Ausgabe 
6.6.1929
 
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Die Erweiterung der LupusheiWte

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Kirche und Schule.

Theologische Konferenz in Gießen.

Die Gießener Theologische Konfe

Hal, wie bekannt, mit Zustimmung der Stabt Jranf- furf zur Verwertung ihrer Braunkohlenfelder in Oberhessen und zur Entwicklung der vraunkohlen- Garerzeogung eine Schwelerei bei Hungen errichtet. Dort ist bei Aufschluß des Tagebaues durch den Austritt einer Quelle ein bergbaulicher Unfall eingetreten. Durch die notwendig gewordenen Maßnahmen find erhebliche Verluste ent­standen, die voraussichtlich dazu führen werden, daß die GewerkschaftFriedrich" in Hun­gen demnächst eine Zubuße in höhe von etwa drei Millionen Mark wird einfordern müs­sen. Die Frankfurter Gasgesellschaft als Hauptge­werke wird diese Zubuße tragen müssen. Der Frank­furter Gasgesellfchaft stehen zur Abdeckung dieser Zubuße außer früheren Rückstellungen das Erträg­nis von 1928 in der Gaswirtschaft, sowie offene Reserven in mehr als ausreichendem Maße zur Verfügung."

In dem Kampfe um die Gasversorgung Hessens, der zur Zeit zwischen der Frankfurter Gas- g e s e l l s ch a s t und der Ruhrgav-A.-G. im Gange ist, sind von einem Rachrichtenbureau und von derDeutschen vergwerkszeitung" Mitteilungen über Millionenverluste der Franksur- ter Gaswirtschaft verbreitet worden. Es wird in jenen Pressemeldungen von Verlusten in höhe von 10 Millionen Mark bei der Frankfurter Gasgesellfchaft gesprochen. Gegen diese Behauptun­gen wendet sich jetzt die Frankfurter Gasgesellfchaft mit einer Mitteilung an die Presse, in der erklärt wird, daß die Behauptung von einem Verluste von 10 Millionen Mark absolut unzutreffend seien. Da­gegen wird in der Auslassung der Frankfurter Gas- gesellschast ein Milliouenfchaden bei der GewerkschaftFriedrich" in Tra i s- horloff bei Hungen zugegeben; darüber wird folgendes erklärt:Die Frankfurter Gasgefellfchaft

Millionenschaden bei der Gewerkschaft Friedrich" in Trais-Horloff.

Berliner Börse.

Berlin, 6. Juni. (WTB. Funkspruch.) Im Hou. tigen Dormittagsverkehr scheint für eine Reibe von Werten wieder Interesse zu bestehen, doch ist das Geschäft bis jetzt noch sehr gering. Die Tendenz ist freundlich. Anregende Momente liegen zwar nicht vor. Die Frankfurter Abendkurse sind gut behauptet. Man nennt Farben 263,5, Schultheis 325,5, AEG. 194,5 bis 195, Schlickert 252, Siemens 406,5 bis 407, Rheinische Braunkohlen 304, Deutsche Linoleum 359 und Polyphon 455. Am Devisenmarkt hört man London gegen Kabel 4,8492, London gegen Berlin 20,3360, London gegen Madrid 35,10, Kabel gegen Berlin 4,193750.

Ein« Fülle von praktisditn Bai-Reupten bieten ,Dr. Oelktr-Reupte', Ausgabe F (PreisiS Pff-) ^nd Dr. Oetker'sSdtulkodibudi (Preis80 Pfg-)- Zu haben in den Lebensmittelgesduiften oder, wenn ver­griffen, gegen Einsendung in Marken von

Dr, August Oetker, Bielefeld.

Spargel 40 bis 1,00; Erbsen (grüne) 40 bis 50; Mischgemüse 15 bis 20; Tomaten 80 bis 1,20; Zwiebeln 15 bis 20; Schwarzwurzeln 40 bis 80; Rhabarber 15 bis 20; Kartoffeln, alte 6, neue 20 bis 25; Aepfel (ausl.) 45 bis 70; Dörrobst 35 bis 40; Kirschen 60 bis 80; Stachelbeeren 45 bis 50; Erdbeeren 1,50 bis 2,00; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,20 bis 1.30; Suppenhühner 1,00 bis 1,20; Rüsse 70 bis 80; Tauben Stück 70 bis 90; Eier 12; Blumenkohl 70 bis 1,50; Salat 10 bis 20; Salatgurken 50 bis 90; Ober-Kohlrabi 20 bis 25; Lauch 10 bis 20; Rettich (neue) 20 bis 30; Sellerie 20 bis 1,00; gelbe Rüben (neue) Bund 20 bis 25: Radieschen 10 bis 15; Kartoffeln Zentner 5 Mark.

Bornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Oeffentliche Mieterversammlung, 20i/2 Ahr im Gewerkschaftshaus. 1. Abonnements-Konzert, 20 Uhr auf der Liebigshöhe. D. H. V.: Vor­tragDie Reklame im Dienste des Kaufmanns", 20i/2 Ahr im Heim, Dahnhofstr. 71. Oeffent- licher Vortrag überDie moderne Technik und die seelischen Erschütterungen unserer Zeit". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Diane" und Seine Hoheit der Dienstmann".

Das Stadttheater Gießen eröffnet, wie man uns schreibt, die Sommerspielzeit am Dienstag, 11. Juni, mit Walter HockettsDie Frau des Andern". Dieses Stück soll der Detektivschlager der Sommersaison sein. In Berlin war dieses Drama ein großer Erfolg, und die Presse berichtete, daß es am PremierenobendBeifall regnete". In­tendant Dr. P r a s ch hat selbst die Spielleitung übernommen und wird versuchen, vor allem mit jungen Kräften des hiesigen Stadttheaters das Stück frisch und lebendig herauszubringen.

*

* Rotkreuztag. Am nächsten Sonntag, 9. Juni, wird, wie allgemein in ganz Deutsch­land, auch in Gießen und in den Landgemeinden des Kreises Gießen ein Rotkreuztag stattfinden,

Dor einigen Wochen berichteten wir von einem Plane des Hellstättenvereins für Hessen (Hessi­scher Landesverband zur Bekämpfung der Tuber­kulose) zur Erweiterung der Lupus­heilstätte durch die Errichtung eines dritten Baues, in dem lupuskranke Kinder untergebracht werden sollen. Die Pläne für diesen Erweiterungsbau sind nunmehr endgültig fest­gelegt worden und haben die Zustimmung des Vorstandes des Heilstättenvereins gefunden.

Rach diesen Plänen wird neben dem Dr.- Reumann-Haus der Lupusheilstätte das dritte Gebäude in dreigeschossiger Aus­führung erstehen. Im Kellergeschoß die­ses Reubaues sollen Arbeitsräume für die Hand- fertigkeitsarbeiten der lupuskranken Kinder, ein Turnsaal, Bäder und Räume für Lichtbehandlung und Zubehör geschaffen werden. Das Erd­geschoß soll bie Zimmer für Knaben enthalten, ferner einen von Knaben und Mädchen gemein­sam zu benutzenden Anterrichtsraum, weiter nur für Knaben große Veranden, Liegebalkons, Be­handlungsräume, Waschräume, Heilbäder und Schwesternzimmer. 3m ersten Obergeschoß werden, mit Ausnahme des Anterrichtsraumes, die gleichen Räume und Einrichtungen für Mäd­chen, wie im Erdgeschoß für Knaben, geschaffen, außerdem hier über dem Anterrichtsraum des Erdgeschosses eine Kapelle zur Abhaltung von Gottesdiensten für die Kinder beider christlichen Konfessionen. Für das z w e i t e O b e r g e s ch 0 ß ist eine Erweiterungsstation vorgesehen, die nicht allein von lupuskranken Kindern, sondern auch von lupuskranken Erwachsenen als Privatstation in Anspruch genommen werden kann. Das Dach­geschoß soll die Luft-, Licht- und Sonnenbäder enthalten, bie mit GlaS überdeckt werden und Sommer und Winter benutzbar sein sollen. Eine

Das Reichs-Wettkochen mit Gas.

Gestern fand in Berlin das von der Zentrale für Gasverwertung veranstaltete große Reichs- Wettkochen mit Gas statt. An diesem ®nt- scheidungskampfe um die Würde der deutschen Gaskochmeisterin nahmen 45 Hausfrauen aus dem ganzen Reiche teil, darunter auch die Gieße­ner Siegerin im Gas-Kochwettbewero, H-rau Groß, Moltkestratze 18. Leider war es »rau Groß bei der außerordentlich starken Konkurrenz nicht vergönnt, einen Preis zu erringen. Den Teilnehmerinnen war die Aufgabe gestellt, bei sparsamstem Gasverbrauch in möglichst kurzer Zeit Frühstück, Mittagsmahlzeit, Rachmittags­kaffee und Abendbrot Herzustelleri. Die Haupt­preise fielen an folgende Siegerinnen:

1. Preis 3000 Mark Frau Geißler- Derlin (deutsche Gaskochmeisterin), Zeit 45 Mi­nuten.

2 Preis 1500 Mark Frau 3 ak 0 brtz - Berlin, Zeit 48 Minuten.

3 Preis 1000 Mark Frau Feurer- Frankfurt a. M., Zeit 49 Minuten.

Daten für Freitag, 7. Juni.

Sonnenaufgang 3.45 Ahr. Sonnenuntergang 20.12 Ahr. Mondaufgang 3.19 Ahr. Mondunter­gang 20.37 Ahr.

1826: Der Physiker 3oseph von Fraunhofer m München gest. (geb. 1787). 1843: Der Dichter Friedr. Hölderlin in Tübingen gest. (geb. 1770). 1915: Aufhebung der Anion Rorwegens mit Schweden.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 Stück 60 bis 1,40; Butter Pfund 2,00; Matte 30 bis 35; Wirsing 20 bis 25; Weißkraut 20 bis 25; Rotkraut 20 bis 25; Spmat 15 bis 25; Römischkohl 15 bis 20; Dohnen 70 bis 80;

Küchen- und Heizungsanlage ist für dieses neue Gebäude nicht vorgesehen, da die Beheizung so­wohl wie auch die Verpflegung von den Ein­richtungen des Dr.-Reumann-Hauses aus erfolgen wird. 3nsgesamt wird in dem neuen Gebäude Raum geschaffen für 50 bis 60 lupuskranke Kin­der und für etwa 12 bis 15 lupuskranke Privat­patienten. Dabei wird jedoch entsprechend dem Leitgedanken für bie Errichtung dieses Baues darauf gesehen, daß die Kinder vollständig von den erwachsenen Personen getrennt werden, um sie nicht etwaigen ungünstigen Einwirkungen aus­zusetzen. Das neue Haus wird durch einen Ver­bindungsgang die erforderliche direkte Derkehrs- möglichkeit mit den beiden jetzigen Gebäuden der Heilstätte erhalten. Reben dem Erweiterungs­bau wird gleichzeitig noch ein Wohnhaus mit der Dienstwohnung für den lei­tenden Arzt der Heilstätte errichtet werden.

Die Bauarbeiten sollen baldmöglichst, spätestens Anfang 3ull, beginnen, damit der Rohbau noch in diesem 3ahre unter Dach kommt und das ganze Reubauwerk im Laufe des nächstjährigen Sommers vollendet wird. Die Kosten des Baues sind auf etwa eine halbe Million Mark veranschlagt. Für unser Gießener Dauhandwerk wird auch dieser Reubau wieder zahlreiche gute Deschäftigungsmöglichkeiten bringen.

Der Entwurf zu dem Reubau stammt von dem Architekten Baurat Hans Meyer von hier, dem auch die Bauleitung anvertraut ist und der bisher schon die hiesigen Bauten des Heilstätten­vereins errichtet hat. Der Heilstättenverein für Hessen unter der Leitung seines Vorsitzenden. Präsidenten Dr. Reumann (Darmstadt), wird sich mit der Schaffung dieser Heilstätte für lupus- kranke Kinder ein neues großes Verdienst um die leidende Menschheit erwerben.

Skis der Pwvinziathauptfiadt.

Gießen, den 6. 3uni 1929.

Auch im (Sommer (Seefisch!

Don Sanitatsrat Dr. Alfred Jacoby, Äerlin.

Liebe HausfrauI Warum scheust du dich, im Sommer Seefische auf den Tisch zu bringen? Du meinst, sie verderben leicht? Du bist in einem 3rrtum befangen, der zur Zen deiner verehrungswürdigen Großmutter Wahr­heit war. Aber die Seefische haben doch ihr verderbliches" Wesen nicht geändert? fragst du erstaunt. 3hr Wesen hat sich freilich nicht geän­dert aber die Art der Herbeischaffung ist anders geworden. Früher war ein weiter Weg von der Küste bis ins Binnenland. Da wurden die See­fische mit anderm Gut zusammen auf den lang­sam fahrenden Güterzügen verfrachtet, und in der langen Deförderungszeit hatte die warme Luft Gelegenheit, auf das Fischfleisch einzuwirken. Rach solcher tagelangen Fahrt mögen die Fische, die so köstlich frisch aus dem Wasser gekommen waren, schließlich nicht immer einwandfrei an­gekommen sein. Am Bestimmungsorts fehlte es womöglich sogar an geeigneten Lagerräumen und an einer schnell verteilenden Verkaufsstelle.

Jetzt liegen die Verhältnisse ganz anders. Die Seefische werden unmittelbar nach dem Fang noch auf den Fischdampfern in Eis gepackt und ver­lassen den Cisschuh nicht, bis sie in deine Hand gelangen. Dom Dampfer gelangen sie, immer von Eis umgeben, durch die Fischverkaufshallen tn den großen Fischereihäfen auf schnellstem Wege in besonderen, selbstverständlich eisgekühlten Fisch­versandwagen, die an schnellfahrende -3ü0e an* gehängt werden, in die Verkaufsstellen des Bin­nenlandes. Wenn dich noch nachts der Traum quält:Was koche ich heute," hat der Flsch- kleinhändler fein Auto mit deinem Mittagsgericht bereits beladen und wartet nur auf dein Kommen.

Begleite mich, liebe Hausfrau, in ein Fisch­geschäft oder auf den Markt und laß uns hinter die Kulissen spähen, wo die Fische bereits aus­liegen. Der Händler öffnet gerade sein Geschäft, ein kalt-appetitlicher Hauch weht uns entgegen. Da liegen sorgsam in kleine Eisstückchen ver­packt in handlichen Kisten und Körben die Lecker- bisien der Rord- und Ostsee. Der Kabeljau und Rotbarsch, die Schollen, Schellsische und See­zungen, Seelachs, Merlan und wie sie alle heißen. And unmittelbar vom Eis fort legt dir der Händler den Fisch in deinen Korb. Da ist jebe DerderbSgefahr ausgeschlossen.

Bedenke auch, liebe Hausfrau, was der Kauf jeden Pfundes einheimischen Seefischfleisches be­deutet. Deschäftigungsmöglichkeit für unsere ©ee- fischer und alle Menschen, die mit dem Fisch- hanbei zu tun haben; Ausnutzung von Schätzen, die uns in unendlichen Mengen ohne unser Zu­tun wachsen, Beschränkung der Fleischeinfuhr aus dem Auslande, die unsere Volkswirtschaft und damit unsere Zahlungsfähigkeit so schwer belastet.

And bedenke weiter liebe Hausfrau, daß es in puncto Lebensmittel ausschließlich auf dich und deine -zig MMonen Gefährtinnen ankommt, ob unser Geld deutscher Arbeit zugute kommt, oder in das Ausland fließt. Glaube aber nicht, baß du der deutschen Wirtschaft nur ein Opfer bringst, wenn du den Seefischhandel durch deinen Einkauf belebst. Du bereicherst im Gegenteil dei­nen Speisezettel durch nahrhafte, schmackhafte, billige und leichtverdauliche Gerichte. And was besonders wichtig ist, du förderst mit S^rfisch- gerichten deine und deiner Familie Gesundheit.

eines Haftbefehls vom Amtsgericht Delnhauf« wurde der Architekt Fritz Knauer aus Leipzig verhaftet.

Allerlei Diebstähle. Der heutige Pvlizeibericht meldet: Am 25. Mai wurde in der Zeit von 20.30 bis 22.45 Ahr von unbekannten Tätern an einem Hcmse in der Ludwigstraße ein Aushängekasten mit etwa 70 Rollen Klosett­papier entwendet. Der Kasten ist 1,05 Meter hoch, 0,60 Meter breit und 0,13 Meter tief. 3n der Rächt vom 25. zum 26. Mai wurde aus einem Garten am Wißmar er Weg ein eisernes Antev- gestell von einem Wirtstisch gestohlen. Am 27. Mai wurde aus einem Ankleideraum einer Badeanstalt eine viereckige Herren-Lederarmbanduhr, am 31. Mai eine Geldbörse mit 185 Mark 3nhalt, eine Brieftasche mit Studentenausweis, und am 2. 3unl aus dem Amkleideraum des V.f.B.-Spvrtvereins eine Geldbörse mit 64 Mk. und ein goldener Ring mit blauem Stein entwendet. Am die täg­lich vorkommenden Diebstähle bei dem jetzt wie­der stark zunehmenden Badebetrieb einzuschrän­ken, werden die Badegäste ersucht, Wertsachen bei den Dadehausbesitzern zur Aufbewahrung abzu­geben. Personen, die Angaben über den Verbleib des Diebesguts und zur Ermittlung der Täter machen können, werden gebeten, der Kriminal- Abteilung, Landgraf-Philipp-Platz 1, Zimmer 64, Mitteilung zu machen.

Eigentümer gesucht. Der Polizei­bericht meldet: Bei der Festnahme eines Man- sardenbiebes wurde bei diesem ein Weinzipfel (blau-weih-blau) in Silber mit eingravierten Buchstaben H. M. gefunden. Hersteller des Zipfels ist C. Porchers, Pforzheim. Mit Bestimmtheit ist anzunehmen, daß der Zipfel durch eine strafbare Handlung in den Besitz des Fe st genommenen ge­kommen ist. Wer Eigentumsrechte geltend mschen kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Landgras-Philipp-Platz 1, Zimmer 64, zu melden.

" Marburger Festspiele 1 92 9. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich ist, findet am nächsten Sonntag, 9.3uni, die Erst­aufführung von SchillersWilhelm Teil" im Rahmen der Marburger Festspiele 1929 im Mar­burger Schlohparktheater statt. Roheres in der Anzeige.

* Auftrieb zum heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt! Kälber 1113, Schafe 85, Schweine 693.

an dem Sammlungen für die Wohlfahrtseinrich­tungen des Roten Kreuzes vorgenommen werden sollen. Es kommen dabei Haussammlungen und Strahensammlungen in Betracht. 3m Hinblick auf das uneigennützige und segensreiche Wirken des Roten Kreuzes zum Besten der leidenden und bedrängten Volksgenossen seien diese Samm­lungen dem besonderen Wohlwollen unserer Mitbürger in Stadt und Land empfohlen.

** Hohe Auszeichnung einer 06er- hessischen Milchwirtschaft. Auf der 35. landwirtschaftlichen Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in München wurde die von dem Hofgut Winnerod bei Reiskirchen (Kreis Gießen) hergestellte Trink-, Kur- und Kinder­milch in Flaschen bei der Bewertung mit der höchsten Punktzahl und mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Auf die Anzeige in unserem heutigen Blatte sei hingewiesen.

" Das Fest der Goldenen Hochzeit begehen am morgigen Freitag unser Mitbürger Robert Osinskh und Frau Auguste, geb. Günther, Ludwigstraße 12 wohnhaft. Das Ju­belpaar wohnt, was wohl gleichfalls als Sel­tenheit zu bezeichnen ist, schon seit 48 3ahren in seiner jetzigen Wohnung.

** Todesopfer eines Verkehrsun­falles. Der Cisenbahnschaffner Gg. Schorge aus Großen-Linden, der am Mittwoch voriger Woche bei der Heimkehr vom Dienst auf seinem Fahrrad in der Frankfurter Straße von dem An­hänger eines Frankfurter Lastautozuges ange­rannt und schwer verletzt wurde, ist gestern mor­gen in der Chirurgischen Klinik, wohin man den bedauernswerten Mann alsbald nach dem Un­fall verbracht hatte, seinen Verletzungen erlegen. Der Verunglückte hatte bei dem Anfall schwere Kopfverletzungen erlitten.

Festnahmen. Der Polizeibericht meldet: Festgenommen wurDen zwei Gemüsehändler von hier wegen Diebstahls bzw. Hehlerei. Wegen Unterschlagung einer Mandoline wurde ein Schlosser aus Duisburg festgenommen. Auf Grund

renz versammelte sich vor einigen Tagen in der 3ohanneskirche unter Leitung von Geh. Kirchenrat D. Dr- Krüger (Gießen). Professor ßtc. Gerstenmaier (Friedoerg) eröffnete mit Schriflesung und Gebet.

Professor Dr. Becker (Darmstadt) verwertete in seinem VortragD ie Seelsorge am Kranken- und Sterbebett im 17. und 18.3ahrhundert" Ergebnisse au8 Forschun­gen in einem oberhessischen Adelsarchiv und in verschiedenen Pfarrarchiven. Die noch heute bei ländlichen Beerdigungen üblichenPersonalien" wurden früher von den Lehrern und bei Adligen von den Amtmännern und RechtSgelehrten ver­saßt. Bis heute noch wenig in der theologischen Literatur beachtet, sind sie eine wertvolle Fund­grube; eine größere Anzahl von ihnen, besonders aus den Famllien Goertz und Riedesel, wurde verlesen.

Rach dem sehr beifällig aufgenommenen Vor­trag sprach Privatdozent Lic. F a s ch e r (War­burg) überDas Problem der Exegese in der Gegenwart". Es handelt sich dabei um die Frage nach dem Verstehen des Reuen Testamentes. Theologen und 3uristen haben sich im Laufe der Jahrhunderte am meisten um sie gemüht; die Forderung einer pneumatischen Ex­egese ist heute allgemein abgelehnt; die Exegese muh mit exakten Methoden arbeiten, deshalb kri­tisch sein gegen die Arbeit der Systematiker auf diesem Gebiet. Ein halbes Dutzend kombinierter Methoden liegt hinter uns; bei aller Anerken­nung wissenschaftlicher Arbeiten muh man sich wehren gegen ihre generalisierende Anwendung. Als wissenschaftliche Menschen haben wir uns umzusehen auf dem Gebiet der Psychologie und der Religionspsychologie; mit ihren Vertretern und denen der Ontologie setzte sich der Vor­tragende ausführlich auseinander (Wobbermin, Heidegger).

An Den sehr gründlichen Vortrag schloß sich eine Ansprache an.

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