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Samstag, 4- Mai 1929

iry. Jahrgang

Nr. m Erstes Blatt

Wie lange noch?

Berlin. 3. Mai. (WTD.) Die Propaganda der Kommunisten als Protest gegen die polizei- lichen Maßnahmen in den Sympathiestreik zu treten, hat im Laufe des Tages zur Arbeits­niederlegung in einer Anzahl Betrieben geführt. Cs handelt sich um etwa 1500 Arbeiter. Dagegen ist an einigen Stellen, wo die Arbeit heute früh eingestellt wurde, diese im Lause des Tages wieder im vollen Umfange ausgenommen worden. 2m Laufe des Vormittags haben die 1800 Ar­beiter und Arbeiterinnen der Zigarettenfabriken Manoli und Iosctti die Arbeit nieder­gelegt. Die Kommunisten scheuen auch nicht da­vor zurück, die Arbeiter durch Drohungen und Gewaltanwendung sich gefügig zu machen So wurden die Arbeiter auf verschie­denen B a u st e l l e n durch Drohungen zur Rie- dcrlcgung der Arbeit gezwungen. Biele Arbeiter haben aber bereits erklärt, daß sie ihre Tätig­keit sobald wie möglich wieder aufnehmen werden.

fertigen und die Straßen so zu sichern, daß die Wie- dererrichtung von Barrikaden verhindert werden kann.

Am Morgen tritt Ruhe ein.

Berlin, 4.Mai. (WTB. Funkspruch.) 7 Ahr morgens. Bis gegen 2 Nhr nachts waren in der Hermannstraße und in der Steinmehstraße von beiden Seiten Schüsse gewechselt, worden, der Rest der Nacht bis Tagesanbruch verlief ruhig. Um 4 Uhr morgens räumte die Polizei die spanischen Rei­ter. mit denen sie die Straßen gesperrt hatte, und die in dieser Nacht von der Polizei errichteten Bar­rikaden aus llntergrundbahnmaterial fort. Ebenso wurden die Posten auf den Dächern, die Scheinwer­ferposten und die Maschinengewehrposten auf den Balkons verschiedener Häuser ein gezogen. Die Polizei will sich während des Tages möglichst un­sichtbar machen, sofern diese Absicht nicht durch neue Angriffe und neue Ansammlun­gen der Ausrührer zunichte gemacht wird, heute abend um 9 Uhr wird genau so wie in der ver­gangenen Nacht das Viertel wieder abgc- sperrt werden, damit einer Aushebung des Aus­nahmezustandes vor Montag früh nicht zu rechnen ist. Die Freigabe der Straßen für den Verkehr voll­zog sich am heutigen Morgen ohne Zwischenfall. Gegen 4.30 Uhr zeigten sich die e r st c n Passan­ten auf der Straße. Ls handelte sich zum größten Teil um Einwohner anderer Stadtteile, die Besuche I bei Bekannten oder Verwandten im abgesperrten viertel gemacht holten und von der Absperrung, an die sie nicht so recht geglaubt hatten, überrascht war- den waren, kurz vor 5 Uhr ging der Verkehr wieder seinen normalen Gang. Auch der Straßen-

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher.

preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20°/, mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

LUKIIH I IW-/ V\x- mm ... .

deutsche Innenpolitik einmische, die gegen Die Regierung gerichtet sei.

Oer Proteststreik in Groß-Berlin.

Kowno. 3. Mai. (TU.) Wie aus Moskau berichtet wird, hat die internationale Ar­beite rhilfe sich an die russischen Gewerk­schaften und andere russische Kommunistenorgani­sationen mit der Bitte gewandt, Gelder zur Unterstützung der Opfer der berliner Ereignisse zu sammeln. D,e Internationale Ar­beiterhilfe hat von der Sowjetregierung die E r - laubnis zu dieser Geldsammlung erhalten. Die Sammlung, die von der Internationalen Arbciterhilfe in Rußland auf 10 000 Mark ge­bracht werden soll, dient der Unterstützung aller Berliner Mai-Opfer, die sich in schlechter ma­terieller Lage befinden. Am Donnerstag hat in

Oie Drahtzieher in Moskau

Eine deutsche Beschwerde.

Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.

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Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle.

Vezvgrpreir für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Träger, lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fer nsp rech ans chlü sse: 51, 54 und 112.

Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Stehen.

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Roch immer keine Beruhigung in Reukölln

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vnlS und Verlag: vriihl'sche Umverfilälr-Vuch- und Sleindruckerei R. Lange in Stehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße t.

Mittagsstunden in Neukölln in der Hermann- und in den angrenzende ' Straßen immer wieder klei­nere Zusammenstöße zwischen Polizei und Stra- ßenpöbel stattsanden, die erst durch das Eingrei­fen größerer Polizeiaufgebote im gemeinsamen Vorgehen mit Panzerwagen beendet werden konn­ten, ist cs in den Nachmittagsstunden zu neuen Zwischenfällen gekommen, die ernsteren Umfang an- zunehmen drohten. Die neueingesehlen Polizei­truppen find mit Handgranaten und Ge­rne hrgranaten ausgerüstet. Um 10.30 Uhr hatte sich die Loge in der hermannstraße und den Nebenstraßen der hermannstraße noch nicht be­ruhigt. Die Polizei wurde immer wieder be­schossen. Besonders in der Prinz-handjery-Strahe und Ecke Lefsingstraße sammelten sich junge Bur­schen an und versuchten, Barrikaden zu bauen. fcUt)V __________ ____ _____ ,

Aus den Häusern der Falk- und Lefsingstraße wurde Moskau eine Versammlung der deut- hestig aus den Panzerwagen und die Polizei geschos- scheu Kommuni st en stattgefunden, in der scn. Die Polizei dirigierte den Panzerwagen zur Vertreter der deutschen Abteilung der kommu- Lessingslraße vor; die Straße wurde mit Ma- nistischen Internationale Reden hielten. 2$ fchinengcwehren bestrichen. Ob die halbwüchsigen klärten in i^ten -. u j ^Nai gezeigt

Burschen dabei irgendwelche Verluste hatten konnte Abgängen. M 9$Ietariat zurFüh- uicht festgestelll werden, da ja auch die Straßen wie- M?u etncg Bürgerkrieges reif ge - der in volles Dunkel gehüllt sind und w,e toorI)en fei ?lach der Auffassung der deutschen in den vergangenen Nächten ein großer Prozentsatz Kommunisten müsse der Kampf gegen die Der- der verwundeten von den Kommunisten ab- nncr Polizei fortgesetzt werden, um dann transportiert und der Polizei verheimlicht später diese Bewegung auf das ganzeReich werden. An der Lcke Lefsingstraße gelang es dann, anzudehnen ~ ,r - «,nR

einige der Barrikadenbasler fest z u n e h m e n. man ^r^omEnisttschen^'Maifeier^Demönstration fand bei ihnen Waffen verschiedener Art, Schlag- I, zahlreiche Russen beteiligt haben, ringe, feststehende Messer und auch Dietriche. Die & A öer russische Kriegskommissar W o r o - Polizei hat die Hausflure der häufer in der Prinz- Schilow bei der Maifeier in Moskau sich in Hondjern-Slraße beseht und versucht immer wieder, rc$t auffallender Weise in die deutsche acacn die Lefsingstraße vorzugehen, wo sich Innenpolitik eingemischt hat wobei er in dieser Nacht das Hauptzentrum der es auch nicht unterließ m persönlichen ^griffen 91 trnhror Minbef Die Polizei hatte die Ab- gegen die verantwortlichen Leiter der deutschen Aufruhrer befmoet ine ponj« ) Politik vorzugehen und dafür ein Loblied auf die

ficht, sich m den nächsten Stunden mogl chst z Kommunisten w singen, ist, wie wir

r ückzu halten, um festzustellen, ob die fiommu ^us gut unterrichteter Quelle erfahren, seitens nisten auf diese Taktik cingeheu und die Feindselig- x,^lschen Regierung durch den deutschen keilen ebenfalls cinstellen. Man ging dabei auch von Botschafter in Moskau, Dr. v. Dirksen, e i n - S«'-?

nid)I durchsüh rbareifen, «eil bei den | wenn,sich die Sowjetunion,.« einer We,s° Aufrührern anscheinend der feste Wille besteht, die Beamten bis zum Morgengrauen in ^l^m zu hal­ten. Die Polizei Hal in Neukölln, um du: Dach- fchühen wirksam bekämpfen zu können, nach Ein­bruch der Dunkelheit an der Ecke der Prinz-Hand- jery-Straße und der hermannstraße auf den Dächern große bewegliche Scheinwerfer ange­bracht und Maschinengewehre aufgestellt. Das Mittel erwies sich als ausgezeichnet, denn sobald die Re­flektoren aufflammlcn, hörte die Schießerei von den benachbarten Häusern auf. Die Aufständischen zogen sich bis in die All er st raße zurück, von dort aus versuchten junge Burschen mit Steinen und Re- volverschüssen die an der Ecke stehenden Gaslalernen zum Erlöschen zu bringen. Die Polizei eröffnete von der Prinz-Handjery-Straße aus anhaltendes Feuer auf die Kreuzung Allerstrahe. 3n der Falkstrahe an der Ecke Prinz-handjery-Strahe sind abermals Barrikaden errichtet worden. Die Polizei fährt mit zwei Panzerautos dauernd durch die Stra­ßen und wird auch versuchen, die Barrikaden zu be-

Ausnahmemaßnahmen für Wedding und Reukölln. Berlin, 3. Mai. (WTV.) ilm die beiden! Tlnruhezentren Wedding und Reukölln, in Denen cs auch am gestrigen Abend und im Laufe Der Rächt wieder zu schweren Zusammenstößen gekommen ist, zu beseitigen, hat der Polizeipräsi- Dent für die Zeit von 21 ilfjr ab bis 4 Ahr jeden Verkehr in den in Frage kommenden Straßen verboten. Ausnahmen gelten nur für Acrzte, Hebammen und Sanitätspersonal. Jedes LI mH er stehen in den Hausflu­ren oder Hausnischen sowie Toreinfahrten ist verboten. Die straßenwärts gelegenen Fen­ster müssen in der angegebenen Zeit geschlos­sen bleiben. Auch darf in den straßenwärts gelegenen Räumen während der angegebenen Zeit kein Licht brennen. Zuwiderhandelnde Wohnungsinhaber sehen sich der Gefahr aus, daß die Fenster von der Straße aus durch die Polizei unter Feuer genommen werden. Am Tage darf in den in Betracht kommenden Bezir­ken und Straßen sowie in den Hausfluren, Haus- nischcn und Toreinfahrten keine Person stehen bleiben. Die Polizei wird besonders Darauf achten, daß sich niemand länger auf der Straße aufhält als unbedingt erforderlich ist. Per­sonen, die sich ohne festes Ziel auf der Straße bewegen, werden f e st g e n o m m e n. Zusammen­gehen von drei oder mehr Personen ist nicht ge­stattet. Iedcr Radfahrverkchr ist unter­lagt. Die in den fraglichen Bezirken gelegenen Gastwirtschaften werden abends um 9 Tlhr geschlossen. Alle Personen, welche diese Be­stimmungen nicht beachten, sehen ihr Leben aufs Spiel.

Reue Kämpfe.

Berlin, 3.Mai. (MTV.) Nachdem in den Vor-

Das Interesse an der ewigvorbereitenden" A b -

b°hn°cr--hr durch die Hermannflrade wer um I rüstungaknmmi,,iUN.

diese Zeit frei gegeben. Die fliegenden Wachen eigentlich in Genf über eine Beschränkung

in den verschiedenen Hausfluren, in denen die wah- i)er Landrüstungen verhandelt ist in Deutschland renb der Nacht ^(genommenen Personen vorüber- begreiflicherweise gleich Null. Man hat es längst gehend untergebracht worden waren, wurden gegen aufgegeben, an den ernsthaften Willen der anderen Morgen ebenfalls a u f g e h o b e n. Die verhafteten zu einer wirklichen Abrüstung zu glauben und ist es wurden dem pattzelpraflblam 3ugefii<,tl. 3m allgc- müde gew-rden diejen endi°I°n N-de,ch,°ch«en mit meinen wurde die Absperrung ziemlich milde ge- ihren verwirrenden lechn, chen Emzecheiten zu so! handhabt. Sie zahlreichen 3t It::u n tc 11le n , He ausgerüsteten Stnchen, bcc'beali

sich gestern abend zeigten in den meisten Bettie- identeS/ öencn nur daran gelegen ist, durch die den wurden gestern die Löhne ausbezahlt wur- @cnfer Komödie nun auch auf dem Gebiete der den von Polizeibeamten in ihre Wohnungen Röstungen den status quo für alle Zeiten zu ftabi geleitet, damit sie nicht in Gefahrzonen hinein- lisieren und durch ein internationales Abkommen gerieten zu sanktionieren, wie cs ihnen für die Verteilung

s der in den Pariser Friedensverträgenerworbenen"

Sechs weitere Todesopfer Gebiete ja schon durch den Dölkerbundspakt gelun Wtirufcoti gen ist. Wir hätten deshalb auch kaum Veranlas

vei oen unruyen. |unfl( unsere Leser mit der Genfer Abriistungs

Berlin, 3.Mai. (WB.) von den Verletzten, die debatte zu langweilen, wenn nicht diesmal in Genf am 1 Mai ins Krankenhaus Neukölln-Buckow ein- ein ganz großes Spiel gespielt würde, das weit geliefert wurden, sind, wie das Städtische Nachrichten- über deutsche und europäische Interessen hinaus für heutigen Unruhen Beukolln "'u^e famen Beobachter der Genfer Vorgänge der ganz

F r a u e n auf Balkons undeinPass a n t an einer bectimmtc Eindruck, in Genf diesmal eine emp Straßenkreuzung durch abirrende Geschosse ge- ftnb(id)e (5 d) l a p p c erlitten. Sic beutfdjc Dc tötet. Unter den Todesopfern der gestrigen Stra- (cgatiOn hat für die Formulierung einer Ab ßenkämpfe in Neukölln befindet fichaucheinaus- ruftungstonoention für die Landstreitkräfte eine ländischer Pressevertreter, und zwar der Reihe von Anträgen eingebracht, die sämtlich in Nelson (Neuseeland) geborene 46 Iahre alte abgelehnt worden sind Sie hat die Einbe Lharles M acka y, ^vertte^rder^nech^ndi^en ^hung^

9.^Uhr"abends in der hermannstraße von einem Zj""^e?^Fra"krei'ch^ 'mit°U'fci'neWrunMaVUbä Passanten am Boden liegend erschossen aufgefunden, ^zolks in Waffen" schon stets auf heftigsten Wider Die Polizei brachte den Toten nach dem Buckower gCfto&en ist, bisher aber von England und Schauhaus, wo aus den vorgefundenen Papieren Amerika unterstützt wurde: der Antrag wird a b - feine Personalien festgestellt werden konnten. gelehnt. Die deutsche Delegation schlägt weiter ' v vor, die Vorbereitung des Giftgas, und Bakte­

rienkriegs und den Abwurf dieser unmenschlichen Kampsinittel aus der Lust zu verbieten, an sich eine Selbstverständlichkeit, wenn schon der Gift- Gas- und Bakterienkrieg selbst durch eine beson dere Konvention verboten ist. Tut nichts, der deutsche Antrag >vird abgelehnt. Deutschland schlägt schließlich vor, durch eine I besondere Schlüsselung die Möglichkeit zu schaffen, den Reserven einen verschieden hoyen Kampfwert beizumessen. Der deutsche Antrag wird (yCllCrul|H Cllv* abgelehnt, aber nicht nur dos, Frankreich ver

hrr fnittiitHttittiiActt langt, mit einem spürbaren Seitenblick auf das

(Sine Konferenz der koiNMUNlstlfiyen deutsche Heer, daß der Berufssoldat hoher zu be-

Betriebsräte. werten sei, als die Friedensstärke eines auf der all

ro T; o rmn; iWTB i 5Scutc abend gemeinen Wehrpflicht beruhenden Heeres. Rieder nQ^m ein?' Senfe' de^LmmunKfLn L. ?a8e ans Riedle. 2er Hh MM, « r af triebsräte und Betriebs delegierten Groß-Berlins Bernstorfs, dem man zubilligen muß, daß er zu der durck die kommunistische Generalstreik- sich seiner haut wehrt, so gut er kann, kamvft aus varole geschaffenen Lage Stellung. Aus den verlorenem Posten. Richt einmal die einst für tue Berichten der Vertreter der verschiedenen Be- Abrüstung sich so wacker einsetzenden kleinen neu- triebe' ergab sich, daß nur. wie bereits be- traten Machte wie Finnland, Schweden, de richtet in verhältnismäßig wenig Be- Schweiz leihen ihm ,purbare Unterstützung. Rur trieben ein politischer General- Sowjetrußland, das man nach den radikalen Ab- st r e i t z u st a n d e g e k o m m e n sei. Bemerkens- röstungsvorschlagen Litwinoffs m Genf emfach wert war. daß ü b e r h a u p t k e i n e V e r t r e - ignoriert, China und d.e Türkei, über beren Anträge ter der Großbetriebe der Berliner man zur Tagesordnung übergeht, sekundieren der Metallindustrie anwesend waren, deutschen Delegation. Aber was bedeutet deren Einige Detriebsdelegierte erklärten, daß die Ar- -Hilfe gegen die Einheitsfront Westtnachte nnt beitsniederlegung infolge des Widerstan- ihren Trabanten Polen, den Staaten der Klemen des der S P.D. - Funktionäre nicht er- Entente und wie sie olle Heißei'.

reicht werden konnte, und andere betonen, daß Diese Einheitsfront ist ein Novum, eine pemliche sie sich nur dann dem Streik anschließen könn- Ueberra|chung. Denn Amerika, d,e erste Macht ten wenn auch die Verkehrsbetriebe der Welt, hatte bisher in der Frage der Embe- und die großen Werke der Metallindustrie Ziehung der ausgebildeten Reserven em Punkt, mitstreikm würden. Der kommunistische Abgeord» der in seiner außerordentlichen^militärischen B - ncte Heckert gab zu. daß die Beschlüsse über beutung geradezu zum Prusstem für bas gesamte den politischen Generalstreik bisher nicht zu Abrüstungsproblcm Seworden .st - emenStand- dem gewünschten Erfolg geführt hätten, punkt vertreten der ber deutschen Auf,as|ung weit Er wandte sich mit scharfen Worten gegen den entgegenkam. Auch England war ursprünglich sozialdemokratischen Polizeipräsidenten Z ö r g i e- gegen die französische These, daß die ausgebildeten bei und dessenfaszistifche Polizeibanditen" und Reserven m die Rustungsvermmderung mcht emzu- forderte sodann die Betriebsräte und Delegier» beziehen seien, sondern diese sich lediglich auf ba^ ten auf. zur Erfüllung der kommunistifchen For» stehende Heer zu beschranken habe. Eme unhaltbare derungen auf Entlassung des Polizeipräsi» Auffassung, wenn man sich klar macht, baß Machte denten Zörgiebel und Aufhebung des De- mit allgemeiner Wehrpflicht durch die Mobil- monstrationsverbotes in den Betrieben machung ber 'dnen zur unmittelbaren Verfügung in verschärftem Maße den Streik zu inszenieren, stehenben ausgeb,Ibeten Reserven m wemgen Tagen Man müsse verlangen, daß die Opfer des Zörgie- Feldheere in der vielfachen Große des stehenden belschen Blutbades dem Proletariat zur Deerdi- Heeres zum Angriff über die Grenzen fuhren qung ausgeliesert würden, damit die ganze Der- können. England änderte nun seine Politik, als cs liner Bevölkerung die Toten zur letzten Ruhe in ber Diskussion über bie Seeabrüstung die bestatten könne. Das Mai-Komitee müsse durch Ausdehnung des Abkommens von Washington auf 40 Personen aus denSetrieben zur Organisation bie Schiffskategorien der Kreuzer und U-Boote des Streiks und zur Durchführung weiterer Maß» mit Amerika nicht zu Rande kam und Frankreichs nahmen vergrößert werden. Aus der Versamm- Hilfe nachsuchte. Es kam bas e n g l i s ch - f r a n - lunq heraus wurde dann durch Zuruf die Bil-I zösische F l o k t e n k o m p r o mi ß zustande auf düng eines Selbstschutzes für die De- ber Basis, baß Englanb seinen Wiberstanb gegen

monstrationen des Proletariats verlangt und di- Außerachtlassung der ausgebilbeten Reserven

der Abgeordnete Heckert erklärte hierauf, daß fallen ließ und Frankreich sich die englische Austal-

diese Frage durchaus akut sei und in den Ve° sung in ber Flottenfrage zu eigen machte. Das

trieben diskutiert werden müsse. Kompromiß hakte nur den einen Fehler, es fand

nicht bie Billigung ber Vereinigten Staaten. Ame- Oie Streikbewegung »m NuhrvergdaU. rita fühlte sich sogar heftig brüskiert, unb ber da- Essen 3. Mai. (WB.) Die Zahl ber aus Anlaß malige Präsident Coolidge drohte mit rucksichts- ber Berliner Unruhen nicht eingefahrenen Bergleute losem Wettrusien. bei bem Englanb als ber fman- hat sich wesentlich vermindert. Auf den ziell so viel schwächere Gegner, bald auf den Sand Prosper-Schächten und Arenberg-Fortsetzung ist heute gesetzt worden wäre. London verstand die Drohung die Belegschaft v o 11 z ä h l i g' z u r Arbeit er- und bemühte sich, bie offentlnye Meinung Amerikas schien en. In ber Morgenschicht fehlten auf ber wie bes eigenen Landes, bas über einen Konflikt Zeche Neumühl wo sich anscheinend ber Herd ber mit bem angesiachsiichen Vetter wenig erbaut war, Unruhen befinbet, noch 255 Mann, auf Zeche Beecker- nach Möglichkeit zu beschwichtigen Das olotten- werth 400, auf ben Thyssen-Schächten 1106, auf komprom.ß mürbe vorläufig ad acta gelegt zum ^ethe Friedrich Ernestine 164 auf Zeche Westfalen I -schmerz ber Franzosen, bie alles getan hatten, ben 245 unb auf ÄnM 11«Ä Auf allfü britifdien JBcrbünbeten uor 2tmerita fomprom. . and-r-n Z-ch-n find bic Setegfdjaften u o 113 ä f) I i g ticrcn. '»er wie weit sich (Englanb auch ferner an an gefahren bie in bem Abkommen Frankreich gemachten

_ I Zugeständnisse in der Landrüstung gebunden hatte,