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Wir weisen darauf hin, daß das Holz« geld für das in den Waldungen der Stadt Gießen gesteigerte Holz bis zum ll.d.M. zu zahlen ist. 9106C

Bei späteren Zahlungen werden Zinsen erhoben, sofern sie nach den Versteige­rungsbedingungen nicht bereits von einem früheren Zeitpunkt an zu entrichten find.

Gießen, den 5. November 1929.

_________Stadtkasse Gießen.

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Goethe-Bund EINLADUNG

Fünfzehntes Jahresfest

Ehrenvorsitz: Präsident der Deutschen Dichterakademie Walter von Molo 1. Samstag, 9. November 1929, abends 8 Uhr, Neue Aula:

FESTABEND

Eröffnungsansprache von Walter von Molo: Der Dichter und seine Zeit. - Festvortrag: Lichtbildervortrag von Dr. Carl Niessen, Köln: Ein Jahrhundert Bühnenschicksal des Faust. 2. Sonntag, 10. Nov. 1929, vorm. ll/4 Uhr, Stadttheater:

GOETHE-MORGENFEIER

unt. Mitwirkung des Rezitators Dr. Friedr.Castelle u. Frieda Hummel aus Düsseldorf und des Orchestervereins Gießen. 3. Sonntag, 10. November, abends 7 Uhr, in sämtlichen Räumen des Klubs:

GESELLSCHAFTSABEND

Als Gast: Der bekannte heitere Gesangs- u. Vortragskünstler ROBERT KOPPEL, Berlin.

Konzertflügel: Steinway& Sons, aus dem Pianolager August Förster, Gießen.

Eintrittskarten: Unsere Mitglieder erhalten zu sämtlichen Ver­anstaltungen unseres Jahresfestes (also auch zur Morgenfeier im Stadttheater) im Vorverkauf ab Mittwoch, 6. November, in der Musikalienhandlung Challier Karten zum l estabend gegen Einlösung des Gutscheins Nr. 4 unentgeltlich bis zu 2 Plätzen, zur Morgenfeier gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 5 zu 50 Pf. ür den Platz, zum Gesellschaftsabend gegen Einlösung des Gut­scheines Nr. 6 zu 1 Mark für die Person. Nichtmitglieder: Karten zum Festabend zum Preise von 2 Mk. bei Challier, zur Morgenfeier zu kleinen Preisen des Stadttheaters an der Theater­kasse. Studentenkarten für den Festabend in der Aula zu 1 Mk. gegen Ausweis bei Herrn Sekretär Ritter, Universitätsgebäude. NB. Wegen der zu erwartenden starken Beteiligung am Gesell­schaft sabend können zum Gesellschaftsabend Karten nur an Mitglieder und deren Angehörige ausgegeben werden, gjoun

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wagen beschäftigen. Diese Anregung wird von den zuständigen Instanzen der Reichsbahn gegen­wärtig eingehend überprüft, um festzustellen, in­wieweit sich der Vorschlag im Interesse des reisenden Publikums wird durchführen lassen. Gleichzeitig mit der Forderung nach dem Tages­schlafwagen und dem Rachtspeisewagen ist ange­regt worden, während der Rächt in den Speise­wagen das Karten- und Gesellschafts­spiel zu gestatten, was z. D. bei den amen» konischen Dahnen schon lange erlaubt ist. Ob die Reichsbahn diesem Wunsch nachkommen wird, muh jedoch nach unseren Informationen st a r k bezweifelt werden, da das Verbot des Spie­lens im Speisewagen grundsätzlich nicht geändert werden soll.

Der Raubmörder hopp zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt.

Der am 25. Februar d. I. vom Schwurgericht Verden (Aller) zum Tode verurteilte Raub­mörder Emil Hopp ist zu lebenslänglichem Zucht­haus begnadigt worden. Der vielfach vorbe­strafte Hopp hatte bekanntlich im Herbst vori­gen Jahres in einem Rachteilzug Hamburg Bremen in einem 2lbteil 2. Klasse den Fabrik­direktor Rordmann aus Delmenhorst er­schossen und beraubt und die Leiche aus dem fahrenden Zuge geworfen.

Rach Heimkehr ins Vaterhaus sage Ich Freunden und Bekannten hiermit

»Auf Wiedersehens

Hanau, den 1. Rovember 1929. 9124D

^Cinrid) Xuki), Hörer der Rechte.

Zum Ausschank gelangen das vorzügliche Fürstenberg-Bräu, das beliebte Exportbier des Gießener Brauhauses, das be­kannte Münchner Löwenbräu (dunkel)

Wieviel Aerzte zählt Deutschland?

Rach einer vom Reichsgesundheitsamt vorge­nommenen Destandsaufnahme über das beruf­liche Heil- und Pflegepersonal wur­den 1927 zusammen 227 665 Personen gezählt, die sich dem Krankendienst widmen. Von ihnen waren 109 200 Männer und 118 465 Frauen. Im einzelnen stehen im Krankendienst 43 583 Aerzte, 8465 Zahnärzte und 10 573 approbierte Apotheker. Ferner 3712 Apothekerpersonal, 29 348 Hebammen, 15 062 Zahntechniker, 8142 Heil­gehilfen und Masseure, 88 872 Krankenflege- personen, 2280 Säuglingspflegerinnen, 1283 Wochenpflegerinnen, 4584 Desinfektoren, 11761 Laienbehandler. Eine sehr starke Zunahme weisen die weiblichen Aerzte auf, so daß nunmehr a u f etwa 24 Aerzte eine Aerztin kommt. Auch im Apothekerberuf haben Frauen mehr und mehr Eingang gefunden. Im Jahre 1927 kamen au s 10 0 männliche Apotheker 2,4 weib- liche. Vei den Z a h n ä r z t e n ist der weibliche Anteil ähnlich wie bei den Aerzten 25:1. Der Anteil der weiblichen Krankenpflegeper­sonen beträgt 74 839: auf eine männliche Per­son kommen hier 5,33 weibliche. Die Kurier- f r e i h e i t hat dazu geführt, daß im Jahre 1876 auf 100 Aerzte 4,9 Laienbe- Händler, heute dagegen etwa 27 entfallen.

Schlaf- und Speisewagen für Tag und Rächt.

An die Deutsche Reichsbahn sind in diesen Tagen von einer Reihe von Gesellschaften und Organisationen, die am Reiseverkehr lebhaft |

tischen Kirche, sofern es ihr gelingt, rcfiaiBg- realistisch einzugehen in Rot und Verheißung der konkreten Lage, Abstand nehmend von allen chren Dindungen vom Unbedingten her. 2l. AI l- wohn behandelt Kultusfragen: stärker in der Kritik als im positiven Aufbau. Die drei letzten Abhandlungen behandeln das Verhältnis von Kritik und Gestaltung im außerprotestantischen Christentum und im Judentum. Es ist ein Ver­dienst des Duches, aufs nachdrücklichste den Protestantismus auf das Problem seiner Existenz hinzuweisen.

Otto Hübners Geographisch- Statistische T abellen aller Länder der Erde, 70. Ausgabe, völlig neu bearbeitet von E. Würzburger und E. Roesner, 544 Seiten gebunden 15 Mk. (Verlag von L. W. Seidel & Sohn in Wien I.) (533) Die 70. Ausgabe dieses Handbuches fällt durch die Erweiterung des Umfanges, die größere Aebersichtlichkeit und Prak« tischere Gliederung der Tabellen auf. Gerade nach den ungeheuren staatlichen Umwälzungen infolge des Weltkrieges und den dadurch be­greiflicherweise oft ungeklärten Verhältnissen ist es doppelt wertvoll, sich so zuverlässig unterrich­ten zu können über die ganze Weltstatistik, also über geographische Lage, Devölkerungsbewegung und Gebietseinteilung, Finanzen und Geldwesen. Handel, Einfuhr und Ausfuhr, Land- und See­verkehr. Landwirtschaft und Industrie.

Der Schaltgerätebau. Das Schalt­werk, Fabrikhochhaus und Hallenbau, der Sie- mens-Schuckert-Werle 21.-®., Berlin, von In­genieur Hans Dominik. Band 11 der SchriftenreiheMusterbetriebe Deutscher Wirt­schaft". Organisations-Verlags-G.m.b.H. (S. Hir- zel), Berlin W 8. Halbleinen 2,75 Mk. 508.

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sagt Onkel Mollig schmunzelnd, als er ihren neuenFrankenia- Ofen sah. Das ist wirklich ein Öfen, wie man ihn jeder Hausfrau für die Waschküche wünschen könnte, damit sie endlich einmal all den Wasch-Aerger los wird. Mit demFrankenia kommt kein gußeiserner und kein betonierter Ofen mit. Ein gußeiserner rostet und bricht leicht und ein betonierter widersteht schlecht der Hitze und bröckelt bald ab. DerFrankenia-Kessel aber besteht aus Stahlblech mit einer garantiert rostsicheren Feuer­verzinkung und einer 25 mm starken Ausmauerung, die die Hitze besser zusammen hält und so Brennmaterial spart. - Und für JedenFrankenia habe ich schöne praktische Kupferkessel vorrätig. Sie sollten sich eineFrankenia-Waschanlage einmal bei mir ansehen I ü9j5A

Stand

VToboort

Büchertisch.

Protestantismus als Kritik und G e ft a l t u n g. Herausgeg. von P a u l T i l l i ch. 407 S. Geb. 15 Mk. Verlag Otto Reichl, Darm­stadt. (493) Der Protestantismus steht nicht an seinem Ende: in ihm bricht das Prinzip der Reugestaltung seiner selbst in einer Kritik vom Unbedingten her immer wieder durch. Seit Jah­ren hat der Protestantismus in der dialektischen Theologie eine radikale religiöse Kultur- und Kirchenkritik. Eine Reihe anderer Bewegungen, die ökumenische Bewegung, die Kultusbewegung zeigen dasselbe Ringen um eine neue protestan­tische Gestaltung in Kirche und Kul­tur. Die Möglichkeit protestantischer Ge­staltung auf dem Boden radikaler reli­giöser Kritik ist Gegenstand dieses bedeutenden Buchs. In einem einleitenden Aussatz sucht der Herausgeber den systematischen Sinn des The­mas zu erfassen: im Begriff vonGestalt der Gnade" sucht er eine Lösung zu finden für eine neue Einheit von Kritik und Gestaltung. Aus­gezeichnetes Material zur Beantwortung dieser Frage aus dem Reuen Testament bringt E. L o h- meier: auf seine Deutung der Predigt Jesu, -eines Paulus, Johannes sei aufmerksam ge­macht. Th. Siegfried prüft das Verhältnis des kantischen Moralismus zur Lehre Luthers. Was H. F r i ck über amerikanisches und bri­tisches Kirchentum im Unterschied vom kontinen­talen Protestantismus sagt, beruht auf eingehen- der persönlicher Kenntnis der Sache. Die Zeich­nung der beiden Typen ist von überzeugender Kraft, ihre Kritik durchaus zutreffend. Dedo Müller zeigt die Möglichkeit einer protestan-

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