellen, in die olle selbständigen Handwerksbetriebe einzutragen sind, um unter gleichzeitiger Eindämmung der Streitigkeiten zwischen Handwerkskammern einer­seits, Industrie- und Handelskammern anderer­seits nicht nur eine organisatorische Klärung der berufsständischen Zugehörigkeit einzelner Betriebe, sondern auch die Grundlagen für die Wahlen zu den Handwerkskammern, sowie für statistische Er­hebungen über den Umfang und die volkswirt­schaftliche Bedeutung des Handwerks zu ermög­lichen."

§ 104 o der Gewerbeordnung bestimmt folgen­des:Die Handwerkskammer hat ein Verzeichnis zu führen, in das diejenigen Gewerbetreibenden einzutragen sind, die in dem Bezirk der Hand­werkskammer selbständig ein Handwerk als stehen­des Gewerbe ausüben (Handwerksrolle). Ein Handwerksbetrieb, der mit einem Unternehmen der Industrie, des Handels oder der Landwirt­schaft verbunden ist, wird nur dann in die Hand­werksrolle eingetragen, wenn er dem Gesamt­unternehmen gegenüber insoweit selbständig ist, daß in ihm nicht überwiegend Reuanfertigungen, Aenderungen und Reparaturen für das Gesamt­unternehmen ausgeführt, sondern überwiegend Waren zum Absatz an Dritte auf Bestellung her- gestellt, oder handwerkliche Leistungen auf Be­stellung Dritter bewirkt werden. Aktiengesellschaf­ten und Kommanditgesellschaften auf Aktien wer­den nicht in die Handwerksrolle eingetragen, es sei denn, daß es sich um Rebenbetriebe handelt, die nach Absatz 2 einzutragen sind. Die Einsicht in die Handwerksrolle ist jedem gestattet. Die Reichsregierung erläßt mit Zustimmung des Reichsrats Vorschriften darüber, wie die Hand­werksrolle einzurichten ist."

In den Bestimmungen der §§ 104 p bis ein­schließlich 1041 GO. ist das Verfahren der Ein­tragung nach der ersten Anlegung der Hand­werksrolle, sowie das Rechtsmittelverfahren, das demjenigen zu Gebote steht, der sich zu Un­recht in die Handwerksrolle eingetragen glaubt, enthalten. § 104 u enthält die Vorschrift, die es jedem, der ein Handwerk selbständig betreibt, zur Pflicht macht, den Beginn und die Beendi­gung feines Betriebs, sowie die Bestellung oder Abberufung von Bevollmächtigten nad) § 103 bei der zuständigen Handwerkskammer anzuzeigen. (Die Unterlassung dieser Anzeige ist unter Strafe gestellt.)

Die seitens der Reichsregierung erlassenen Vor­schriften über die erste Anlegung der Handwerks­rolle sind in § 1 der Liebergangsbestimmungen zum Gesetz vom 11. Februar 1929 (Handwerks­rolle) enthalten, und besagen, daß die Vor­schriften des § 104 p nur mit folgender Maßgabe gelten:Die Handwerkskammer hat ein alpha­betisches Verzeichnis derjenigen Gewerbetreiben­den, die sie in die Handwerksrolle einzutragen .beabsichtigt, während eines Monats öffentlich auszulegen und die Auslegung mit dem Hinweis dreimal öffentlich bekanntzugeben, daß die Eintra­gung in die Handwerksrolle erfolgen werde, wenn nicht binnen einer Frist von drei Monaten seit der Beendigung der Auslegung Einspruch bei der Handwerkskammer eingelegt werde. Das Ver­zeichnis ist den gesetzlichen Berufsvertretungen von Industrie und Handel, deren Bezirk sich ganz oder zum Teil mit dem Bezirke der Handwerks­kammer deckt, mitzuteilen. Das Einverständnis der gesetzlichen Derufsvertretung von Industrie

und Handel mit der Eintragung gilt als erklärt, wenn innerhalb einer Frist von drei Monaten seit Mitteilung des Verzeichnisses kein Einspruch bei der Handwerkskammer eingelegt worden ist.

Die Reichsregierung erläßt mit Zustimmung des Reichsrats die erforderlichen Ausführungs­bestimmungen."

Die Llebergangs- und Aussührungsbestimmun- gen zu § 104 o GO. stellen ein beschleunigtes Verfahren für die erstmalige Anlegung der Hand­werksrolle dar. In den Amtsverkündigungsblät- tern der Kreise ist bestimmt worden, daß das Verzeichnis der Betriebe, deren Eintragung in die Handwerksrolle beabsichtigt ist, bei der Hand- werkskammer-Rebenstelle in Gießen, Kirch­str aße 16, zur Einsichtnahme offenliegt. Die Osfenlegungssrist lief vom 1. Oktober bis 31. Oktober 1929. Die Einspruchsfrist läuft vom l.Rovember 1929 bis 31. Ianuar 1930. Einsprüche gegen die Eintragung in die Hand­werksrolle sind spätestens bis zum 31. Ianuar 1930 an die Hessische Handwerkskammer in Darm­stadt, oder an die Handwerkskammer-Rebenstelle in Gießen einzureichen.

Erkennt die Handwerkskammer den Einspruch nicht als begründet an, so entscheiden auf An­trag der Handwerkskammer die von der Lan- des^entralbehörde bestimmten Behörden. Als be­teiligt in dem Verfahren gelten der Gewerbe­treibende, die Handwerkskammer und die. ge­setzliche Berufsvertretung von Industrie und Handel.

Gegen die Entscheidung der zuständigen Lan­desbehörde in letzter Instanz steht jedem Be­teiligten binnen vier Wochen seit Bekanntgabe der Entscheidung an ihn die Beschwerde an das Reichsverwaltungsgericht zu, das endgül­tig entscheidet. Die Beschwerde kann nur dar­auf gestützt werden, daß eine Rechtsfrage oder eine andere Frage von grundsätzlicher Bedeu­tung nicht oder nicht zutr^fend entschieden wor­den ist.

Spätere Eintragungen, die die Handwerks­kammer vorzunehmen beabsichtigt, hat sie ben in Frage kommenden Gewerbetreibenden, so­wie der zuständigen Industrie- und Handelskam­mer mitzuteilen. In diesem Falle beträgt dann die Einspruchsfrist zwei Monate nach Zustellung der Mitteilung.

Ist ein Gewerbetreibender in die Handwerks­rolle eingetragen, ohne daß er fristgemäß Ein­spruch gegen seine Eintragung erhoben hat, so kann er oder die gesetzliche Berufsvertretung von Industrie und Handel bei der Handwerks­kammer eine Löschung aus dem Grunde, daß der eingetragene Betrieb kein Handwerksbetrieb Ist, erst nach Ablauf eines Iahres feit der Ein­tragung beantragen. Gegen die Ablehnung des Antrags kann der Antragsteller binnen einer Frist von zwei Monaten seit der Zustellung des ablehnenden Bescheids bei der Handwerks­kammer Einspruch einlegen. Das Einspruchsver­fahren regelt sich nach den gesetzlichen Bestim­mungen wie oben berichtet.

Für das Löschungsverfahren sind die gleichen Rechtsmittel gegeben wie für das Verfahren der Eintragung.

Tie Reichsregierung bestimmt den Zeitpunkt, in dem die Handwerksrolle als angelegt gilt.

Gchweinemarkt in Gießen.

Der heutige Schweinemarkt war mit 110 Ferkeln und Läufern beschickt. Der Handel anfangs etwas schleppend, lebte später aber etwas auf, so daß fast kein Heberftanö verblieb. Sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden mit 35 bis 42 Mk acht bis dreizehn Wochen alte mit 40 bis 48 Mk;

Läufer mit 65 bis 75 Mk.. Einleger mit 130 bis 140 Mk. je Stück gehandelt. Der nächste Markt findet am 4. Dezember statt.

Wirtschaft.

Ruhrgas AG. und Hekoga.

Rach derKölnischen Volkszeitung" sollen die langwierigen Verhandlungen zwischen der R u h r- gas A. ° G. und der H e k o g a nunmehr, nach einer Mitteilung von beteiligter Seite, soweit gediehen sein, daß lediglich die Llnterschristen des Vertragswerks noch ausstehen. Beabsichtigt ist danach die Gründung einer G. m. b. H. mit einem Stammkapital von mehreren Millionen Mark, worgn je zur Hälfte die Hekoga als Ab­nehmer und die Lieferanten beteiligt fein werden. Weiter sei die Aufnahme der Stadt Frankfurt am Main im Vertrag, und zwar auf der Seite der Hekoga, vorgesehen.

* Herabsetzung des Produktions­programms des Internationalen Stahlkartells. Wie das ft Journal" aus Luxemburg meldet, hat der Vorstand des Internationalen Stahlkartells angesichts der wirt­schaftlichen Lage einstimmig beschlossen, vom 1. Rovember ab das Produktionsprogramm um 10 Prozent herabzusetzen, also von 32 295 770 Tonnen auf 29 066 190 Tonnen.

Reue Berliner Kraftdroschken­gesellschaft unter Beteiligung von R S LI. Unter maßgeblicher Beteiligung der RSL1. Automobil Ai°G., Heilbronn ist dieser Tage in Berlin eine neue Droschken-Gesellschaft unter der Firma Kraftag Groß-Berliner Kraft­droschken A.°G. mit einem voll eingezahlten Grundkapital von 2,5 Mill. Mark gegründet worden.

* A. - G. für Zellstoffs und Papier­fabrikation, Aschaffenburg. In der in München abgehaltenen Aufsichtsratssihung wurde berichtet, daß das Ergebnis des ersten Halbjahres 1929 befriedigend fei und daß die Werke des Konzerns sämtlick) mit ausreichenden Aufträgen versehen seien, so daß auch für das zweite Halb­jahr mit einem angemessenen Gewinn gerechnet werden tonne!

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 6. Rov. Tendenz: lustlos. Die heutige Börse eröffnete in lustloser Hal­tung. Rachteilige Momente waren nicht vor­handen, aber trotzdem entwickelte das Geschäft nur zögernd und bewegte sich in den denkbar engsten Grenzen. Der Ausfall der gestrigen Reuyorker Börse ließ auch die letzte Anregung fallen. Die Tendenz neigte infolge der anhalten­den Orderlosigkeit und der zumeist schwächeren Auslandbörsen zur Schwäche. Das Angebot nahm heute fein größeres Ausmaß an, so daß gegen­über der gestrigen Abendbörse nur ganz geringe Abschwächungen eintraten. Am Elektromarkt ga­ben AEG. 1 Proz., Siemens ebenfalls 1 Proz. Pund Schuckert 2 Proz. nach. Farben eröffneten 1,25 Proz. schwächer. Trotz des höheren Kali- absahes im Oktober gegen den Vormonat waren Kaliwerte bis 2 Prczmt gedrückt. Montanwerte gaben bis 1,5 Proz. nach. Rur Gelsenkirchen machten eine Ausnahme und gewannen 1 Proz. Banken lagen von 0,6 bis 2,5 Proz. niedriger. Von Kunstseidenwerten gewannen Aku^ nachdem das Angebot nachgelassen hatte, 1 Proz. Auch Renten konnten sich der Allgemeintendenz nicht entziehen. Im Verlaufe war das Ge­schäft äußerst klein, doch waren allgemein, wenn auch geringfügige, Erhöhungen zu ver­zeichnen. Einiges Interesse machte sich für Spe­zialwerte geltend. Es traten Besserungen bis zu 1 Proz. ein. Siemens konnten vorübergehend 3 Proz. gewinnen. Die Goldabflüsse der Bank von England machten nicht den geringsten Ein­druck. Da aber Aufträge immer noch nicht ein- trafen, so mußten fast alle Werte von ihrem Anfangsgewinn wieder etwas hergeben, da die Spekulation sich weiter reserviert verhielt. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Proz. unver­ändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1796, gegen Pfund 20.386, London gegen Kabel 4.8786, gegen Paris 123.88, gegen Mailand 93.15, gegen Madrid mit 24.84 weiter schwach, gegen Holland 12.085, gegen Schweiz 25.1750.

Berliner Börse.

Berlin, 6. Rov. Da für heute besondere Anregungen nicht vorhanden waren, hatte schon der Dormittagsverkehr bei starker Zurückhaltung

der Spekulation größere Unsicherheit aufzuweisen, zumal auch die Auslandbörsen gestern schwächere Kurse gemeldet hatten. Die Börse in Reuyork war gestern geschlossen. Be­achtung fanden die innerpolitischen Bedenken die schon in den letzten Tagen vorhanden waren, es verstimmten ferner die Zunahme der Arbeitslosigkeit und ein stagnierender Kohlen­absah. Mit den anhaltenden Goldverlusten Eng­lands an Frankreich scheint man sich im übri­gen abgefunden zu haben. Die erkennbare i n - ternat tonale Geldmarkterleichte- rung wirkte sich aber auf den hiesigen Markt nur sehr zögernd aus, da anscheinend der Geldbedarf der Kommunen im Augenblick wie­der sehr stark ist. Weiterer Ordermangel, und nicht zuletzt £>ie bekannt gewordenen Schwie­rigkeiten eines Reuyorker Investmenttrustes der Bankers Corporation, ließen das Kurüniveau zu Beginn der heutigen Börse umt 1 bis 4 v. H. nachgeben. Rhein. Braunkohlen, Kali Aschers­leben, Salzdetsurth und Polyphon verloren dar­über hinaus bis 5,5 v. H. Die Auslandwerte (Aku., Svenska und Chade) lagen besonders schwach. Lurch eine gewisse Festigkeit fielen wie­der Autowerte, Aschaffenburger Zellstoff, Feld­mühle und Metallgesellfchast auf. Deutsche An­leihen nachgcbend. Ton Ausländem lagen Bos­nier weiter fest. Pfandbriefe geschäftslos und eher schwächer. Große Rachsrage bestand weiter im Zusammenhang mit der heute beginnen­den Mandatslommrssionsiitzung in Genf sür Ab­lösungsschuld, wobei Entschädigungshvsfnungen eine große Rolle spielen. Der Geldmarkt war eine Kleinigkeit leichter. Tagesgeld 7,75 bis 10 v. H_: Monatsgeld 8,5 bis 10, Warenwechsel etwa 7,40 v. H. Rach Len ersten Kursen blieb das Geschäft zunächst sehr still, die Tendenz war wenig einheitlich. Später konnten sich aber, aus­gehend von der Festigkeit der Autowerte, dis bis 2,5 v. H. anzogen, allgemein fleine Kurser­holungen durchsetzen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Rov. Infolge der Preisrückgänge an den überseeischen Märkten eröffnete der Produktenmarit in schwacher Hal­tung. Das Angebot war nicht besonders groß. Stark gedrückt lag am Mehlmar.t Roggenmehl mit minus 0,50 Mk. Sonst war ein Rachgeben der Preise bis 0,25 Mk. zu verzeichnen. Das Geschäft bewegte sich in den denkbar engsten Grenzen. Es wurden notiert: Weizen 25,10 bis 25,20, Roggen 18,50, Sommergerste für Drau- zwecke 19,75, Hafer, inländ. 18,25 bis 18,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 18,75 bis 19. Weizenmehl, südd. Spezial 0 37,75 bis 38,25. Roggenmehl 26,75 bis 27,50, Weizenkleie 9,75, Roggenkleie 10. Tendenz schwach.

Letzte Nachrichten.

Großfeuer bei Gießen.

heute vormittag, kur; vor 11 Uhr, brach auf dem (0 u ( Reuhof bei Leihgestern ein großer Brand aus, der sich in kurzer Zeit über die mit Körnerfrucht, Stroh und Heu gefüllte Hauptscheune, einen Teil der Stallungen und ein weiteres Wirt­schaftsgebäude ausbreitete. Die alsbald an der Brandstelle erschienene Ortsfeuerwehr von Leih­gestern sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Lang-Göns und Großen-Linden und die kreismolor- fprihe hatten unter dem Kommando des Kreisseuer- wehrinspektors D i ck o r e (Gießen) sehr stark zu tun, bis sie gegen 12.30 Uhr den Brandherd in die Ge­walt bekamen und eine weitere Ausdehnung der Flammen verhindern konnten. Rach den uns bis jetzt vorliegenden Informationen sind etwa 10 0 Ferkel den Flammen zum Opfer ge­fallen, ferner isk die hauptscheuer mit Inhalt niedergebrannt. Dagegen konnte zum Glück alles andere Vieh gerettet werden.

Ein deutsches Verkehrsflugzeug in Eng'and abgestürzt.

Lo n d o n , 6. Rov. (WTB. Drahlmeldung.) Lin deutsches Verkehrsflugzeug, das den Flugplatz in Croydon um 9.44 Uhr heule vormittag mit der Be­stimmung AmsterdamBerlin verlassen Halle, ist In der Rahe der Ortschaft Warden in der Grafschaft Kent in Flammen abgestürzt, von den In­sassen waren auf der Stelle sieben tot. Liner der Passagiere ist. wie man annimmt, gerettet worden. Das Flugzeug hakle vier Passagiere und vier Wann Besatzung an Bord.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v. h., Lombardzinsfuß 8 o. H.

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7% Deutsche RcichSanlcihe von 1029 .........

Du i!ln...eU>lSs..Lchulv mit Au» los.-Rechien........

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6% Hess. BoMtaat von 1929 (rückjahlb. 102%) . . . .

Cbcrbeiicn Provinz - Anleihe mii Auelos.-Rcchten.....

Deutsche Itomm. Eammelobl.

Anleihe Serie 1 ...

8% Franks. Hnp.-Bank Goldpsc. XlII unkündbar bis 1934 .

7% Franks.. Hnp.-Bank Goldpsc unkündbar bi» 1932 .....

<4-% Rbeinische Hyp.-Bank

t'lqit. Goldvte........

8% Pr. Landeepsandbrieianstalt.

Psanbbricse R. 17.....

8% Pr. Landeöpsandbricsanstalt stomm.-Obl. 81. 16.....

7% Pr. «.'andrepsandbrlcsansialt, Psandbriese R. 10 . .

tl.L <». auu. ournteoe-Obligation rückzahlbar 1932 . .

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4% Ungarische StaatSr. v. 1910 4h% bMfll. von 1913 ....

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4% Türk. Zollanleihe v. 1911 .

4% Türkische Vagdodbahn»Lnl Serie l.....

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6% Rumänisch» vereinb Rente von 1903 . . . .

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Hamburg-Amerika Paket . Hamd.-Südam. Dampssch. . Hansa Dornt fschisf.....

Norddeutscher Lloyd .... Allg. Deutsche Creditanst. . . Barmer Bankverein .... Berliner Hanvelsgesellsch. . . Commerz- und Privot-Bank. Tormsi. u. Nationalbank . . Deutiche Bank......

Dltconto-Gesellschast, Ank. . Dresdner Baut......

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Reiten & Guilleaume.... Gei. f. Elektr. Untern.....

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Clemens 4 Halske ..... TranSradio...... .

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Eiiener Steinkohle ..... Geilenkirchener ...... Harvener.........

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Mannesman--Röhren . . . Mansselve Bergbau . . . . Cbcrich'ei. Euen^eoarl . . . Lberichte,. Kottwerle.... Phönir Bergbau......

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Bereinigte Stahlw . . . Olavi Minen . . .

Rai werke Aicher-leben . . . Ka. werke lLesteregein . . . Rahmet c SaKoetiurth . . .

g. <5 Farben-Inbustrle . . . Dynamit Nobel......

Echetveanstall....... Goldschmidt ....... Rütgeriwerks.......

MetallgeieUichasl.....

Philipp Hofmann . . . Lernen werk Heidelberg . . . Eemeutwcrk Karlstadt . . . Wayg « ,,t. p an ...

Schultheis Payenhoser . . . Oltwerke.........

Ber. Glanz stoss......

Bemberg.........

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Daimler Motoren ..... Deutsche Linoleum . . . . Maschinenbau A.-G. . . . VI' cm tf Äl t) t .... vuom. i'oero ... .

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Orenstetn 4 stoppel .... V-onbntB Tieg......

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199,5 142

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19,9

76.25

338

121,5

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. W.

Berlin, 5. November

Geld

Bries

Amerikanische Noten . . .

Belgisckte Noten .......

Dänische Noten .......;

Englische Noten........

französische Noten.......

Holländische Noten.......

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deutsch,Oesterreich, h 100 Schilling Rumänische Nolen.......

Schwedische Noten.......

Lchweizer Noten........

Spanische Noten........

T'chechojlowakische Noten.....

Ungarische Noten ......

4.166 58,23

111,58 20,331 16,425 168,11

21.84 111.60

58.61

2,47 111.93 80,84 58,33 12,325

72,86

4.186

58,47 112,02 20,411 16,485 169,79

21,92 112.04

58.85

2,49 112,34 81,16 58,57 12,385 73,16

5. November

6 November

Amtliche Notierung Geld Bries

Am.liche Notierung Geld | Briel

Amu.. :Kon.

168.48

168.82

168,54

168,88

Buen.-AtreS

1.733

1,037

1.713

1,717

Brsi. Antw

58.40

58,52

58,41

58.53

Ehristiania.

111.89

112,11

111,89

112,11

.Rov.'nbcig'n

111.88

112,10

111.90

112,12

Stockholm

112,11

122,33

112.18

112,40

Hcliingsors.

10,49

10.51

10.492

10.512

Italien. .

21,865

21.905

21,83

21,92

London. ..

20,364

20,404

20.37

20,41

Neunork . .

4.1745

4,1825

4,176

4,184

Paris, . .

16,455

16.475

16,44

16,48

Schwei; . .

80,93

81,09

80,93

81,09

Sva;t:n .

58,39

58,51

58.57

58,69

Japan . . .

2,008

2,012

2,038

2,042

Hto de Ian

0.487

0.489

0,491

0.493

Wien in T-

Lest, abgest

58,71

58,83

58,71

58,83

Prag .

12,369

12,389

12,364

12,384

Bel i rad

7,387

7,401

7,389

7,403

Budapest

73,00

73,14

72.99

73,13

Bul arten

3,017

3.028

3,017

3,023

Viffabon

18.82

18,86

18,32

18,86

Tanjig. . .

81,48

81.64

81,48

81,64

»onß.nttn.

1,980

1.934

1,973

1,977

Athen. .

5,395

5.405

5,425

5,435

Eanada .

4,106

4,114

4,106

4,114

Uru uay. .

4,036

4,044

4,036

4,044

Cairo . .

20,893

20,933

20,83

20,93

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