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Knaben (286) unb 287 Mädchen (231), auf vrtS-
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neues Protokoll, daS «inen guten Oluftaft bildet» dann erfreute Frau 3cnßen, die über eine oute, sympathische Stimme verfügt, mit zwei modernen Liedern, die großen Bestall fanden. DK folgenden Büttenvedner, ob als Zimmermann aus Hamburg, oder als Wahrsager, der den Weltimtergairq prophezeite, oder al» Waschfrau, oder als Kallche au» der Zozelsgasst, gleichviel, alle gefielen und hatten durchschlagenden Erfolg. Auch Narr Haas fand mit seinen Betrachtungen über die 12 Monate Beifall. Zwischendurch wurden neue Lieder gesungen, echt Varnedalistischo Stimmung griff Platz, und als dann die Narren Steuerwald und Hammel als Schuljungen erschienen und ihren Dialog begannen, ertönten wahre Lachsalven, die ihren Höhepunkt erreichten, als die Wirtin vom goldenen Stern sich dem Publikum vorstellte und geradezu stürmischen Erfolg .fand. Die zahlreich erschienenen Närrinnen und Narren kamen aus ihre Kosten. Die Ser- anstaltung war ein voller Erfolg.
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fremde Mütter 256 Knaben (239) und 214 Mädchen (239).
Eheschließungen fanden in 1928 gleich 293 statt, gegen 261 im BoHahre.
Sterbesalle waren im letzten Jahre 798 zu verzeichnen (745). Davon entfallen auf die einheimische Bevölkerung 346 (350), darunter männliche 157 (192). weibliche Verstorbene 189 (158). Zn den Kliniken und Anstalten ereigneten sich im gleichen Zeitraum bei nicht Ortseingesessenen 452 Sterbefälle (395), davon männlich 242 (226), weiblich 210 (169).
Soweit die ortseingesessene Bevölkerung in Betracht kommt, haben wir in Gießen in 1928 bei 551 Geburten (517) und bei 346 Todesfällen (350) einen Geburtenüberschuß von 205 (167), ein Ergebnis, das als günstig zu bezeichnen ist, wenn auch diese Hebet» schußzahl an Geburten den Ergebnissen in der Vorkriegszeit noch nachsteht.
Don den in Gießen im letzten Zahr geborenen 214 (251) unehelichen Kindern entfallen auf die Bevölkerung Gießens 64 (62), gegenüber 150 unehelichen Geburten, die auf ortsfremde Mütter entfallen (189).
Während die Zahl der unehelich geborenen Kinder in den beiden letzten Zähren sich ungefähr gleich blieb, sind im letzten Zahr die unehelichen Geburten ortsfremder Mütter gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent zurückgegangen.
Schasst Aistgelegenheiien!
Der Gießener Tierschutz-Verein. Kaiserallee 1, teilt uns mit:
Daß die Zahl unserer Singvögel stark im Sinken begriffen ist, ist eine vom ideellen, wie wirtschaftlichen Standpunkt aus gleich bedauerliche Tatsache. Einen Teil der Schuld daran trägt der wachsende Mangel an passenden Niftgelegenheiten. Wir tonnen ihm steuern, indem wir die natürlichen Nistplätze möglichst zu erhalten suchen und der Dogelwelt künstliche zur Verfügung stellen. Deshalb schone man nach Möglichkeit Hnterholz und Feldhecken, alte Bäume, dichte Gebüsche und Rohrgelände, und vernichte sie nicht unnötig durch Abbrennen im Frühjahr. Für die künstlichen Nistplähe kommen haicptsüchlich Höhlenbewohner in Betracht, Meisen oller Art. Stare, Spechte, Fliegenschnäpper und Hausrotschwänzchen. Bis Ende des Monats spätestens müffen die neuen Nistkasten angebracht sein. Heber Auswahl, Preis und Befestigung der Kasten (jede Vogelart stellt ganz bestinnnte Ansprüche) gibt der Tierschuhverein gern Auskunft. Für Schwalben genügt es zur Not, unter dem Dachsims, in Ställen und Hausgängen einfache Brettchen anzubringen, auf denen sie ihre Nester bauen können. Man achte nur darauf, daß sie für Katzen nicht erreichbar sind.
Daten für Donnerstag, 7. Februar.
Sonnenaufgang 7.29 Utjr; Sonnenuntergang 17 Uhr. — Mondaufgang 6.50 Uhr, Mondunter- gang 14.06 Uhr.
1812: der Dichter Charles Dickens in Landport bei Portsmouth geboren; — 1878: Papst Pius lX. in Rom gestorben.
Bornotizen.
Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Das Dorf Sanct Zusten", 19.30 biß 22.15 Hhr. - Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „Der Kamps umS Matterhorn". — Astoria- Lichspiele. „Unter falschem Verdacht".
— Verein der Freunde des humanistischen Gymnasiums. Am nächsten Sams- tag Vortrag von Gymnasialdirektor Dr. Weinstock (Frankfurt a. M.) über „Die Antike und die Aufgabe unterer Erziehung". (Siehe heutige Anzeige.)
Standesamtöstaiistik 1928.
t-il der Stadt Gießen toaren im abgelaufe- fitn Kalenderjahr 1021 Geburten zu ver- fMtzncn (gegenüber 995 im Zahve 1927). Davon stuf allen aus eheliche ©eburten 807 (744), und gfctn 400 Knaben (395) und 407 Mädchen (349), imi unehrliche Geburten 120 Knaben (130) und W Mädchen (121). Die 1021 Geburten in 1928
)tte|bogen de» Summen angeblich fit 'chvinbelt halte, k Rei$tagityrätoente
Der Main bei Bürgel zugefroren.
WSN. Frankfurt a. M., S. Febr. Da» Treibeis deS Mains hat sich seit gestern abend 11 Uhr von oberhalb Bürgel an gestellt. Hierdurch ist der Wasserstanü an dea Schleuse Mainkur um 150 Meter gestiegen. Weiter ist der Main von Würzburg bis zur Quelle fast vollkommen zuae-< froren, ebenso die Strecke Wertheim—Lohr—i Heidingsfeld. Da die Kälte unvermindert an-' hält, ist damit zu rechnen, daß auch noch weitere Strecken des Mains bald zufrieren.
Ein Zug im Schnee steckengeblieben.
WSN. Gschwege, 5. Febr. Zm Schnee stecken geblieben ist am Samstag der von Heiligenstadt kommende Frühzug. Bei Kalteneber waren in der Nacht auf einer Strecke von etwa 100 Meter Schneemassen von zwei Meter Höhe auf die Gleise geweht worden. Es wurde eine Hilfsmaschine von Vsch- toege entsandt, der es aber auch nicht gelang, den Zug freizubekommen. ES blieb nichts weitem übrig, als alle zur Verfügung stehenden Kräfte heranzuziehen und die Strecke sreizn- schaufeln. Der Zug traf mit vierstündige, Verspätung hier ein.
Gistmörder Schardt legt Revision ein
WSN. Limburg, 5. Fehr. Der vom Lim-- burger Schwurgericht wegen Giftmordes -um Tode verurteilte Händler Zakob Schardt aus Hirzenhain hat gegen das Todesurteil Revision eingelegt.
tträuben nichts genutzt. Die Kälte hat ihn be- fcirrgen. Noch sieht man hier uitö da offene tfcQen, wo das Wasser gar zu lebhaft fließt, (lvg sonst ist alles zugefroven. Gras und Schilf ftckm fest. Wenn die Sonne auf das wellige 63 am Ufer, auf die Glätte der Mitte fällt,
zinste Zaubergarten. Alle bürten Blätter, die nd> vom Herbste her an den Büschen hängen, fin versilbert, jede vertrocknete Blume, öle seit- M noch 3fugc des großen Sterbens war, ist mi verwandelt, in eine feidenalänAende Schön» ______ gebettet. Wie zierliche Brillantkelche leuchten richtet."^ unter vS die wellen Dolden der größeren Pflanzen /xt&t m iit^gen. Die ganze Erde ist wie nrit Silber Eü Mrhig, M ivcItDeut Ein Zauberland für sich ist aber der in« Itoinpagnii pBe Pflanzgarfen im Wald. Die nledllchen etlinficben 6M out' 2 :rid)cn und Lärchen in ihrem hauchzarten erfolgt toetbe. S« E'oud wollen uns wie aus einet anderen Welt i beankagle deshalb ci deinen.
^KeifieÄuft'ind unto1 Dir muffen dis Augen schließen vor dem beauftragt! tilgen und Funkeln, wenn die Sonnenstrahlen »in Äugten h warben Kristalle treffen. Sie können sie noch
L. Tlhieeia Ä W r'^ schmelzen, es ist zu kalt, sie helfen nur, h ■fctaiatf bcr°V h Wrnterpracht zu vergrößern. —
s gleich einem glatten Spiegel hegen die kleinen
.brach! mrd«? 1'rldteiche vor tmS. Auch dem Bach hat sein
D unternahmen. Es hatte in der Nacht ge- reit, noch war die 2uft weich und milde, wohl ter Taugrenze. Aber dir Sonne war schon da und beleuchtete die reine Decke Wir nxn noch vor dem Mittagessen einspannen und gcct die ersten, die auL dem Dorf hinaus zum --rwald fuhren. Gs war wie in einem Märchen iß Tausendundeinenacht. Der Schnee lag so x$f, daß man kein anderes Geräusch hörte als
E in Wetterumschlag ist im Laufe des gestrigen Abends und der letzten Nacht eingetreten. Die Herrschaft des tagelang andauernden starken Frostes ist durch erheblichen Temperaturanstieg gebrochen worden. In Verbindung damit trat im Lause der Nacht Schneefall ein, der heute früh noch anhiclt und die in den letzten Wochen durch Schneeverwehungen in den Feldern vielfach freigekegte Saat wieder mit einem neuen Schutzkleide bedeckte. Hoffentlich ist dieser Wetterumschlag der Auftakt zum Schlußkapitel der Herrschaft des Winters.
*• Städti schc Brennholzversteige- rung. Bei her gestrigen Brennholz-Versteige°- nmg im Stadtwald, Bezirk des Försters Brück, wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 18,50; Eichenscheiter 13; Fichten- scheiter 9: Buchenknüppel 13; Eichenknüppel 9.40; Fichtenknüppel 7,80; Buchenstöcke 10; Eichenstöcke 8; Fichtenstöcke 3 Mk. je Nm. Buchenreisig 32; Eichenreisig 15 Mk. je 100 Wellen.
** Rechtskräftiges Urteil. Der frühere „Kaufmann" Wilhelm N. von Gießen war im Mai ü. I. vom hiesigen Schöffengericht wegen Betrugs zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt und seine Be- rufung von der Großen Strafkammer im Oktober
rr Klang der kleinen Glocken cm dem Halse trister Pferde. Kein Windchen regte sich. Als fcte durch den Wald fuhren, über uns die Aeste k schneebeladenen Bäume, tags zuvor hatte «t geregnet, und der Schnee lag maffenweisr auf ki Aesten, scheuten wir und, laut zu sprechen. ,T>ie in einer Kirche", sagten wir leise, und k andächtige, feierliche Stille übertrug sich auch 6i| ans. Die jungen Tannen an der Straße schie- im zu brechen unter der Last des Schnees, jtnnloä standen sie da, aber doch schon. Die fblyn Buchen und Sichen ragten mit ihren fil- bmen Aesten in den blauen Himmel hineim 6i> habe selten solche Herrlichkeit geschaut. — Wenn aber nach einer kalten Winternachl, in kr die Nebel alles eingehüllt haben, am Dor- iktag die «Sonne siegreich durch die Wolkeir terßttngt imd mit ihrem Licht die winterliche tiiie bestrahlt, erblickt unser Auge daS Schönste, ims die kalte Zahreszeit bieten kamr: Die Wt ün Nauhreif, Wir glauben uns in rin Feenreich versetzt. Allüberall hat die Kälte in allen Gegenständen den Nebel zu kleinen Eis- Mtallen verdichtet, die uns mm im Schein der .jo ine tote Diamanten entgegen funkeln. Jedes Ästchen der Baume hat seinen Schmuck, jedes. Mlmchen auf der Wiese sein Festgewand. Da, to Niederwald und Felder sich berühren, ist der
Gießett, den 6. Februar 1929.
Oer Winter als Zauberer.
«xr Drang des Menschen zur Natur ist so alt ic der Mensch selber. Mag es nun Frühlings' 5t fein, wenn das erste Grün hervorbricht, oder i heißen Sommer, toeim uns das dunkle ßaub- des Waldes seinen Schatten spendet, oder .her Zeit deS Herbstes, in der die Bäume ihr «ßgewand angelegt haben, oder im Winter, >rm die schlafende Natur m weiche Decken ge- j(lt wird. Immer wieder finden wir bei ihr »tzoluna und kehren gestärkt zurück.
Sesonders der Winter ist ein großer Zauberer, ine Landschaft, tief in Schnee gebettet, übt stets c größte Anziehungskraft aus, und wer eben lt Schneeschuhen die Berge durchfahren kann, Dahrlich zu beneiden.
Zins freilich gehört.zur Schneelandschaft, iS ist die Sonne. Offne Sonnenschein wirkt - zu düster und zu melancholisch. Werm sich v: Tausende von Strahlen in den Schiree- jMaLIen brechen, tixnnt uns alle Farben ent- ^>nsprühen, dann müssen wir die Angen vor Schönheit des Winters schließe.
>_Invergeßlich wird mir immer eine Schlitten- rrt bletben, die wir vor dem Kriege im Bogels-
v. 5. als unbegründet verworfen worden. Neber beide Verhandlungen hoben wir seinerzeit ausführlich berichtet. Gegen das letztgenannte Urteil hatte N. Revision oerfolat, die aber vom Reichsgericht Ende Januar d. F. zurückgewiesen wurde. N. ist nunmehr zwecks Strafverbüßung in die Zellenstrafanstalt Butzbach überaeführt worden.
** Lichtbilder Vortrag in der ötabfc- kirche. Das Thema „®ic Flucht vor dem Beben” (Selbstmord) weist auf eine tiefe Not unseres Dolles hin. Das dürfte man wohl auch aus der großen Zahl der Hörer schließen, die sich dazu am Sonntagabend in der Stadtkirche versammelt hatte. Nach gemeinfamem Eingangslied eröffnete der Vortragende, Missionar Jürgens (Darmstadt». den Abend mit einem Gebet und zeigte bann, wie so viele Menschen der Gegenwart zum Selbstmord kommen. Neben dem Ernst ter Verantwortung für das eigene Geben, wurde daoei doch auch nachdrücklich betont, daß wir dieser schweren Not nicht als Nichter gegenüberftefjen, sondern aus dem Bewußtsein der Mitverant- toorhmg für den anderen im Geist echt christlichen Mrtleidens und Erbarmens. Die irachsolgenden zahlreichen Lichtbilder gaben dann in drei Abschnitten eine Darstellung von der Ausbreitung, der Hrsache des Selbstmordes und von unserer Aufgabe. Ausführliche Begleitworte durch teu Vortragenden erläuterten die zahlreichen statistisch-graphischen Darstellungen unb stellten die Bilder in die Wirklichkeit des Lebens. Besonders trat dabei die große Bedeutung des Wirtschaftslebens (Arbeitslosigkeit), der Wohnungsnot und des Alkoholismus für die erhöhte Zahl der Selbstmorde in erschütternder Weise hervor. Die Bklder des letzten Teils zeigten dann die mannigfache Arbeit der Znneren Mission zur Heilung dieser tiefen Not unseres Volkes und gipfelten im Hinweis auf die letzte und stärkste Hilfe religiöser Kraft, die im Kreuze Christi offenbar geworden ist. Nach einem schönen Kanon der Zugend und dem gemeinsam gesungenen „3efu, geh voran" schloß der Nedner mit Gebet diese erschütternde und doch erhebende Feierstunde.
** Männerturnverein. Man berichtet uns: Am Sonntag trat die wieder neuerstarkte Boxabteilung des Mtv. zum erstenmal an die Oesfentlichkeit. Zhr Auftreten war ein voller Erfolg. Nach einigen einleitenden Worten deS 1. Sprechers nahm die Veranstaltung ihren Anfang. ■ An die allgemeinen Hebungen, wie Kopf- rollen. Hebungen zur Stärkung des Nackens, des Numpfes, der Arme und der Deine, schloß sich das spezielle Training des Boxens an, so Seilspringen, Gewichtreißen,' Arbeit am Punsching- Ball und am Sandsack. Anschließend kamen Schau- kämpfe zur Vorführung, die Zeugicis davon ablegten, daß das Boxen doch feine so rohe Sportart ist, wie oft angenommen wird. Große Heber- raschung und Heiterkeit rief der Kampf eines Negerboxers mit einem Mitgliede der Borabtei- lu.ig hervor. Einige während der Vorführung von Mitglieder dieser Mteilung gespielte Musikstücke trugen wesentlich zur Verschönerung der Vevanstallung bei. Es war eine Lust, den jungen Menschen, die sich so eifrig ihrer Sache Hingaben, zuzusehen, und die sehr zahlreich erschienenen Zuschauer geizten auch nicht mit ihvem Beifall. Besonderes Lob gebührt tem Trainingsleiter P. Ha inbach, der mit großer Ausdauer und Ge- wissenhaf ttgfeit die Abteilung zu so guten Leistungen gebracht hat.
•• Die Zimmermeister-Zwangsinnung für den Kreis Gießen hielt am Samstag in Nonnenroth eine Zmnrngsversamm- lung ab. Nach kurzer Begrüßung der Erschienenen durch Obermeister (Sinter, Nonnenroth, erstattete Geschäftsführer Kirchner, Diesen, den Tättgkeitstericht, aus dem hervorgeht, daß die Znnung sich in der letzten Zeit günstig entwickelt hat. Der Vertreter des Kreisamts, Neferendar v.Driesen, Gießen, wies auf die hohen Aufgaben der Innungen in der Jetztzeit hin und gab einen kurzen Heberblick über die für die Znnungen in Frage kommenden gesetzlichen Bestimmungen. Aus dem vom Geschäfts sichrer erstatteten Nechen- schaftsbericht ging hervor, daß die Einnahmen der Im,ung ün Zähre 1928 497,50 Mk. betrugen, während sich die Ausgaben auf 371.20 Mk. beliefen. Bei der Borstandswahl wurde der ausscheidende Zimmermeister Dippel, Albach, wiedergewählt. Der neugebildete Ausschuß für das Lehrlingswesen besteht aus den Zimmer- meistern N i n f e r, Nonnenroth, und Weller, Leihgestern, sowie aus den Geselleir Debus, Neiskirchen. und Haas. Steiiwach. Bei der Abstinwtung über eine Satzungsänderung konnte die erforderliche Dreiviertel-Mahrheit nicht erzielt werden, so daß innerhalb wer Wochen eine weitere Znnungsdersammlung einberufen werden muß. Bor der Znnungsversammlung fand eine Versammlung der Zimmergesellen statt, in welcher ein Gesellenausschuß gebilbet wurde, bestehend aus beit Gesellen Dippel, Albach; Debus, Reiskirchen, und Haas, Steinbach.
** Große Gießener Karneval-Gesellschaft. Wie man uns berichtet, war die Fremdenvorstellung der Großen Gießener Karne'
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Amtsgericht Gießen.
Ein auswärtiger Besucher eines Festes in einem 'Nachbarort hatte sein Fahrrad in einer Wirtschaft» daselbst eingestellt: er betrank sich dann. Abends fand er sein Fahrrad nicht vor und begab sich deshalb mit einem Fahrrad nach Haus, das ein anderer Festteilnehmer in einer Wirtschaft, die der anderen nahelag. nntergestellt hatte. Gleich des anbem Tags unb auch später machte er kein Hehl daraus, daß er ein fremdes Fahrrad hn Besitze habe, behauptete aber, er wisse nicht, wie er dazu gekommen sei; auch erkundigte er sich alsbald in denr Festort nach dem Derbleib seines Rodes und wollte das fremde Rad dort in der Wirtschaft unterstellen, bis sich der Eigentümer melden werde, man ließ sich aber dort nicht darauf ein. Ave diese Tatsachen, die meist erst in der Hauptverhandlung fcstgestelli werden konnten, sprachen dafür, daß dem Angeklagten, der fraglos das fremde Rad mitgenommen hatte, bet der Wegnahme das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit feines Tuns gefehlt haben kann. Ein fof- ches ist aber Voraussetzung feiner Strafbarkeit. Er wurde wegen mangelnden Beweise» f r e i« gesprochen.
Auch des Diebstahls freigesprochen murte ein auswärtiger Reisender, der einem auf der Straße stehenden Auto eine Decke und ein Kisten entnommen hatte. Er war früher Eigentümer tet Kraftwagens und hatte ihn an den gegenwärtigen Besitzer verkauft, angeblich ohne Decken und Kisten. Der Angeklagte, der trotz Beweises unverständiaer weise seine Täterschaft leugnete, hat nach Ansicht des Gerichtes offenbar die Gelegenheit benutzt, sich die fraglichen Gegenstände, deren Eigentümer er mindestens noch zu sein glaubte, wieder an sich zu nehmen. Deshalb erfolgte auch hier Freisprechung. da dem Angeklagten das Bewußtsein Der Rechtswidrigkeit seiner Handlungsweise nicht nach- zuweisen wär. Der gegenwärtige Eigentümer wußte bestimmte sachdienliche Angaben nicht zu machen^
Der Führer eines Lastkraftwagens hat einem hinter ihm fahrenden Personenautoführer, der bie* ien auf der Landstraße überholen wollte, diese« Ueberholen nicht durch Rechtshalten ermöglicht, obwohl der Autosührer die Äbsicht des Ueberholen« ihm kundgegeben hatte. Er erhielt eine Gelds strafe von zehn Mart.
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