Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarli.
1 Auch in dieser Woche war keine Geschäftsbelebung festzustellen. Die einmal höheren und einmal niedrigeren Auslandnotierungen blieben ganz ohne Einfluß auf die Stimmung. Dieses andauernde Hin und Her hatte auch eine vorübergehend freundlichere Haltung zur Folge, die aber an der allgemeinen Geschäfts- stille und älnlust der Händler bald wieder scheiterte. Es waren daher zumeist Preisrückgänge zu verzeichnen, da dem Markt eine Stühe fehlte. Doch bot das sehr geringe Angebot zeitweise eine Anregung. Aber bald unterlagen die meisten Warcngattungen der allgemeinen Stagnation, so daß die anfangs gehaltenen Preise ebenfalls unter dem Druck dieser Lage zu leiden hatten. Die Händler und Exporteure beteiligten sich !oum am Geschäft. Obwohl die Provinz zeitweise mit mehr und billigerem Material an den Markt lam, konnte sich auch auf der ermäßigten Basis kein Geschäft entwickeln. Auch an den Hauptrnarlttcigen blieben die Um» sähe äußerst gering. Nur für Weizen und Rog- gen bestand verschiedentlich etwas mehr Interesse, und die Preise blieben hier die ganze Woche hindurch gut behauptet. Das Termingeschäft war aber im Gegensatz zur übrigen Marktlage allgemein etwas lebhafter; hier konnten auch an verschiedenen Tagen höhere Preise erzielt werden, doch war der Druck von der Ällgemein- tendenz so stark, daß am andern Tage die Gewinne wieder eingebüht wurden. Auch _ für Sommergerste, und zwar für bessere Qualitäten, machte sich hie und da Nachfrage bemerkbar. Geringe Sorten kamen dagegen in etwas größerem Umfange an den Markt, und der Preis hierfür war leicht gedrückt. Vereinzelt war zu bemerken, daß die Brauereien, aber auch verschiedentlich der Export kleinere Deckungskäufe vornahmen. Hafer (inL). der im allgemeinen immer nur träges Geschäft aufzuwcisen hatte, blieb, da wenig Ware vorhanden war, dem aber auch verschiedentlich Nachfrage gegenüber» stand, gut behauptet. Das Mehlgeschäft war nach wie vor schleppend, und die Preise zeigten weiter eine rückläufige Bewegung. Umsätze kamen hier, wie schon immer in der letzten Zeit, nur im Bedarfsfälle zustande. Größeres Angebot war am Futtermittelmarkt vorhanden. Die Nachfrage blieb gering, oa die Deckungen der Landwirtschaft infolge der vorgeschrittenen Iahreszeit auf» gehört haben dürften. Mais hatte besonders hierunter zu leiden und verzeichnete einen ganz erheblichen Preisrückgang. Aber auch Weizen- und Noggenkleie war im Zusammenhang hiermit vernachlässigt und schwächer. Trotz der unregelmäßigen überseeischen Notierungen wurde es zum Wochenschluß etwas fester, da sich nach der stillen Periode doch jetzt etwas mehr Bedarf bemerkbar machte. Da auch das Angebot von Brotgetreide gering blieb, konnten verschiedentlich kleine Erholungen eintreten. Das Mehlgeschäft blieb still; auch Futtermittel waren weiter angeboten, doch blieben die Preise unverändert. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche konnte Weizen eine viertel Mark anziehen. Behauptet blieben Roggen, Sommergerste und Hafer (inL). Mais gab bis dreiviertel Mark nach. Dis zu einer viertel Mark schwächer lagen Weizenmehl, Roggenmehl, Weizen- und Roggenkleie. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 24, Roggen 22,75, Sommergerste 23,75 bis 24, Hafer (InL) 24 bis 24,25, Mais für Futterzwecke 22, Weizenmehl 32,25 bis 32,75, Nlederrh. 32 bis 32,25, Roggenmehl 30 bis 31, Weizenkleie 13 bis 13,10, Roggenkleie 12,75.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Der Frankfurter Schlachtviehmarkt stand diese Woche im Zeichen einer lebhafteren Tätigkeit, als in den vergangenen Wochen. 3n fast allen Viehgattungen war der Handel etwas reger. Besonders Kälber und Schafe hatten verstärktes Interesse auf sich lenken können. — Auf dem Rinder markt war der Auftrieb auch in dieser Woche wieder geringer. Die Nachfrage konnte jedoch befriedigt werden. Der Export beteiligte sich nicht so stark wie in den vergangenen Wochen. Bei regem Handel und anziehenden Preisen wurde der Markt geräumt. Auf dem Kälbermarkt konnte sich trotz des stärkeren Auftriebs lebhaftes Geschäft entwickeln. Die Preise gaben hier, wahrscheinlich infolge des größeren Austriebs, etwas nach. Der Markt wurde jedoch geräumt. Auch am Schafmarkt war die Geschäftstätigkeit eine recht lebhafte, doch muhten die Notierungen infolge des schwachen Auftriebs von der Notierungskommifsion wieder ausgesetzt werden. Der Schweine-
m ä r £ f erfreute sich in dieser Woche eines regeren Geschäfts, nachdem er in den letzten Wochen recht vernachlässigt lag. Die Beschickung war fast unverändert. Die Preise gaben etwas nach, da die Metzger nicht gewillt sind, höhere Preise au bezahlen. Der Markt wurde jedoch ausverkaust. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1410 Rindern, darunter 283 Ochsen, 67 Bullen, 521 Kühen und , 320 Färsen, ferner aus 1801 Kälbern. 116 Schafen und 5282 Schweinen. Im Vergleich mit dem Austrieb der vorigen Woche waren 306 Kälber und 7 Schweine mehr, dagegen 91 Rinder und 21 Schafe weniger angetrieben. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Klasse Al 58-63. II 54—57, BI 47-53. Bullen
A 53—56, B 48—52. Kühe A 45—50, B 40—44,
C 35—39, D 32—34. Färsen A 59—63, B 54—58,
C 50-53. Kälber B 75—80, C 70-74. D 63-69.
Schafe nicht notiert. Schweine B 70—72. C 70 bis 73, D 70—73, E 68—71. — Verglichen mit den Preisen der vergangenen Woche konnten Ochsen. Kühe und Färsen je 2 Mark und Bullen 1 Mark anziehen, dagegen gaben Schweine 2 Mk. nach. Kälber konnten ihre Preise behaupten.
*
* Regreßklage bet der Rheinischen Handelsbank. Der derzeitige Vorstand der Rheinischen Handelsbank in Mannheim hat gegen die ehemaligen Mitglieder des Aufsichtsrates die Regreßklage eingereichL Die Streitsumme wird mit 400 000 Mark angegeben. Gingeklagt wird die Summe, die nötig ist, um die Gläubiger mit 100 Prozent ihrer Forderungen zu. befriedigen. Termin wurde anberaumt vor dem Landgericht Mannheim, Zivillammer III. am 9. Iuni.
* G.-G. für Zellstoff- und Papier- fabrikation. Aschaffenburg. In der gestrigen Aufsichtsratssihung wurde der Abschluß für das Geschäftsjahr 1928 vorgelegt und beschlossen. der auf den 17. Iuni einzuberufenden G.-V. die Ausschüttung einer Dividende von wieder 12 Prozent vorzuschlagen. Des weiteren soll der G.-V. eine Kapitalerhöhung vorgeschlagen werden, über deren Ausmaß noch Erwägungen schweben.
* Angliederungen an d ie Einkaufsorganisationen von Leonhard Tietz. Die Warenhäuser Gebr. Alsberg A.-G., Bochum und Gebr. Alsberg, Gelsenkirchen A.-G. in Gelsenkirchen haben sich in den Artikeln der Haushaltswaren, Lebensrnittel und Spielwaren der Einkaufsorganisation der Leonhard Tietz A.-G. in Köln angeschlossen. In dem Vertrag ist vorgesehen. daß die zum Alsberg-Eteg-Konzern gehörigen Geschäfte dem Anschluß in den genannten Artikeln beitreten können. Das Abkommen bezieht sich nicht auf die Textilwaren, die der Alsberg-Eteg-Konzern selbst bzw. durch die Großhandelsfirma Gebr. Fried & Alsberg G. m. b. H. in Köln wie bisher einkauft. Im Zu- fammenhang mit dieser Vereinbarung hat die Tietz A.-G. den ersten und zweiten Stock des in Köln im Bau befindlichen Richmodishauses gemietet, um hier die Einkaufsbureaus für die Haushalts- und Spielwaren unterzubringen. Die Eröffnung des Etagenkaufhauses im Richmodis- Haus unterbleibt infolgedessen.
* Diskonterhöhung in Rumänien. Die rumänische Nationalbank setzte den Diskontsatz von 6 auf 8 Proz., den Lombardziys von 7 auf 9 Proz. herauf. Diese Regelung tritt sofort in Kraft.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 4. Mai. Tendenz zuversichtlicher. Die kräftige Erholung an der gestrigen Äbendbörse konnte sich nicht fortsetzen, da sich die Gerüchte hinsichtlich eines in Paris zustande gekommenen Provisoriums nicht bestätigt hatten. Schon von Bureau zu Bureau wurden Angaben in erheblichem Umfange voraenommen, so daß die Kursgewinne von gestern Abend wieder verloren gingen. Die gedrückte Stimmung änderte sich jedoch zu Be- ainn des offiziellen Marktes rasch wieder, da neuere ^Reibungen aus Paris, die Hoffnungen auf einen doch günstigen Fortgang der weiteren Verhandlungen aufkommen liehen, eintrafen. Das Geschäft war aber nicht besonders umfangreich, da zum Wochenschluß, wie gewöhnlich bei dem frühen Marktgewinn, Aufträge nur wenig vorlagen. Die Kulisse war aber doch zuversichtlich und freundlicher gestimmt, und von dieser Seite wurden Inter- essenkäufe in größerem Umfange vorgenommen, so daß sich gegenüber der gestrigen Äbendbörse Besserungen bis durchschnittlich 3 v. H. ergaben. Nur Spezialwerte wurden lebhafter gehandelt, und von diesen besonders Eletkroaktien und Kalipapiere. Salzdetfurth konnten 8, Aschersleben 3, Siemens 3,5, AEG. und Schuckert je 1 o. H. eröffnen. Interesse bestand noch für Deutsche Linoleum, Karstadt und Reichsbankanteile, die um 2 bis 3 v. H. anziehen konnten. Die übrigen Märkte lagen still, aber zumeist leicht gebessert. Renten still. Ablösung ohne Option leicht gedrückt. Rach den
ersten Kursen wurde es erst wieder etwas fester, doch nahm die Spekulation Abgaben vor und die Kurse senkten sich wieder etwas. Die meisten Werte blieben jedoch behauptet, einige lagen sogar bis 1 v. H. über Anfang. Man war über ein Gerücht, wonach die Reichsbank in Zukunft nur noch Wechsel mit kurzfristiger Laufzeit annehmen würde, sehr verstimmt, und sogar das Dementi dieses Gerüchtes konnte nicht voll beruhigen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 o. H. unverändert. Am Devifen- marfF nennt man Mark gegen Dollar 4,2185, gegen Pfund 20,475, London gegen Kabel 4,8530, gegen Paris 124,87, gegen Mailand 92,58, gegen Madrid 33,95, gegen Holland 12,0690.
Berliner Börse.
Berlin, 4. Mai. Bemerkenswert war die Hausse im gestrigen Nachmittagsverkehr und an der Frankfurter Äbendbörse. Man wollte angeblich wissen, daß bereits einProvisoriuminParis zustande gekommen wäre, und darauf schritt die Spekulation zu starken Deckungen. Trotz eines D c - m c n t i 5 dieses Gerüchts blieb aber die Tendenz doch fest, und die Kurserholungen gegen gestern mittag gingen bis zu 6 o. H. und mehr. Im heutigen Vormittagsoerkehr trat eine gewisse Nervosität wieder hervor, und es hatte den Anschein, als ob die Gewinne der gestrigen Abendbörse wieder verloren gehen wollten. Auch die Vorbörse blieb uneinheitlich und abwartend. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs fetzte aber wieder eine gewisse Aufwärtsbewegung ein. Das Geschäft war zwar nicht sehr umfangreich, doch nahm die Spekulation wieder Deckungen vor, da sie an verschiedenen Märkten Auslandkäufe beobachten wollte. Die Stimmung wurde angeregt durch die Aussichten, daß in Paris doch noch ein Kompromiß erzielt werden wird. Man führte einen sehr optimistisch gehaltenen Havas- bericht an und glaubt, daß die Einigung besonders aus dem Grunde wahrscheinlich sei, weil Amerika hieran bas stärkste Interesse habe und diese Einigung herbeiführn wolle. Die Geldmarktlage war immer noch ziemlich unübersichtlich, wenn sich auch am Tagesgeldmarkt eine gewisse Entspannung bemerkbar machte. Tagesgeld stellte sich auf 8,25 bis 10,5 v. H., Monatsgeld auf 8,5 bis 9,5 o. Sy, Warenwechsel ohne jeden Umsatz. Die ersten Kurse lagen 3 bis 6 v. Sy über gestern mittag Schluß. Einzelne Werte waren stärker befestigt. Lebhafter waren wieder Farben, Siemens, die 8,5 v. Sy anzogen, und Kaliwerte. Bei letzteren regten die heutigen Generalversammlungen an. Salzdetfurth waren 12 v. Sy höher. Auch Polyphon konnten sich wieder um 14 v. H. erhöhen, da eine Einigung im Weltgrammophontrust angeblich wieder eher möglich sein soll. Auch Rheinische Braunkohlen waren auf den guten Absatz lebhafter. Glanzstoff zogen 11 ü. Sy an. Die Jahresberichte der amerikanischen Glanzstoff und Bemberg, in denen größere Reingewinne angeführt wurden, fanden günstige Aufnahme. Deutsche Linoleum, Schubert & Salzer, Stöhr, Spritwerte und Karstadt waren ebenfalls lebhafter und fester. Deutsche Anleihen erholten sich weiter. Ausländer uneinheitlich. Pfandbriefe ruhig. Das Angebot scheint zu überwiegen. Nach den ersten Kursen wurde es allgemein schwächer, dann aber, von Farben, Salzdetfurth und Schuckert ausgehend, fester, doch gegen 11.30 Uhr ruhiger und wieder etwas niedriger.
Dücheriisch.
— C. I. O'Donnell. Weltherrschaft. Das Britische Reich, die Vereinigten Staaten und Deutschland. Aus dem Englischen übertragen von Freiherr E. A. Henikstein. Amalchea-Verlag. Wien IV. Leinen 5,50 Mk. (80) — O'Donnell. ein englischer Parlamentarier, behandelt mit wohltuender Objektivität die brennende aktuelle Kriegsschuldfrage, indem er an der Hand authentischer Daten die langjährigen Kriegsvorbereitungen Frankreichs. Rußlands und Englands beweist. Er schildert weiter die katastrophal verfehlte Politik der Liberalen in England, welche ihr Land der Entente und damit dem Weltkrieg verschrieben, anstatt im Vereine mit dem Deutschen Reiche Europa den Frieden zu erhalten. Rücksichtslos geißelt der Autor die skrupellose Propaganda der mächtigen englischen Presse, welche die ganze Welt vor und während des Krieges systematisch belogen und betrogen. Er widerlegt unter Vorlage zahlreicher Dokumente und Belege die in Europa, Asien und Amerika verbreiteten, höchst albernen aber allgemein geglaubten Märchen über deutsche be- stiale Greueltaten und deutsche Barbarei. Als gründlicher Kenner Nordamerikas führt uns Mr. C. I. O'Donnell in die Politik der Vereinigten Staaten ein und gelangt zur Erkenntnis, daß bas Wohl und Wehe der Welt in den nächsten 50 Iahren von der Verständigung zwischen Groß- britannien, den Vereinigten Staaten und dem Deutschen Reiche abhänge.
— Heinrich Spiero: Schicksal und Anteil. Volksverband der Bücherfreunde,
Wegweiser-Verlag G. m. b.H., Berlin-Charlotten- bürg 2. (118) Dieses reizvolle Erinnerungsbuch führt uns durch alte und neue Kulturstätten, deren Geist mit feinem Verständnis erfaßt ist, und bringt markante Gestalten der deutschen Geschichte. mit denen der Verfasser in persönliche Berührung gekommen ist. menschlich nahe. Don Königsberg, der Stadt der kritischen Philosophie. Hamburg, dem Tor des Welthandels. Weimar, dem Schatzbehälter der llassischen Tradition. Berlin, Rußland und Amerika werden intime Bilder, die der großen Perspektive nicht entbehren, ent- warfen. Don Wilhelm Raabe. Richard Dehmel. Detlev von Liliencron. Gerhart Hauptmann, von Hindenburg, Ebert und Rathenau teilt der Verfasser ansprechende, unbekannte Züge mit. So führt diefes Vuch im Rahmen eines persönlichen, arbeitsreichen Lebens durch ganz Deutschland, in die Ferne und durch die geistige Welt.
— Peter Lippert 0.3.: Aus dem Engadin. Briese zum Frohmachenmit 11 Tief- druckbildern. Halbleder 4,60 Mk. (Verlag „Ars Sacra" Ioses Müller, München 23.) (169) - Die Briefe dieses Iesuitenpaters wurden in einem Tal des Heils, an einem Ort der Heilung, im Engadin, niedergeschrieben. Was Wunders also, wenn über den Briesen die heilenbe Atmosphäre des Engadiner Hochlandes liegt? Der Dust, die Würze, das Aroma dieses gesegneten Erdenfleckes. Diese Briefe wollen nicht etwa die Leiden vergessen machen. Lippert reicht uns keine Betäubungsmittel. Aber er läutert die Ansicht, die wir vom Leiden haben, und läutert damit unS selbst. Lippert lehrt uns die Schönheit, die Fruchtbarkeit und den Sinn des Leidens sehen. Nicht wie ein pedantischer Lehrer, mit Geboten und Verboten, sondern als ein mitleidender Freund, mit Bekenntnissen und Erkenntnissen. Was Lippert uns in die Hände legt, ist ein frisches und fröhliches Buch, darüber hinaus aber noch ein Werk, das um den ernsten Hintergrund menschlichen Schicksals weiß und diesen in Gleichnissen sichtbar macht.
— Allerlei Puppen und ihre Derlei d u n g. Von Werklehrerin E. Taube. Mit 54 Abb., kart. 2.20 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig. (56) — Dieses Heft ist zuerst für die Kinder geschrieben, darüber hinaus aber mag es den größeren Geschwistern. Müttern und Lehrerinnen zur Anregung dienen. Freude aus völlig wertlosem Material zu schassen. Technische Anweisungen sind nur soweit gegeben, wie sie ein Kind notwendig braucht, um nicht durch zu langes Herumprobieren die Lust zu verlieren. Das Material. Papier aller Art. Stoffreste und Draht, ist in jedem Haushalt vorhanden und mit geringem technischen Können zu verwenden. Der zweite Teil des Heftes gibt einige Anregungen für das Puppenschneidern. Die Schnitte sind aufs äußerste vereinfacht und dem Kind ist so die Möglichkeit geboten, mit ganz geringen technischen Fertigkeiten ohne große Mühe hübsche Kleider zu machen.
Aus dem Amisverkündigungsblait.
* Das Amtsverkündigungsblatt 21 r. 30 vom 3. Mai enthält: Dierteljahrsaus- weis der Provinz Oberhessen. — Straßensperre. — Aufstellung der Voranschläge der Gemeinden. — Das Abbrennen von Grasflächen. — Der Feuervisitator im 4. Bezirk. — Kartoffelkrebs. — Merkblätter und Flugblätter der Biologischen Reichsanstalt in Berlin. — Dienststunden bei dem Kreisschulamt — Lehrgang für Turnlehrer in Offenbach. — Urlaub für Lehrerinnen. — Dienstnachrichten.
Letzte Nachrichten.
Weitere sechs Tote in Berlin.
Berlin, 4. Mai. (DJIB. Funkspruch.) Bon den bei den Maiunruhen verletzten Personen, die in die Krankenhäuser eingeliefert worden waren, sind inzwischen außer den bereits gemeldeten noch ro e i- tere sechs geslorben.
Schwerer LlnglückSfall im Frankfurter Hauptbahnhof.
J r a n f f u r t a. 2TL, 4.2Hai. (2BIB. Drahtbericht.) Ein schwerer Unfall, dein zwei Postbeamte zum Opfer gefallen sind, ereignete sich heule früh kurz nach 4 Uhr beim Postamt IX im Frankfurter Hauptbahnhof. Die beiden Postbeamten h ü g e l e und M e h l i n g. die einen beladenen Handwagen im Aufzug vom Posttunnel im Kellergeschoß nach dem Bahnsteig zu befördern hatten, sind hierbei aus noch nicht aufgeklärter Ursache tödlich verunglückt. Die amtliche Untersuchung ist im Gange.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
fitanffud a M.
Berlin
Franlsuri a. 9)1.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Berlin 3- Mai
Geld
Brief
Fran;öfische Roten.....
Holländische Note»......
Italienische Roten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr., i 100 Kronen
Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Svaliische Noten.......
Tichechoslowakische Noten ..
Ungarische Noten . . ....
Devisenmarkt Berlin
Telegraphische
16.475
169,26
22,11
112.27
59.06
2.51
112.64
81,29
60,63
12.49
73,20
-Frankfur
Auszahk
16,535 169,94
22.19 112,71
59,30
2,53 113,08
81,61
60,87 .12,55
73,50 t a. M.
llNg.
Echivh- Wuw
l Uhr- fiura
Schluß, fturi
Ansang- Kurs
Schluß. ,<tnz4
l-Uhr. Kurs
Schluß- Kurs
Ansang Kurs
Schluß» Kur»
l-UH» Kurs
SchlutznAnfmrg Kurs , Kur-
Datum
3.5.
45.
3 5.
4 5.
Datum
35.
4-5.
3-5.
4.5.
Latum
3.5.
4-5-
3.5. 4 5.
e% Dt Reichrrmleibe v. 1927 .
XL LluI.-Ablus^Schuld mit los.-Rechlen
Dergl. ohne AuSlos.-Rechte .
7% Frankl. HyP^Bl Goldvl. im- tünbbin bti 1932
<%% Rheinische Hyv.-Bank Sictu.- Goldpj.
S.E.B. aba. BorkriegS-Sbligatwu rückzahlbar 1932
4% Schweiz. Bunderb.-2ni..
*% Lelierieichiichc Goldrle.. . . 4,20% tDefUrr. Silbcrrte.....
4% Oesterreich, einhcill. Rle. . . 4% Ungarilche Goldrtc.....
4% Ungarische Staat», v. 1910 4'4% dcSgl. von 1913.....
4% Ungarische Kronenrte.. .
4% Türt. ZoUanIcche v. 1911 . ■ 4% Türkische Bagdadbahn^lnl.,
«Seite 1 • ■
*% dcsgl. Serie 11 .....
4% Rumänen conöeti. Rte. . ■ ■ 4’4% Rumänen «SoIbanL von 1913
Wg. Deutsche Eisenbahn . . *y- Hamburo-Amerika Valet ... 8 Hamb.-Südam. Dampsich. . . 8 Hansa Dampsschiss ... 10 Norddeutscher Lloyd . .... 8 Llllg. Deutsche Crebttaust. . . 10 Bacmer Bankvmeü. ... io Berliner Haadellgesellsch. . . 12 Kommerz- und ‘Bnuat-Sanl. 11 Dormkt. u. Nattonatdant 12
Deutsche Bant . . io
Disronto-Geielllchast gut. . io Dresdner Bank . . 10
Mitteldeutsche Eredttbanl... 9
Reicht baut 12
52,13
10
86
75,25
88
101,5
2,75
23,5
1,9
9
8
17
121
113,5
125
185
254,5
160,5
161,5
157
296,5
1 1SLJ 1 £ 1 1 131 ISI II II____1 1 I । I 1 1 I । । । । ~। ।
87,5
52,25
10
- j
29.5
2,65
23,5
21,25
22,13
1,9
9
8,7
8.7
119,75
148,5
111.5
125.25
127.5
210
184
254
160,13
151
156
296,5
52,25 10
8,7
120.9
148.25
112
125
214,5
185.5
255.75
161
151
156.75
297,75
Sl.E.G. . «
Bergmann . . ....... S Oeltr. Lieferungen..... io Licht und Krasl ..... 10 gelten & Guilleaume. .... 6 Ges. f. deltr. Untern.» ... 10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Mhein. Elektr....... . . o
Lchlls.l-leklr........lo
(Siemens & Halske • • • • • 1-
TranSradio ...•••••. 8 Lahmeyer & Go...... ■ lu
Buderus...... .... 5
Deutsche Erdöl ....... 6
Essener Steinlah!«......8
Gelsenkirchener . . . k- V* I-4
Harvener.......... 6
Hoesch Eisen. ....... .S Ilse Bergbau ....... .8 ftlödnerroerte .......
Köln-Neuessen. ....... 9
ManSfcldcr .........7
Lbcrschlei. Eilend. Ledars. . . 5
Lberschles. .«toLrcetlc.....6
Phönix Bergbau......ö',2
Rheinische Braunkohlen... io
Rheinftabl . 1.-2 Jahr
Riebeck Montan......7,2
Bereinigte Stahl«. .....<
Olavi Minen . . .... 2 sh
Soll Ascherrieben ..... 10
Kaliwerk Salzdetfurth ... 1b
3. ®. tzarben.InduktriS... 12
Dynamit Nobel ....... s
Ccheideanslal! ....... 9 (Goldschmidt ........ o Slutgerrmerke . ....... 6 MellLgeirllichalt. ..... 1;
166.5
210
153
205,5 142
215
237,5 367,5
165,5
71
127
130
212
98,5
112
127,25
92,5 279,5 112,5
91
234 240,5
374
246
84 t>7,5
127
166,75
205,5
216
238,25
370,75
—
112,5
113,5
237
382
247
163,5 208,5
152
203
142
214,5
140,5
157
182,5 233,13
363,5 143,5
69,25
111,25
116
126.75
130
114,5
211
98,25
114,5
110,9
125 80,75 99,25
92,5 277,25 110,75
141
51
65,4
230,5 236,75
365
243 115,25
8-»,75
87,5
126,5
166.75 213
153,25
205 144,25 215,25
140
156 186,25
238
372
69,25 112,75
128
131
115,5 211,5
99,25
112,5
126
100,4 87,25
280
113
141.5
91
66 236 241 377
247
84,6
87 75 128
Phlttpo Holzmann ,.....?
Heidelberger Zement .... 10 (Semem Karlstadt ...... S Waytz L- Freitag......10
Schultheis Batzenhofen ... 15 Cflivertc.........Vl
Bcr. Glanjsiosi......18
Beinberg......... 14
Zellstoss Waldhos.....12
Zcllslojs Aschasfenburg . . . 12 Charlottenburger Master ... 7 Dessauer <tzaS........8
Daimler Molaren......0
Deulsche Maschinen-Zabrik . . o
Adlerwerte Slcvcr......5
Lubw. Loewe ....... 10 Rat. Automobil ....... O Crenflehi & Koppel » .... 5 Leonhard Tietz ...... 6 Bamag-Mcguin ....... 0 Franks. Maschine« ...... 6 Gritzner ...••••• 11 Heylsgenstaedt ...... . 0 Slunghans. . ....... .4 Lcchmerle...... • . . S
Mainkrastwerke ....... 8 Miag...........10
Nekmsulmer ........ 8 BcterS Union..... 8
0'ebr. Roeder...... 10
Loigt & Haessner ...... s
Südd. Zucker.......d
___________Dan
Berlin, 3- Mai
'.'lmeritaimch? Note».....
Belgische Noten........
Dänische Roten........
Englische Sloten........
118
145,5
174
433
251.5
182
l£i i ii1issii : i i iiiiii l i i : i i i 1 i 1 i _
CM— jO Ci *4- CM lo
124
286
234
428
331
260
176
291
238,25 439
333
252
111,4
203,5 55,25
50,25
46
208,25
28
281,25
122
riet
4,25
8,69
2.67 .531
5
1
1
1
tni
1,25
47
51
86,5
64
12,5
21,5
25,5
204
49.5
>ten
110.5
200,5
53,9
50,25
48,25
205
28,13
90
280
54,5
86,5
64
121 18
125
205
49,25
B
. 11
20
Slmst.-Nott. Buen-AireS vrss--2lntw- Christiania. ckcopeustagen Stockholm - HclnngforS. Italien. . . London. . . 9!euvork .. Paris.... Schwei; . . Svanicn. • ftapan . . . ?ttio dc Aan. Wien in £cft. abgesl Prag . ■ • ■ jöeljrab . • Budavett. . Dolaariell. Lissabon . Danzig. . . Konstantin. Athen.
Canada Urnauao. . S 'nir o - . -
3. M
Amtliche 7 Geld 1
169.43 '
1.772
58,51
112,39
112,37
112,61
10,593
22,09
20,45
4.2135
16.47
31,19
60,59
1.892
0.502
59,17
12,473
7.409
73,43
3,042
18,87
81,77
2.067
5.16
4.181
4,076
20,975
ai
toticrun Stic
169.7 1.77 58.6
112,6 112,5
112.8 10,61
22,1 20,4.
4,221
16,5 81.3
60.7 1.89 0.50
59.2
12.49 7,42 73.5 3.04 18,9 81,9 2,07
5,4 4.18 4,03
21,01
5
4
9
3
3
7
3
1
3
1
7
9
4
5
4-2
Slmtltche 9 Geld
169,41
1.772
58,50
112,39
112,32
112.59
10.592
22,095
20.451
4,2135
16.465
81.185
60,28 1,895 0,502
59,175
12,472
7.407
73,41
3.044
18,88
81,76
2,058
5,455
4,183
4.076
20,975
iai
kotirrmra Brief
169,75 1.776 58,62
112,59 112,54 112,81 10,612 22,135 20,491
4.2215 16.505 81,345
60.40 1.899 0,504
59,295 12,492
7,421 73,35
3.050 18,92 31.92
2.062 5,465 4.191
4.084 21-025


