Sreitag, 5. Juli 1020
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Mr. 155 Drittes Blatt
Turnen, Sport und Spiel
Nachdruck verboten.
19 Fortsetzung.
In der inneren
Einladung, die um fed)« Ubr
Am kommenden Sonntag finbet auf dem Walb- fportplatz wiederum ein Leicht athletik-Klubzwei- kanipf statt, und zwar steht diesmal der B. f.B.- Jugenb die Jugend der hiesigen Spielvereinigung - - " von beson-
die Leichtathletik-Jugend der beiden Vereine ihre Kräfte messen wird. Für die junge B. f. B.-Abteilung ist es tedenfaiiS ein Beweis sür ihre glanzende Entwicklung, wenn sie nach so kurzer Jcit ihres Bestehens es schon wagen kann, ihren bereits lange Jahre Leichtathletik treibenden und an Wettkampferfahrung überlegenen Lokalgegner zu fordern. Daß fie den Kampf verlieren wird, ift mit Sicherheit zu erwarten und auch ganz naturgemäß: sehr groß wird der Dunktounterschied voraussichtlich allerdings nicht sein, da D. f. B. in seinen Kleinsten (C- und U-Klasse) sehr gute Kräfte hat, die das Plus der Spielvereinler, da« man diesen auf Grund ihrer vorzüglichen A- und »-Klasse geben muß, etwas mindern können. Rian darf auf das Ergebnis gespannt sein.
6cf.; 2. Geist (Frankonia) 11,6 Sek.
srvO-Meler-Lauf: 1. Geist (Frankonia) 24 ,6eC.; 2. Guyot (Chattia) 24 Sek. (Brustbreite zurück).
80 0-Me ter -Lauf: 1. Tanges (Merovingia) 28 Win.; 2. Schott (Hasso-Rhenania) 2,14% Min.
5 00 OMet er -Lauf: 1. Schmöbel (Franko-
„Sunny". sagte er, „bringen Jackett und die Papiere, die Brusttasche find."
Larrh suchte und fand die
hatte Grogan den Ansturm und die erstickende Umarmung dieses Tiermenfchen mit einem scharfen Stahl pariert. Jake mußte ihn losgetassen haben und dann durch da« offene Fenster entflohen fein. QDo aber war Fred? In diesem Augenblick fühlte Larrh so etwa» wie Sym- pathie für den Hochstapler. Also auch Fred war, fei es durch Zufall oder absichtlich, aus den Mörder Stuarts gestoßenI
Wa« war da« sür eine Spur? Er mußte Flimmer Fred finden, mußte ihn sosori finden, denn In seinen Händen lag vielieicht die Lösung des Rätsels.
Er fuhr nach Haus, ries Scotland Bard an, wo er erfuhr, daß Harvehs Rachsorschimgen erfolglos geblieben waren, nahm ein heiße« Bad und legte sich zu Bett. Er schlief genau vier Stunden, und dann brachte ihm Sunnh, der ebenso wie sein Herr aus Schlaf verzichten zu können schien, Tee und geröstete» Brot.
Wie spät ist es" fragte Larrh blinzelnd.
Aeun Uhr. Sir. Der Briefträger ist fchon dagewefen, und Vie Morgenzeltungen find gc- kominen."
„(Leben Die mir meine Briefe!" sagte Larrh unv h'i "-i'i aus 1" Drtt
Während er seinen Tee trank, durchflog er Die Poft.
Ein Brief war augenscheinlich abgegeben Worden, denn er war ohne Poststempel.
,Wann ist denn der gekommen?" fragte er den Diener, al« dieser wieder in da» dimmet kam.
Er war schon in Dem Briefkasten. al« ich aus- stanD, Sir", sagte Sunnh. „Er muß durch Boten gebracht worden sein."
„Sie sind ein Trottel, Sunnh", sagte Larrh bissig „Selbstverständlich ist er durch Boten gebracht worden." , ,
„ Ich freue mich, Dir, daß Die gleicher Meinung sind", sagte her unerschütterliche Sunnh.
Larrh riß da» Kuvert auf und zog ein 'Matt Papier heran«. Ohne besondere HÖflichkell«slo«-
bürg) 1,70 Meter; 2. Weil (Univ. Gießen) 1,65 Meter; 3. Seitz (Univ. Gießen) 1,60 Meter; 4. Klip (Univ. Marburg) 1,55 Meter.
Kugelstoßen: 1. Schäfer (Univ. Gießen) 12,62 Meter: 2. Friese (Univ. Marburg) 11,12 Meter; 3. Stieme (Univ. Marburg) 10,77 Meter; 4. Lang!atz
Flimmer Fred erhalten hatte, . .
morgen« und ohne Aussehen zu erregen, nach
(Univ. Gießen) 10,74 Meter .
Speerwerfen: 1. Busch (Univ. Marburg) 45,19 Meter; 2. König (Univ. Marburg) 44,05 Meter; 3. Klos (Univ. Gießen) 42,31 Meter; 4. Langlvtz (Univ. Gießen) 41,61 Meter.
Ergebnis des Mannschaftsfünfkampfes 577:564 Punkte für Universität Gießen.
Leichtathletischer Mubzweilampf in (Siesten.
W e i t i p r u n g: 1. Maus (Freistudent) 6,38 Meter; 2. Weil (Freistudent) 6,16 Meter.
H 0 ch s p r u n g: 1. Weil (Freistudent) 1,70 Meter;
2. Seitz (21TB. Rheinfranken) 1,60 Meter.
Stab l) o ch s p r u n g: 1. Gvubeaud (zlrininia) 3 Meter; 2. Ackermann (Frankonia) 2,90 Meter.
Kugelstoßen: 1. Schäser (Freistudent) 12,62 Meter: 2. Langlvtz (Frankonia) 11,12 Meter.
Speer m e r s e n: 1. Guhvt (Ehattia) 4 >,7a Meter; 2. Klös (Frankonia) 44,15 Meter.
Diskuswerfen: 1. Schäfer (Freistudent) 35,95 Meter; 2. Weisel (Merovingia) 33,15 Meter.
Mehrkampf:
Fünfkampf (100 Meter, Weltsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen):
1. Langlotz (Frankonia) 247 Punkte; -.Guyot (Ehattia) 227 P.; 3. Weil (Freistudent) 226 P.; 4. Schick (Freistudent) 211 P.; 5. Seitz (21 TV. RHeG- ranken) 208 P.; 6. Schmelz (Ehattia) 207 P.; 7. Düker (Frankonia) und Loh (21TB. Nheinsranken) 181 P.; 8. Leichsenring (Germania) 170 P.; 9. Fah (Darmstadtia) 169 P.
Mannschaslvkämpsc:
4X100-Meter-Staffel (Klasse A): 1. Burschenschast Fl-tinkonia 47% Sek.; 2. Landsmannschaft Chattia 48% Sek.
4X100'Meter-Stasses (Klasse B): 1. 21TB. Rhein- franken 49% Sek.; 2. Burschenschaft Germania, Burschenschaft 21temannia 50% Sek.
3X10»0-Meter-Staffel: 1. 21TB. Rheinfranken 8,47% Min.; 2. Landsmannschaft Merovingia 9 Min.
Schmedenstaffel: 1. Burschenschast Frankonia 2,12% Min.; 2. Landsmannschaft Chattia 2,14% Minuten.
Mannfchastvsünfkampf Gießen-Marburg:
(100 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen).
Für jede Universität starteten in jedem Wettkampf die zwei Besten. Gewertet wurde nach den Mehr- kampsbestimmunge» der DSB.
100 Meter: 1. Guyot (Univ. Gießen) 11,4 Sek.;
2. Konrad (Univ. Marburg) 11,6 Sek.; 3. Geist (Univ. Gießen) 11,6 Sek. (Brustbreite zurück); 4. Mühlner (Univ. Marburg) 11,8 Sek.
Weitsprung: 1. Maus (Univ. Gießen) 6,31 Meter; 2. Burckhardt (Univ. Marburg) 6,23 Meter; 3. Konrad (Univ. Marburg) 6,03 Meter; 4. Weil (Univ. Gießen) 5,85 Meter.
Hochsprung: 1. Fuchs-Wissermann (Univ. Mar- bürg) 1,70 Meter; 2. Weil (Univ. Gießen) 1,65
verschwunden. Bon Wertgegenständen irgendwelcher Art keine Spur, nicht ein einziges Päck- chcn war zurückgeblieben.
„Ich glaube, sie haben die Knöpfe richtig er- wischt", sagte Larrh verbissen.
19.
Aach der Entdeckung des Einbruches in das Leihhaus ging Larrh nach dem Polizeibureau zurück, wo ihm noch etwa« Heue« mitgetetlt wurde. Flimmer Fred war nicht in seiner Wohnung zu sinden.
Ich wünschte, Sie würden mitkommcn und lid) mal seine Wohnung ansehen. Sir", sagte der Beamte, der Fred hatte vorführen sollen. „Id) glaube, da muß was ganz Merkwürdiges vorgefallen fein."
„Wenn e« in dem ganzen Fall Stuart irgend etwas gibt, was nicht merkwürdig ift, dann möd)tc id) gern wißen, was das sein könnte', sagte Larrh heftig. A _
Flimmer Fred lebte in Akodleh House. 3er- myn Str.-et, und der Portier deS großen Mietshauses hatte eine sonderbare Geschichte zu er-
„Mr. Grogan kam gegen elf Uhr heut abend nach Haus und fuhr direlt nad) oben. 3d) brachte ihm noch einen Shphon Sodawasser, den er bestellt hatte, und wünschte ihm gute Aacht. Bann machte id) meine Runde, uni nachzusehen. ob die Wirtschaftseingänge verschlossen und die Lampen ausgeschaltet waren, und ging dann in meine Loge, wo id) Abendbrot aß und in die Abendzeitung blickte."
Die „Loge" war ein unter der Treppe liegender Raum, der in ein kleines Bureau umge- wandelt war, wo Die Mieter ihre Schlüssel abgaben.
So gegen halb zwölf glaubte id) fo wa» wie eine Art Schuß und eine schreiende Männerstimme zu hören. Ich ging in die Halle und lauschte. Ich hörte Lärmen und ging bis zu Der zweiten Etage hinauf, von wo das Geräusd) kam, und lauschte von neuem. 3n Mr. Grogan« Wohnung war Licht, da« konnte ich durd) das Oberfenster über der Tür sehen. Es war das einzige sichtbare Lid)t in der Etage. 3d) tlopite an, und nach einer Weile kam Mr. Grogan an die Tür, und id) kann Ihnen sagen, er konnte »einem einen Schreck einjagen, so wild sah er aus. Er hatte ein großes Messer in Der Hand, und sein ganzer Anzug war mit Blut beschimert.
„Ach. Sie sind'«", sagte er. „Kommen Sie mal 'rein!"
„Ich kam in« Wohnzimmer, und Sie können sid) keinen Begriff machen, wie da« aussah. Die Stuhle lagen am Boden, der Tlsd) war um- geworfen, und zerbrochene Gläfer und Flafchen waren durch da« ganze dimmet verstreut. An der Außenseite von Mr. Grogan« Fenster läuft die Feuerleiter vorbei, und das Fenster stand offen,
WMMWMkoM
Roman von Edgar Wallace.
Leichtathletische , Jeisterschasten der Universität. Im Rahmen der Jahresfeier der Landesum- Hrfitiit wurden am Montag die leichtathleti- licti Wettkämpfe Der Universität auf Dem schon «V-aeiicn Sportplatz durchgeführt Rachdern be- niv am Samstagvormjttag die Borkampfe. zu ftvcn 80 Wettkämpser angetreten waren, stattge- lu ten hatten, stellten sich am Montag nur noch ilt Besten um im Endkamps die Kräfte zu irlcn Se.'Magnifizenz der Rektor der LandeS- Uwerfität und zahlreid)e Profefforen mit ihren firnen sowie einige Persönlichkeiten imserer Bott hatten sich neben den zahlreich erschienenen Btidenten aus Dem Sportplatz eingesunden, um Kn Wettkämpsen. Die unter Der Leitung deS LtiiversitätS-Turn- und Sportlehrers Dr. ISckelmann in slotter. mustergültiger Weise tinctoidelt wurden, beizuwohnen Die Leistim- an und die Beteiligung von feiten der Stu- krienschast waren gut und durchaus besrie- dheiid. In den einzelnen Wettkämpfen, besonder« Ktt in Den Läusen, gab es erbitterte unD span- nnDe Kämpfe. Erhöhtes Interesse erhielten Die littkämpse durch Die erstmalige Durchführung «M Mannschaftsfünfkampfes zwischen Der ilni- ixrfitöt Acarburg unD Gießen. Hier zeigten Die flidiener ©tuDcnten. daß sie auch gegen größere Hiiversitäten im Wettstreit würdig bestehen linnen. Mit 577:564 Punkten konnten sie zum eislcnmal den für Die 30><200-Me ter-S tcsts el ge- fritden Wanderpreis der Medizinischen Fakultät btr Universität Marburg gewinnen.
Einige gut ausgeführte Darbietungen der st u- (müschen Reitgruppe fanden großen Anklang (i den Zuschauern. Außerdem zeigten die Turn- ihrerstudenten einige fein zusammengestellte gi)m- nn(tifd)e Hebungen unD eine Körperschule, die lijjc gut in Den Rahmen Der ganzen Beranstal- Itiig paßten. Die frische Ausführung bei frohem eilig gab ein BilD davon, daß auch bei ernster läperlicher Hebung der echte Frohsinn zu feinem Fcchte kommt.
Rad) Dem EnDe Der eigentlichen Wettkämpfe loni noch ein Handballspiel zwischen Den Hnl- Dnfltäten Marburg unD Gießen zur Austragung, in» aber bei hem Staube 3:1 für Marburg wegen eiiisthenben Regens abgebrochen werben mußte. ?IC Gießener, besonders Der Sturm, spielten zu jkcfahren und systemlos; Der bessere Sturm Der Harburger Mannschaft entschied Das Spiel.
Roch am AbenD gegen 9 Llhr konnte in Der Mlshalle, wo man sich zu frohem Fest ver- lontmelt hatte, Durch Se. Magnifizenz Den Rek- bi Der LanDesuniversität Die Siegerverkundt- üiing vorgenommen tocrDen.
Dieses Sportfest erbrachte Den Beweis, daß u auch an unserer Hniberfität mit der allgemeinen körperlichen Ertüchtigung gut vorwärts geht.
Tic Ergebnisse:
Leichtathletische TNeistcrschaftcii.
I OO-Meter-Lauf: 1. Guyot (Chattia) 11,4
„Was ist denn Paffiert, Sir?" fragte ich.
„Richt« Besonderes", sagte er. „Rur ein Einbrecher! Das ist alles! Holen Sie mir mal einen Whisky und Sodal"
„Er zitterte am ganzen Körper und war surd)tbar ausgeregt. Immerzu sprach er mit sid) selbst, aber Id) konnte nicht verstehen, wa« er sagte. Al« id) mit dem Whisky und Soda kam. hatte er das Messer sauber gemacht und war etwa« ruhiger gewordeii. Er stand an dem ofse- nen Fenstet und blickte in den Hof nach Dem Fuß der Feuerleiter hinunter, und dann bemerkte id). daß da« Glas von einem der Bilder an der Wand durd) eine Kugel zerfchmettert war. Ich fah fofort. daß es ein Kugelschuß gewesen war. denn id) war einige Jahre in her Londoner Polizei und habe da öfter fo was Aehnlid)eü gesehen. Ich sagte ihm. daß er ernst- haste Hnannehmlichkeiten haben könnte, wenn sid> die anderen Mieter über de» Lärm beschweren würden, ober er sagte, id) sollte mir j at übt । keine Kopsschmer v n mach n gab mir fünfzig Pfund für Miete und eventuelle Unkosten und bat mich, die Wohnung für ihn in Ordnung zu halten, bis er zurückkehrte. ®r sagte, er verreiste nach Dem AuslanD."
„Ra, unD Dann?" fragte Larry, al« Der Mann eine Pause machte.
„Dann kam er mit einem Hcmdkosser herunter, Sir. stieg in ein Taxi unD suhr weg. Hnd das ist Das letzte, was ich voi» ihm gegeben habe."
Larry untersuchte ha« dimmer unD sanb, Daß Die Erzählung De« Portier« auf Wahrheit beruhte. Der Raum war Durd) eine Hängelampe mit Drei Birnen erleuchtet, Die mit einem Schirm beDcrft war unD in Der Mitte De« dlmmer« von der Decke herabhing. Eine der Birnen war zersplittert, und der Inspektor machte den Portier Darauf aufmerksam.
„Ja. Dir. Die Lampen haben sogenannte Hotel- schaltung: Man kann nad) Wunsd) eine, zwei oder auch alle drei Lampen einschalten. Ge- wöhnlid) brennt Mr. Grogan nur eine."
Larrh nickte.
„Ich weiß nur zu gut, wa« hier passiert Ist.
Er konnte sid) die Szene sehr gut vorstellen Der Eindringling. Der Durch Da« Fenster kam, Flimmer FreD. Der ihn mit seinem Revolver in Schad) hielt, unD wie Dann Der große Mann langsam vorwärts ging, bis seine erhobenen Hände mit der Hängelampe in Berührung kamen und seine riefenhaste Tatze die Glühlampe zer- drückte. Hnd bann hatte Freb gefeuert, unb her Mann hatte fich auf ihn gestürzt, aber Fred war glatt wie ein Aal. Fred war gerissener al« er Diese internationalen Hochstapler, Die immer Kop und Kragen rhfieivii, verlassen sich V aus Schußwassen al« auf Ihre Messer, und zu der größte» Heberraschimg de« blinde» 3ake Denn e« mußte Der blinde Jake gewesen fein —
:> u u u • 'JJt e i e r • v u u j. I. ,T,,
me) 18,7% Min.; 2. Kleeberg (21TB. Rheinfranken) gegenüber. Da« Treffen ist deshalb M4% Min. I derer Bedeutung, weil es das erstemal ist, daß
Hertha B- S. C. bat bislang das große Pech, Dreimal Im Schluß! plel um Die Deutsche Fußballmeisterschaft zu stehe» und dreimal resignieren zu müssen. Wenn nid)t alles täuscht, werden in diesem Jahre die Berliner bereits im Barschlußspiel ihre Hoss- nungen fahren lassen müssen. Wie der Klitb den ständige» Rivale» von Hertha B. S. C., Tennis- Borussia überzeiigend abfertigte, wird er es vor- stehe», sid) auch gegen be» Gegner des kommenden Sonntags ersolgreich durchzusetzen.
Bon dem Breslauer S. C 08, der in Frankfurt am Main der Gegner der Spvg. Fürth sei» wird, hat man bislang wenig gehört, bis dann sein oleg gegen die Bayern München, der aus einem ungeheuren Siegevwillen herauswuchs, erst die allgemeine Aufmerksamkeit auf 11)» lenkte. Bei aller 21»erken- innig ihres Könnens, bei größter Aufopferung und ünergielelftung werden die Breslauer wohl kaiim gegen die Fürther bestehen können. Fürth weiß, was auf dem Spiele steht und wird das Spiel ernst, sehr ernst nebmen.
Sollten fich nun die süddeiitschen Hoss innigen ver- wirklichen, daß der Klub und die Kieeblattier de» konimenden Sonntag erfolgreid) überstehen, da»» wird der übernächste Sonntag ein Cntscheidungsspiel bringen, wie man es lange ul du mehr in den Endspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft erlebte.
Dav ssns;batt'1Kndspie1 hi Nürnberg
Da» Cndfpiel um die Deutsche Fußballmeisterfdtaft soll in dem Falle, daß |id) dazu der 1. F.C Nürnberg und Spvg. Fürth qualifizieren, im N it r n - Verger Stadion am 14. Juli ausgetragen werden.
V. f. B.
Der Sportverein H e r b o r n s e e l b a ch veranstaltet mit Genehmigung des 'Bezirksvor- stande« am kommenden Sonntag ein zweitägige« Werbesport fest »»h fiat hierzu die ßma, Ltgareserve und die drille Mannschaft he« B. s. B. Gießen eingeladen. Während die Liga schon am 1 amstag nach dort i, um abendI her ersten Mannschaft be» aastgevendcn Verein ein Propaganda treffe» zu liefern, beteiligen sich hie Ligareserve und Dritte au Den am Sonntag ftattfinhenheu Pokalspielen. Infolge 'M-»hin he- runn mehrerer ihrer Spieler muß die Liga stark geschwächt antreten. Trotzdem kann man annehmen, daß sie hie I» der Dauklasfe l (früher A-Klasse) an zweiter Stelle stehende Platzels fieber au schlagen In der Lage ist. 3n Anbetracht he» Zwecke« diese« Spiele« sollte sie weniger ■'UX-rt auf da« Resultat legen, solidem vielmehr bemüht sein, ein gesälUge« und systemvolles Spiel vorzilsühren. Inwieweit man den beiden anderen B. s. B.-Ma»nschaften Ehaneen in den Pokal- koiikiirrenzeii einräumen kann, ist nld)t uorau«- zusagen, Da ihre Gegner bzw. Deren Spielstärke nicht bekannt sinD.
Kunstturnen imTurnqauHeffettsV.T.)
bpw. Ein Kunstturnen veranstaltet am morgigen Samstagabend her Turnverein 1860 In BaD - Ra u h e i m. Den Hauptteil Der reichhaltigen Tumsolge bestreitet unter Leitung von Gaii- oberturntoarl W. Will (Gießen) Die (Sauriege be« (Saue« Hessen Bon Dieser treten hie folgenden Turner an: K. Reuter, Tv. 1846 Gießen, Fink, O. Tertor, Kell (Bkarburg), Slnnwell (Bab-Rauheim). Seth (Großen-Llnben), Würtz (Krofdorf) ihi ei...... ....... die bt kannten Ge.
। räteturnet Kretz und Rath au« Mainz Kastel mlttoirfen. Man sieht Der Beranstaltiing schon I deshalb mit besonderem Interesse entgegen, weil
Bon den aktiven Leichtathleten des B. s.B. fahren vier mit den Fußballern nach Herbprnseel- bad), um sid) hort an den im Rahmen des Sportfestes am Sonntag ftattfinbenDen leichtathletischen Wettkämpsen zu beteiligen. Koch, Schmidt und Siedel« haben für 100 Meter gemeldet. Ersterer außerdem noch für Kugelstoßen; Jakob versucht sid) im Hochsprung.
Leichtathletik der 1900.
ö. Für den guten Rus der Leichtathletik-Abtei- lung Der Spielvereinigung 1900 sprechen die in letzter Zeit sid) mehrenden Einladungen. So liegen sür kommenden Sonntag gleich Deren zwei vor, nad) Bielefeld unb Ems. Mit Rücksicht auf bas Schützenfest hat man aber von her Entsen- bung stärkerer Mannschaften abgesehen, unb nur Die stärkste Waffe, hie Mittelstreckler, werDen Wieder in« Treffen geschickt. Es gilt am Sonntag Die 3xl000-QHeter-i5taffel um Den Wanderpreis Der Stabt Bieleseld zu bestreiten. Ber- tclblger her Staffel sind Die bekannten Hessen- Preußen, Kassel, Dod) werben Diese nicht Die einzige Konkurrenz sein, haben Dod) bereits starke Vereine aus Westsalen unD RorbDeutschlanD ihre MelDung abgegeben. An Einzelrennen werben Diesmal stur Bepperling unb Tönge« lell- nebmen, Die Den 800-Meter-Lauf bestreiten. Da Peter« wegen Der am Sonntag erhaltenen Ber- letzung nod) nicht voll aktionsfähig ist.
Deutsche FuhbaUmeisterschast.
Nürnberg —Fttrth im Endkampf?
Wer wird deutscher Meister? Das ist die Frage, die saft ausschließlich das Interesse der deutschen Fußballgemeinde beherrscht. Süddeiltschland |d)iuört auf einen Sieg seiner Bertreter, ist überzeugt, daß das Endspiel nur zwischen dem süddeutschen Meister l.F. C. Nürnberg und der Spiel- Vereinigung Fürth staltsinde» wird. Unb dies eigentlich nicht mit Unrecht. Fürth wie Nürnberg haben in ihren letzten Spiele» bewiesen, daß man ihnen vertrauen kann. Die Ueberlegenheit her Fürther gegen den vorjährige» deutschen Meister, ben Hamburger S. B., war größer, al» > da ' 0 Resultat besagt. Daß der Klub ohne W i e d e r die Tennis-Borusse» mit 3:1 ab fertigen konnte, Ift ein gutes Zeichen für die ausgezeld)»ete 'Berfaffung, in der (id) die Klubleute befinden. Die Borentlchetdimg fallt nun am kommenden Sonntag. Der D. F.B. hat folgende Paarungen getroffen:
l.F. L. Nürnberg gegen Hertha v. S. L.
im Berliner Poststadion,
Spvg. Fürth gegen 5. L. Breslau 08 Im Frankfurter Stadion.
„Was für einen Rainen hat er angegeben?" ,Mr. Frederick und, wie ich annehme, eine ^beliebige Adresse."
.. Flimmer Fred!" sagte Larry. „Liegt Jermyn etrect in Ihrem Bezirk?" fragte er den Inspektor.
„3a, Sir", war hie Antwort.
..Nehmen Sie ein paar Leute unb heben Sie Stimmer Freb aus. Bringen Sie ihn zuerst hier- kc und dann nehme id) ihn nach Cannon Aviv mit, falte es nötig ist.
,,Soll er verhaftet werden?"
„Nein, er soll erst mal vernommen werden, virlleicht kann er eine genügende Erklärung (eben, aber er muß es schon äußerst geschickt enfangen, wenn er sich hier herauslügen will. Hua, Mr. Emden," wandte er sid) zu dem Pfandleiher, „ich bin leider nicht in der Lage, Iid morgen früh warten zu können und muß
Ji< schon bitten, mich nad) Ihrem Geschäst zu bereiten und mar die betreffenden Knopfe auszu- mubigen."
„Mit Bergnügen", sagte her kleine Mann. , j(f> habe mir schon so etwas gebacht und habe |lcid) die Schlüssel mitgebracht. Mein Laben ist lut fünf Minuten von hier entfernt.“
Sin Beamter in dibilflcibung begleitete ihn rauf) bem Gaben. Ate Mr. Emben ben Schlüssel in bas Schloß gesteckt hatte unb ihn herumbrehen tnellte, gab bie Tür nach.
.Ranu, die Tür ist ja offen“, sagte er ver- unbert unb ging schnell in ben Gang hinein.
ds war unnötig, einen anberen Schlüssel zu nhen, um bie Oeitentür zu öffnen, beim biefe cnid halb offen, unb Larry sah beim Schein liier Taschenlampe, bie Spuren eines Brechen«. Der Psanbleiher stürzte voran in den oben und schaltete das Licht ein.
Auf dem Ladentisch lag das Kassabuch unb war m her Seite aufgeschlagen, auf bet bie am letzten tage gemachten Geschäfte eingetragen waren.
Wo haben Sie bie Knöpse aufbewahrt?" ragte Larry hastig.
Im Gelbschrank in meinem Privatbureau , ngte her Mann. ..Sehen Sie," er zeigte auf bis Buch, „hier ist bie Rümmer."
.Hnd ba« Wort „Gelbschrank" dahinter." fügte t'atrt) hinzu, „aber id) habe so die Empsindung, Iote ob Sie Ihren Geldschrank nicht ganz unberührt finden werden."
Unb seine Worte erwiesen sich al« wahr. Der proRe „biebessichere" Gelbschrank war in etwa« [täglicher Verfassung, ein Loch war in ben Stahl- giantel hineingebrannt, und das Schloß war
kein begann c«:
Es ist besser. Sie besd)ästlgen sid) mit einem anberen Fall, Mr. Holt. Sie werben sid) ei»|t- hasie Hnannel)m(id)felten zuzlehen, Uxnn Sie diese Warnung nicht beherzigen."
.Wird gemacht", sagte Larry und klingelte.
■ ' ' Sie mir mein
lobb« Helm zu kommen
Diesen unb ben erhaltenen Drohbrles legte er nebt in ui uh । unb 1 i stich 11 1,1 ib n
I Briese waren In her gleld)en Handschrstt geschrieben.
(Fortsetzung folgt.)


