Mittwoch, 6. Sebruar 1929
Öt.31 Erstes Blatt
179. Jahrgang
Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Giehen. Schriftleitung und Gefchäftrstelle: Schulitrahe 7.
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Washington, 5. Febr. (DTB.) 3m Weißen Haus wurde heute aus Anfrage nochmals betont, daß Owen D. Zoung und Morgan nicht die Regierung der vereinigten Staaten vertreten, fon- dcrn sich lediglich als Sachverständige zur Unterstützung der anderen Sachverständigen für dle Regelung der Reparationssrage nach Poris begeben haben. Der Präsident würde ee vorzlehev, wenn eine der beteiligten Regierungen, also nicht die unbeteiligten vereinigten Staaken. den Vorsitzenden iin Sochnersiänd^enaur schuß stellen würden, aber die amerikanische Regierung habe, wie gesagt, damit nichts zu tun, nnd es fei Sache der Sachoer ft ändigen felbst. diese Frage zu entscheiden. Einzig und allein die Sachverständigen seien auch in der Lage festzu- stellen, welche Fragen in ihren Beratungen zur Erörterung kommen sollen, und falls von ihnen beschlossen werden sollte, auch die Frage der europäischen Schulden an Amerika zur Diskussion zu stellen, so könne freilich die Regierung
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Darmstadt. 5. Febr. Auf einer Kundgebung m Gau-Odern heim führte der hessische Innenminister Leuschner u. a. aus: Das Fundament des Reiches sei geschaffen, aber es gelte nun, den Dau zu vollenden. Im Rhsiir-Main-Gebiet Drängten die Verhältnisse besonders stark zu einer baldigen Neugestaltung. Er wisse, daß sein Vorschlag. am Rhein und Main mit dem Drückenbau zum Einheitsstaat zu beginnen, noch viele Mängel und Fehler aufweise. Viele ängstliche Gemüter hätten voller Dedenlen ihr Hn» möglich gemurmelt. Die einen hätten vom schlimmsten Partikularismus gesprochen; Hessen wolle sich nur auf Kosten fetter Teile Preußens gesund machen. Andere hatten erklärt, daß Hessen dann auf Umtoegen eine preußische Provinz würde. Deides wären völlige Mißdeutungen seines Vorschlages. Ein Aufgehen Hessens in Preußen werde von ihm nach wie vor klar und deutlich abgelehnt, weil es keine Lösung wäre. Anderseits könnte ebensowenig von den betreffenden preußi- scheir Gebieten verlangt werden, daß sie hessisch würden. Es bleibe deshalb der Mittelweg übrig, daß Preußen und Hessen gleichmäßig Opfer bringen im Interesse der höheren Idee des Einheitsstaates, indem sie z u deutschem Reichsland zusammengeschmolzen würden. Ein -Zusammengehen unter preußischer Derwaltungseinrichtung werde in diesem Falle nur für eine Tiebergangszeit und unter Einschaltung aller nur denkbaren Sicherungen für daS kulturelle intb wirtschaftliche Eigenleben und die Selbstbestimmung geschehen. Denn der Grenzpfahl Hessens einziger Halt wäre, wäre es in der Tat schlimm um Hessen bestellt. Die Republikaner müßten, frei von überkommenen Vorurteilen, sich zu Taten entschließen, sonst sei der Ruf nach dem Einhells- staat nur leeres Gerede. Ehrenpflicht der Republikaner sollrc es sein, daß die häßliche Rarbe. die der Druderlrieg 1866 im Rhein-Main-Gebiet in Gestalt der Hoheitsgrenzen hinterlassen hat,
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Amerika und die Sachverständigen
Oer Vorsitz im Komitee. — Das Problem der interalliierten Kriegsschulden.
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zrm Nachmittag vorher.
Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig,- für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°;o mehr.
Chefredakteur:
Dr. Friedr. Milh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot, für den übrigen Teil Emst Blumschein; für den An> zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen.
erst koalitionsmößig dann gebunden, wenn die große Koalition in Preußen vollzogen ist. Vis zur Erledigung der koalitionsftage in Preußen wird im Reidy? die Bildung des inlerfraktionellen Ausschusses ausgesetzt.
Dr. Kaas mich als Vorsitzender der Deutschen Zentrum spartet dic Erklärung obgeben, daß er mit allen Kräften sich um eine beschleunigte Erledigung der Koalitionsftage in Preußen bemühen wird.
„Germania" schreibt dazu, mit diesem Vor-
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Das Zentrum droht mit -em Rücktritt Guerar-s.
Ernste Schwierigkeiten in -en Koalitionsverhandlungen.—Ein neuer plan -es Reichskanzlers
Oer Auswärtige Ausschuß stimmt dem Kellogg-pakt zu.
D e r f i n, 5. Febr. Rach längerer Aussprache genehmigte die Mehrheit des Auswärtigen Ausschusses den Kellogg-Paft und nahm gleichzeitig folgende Resolution des Abg. v. Rhein- baben (D. Vp.) an: „Der Reichstag erwartet, daß die Reichsregierung entsprechend der Erklärung in der Rote des Reichsministers des Auswärtigen an der', amerikanischen Botschafter in Berlin vom 27. April 1928 das 3nfrafttretew des Kellogg-Paktes zum Anlaß nimmt, um auf Grund dieser neuen Garantie für die Erhaltung des Friedens bei den Regierungen der Vertragspartner und im Völkerbunde aus Erfüllung' der Verpflichtung »’ir allgemeinen
Berlin, 6.Febr. (VDZ.) Nachdem gestern vormittag In den Besprechungen des Reichskanzler» mit den Führern der Deutschen Volksvar l e I und des Zentrums eine sog. Zwischenlösung erörtert worden war, daß vorläufig das I e a t r a ra neben feinem bisherigen Minister i m Leichskabinett noch einen zweiten Ministerpost en beseht, und die Deutsche loltepartel im preußischen Kabinett einen Ministersih erhält, dieser Gedanke ober keinen Anklang gefunden hatte, fand zur Mittagsstunde eine gemeinsame Besprechung zwi- s Heu dem Reichskanzler Müller und den Zentrums- □tr tretet n Kaas und Stegerwald und den verlre- l-em der Deutschen Volksportei, Scholz und Kemp- ft», statt. 3n dieser Besprechung kam der Wunsch de« Zentrums zur Aussprache, die Lösung darin in suchen, daß das Zentrum zwei weitere Minister im Reich stellt, und zwar für das Zustizressort und da» Ministerium für die besetzten Dcblete. Bei Erfüllung dieses Wunsches glaubte die Icntrumsfraklion sich in der Loge, den Frakttons- bcfchluß aus Zurückziehung des Herrn 9. Gu 6 rard aus dem Reichskabinett rückgän - gig zu machen. Außerdem wollte b>e Zentrums- raflion sich bei der Zentrumsfraktion des preußischen Landtage» dafür einsehen, )eß die Deutsche Volkspartei in das preuhenkabinett ausgenommen würde, blieb aber unausgesprochen, zu welchem Zeitpunkt dies geschehen könne. Die Deutsche Volkspartei im Reichstag trat auf Wunsch d« Reichskanzler» alsbald am Nachmittag zu einer ^roktlonssihung zusammen. Ls ergab sich volle LiamüKgkett der Fraktion in der glatten A b - «haong des Zentrumsvorschlage». Dle Fraktion der Deutschen Volkspartei steht nach wie oor auf ihrem seit langen vertretenen Standpunkt '«ß die Regierungsumbildung im Reiche und in Preußen gleichzeitig erfolgen muh.
Reichsoerkehrsminister v. Guerard fft Im Laufe des Dienstagabend, nachdem der Beschluß der Deutschen volkspartel, den vermittlungs- xrschlag, wonach dem Zentrum zwei weitere Sitze in der Reichsregierung ohne koalitionsmäßige Bindung eingeväumt werden sollten, obzulehnen, be- konnt geworden Ist. beim Reichskanzler Hl älter erschienen, um ihm mitzuleilen, daß er nShrend der Regierungsverhandlungen stets den Slandponkt oerftelen habe, daß er im Kabinett nicht verbleiben könne, wenn den Dünsche» des Zentrums nicht staltgegeben werde. Pa dieser latbestand jetzt eingetreten sei, sehe er sich ।«nötigt, die Zentrumsfraktion zu bitten, ihm den Tnstrltt aus der Reichsregierung zu geftaften. Reichskanzler Müller bat aber den Reichs- "erkehrsrninister, seine endgültige Entschließung »orerst noch zurückzu st eilen, da er Noch einen letzten Vermittlungsversuch unternehmen wolle. Reichsmir.ister v. Guerard hat daher inner Fraktion von dem Wunsche des Reichskanzlers Kenntnis gegeben. Diese hat beschlossen, die endgültige Entscheidung bis Mittwoch, 12 Ahr mittags, zu verschieben, um auf diese Weise dem Reichskanzler nicht die Möglichkeit zu nehmen, lehnen letzten Vermittlungsvorschlag durchzuführen. Aarch das Eingreifen des Reichskanzlers ist eine neue Situation geschaffen. Der Kanzler hat für heute vormittag das Reichskabinett zufarn- nsmberufen. (Er will ihm den Vorschlag unterbreiten, der die Brücke sein könnte, auf der das Zen- Irntn wieder in dIe Regierung zurück- ilndet. Dieser Vorschlag ist noch das Geheimnis du» Reichskanzlers. Er will ihn an dos Zentrum ceft wettergeben, wenn dos Kabinett ihn gntge- h-ißen ho»
Dor -er Entscheidung.
Seine Repierungskrisis.
Berlin, 6. Febr. (Tel.) Noch der „Germania" hotte der vom Zentrum in der gemeinsamen Bestechung der Vertreter des Zentrums und der A-ttkspartei vorgeschlagene Lösungsversuch folgen- ben Wortlaut:
1. Vie ZenlrumsfrakLion erhält sofort die ihr zustehendevertretung im Kabinett durch insgesamt drei Minister.
2. Die Fraktion der Deutschen volkspartei erachtet sich in dem erweiterten Reichskabinett
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Hessen als Brücke zum Einheitsstaat
Minister Leuschner erläutert seine Vorschläge.
Weg durch interkommunale Betätig g u n g auf wichtigen Verwalt ungs- gebieten dic Dinge vorwärts zu treiben, weitergehen. Richtunggebende Ansätze praktischer Gemeinschaftsarbeit — ich brauche nur an die verschiedenen Gemeinschaftsverträge mit der Stadt Offenbach und mit anderen hessischen Gemeinden, an die Hefrag und an die Zusam- menschluhbestrebungen für die Gasversorgung zu erinnern — sind bereits vorhanden. Doch wird sich dieses Zusammenwirken nicht nur auf wirtschaftliche Fragen beschränken dürfen, sondern muß auch auf das technische Gebiet und vor allen Dingen auch auf soziale Arbeitszweige ausgedehnt werden. Die Voraussetzung für ein erfolgreiches Weiteröe- schreiten dieses Weges ist aber nur dann gegeben, wenn das unbegründete Mißtrauen gegen den Grohstadt-Jmperialis- m u s einem gegenseitigen Vertrauen und einer billigen Rücksichtnahme auf die beiderseitigen Interessen Platz macht. Durch solche harmonische Zusammenarbeit werden wir allmählich eine Plattform für den endgültigen Zusammenschluß gewinnen.
sei die Zentrumskraktion des Reichstages rs an die äußerste Grenze dessen gegän-
endlich aus dem Antlitz Deutschlands getilgt werde. Ter Minister schloß mit dem mit Deifall aufgenommenen Ruf: Vorwärts zum neuen R^chl
Oie Stellung Frankfurts.
Oberbürgermeister
Landmann zu dem Leuschnerschen Plan.
Frankfurt a. M., 5. Febr. In feiner heutigen Etatrede kam der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Landmann auch auf die Leuschner- schen Anregungen zum Einheitsstaat zu sprechen und führte dabei etwa folgendes aus: Aus der großen Zahl der literarischen und theoretischen Erörterungen der Reichsreform ist ein praktischer Vorschlag erwachsen, der die ganze Aufmerksamkeit um deswillen beansprucht, weil er von dem aktiven Mini st er eines beteiligten Landes ausgeht. Es ist dies der Vorschlag des hessischen Ministers Leuschner. Ich muh mich einer amtlichen Stellungnahme hierzu enthalten, weil dieser Vorschlag in erster Linie sich an die Reichs- und preußische Landesregierung richtet und zunächst von dieser Seite aus eine Beantwortung erfolgen muh. Immerhin ist das Schicksal Frankfurts mit den in dem Leuschnerschen Plane aufgeworfenen Fragen in so entscheidender Weise verknüpft, daß eine aktive Mitwirkung unserer Stadt zu gegebener Zeit als selbstverständlich zu betrachten ist.
Der Gedanke des deutschen Einheitsstaates hat wohl in keiner anderen Stadt derart Wurzel geschlagen, wie in der Stadt der Paulskirche. Aus dieser Grundstellung heraus findet auch der Vorschlag von Leuschner einen für eine positiv gerichtete Prüfung aufnahmebereiten Boden. Allerdings, die gegenwärtige und zukünftige Stellung Frankfurts im Gesamtorganismus des Reiches und insbesondere in dem das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet umfassenden neuen Verwaltungsbezirk muß dabei diejenige Gestaltung erfahren. die der kulturellen und wirtschaftlichen Kraft der Stadt entspricht. Dabei muß das Unrecht gutgemacht werden, das Frankfurt bei der Verteilung der Sitze der Staatsbehörden seinerzeit erfahren hat. Wie aber auch das weitere Schicksal des Vorschlages von Minister Leuschner oder anderer noch kommender Vorschläge sich gestalten mag, wir werden nützliche Vorarbeit dadurch leisten, daß wir den bereits beschrittenen
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General-Anzeiger für Oberheffen
Der „Vorwärts" meint, die Volkspartei habe durch Ablehnung der Vorschläge des Zentrums gezeigt, wie wenig Vertrauen es in die Vertragstreue dieser Partei setze, und es sei verständlich, daß sich das Zentrum darüber etwas verletzt zeige. Aus der anderen Seite scheine das Zentrum nicht genügend Bedacht zu haben, daß es sich durch die Zurückziehung seines einzigen Ministers aus dem Kabinett der Verantwortung für das, was weiter werden solle, keineswegs entziehen könne. Sollte Herr v. Guerard heute wirklich zurücktreten, so müsse das Kabinett über sein weiteres Verhalten beschließen. Sein Beschluß könne Saum anders lauten als dahin, daß er zunächst bleibe und sein weiteres Bleiben vom Willen des Reichstages abhängig mache. Das „Berliner Tageblatt" glaubt nicht an eine Regierungskrise, auch wenn v. Guerard aus dem Kabinett zurückgezogen würde. Das Blatt meint, das bisherige Kabinett würde dann, um einen neuen Verkehrsminister ergänzt, dieGeschäfte weiterführen.
gen, das sie angesichts chrer Verantwortung für die Politik der Reichsregierung noch für tragbar gehalten habe. Mit der Ablehnung der Vorschläge durch die Volkspartei sei für das Zentrum die Grenze erreicht gewesen, über die hinaus es weder zwecklose Verhandlungen verschleppen noch überhaupt die Verantwortung für die Politik der Reichsregierung weitertragen könne. Wenn cs den Bemühungen des Reichskanzlers nicht gelingen sollte, eine Aenderung der politischen Lage herbeizuführen, werde die Entscheidung des Zentrums endgültig fallen.
Die „D. A. Z." sagt, angesichts des offenen Eingeständnisses, daß es sich für das Zentrum lediglich um den sofortigen Gewinn der angestrebten zwei weiteren Mini st e r s i tz e handelte, habe die Deutsche Volks- Partei den Lösungsversuch abgelehnt. Der FrattionSsihung wohnten auch Dr. Stresemann und Dr. Curtius bei. Wie die „D. A. Z." weiter berichtet, hatte Dr. Stresemann eine Unterredung am Dienstagmittag mit Dr. Weißmann.
Oer Ozeanflieger Freiherr von Hünesel- f.
Berlin, 6. Febr. (Tel.) Der Ozean- und Ost- asienslieger Ehrenfried Günther Freiherr v. Hüneseld ist am Dienstagabend 9,15 Tlhr im Westsanatvrürm nach einer Magenoperation gestorben.
Freiherr v. Hüneseld wurde 1892 in Königsberg (Preußen) geboren. Bei Beginn des Krieges war er als freiwilliger Motorradfahrer zum Stabe der Marinestatton in Flandern kommandiert und wurde im September 1914 vor Antwerpen durch Schrapnellschuß an beiden Beirren schwer verwundet. Die Kürzung eines Beines verhindert^ ihn an weiterer militärischer Tätigkeit. Seit 1915 wurde er deshalb vom Auswärtigen Amt in verschiedenen Spezialaufträgen nach Konstantinopel und Sofia gesandt. Ende 1916 kam er als Vizekonsul nach Mastrich in Holland. Aach der Revo- lutton nahm er seinen Abschied aus dem Auswärtigen Dienst und verbrachte die nächsten Jahre bis 1920 beim ehemaligen deutschen Kronprinzen in Wi ringen Seit 1923 war er beim Rord deutschen Lloyd in Bvemen. Am 12. April 1928 starteten v. Hüneseld, Köhl und Fritz mau riee zusammen auf der .Bremen" auf dem Flugplatz Baldonnell tn Irland zu dem ersten geglückten Ost-Westflug. Am 14. April 1928 landete die .Bremen" wegen Rebel und eingetretenen Den- zinmangels auf Greenlh Island. Im März 1928 unternahm v. Hüneseld noch einen Ostasienflug. der ihn nach Tokio führte. Die für die breite Oeffentlichkeit überraschend kommende Rachricht von dem Hinscheiden des kühnen Ozeanfliegers wird überall auf größte Anteilnahme treffen.
dec vereinigten Staaten sie nicht daran hindern. fühle sich andererseits aber auch durch derartige Beschlüsse in keiner Weise gebunden. Vie Hauptfrage nach Ansicht des Präsidenten fei, wieviel Deutschland zahlen könne, und er sehe nicht ein, welche Beziehungen das zu dem Betrag habe, deu die europäischen Regierungen den vereinigten Staaten schulden.
Oie deutschen Vorbereitungen.
/Berlin, 6. Febr. (Priv.-Tel.i Wft der „Lokalanzeiger" hört, fino nunmehr die für den Beginn Der Sachverständigenkonferenz erforderlichen Vorarbeiten der deutschen Regierung im wesentlichen abgeschlossen. DaS zusammengestellte Material umfaßt vor allem genaue st a t l st t s ch e Aufstellungen über Dolksvermögen, Einkommen, Wohlstandsindex, Auhenhandelszifser, Detriebsvermögen, Zinsniveau und Steuerbelastung. Besonderer Wert ist daraus gelegt, entsprechende Vergleichszahlen des Auslandes hinzuzufügen.
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Persönikhk.'ii te? unb entsprechen im iwtemen Menschen. : Ueterlie'eruna frte i! in gegensätzßchen Prrvhc:, feitenter iftorische Kvrschmg sichen Wttttemg das in TQtittiallftt- begründete logischc „paWuischeS^ imb n überwmten und tn tom Teufel De- macht hat, in Jesus den Quellpunkt ter ien, ohne seine De- da» historische Snt- zu vollen.
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Die Unruhen in Indien.
London, 5. Febr. (TU.) Die älnruhen ü# Bombay haben sich am Dienstagmorgen tn t>erJ' schärfter Form wiederholt. Ein starkes eng» lisches Truppenaufgebot mußte tn die' Llnruhebezirke entsandt werden. Die Zahl de»' bei den Zusammenstößen getöteten Personen, z u • meist Panthans, ist auf 12 gestiegen. Ein Hindu ist durch Messerstiche schwer verletzt wor^ den. Sechs Polizisten wurden gleichfal^ berJ letzt. Sämtliche Geschäfte sind inzwischen wieder geschlossen worden. Ebenso ruht dis Arbeit in allen Baumwollspinnereien. Der Gou^ Derncur von Bombay hat seine Reise nach Heut Delhi auf unbestimmte Zeit verschoben. In Bombay gewinnt die Aeberzeugung an Boden, daß die Gerüchte über Verschleppung von Kindern für Opferzwecke durch die Panthans nur ein Vorwand für die Angriffe gegen sie waren, der eigentliche Grund dagegen in ihrer Streikbrecherarbeit zu suchen ist.
Auch in Colombo auf Ceylon dauern die Unruhen an. Trotz des im Straßenbahn- streik abgeschlossenen zwölftägigen Waffenstillstandes herrscht eine große Erregung in der Stadt. Ein Streikführer wurde mißhandelt. Die Polizei zerstreute eine Menschenmenge. 15 000 Hafenarbeiter und Eisenbahner sind in den Streik getreten, jedoch hat der größte Teil die Arbeit bereits wieder aufgenommen. Abends wurden Steine gegen die Hauptpolizeiwache geschleudert. Die Polizei ging dreimal mit der Waffe vor. Mehrere Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Zehn Polizisten wurden verwundet. Die Lage ist bedrohlich und die Polizei befindet sich in Alarmbereitschaft.
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