Einzelbild herunterladen

#Odi profanum vulgns", so sagte er selbst ein­mal. Alle die schönen Orte seiner Sehnsucht, sie treten plastisch hervor durch die Schönheit der Verse, in denen der Dichter einst Freud und Leid seines Aufenthalts aussprach. Der geistvolle Dortrag schloß mit den Versen, in denen ein gröberer. Virgil, im zweiten Gesang seiner Geor» gika die Reize Italiens preist:

. Die wuchernden Frücht' und des Vachu- mass g? Traube Füllten daS Land, wo der Oelbaurn yeimisch und fröhl che R nder, Heimisch das edele Roh, das bäumend sich stürzt in die Feldschlocht, Heimisch die schneeige Herd' und der Stier, das herrl'ch'te Opfer. Hier ist ewiger Lenz und Sommer in Monden des Mir.te'.S.

Zweimal trägt das Vieh, zweimal trägt Früchte der Oelbaurn, Hier sind viele der prächtigen Städt' und der müh'om n Werke. Festungen, hoch mit den Händen erbaut auf ra- gendcn Felsen, Flüsse, die still durchströmen die altertümlichen Mai ern.

Soll ich gedenken des obren Meers und untren, das anftü t, Hub der erbaueten Häsen des eingedämmten Lucrinus?" Reicher Deifall lohnte den Redner und be­schloß die gespannt lauschende Versammlung.

Oberhessen.

Landkreis Gref;cn.

+ Grünberg. 4. Febr. Am Sonntagabend hielt der hiesige Kriegerverein im »Hessischen seine Hauptversammlung ab, die einen guten Besuch aufwies. Der in den beiden letzten Jahren verstorbenen Kameraden Carle, Leonhard und Mohr wurde durch Erheben von den S.tzen ehrend gedacht. Aus dem Jahresberichte des Vor­sitzenden ist hervorzuheben, daß im verflossenen Jahre duich mancherlei Behinderungen, wie Er- fronfungen von Vorstandcm.tgliedern, keine Haupt­versammlung abgehalten wurde, ebenso konnte das im Herbst 1927 begonnene Preisschießen duich allerlei widrige Umstände nicht zu Ende geführt werden, was aber in diesem Jahre geschehen soll. Im November wurde ein gelungener Unterhai. iungsabend abgehalten, bei dem Hauptmann a. D. Moser einen interessanten Lichlbilderoortrag über die Tankschlacht bei Cambrai hielt. Die Rechnung schloß bei Einnahmen und Ausgaben von an- nähernd 700 Mark mit einem kleinen Ueberschuß ab. Bei der Vörstandswahl wurde der alte Vorstand durch Zuruf wiedergewählt. Er setzt sich folgender­maßen zusammen: Oberstudiendirektor Angel- b e r g e r Vorsitzender, Karl B ö ß Stellvertreter, Aug. Leineweber Rechner, Gerichtsvollzieher König Schriftführer, Friede. Schmitz, Albrecht Großhaus und Karl Röhm Beisitzer, als Fahnenträger bleibt weiterhin Karl Röhm ebenso die beiden Begleiter Karl Jockel 1. und Hansen. Kamerad Köhlbäch berichtete über die vom Kyffhäuserdund geplanten Maßnahmen gegen die Kriegsschuldlüge, und es wurde diesem Schritte zu- gestimmt. Alsdann sprach Generalagent K r e tz s ch- m a r (Gießen) über das zwischen der Hassia und der VersicherungsaktiengesellschaftAllianz" be­stehende Vertragsverhältnis. Mit einem Hoch auf bas Vaterland und den Reichspräsidenten schloß der Vorsitzende die Versammlung.

o Saasen. 2. Febr. Dieser Tage hielt Direktor Trautman n, Drünuerg, hier einen Vortrag über die Verwendung des Kalles als Düngemittel. Der Vortrag war gut besucht und fand eine aufmerksame Zuhörerschaft. An die Ausführungen des Redners schloß sich eine rege Aussprache an. Da der Vortrag, an die Verhält­nisse unserer Gegend anknüpfend, sehr lehrreich war, so ist anzunehmen, daß die Zuhörerschaft nicht nur gehört, sondern auch gelernt hat.

> Holzheim, 4. Febr. Zwecks Anschaf­fung eines elektrischen Gebläses für un­sere K i r ch e n o r g e l wurde In unserer Ge­meinde eine Haussammlung veranstaltet, die den schönen Betrag von 516 Mark ergeben hat. Mit dieser Summe werden die Kosten zum größten Teil bestritten werden können. Tie Holzhauerarbeiten haben in der Der- gangenen Woche ihren Abschluß gefunden. Don en gefällten SCO Festmeter entfallen 400 Me-

Geschichten von Baffermann.

Albert Basser mann, eine der stärksten schauspielerischen Kräfte, die in unfern Tagen am deutschen Theater wirken, hat jetzt eine be­sonders ergreifende Leistung in dem neuen Stück Katharina Knie" von Carl Zuckmayer gegeben. Er spielt hier den alten Seiltänzer Knie, und in der Verkörperung dieses Derlre- ters einer altbekannten Pfälzer Artistenfamilie schließt sich nach mehr als einem halben Jahr­hundert seltsam ein Kreis. War doch bereits der sechsjährige Knabe im Seiltänzerloftüm am liebsten einhergeschrilten. Alberts Bruder Adolf erzählt, daß ihm das Christkindchen mit diesem Kostüm einen heißen Wunsch erfüllte:Es br- ftani) aus einem fleischfarbenen Trikot und einem mit Füttern benähten kurzen Samthöschen nebst Kragen, wie es die Akrobaten zu tragen pflegen, ilnfet Hausarzt nannte ihn deshalb vorzugsweise Herr Knie". In unzähligen Zirkusvorstel­lungen betätigte Albert eine früh an ihm sich zeigende turnerische Veranlagung, glänzte am Reck mit den kühnsten Wellen und schloß ge­wöhnlich mit einem Saltomortale ab. Täuschend ahmte er das Krähen eines Hahnes nach, aus das sogar die Nachbarhähne hineinfielen. Wie er überhaupt in allen möglichen, heutzutage nicht mehrbrotlosen" Künsten sich auszeichncte. Die Begabung des großen Gaullers, die ein so wich­tiges Element von Bassermanns Kunst bildet, offenbart sich hier früh, und mit ihr verknüpft ist bei ihm in eigentümlichster Mischung die Vornehmheit und der bürgerliche Ordnungssinn eines Datriziersprossen. Aus diesen beiden Grundelementen seines Wesens erllärt Julius Bab die Eigenart von Bassermanns Kunst in seiner soeben bei Erich Weibezahl in Leipzig erschienenen grundlegenden Biographie des Mei­sters. In einer farbigen Schilderung der Basser­manns, die 300 Jahre zurückreicht, zeigt er. wie eine große alle Familie nach einer ganzen Anzahl anderer, schon der Oeffentlichkeit be­kannter bedeutender Männer als höchstes Pro­dukt einen Schauspieler hervorbringt." Basscr- mann hat zuerst eine bürgerliche Laus bahn durch- gemccht, bevor der Zug zur Bühne unwidersteh­lich in ihm hervorbrach. Mit 19 Jahren war er bereits in Der Zellstoff-Fabrik Waldhof als Che-

ter auf den Meflgen Markwald, der den weit­aus größten Teil unseres WaldbesitzeS ausmacht.

LJ Rodhetm a. d. Horloff, 4. Febr. Die Holzhauerarbeiten in uns rem Gemeinde­wald sind nun zu Ende. Es wurden etwa 100 Festmcter Nutzholz und ungefähr 300 Raummeter Brennholz gefällt. Die Versteigerung soll bald erfolgen. Nach Beendigung d r Holzhauerarbeiten und durch vorübergeh.nde, durch Die Witterung bedingte Betrieb stil egung des Dafaltwcrk s Nickel (Oberwidvcr heim), das 16 Arbe ter von hier beschäftigt, ist die Zahl der Arbeits­losen In unserem Orte sehr gestiegen. Während wir Im vorigen Jahre fei en Erwerbslosen hatten, sind gegentoräitg 21 vorhanden.

Kreis Büdingen.

!t Büdingen, 4. Febr. Aus den jüngsten Gemeinderatssihungen ist söge.des zu berichten. Der Gemeinderat erk.ärte sich da...it einverstanden, daß das im Einvern:b. .en mit der Provinzialdircktion nach festzustellende Ge­lände für die Verbesserung der Pro - v i nz ia l st r a tze n, zu Lasten der Stadt Bü­dingen im Feldberein gungsvcr ähren auCgc- schieden wird. Zu einer ilebereign.tng auf Die Provinz konnte sich Der Gemeinderat nicht ent­schlichen. und er stimmte für Eintragung auf den Namen Der Stadt. Gegen Die Anlage eines Hühnerhauses im westlichen Tell Des Hirsch-

1 p a r f a f f e. Daß bisherige ZlnSbe schreibungS- verfahren Der Kasse wird vom Gemetnderat nicht gebilligt Der Bürgermeister tourDe beauftragt, Verhandlungen einzuleit.n. Der hessisch.e Staat ist geneigt, das im Jahre 1922 durch Die Stadt erbaute Gendarmenhaus an Der Saline anzukaufen. Der Gemeind-rat steht irg.n to Ich n Vcrhar.D ungcn s m ahsh g e - über, glaubt jedoch, daß Der gebotene Prei^ nicht entsprechend sei. Auch in Dieser Angelegenheit soll Der Bürgermeister weitere Verhandlungen führen. Da) Gesuch einer hiesigen ©jmnaftif- Lehrerin um llleberlas.ung Der stLDtischen Tur n ha lle für Zwecke eines gymnasti­schen Lehrganges wurde nicht genehmigt Tor Der Erstellung Des Kreisamtsneu­baues Helle sich Die Stadt ve.pfllht.t, 250000 Papiermarl zuzuschießen. Es schweb.n zur Zeit Vcrhendlu g n w gen Z hiung Der entsprechend aufgcwert'ten Summe. Ci-e Ein g:ng ken te noch nicht erzielt werden. Von einigen Gemeindc- raUmitg.uDcrn tourDe Aus.un.t über Die Be - solDung Der GemeinDebeamten ver­langt Der Bürgerm ifler erstattete h eräb.r Be­richt Gelegent ich Des jüngsten Brandes hat sich erneut Die Wirkung >lc»slgkeit Des bisherigen Feuerwehr - Alarm- toesens gezeigt. Es soll Desha.b mit gr ßter Beschleunigung Die bereit? angefau.te elek­trische Alarmanlage auf Dem Rathaus-

lhh

Von H. Ae von Byern

Ein gshsimnisvoller Roman um Jagd und Liebe

ete6-.»®

grahenä bat der Gemeinderat nichts einzuwen- Den. Nachdem der Denkmals,l.ger hierüber ge­hört wurde und auch bestimmte Vorschläge über Die technische Ausführung gemacht hat, konnte Der Gemeinderat Die Genehmigung unter Dem Vorbehalt erteilen. Daß Die Anlage Des Hühner­hauses nur ausnahmsweise gestattet wird und daß alle Bedingungen des DenkmalpflegerS erfüLt werden. Außerdem wurde noch über Gelände- an (ä uf e durch die Stadt im Hirschgraben ver­handelt. Für Den Ausbau deS zweiten Gebückweges wurden noch 440 Mk. nach­bewilligt. Weiter erklärte sich der Gemeinderat bereit, als KreDitträger für ein der Feldbe- reinigungsgesellschaft zu gew heendes Dar lehn einzutreten. Die Mlltel sol.en aus MeliorationSceldcrn entnommen werden. Das Darlehn wird zu verbilligtem Zin fuß a geben. Darf jedoch 35 800 Mk. nicht üverfchretten. Für Das Baujahr 1 929 sollen nach Den seit­herigen Richt'i.ien Darlehen abgegeben toerDen. Dies sott jedoch nur für Die Zeit der weiter herrschenden Wohnung.'not ge ten. Der Bürgermeister erstattete sodann Bericht über DaS Verhältnis Der Stabt zur Bezir ks-

mifer angestellt und schien Damit in Amt und Brot, aber schon Der junge Bassermann war ein leiDenschaftlicher Raucher, Der selbst im La­boratorium, too Das Rauchen verboten toar, Dieser Gewohnheit frönte, und als Der Direktor ihm Deswegen Vorhaltungen machte und Dabei das WortLausbub" fiel, wurde gerauft und Baller­mann jäh aus Der Laufbahn Des Chemikers Der® ausgeschleudert.

Run begann ein langjähriges Dchmieren-Leben unD ein sehr langsamer Au,stieg, Der DesonDerS Durch Das rauhe und heisere Organ Des jungen Heldendarstellers gehemmt wurde. Mll 21 Jah­ren spielte er nach zweitägiger Vorbereitung Den Faust, und im Tell verkörperte er einmal Drei Rollen, nicht nur Den Baumgarten und Den Gehler, fonDern sogar noch Den Stier von Uri, wozu er sich besonders durch seine fabelhafte Fähigkeit eignete, auch ohne Das fehlenDe Horn mit einer Attrappe Den gewaltigen Hornrus eigen* mündig hervorzubringen. Das Organ war zwar rauh, aber doch deutlich und traftboll. Erst als er bereits in Berlin war, hatte er eine Periode durchzumachen, in Der seine Stimme ernsthaft gefährdet war. Dcs kam vpn einem unfreiwilligen Bad, das er bei Der Aufführung des AusstattungsstückesDie beiden kleinen Vaga­bunden" nehmen mußte. Man halle hier für richtiges, rauschendes Wasser gesorgt, in das er sich in einem Gummianzug stürzen muhte, und es war ihm versichert worden, das Wasser werde am Abend mindestens 16 Grad Wärme haben. Aber dann hatte es bloß 8 Grad, und Taffer» mann zog sich dadurch einen chronischen unge­mein hinderlichen Katarrh zu. Er hatte DaacrnD mll Der Gefahr völliger Heiserkeit zu ringen unD erzählt selbst, dah er in den nun folgenden Jahren seiner entscheidenden Erfolge außer- ordentlich unter dieser furch.baren Hemmung zu leiden hatte: stets trug er Brotkügelchen in der Tasche, um durch Herunterschlucken seine Kehle für den Augenblick wieder frei machen zu kön­nen. Trotzdem hat er in mehr als 40 Spiel- iabten, in Denen er 570 Rollen gespielt hat und mehr als TOOOmal aufgetreten ist, nur zweimal wegen Heiserkeit abfagen müssen. Aus diesem wenig klangvollen Organ aber schuf er das Per­sönlichste und Allereigenste seiner Kunst und handelte nach, dem tiefen Wort von Walter

dache angebracht werden. Dem Denkmalbfleger wurde Vorlage gemacht, da Die Anbringung als eine bauliche VeränDerung des Rathaus- Daches angesehen werden muh,

Kreis Schotten.

tog. Gedern. 4. Febr. Der frühere Kirchen­vorsteher Johannes D o n d o r s IV., welcher bei der kürzllchen K.rchenvorstandswahl aus gesund- heitttchen Gründen eine Wiederwahl ablehnen muhte, wurde durch Besch.uh des Kirchenoor- standeS zum Ehren-Kirchenvorsteher er­nannt Zum Dank für seir.« 26jährige treue Tätig­keit wurde ihm eine von Gewerbelehrer film- Pert entworfene und ang.-fertigte künstlerische Ehrenurkunde verliehen, d.e am gestrigen Sonn­tag durch den Ortsgeistlichen im D-lseln des Kirchenvorstandes überreicht wurde. .Unser ältester Mitbürger, Tuchweber Wilhelm Kirchdörfer, konnte am heutigen Sage In voller körperlicher und geistiger Friiche die Frier seines 8 6. Geburtstages begehen. Trotz seines hohen Alters geht Herr Kirchdörfer noch a kläglich seinem Dienst als Diener verschiedener Vereine nach.

Rat Henau:Ein Wann muh stark genug sein, sich auS Der Eigenart seiner ilnooll- kommenbeit die Vollkommenheit feiner Eigenart zu schmieden."

Moderne Opernregie.

Berlin. Anfang Februar.

Die Ausführung desFliegenden Hol­länders" in Der StaatSoper am Platz Der Republik hat Aufsehen genug gemacht; auf Der einen Seite ist sie in Grund und Boden ver­dammt, auf Der andern als ein kühnes aber ge­glücktes Experiment gepriesen worden. Gewiß, ein Versuch und nicht einmal ein so gewaltig kühner; Die Opernbü.jne hat hier einmal voll­bracht, was das Sprechtheater schon längst wagte, als etwa Jehner seines Hamlet oder Pis- c a t o r seineRäuber ' Inszenierte. Man geht von Dem Gedanken aus, Werken von einem Im­manenten Dauernden Wert auch ein Dauerndes Gewand zu geben, ein Streben. Das letztlich noch immer etwas wie eine Reaktion gegen Den stren­gen Historismus Der Meininger bedeutet und mit allen Bemühungen um einen neuen klassischen Stil eng zusammenhängt. Tie Sage vom Fliegenden Holländer ist offenbar eine von jenen. Die als ein ewiges Gut, ein unverlierbarer gespensti­scher Eindruck aus Der Gewalt Des Meeres und seiner Dunkeln Dämonischen Gestalten geboren wurde, sie ist ein ewig sich erneuernder Eindruck, Der immer wieder erlebt werden kann Der zeitlos ist. Wie Der Hamlet von Jehner In überzeitlichen oDer, wenn man will, zeitlosen Kouu...en gespielt toirD. so hat Klemperer unD mit hjm Der Regisseur Jürgen Fehling hier Den Bau einer ganzen Oper ins Ewige, Monumentale, Hvlz- schnittartige entrückt. . Damit aber auch ins ölnromanllsche und Abstrakte. Ins Fleischlose fast. Zu diesem Zwecke wählte er Die ältere, heute so gut tote unbekannte erste Fassung Der Wag- nerfchen Oper von 1812 statt Der überall be­kannten von 1352, Die sich, auch Dieses liegt Durchaus in Klemperers Richtung, von Der ersten wohl nicht Im ©efamtaufbau, aber Durch eine un­gemeine Härte Der Instrumentation unterscheidet, der die Harfe ganz fehlt. Die sehr viel Blech auf- weist und Des Verklärunasmotlvs am Ende der

XTrcia AlSfekd.

-er. Homberg a. d. Ohm, 4. Febr. Dieser Tage fand in Der W.rtlcha.t von Kart Schweller die diesjährige Generalversammlung deS Verschonerungs - und Verkehrs- Vereins statt. Der erste Vorsitzende. Lehrer Allendörfer, trug zunächst den Rechen­schaftsbericht für das Jahr 1 9 28 vor. der einen Räckusick üver die In diesem Jahre ge­leistete du[,eilige Arbeit gab. D.e Anzahl Der au.geste.tten Ruhebänke, Unterhaltung der We^q, Markierung, Badeange.egentze.ten, Hebung De$ oreml.e.ivellehrs, Wanderungen,^r.r durch Oberhellen, Mllg.iederbewegung toa.cn in Kür^e dir Punkte, Die Der Rechenichasisbericht eingc./enD erörterte. AnschließenD gedach.e Der Vors.tzend-r des rerstoroenen Wug.iedes Heckle, De,,en An­denken Die Vellam.nir.ng Dura) Erheben von Den Sitzen ehrte. D.e Recynungsabiage Durch den Rechner d^s Vereins, Bauinjpektor Essel, so gte; Die Rechnung wurde für richtig befunden und Dem Rechner ($na,iu..g ertellt. Der Schrift­führer, Wachtmeister Weitert, trug Dann Den Doransch.ag vor, Der die Zustimmung aller an» we enden Witgl.eDer fand. Bei Der Wahl des gesamten Vorlandes wurden die fe.tijerigcn Borsta nds m ^gliedere in st immigd. ich x.uruf wieöergewählt. in deren Rainen D.r Vorsitzende Den Dank für die Wiederwahl aus­sprach. Die Verlesung Des für das Jayr 1929 ausgestellten Wanderplanes schloß sich an. Darin sind zwei größere Wanderungen vorge­sehen: Llch und Hoherodslopf. Wegen des in Die em Jahre hier stall'sindenden Feuerwehr festes mu'ute eine Wanderung ver.egt werden. Sodann wurden die Namen der M.tg.ieder. die im ab* ge.au.e.ien Jahre eine Wanderaus e.chnung er­rungen haben, bekanntgegeben, eben,o Der Tag, an Dem die Auszeichnungen verabreicht werden. UnterVechchiedenes" wurde noch die Dade- e i n r i ch t u n g besprochen, die aden Mllglleder« verbesserungsbedürftig erschien.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

ZI Wetzlar, 4. Febr. Die von der Stadtoerorb« neieiuberiammlung bei Der Regierung in ^vobien^ beantragte Nachprüfung Der städti­schen Finanzlage ist seit eirter Woche Im Gange. Zu diesem Zwecke sind zwei im Kassen- und Rechnungswesen erfahrene Beamte hierher beordert worben, und zwar ein Herr aus Koblenz und ein Herr aus Duisburg. Wie wir hören, haben diese Herren unter Leitung von Oberregie* rungsrat von Kirchbach mit Den Vertretern Der Stadtverordnetcn-Frakllonen In zwei Sitzun­gen Fühlung genommen und Deren Wünsche er­beten. Wie weit die Arbeiten schon vorgeschrit­ten sind, ist noch nicht zu erfahren, doch Dürfte dies bei Der großen Zahl und bei Dem ebenso großen Umfang Der nachzuprüsenden Punkte noch in Den Anfängen stecken. BesonDerer Wert soll auf Die von Den StaDtverordneten beanstandeten Überschreitungen Der einzelnen Lpe * zialbaukafsen, Der Kalsmunmngele^enheit ufto., gelegt werden. Sine weitere Untersuchung sott sich auf die Vermögenslage Der Stadt erstrecken. Besichtigungen einzelner BauauSsüh- runpen haben schon stattgefunden. Man hofft, in zwei Wochen mit Der Prüfung fertig zu sein.

O Hochelheim. 1. Feor. Die Reaierung hat Den Lehrer Drescher von hier vom 1. April an enDgültig xum Konrektor an Der evange­lischen Volksschule in K r o s D o r s ernannt. Leh­rer Drescher erseht Den Konrektor Schlier­bach. Die Verwaltung Der freigetoorber.en Leh­rerstelle an Der hiesigen Volksschu e ist von Del Regierung Dem Schulamtsbewerber Wilhelm

ne l Der In ÄrofDorf übertragen worden.

~ Oberkleen, 1. Frbr. Bei Der Im hie­sigen Gemelndewald statt^ehabten ersten dieS- lährigen Drennholzversteigerung tour« Den folgende Preise erzielt: Cichenscheitholz 8ML, Eichenknüppei 8 bis 9 Mk. je Äaummeter, Clchen- wellen 16 bis 18 Mk., Duchenwellen 20 bis 21 Mark je 100 Wellen, Buchensctzeilholz 16 blS 17 Mk., Buchenknüppel 13 bis 14 Mk. je Raum­meter. Durchsorstungswellen 26 bis 23 Md, leichte gemischte Wellen 12 bis 14 Mk. je 100 Stück, Birkenknüppel 9 Mk. je Raummeter, Fichten« Rangen 3. Klaffe 60 bis 70 Pfennig je Stück, Fichtenstangen. 5. Klasse 4 bis 5 Mk. Bohnen­stangen 6. Klasse 4 bis 4,30 Mk., Bohnenstangen 7. Klasse 3 bis 4 Mk je 50 Stück

Ouvertüre und am Schlüsse Der Oper noch ent­behren muh.

Was Die DühnenbilDer DülbergS angeht, so ist zu sagen, daß sie sich von allem gewohnten Historismus möglichst well entfernen. Damit ent­fällt sehr glücklich manches, was man heute nut noch als das Typlsch-Opernhalle empsinden kann, das zuweilen an leise Lächerlichkeit streift. Damit fällt auch alles Jttufionsbühnenhafte ganz von selbst weg. Cs ist eine Meereslandschaft aut Kuben unD einem etwas zu unromantischen Meer angedeutet, welche. Damit man sich des Spiels immer bewußt werde, an einer Seite von schwar­zen Vorhängen begrenzt wird. Die Kostüme sinh die zeitlosen Der nordischen Seeleute; Die MäD- chen tragen sich so einfach, Daß man ihnen eine bestimmte Zeit nicht ansehen kann, ihre weiten gebauschten Röcke erinnern von ferne an ein sehr stilisiertes und schmuckloses Holländertum. Groß und wirclich toirD Der Eindruck Der Bühne, wenn im Hintergründe Das mächlige Symbol Des Holländer-Schisfs erscheint, ver ehit ist Die Lö­sung, lle Öpinnitube muten in diese, in ihren Be­leuchtungen oft sehr schöne De.oration ^i.,einzu- bauen; glücklich und wagemutig ist der ganze Gedanke Der neuartigen Inszenierung, weniger glücklich seine Aus,üyrung im einzelnen. Daß bei Der strengen Stilisierung, dieser sehr abftrafc ten Darstellung, die durchaus in Der Natur Klem­perers liegt, alle Romantik, ohne welche Die im Tiefsten romantische Oper nun einmal nicht denkbar ist, ziemlich in den stilisierten Mcereshintergtund geriet, liegt in Der Art Dieses Unternehmens, das gleichwohl als Leistung und als künstlerische Tat so etwaS tote eine kleine Umwälzung des alten Opern» begriff8 DLDeL Auch Darftellerisch-musuallsch hat sich Klemperer K r e n n als todähn.icher Hol­lander und Rose F e r b a ch als Senta wie­derum meisterlich bewährt, vor allem Im letzten Akt, dessen musikalische Pracht In Den Chören unD In Der Darstellung des Schilfertanzes nicht leicht zu überbieten fein toirD. Es lohnt sich schon, einen Schausplelregisfeur auch in Der Oper zu beschäftigen, und bleibt Dieser Versuch auch noch in feinen Einzelheiten fragmentarisch, so Ist et als ein großer Wurf Durchaus zu begrüßen; es ist eben ein Versuch, unD wozu wären Versuch« sonst Da. als daß man durch sie lernte und Ver­fehltes nud neuer Erkenntnis beseitigte. G. B.