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8. c7-c6
Spielweise: Da Schwarz durch
Die gegebene
10. d5Xe4
11. f7-f5
1. 67-65
2. e7-e6
3. Sg8-f6
4. Lf8-g6
5. 0-0
6. Tf8-e8
7. Sb8-67
Dies ist die beste Fortsetzung, da sie im folgenden die Entwicklung des schwarzen Damenläufers verhindert.
9.
10. Sd2xe4
11. Sf3-e5
Erzwungen.
12. f2 — f3!
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
1. Sgl-f3
2. c2 —c4
3. g2-g3
4. Lfl — g2
5. 0-0
6. b2 —b3
7. Lei -b2
8. 62-64
Weih zieht und setzt in drei Zügen matt.
Weih: 7 Steine. Ka6, Ta3, h4; Lf4; 862, e7; Bg3. Schwarz: 4 Steine- K64; B63, e6, g4.
Partie Nr. 141.
Richard Reti, der geniale Schachmeister, der den Gießenern als Sieger des vorjährigen Gießener Jubiläumsturniers noch in frischer Erinnerung sein dürfte, ist am 6. Juni in Prag an Scharlach im blühenden Alter von 40 Jahren gestorben. Reti hatte bedeutende Erfolge in internationalen Turnieren zu verzeichnen und neben Aljechin war er der beste Dlindspieler der Gegenwart: in Sao Polo spielte er seinerzeit 29 Partien gleichzeitig ohne Ansicht des Brettes Zur Erinnerung bringen wir nachstehend eine seiner best gespielten Partien, welche im internationalen Turnier zu Reuyork 1924 mit dem 1. Schönheitspreise ausgezeichnet wurde.
Retis Eröffnung.
Weiß: R. Reti.
Schwarz: E. D. Dogoljubow.
8. ..., 9. Sbl-62
Auch 9. Se5 ist recht gut spielbar.
9. Sf6-e4
das vorangegangcne Manöver sein Zentrum geschwächt, sucht Weiß das geschlossene Spiel irr ein offenes zu verwandeln.
12. . . ., 12. e4xf3
13. Lg2xf3!
Einzig richtig, da der e-Bauer als Durch- bruchsobjelt benutzt werden soll.
13.. .., 13. Dd8-c7
14. Se5x67 14. Lc8x67
15. e2-e4 15. e6-e5
Roch unangenehmer wäre es für Schwarz, e5 von weißer Seite zuzulassen.
16. c4 — c5 16. Ld6-f8
17. D61-c2 17. e5x64
18. e4xf5! 18. Ta8-68
Auf 18. ..., Te5 hätte folgen können: 19. Dc4
Kh8 20. f6!
Alle für die Redaktion bestimmten teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 219.
Don E. Orsini, Leghorn.
19 Lf3-h5
Der Beginn vor einem vortrefflich durch- gerechneten Schluhspiel.
19..... 19. Te8-e5
20. Lb2x64 20. Te5xf5
Oder 20. ..., T65 21. Dc4, Kh8 22. Lg4 usw. bei besserer Stellung und Dauernplus für Weiß. 21. TflXf5 21. L67xf5
22. Dc2xf5 22. 168x64
23. Tal — fl! 23. 164-68
Falls jedoch 23..... De7, so 24. Lf7 +, KhS
25. L651, Df6 26. DcS usw. und Schwarz hat kerne genügende Fortsetzung mehr.
24. Lh5-f7+ 24. Kg8-h8
25. Lf7-e8!
Ein wegen seiner stillen Schönheit überraschender Cntscheidungszug. Schwarz gab- auf, denn nach 25..... Lxc5 + geht wenigstens der schwarze
Läufer verloren.
Lösung des Problems Rr. 215.
Don Dr. H. b. Gottschall.*
1. 1g 1 - g8!, 1f7 - g7. 2. f6xg7, Kh5-g6. 3. L67 - e8 matt. 1. . .., 1f7xf6 (oder1xe7). 2. L67-g4+, Kh5-h4. 3. 8e3-k5matt. 1.....Kh5-h4. 2. Se3-
g2+, Kh4-h5. 3. L67-g4 matt.
Nie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Der Horcher.
Als der geistreiche Friedrich Wilhelm IV. der Aufführung des überaus langatmigen Stückes Columbus", das von dem bekannten Aesthetiker Karl Werder herrührte, beiwohnte, wurde es ihm bald zu langweilig, und er verhetz ferne Loge mitten im ersten Akt. Der Schließer der auf diese Unterbrechung nicht gefaßt war, schlref fest aus seinem Stuhl. Da sagte der König zu dem Generalintendanten von Hülsen, indem er I mit unnachahmlicher Gebärde auf den Schnarcher ' wies: „Der hat gehorcht!"
schenkelbruch fest. Dies ist in diesem Jahre bereits der zweite schwere Unglücksfall, von dem der Bedauernswerte betroffen wurde. Im Frühjahr war er von einer ziemlich hohen Leiter heruntergestürzt und hatte sich dabei Arm- und Rippenbrüche zugezogen, die jetzt kaum ausgeheilt sind.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
* Braunfels, 5. Juli. Am nächsten Sonntag begeht die hiesige Freiwillig eFeuer- wehr die Feier ihres fünfzigjährigen B e st e h e n s. Samstagabend findet Empfang auswärtiger Vereine und ein Kommers statt. Der Sonntag bringt zunächst einen Festgottesdienst im Freien unter den Linden des Herrn- gartens, anschließend Uebungen der Wehr. Ein Promenadenkonzert am Markt oder Lindenallee beschließt den Vormittag. Am Rachmittag wird ein Festzug den Auftakt zum Volksfest bilden, das mit Volksbelustigung und Tanz auf der Festwiese einen vergnügten Rachmittag verspricht. Die Ernstbahn und Autos stehen zur Verfügung. Man beachte die heutige Anzeige.
Neue Zünde auf der Saalburg.
WSR. Bad Homburg, 3. Juli. Im Saalburgkastell sind gegenwärtig interessante Ausgrabungen im Gange. In der weiteren Umgebung des Wehrganges auf der hn» ken Seite hat sich nördlich von der Porta simstra wieder eine Dackofengruppe herausgestellt, die in den nächsten Tagen mit allen Mitteln moderner Ausgrabungstechnik bloßgelegt wird. Es scheint sich um eine ähnliche Anlage zu handeln, wie die im vorigen Jahre blohgelegte und jetzt nach Möglichkeit wiederhergestellte Militärbäckerei in der Rordwestecke des Kartells. Die nächsten Tage werden zeigen, ob bei der neuen Bäckerei auch wieder elf Oefen übereinanderliegen wie bei der ersten. Die jetzigen Ausgrabungen haben insofern ihre besondere Bedeutung und verdienen beachtet zu werden, da sie die letzten sind, die im Kastell vorgenommen werden, denn es handelt sich um das einzige Stück des Kastells, das bisher noch nicht umgegraben ist.
Hochschulnachrichten.
Der durch den Tod des Professors Dr. 21. Pütter an der Universität Heidelberg erledigte Lehrstuhl der Physiologie ist Professor Dr. Philipp Broemser in Basel angeboten worden. Broemser war während des Krieges als Militärarzt tätig, wurde 1918 Privatdozent in München und Konservator am dortigen Physiologischen Institut. Seit vier Jahren wirkt Broemser als Ordinarius in Basel.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemelnde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 6. Juli. Vorabend 7.45 Uhr: morge s 8.30; Predigt; abends 8.55 und 9.35 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 6. Juli. Fr-itag . bend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8: P r e d i g t : nachmittags 4; Sabbatausgang 9.35. — Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7.15 Uhr.
fällen etwa 170 Mk. Für diese Forderung find ' 63 Meter Feldbahngelecke nebst emem Krpp- wagen gepfändet. Die Stadt hat im Versteh oerungstermin die gepfändeten Gegenstände zu dem Betrage ihrer Forderung übernommen. Der Vemeinderat genehmigte die Uebernahme auf die Stadt. .
Landkreis Greben.
m Lollar, 4. Juli. In diesem Jahre sind es zehn Jahre, daß sich die bis zum 2ahre 1919 be- siehenden Gesängvereine »Lre der täfel und Mannergesangverein „Germania
]936 durch Zusammenschluß von „Mannergesangverein" und „Gesangverein Germania gebildet) m der „Sängervereinigung Lo tt a r vereinigten. Um die Erinnerung an dieses für die Pflege des deutschen Liedes und des deutschen Männergesanges in unserem Orte bedeutungs- relle Ereignis wachzuhalten, begeht die Sanger. Vereinigung, die Mitglied des Lahntal., Hessi- chen und Deutschen Sängerbundes ist, am kommenden Samstag und Sonntag die Feier ihres 10jährigen Bestehens. Der Samstagabend bringt einen Festkommers, bei dem die örtlichen Turn., Sport- und Gesangvereine mitwirken. An der Feier am Sonntag beteiligen sich auch eine größere Zahl auswärtiger Gesangvereine, die zu. meist je ein Sieb' vortragen werden. Die Musik wird von der gesamten Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lollar ausgeführt. Die Feier erhält noch dadurch eine besondere Bedeutung, als der älteste Verein, der heute in der Sänger- Vereinigung eingegliedert ist, bei selbständigem Fortbestehen auf einen Zeitraum von fünfzig Jahren seines Wirkens zurückblicken kann.
— Grünberg, 3. Juli. Am Mittwoch fand hier eine Dekanatskonferenz des Dekanats Grünberg statt. Landeskirchenrat Stroh und Rechnungsdirektor Hebermehl sprachen über die finanzielle Rotlage der Landeskirche, in der Hauptsache hervorgerufen durch das Versagen des Staates in der Erfüllung seiner Pflichten gegen die Kirche, und über die Durchführung der Veranlagung und Erhebung des Kirchennotgeldes. Die Kirchenvorstände und Pfarrer erhalten dadurch große neue Aufgaben, die im Interesse der Kirche durchgefuhrt werden müssen, während die Kirchenglieder eine Ehrenpflicht in der Leistung des Notgeldes zu erfüllen haben.
./. Lich, 4. Juli. Ginen unfreiwilligen Aufenthalt mußte gestern abend auf der hiesigen Station der Personenzug 507 Gelnhausen —Gießen nehmen. Kurz nach, feiner Abfahrt aus dem Bahnhof platzte unter lautem Getöse ein Dampfrohr, so daß es der Maschine unmöglich war, den Zug weiter zu befördern. Erst nach Eintreffen einer 2deservelokomotive von Gießen konnte der Zug mit fast einstündiger Verspätung seine Fahrt fortsetzen. Ein Teil der Reisenden, die die Anschlüsse nach Frankfurt noch erreichen wollten, zog es vor, den um diese Zeit abgehenden Zug der Kleinbahn nach Butzbach zu benutzen.
Kreis Schotten.
Y Mittelfeemen, 4. Juli. Am Dienstagabend gingen dem Landwirt Christian Luft von hier die beiden an den Wagen gespannten Pferde durch. Luft fiel zwischen Pferde und Wagen auf den Boden und wurde ü b ersah r e n. Der Gederner Arzt stellte einen Ob e r-
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