to vLeVeraeschlove». aötr et ist ein Men-ererel mr hie DMoturtosierung gewesen. Deshalb ha- ben Me WirtfchaftSkreffe Spaniens nicht lln- cecht, wenn sie m ihrer Entschließung die Rückkehr zu einer normalen politischen Lage fordern. die sich nicht unbedingt mit der Wiedereinführung des Parlamentarismus zu decke» braucht. Primo de Rivera selbst hat seine Dik° 1 atur als Llebergang zu einer neuen Verfassung bezeichTret.
Eine provisorische Lösung.
Sein endgültiger Erfolg Primoe
Paris, 4. Jcbr. (D3XB.) havas erhall ans San Sebastian eine längere Zuschrift über die Vorfälle, di« stch in Spanien in der letzten Woche abgespielt haben. Aus diesen Mitteilungen seien folgende Stellen wiedergegeben:
Ls ist richtig, daß die Regierung rasch f) e r r i n der Lage geworden ist. 3n Madrid zeigte sich nicht das geringste Symptom von An- ruhe, jeff steht aber, daß der kürzliche Aufstand, wenn er auch rasch unterdrückt wurde, d i e ernsteste oppositionelle Kundgebung gewesen ist, die seil Einführung der Diktatur sialt- fond. Valencia zeichnet sich seil längerer Zeit durch seine republikanischen Ansichten aus. Gleichzeitig mit dem Aufstand in Ciudad Real und der Aktion Sanchez Guerras in Valencia fand in Alcoy ein Generalstreik statt. Cs ist nicht erstaunlich, daß die Sozialisten gegen die Diktatur Partei ergriffen haben, obwohl diese nach Ansicht gewisser konservativer Kreise gerade den Sozialisten gegenüber großes Entgegenkommen bewiesen habe. Die Opposition seht sich aus sehr verschiedenen Elementen zusammen:
1. der Artillerie (zweifellos sind die Ereig- nisie iu Ciudad Real mit den Ereignissen vom September 1928 in Segovia in Verbindung zu bringen);
2. der Marine (Cartagena) und
3. konservativen Politikern (Sanchez Guerra Hal viele Freunde und Bewunderer).
Man behauptet sogar, datz auch innerhalb der Zivilgarde (Polizeilruppe) Unzufrieden- heit herrsche wegen der Ernennung des Generals Sanjurjo zum Befehlshaber dieser Garde. Das Gerücht gehl um, daß der Befehlshaber der Zivilgarde in Ciudad Real verhaftet worden ist; eine Bestätigung war jedoch nicht zu erlangen. Ein Teil der kompromittierten Militärpersonen ist nach Portugal geflüchtet. Die Festnahme San- che; Guerras, der große Achtung genießt, ist für die Regierung kein Erfolg. Das Gefängnis, in dem Sanchez Guerra sich befand, konnte nicht geheizt werden. Man stellte in die Aelle ein offenes Kohlenbecken; die dadurch entstehenden Gase hätten den Gefangenen beinahe erstickt. Der Erfolg der Regierung ist nicht, weiter als eine provisorische Lösung.
Neue Maßnahmen der Diktatur.
Die Patriolenliga erhält offiziösen Charakter.
Madrid. 4. gebt. (WB.) Die Minister, Präsidentschaft hat in der vergangenen Rächt die Dom König unterzeichneten Verordnungen Der* -ffentlicht, die tm Hinblick auf die Zwischenfälle der letzten Woche beschlossen worden sind. Eine dieser Verordnungen bezieht sich auf die Schaffung einer besonderen Staatsanwaltschaft, die ständigen Charakter haben und direkt von der Ministerpräsidentschaft ab* hängen wird. Unter die Zuständigkeit dieser Staatsanwalt Ich ost fallen alle Fragen, die die Sicherheit des Staates und der Behörden betreffen. Eine andere Verordnung enthalt' RrrSfichrungsbestimmungen zu einer starken Unterstützung der patriotischen Vereinigungen (Union patriotica =— Fa- lzismus in Spanien); so wird die Spitzenorganisation der patriotischen Vereinigungen offiziösen Charakter erhalten und das Recht der Vor- >lahme von Untersuchungen und der Mitteilung von Rachrichten haben, um mit den Behörden zusammenzuarbeiten zum Ziel der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Eine weitere Verordnung versetzt den Winisterrat in die Lage, zeitweilig Beamte von ihrem Posten zu versehen oder ab zu lösen, die eine fcinöfelige Einstellung gegen bas herrschende Regime oder die Regierung beweisen oder in irgendeiner Art und Weise ihrem Prestige Abbruch tun. Eine andere Verordnung regelt die Aufnahme offiziöser Mitteilungen der Regierung in allen Zeitungen Spaniens: bekanntlich ioll jede Zeitung ein Sechzehntel ihres Raumes der Regierung zur Verfügung stellen.
Sanchez Guerra
auf ein Kriegsschiff gebracht.
Berlin, 5. Febr. (Sil.) Die die „D. A. Z." auS Madrid berichtet, hat General Sanjurjo, der von der spanischen Regierung mit der Räumungsaktion in Valencia beauftragt ist, ange- mbnet, den verhafteten ehemaligen konservativen Ministerpräsidenten Sanchez Guerra aus dem Militärgesängnis an Bord des spanischen Kriegsschiffes „Sanalcgaf zu schassen. Sanchez Guerra wurde mit seinem Sohn bereits am Montag an Bord gebracht. Das Schisf erhielt den Auftrag, nach einem geheim gehaltenen Ort auszulaufen. Die Anordnung erfolgte, nachdem am Montagmorgen ein ver- ungHiutcr Versuch unternommen worden war. den Sanches Guerra und seinen Sohn aus dem Militärgefängnis zu befreien.
Neue Verhaftungen
Paris. 5. Febr. iWTB.-Funffpruch.) Die in der vergangenen Rächt eingetroffenen Rachri cbten aus Spanien besagen, dah dort noch wc'- Icr größte Verwirrung herrsche. Der cohn des verstorbenen spanischen Dichters Vlasco Ibanez, der vornehmlich in Frankreich gelebt hak, soll gestern t>onniuag. afö er I ans Mentvne nach Valencia zurückkchrlc, eben* falls verhaftet worden sein. Der frühere Kriegsminisler Oueipo de Llano und bei frühere Minister für öffentliche Arbeiten, D. i n i c o. feien ebenfalls verhaftet wordea. Schließlich besagt die Meldung noch, daß 18 Re- gimentcr ihre Beteiligung an dem Ausstand zu- gesagt hatten.
Die Koalitionsfrage in Preußen.
Die Volkspartei fordert zwei Rcsfortö.
Berlin, 5.Febr. (VDA.) Die oollsparieiliche Preußenftaktion hat heute ihre Sitzung abgehalten, in der Abg. Stendel darüber berichtete, dah am Samstag Ministerpräsident Brann ihn eröffnet habe, die volkspartei könne bei der Umbildung des preußischen Kabinetts einen Ministerposten bekommev. Rach längerer Debatte wurde einmütig das Bedangen nach zwei Portefeu illes ausgesprochen. Vie wir aus der volksparleilichen Frak- tionsfitzung noch erfahren, ist die ursprünglich erörterte Kandidatur des Abg. Dr. v. Lynern für den Posten de» Finanzministeriums zunächst fallen gelassen worden, zumal der gegenwärtige demokrokische Finanzminister Hopker-Aschoff auch bei der Volkspartei wegen seiner sachlichen Arbeit geschaht wird. Als volksparteiliche Kandidaten für das preuhifche Kabinett gelten zur Zeil die Abg. Dr. Leidig für das Handelsministerium und Dr. Bölitz für das Kultusministerium. Sollte die volkspartel allerdings auf ein Ressort beschrönkt werden, würde sie ein maßgebendes, oid- lcicht das Finanzministerium, verlangen. Für Dienstag vormittag 10 Ilhr ist eine demokratische Fraktioussihung elnberufeu, in der gleichfalls die Koalitionsfrage besprochen werden soll, wobei man hauptsächlich dahin Übereinkommen will, welcher von den drei gegenwärtigen demokratischen Ministern eventuell ;urückge^»geu werden könnte.
Die Besprechung zwischen dem preußischen Mi- mslerprasidenten Braun und dem Führer der Land- tagsfrakNon der Deutschen Volkspartei, Abg. Stendel, halte das Ergebnis, daß für die Deutsche Volks- parlei nicht in der Sonkordatsfrage, sondern in der Verteilung der Ressorts die hauvtschwierigkeit gesehen wird. Abg. Stendel erklärte, die Deutsche Volksparkei müsse a n ihrem A nspruch auf zwei Sitze festhalten, da sie sonst nicht ihren Standpunkt im Kabinett ausreichend zur Geltung bringen könnte. Der Ministerpräsident sagte zu, daß er mit den Regierungsparteien erneuf Fühlung nehmen werde. Voraussichtlich wird in den nächsten Tagen eine gemeinschaftliche Besprechung vielleicht im Rahmen des interfraktionellen Auvschusies staktsin- den, zu der die Vertreter der Deutschen Volkspartei hinzugezogen werden.
Das Zentrum droht.
Berlin, 5. Febr. (Priv.-Tel.) Der Reichskanzler wird am Dienstagvormittaa den Vorsitzenden der Zentrumspartei. Dr. Kaas, und den Vorsitzenden der Reichstagsfraktion des Zentrums, Dr. Stegerwald. zu einer Lin» terrebung über die Stabilisierung der Reichsregierung empfangen. Vorher 'beschäftigt sich die Zentrumssraktion mit der poli- tisch-parlamentarischen Lage. Es verlautet, daß das Zentrum nunmehr ernsthaft beabsichtigt, den Reichsverkehrs mini st er aus der Regierung zurückzuziehen, um auf diese Art den Dang der Verhandlungen zu beschleunigen.
Wtttags um 12 Uhr hat der Reichskanzler ein« Unterredung mit dem Führer der volksparteilichen Reichstagsfraftion, Dr. Scholh.
Beamtenfragen.
Berlin, 5. Febr. (Priv.-Tel.) Die Ereignisse, der letzten Wochen und Monate haben, soweit sie die Interessen der Beamten direkt und mittelbar berühren, statt Klärung der schwebenden Fragen nur eine Fülle neuer Verwicklungen und neuer Unklarheiten geschaffen. Der große Anlauf, der im Herbst Iet)len wahres zur Regelung des Beamtenrechts, der Bcarnten- lausbohn, des Beamtenurlaubs usw. unferno-tn» men wurde, ist einstweilen zum Stillstand gekommen.'und durch die Ablehnung des <S:fetzes über die Warte st andsbeamten ist ein wenig erfreulicher .Zustand eingetreten. Wie wir hören, wird die Regierung in allernächster Zeit einen Gesetzentwurf einbringen, der die Verlängerung der ursprünglich bis zum 31. 3ait 1929 geltenden Bestimmungen auß der alten Persvnalabbauderordnung auf ein 3 a 6 r vorsieht. Das Provisorium, das ursprünglich schon nm 31. März 1926 außer Kraft treten sollte, aber immer wieder verlängert wurde, bleibt damit weiter bestehen.
Ebenso unklar ist aber auch Die Regelung der Beamtenfrage im Rahmen des Steuervereinheitlichungsgesetze S. Wie wir hören, hat der Deutsche Beamtenbund dem Reichstag einen Gegenvorschlag zu dem Entwurf des Reichsfinanzministcriums eingebracht. Man wlll vor allem aus prinzipielfen Gründen die Vo stimmungen über den II ebertritt von Beamten der Länder Verwaltungen in den Reichsdienst gegenüber dem Regie- rrmgsvorschlag dahingehend geanfcc t wissen, daß nur voil einem freiwilligen und nicht non einem zwangsweise vorgesehmen Meüertritt die Rede fein kann. Der R^chsfinanzm.inister .^ilferging hat aber diese Wünsche, die schon in ein-mt früheren Stadium der Gesetzesvorlage der Regierung mitgeteilt wurden, aus politischen und sachlichen Gründen abgelehnt. Die Entwicklung der Beamtenfrage steht augenblicklich augenscheinlich unter keinem günstigen Stern.
Holland und die flämischen Aktivisten.
Vorsichtige Zurückhalruug.
Amsterdam, 3. Fbr. (DU.) Die politische Amnestie in Belgien, insbesondere die Freilassung des Flamenführers Dr. B o r m s ist in Holland, wo man Öen Bestrebungen bei- flämischen Br übervolles freundlich gesinnt ist. mit Freuden begrübt. Als Dr. Börms nach lOjähriger Gefangenschaft nach Holland kam, wurde, ihm ein toarmer Empfang zuteil. Vertreter deS Allnieberlöndischen ButllreS haben bei der lllationslfeier der Xttred)tcr xlnion Sym- pathiekundgebungen an ihn gcridjtet. die in Geigten nicht unbemerkt blieben und dort zu schärfstem Protest führten. Als nun Du BormK holländischen 3our na litten erklärte, datz fein einziges Streben aus die Befreiung Flanderns. und feinen Anschluß an Holland gerichtet sei, warnte die gesamte hollän-
dttche Prelle vom sozialistischen „Volk" bis zum katfwlischen „Maasbode" und dem liberalen „Rieuve Rotterdamsche Courant" die Oeffentlich- feit vor weiteren Syrnpathiekundgebungen. Die Blätter setzten sich gegen die geplanten Huldigungen für Dr. Börms ein. Ts wird darauf yingewiesen, datz, wie grotz auch die Sympathien sein mögen, die ihm persönlich entgegengebracht würden, so dürfe Holland doch keinesfalls in die innere Politik Belgiens eingreifen. Eine solche Sinurischung würde die Stellung der Flamen nicht bessern, denn jedes Volk müsse sein Reckt selbst erkämpfen. Anderseits aber würden die holländisch-belgischen B z'ehungen dadurch außerordentlich gefährdet. Die Idee einer Abtrennung Flanderns würde einen neuen europäischen Krieg entfachen.
Verschiebung des englischen Kreuzerbauprogramms.
London. 5. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der politische Berichterstatter des .Daily Chronicle" meldet: Ursprünglich waren in dem britischen Bauprogramm für 1928'29 drei neue Kreuzer vorgesehen. Auf einen davon wurde im vorigen Jahre Verzicht geleistet. Jetzt soll auch der Bau der beiden anderen Kreuzer, mit dem in diesem Jahre begonnen werden sollte, auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dieser Beschluh wurde gestern im Verlause von Konferenzen zwischen Baldwin, Chamberlain und Churchlll auf der einen und Bridgeman und den Seelords auf der anderen Sette erreicht. Er bedarf noch der Bestätigung durch das Kabinett, doch glaubt man nicht, datz er rrmgestotzen werden wird.
Religiöse Unruhen in Indien.
London, 4. Febr. ($.51) Rach Meldungen aus Bombay ist eS in Baroda infolge von Gerüchten über eine Verschleppung von Kindern durch eine religiöse Sekte zu Ruhestörungen gekommen. Lausende von Angestellten und Arbeitern der Baumwollspinnereien und der Eisenbahnwerkstötten suchen die Umgebung der Stadt nach Mitgliedern der Sekte ab. Hierbei kam es zu Zusammenstöhen, wobei eine grohe Anzahl von Mitgliedern der Sekte verletzt wurden und in das Krankenhaus etngeliefert werden mutzten. Zwei Hindus sollen ihren Verletzungen erlegen sein. Die Anhänger der Sette nennen sich Panthans. Ss handelt sich um eine indische Vereinigung afghanischen Ursprungs. Bei einem Zusammensteh der erregten Menge mit Polizeibeamten wurden zwei Polizeioffiziere getötet
Oer Sowjetdampfer mitTrohki an Bord wird vermißt.
London, 4. Febr. (WB.) „Dailg Expreß" berichtet aus Konstantinopel über schweren Sturm im Schwarzen Meer. Es ist nicht bekannt, wo sich das Schiff befindet, auf dem Trotzki von Nußland nach der Türkei reift. Nach einer Aaenturmeldung aus Konstantinopel wird das Sowjetregierungsschiff ,^Krasnyslotft, das 712 Tonnen groß ist, und in dem Trotzki nach der Türkei suhl, als vermißt bezeichnet. Die Ufer de» Schwarzen Meeres sind mit Wrackftücken befät
Aus aller Welt.
Die GchiffSkataftroPhe vor OPorto.
lieber den Untergang des deutschen Dampfers ^Deister" werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Das Schiff lief in die Barre des Duero ein und geriet infolge eines verkehrten Manövers beim Ankecwerfen auf ein Riff. Cs gelang ihm. sich loszumachen es wurde dann aber gegen das Riff von Cabedello geworfen, infolge der hochgehenden See war es den Schleppdampfern und Rettungsbooten, die sich ihm zu nähern versuchten, unmöglich, Hilfe zu bringen. Das keckgcsprungrne Schiff kam daun mit eigener Kraft aus der Barte heraus und versuchte, den Hafen Leixoe » zu erreichen, wurde aber bei Labeco ondieküstege- morfen, wo es zu sinken begann. Vom Lande aus suchke man ihm mittels des Rakeleuappa- r a t c 5 Hilfs zu bringen, jedoch hinderten die über das Deck hereinbrechenden Dellen die Schiffbrüchigen, die sich an den oberen Teilen des Schiffes ange- klammert hatten, die hinübergefchosienen Leinen zu ergreifen. Die Menge am Ufer muhte, ohne helfen zu können, mit auseheu, wie die Dogen das 3er- störungswerk fortsetzten und einen Mann nach dem andern in die Tiefe rissen. Die vier letzten Schiffbrüchigen hielten sich bis nachmittags im Takelwerk, dann brach der letzte Masi und wurde ein Spiel der Wogen. Don der Schlffs- besahuug einschlietzlich des Kapitänäs Becker, des portugiesischen Lotsen Pinko und des Reedereiagente» ist nicmanb gcreUcf worden. Insgesamt werden 2b Personen vermißt. Am Vormittag wurden an der Küste bei Lgvdo zwei der Schiffbrüchigen als Leichen aneespüit.
Der älteste Sohn Amanullahs in Berlin.
Der älteste Sohn des afghanischen KmrigS 'Amanullah, H e d a y a t u l l a h, der sich bisher studienhalber in Paris aufh'.elt, ist in Berlin cingetrof ,en und hat im Hotel Kaiferhof Wohnung genommen. Gr wird sich hier nur einige Tage aufhatten, um dann nach Moskau weiterrufohren.
Tine Dersuchsfahrt des w®Mf Zeppelin".
Das Luftschiff „®taf Zeppelin" ist nach einer Pause von nahezu zwei Monaten, die teilweise durch die ungünstige Wetterlage verursacht war, Wontagnachrntttag 2.14 Uhr bet schönem Winterwetter wieder zu einer Versuchsfahrt über daS Bodenfeegebiet ausgestiegen. Die Fahrt deS Schiffes unter Führung des Kapitäns Flem- mtng biente sowohl statischen wie dynamischen Messungen, die von den an Bord befindlichen Mitgliedern der deutschen Verkehrsluftschiffahrt Dor genommen wurden. Reben ihnen nahmen noch einige Passagiere an der Fahrt teil. Auch die in den wtzien Lagen in die Hauptgondel eingebaute Heizanlage, die von den Motoren versorgt wttd. trat in Tätigkeit. DaS Luftschiff ist um 5 Vhr gelanöet. Es sind trotz der am Boden lagernden Dunstschichten mehrere hundert photographische Aufnahmen gemacht worden. Dr. Koppel von bet Deutschen Versuchs-
anfratt für ^uftsayLt hat sich über die Versuchs^ fahrt sehr befriedigt geäußert. Für die nächst Tage sind mehrere weitere Versuchsfahrten vorgesehen.
Verkehrsschwiengkeiten au der Ostsee.
Die Gisverhältnisse an der Ostseeküste werden immer schwieriger. 3m Hass hat das Kemeir eine Starke von 25 Zentimeter, an den zusam- ni en geschoben en Stellen ist das Sis einen halben Meter und darüber stark. Die Fahrrinne von Stettin nach Swinemünde wird von Gisbrechern offen gehalten. Auch in Stolp- münde haben sich die Gisverhättnisie febr erheblich verschlechtert. Die vor der Küste lagemdeu Eismassen haben sich so verstärkt, dah die Fischerei fast völlig eingestellt werden mußte. Auf den Landstraßen Vorpommerns hat der starke Sturm den Schnee vielfach zu großen Schneeschanzen zusammengefeat, so daß der Fuhrwerks- und Autoverkehr teilweise ruht.
verwegener Einbruch in ein Fabrikbureau.
In die Bureauräume der Niederlassung der Nhei« nischen^ Schamotte- und Dinas Werke in Ottwei- I e r (Saargebiet) ist eingebrochen und ein 8 Zentner schwerer Geldschrank von den Dieben fort« geschafft woroen. In dem Schrank befanden sich 125 000 Franken Bargeld und für 75 000 Franken Wertpapiere. Einer der Einbrecher hat sich wahrscheinlich abends vor Bureauschluß in das Gebäude? einschließen lassen und später seine Helfer eingelassen. Sie haben dann den Geld- schrank durch ein Feoster geschafft, da» etwa 4h Meter über dem Erdboden liegt, und mit einem Lastkraftwagen fortgefahren. Er wurde später, aufgeschweis. in zwei Teilen auf freiem Feld* ausgefunden. Das Geld fehlte, während die Wert- papiere in der Nähe dec Fundstelle aufgefuoben wurden. Es sind bereite zwei verdächtige Personen verhaftet worden.
Großer Gcldschraukeinbruch in Hamburg,
Ginbrecher drangen in der Rächt pmn WontaA in ein Kontor der inneren Stadt ein, erbräche» einen Gelbschrank durch Sauerstoffgebläse unerbeuteten 17 000 Mk. in bar. sowie ein paar Brillantvhrringe im Werte von 2000 Mk.
Großfeuer in einem mecklenburgischen Schloß.
DaS Schloß deS Ritterguts Gremmelin Bel Lalendorf wurde durch Feuer zum arößten Teil vernichtet. Der Besitzer, Rittergutsbesitzer Don( Ventz und feine Familie konnten mit knapper Rot ihr Leben retten. Sin Teil des Wo- bilars ist mit verbrannt. Der Sachschaden beträgt mehr als 103 000 Mark. Die Cntstehungs* urfache des FeuerS ist in einem Kaminbrande z» suchen.
Ein deutscher Missionar in China verschleppt.
Der aus QanbeSfcut (Schlesien) gebürtige fionar Georg Schramm, der im Menst der Berliner Missionsgesellschaft schon 15 Zähre in ShimH wirft, war vor einigen Wochen vor feiner uKif* sionsstatton Ramon von einer Bande überfall«* und als Geisel mitgeschleppt Word«. Auf Veocnllaffung der deutschen Gesandtschaft^ bemühte sich die chinesische Regierung sofort um die Freilassung des Verschleppten. 3et>t ist! Schramm gegen em von der chinesischen Regierung! bezahltoS Qöfeact b von 10000 merikmnschert Dollars (etwa 21000 Wart) wieder in Fvethefti aefetzr worden. ist bereits wieder bei feinet Wisfionsstatt cm tingehroffen, die er indessen v e « wüstet vorfand. Seiner Fvcrn und setner Semttw war fein Leid zugefügt.
Die Grippe m England.
Die Zahl der an der Grippe geftorb tuen Personen hat in der letzten Woche eine erhebliche Zunahme erfahren. Während in London und in dev großen Städten von England und Wales die Zahl der Todesopfer in der Zeit oom 13. bis 19. Zanuar 1.79 betrug, stieg die Zahl der Toten in der Wachs vom 20. bis 2(>. Zanuar auf 321. In London aff ein! sind die Todesfälle von77auf1 3 8 g e stiege n# haben sich also in den letzten beiden Wochen mehr als verdoppelt.
Oie Weiierlage.
Montag.
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Wettervoraussage
Wettervoraussage für Mittwoch) Nebliges wolkiges Detter, Frost schwankevd, meist trocken.
Witterungsausfichten für Donners' tag : Wieder Fcostverschärfung wahrscheinlich.
Lufttemperaturen am 4. Februar; m.ttag» —2F Grad Celsius, abends —11,6 Grad Celsius: am 5. Februar: morgens —13,2 Qrah Celsius. Maximum —1,7 Grad Celsius, Minimum — 17J Grad Celsius. — Erdtempsraturen in 10 Zentimeter Tieft am 4. Februar: abends —4L Grad Celsius, art L. Februar: morgens —5,1 Grad Celfht». — S« nenscheindauer 8 Stunden.


