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wieseck 1. Jugend — Raunheim Jugend 1:2.
Vorher trafen sich die Spihensührer der Jugendklasse. Hier bekam man ein schönes Spiel zu sehen. Das körperliche Plus der Gaste wog die technische Ueberlegenheit der Emheimrschen auf. Wieseck riß bald die Führung an sich, die aber der Halblinke bald ausglich. Ein Fehler der Verteidigung brachte VaunHeim einen billigen zweiten Erfolg. Vach dem Wechsel sind die Einheimischen etwas überlegen, können ledoch an der guten Abwehr nicht vorbei. So konnte Raunheim mit viel Glück einen knappen Sieg mrt nach Hause nehmen.
Staufenberg I — Hungen I 3:0.
Dieses Spiel fand in Staufenberg statt. Als die Einheimischen nach kurzer Zeit ob^ Desul- tat hergestellt hatten, verlieh die Gasteelf ohne Grund das Spielfeld.
wieseck II — Rödgen I 13:1.
An hohe Resultate ist man bei der zv^iten Mannschaft Wiesecks bereits gewöhnt: daß sie aber ihren Vachbarn mit einem solchen Resultat heimschickcn würden, hätte niemand erwartet.
Odenhausen — Burkhardsfelden 4:4.
Zn Odenhausen trafen sich beide Mannschaften zum Pflichtspiel. Sofort nach Anpfiff sah man ein offenes Feldspiel, und Odenhausen gelang es kurz darauf, in Führung zu gehen worauf bald das zweite und dritte Tor folgte. Dann be- kam Vurkhardsfelden zwei Elfmeter zugesprochen, wodurch es zu sicheren Torchancen kam. Odenhausen spielte von der 15. Minute ab mit nur 10 Mann: trotzdem gelang es Odenhausen, bis Halbzeit seine Torzahl auf vier zu erhöhen. Vach Halbzeit ging Burkhardsfelden immer mehr aus sich heraus und schlug ein wildes -L-empo an, das, zum Teil in rohes Spiel ausa^ete. Odenhausen versiebte nach Halbzeit die schönsten Chancen und lag meistens vor des Gegners Tor. Burkhardsfelden gelang es trotzdem, bis kurz vor Schluß den Ausgleich herbeizuschaf- fen. So trennten sich beide Mannschaften bei dem Schlußpfiff des Unparteiischen mit einem Unentschieden. , ,
Watzenborn! —Rodheim l 3:4. Oppenrod I - Staufenberg l 8:0. Burkhardsfelden l — Beuern l 5:0. Hachborn I — Odenhausen l 5:3. Heu- chelheim Jugend-Gr.-Linden Jugend 0:0. Wißmar Jugend — Rodheim Jugend 0:5. Wieseck II. Jugend — Watzenborn l. Jugend 1:1.
Oberhessen.
Landkreis Gietzen.
-L Grünberg, 3. Sept. Die jüngste Ge- meindcratssihung unter Vorsitz von Der- geordneten Keller fand in Anwesenheit von acht Gemeinderäten statt. Am Wege nach dem Rondell sollen die Abwasser, die dort noch frei in einem Graben ablaufen, und sich daher unangenehm bemerkbar machen, auf 40 laufende Meter durch Legen von Rohren von 80 Zentimeter lichter Weite weitergeleitet werden. Der nächste Anlieger, Kaufmann Schweiß- gut h. der hier ein Wohnhaus errichtet hat und um diese Weiterführung gebeten hat, leistet einen Kostenzuschuß von 200 Mk. — Ein Gesuch des Warthofes um Erlaß der ft ab t ischen Hu n- d e st e u e r für einen Wachhund für das ^ahr 1929 wird genehmigt, da auch der Staat in gleicher Weife verfährt und auch in den vergangenen Jahren der Erlaß bewilligt wurde. — Die beiden Schafweiden waren seither an zwei Lkn- ternehmer (Grünewald und Frau Gruber) verpachtet, jede Weide erbrachte 1500 Mark Jahrespacht. Der erste Llnternehmer verzichtet auf weitere Pachtung, der andere will beide Weiden übernehmen und bietet 2700 Mk. als Pacht. Da derselbe seinen Verpflichtungen stets pünktlich nachgekommen ist und es fraglich ist, ob eine öffentliche Verpachtung bei der derzeitig schlechten Lage des Wollmarktes einen zahlungsfähigen Pächter mit höherem Pachtpreis ergibt, will der Gemeinderat von einer öffentlichen Verpachtung absehen und dem Bewerber zum Pachtpreis von 2800 Mk. die gesamte Weide überlassen. — Kürzlich weilten Provinzialdirektor Gras und Baurat Cella rius mit Herren vom Provinzialausschuh zwecks Besichtigung der Theo- Koch-Straße hier. Vach deren Aussage kommt eine Einbeziehung der Straße in die Auto-Llmgchungsstraße nicht mehr in Frage und die Fertigstellung des Straßenbaues muß bald in Angriff genommen werden, da das an ihr liegende neue Finanzamtsgebäude noch in diesem Monat bezogen werden soll. Vom Beigeordneten wird angeregt, da zur Herstellung der Bahnhof
straße, mit der In vieler Woche begonnen wird, die Dampfwalze herkommt, vielleicht die eine oder die andere Straße in der Stadt walzen zu lassen. Bevor Beschlüsse in der Sache gefaßt werden, will er sich vergewissern, wie sich die Finanzierung ermöglichen läßt, und in der nächsten Sitzung Bericht erstatten. In Zusammenhang damit erwähnt er eine Anregung des Provinzialdirektors von einer etwaigen Bebauung der Höfetränke abzusehen, da von hier aus am Vermcssungsamt vorbei zur Turnhalle an der Gießener Straße späterhin ein Verkehrsweg durchgesührt werden könnte. — An Stelle der in der letzten Sitzung sestgesehten Steuersätze schlägt die Verwaltungsbehörde in Angleichung an die staatlichen Sätze andere Ausschlagssätze vor, und zwar niedere bei der Grundsteuer, und höhere bei der Gewerbesteuer. Dorgeschlagen werden folgende Sätze: a) Grundsteuer von Gebäuden 22 Pf. von je 100 Mk. Steuerwert, ergibt ein Aufkommen von 8800 Mk., b) Grundsteuer von landwirtschaftlich genutztem Besitz 56 Pfennig von je 100 Mk. Steuerwert, ergibt ein Aufkommen von 18 700 Mk., c) Gewerbesteuer vom Betriebskapital 1,10 Mk. von je 100 Mk. Steuerwerk, ergibt ein Aufkommen von 10 200 Mark, d) Gewerbesteuer vom Ertrag 5 Mk. von je 100 Mk. Steuerwerk ergibt ein Aufkommen von 13100 Mk., bei der Sondergebäudesteuer soll es bei dem Satz von 39,93 vom Hundert der staatlichen Steuer bleiben, mit einem Aufkommen von 12 500 Mk. Demgegenüber hatte der Gemeinderat folgende Sähe beschlossen: a) Grundsteuer von Gebäuden 25 Pf., mit einem Aufkommen von 10 050 Mk., b) Grundsteuer von landwirtschaftlichem Besitz 70 Pf., mit einem Aufkommen von 23 420 Mk., c) Gewerbesteuer vom Betriebskapital 80 Pf., mit einem Aufkommen von 7420 Mk., d) Gewerbesteuer vom Ertrag 3,60 Mark, mit einem Aufkommen von 9460 Mk. Der Gemeinderat beschließt einstimmig, es bei den von ihm beschlossenen Sätzen zu belassen.
ch Rüddingshausen, 3. Sept. Der hiesige Kleinkalibcr-Schühenverein hielt an den beiden letzten Sonntagen sein diesjähriges Preisschiehen ab. Infolge der günstigen Witterung und der schönen Lage der Schieß- stände war die Beteiligung sehr rege. Der Verein wird am kommenden Sonntag das Schluhschiehen und das eigentliche Preisschießen abhalten. Geschossen wurde mit Wehrmannsbüchsen auf 100 Meter. Die erzielten Ringzahlen stellen ein ausgezeichnetes Ergebnis dar. Am vorigen Sonntag gab Gastwirt Hermann M ü - h i g von Rüddingshausen acht Zwölfer als Probeschüsse hintereinander ab und darauf als Serien zweimal je zwei Zwölfer und einen Elfer. Schon früher gelang es ihm, mit 139 Ringen (15 Schüssen) die Dronze-Ehrenspange des Verbandes zu erringen. Diesmal erzielte er 34 Ringe. Frau Müßig, die schon einen der ersten Preise errang, brachte es wieder auf 35 Ringe. Der Vorsitzende des Vereins, Wilhelm Peter, Rüddingshausen, schoß am vorigen Sonntag fünf Zwölfer hintereinander. Ein Fünfzehnjähriger, Wilhelm Scholl, Rüddingshausen, schoß 35 Ringe. Das bisherige Gesamtergebnis in Höchst - ringzahlen, 36 Ringe, schossen 4 Schützen (die Genannten und Heinrich Weber, Dreihausen, und Wilhelm Paulus, Deckenbach): 35 Ringe wurden 14mal, 34 Ringe wurden 37mal geschossen. Diese Leistungen sind das beste Zeugnis für den Eifer, der hier dem Schießsport entgegengebracht wird.
ft. Aus dem Seental, 2. Sept. Die (3 c » treideernte ist in unserer Gegend restlos unter Dach und Fach. In den Dörfern des Seentals hört man das eintönige Brummen der Dreschmaschinen. Die Landwirte find mit dem Ertrag recht zufrieden. Besonders gut gegeben haben die Winterfrucht und der Hafer. Leider hatte man hier und da einen Acker Lagergetreide, bei dem der Ertrag natürlich recht gering war. — Die Grurn - me kernte ist in unserem Tal in vollem Gange. Die Landwirte fürchten ein Zurückgehen des Futters bei der anhaltenden Trockenheit. Infolgedessen hat die Grummeternte etwa zwei Wochen eher eingesetzt als in normalen Jahren. Wenn auch die Menge des eingefahrenen Grummets stark hinter anderen Jahren zurückbleibt, so ist doch die Qualität ausgezeichnet. — Die Kartoffeln find zum Teil infolge der anhaltenden Dürre schon abgestorben. Besonders kann man das bei frühen Sorten und auf hochgelegenen Aeckern erkennen. — Die Kohlarten haben sich in diesem Jahre besonders schlecht entwickelt. Der Stand des Wirsings ist noch einigermaßen, aber der Ertrag an Weißkraut ist auf manchen Aeckern und vielen Gärten gleich null. Diese Mißernte ist wohl in erster Linie auf das massenhafte Auftreten der Erdflöhe zu« rückzuführen, die infolge der Trockenheit ideales Wetter für ihr« Entwicklung hatten. Schon die ganz kleinen Pflänzchen wurden durch dieses Ungeziefer sehr stark in ihrer Entwicklung gehemmt, und bis vor kurzem konnte man die kleinen Schädlinge noch haufenweise an den Pflanzen sehen. — Eine mittlere Ob ft ernt« ist zu erwarten. In ein
feinen Lagen sieht man Bäume mit recht reichem Behang, an anderen Orten scheint der Ertrag gering zu werden. Die Zwetschenernte fällt in diesem Jahre wohl schlecht aus.
Kreis Friedberg.
WSV. Bad-Vauheim, 3. Sept. Ein f ünf- zehnjähriger Bäckerlehrling aus Rodheim v. d. H. sprang gestern nachmittag in selbstmörderischer Absicht vom Aussichtsturm auf dem Johannisberg. Mit schweren Schädelverletzungen und mehreren Knochenbrüchen wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, wo er, ohne die Besinnung wieder zu erlangen, nach zwei Stunden st a r b. Der Grund zu der Tat ist noch nicht festgesteUt.
Kreis Büdingen.
A Vidda, 2. Sept. Gestern und heute wurde hier das Kirchweihfest und der Viddaer Herb st markt, der bedeutendste aller Viddaer Viehmärkte, auf der Gänsweide abgehalten. Sonntagnachmittag wurde die Kirchweih« durch ein glänzendes Reit- und Fahrtumier des Reiterund Fahrvereins von Vidda und älmgegend eingeleitet. Vom Karlshof aus begann der Aufmarsch der Reiter und Fahrer unter den Klängen der Feuerwehrkapelle durch die Stadt nach der Gänsweide, dem Festplah. Hier hatte sich eine sehr große Zahl von Zuschauem aus der Stadt und den umliegenden Dörsem versammelt, um die Vorführungen der Reiter und Fahrer zu bewundern. Schulreifen, Quadrille, Jagdspringen, Gewandtheitsreiten, Schaufahren und Flachrennen „Rund um die Gänsweid" fanden großes Interesse und reichen Beifall. Innerhalb des zweijährigen Bestehens hat der Verein unter ziel- bewußter Leitung des Reitlehrers Guillaume, hier, früher aktiver Oberwachtmeisker im Dragonerregiment in Darmstadt, ganz bedeutende Fortschritte gemacht. Run entwickelte sich auf dem Marktplatze in den Gastzelten und in der Turnhalle ein fröhliches Volksfest. — Heute vormittag fand Rindvieh-, Schweine - und Ziegenmarkt statt, der bei der gegenwärtig ruhigen Zeit der Landwirte und dem schönen Wetter sehr stark von Kauf- und Schaulustigen besucht war. Der Austrieb an Vieh war Wohl der stärkste in den letzten Jahren, nämlich 232 Dullen, Kühe und Rinder, 623 Schweine und 85 Ziegen und Böcke. Außerdem hatten drei bedeutende Firmen von hier chre landwirtschaftlichen Geräte zum Verkauf und zur Besichtigung ausgestellt. Der Verkauf war im ganzen recht lebhaft. Bei der Versteigerung der angemeldeten Bullen durch die Landwirtschaftskammer wurden 600 bis 800 Mark für 16 Monate alte Tiere von mehreren Gemeinden bezahlt. Kühe galten je nach Qualität 400 bis 550 Mark, Kalbinnen 250 bis 350 Mark, Jungvieh, 4 Monate alt, 150 bis 170 Mark, ältere Rinder bis 250 Mark. Ein Händler aus Württemberg kaufte eine größere Zahl von Jungvieh. Ziegepböcke wurden bei der Versteigerung von 65 bis 100 Mark zugeschlagen, dagegen war der Handel in Milchziegen gering. Die Ferkelpreise schienen etwas höher als bisher. Das Stück, 6 Wochen alt, kostete 30 Mark, 7 Wochen alt 35 bis 40 Mark, 10 bis 12 Wochen alt 60 bis 55 Mark. Trotz des großen Austriebes blieb fast kein Lieberstand. 8 Eber waren aufgetvieben. Die Prämiierung der schönsten Zuchttiere nahm lange Zeit in Anspruch.
LI Echzell, 2. Sept. Am vergangenen Sonntag sawd hier auf unserem neuen, sehr modern eingerichteten Schiehstand das diesjährige D u n - desschiehen des Hessischen Landjugendbundes statt. Der Bundesvorsihende Schmidt (Steinheim) und der erste Vorsitzende der Ortsgruppe Echzell, Treu sch, begrüßten mit herzlichen Worten die sehr zahlreich erschienenen Schützen und Freunde des Schießsports und wiesen in ihren Ansprachen auf Zweck und Ziel der Schühenvereine und des Schießsportes hin. Der Musikverein Echzell, der sich in dankenswerter Weise in den Dienst der Sache gestellt hatte, konzertierte auf dem Schießplatz. Das von den einzelnen Ortsgruppen recht gut beschickte Schießen, das sich in Einzelschießen und Gruppenschießen gliederte, brachte folgende Ergebnisse: A. Einzelschießen: 1. Preis Georg Schmidt (Echzell), 24 Ringe: 2. W. Ricklas, Rodheim a.d. Horloff, 23; 3. Hch. Dinding, Echzell, 21; Hugo Kröll, Rodheim a. d. Horloff, 20; 5. Hch. Fenchel, Ober-Hörgern, 20; 6. Karl Richter, Reichelsheim, 19; 7. Richard Wacker, Rodheim a. d. H., 19; 8. H. Alles, Ober-Hörgern, 17; 9. Hch. V aumann, Gettenau, 17; 10. Artur Hofmann, Steinheim, 17 Ringe. Im B Gruppenschießen, an dem von Ec^ell 3, von Gettenau 2, Laubach 2, Steinheim 2, Rvdheim a. d. H. 1, Ober-Hörgern 2, Ober-Dessingen 1, Reichelsheim 1, Gruppen teilnahmen, wurden folgende Resultate erzielt: 1. Preis Ortsgruppe Gettenau, 219 Ringe; 2. Rodheim a. d. H., 209: 3. Ober-Hörgern 208;
4. Laubach 195; 5. Echzell 191; 6. Reichelsheim 189; 7. Steinheim 181; 8. Gettenau 179 Ringe. Die einzelnen Schützengruppen bestanden aus
vier Mann, von denen jeder sechs Schutz ab» zugeben hatte und zwar zwei liegend aufgelegt zwei liegend freihändig, zwei kniend freihändig. Der Wanderpreis, der im vorjährigen Schießen in Laubach an die Ortsgruppe Echzell kam, fiel diesmal Gettenau zu. Erweist sich eine Gruppe während dreier Jahre als die beste, so fällt ihr dieser Wanderpreis endgültig zu. Vachmittags um 5.30 Ahr fanden dann die Sieger- Verkündigung und die Preisverteilung statt. Velen dem eigentlichen Jugendbundschiehen wurde noch ein Preis- und Ehrenfcheibenschiehen mit tedjt schönen Preisen veranstaltet.
Kreis Schotten.
V Gedern, 3. Sept. Zu dem heute hier a8- gehaltenen Schweinern arkt waren 410 Tier« aufgetrieben. Für 6 Wochen alte Ferkel wurden 35 Mk., für 8 Wochen alte 55—58 Mk., für 12 Wochen alte Springer 80—90 Mk. bezahlt. Der Handel war gut. Durch die große Zahl bet Kauflustigen war ber Markt balb geräumt.
)—( Ruppertsburg, 3. Sept. Seit bret Jahren feiern bie Pfarreien Laubach, Ruppertsburg und Wetterfeld gemeinsam ihr kirchliche- I u g e n d f e st. Auch diesmal traf sich die Jugend aus den genannten Orten in dem herrlich gelegenen Waldeck. Vach dem gemeinsam gelungenen Liede „Schönster Herr Jesu" hielt Dekan Vo l p, Laubach, eine Ansprache. Ein Wanderlied leitete über zu den Worten des Pfarrer- O. F r i t s ch, Ruppertsburg. Unter der Leitung des Pfarrers S c r i b a , Wetterfeld, wurde von Laubacher Realschülern das Stück „Der Bauet und sein Knecht', das große Heiterkeit auslöste, flott aufgeführt. Mit einem Hoch auf unser Vaterland und dem Deutschlandlied schloß die schö^r verlaufene Feier.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 2.Sept. Der christliche Ju» gendbundderGemeinschaften derPil- germission von Oberhessen beging am Sonntag sein diesjähriges Jugend- und Posaunenfest in Alsfeld, zu welchem aus allen Teilen der Provinz Ober- hcffen die Mitglieder recht zahlreich erschienen waren. Das Fest wurde eingeleitet durch ein geistliches Konzert von etwa 100 Bläsern der einzelnen Posaunenchöre auf dem Marktplatz, das einen sehr stimmungsvollen Charakter trug und viele Zuhörer angelockt hatte. Vom Marktplatz aus bewegte sich der Festzug der Teilnehmer nach dem städtischen Festplatz, wo die geräumige Festhalle alsbald dicht besetzt war und die Teilnehmer kaum zu fassen vermochte. Das Festprogramm bestand aus Musik- vorträgen des Posaunenchors, aus recht gut geschulten Gesangsoorträgen eines Gemischten Chors und eines Männerchors, sowie gemeinsamen Liedern und aus mehreren Ansprachen. In diesen wandten sich die Prediger an die Jugend, um sie zu gewinnen für das Heilswerk des Evangeliums. Der Leiter des Festes, Prediger Peters, Mücke, dankte der Stadtverwaltung für die Ueberlaffung der Festhalle Und allen Gästen für die Teilnahme. Eine Begrüßung namens des Vorstandes der hiesigen evangelischen Gemeinde sprach Dekan Dr. U n o e r z a g t, Alsfeld, der darauf hinwies, daß man der Tätigkeit der Gemeinschaften Verständnis entgegenbringen müsse, bie der Arbeit der Kirche sich freundlich gegenüber stellen. Der weitere Verlauf der Veranstaltung brachte die Einführung der Prediger Gardemann, Großen-Linden, König, Friedberg, und Daubenberger, Alsfeld. Die Erledigung des Festprogramms dauerte etwa drei Stunden. Die Feier war vom schönsten Wetter begünstigt. Auch hier zeigte es sich wieder, daß die neue städtische Festhalle für solche Veranstaltungen, die einen umschlossenen Raum erfordern, recht geeignet ist.
-er. Homberg a. b. Ohm, 3. Sept. Unser« Schützengilbe, ein Kleinkaliber-Schützenverein, veranstaltete am Sonntag ihr Königschieben auf ihren eigenen Schießstänben. Unter den Klängen ber Alsfelder Feuerwehr- kapelle veranstalteten bie Mitglieder ber Gilbe, von ben Schülern begleitet, einen Festzug zu ben Schießstänben. Den Schullindern würbe durch Ueberreichung von Geschenken aller Art eine große Freude bereitet. Während des Schießens konzertierte die Kapelle unter der Friedenseiche. Herr Grobfelder war mit 146 Ringen S«Hützenkönig geworden, die beiden als »Ritter" hervorgegangenen Schützen waren die Herren Leininger und Dan. Decker. Abends tourde der Schützenkönig sowie die Ritter und sämtliche Schützen durch einen Lampionzug nach dem Frankfurter Hof geleitet, in dessen Saal sich ein Tänzchen anschloh.
= Vieder-Ohmen, 2. Sept. Am Samstagabend brannte das Anwesen des Viehhändlers L. Roth dahier, bestehend aus Wohnhaus, Stallungen unb Schuppen, nieder. Ein angrenzendes Gebäude wurde leicht beschädigt. Zu ben Löscharbeiten hatten sich bie Feuerwehren der umliegenden Orte eingefunden, die nach anstrengender Tätigkeit des Drandes Herr wurden.
Sind Hämorrhoiden heilbar?
Ja unb nein! Wenn ein Hämorrboidenkranker dieses wirklich ernste Leiden vernachlässigt, wirb es ihm immer größer« Qual bereiten. Die anfangs unbedeutenden Knoten am Darm wachsen, sie wandern in den Darm hinein und platzen schließlich auf. Dann besteht die Gefahr, baß Blutgerinsel in die Blutbahnen kommen unb bort zu sehr gefähr- lichen Verstopfungen führen. Es kommt hinzu, daß die Schmerzen, das Brennen und das Jucken der
erkrankten Teile immer unerträglicher werden unb ben Kranken körperlich unb seelisch zugrunbe rich- ten. Schließlich bleibt bem verzweifelten Patienten nur noch übrig, sich auf dem Wege der Operation unsichere Heilung zu verschaffen.
Muß bas sein? In den meisten Fällen: Rein! Den Hämorrhoiden, rechtzeitig als solche erkannt und sachgemäß behandelt, können mit großer Aussicht auf Erfolg auch ohne Operation beseitigt werden. Neben peinlicher Sauberkeit muß eine geeignete Salbe zur Anwendung kommen, bie bie Knoten zur Schrumpfung bringt, die Schmerzen linbert,
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