nenstverte Herabsetzung der Reparativnssumme durchsetzen könne. Auch hier z.izt sich wieder, daß das neue Börsenjahr volttommen im Zeichen der Reparationsfrage steht und seine ®nt- wicklung von der Lösung dieser Frage obhängt. Mit Befriedigung betrachtete man die Situation am Geldmarkt, der trotz des Iahresultimo relativ flüssig blieb. Der Zahltag bereitete keinerlei Schwierigkeiten, und der Privatdiskont konnte zweimal um je 1/8 Prozent auf 6V< Prozent ermäßigt werden. Infolge der reichlichen Borsorge der Banken stand Tages- und Monats- aeld in ausreichender Menge zur Verfügung. Man erwartet nunmehr als Folge des Konjunkturabstiegs eine allgemeine Erleichterung des Geldmarktes. Brr- lchicdcntlich soll schon mit dem Abbau der hohen kurzfristigen Auslandsverschuldung begonnen worden sein, was man an der Steigerung des Dol- 'arkurses erkennen wollte. Bor allem aber hofft man weiterhin auf eine baldige Senkung des Reichsbankdiskontes. Eine Stühe lgrd der Markt ferner in der überwiegend festen Haltung der Aeuyorker Börse. I.-G.-Farben und die Glektrowerte standen wieder im Vordergründe des Interesses. Namentlich Rbeag konnten einen ansehnlichen Kursgewinn erzielen. Etwas bester als in der vergangenen Woche war die Mci- nung außerdem für Montanwerke, von denen Mannesmann bevorzugt waren auf Gerüchte von einer gegen das Vorjahr unveränderten Divi- oerde imb einer wahrscheinlichen Kapitalerhöhang. Etwas stärker gefragt waren hier noch Rheinische Braunkohlen. Der Streik der französischen (Bergarbeiter an der Loire regte ebenfalls etwas an. Einige Kaufneigung war ferner für Banken und Zellst off werte sestza stellen. Merkliche Kurssteigerungen erzielten die Kaliaktien auf die andauernd günstigen Absatzverhältnisse und die bevorstehenden Generalversammlungen im Salzdetsurthkonzern. Etwas verstimmt war man jedoch späterhin über den Jahresbericht der Gebr. Dammann-Bank, nach dem auch evtl, ein- tretende Dividendensteigerungen der Kaliwerte durchaus nicht mit den stark erhöhten Kursen Schri.t halten könnten. Lebhaft gesucht und fester waren noch Kupferwerte, vor allem Otavi-Minen, auf die neuen KuPferpreiSerhöyungen. Zum Wochenschluß wurde die Haltung allgemein unsicher und schwächer. Tie Kommentare der ausländischen Presse zu dem Repara- tionsbericht, in denen fast durchweg Deutschlands Zahlungsfähigkeit hervorgehoben wird, lösten eine merkliche Verstimmung aus. Dazu ka n der Jahresbericht der Reichs-Kredit-Gesellschaft, der im Gegensatz zu Parker Gilbert dir Situation wesentlich pessimistischer betrachtet. Die Spekula lion nahm Abgaben vor, die am Farben-, Elektro- und Montanmarkt zu mehrprozentigen Kursverlusten führten. Ausgesprochen schwach lagen außerdem Autoaktien, namentlich Kleyer. Deutsche Anleihen waren vernachlässigt, auch ausländische Renten meist still, Anatolier auf die Rctti iz>e- rung des Abkommens etwas fester, ebenso Türken auf die bevorstehenden Kuponzahlungen.
Wochenbericht
vom Frankfurter produktenmarkt.
frage, d schritten,
Sn der ersten Derichtswoche Im neuen Jahre machte sich, in Rachwirkung der Anterbrechung durch die Feiertage, eine größere Geschästsstille bemerkbar. Die i.i geringem Maße an den Markt kommende Ware genügte vollkommen der Rach- frage, da die Händler nut selten zu Amsähen schritten, Anregungen von irgendeiner Seite volllommen fehlten und die schlechte Beteiligung von Grohhändlerseite, sowie der Mühlen und des Exports eher noch entmutigend wirkte. Die etwas erholten Auslandsnotierungen hatten kaum einen Einfluß auf die Stimmung und blieben im großen und ganzen ohne Einfluß, nur machte sich hiervon eine gewisse Widerständssähiakeit des Mark'es bemerkbar, so daß der Grundton nicht unfreundlich war. Preisveräirderungen traten kaum ein, nur Weizen mußte etwas ermäßigt werden, doch bestand auf ermäßigte Forderungen der Provinz einiges Interesse hierfür. Das Meblgeschäst war sehr still, obwohl sich die Mühlen sehr entgegenkommend zeigten. Auch z-mn Woche: schluß blieb das Geschäft klein, und die Tendenz war sehr rußig. Besondere Bewegungen sind von reinem Markt zu berichten.
Verglichen mit den Rotierungen der vergangen ren Woche wurde Weizen 0.10 Mark billiger notiert, wahrend die übrigen Getreidearten alle gut behauptet blieben. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 22.90, Roagen 22.50, Sommergerste 23.75 bis 24.—, Hafer" inländisch. 22.75 bN 23.-, Mais für Fufterzw cke 22.—, Weizenmehl 32.50 bis 32.75, W i ermell Niederrhein.. 32.- bis 32.25, Roggenmehl 29 25 bts 30—, Weizenkl t? 13.75 bis 13.85, Roggen- fleie 14.25 bis 14.50 Mark.
Wochenbericht
vom Frankfurter SchSachtviehmarkt.
In Rachwirkung der Feiertage konnte sich am Frankfurter Produktenmarct nur langsames Geschäft entwickeln. Obwohl in der Weihnachtswoche ein Rindermarkt nicht statt- gesunden hat/ war hier der Handel schleppend und es verblieb größerer Xlebcrftanb. Am Kälbermarkt war das Geschäft ruhig, doch machte sich stärkere Nachfrage nach gutgenährtem Bieh geltem), das auch über Notiz bezahlt wurde. Schweine hatten etwas regere Nachfrage zu verzeichnen und der Markt wurde geräumt. Es trafen im allgemeinen Preisrückgänge ein. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 138 Kälber mehr angeirieben; während 61 Schafe und 91 Schweine weniger zum Verlauf ftanben. In Nindern war ein Vergleich nicht festzustellen, da in der Weihnachtswoche feine zum Verkauf standen. Der Cd.: |amt auf trieb bestand aus: 1549 Rindern, darunter befanden sich 417 Ochsen, 62 Dutten, 597 Kühen und 386 Färsen, ferner aus 1433 Kälbern, 230 Schafen und 2825 Schweinen.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A I 52 bis 55, ll 47 bis 51, BI 42 bis 46, Bullen A 47 bis 50, II 43 bis 46, Kühe A 40 bis 45, B 33 bis 39. C 28 bis 32, D 22 bis 27, Färsen A 53 bis 58, B 47 bis 52, C 40 bis 46, Kälber B 70 bis 74, C 64 bis 69, D 58 bis 63, Schafe A I 45 bis 50, B 38 bis 44, Schweine B 73 bis 76, C 73 bis 76, D 73 bis 77. E 70 bis 74. Im Vergleich mit den Notierungen des letzten Marktes gaben Rinder bis zu 2 Mark, Kälber bis zu 6 Mark, und Schweine bis zu 3 Mark nach. Schafe blieben gut behauptet.
* Konkurs der Möbelfabrik Hensel & 21 n b r c a e, Mainz. Die Inhaber der Möbelfabrik Hensel & Andreae in Mainz hatten zur Abwendung des Konkurses das Vergleichsverfahren beantragt. Diesem Antrag wurde vom Amtsgericht nicht stattgegeben, und soeben das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. S. L e o i, Mainz, wurde zum Konkursverwaller bestellt. Die Anmeldefrist für Forderungen läuft am 20. Januar ab. Prüfungstermin wurde auf den 29. Januar anberaumt.
* Brauerei Henninger - Kempff - Stern A.-G., Frankfurt a. M. Nach dem Bericht für das Geschäftsjahr 1926 27 ergab sich durch I das gute Sommerwetter eine Steigerung des Absatzes um einige tausend Hektoliter. Der Konkurrenzkampf mit auswärtigen Brauereien mache sich mehr als früher bemerkbar und habe ungünstig gewirkt. Es wurde ein Bruttogewinn von (alles in Millionen Mark) 7,744 (7,273) erzielt. Andererseits erhöhten sich die Unkosten auf 4,594 (4,496) und die Steuern auf 2,263 (1,883), so daß nach 0,213 (0,200) Abschreibungen ein Reingewinn von 0,740 (0,745) einschließlich 0,066 Vortrag aus dem Vorjahre verbleibt. Heraus werden wieder 10 v H. Dividende auf 3,96 Stamm- und 7 d. H. auf 0,012 Vorzugsaktien verteilt, dem Wohlfahrtsfonds 0,016 (0,019), der Reserve wieder 0,20fr Übermiefen und 0,066 vorgetragen. In der Bilanz erscheinen auf 1,05 (0,84) erhöhte Gläubiger, 0,75 (0,79) Hypotheken, 0,37 (0,50) Aufwertungskonto. Demgegenüber stehen auf 1,99 (1,67) gefte gerte Debitoren, 0,91 (0,72) Vorräte, 1,02 (1,14) Wertpapiere und 0,11 (0,06) Kasse und Wechsel. Die Anlagewerte stehen mit 3,79 (3,77) flu Buch. Im neuen Jahre sei der Bierabsatz befriedigend.
* Zahlungsschwierigkeiten der Waggonfabrik H. Fuchs A.-G.. Heide l b e r g. Die Gesellschaft teilt ihren Gläubigern mit, daß sie sich in Zahlungsschwier'.gfetten befinde und genötigt sei, beim Gericht einen Ver- aleichsvorschlag einzubringen. Sie schlägt vor, die Gläubiger bis zu 1000 Mk. voll auszuzahlen, während die größeren Gläubiger für einm Teil ihrer Forderungen neue Aktien b.T zu sanierenden Gesellschaft übernehmen und den Rest als Barzahlung in vier Quartalsraten erhalten sollen. Das Aktienkapital soll scharf zusammengelegt und dann wieder erhöht, der Betrieb schr stark eingeschränkt werden. Die Firma teilt den Gläubigern ferner mit, daß sie bei gütlicher Regelung mit einer glücklichen D.eberwindung der Krisis rechne. Sie macht jedoch auch darauf aufmerksam, daß, wenn der Vergleich nicht zustande kommt, der Antrag zugleich als Konkursantrag gelten müsse. Das Aktienkavit-'l der Gesellschaft bei tagt 1,52 Mitt. Mk. Dieses Kapital ist nach Erklärung der Firma zum größten Teil verloren.
' Süddeutsche Zucker A.-G., Mannheim. Die Gene-a.'v:rsammlung genehmigte den bekannten Abschluß sür das Geschäftsjahr 1927/28 mit 10 Prozent Dividende auf die Stammaktien. Der Auftichtsrcrtsvorsihende begrüßte es. daß Reichsregierung und Reichstag sich noch im Dezember dazu entschlösse;, haben, der Dumving- einsuhr fremden Zuckers durch die Zotterhöhung
ein Ende zu sehen und dadurch für die deutsche landwirtscha ttiche Prod'tttion den Schutz beizubehalten. ohne den keine Zuckerproduktion in Europa existieren könne. Leider hatte das Gesetz sehr schnell verabschiedet werden müsien, so daß es nichts vermieden werden konnte, daß eine wenig glückliche, praktisch nicht verwendbare Formulierung in das Gesetz hineingekommen sei. Da aber die Reichsregierung und so ziemlich alle Parteien des Reichstages mit der Industrie über den Fehler einig seien, nämlich Zollschutz zu gewähren, ohne die Belastung des Konsumenten zu steigern, fei au hoffen, daß in gemeinsamem Zusammen wir len zwischen den maßgebenden Faktoren eine bessere Fassung gesunden werde.
* Stillegung einer Bochumer Zeche. Die gestern im Dberbergamt zu Bochum in Anwesenheit der Vertreter Der Interessenten und der Behörden geführten Verhandlungen über die Stilllegung der Zeche „Konstantin der Große" III unter Entlassung von 650 Arbeitern führten zu dem Ergebnis, daß die Anlage in Zukunft nur als Wetter- schacht der Zeche ..Konstantin der Große" VI bis VII dienen wird. Die Entlassungen werden indessen auf rund 460 bis 470 Mann beschränkt. Im Wege freier Vereinbarung wurde eine Reih- von Abmachungen zur Wahrung der sozialen Belange der zu Entlassenden getroffen. Die Sperrfrist läuft am 12. März ! d. I. ab.
* Erhöhte Spartätigkeit in Hessen- Rassau und Waldeck. Am Schlüsse des Monats November zeigten die Spareinlagen bei den Sparkassen in Hessen-Nassau und Waldeck einen Zuwachs um 5,4 Millionen Mark und stiegen damit auf 2121 Millionen Mark. Die Einzahlungen betrugen 18.2 Millionen Mark, die Auszahlungen 12,8 Millionen Mark. Die Giro-, Scheck-, Kontokorrent- und Depositeneinlagen hatten Ende November einen Bestand von 80,9 Millionen Mark bei 298,5 Millionen Mark Einzahlungen und 299 Millionen Mark Auszahlungen.
Fra: nrtcr Börse
Frankfurt a. M., 5. Jan. Tendenz: weiter etwas erholt. — Nachdem an der gestrigen Abendbörse eine Beruhigung eingetreten war, eröffnete die heutige Wochenschlußbörse in freundlicher Haltung. Die Spekulation war zuversichtlicher gestimmt und schritt zu weiteren Deckungen. Das Geschäft bewegte sich jedoch in engen Grenzen. Die erholte gestrige Neuyorker Börse und der flüssige hiesige Geldmarkt gaben der Börse eine Stütze. Das Fehlen jeglicher Orders und die große Arbeitslosigkeit im Reiche, die nach den Berichten der Arbeitsämter zum Ausdruck kommt, wirkten auf der anderen Seite geschäftshemmend. Nur bevorzugte Werte waren zeitweise lebhafter gehandelt. Gegenüber der gestrigen Abendvörse gingen die Kursbesserungen zumeist bis 3 v. H. Im Vordergründe des Interesses standen vor allem Elektrowerte. Bergmann plus 3 v. H., Licht und Kraft plus 2 5 d. H., und Schuckert etwa plus 1 v. H. A. E. G. waren aus den bekannten Gründen weiter vernachlässigt und knapp gehalten. Banken eröffneten 1 v. H. niedriger. Reger gefragt waren noch Salzdetfurth mit plus 4 v. H. und Svenska mit plus 3,50 Mark. Ebenso Farben mit plus 2,25 v. H. Montanwerte still. Rheinische Braunkohlen und Mansselder je 1 v. H. gebessert. Die übrigen Werte dieses Marktes blieben gut behauptet. Banken durchweg etwas niedriger. Nur Neichsbank eine Kleinigkeit erholt. Norddeutsche Lloyd minus 2 v. H.. Hapag gut gehalten. Am Automarkt waren Kleyer mit minus 3 25 v. H. wieder verstärkt angeboten, da das bekannt gewordene Kommunique feine Befriedigung auslöste. Die gesteigerte Umsatz- tätigfeil im Unternehmen blieb ganz ohne Einfluß, da die unvermeidliche Sanierung nachteilig wirkte. Für Daimler bestand dagegen Nachfrage mit plus 1.25 v. H. Am Rentenmarkt war für'Ablösung ohne Option bei anziehendem Kurse lebhafteres Interesse vorhanden. Im Verlaufe beschränkte sich das Geschäft auf ganz vereinzelte Werte, die Spekulation schritt erneut zu Abgaben, so daß wieder kleine Kursrückgänge eintraten. Die Tendenz war jedoch nicht unfreundlich. Weiter stark angeboten waren Adlerwerke bei einem erneuten Verluste von 1,5 v. H., Siemens minus 2 v. H. Der Geldmarkt erfuhr eine weitere Erleichterung mit 4,5 v. H . für Tagesgeld. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4 2040, gegen Bfund 20 3825, London aegen Kabel 4,851750, gegen Varis 124,09. gegen Mailand 92,65, gegen Madrid 29,72, gegen Holland 12,0750.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag. 6. Januar, 15 bis 17.30 Uhr: Trilltrall und seine Brüder. 19 bis gegen 23 Ahr: Die Fledermaus. Montag, 7. Januar, 19.30 bis gegen 23 llfjr: Carmen. Dienstag. 8. Januar, 20 bis gegen 22.30 116r: Ariadne auf Naxos. Mittwoch, 9. Januar, 15 bis
17.30 Ahr: Trilltrall und seine Brüder. 19.30 bis nach 22.30 Ahr: Die Jüdin. Donnerstag, 10. Januar, 19.30 bis nach 22.30 Ahr: Manon. Freitag. 11. Januar. 19.30 bis gegen 22.30 Ahr: Samson und Dalila. Samstag. 12. Januar. 15 bis 17.30 Ahr: Trilltrall und seine Brüder. 19.30 bis gegen 23 Ahr: Die Fledermaus. Sonntag, 13. Januar. 15 bis 17.30 Ahr: Trilltrall und seine Brüder. 19 bis nach 22.30 Ahr: Aida. Montag. 14. Januar, 18.30 bis gegen 23 Ahr: Tristan und Isolde.
Schauspielhaus. Sonntag. 6. Januar, 20 bis nach 22.30 Uhr: Die Petroleum-Inseln. Montag, 7. Januar, 2) bis nach 22.30 Ahr: Die Petroleum-Inseln. Dienstag, 8. Januar, 20 bis nach 22 Ahr: Schwengel. Mittwoch, 9. Januar, 20 bis gegen 22 Ahr: Gastspiel Blauer Vogel. Donnerstag, 10. Januar, 20 bis gegen 22 Ahr: Gastspiel Blauer Vogel. Freitag. 11. Januar. 19 bis nach 21 Ahr: Schwengel. 22 bis gegen 24 Ahr: Gastspiel Blauer Vogel. Sams ag, 12. Januar. 19 bis nach 21 Ahr: Im weißen Röhl. 22 biS gegen 24 Ahr: Gastspiel Blauer Vogel. Sonntag. 13. Januar. 15-30 bis gegen 17.30 Ahr: Gastspiel Blauer Vogel. '19 bis noch 21 Ahr: Schwengel. 22 bis gegen 24 Ahr: Gastspiel Blauer Vogel. Montag. 14. Januar, 20 bis nach 22.30 Ahr: Die Petroleum-Inseln.
Büchertisch.
*" Willy Meyer: Von Wright bis Junkers. Das erste Di^rteljahrhundert M:n- schcnflug 1903 bis 1928. Mit 147 Abbildungen. (1. Aufl.) Berlin: Deutsche V.rlazSgesellschaft für Politik und Geschichte m. b. & 1923. XII, 52 Setten Text: 80 Setten Abbildungen auf Kunstdruckpapier. Großoktav. Kart. 7.50 Mk., Ganzleinen 10 Mk. (622) — Der Verfasser dieses schon äußerlich sehr ansprechend ausg statteten Buches ift einer der ältesten Flleger, der an der Entwicklung des deutschen Flugwesens seit 1911 rückwirkend teilgenommen hat. In vorzüglicher Darstellung, unterstützt von 147 gut gewählten Photos, legt der Verfasser — eine Fülle von zuverlässigem, wertvollem Material auf engem Raum bietend — einen Querschnitt durch den Leistungskomplex der Flugzeuge während deS ersten Vierteljahrhunderts ihrer Existenz. Der Verfasser nimmt, über diesen Zeitabschnitt hinausgreifend, in seinen Bericht auch die in die Jahre 1891 bis 1896 fallenden, fundamentalen Antersuchungen und Experimente Otto Lilienthals, „des Vaters des Menschenflugs", mit auf. Entstehung und Entwicklung des Flu^wesms sind zurückzuführen auf das Zusammenwirken oder Fortspinnen genialer Ideen, die im wesentlichen deutschen, amerikan.sch n und französischen Köpfer entsprangen, und auf das besonn ne Drausgän ier- tum einiger wagemutiger Optimisten der verschiedensten Rationen,, welche die Ideen in die Praxis umseh ten. Besondere Mühe hat der Verfasser darauf verwandt, die Entwicklungslinien der von ihm bearbeiteten Materie klar und scharf her- auszumeißeln, so daß jeder, der sein lebendig geschriebenes, in einprägsamer Knappheit gehaltenes Buch liest, einen ausgezeichneten, zutreffenden Aeberblick über ein Gebiet erhält, auf dem große, vielfach für unmöglich gehaltene Leistungen bereits vollbracht wurden und vermutlich noch größere zum Segen der Menschheit zu erwarten sind.
— Rund um die Manege. Tagebuch eines Zirkusmannes. Von A. H. Kober. Mit 27 Zirkus- bildern. Kart. 6,50 Mark. (695.) — Nach vielen Zirkusdichtungen erscheint hier eine authentische Darstellung eines wirklichen Zirkusmannes. Der das Buch schrieb, begleitet seit Jahren den Zirkus Sarra- sani auf seinen Weltreisen. Neunzehn Staaten Europas und Amerikas hat er mit ihm durchwandert. Er hat mit fremdem Volk jeder Nation und jedes Ranges zusammengelebt und kennt Jahrmarktleute und Exoten nicht weniger genau als die berühmtesten Artisten und die großen Tierbändiger. Aller Leben enthüllte sich ihm, ihr Stolz und ihre Not, die Sell- samkeit ihres Aberglaubens, die Härte manches Schicksals, Aufstieg und Sturz. Tiere und Menschen, Künstler und Direktoren ziehen an uns vorbei in farbig-schillerndem, bewegtem Zug, immer spannend, immer voll pulsierendem Leben. Niemals erliegt Kober der so naheliegenden Versuchuna, sentimental zu werden. Er bleibt sachlich und glaubt nicht, eine Wirklichkeit, die spannender ist als Romane, mit „poetischer" Sentimentalität aufputzen zu müssen. So ist ein frisches Buch voll ernster und heiterer, niemals langweiliger Schilderungen entstanden.
Aus dem Amtsverkündiqunasblatt.
• Das AmtsoerkündigungsblattNr. L vorn 4. Januar enthält: Die Vornahme der Fleischbeschau. — Revision der Bierdruck-Apparate — Die Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen.
Kurszeiisl der BerZmer und Franksurier Börse.
Dre hinter den Papieren anpe'ührten Zistern geben die Höhe der zuletzt defchlostenen Dividende an. - Retchsbankdiskont 7 Prozent, Sombardzinsfuß 8 Prozent.
Frrmbfuri a. M
Berlin
Schlutz-I Kur,
1.Uhr- Kur»
Sch ut) Kur*
'Anfang fiur«.
Datum
4 L
5 1.
111
I & t.
6% »ddrtanleifr u 1927
87,5
_
■•'7.5
De flnl.-’21bloi.-@d)ul6 mti Au»
loi.«iKcd)!fn
53,9
’ ,5
,3.7
ttdgl otjne Äuelol.-tfkctite
7% Rtanfl hyp.-Bl «oldvt
15.15
15,35
• 4.8
15.4
nt-
tünt-bar M« 1932
90
-
*y»% dilji-mtldje öop.-8anf Stau
Gvlvvi
81,8
—
abg Bortriegs-Odligation. rückzahlbar 1939
—
-
4% Schwer» Bunveib.-Lrü..
95,5
-
<% il ffteneldiiidit Äoldrle..
—-
—
33
4,no% Crittn Sicherere.
2,n
2.5
4% Ctfierrdd) einheiU Wtt
1,775
«% Ungariiche (Bolotte
26.175
26.25
26,4
4% Ungarische StoatSr. v. 1910
4^?'<> vesgi von 1913
25.1, 1.75
4% Ungarische flronenrte.
1.75
—
_
1% turl. flollanleibe o. 1911
11,55
—
12,5
_
4% Lürkiiche Bagbadbahn-Aal.,
Serie l
—
12.4
_
4% oeüßl Serie II
12,45
—
12,5
—
4% Rumänen ronoen Air.
11.4
Rumänen Voldanl eon 1919
20.75
-
81
—
OTg. Deunche <£1|en>atpi
¥i
-
Hamburg-Ämerila fulei
*
137,25
137,4
37.25
137,5
Hamb Silvam Damvtich.
Hansa Damvtlchsts . •
8
*
179
10
-
171.u
Rork-deuNcher Lloyv . . . Illg Deutsche Crrvitan st.
6
1-5,75
1-3.75
i.,5
133.5
10
141
<41,2-
141,2.
formet Bankverein
10
—
—
143 -
berliner Hanvel-geieMch.
12
-
—
.48
248
-ommeq- unv Privai-Barr!
11
198.75
19»
198 2.
198
P arm ft o Rarwnochan!
12
293
'9<.7v
292
Deutsche Boni
10
173
_
.73..
173 .
DI«tonlo.(»eIrMcha|i Litt..
10
166.70
—
< i.<>,75
. 6,7;
£ regnet Bant . . .
10
173,6
173,5
> ?3 2s
1/3 7a
».1'UeldeuiIche tttttrttixml .
9
215,5
lSri5llbanf . . ,
s
-45.75
145.5
145
ir
331
331,5
28.5
Frauksurt a. M
Berlin
Schluh» ft'irs
1-Uhr- Kur«
Seb-uh 1 Än>ano
trurs
flure
Tfitum: |
4 1
5 l.
4. 1.
1 »>
A.iL.c» . .
... 8
188
186.5
187. a
229 6a
18. •
Bergmann . . .
.... 9
2'26.3
2:9.
231
Eiekir Lieferungen .
... 10
—
180
179 5
L'lcht unk frtafi
... 10
■248.:
251
-49 7..
218
,reiten 4 Guilleaume.
.... 8
147
146.2
116.1.,
©ei. f. iLlekN Untern..
... 10
—
264
263.2.
k>amb tiletn Lerch .
... 10
—
—
155 h
i55
Sihetn. (Sieht . .
. . . . 9
—
—
179
Schlei. Sieht . . .
... 10
—
232.7a
234.5
Schuckeri . . .
.... 8
256,9
257.5
257
.57.5
Siemen« 4 HalSk» . .
... 12
• 22,.;
121.5
421,5
421
Tranrlradio . . ,
. . . . 8
—
160
L'chmran 4 tte. . . •
. . . 10
180
—
180
178.5
6uDecuz . .
• ... t>
82,5
82.25
Deutliche ürvil . .
. . . . 6
—
135.75
i.>5,9
115,6
Essener Lteintohl» . ,
... 8
!■ M 9 4
—
©elienftrdienet . . «
123
122.75
123.25
123
Harvener . . .
. . . 6
135,9
—
136.1.
136
Hoeich Eiiea. ...»
. . . . 8
«•
—
122..
120..1
31 It Bergbau . , . Klocknerwerte . . . .
. . . - 8
233,i
—
231.0
4u0
• ... 7
-
—
104.25
104
Kvln-Neueiieo. . .
. . . S
•—
121.5
DionneSmann . . ,
. . . . 8
129.75
129.7.
128.7
130.5
MankselOer . . .
.... 7
116.25
117
116
117
Cberfdilei Crllenb Dedart... 6
—
I1I.2-
Ldertchlei stolswerle
. 6
—
—
114,65
115
Bdonir Bergbau
»H
89
—
8i,6
89.6
Nhetniiche Braunkohlen
10
289
490
-80.5.,
490
myelnNabl 1. % Jrch» 4V,
137
»37
Biedeck Montan
7,2
—
—
Bereintote Ltabl».
. . . «
-3.5
_
•2,Ko
i’i 2^
Otaoi Minen
. . . «sh
" 25
61,25
8.65
' 9
Sali Äicher^Ieden
... 10
291
<91 .
ftart Westeregeln
... 10
293
:93.o
294,9
>31.25
HaHroetl Saüvetltrrl-
. . U
5^9
623
580
.1 «8 Aarben.jnouttt»
. . . u
63
65 25
64,5
465.5
tnnnmü Nobel
. . . . 6
—
—
124,5
Lcheiveanilali . .
Äolvichmidt . . ,
. . . • •
. . . . 6
186,5 6
—
JA. 7.
bi
Nütgerswerke . . ■
- e 4
104.25
—
104,5
104.5
MetavaeiellichaA. . .
. .11
—
—
Banknoten.
FrauKkurr a. M
Berlin
Schlub- Ante
1-Ubr- fiur»
Schul,- Kur»
121 n lang 6ur»
Datum:
4. i
5 I.
1
| 5 1
•Bbutuu yoijuiann .....7
139
-
139.0
139
peioeivergeriLenieru .... 10
138
Semen: Karlitadl .... 8
-
_
Sat>6 4 Freitag .... 10
134.6
—
—
—
SdtuUbcte Batzenhcha ... 15
—
—
•24.5
Cftroerte .... 12
—
—
280 75
282
Ber. Sianzstoy .....16
—
—
j35..
532..
Bembcrg .......14
—
-
450
164
Zellstofi Waldchos.....12
*
282, i
28:4...
283
Zellstoff Bichassenburg ... 12
Gbatlotfenbtirger Datier ... 7
207
—
206
206
—
-
135.13
135.75
Teliauer Ga- .... 8
—
.'26. i.
229.4
Daimler Motoren......0
09. <5
68.6
69
i
Demag . ...... 0
—
—
45-5
16.5
laoierwertf Schoer ...... 6
74,5
71.L,
72
73.5
Vuoro. Loewe ..... 10
—
245
—
Nat. SntomoM ...... 0
50
—
Oren Nein 4 fioppd ..... 6
—
—
100
. 100
Leondurv Ticy . ..... 6
*
—
291
294
Bamag Megutn ...... 0
—
—
—
i'Hantf Maichtne» ...... 6
68
68.75
68,25
—
«rchncr ...... 11
U8
—
116
*
Heoligenstaedt ....... 0
15
—
—
—
3ungban6 ....... 4
Lechwerle ........ 8
Maintraitwert» ...... 8
33,4
—•
82.5
—
120
-**
-
Miag ...... 10
—
—
• 89
140
Nekariulmer ....... 8
28
<8
Beter, Union ....... S
105 5
—
104.4.
_
Gebt «aedei ......10
125
—
Soig, 4 Haettne» ...... 8
210
2.0
—
Südd Zucker ...... 8
156
—
156
—
Berich. 4 Januar
-leit'
Briei
Amenkaniiche Worte .....
1,177
4,197
Belgtsche 'JZoicn .......
■•8.28
58,52
Dänische 9?otni ......
111,78
112,22
Englische Noten........
<0.33
»1.4!
Telegraphische Auszahlung.
Berlin 4 fratuinr
<8eld
Bries
^ranioittai: -Jiou.i
iöTT?
TöTTS
Hvllänbtschr -JZofnt ...
168,21
168.89
^i-ltentfdie Noten .....
il.93
22.01
Norwegische Noten - ...
UI.65
112,09
Dcoisch-Lesterr, i 100 Arenai
58.98
59,22
Nurnänttche Noten......
2.53
2,.55
U2.03
Echweiier Noten ......
80.78
81,tO
Spanische Noten ......
68.28
8.56
IschechoilowaUsche Noten . .
12.40
ij,46
Ungarische 'lloten
73,00
: 1,60
Devisenmark! Bcrlin-
-Krank' r!
a ZTL
4. ganuat
5 Januar
Amtliche Noki.rung
Amtliche
Notierung
i «selb
1 «rre
■^clb
1 Bri.
flmfL.'Jloii
168,57
106,91
168,56
168,90
Buin-LlreS
»,7-8
1,772
1,707
1.771
Brsl.-Äniw
'8.35
38,47
Ö8.:,35
58.455
Cbriftlanto
lll.lt
112,13
111.tu
112,13
«ovendaarn
112,01
112,-3
112.01
112.23
Srockbolm
112,^9
112.51
112.29
112.51
HrlnnatorL.
10.553
IO,j73
10.551
IO.Ö75
Italien
<1.975
<2,015
21,975
22.015
London. . .
20.-58
-0.398
SO.. .58
2o,398
'Jitunorf . .
t ■ 186.)
1.204-
4.1970
«.2050
Pari« . . .
1-.40
(u.lJ
lda(>5
lö 445
Erb wetz . .
-0.82
■>0,98
.0,825
0.08.',
@üa ten .
•8.50
o8.h<
-8.50
•8.64
Iavan
1.932
1.936
i.93O
1.9 4
liio de
'.49k5
-.5005
>.4985
0.5005
Men in D-.
Ctfl obaeft
J-.Ü65
09,185
^V.U
•>6,24
l<rac
12,420
i2.44x>
•2.426
12.446
Bel trab
7,obZ
<.»Vl
7,586
1.403
«ndaveft.
•d.lu
-3.3«
73,12
io.iti
Bul arten
,UZv
•,u;.ö
,029
,0 5
'.''stabon
ui. 7.»
18.77
18.6-
18.64
Danzig
81,40
>1,56
,1,46
31,62
ffnnftutttta
1.05
-.06
s.066
2.070
«tichn
'.42a
5.435
>,42-
5.435
6anabe
1.186
4.194
4,186
4,1! 4
llru nach
4.28 i
4.291
4,28b
4,291
Ifltoe
i 88
0.92
-0.877
20.117


