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-ie genannten Mitglieder der Hessenriege auch habet sein werden, wenn es gilt, im Oktober d. 3. die Farben des Heimatgaues würdig bei dem Gaumannschaftskampf der Gaue Hessen, Frank­furt a.M. und Rhein-Mosel in der Gießener Volkshalle zu vertreten. Der übrige Teil des Kunst turnabends wird von Abteilungen des Turnvereins 1860 Dad-Rauheirn bestritten.

Wirtschaft.

Oie Oisconio-cSesellschast zur Wirtschaftslage.

Sn ihrem jüngsten Monatsbericht unterzieht die Dlsconto-Gesellschaft die Kredit versor- gung der deutschen Wirtschaft einer Be­trachtung. Die gesamte kurzfristige Kredit­versorgung habe sich von Ende 1924 bis Ende 1928 von 9,5 auf 23,5 Milliarden Mark gesei­gert. Bon der Steigerung entfielen auf das Jahr 1927 knapp 4, auf das vergangene 3ahr rund 5 Milliarden Mark. Eine Fortsetzung dieses Dteigerungstempos müsse schon an der Höhe der Zinssätze scheitern, die sich immer noch auf einem seit 1925 nicht mehr erreichten Niveau hielten. Lieber die langfriftigen Kredite wird u. a. gesagt: 3n der Versorgung mit über den Kapitalmarkt geleiteten langfriftigen Kre» diten sind Besserungsansähe nicht zu verzeichnen. Der Absatz von Pfandbriefen, der im April noch recht befriedigend gewesen war. ging int Mai stark zurück. Die Steigerung des gesamten Pfand­briefumlaufs verminderte sich von 78 auf 20 Mill. Mark. Die Begebung privater Anlechen scheitert an dem geringen Umfang der zu langfristiger Anlage zur Verfügung stehenden Gelder.

Für dte weitere Kapitalversorgung Deutschlands wird immer noch entscheidend sein, in welchem Ausmaße sich bas Ausland daran beteiligt. Vach einer sehr langen Pause zeigen sich neuerdings die ersten Ansätze für die wieder vorhandene Möglichkeit der Begebung deut- scher Anleihen im Auslande. 3n der zweiten 3unihälfte ist ein größerer Betrag an langfristigen Mitteln hereingeflossen, als in der ganzen Zeit seit 3ahresbeginn. Aber für das erste Halbjahr 1929 wird das Gesamtergebnis der Kapitaleinfuhr nach Abzug der ihr gegen­überstehenden Kapitalausfuhr für Deutschland nur ein recht mageres fein. Allerdings gewinnen andere Formen als die in der Anlechebegebung in der Kapitaleinfuhr steigende Bedeutung. Zu der Beteiligung ausländischer Kapitalisten an deutschen LInternehmungen in Gestalt des Aktienkaufs an deutschen Börsen kommt die Dauerbeteiligung ausländischer Firmen an deutschen Unternehmungen des gleichen Wirtschaftszweiges. Welche der Kapital» einftchrforrn, vorn Standpunkt der deutschen Wirt­schaft aus betrachtet, den Vorzug verdient, ist eine Frage, die ebenso schwierig, wie ihre wirt­schaft sholttische Bedeutung weittragend ist. 3e- denfalls wird das Ausmaß, in dem die Heran­ziehung des Auslands zur Ergänzung des hei­mischen Kapitalfonds möglich ist, das Tempo un­serer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ent­scheidend beeinflussen.

Zur Dörsenlage wird u. a. ausgeführt: Der Mangel an Cigenkapital im Verein mit einer bis in die jüngste Zeit sehr angespannten Geld­marktlage ließ an den deutschen Effektenmärkten eine Besserung der Tendenz nicht aufkommen. Eine stärkere und anhaltende Aufwärtsbewegung konnte sich nur am Markte der Montanwerte durchsetzen. Ausländische Käufe, die auf ein­zelnen Gebieten zur Ausführung tarnen, boten der Börse vielfach Anregung und Stühe; ihr Ausbleiben machte sich dann aber um so stärker bemerkbar. Jedenfalls kommt eine Verbreiterung des Auslandmarktes deutscher Aktien nicht nur unmittelbar der Haltung der heimischen Börse, sondern auch der Verstärkung unserer Kapital­ausrüstung und der Forderung unserer welt­wirtschaftlichen Verflechtung zugute. Wieweit das Ausland sein 3nteresse für deutsche Werte praktisch betätigt, hängt natürlich auch weit­gehend von der Entwicklung an den internatio­nalen Geldmärkten ab. Sollte die Bank von England durch ihre ständigen Goldverluste zu einer Diskonterhöhung veranlaßt werden, so würde diese auch für den deutschen Geldmarkt um so stärker fühlbar werden, als dieser zur Zeit zu dem englischen in besonders engen Beziehun­gen steht. Andererseits besteht die Möglichkeit einer stärkeren Erschließung amerikanischer Kredit- qucllen in dem Maße, wie sich die erwartete Er­leichterung des Reuhorker Geldmarktes weiter durchzusehen vermag. Es hat den Anschein, daß nach Lleberwindung des Quartaltermins mit einer weiteren Entlastung gerechnet werden kann, die, verstärkt durch Kreditzuflüsse aus dem Auslande, auch der Börse größere Bewegungsfreiheit gibt.

Generalversammlung der Hekoga.

Oie Verhandlungen um die hessische Gasfernversorgung gehen weiter.

WSA. Darmstadt, 4. 3uIL Nachdem heute vormittag der AufsichtsratderHekoga" getagt hatte, fand nachmittags die General- vers ammlung statt, die jedoch unter Aus­schluß der Oeffentlichkeit tagte. Es wurde ein­stimmig nachstehende Entschließung ge­faßt:

Die Generalversammlung hat von dem Stand der bisherigen Verhandlungen Kenntnis genom­men. Sie stellt fest, daß Vorstand und Aufsichts­rat allen Möglichkeiten der Gasbeschaf­fung in objektiver Weise nachgegan­gen sind und alles getan haben, den 3nteressen der hessischen Gasverbraucher bestens gerecht zu werden. Die Generalversammlung erkennt ins­besondere auch an, daß Vorstand und Aufsichtsrat bemüht waren und nach den abgegebenen Erklä­rungen auch künftighin bestrebt sein werden, den berechtigten 3nteressen des Saargebietes in loyal er Weise Rechnung zu tragen. Die Generalversammlung stellt weiter fest, daß die bisherigen vorbereitenden Arbeiten

den Entschließungen der in bethekogo" zu. sammengeschlosfenen Kommunen in keiner Weise vorgriffen.

Die Generalversammlung ist hinsichtlich der neuer­dings von derS ü w e g a eingeleiteten Verhand­lungen mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Meinung, daß unabhängig von der Frage ob auf der Basis von 5,16 Pf. eine Gasfernver­sorgung aufgebaut werden kann wegen des Vorschlages über die Herbeiführung einer ge­meinsamen Produktionsbasis ine Prüfung der Kalkulationen und der N e ch- nungsunterlagen notwendig ist, ehe eine grundsätzliche Entscheidung zu dem Angebot der Süwega" in Frage kommen kann, daß aber in erster Linie der Vorstand derHekoga" nunmehr seinerseits derSüwega" Vorschläge zu einer Zusammenarbeit unter Verwen­dung der von derHekoga" seither erzielten Ver­handlung sergebnisse unterbreiten soll. Die Ge­neralversammlung beschloß: Der Vorstand wird be­auftragt, hierna > die Verhandlungen fort- 3u führen und so bald wie möglich das Ergebnis dem Aufsichtsrat und der Generalversammlung zur Beschlußfassung vorzulegen.

Zinsverbilligung für Mlkereikredile.

Berlin,^. Juli. Der Reichsminister für Ernäh­rung und Landwirtschaft beabsichtigt, aus Mitteln des landwirtschaftlichen Produktionsförderungspro­gramms für das Rechnungsjahr 1929 eine am eite Zinsoerbilligungsaktion für Molke- reikredite durchzuführen. Den Landesregierun- aen find in einem Rundschreiben die Richtlinien bekanntgegeben worden. Die Zinsverbilligung ist ebenso wie bei der ersten Zinsverbilligungsaktion für Darlehen bestimmt zur Beschaffung von Anlagen und Einrichtungen zur Ver­besserung der Milcherzeugung, des Milchtransports und der Verarbeitung der Milch, sowie zur Durchführung sonstiger Maßnahmen, deren Ziel die

Rationalisierung der Milchwirtschaft und die

Standardisierung und Typisierung der Molkerei­produktion

ist. Die Zinsverbilligung wird in der Regel nur ge­geben zur Durchführung von Maßnahmen, die n a ch dem 1.Januar 1 9 2 9 in Angriff genommen worden sind, und zwar höchstens für fünf aufein­anderfolgende Jahre. Der Zinssatz wird um höch­stens 5,5 o. H. mit der Maßgabe verbilligt, daß

der von dem Darlehnsnehmer selbst zu zahlende Zinssatz nicht weniger als 5 v. H. betragen darf. Die Zinsverbilligung soll in erster Linie für solche Einrichtungen gewährt werden, die sich o o r b i l b- l i ch auswirken. In Abänderung des bei der ersten Zinsverbilligungsaktion durchgeführten Verfahrens werden zur Begutachtung der Anträge für die neue Aktion von den Landesregierungen bei den Land- wirtschaftskammern oder sonstigen für die milch- wirtschaftliche Fachberatung maßgebenden und von den Landesregierungen dazu bestimmten Stellen Kommissionen gebildet werden, bei denen die Anträge einzureichen sind. Bei diesen Kommissionen find auch die Richtlinien und die erforderlichen An­tragsformulare $u haben. Die Richtlinien gehen da­von aus, daß die Beschaffung von Dar­lehen grundsätzlich Sache der Unter­nehmer ist: soweit nicht die örtlichen Kreditan­stalten in der Lage und bereit find, Kredite zu ge­währen, kommen hierfür die Preußische Zentralge­nossenschaftskasse, Berlin, die Deutsche Girozentrale, Berlin SW. 19 oder die Deutsche Rentenbankkredit­anstalt, Berlin nach Maßgabe ihrer für diesen Zweck bereitgeftettten Mittel in Betracht.

* Rheinische A. -G. für Braunkoh­lenbergbau und Drikettfabrika- t i o n, Köln. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 27. 3uli einzuberufenden Generalver­sammlung vorzuschlagen- den Gewinn des Ge­schäftsjahres 1928 z29 in Höhe von 13 618 689 Mark wie folgt zu verwenden: 6 035 531 (im Vorjahre 5 393 007) Mark für Abschreibungen, 379158 (378 874) Mark Rücklage, wieder 10 v. H. Dividende auf 60 Millionen Mark Stamm­aktien, 6 v. H. auf 7,2 Millionen Vorzugsaktien, 325 565 (wie im Vorjahre) Gewinnanteil des Aufsichtsrates, 446 435 (441 056) Mark auf neue Rechnung. Gleichzeitig wird der Generalversamm­lung vorgeschlagen, das Grundkapital von 67,2 Millionen Mark unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugrechts der Aktionäre auf 81 Millionen Mark zu erhöhen und die 7,2 Millionen Mark Vorzugsaktien gegen Zuzahlung von 130 v. H. in Stammaktien umzuwanöeln. Von den 13,8 Mil­lionen Mark neuen Stammaktien sollen 9,6 Mil­lionen Mark den Aktionären im Verhältnis von 7:1 zum Kurse von 130 v. H. zum Bezugs angeboten und der Rest zur Verfügung der Verwaltung bleiben.

* Amerikanische Beteiligung bei Raab-Katzen st ein. Wie WTD.-Handels- dienst erfährt, ist zwischen den Raab-Katzenstein- Flugzeugwerkcn G. m. b. H. und dem amerika­nischen Air Trust in Neuyork eine vertragliche Vereinbarung dahin getroffen worden, daß die amerikanische Gesellschaft 19 Proz. der Geschäfts­anteile der Raab-Kahenstein-Flugzeugwerke G. m. b. H. erhält und sämtliche Lizenzen der Kasseler Firma für Nord- und Südamerika übernimmt. Raab-Kahenstein erhält als Gegenleistung für die Hergabe der Lizenzen außer einer entspre­chenden Barentschädigung 7 Proz. Geschäfts­anteile der mit einem Kapital von 2 Mill. Mark arbeitenden amerikanischen Gesellschaft. Der Air

Trust, der das An- und Abzahlungssystem ein­führen will, hat die vollkommene Llmorganisation des Kasseler Betriebs verlangt, so daß die not­wendig werdenden Einschränkungen wahrscheinlich Arbeiterentlassungen nach sich ziehen werden. Die amerikanische Fabrik wird sämtliche Flug­zeugtypen von Raab-Kahenstein herstellen.

* Gewerkschaft Wintershall. Volle Einlösung der Markanleihe von 1917. Der mehrjährige Prozeß um die Frage, ob die Gewerkschaft Wintershall das in der Valutaklausel ihrer 8-Millionen-Mark-Anleihe aus dem Jahre 1917 liegende Währungsrisiko gegen sich gelten lassen muß, ist nunmehr vom Reichsgericht in Überein­stimmung mit den Vorinstanzen zu Ungunften der Gewerkschaft entschieden worden. Diese ist nunmehr verpflichtet, die Einlösung ihrer Schuldverschreibun­gen in voller Höhe oorzunehmen. Insgesamt dürften die Obligationsgläubiger der Anleihe aus dem Jahre 1917, sowie diejenigen einer ähnlichen Anleihe der dem Wintershall-Konzern angehörenden Gewerk- schäft Sachsen-Weimar Forderungen in Höhe von etwa 9 Millionen Reichsmark an die Gewerkschaft erheben. Eine mündliche Begründung wurde nicht gegeben.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 5.Juli. Tendenz: zurückhal­tend. Zum Wochenschluß in den Monaten Juli und August findet Samstags keine Börse statt verkehrte der Markt in stiller Haltung. Rach der gestern zu verzeichnenden Aufwärtsbewe­gung der Kurse zeigte sich heute eine gewisse Schwäche. Die Spekulation schritt in verschiedenen Fällen zu Geminnmitnahmen, so daß gegenüber der gestrigen Ahendbörse die Kurse nicht immer behaup- tet blieben. Anregungen lagen nur wenig vor. In Neuyork wurde gestern wegen des amerikanischen I Feiertages keine Börse abgehalten. Aber die mei­stere Erleichterung des Geldmarktes

fiel auch heute wieder stärker ins Gewicht, so daß die Stimmung freundlich blieb. Auslandorders lagen nur in kleinem Umfang vor, und der Geschäfts­umfang war hiervon dementsprechend beeinflußt. Für vereinzelte -Spezialpapiere erhielt sich etwas Interesse. Son konnten Aschaffenburger Zellstoff, die in den letzten Tagen stark angeboten waren und eher schwächer lagen, heute wieder etwas anziehest und lagen bis 2 v. H. fester. Farbenmarktwerte büßten bei der immer noch bestehenden Unzufrieden­heit 1,5 o. H. ein. Deutsche Erdöl gut behauptet. Am Elektromarkt blieb die Umsatztätigkeit beschei­den. AEG., Licht & Kraft, Lechwerke und Schuckert lagen von 0,25 bis 1 v. H. schwächer. Siemens un­verändert. Einiges Interesse bestand noch für Deut­sche Linoleum mit plus 1 v. H., für Süddeutsche Zucker mit 1,25 v. H. Am Kalimarkt waren Wester­egeln mit plus 2 v. H. gesucht, Salzdetfurth dagegen 1 v. H. schwächer. Montanwerte zumeist gut gehal­ten. Nur Mannesmann und Phönix büßten bis zu 1 v. H. ein. Banken still und unverändert. Glanz-- ftoffattien zeichneten sich heute wieder einmal durch stärkeres Angebot aus. Die Ursache hierfür war bis zur Abfassung des Berichtes noch nicht zu erkennen, doch wird der Grund der schon lange bekannten Tat­sache entsprechen. Dieses Papier eröffnete 16 v. H. schwächer, doch konnte man gleich wieder Rückkäufe beobachten, so daß fast die Hälfte des Verlustes wieder aufgeholt werden konnte. Renten still, zu­meist leicht gedrückt. Im Verlaufe war das Geschäft sehr ruhig. Kursveränderungen traten kaum ein, doch neigte die Tendenz eher etwas nach unten. Nur Farben waren um Bruchteile eines Prozentes erholt. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt war die Mark in­folge der Erleichterung am Geldmarkt angeboten und weiter etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2002, gegen Pfund 20,370, London gegen Kabel 4,8487, gegen Mailand 92,67, gegen Paris 123,975, gegen Madrid 33,63, gegen Holland 12,0790.

Berliner Börse.

Berlin, 5. Juli. (Gig. Drahtbericht des G. A.) Infolge des gestrigen Feiertages in Amerika fehlten für heute Anregungen von drüben. Da aber freundlich gestimmte Monatsberichte einiger Groß­banken heute vorlagen, die Spitzenwerte (Kohlen und Kali) gestern im Rbeinlande weiter anziehen konnten, die Kaliabsatzziffern für Juni offiziell be­stätigt wurden, befriedigende Saatenstandsschätzun­gen für Anfang Juli vorlagen, die eine mittelgute Ernte erwarten lassen, und vor allem wieder der Geldmarkt eine weitere Entspannung aufwies, hatte man heute vormittag mit einem festen Wochenschluß gerechnet. Auch vorbörslich konnte man besonders für Spezialwerte noch höhere Kurse fest­stellen, und man wollte von erneuten Ausland­käufen am Elektromarkt wissen. Der offizielle Be­ginn der Börse brachte dann allerdings in gewissem Sinne eine Enttäuschung. Die Kulisse wurde durch geringen Ordereingang zu Gewinnmitnahmen veranlaßt. Trotzdem lagen aber noch die ersten No­tierungen gut behauptet, teilweise sogar noch über den gestrigen Schlußkursen. Mix & Genest ge­wannen 2,5 v.H., Maximilianshütte 5 v.H., Kaliwerte 2 bis 3 o. H., Oberkoks lebhafter, plus 2,25 v.H. Für Montanwerke regte die bevorstehende Kohlenpreis­erhöhung in Belgien etwas an. Das Geschäft war aber nicht immer so lebhaft an diesem Markte, wie gestern. Angeblich auf ungünstige Presseauslassun- gen über den Geschäftsumfang in der Seiden- und Kunstseidenindustrie lagen Vereinigte Glanzstoff schon zu den ersten Kursen 8 v.H. niedriger und büßten im Verlaufe innerhalb weniger Minuten weitere 12 v. H. ein, um sich dann allerdings auf Interventionen vorübergehend wieder um 10 v. H. zu erholen. Auch auf den Polyphonmarkt wurde an­scheinend ein Baissevorstoß angesetzt. Vorbörslich noch mit 430 gesprochen, eröffnete dieses Papier zu 423, um dann bis auf 415 nachzugeben. Be­einflußt von diesen Sonderbewegungen konnten sich auch an den übrigen Märkten die Höchstkurse nicht behaupten. Es traten Verluste von 1 bis 2 v. H. ein. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslos. Mazedonier fester. Pfandbriefmarkt ge­halten. Geldmarkt weiter entspannt. Tagesgeld 7,25 bis 9,5 v. H., Monatsgeld 9,25 bis 10,5 v. H., Warenwechsel 7,25 v. H.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. 3uli. Am heutigen Produktenmarkt blieb die Stimmung im Anschluß an die festen Vortage weiter sehr fest, das Geschäft ließ jedoch im allgemeinen etwas nach. Regeres 3nteresse bestand weiter für Weizen, ferner für Weizen- und Roggenmehl. Weizen konnte 25 Pfennig anziehen, während Weizen- und Roggenmehl erneut 50 Pfennig anzog. Es wurden notiert: Weiten 26,25, Roggen 24; Hafer inländischer 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Weizenmehl, südd., Spezial0, 38 bis 38,50; Roggenmehl 33 bis 33,50; Weizenkleie 12,25 bis 12,75; Roggenkleie 13 Mark. Tendenz sehr fest.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

Frankfurt a.M.

22,9

7,75

16,75

70

105,5

122,75

120,5

121,5

123

123,9

122

113,5

150

185,13

Banknoten.

163

331

331,25

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Berlin

7,8

8,5

51,25

72,5

222

148,5

1,75

7,75

52

73,5

70

106

106

185,13

279,5

174,5

158,5

163

122,5

193,75

23,2

20,13

121,5

115

220

148

10 o

, 5

. 6 , 0

, 6

11 . 0

1,8

7,8

7,7

7,8

. 6

8 V'

8 , 8 10 . » . 8

113,5

127,25

130

156,25

114,25

127,6

129,75

217,5 185,13 280,25 174,75

159 163

209,5

26

91

234,5

25

91,75

234

. 8 . 8

10 . 8

10

10

12

11

12

10

10

10 . 9 . 8

12

98

29,5

2,4

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. *2H.

Telegraphische Auszahlung.

29,5

2,6

113,4

127,5

129,5

217 185,13 279,25 174,25 158,75

163

329,25 i

fiubto. Loewe . . . Nat. Automobil . . Orensicin & Koppel Leonharv Tietz . . Bamag-Meguin . . e. Maschinell . .......

Heyliaenstaedt . . FunghanS.....

Lechwerke.....

Mainkraftwerke . < Mtag.......

Nekarfulmer . . < PeierS Union . . . Gebr. Roeder . . . Botgt & Haessuer . Südd. Zucker . . .

Alla- Deutlche Eisenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Dampflch.

Hansa Dampfschiss ....

Norddeutscher Lloyd . . . Allg. Deutsche llreditanv. . Barmer Bankverein . . . Berliner Handelsgesellsch. . Commerz- und Prtoat-Bank Darmst. u. Nakionalbank .

Deutsche Bank.....

DtLkonto-GeseMchaft Aut.. Dresdner Bank.....

Mitteldeutsche Crebitbanl. MetaNbank ... Reichst, aul .«

4% Schweiz. BundeSb--Anl.. . .

4% OeNerreichische Goldrte.. . .

4,20% Gelten. Silberrte.....

4% Oesterreich, etnhelll. Otte. . .

4% Ungarische Goldrte......

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .

»/-% deSgi. von 1913.....

4% Ungarische Kronenrte.....

4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl..

Serie l...........

4% deSgi. Serie II.......

4% Rumänen convert. Rte. . . - 4%% Rumänen QSolbanL voll 1918

Berlin, 4- Juli

Geld

Brief

Französische Wo tim.....

TTZS

Holländische Noten......

168,01

168,69

Italienische Noten ......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oefterr.,3100 Kronen

22,03

22,11

111,51

111,95

59,00

59,24

Rumänische Noten......

2,482

2,502

Schwedische Noten......

112,08

112,52

Schweizer Noten .......

80,61

80,93

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten ..

60,41

60,65

12,42

12,48

Ungarische Noten.......

72,92

73,22

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- Kurs

1-Uyr- Kurs

Schluß- Kurs

Anfang Kur«

Datum

4.7.

5.7.

4.7.

5.7.

Philipp Holzmann.....

111,5

113,75

Heidelberger llement....

10

139

Gement Karlstadt.....

. 8

179

Wayß & Freitag......

10

102,25

101,75

102,5

Schultheis Patzenhoser . . .

15

309,5

311

Ostwerke....... .

12

249

250,5

8et. Glanzsioff......

18

428

412

429

421

Bemberg.........

14

333

333

Zellstoff Waldhos.....

12

252

-

251

Zelllross Aschaffenburg . . .

12

169

171

170

170,25

Charlottenburger Wasser . .

<

113,25

113,5

Dessauer KaS.......

. 8

201,5

202

Daimler Motoren.....

. 0

57,5

58

57,75

58,5

Deutlche Maschinen-Fabrik .

. O

54

54,5

Adlerwerke Klever.....

. 5

51,5

50,5

52,25

51

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß- Kurs

1 Uhr- Ku rs

Schluß. fi'UIÜ

Anfang. Kur«

Datum

4.7.

5.7.

4 7.

5 7.

6% Dt. Reichsanleche v. 1927 . .

87,25

87,5

Dt. Anl.-Mlös.-Schuld mit AuL-

los.-Rechten.........

50,9

50,9

_

TeSgU ohne AuSlos.-Rechte . - -

10,25

10,2

10,13

10,25

1% Franks. Hyp.-Bk. Goldpf. un­kündbar bis 1933.......

85,75

_

4%% Rheinische Hyp.-Bank Liqu.- Goldps............

79,25

_

_

A.E.G. abg. VorkriegS^bligattou., rückzahlbar 1933 .......

85,5

_

Schluß-

'-Uhr-

Schluß-

Anfang-

Kurs 1

Kure

Kur«

Kurs

Datum

4.7. |

5.7.

4.7.

5.7.

A.E.G...........

8

199

198

198,9

198,75

9

224

224,75

225

Elektr. Lieferungen.....

10

159,75

162

Licht und Kraft ......

10

217,5

217

217,25

218,4

Fellen & Guilleaume....

. 6

135

135,25

136,5

Ges. s. Elektr. Untern.. ...

10

221,5

220,75

220

Hamb. Elektr. Werke ....

10

142,4

141,5

Rhein. ElekN........

. 9

155

Schles. Elektr. . ......

10

196,25

197,5

. 8

240,5

240,25

240,9

241,4

Siemen« 4 HalLke .....

12

399

399

399,25

400,5

. 8

147,75

147

Lahmeyer & Go...... .

10

170

171,5

Buderu?.........

. 5

76,75

87

77,25

77

Deutsche Erdöl......

. 6

115,5

115,65

116,75

Essener Steinkohle .....

. 8

-

138

140

Gelsenkirchener . . . f. Vi

1-4

' 144

144

144,25

144,25

Harpencr.........

. 6

151

151

151

151,75

Hoesch Eisen........

. 8

137,75

138,5

Ilse Bergbau.......

. 8

220

219

219

Kloctnerwerke.......

. 7

110,5

110,75

110,75

Köln-Neuessen.......

. 9

-

134,4

134,9

Mannesmann.......

. 8

125,5

124,6

125,4

125,5

Mansselder........

. 7

141

140

Obersch'.es. Eisend. Bedarf. .

. 5

-

88,25

Obcrschles. Kokswerke. . . .

. 6

106,4

108,5

Phönix Bergbau......

6y,

101,25

100,6

101,13

100,9

Rheinische Braunkohlen. . .

10

296,5

297,25

297

Rheinslabl . . . s.'/«Jahr

sy,

130,5

130,5

130,5

131,25

Niebeck Montan......

7,2

Bereinigte Stahlw.....

. fl

106,5

106,9

107.13

107

Olavi Mnen.......

2 sh

70,5

70,6

Kali Aschersleben.....

10

244

245

248,5

Kali Westeregeln......

IC

251

253

250

253

Kaliwerk Salzdetfurth . . .

15

410

409

410

412

F. ®. Farben-Industrte . . .

12

245,5

234,75

235,25

235,75

Dynamit Nabel ......

.

Scheideanstalt..... .

. !

-

Goldschmidt . ......

.

75

76,25

77,25

Rütgerswerka ......

88,5

87,75

88,13

MetiUlgesellschast. . . . . .

11

128

129,25

4- Juli

5. Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Ämit.-Non.

168,37

168,71

168,42

168.76

Bucu.-AtreS

1,757

1,761

1,759

1.763

Brsi-Aotw-

58,21

58,33

58,25

58,37

Christiania.

111,68

111,90

111,77

111,99

Kopenhagen

111,70

111,72

111,72

111,95

Stockholm - Helftngfors.

112,39

112,61

112,42

112,64

10,543

10,563

10,54

10,56

Italien. . .

21,95

21,99

21,955

21,995

London. . .

20,337

20,377

20,344

20,384

Neuyork . .

4,194

4,202

4,1955

4,2055

Paris....

16,405

16,445

16,395

16,435

Schweiz ..

80,66

80,82

80,67

80,83

Spanien . .

60,47

60,59

60,48

60,60

Japan . . . Rio de Jan

1,863

1,867

1,866

1,880

0,4965

0,4985

0,497

0,499

Wien in D-- Oeft- abgeft.

58,975

59,095

58,995

59,115

Prag . . . .

12,412

12,432

12,415

7,365

12,435

Belgrad ..

7,366

7,390

7,379

Budapest. .

73,12

73,26

73,10

73,24

Bulgarien.

3,027

3,033

3,032

3,038

Lissabon . .

18,73

18,77

18,73

18,77

Danzig. . . Konstantin-

81,33

2,008

81,49

2,012

81,34

2,015

81,50

2,019

Athen. .

5,43

4,154

5,44

5,43

5,45

Tcmada . .

4,162

4,160

4,168

Uruguay.

4,036

4,044

4,036

4,044

Latro . .

20,845

20,885

20,865

30,905

Berlin. 4. Juli

Geld

«rief

Amerikanische Not« .....

Belgische Noten ........

Dänische Noten........

4,174

58,25

111,45

20,297

4,194

58,49

111,89

20,377

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