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Neues für ben Büchertifch.

Felix 'Braun: Die Heilung der Kinder. Drei Erzählungen von Kindern. 258 Enten. F. G. Speidelfche Verlagsbuchhandlung, Nachfolger, Wien IX, 1929. Drosch. 3,60. Ganz­leinen 5 DM. (517). Das neueste Prosawerk des Dichters der »Agnes Altkirchner". Drei Erzählungen von Ämtern. Der Titel deutet nur an, ist ßcitmotw. Erzählungen von Kindern, gewiß, aber aus Kindern werden Leute und mit dem Wachsen ins Menschsein hinein wach­sen auch die Geheimnisse,- steigert sich das Erbe früherer Zeit. Tlnd fv führt die erste Erzählung zu einer Verbindung zweier lang Getrennter, die zweite aber ü,t eine, Tolstoi in jeder Hinsicht nahestehend« Legendevon dem Engel, ter ein Kind getötet hat". 3n beiden sind Tod und Leben verbunden, die Charakter- tragvdie des Zähzorns erschüttert den Leser bis in das Innerste, und es gehört die Kunst eines cheteutenden Menschen dazu, hernach die fast stisterische Ruhe und gleichnamige Tleberlegen- heit in ter Darstellung wiederzufinden. Eine feine zarte Stimmung liegt über tem Vuch.

ist das Werk eines Dichters, das man liebt und das man gern Menschen schenkt, die man liebt.

A. Auswald-Heller: Drei Jun­gen spielen Robinson. Eine lustige Ge­schichte aus dem Kindcrleben. 224 Seiten. Mit 60 Bildern im Text. Ganzleinen 5 Mk. Levy & Müller. Stuttgart. (563). Drei Jungen und ein Mädchen verwandeln den heimatlichen Kar­toffelacker, den Wald und die umliegenden Wiesen in das Weltmeer und führen auf darin er­schaffenen, einsamen Inseln ein buntes Leben, bemüht, ihre Vorbilder, Robinson Crusoe und Sigismund Rüstig, nachzuahmen. Mit liebevollem Verständnis für die Seele des Kindes hat es die Verfasserin erreicht, dieser harmlos fröh­lichen, frisch zupackenden Erzählung den Reiz des Tlrsprünglichen zu geben, und dabei mit feiner Pädagogik die jungen Leser für gegen­seitiges Wohlwollen, hilfsbereite Kameradschaft und echte unverdorbene Kindlichkeit zu begeistern.

SpemannS Kunst-Kalender. (Ver­lag W. Spemann, Stuttgart.) 28. Jahrgang

mit 16 Extra-Kunstbeilagen. Prächtige Wieder­gaben klassischer Kunst und Architektur, Por­träts führender Persönlichkeiten auf demKunst- gebict. angewandte Kunst in Musterbeispielen. 2.40 Mk. (591.)

Spemanns Literatur-Kalender. (Verlag W. Spemann. Stuttgart.) 9. Jahr­gang mit 16 Extra-Kunstbeilagen. Porträts be­deutender lebender und verstorbener Dichter und Schriftsteller, Schauspieler und hervorragender Kinogrößen, Geburtsstätten. Denkmäler, Biblio­theken. 2.40 Mk. (592.)

Spemanns Musik-Kalender. (Ver­lag W. Spemann, Stuttgart.) 8. Jahrgang mit 16 Extra-Kunstbeilagen. Bilder berühmter le­bender und verstorbener Musiker. Virtuosen, Komponisten, Geburts- und Wohnhäuser, Denk­mäler, Kunststatten. 2.40 Mk. (593.)

Spemanns Alpen-Kalender (Ver­lag W. Spemann, Stuttgart.) Jubiläums-Jahr­gang (25.) mit 16 Extra-Kunstbeilagen, darun­ter 4 eigens für den Kalender gezeichnete Kar­ten. Der bekannte Kalender bringt wieder herr­liche Alpenaufnahmen und Tourenbeschreibun- gen, mit besonderer Berücksichtigung auch der Skihochtouristik. 2.40 Mk. (590.)

Spemanns Wander-Kalender. (Verlag W. Spemann, Stuttgart.) 5. Jahrgang mit 16 Extra-Kunstbeilagen, darunter 4 eigens für den Kalender gezeichnete Karten. Heraus­gegeben unter Mitwirkung des Verbandes Deut­scher Gebirgs- und Wandervereine. Hervor­ragende Landschaftsaufnahmen aus Rord-, Mit­tel» und Süddeutschland, Flora und Fauna, Ra- turstimmungen. 2.40 Mk. (594.)

Das technische Jahr 193). 2m Ver­lage Dieck & Co., Stuttgart, erschien der neue Jahrgang des bekannten Kunst-Wreihkalenders »Das technische Jähr''. Preis 2,40 Mk. (601.) Jedes Blatt zeigt eine neue Seite ter Technik, ter Jngenieurwisscnschast, jedes Bild spricht von einer ßeiftung, einem Siege unserer Ingenieure, unserer technischen Denker und Schöpfer. Eine glückliche Auslese aus dem groben Gebiet un­serer technisch gerichteten Zivilisation.

Wirtschaft.

Angespannter Reichsbanlauekweis.

Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 3 0. Rovern ber hat sich die gesamte Kapitalanlage ter Dank in Wechseln und Scheck-, Lombards und Effekten in der Ultimo- Woche um 596,8 Millionen auf 2667,1 Mill. Mark erhöht. 3m einzelnen haben die De- stünde an sonstigen Wechseln und Schecks um 450,2 Mill, auf 2367,9 Mill. Mark unb die Lombardbestänte um 114,8 Mill, auf 164,7 Mill. Mark zugenommen.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen sind 780,5 Mill. Mark in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Um­lauf an Reichsbanknoten um 754.0 Mill, auf 4916,5 Mill. Mark, derjenige an Rentenbank- fchcinen um 26,5 Mill, auf 394,11 Mill. Mark erhöht. Dementsprechend sind die Bestände der Reichsbank an Rentenbanlscheinen auf 16,2 Mill. Mark zurückgegangen. Die fremden Gelder zeigen mit 445,4 Mill. Mark eine Abnahme um 113,8 Mill. Marl.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen zusammen haben sich um 11,7 Mill, auf 2637,6 Mill. Mark erhöht, und zwar haben die Goldbestände um 4,1 Mill, auf 2240,4 Mill. Mark und die Bestände an teckungs- fähigen Devisen um 7,6 Mill, auf 397,2 Mill. Mark zugenommen.

Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 45,6 Proz. gegen 53,7 Proz. in der Vor­woche, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen 53,6 Proz. gegen 63.1 Proz.

Der Ausweis der Reichsbank vom 30. Ro- vember weist eine erhebliche Anspannung auf, die vollkommen den Standpunkt des Reichs­bankdirektoriums in der Frage der Diskont- ermähigung rechtfertigt, in dem Sinne, das) die Frage einer Dislontermäbigung erst im Januar nächsten Jahres in das akute Stadium treten kann, wenn die Liebersicht über die Jahresultimo­ansprüche und über die Entwicklung des Geld­marktes zu Beginn des neuen Jahres, über den Umfang der Rückflüsse usw. vorhanden ist. Die vorliegende Anspannung erhält ihr besonderes Gesicht durch die im November eingetretene Steigerung des Notenumlaufs, die, wie ein Vergleich mit der Entwicklung in den Vorjahren für den November zeigt, ganz außer- gewöhnlich ist, zumal wir in einer Zeit des Konjunkturrückganges stehen. Die starke Erwei­terung des Notenumlaufs ist zum größten Teil auf die Steigerung der Wechseleinreichungen zu­rückzuführen. Man kann sogar gewisse Besorg­nisse hinsichtlich des Dezemberultimo, also des Jahresschlusses, haben, da das Geldbedürfnis der öffentlichen Hand bei der Abriegelung der ausländischen Kapitalmärkte für ihre Emissionen in unverminderter Stärke anhält. Die Folgen dieses großen Geldbedürfnisses auf den Geld- unb Kapitalmarkt sind in ihrer einschneibenben Wirkung bekannt, unb die Zeit ist mehr denn je dazu angetan, daß endlich eine Aenderung beröffentltchen Finanzpolitik eintritt. Das beweist auch die gekennzeichnete Entwick­lung bes Zahlungsmittelumlaufs. Für den Novemberultimo ergibt sich insgesamt bei ber ReichSbank eine Belastung seitens der öffent­lichen Hand von etwa 300 bis 350 Mill. Mark, so daß also fast 50 Prozent der zum November­ultimo eingetretenen Gesamtanspannung ter Reichsbank auf die öffentlichen Kassenbedürfnisse entfallen.

* Internationale Rohstahlgemein- schäft. Nach der gestrigen Lütticher Sitzung des Direktionskomitees der Internationalen Roh­stahlgemeinschaft teilte Generaldirektor Dr. Emst Poensgen dem Vertreter des WTD.-Han- delsdienstes über den Ausgang ter Sitzung mit, daß man sich gezwungen gesehen habe, mit Wir­kung ab heute eine erneute Einschränkung des Tonnage-Programms um 10 Prozent vorzuneh­men. Die Erneuerungsfrage des Kartells, die nach wie vor einen ter Hauptpunkte ber Gegen­sätze bilde, sei eingehend erörtert worden, jedoch seien die Vorschläge, die voii verschiedenen Seiten eingereicht Worten seien, als nicht durchführbar angesehen worden. Nach Prüfung des neuen umfangreichen Materials werte man erneut einer demnächst ftattfintenben Sitzung neue Vorschläge unterbreiten müssen. Zu ter im Ausland ein­gehend erörterten Frage der Mindestpreise teilte Dr. Poensgen mit, daß die Durchführbarkeit dieses Planes außerhalb jeder Diskussion stehe.

* Maschinenbaugesellschaft Karls­ruhe. Die G.-D. genehmigte den Abschluß bei

einer Stimmenthaltung. Gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmte ein Ak­tionär von 556 Stimmen, der Protest zu Proto­koll gab. Der Aufsichtsratsvorsihende erstattete einen Bericht über die Lage des Unternehmend im Jahre 1928. Es sei ausdrücklich festzustellen, daß der Verlust von 479 861 Mk. hauptsächlich im Lokomotivbau entstanden sei, weil die Reichs­bahn keine Bestellungen mehr machte. Die kleine Quote ber Gesellschaft fei seinerzeit zu sehr gün­stigen Debingungen an bie Hohenzollern-A.-G. verkauft worden. Da diese Gesellschaft inzwischen stillgelegt worden sei, habe man die Quote dann der Firma Krupp übertragen. Leider sei es nicht möglich gewesen, ter G.-D., die eigentlich schon im Juni d. I. hätte ftattfinten sollen, Vor­schläge zur Sanierung zu machen, da die Ver­handlungen mit verschiedenen Gruppen zwecks Beschaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten noch nicht zum Abschluß gekommen seien.

Schweinemarlt in Gießen.

Der Auftrieb zum heutigen Gießener Schweine­markt belief sich auf 169 Ferkel und Läufer. In­folge des schlechten Wetters waren nur wenige Käufer erschienen, so daß der Handel bis zum Schluß schleppend war unb ileberftanb verblieb. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 30 bis 35 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 35 bis 40 Mk., 8 bis 13 Wochen alte 40 bis 50 Mk., Läufer 60 bis 68 Mk., Einleger 70 Mk. unb höher, je nach Gewicht.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 4. Dez. Tendenz fest. Nachdem die gestrige Abendbörse durch eine er­neute Baisse in Kunstseitewerten ungünstig be­einflußt wurde, war die Tendenz im Gegensatz hierzu und trotz weiterer Kurseinbrüche in Glanzstoffpapieren recht fest. Zu Be­ginn des offiziellen Marktes färbte aber trotz­dem die schwache Veranlagung von Aku und Demberg etwas auf die Allgemeintendenz ab, und die hohen vorbörslichen Kurse blieben nicht ganz behauptet. Das Geschäft war aber i m allgemeinen lebhafter, da Aufträge, be­sonders von Auslandseite, in etwas stärkerem Umfange eingetroffen sein sollen. Aber auch die zent schwächer. Ebenso verloren Demberg etwa

sehr festen gestrigen internationalen Effekten­märkte machten einen vorteilhaften Eindruck, zu­mal die gute Verfassung ber interna­tionalen Geldmärkte berechtigte Hoffnung auf eine bessere Zukunft des Börsengeschäftes zulassen. Die Spekulation schritt zu einzelnen Deckungskäufen, so daß beilebhaftererUm- satztätigkeit in Spezialwerten teil­weise recht erhebliche Erhöhungen zu verzeich­nen waren. Eine Ausnahme machten Kunst­seitewerte. Verstimmend wirkte hier die voraus­sichtliche Dividendereduzierung bei Demberg und der wahrscheinliche gänzliche Ausfall einer Dividendeausschüttung bei Aku. Don holländischer Seite soll in Kunstseide- werten ziemlich Material an ben Markt gekommen sein. Die Daissespekulation griff weiter an. Aku eröffneten erneut 6,5 Pro- 6 Prozent. Durch besonders feste Haltung fielen auf Kali Salzdetfurth plus 7 Prozent, und Westeregeln plus 5 Prozent. Von Chemiewerten machte sich für J.-G.-Farben lebhafteres In­teresse bemerkbar, bei einer Besserung von 3 Pro­zent. Am Elektromarkt zogen AEG. 2 Prozent, Chate-Aktien 3,50 Mk., Schlickert 2 Prozent und Siemens 2,5 Prozent an. In den Vordergrund traten noch Deutsche Linoleum mit plus 5,5 Prozent. Zellstofswerte waren bis zu 3,5 Prozent fester. Montanwerte lagen still. Die Besserungen gingen hier nur bis zu 1,5 Prozent. Am Danken­markt konnten Reichsbankanteile ihre Aufwärts­bewegung fortsehen und gewannen 6 Prozent. Die übrigen Werte dieses Marktes waren bis zu 1 Prozent gebessert. Am Automarkt getoannen Daimler 1,5 Prozent. Bauunternehmungen bis 2 Prozent hoher. Renten leicht gedrückt. Im Ver­laufe unterlag das Kursniveau beträchtlichen Schwankungen. Zumeist lagen die Kurse bei leb­haftem Geschäft gut behauptet, teilweise bis zu 2 Prozent gegen Anfang fester. Siemens gaben dagegen etwa 1 Prozent nach. Demberg unb Aku waren weiter angeboten und erneut bis 3 Pro­zent schwächer. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent weiter leichter. Am Devisenmarkt konnte sich das Pfund international wieder bes­sern. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1716, ge­gen Pfund 20,378, London gegen Kabel 4,8810, gegen Paris 123,90, gegen Mailand 93,22,

Berliner Börse.

Derlin, 4. Dez. Da bie Abschwächungen gei» gen Schluß ter gestrigen Dörse hauptsächlich auf. Vorstöße bet Baissepartei zurückzuführen waren, formte bei ben kleinen Kaufaufträgen bzw. An­regungen rein börsentechnisch heute eine Erho­lung erwartet werten. In ber Tat lagen bann auch bie ersten Notierungen ter heutigen Dörs« sehr fest, unb bet Spezialwerten bis zu 7 v. H. höher. Die Tlmsatztätigkeit war im Ver­gleich zu ben Vortagen größer geworben. Außer tem sehr festen Neuyork gestern regten Hoffnungen auf eine bevorstehente Diskontfen- kung in Lonbon an. Reichsbanlanteile mit pluS 7,6 v. H Siemens plus 7,75 v. H , Polyphon plus 6,5 unb Berger plus 7 v. H,. sowie Lorenz mit plus 4 v. H. sink) als besonders fest zu nen­nen. Sonst ging bei ber Mehrzahl ber Papiers ber Gewinn nicht über 4 v. H. hinaus. Aus­gesprochen schwach lagen aus den gestern schon angeführten Gründen Kunstseidewerte (es han­delt sich bekanntlich um Dividentebefürchtungen), von denen Bemberg 6 v. H. unb im Verlaufs weitere 6 v. H. unb Aku 3 v. H. verloren. Dies« rückläufige Bewegung am Kunst­seibemarkt war auch ter Grund für ein) Nachlassen des Geschäftes unb ein Qlbbröf- feln des Kursniveaus im Börsenverlauf. Deutsche Anleihen waren ruhig. Ausländer un- einheitlich. Pfandbriefe ebenfalls uneinheit­lich. Der Gelbmarkt war weiter erleichtert. Ta­gesgelb wurde mit 8 bis 10 v. H., vereinzelt darunter bis 7,75 v. H. genannt. Monatsgeld 8,5 bis 10 v. H Warenwechsel ohne Satz. Als bann am Kunstseibemarlt Stühungskäufe einzu­sehen schienen, bekam ber feste Grundton Wiede« bie Qberhanb, unb bie Kurse konnten sich im wei­teren Verlaufe, wenn auch nicht einheitlich, wie­her befestigen. Unter Anfang lagen immer noch Siemens^ Aku, Bemberg, Reichsbank unb Poly­phon, während besonders Kaliwerke bis zu 3 v. H. gewannen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 4. Dez. Trotz festere« Auslandkurse war das Geschäft am heutigen Pro­duktenmarkt recht still. Es herrschte allgemein Zurückhaltung. Die Tendenz war etwa behaup­tet. In Weizen war das Angebot etwas größer, so daß hier ein geringer Preisrückgang eintrat Am Futtermittelmarkt bestand für Hafer einige« Interesse, bei anziehendem Äurd; Kleie toal jedoch vernachlässigt und eher etwas schwäche«. Es wurden notiert: Weizen 26,75 bis 26,90; Rog­gen 19,75 bis 20; Sommergerste für Drauzwecke 19,25 bis 19,75; Hafer, inländischer, 18 bis 18,25; Mais (gelb) 18,75; Weizenmehl, süddeutsches. Spezial 0, 39,25 bis 40; Roggenmehl 28,50 bis 30; Weizenkleie 10,50 bis 10,60; Roggenklei« 10,75. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Pferdemarkt.

Frankfurt a. M.. 3. Dez. Bei dem letzten Pferdemarkt in diesem Jahre war ein größere« Auftrieb festzustellen; es standen rund 150 Tiere mehr zum Verkauf, als anläßlich des Oktobett Marktes. Zu Beginn war bie Kauflust nur ge-, ging, unb erst im Laufe des Vormittags ent­wickelte sich ber Handel zufriedenstellend. 3nt allgemeinen waren die Preise rückgängig, ins­besondere bei Schlachtpferben, welche teils zu 25 bis 30 Mk. pro Zentner gehandelt wurden. Große Transporte kaufte das Rheinland. Etwa zwei Drittel des Gesamtauftriebs dürfte ben Be­sitzer gewechselt haben.

Letzte Nachrichten.

Weitere Austritte aus -er Oeutfchnationalen Reichstagsfraltion.

Berlin, 4. Dez. (T.A.Drahtberichl.) Die deutsch- nationalen Reichstagsabgeordneten von £ i n b c i - ner-wildau, Schlange-Schöningen und von6endell,der ehemalige Reichsinnenminister, haben ihren Musf ritt aus der Deutschnationalen Reichstagsfraktion dem Grafen Westarp erklärt. Der Abgeordnete von £indeiner-Wildau hat in feinem Schreiben an den Grafen Westarp weiter zum Aus­druck gebracht, daß er einen entsprechenden Schritt der Partei gegenüber im Benehmen mit seinem Wahlkreise unternehmen werde. Gleichzeitig hat der Abgeordnete von £indeiner-Wildau die wahlkreis- teitung seines Wahlkreises Heffen-Nafsau um die sofortige Einberufung einer Bertrauensmänner- versammlung ersucht. Auch der Abgeordnete Schlange- Schöningen wird weitere Schritte der Partei gegen­über erst im Benehmen mit seinem £andesoerband unternehmen.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 o. H., Lombardzinsfuß 8 o.H.

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138

40,5

244,5

103,5

53,65

187 192.65

313

177,25

82,25

61,5

69,65 114,25

85,5

81

279 215 120

176

179,9

136

92,25

159

38,75

238

40,7_5

162,5

70,5 148,25

317

43

48,75

120,5

222

160

104,5

54,6

190 198.25 317,5

181

E

70,75 113

282,25 217,5

117

170

182

138 93.5 160,75

40

242 L2 161.25

71

318,5

121

Banknoten.

Berlin, 3. Dezember

Geld

Brief

Amerikanische Roten.....

Belgische Roten ....... Dänische Noten ........

Englische Noten ........ Französische Noten ....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deutsch.Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten...... .

Spanische Noten ........ ^.lchechojlowkilische Noten..... Ungarische Noten .......

4,162

58,28

111,68

20,325

16,40

168,01 21,81

111,64

58,58

2,46

112,20

80,93

57,75

12,337

72,80

4,182

58,52

112,12

20,405

16,46

168,69

21,89

112,08

58,80

2,48

112,64

81,25

57,99

12,397

73,10

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

3. Dezember

4- Dezember

ÄmUlche Notierung

SimUiche Noperuna

Geld

Bries

Geld

Arte)

«mft.-lHott.

168.37

168,71

168,42

168,76

Buen.-Airei

1,728

1,732

1,728

1,732

Brff--Anuv

58,375

58,495

58.375

58.495

Ktjriftlania.

111,81

112,03

111,81

112,03

Kopenhagen

111,87

112,09

111,91

112,13

Stockholm .

112,34

112,56

112,40

112,62

HeMgforS.

10,486

10,506

10.485

10,505

Italien. . .

21,85

21,89

21.84

21,88

London. . .

20,356

20,396

20.36

20,40

Network . .

4,1720

4,1800

4,1715

4,1795

Paris. . . .

Schweiz ..

16,435

16,475

16,425

16,465

81,03

81,19

81.065

81,225

Spanien.

57,90

58,02

58.05

58,17

Japan . . . «io de Jan

2,044

2,048

2.044

2,048

0,490

0,992

0,490

0,494

Wien in D-- DefL abgeft

58,73

58,85

58,71

58,83

Prag «eli tub -

12,376

12,396

12,377

12,897

7,397

7,411

7,400

7,714

Budapest. .

73,02

73,16

73,02

73,16

Bulgarien

3,014

3,020

3.014

3,020

Lissabon

18,81

18,85

18,80

18,84

Danzig. . .

81.46

81,62

81,41

81,57

ffonftüntfa.

1.883

1,887

1,868

1,872

Athen. . .

5,43

5,44

5.43

5,44

Tanada .

4,128

4,135

4.129

4,137

Urn nay. .

3,016

4,020

4,016

4,024

Cairo . . -

20,895

20,915

20,88

20,92