des Marschalls, den Posten eine- Vizeminister- präsidenten übernehmen soll. Man erwartet, bah noch in dieser Woche die Entscheidung fallen soll.
General Le Rond Aufsichisrais- vorsitzender der Danziger Werst.
Berlin, 4. April. Die „D. A.Z."" meldet aus Danzig, daß der französische General Le Rond mit der Stimmenmehrheit Englands, Frankreichs und Polens zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Danziger Werft gewählt wurde. Die Danziger Werft, die frühere Kaiserliche Werft, wurde nach der Abtrennung Danzigs vom Reich internationalisiert, und zwar mit französischer und englischer Kapitalbeteiligung von je 40 Prozent. Polen und Danzig beteiligten sich mit je 10 Prozent.
Oie Lehrerbildung in Preußen.
Eine Rede des Kultusministers Dr. Becker.
Dortmund, 4. April. (Priv.-Tel.) Der preußische Lehrerverein trat in Dortmund zu seinem 9. Verbandstag zusammen. Auf der Tagung sprach der preußische Kultusminister Dr. V e ck e r über die Lehrerbildung in Preußen. Wenn sich auch, so führte er u. a. aus. die Wege der Schulverwaltung und die der Lehrerschaft häufig trennen und überschneiden, so stehe doch immer am Ende das gleiche Ziel. Die Interessen der Volksschule. der Mittelschule und der höheren Schule seien ebenso verschieden wie die Interessen der hinter ihnen stehenden Lehrergruppen. Jede empfange ihre Gesetze und den Adel ihrer Wirksamkeit von der Arbeit an der deutschen Jugend.
Wie für die Schüler, so sollten auch für die Lehrer Hebergangsmöglichkeiten von einer zur anderen Schulart geschaffen werden. Der Lehrerausbildung und der Angleichung der Lehrergruppen aneinander soll im Ministerium besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Kampf um die Schule im Widerstreit der Weltanschauungen dürfe nicht in die Schulen hineingetragen werden. Der Minister bekannte sich zur Simultanschule und ließ keinen Zweifel darüber, daß er mit der „neuen Lehrerbildung" stehe und falle. Eine grundsätzliche Verstaatlichung des gesamten Schulwesens sei das erstrebenswerte Ziel, demzuliebe andere, weniger wichtige Interessen zurücktreten mühten.
Die Erziehung zur Republik sei eine der wichtigsten Aufgcchen der Volksschule. Der Zweck der pädagogischen Akademien fei nicht allein der der Lehrerbildung, sondern auch der Volksbildung ganz allgemein. Die pädagogischen Akademien mühten neben den Hniversi- täten ausgebaut toerben, weil sie etwas anderes. etwas neues sind, und weil sie eine neue, richtig verstandene Humanität in sich bergen sollten, weil sie besonders volksnahe sein mühten. Der Volksschullehrer wird auch aum Baumeister unserer staatlichen Zukunft werden. Wie die geistige Erneuerung nach 1800 ein Werk der Hochschule gewesen ist. so mühte die Erneuerung nach dem Weltkrieg das Werk des Volksschullehrers werden.
Oie Eroberung von Jiminez.
Mexiko. 3.April. (WTB.) Von der Regierung wird der Sieg über die Rebellen in Jiminez als gleichbedeutend mit dem Zusammenbruch des Aufstandes im Ror- d e n bezeichnet. Rach einem gleichzeitig ausgegebenen durch General Calles übermittelten Fliegerbericht über die Kämpfe um Jiminez sind durch Zerstörung einer Brücke nördlich der Stadt acht Eisenbahnzüge mit flüchtenden Aufständischen aufgehalten worden. Die Straßen von Jiminez sollen voller Toter und Verwundeter sein. Die Kavallerie der Degierungstruppen hat bei der Verfolgung der bei Jiminez geschlagenen Aufständischen 11 Meilen nördlich von Jiminez bei La Reforma mehrere Truppenzüge der Aufständischen eingeholt. Rach einem kurzen, für die Insurgenten verlustreichen Gefecht, fielen die Züge in die Hände der Negierungstruppen.
Aus aller Wett.
(Ein neuer Ozeanflug.
Oberst Fihmaurice erklärte in Reuhdrk bei einem Empfang durch Bürgermeister Walker, er hoffe, bei seinem nächsten Atlantikflug mit Köhl, der von Potsdam nach Reuyork gehen solle, das bisherige Gewichtsrisiko der Ozeanflüge durch eine zweimalige Ergänzung des Benzinvorrats beim Verlassen des Kontinents und auf den Azoren beträchtlich verringern zu können. Hauptmann Köhl teilte einer Korrespondenz auf Anfrage mit, daß der Zeitpunkt des neuen Ozeanfluges, den er mit Fihmaurice plane, noch nicht f e st st e h e. da die Finanzierungsverhandlungen der abermaligen Ozeanüberquerung noch in der Schwebe seien. Die Kosten des Fluges würden erheblich größer sein als bei dem „Dremen"-Flug. da eine dreimotorige Iunkersmaschine, und zwar ein Wasserflugzeug verwendet werden soll, dessen Anschaf- sunaspreis sich allein auf etwa 60—100 000 Mk. stellen dürfte. Außerdem würden mit diesem Tankflugzeug, bevor man den Ozeanflug wage, längere Versuche notwendig sein. Der Start würde vom Müggelsee oder von einem der Havelseen in der Rähe von Berlin erfolgen, da man eine sehr große Startfläche für das schwer mit Brennstoff belastete Flugzeug benötige
3m Flugzeug nach Nieder ländisch-Jndten.
Drei holländische Dornier-Wal-M a r ine » flugzeuae, die zur Verstärkung der holländischen Luftstreitkräfte in Riederländisch-Indien bestimmt sind, sind vom Marineflughafen Helder nach Riederländisch-Indien glatt gestartet. Der Flug soll in 14 Etappen zurückgelegt werden. Die heutige erste Etappe führt nach Bordeaux. Die weitere Strecke berührt folgende Städte: Reapel, Athen, Bagdad, Bombay, Sabang und Batavia
Ausbildungsreise der Flotte.
Au der ersten Ausblldungsreise der Flotte (16. April bis 11. Mai 1929) werden teilneh- En: Die Linienschiffe „Schleswig-Holstein". »Hessen . „Elsaß" und „Schlesien, von der 2. Torpedvbootsflotille die Boote Woll" und -T 151". ,T 157" und „T 158" und die 4. Tor- pedobootshalbflottille mit den Booten „Alba-
Oie Zusammenkunst von Florenz.
Mit einer betonten Plötzlichkeit hat zwischen Mussolini und Chamberlain als besondere Oster- Überraschung eine mehrstündige Aussprache in Florenz stattgesunden, zur selben Zeit fast als in Frankreich das fünfundzwanzigjährige Jubiläum der Ententepolitik gefeiert wurde, bei dem die englische Regierung sich nicht vertreten ließ. Es muß deshalb doppelt auffallen, daß in diesem Augenblick England neue Fühlung mit Italien sucht. Seit der fast schon historisch gewordenen Aussprache Chamberlains mit Mussolini in Livorno war das Verhältnis Italiens au England sehr herzlich geworden, so herzlich, daß Italien fast als der Vertreter der englischen Interessen im Mittelmeer galt. Dann kamen im vorigen Jahre die Enthüllungen über das englisch-französische Flottenabkommen, das seine Spitze unmittelbar zwar gegen Amerika richtete, mittelbar aber doch auch die Machtposition Itallens berührte. Die notwendige Folge war eine starke Abkühlung der Verbindung zwischen Rom und London.
Sie hat Mussolini nach außen hin sichtbar wenigstens nicht wehe getan. Er hat die Zeit fleißig benutzt, um die italienische Stellung Stein für Stein weiter zu festigen. Seine Tätigkeit auf dem Balkan ist sehr erfolgreich gewesen. Er hat die Jugoslawen eingekesselt, hat die Verbindung zur Türkei gepflegt und auch eine Aussöhnung zwischen Griechenland und der Türker wenigstens angebahnt: er hat vor allem seinen Frieden mit dem Papst geschlossen und dadurch den Wert der italienischen Dundesgenossenschaft wesentlich erhöht. Immerhin. die italienische Küste liegt im Ernstfall fo schutzlos vor den Kanonen der englischen Kriegsschiffe, daß eine antienglische Politik für Italien eine Unmöglichkeit bleibt.
Auf der andern Seite ist es verständlich, daß Chamberlain, dessen Zeit im foreign Office im Zeichen der Unfruchtbarkeit stand, kurz vor den Wahlen eine regere Tätigkeit entfaltet, und den Beweis der Nützlichkeit einer konservativen Außenpolitik für England noch zu erbringen versucht. Er gefällt sich dabei in der Rolle des Vermittlers zwischen Italien und Frankreich. Denn in diesen beiden Gegensätzen kulminiert tatsächlich die ganze Mittelmeerpolitik, auf der einen Seite Frankreich, durch den gewonnenen Krieg nach jeder Richtung saturiert, überladen mit Kolonien auch am Mittelmeer, die es nicht besiedeln kann, auf der andern Seite Italien, in seinen Groß machtsträumen enttäuscht, aber stolz auf die Aufwärtsbewegung im letzten Jahrzehnt, zudem eingeengt durch das Problem eines Volks ohne Raum, das gewaltsam Abfluß seiner überzähligen Millionen suchen muh und bei jeder Gelegenheit auf den Widerstand des übersättigten Frankreichs stößt. Wir glauben nicht, daß es Chamberlain gelingen kann, vier mehr als eine Vertagung der Krisis zu
erzielen, indem er Italien Zugeständnisse macht, die vorübergehend helfen.
Oas Interesse in Frankreich.
Der Weg Paris—Rom führt über London.
Paris, 3. April. (Id.) Die Zusammenkunft Mussolinis und Chamberlains in Florenz hat in französischen politischen und diplomatischen reifen große B eachtung gefunden.
Der „Petit p a r i s i e n" weist daraus hin, daß Mussolini bei seinem Besuch in Florenz zweifellos die letzten Spuren des ärgerlichen Eindrucks, den der Tirana-vertrag in England ausgelöst habe, ver- wischen wollte und zu dem in Livorno geschlos. Jenen freundschaftlichen Beziehungen zurückzukehren suchte. Angesichts der Tatsache, daß Großbritannien sich am Vorabend von Wahlen befinde, müsse man annehmen, daß die Zusammenkunft sich auf eine allgemeine politische Aussprache beschränkt habe, ohne daß eine besondere Frage angeschnitten worden sei. Frankreichs Beziehungen zu ton- don seien im Laufe der letzten Jahre so eng gern o r d e n , daß eine Verbesserung der italienisch- britischen Beziehungen nur die französisch-italienische Annäherung begünstige. — Aehnlich meint ,.E ch o de Paris", zwischen London und Rom scheinen für den Augenblick keine besonderen Fragen zu schweben. Jedoch dürfe man cmnehmen. daß Chamberlain keine angenehme Erinnerung an den heftigen italienischen pressefeldzug im letzten Sommer gegen das französisch-englische Flottenabkom- men bewahrt habe. Mussolini sei ebenso, wie alle anderen konservattoen Regierungen der Welt, an dem Siege des kab inetls Baldwins bei den kommenden Wahlen interessiert. In der Frage der Kriegsentschädigungen und der vorzeitigen Rheinlandräumung seien sich Italien und England einig. Mussolini und Chamberlain seien der Ausfassung, daß der Abschluß einer endgültigen Finanzregelung das Ende der Besatzung herbeiführen müsse, obgleich Mussolini gelegentlich anerkenne, daß die von Deutschland seit vier Jahren erhaltenen Zahlungen auf die Anwesenheit der Besatzung in den rheinischen Brückenköpfen zurückzuführen sei. In letzter Zeit sehe es fo aus, als ob Italien seine Kriegsentschädigungsforderungen erhöhen wolle. Mau dürfe nicht darüber erstaunt fein, wenn auch die Verhandlungen mit Frankreich über die Südgrenze von Lybien und das Statut der Jta- liener in Tunis besprochen worden sei. Man wisse, daß der Weg Paris-Rom oft über London führte.
Ser ZannerümAopp auf der Anklagebank.
Oie Tragödie des Auslanddeutschen.
In Berlin steht jetzt der Farmer Langkoop vor den Schranken des Gerichtes, um sich für den Bombenanschlag auf das Reichsentschädigungsamt zu verantworten. Schon die Vernehmung des Angeklagten verschärfte den Eindruck, daß es sich hier um einen Mann handelt, der durch die Enttäuschungen seines Lebens und insbesondere der Kriegs- und Inflationszeit und durch das jahrzehntelange Leben außerhalb Deutschlands völlig aus dem Gleise geworfen ist. Diese Menschen, die als Pioniere des Deutschtums im Auslande wertvolle wirtschaftliche und moralische Eroberungen gemacht haben, sind heute einfach nicht mehr in der Lage, sich in die engen Verhältnisse unseres Vaterlandes hineinzufinden, und besonders deshalb nicht, weil sie tatsächlich zum großen Te-l durch die Gesetzgebung und durch die Verwaltungspraxis ungerecht behandelt worden sind. So sehr der Staat aus Gründen der Selbsterhaltung gezwungen ist. schwere Gesetzwidrigkeiten wie die des Farmers Langkoop zu sühnen, fo wenig darf man verkennen, daß es sich hier um einen Fall handelt, der nur aus den eigentümlichen psychologischen Doraussetzungenheraus verstanden kann. DieVemehmungdesAngeklaglen
B e Hin, 3. April. (WB.) Vor dem Erweiterten Schöffengericht Berlin-Schöneberg im neuen Kriminalgerichtsgebäude begann die Hauptverhandlung gegen den Farmer Lang kapp und den Mitangeklagten Kaufmann Loof. Langkopp hat be- kannllich im vergangenen Jahr einen Erpressungs- versuch im Reichsentschädigungsamt unternommen und dabei mit Pistole und Höllenmaschine gearbc.tet, die er in einem Koffer mitgebracht hatte. Schon vor 8 Uhr standen vor dem Zuhörcreingang in der Turmstraße Hunderte von Menschen, meist Mitglieder des „Reichsbundes der ihres Privateigentums beraubten und entrechteten Ausland-, Kolonial- und Grenz- landdeutschen", der dem Angeklagten Langkopp auch die Verteidiger gestellt hat. Nur diejenigen Zuhörer werden eingelassen, die sich vorher besondere Einlaßkarten besorgt haben. Ein besonderes Polizeiaufgebot achtet vor und im Gerichtsgebäude auf die strenge Durchführung der Kartenkontrolle. Die Verhandlung, die wegen des starken Zeugen-, Sachoerständigen- und Preßeaufgebots im großen Schwurgerichtssaal stattfindet, führt Landgerichtsdirektor Dr. Ziegel, während die Anklage von dem Staatsanwalt Dr. Köhler vertreten wird. Die Angeklagten haben vor der Verteidigerbank neben ihren Verteidigern, ben Rechtsanwälten Dr. Frey und Dr. L u e t g e - 5 r u n e (Göttingen) Platz genommen.
■Jlad) Eintritt in die Verhandlung wies der Vorsitzende zunächst darauf hin, daß der Vorfall vom 2. März. v. I. zweifellos aus höchster
Erregung entstanden sei und daß er größtes Aufsehen verursacht habe. Hier im Gerichtssaal solle zwar Verständnis für Leidenschaften herrschen, aber Erregung und Sensation mühten aus der Verhandlung fern bleiben. Rur wenn streng sachlich undnüchtern verhandelt wird, kann das Gericht zu einem Urteil kommen, das der Tat und dem Angellagten gerecht wird. Ich bitte alle Prozehbeteiligten, sich dies stets vor Augen zu halten. Kundgebungen irgendwelcher Art aus dem Zuhorerraum müssen unterbleiben. Die Angeklagten werden dann über ihre Personalien gehört Dabei stellte der Vorsitzende fest, daß Langkopp einmal wegen Diebstahls mit einer Geldstrafe, Loof wegen Beleidigung vorbestraft ist. Langkopp, der jetzt 52 Jahre alt ist, schildert seinen Lebenslauf. Weiter seine allmählich immer hoffnungsloser werdende Stimmung. Seine Briefe an den Reichstag, in denen er sein Recht forderte, seien unbeantwortet geblieben. Auf Fragen des Vorsitzenden erklärte tengkopp weiter: Es sollte nichts passieren, er habe eben nur zu seinem Recht kommen wollen. Schon nach einer Viertelstunde habe er jedoch gefühlt, daß ihm sein Recht nicht mehr werde, und es sei ihm alsbald Har geworden, daß dieser Tag der letzte seines Lebens sein würde. Er habe dann noch vier bittere Stunden mit Geheimrat Bach gesprochen. Langkopp schildert dann, wie ein Barbetrag von 10CKX) Mark aus der Kasse herausgebracht wurde und wie Geheimrat Bach seinem Freunde Loof einen Scheck über 90 000 Mark zur Einlösung bei der Dank aushändigte. Inzwischen habe Bach ihm ein Flugblatt gegeben, von dem er kaum einige Zeilen gelesen hatte, als Dach plötzlich durch das Zimmer geflohen sei. Ich setzte ihm nach, so fährt der Angeklagte fort, warf unterwegs den Koffer beiseite und erreichte auch Bach bei dem Flur an einer Treppe. EZ kamen sehr schnell andere Leute hinzu, die mich offenbar niederdrücken wollten, so daß ich sie dazu ermahnte, von mir abzulassen. Schließlich wurde ich niedergedrückt, und es fielen Schüsse aus meiner Pistole. Mehrfache Versuche, mich selbst zu treffen, gingen fehl, da ich so stark überwältigt worden bin. Langkopp betonte noch einmal, es sei für ihn gar nicht in Frage gekommen, einen Menschen wie Dach, gegen den er ja persönlich gar nichts gehabt habe, einfach übet den Haufen zu schießen.
Medizinalrat Dr. Dhrenfurth erstattete dann noch ein Gutachten über Langkopps Persönlichkeit. Es könne von irgendeinem Schwa^sinn oder irgendeinem Verfall der Persönlichkeit bei Lang- kovp keine Rede sein. Langkopp sei ein aufrechter Charakter, der mit starker Entschlossenheit und auch ebenso großem Selbstgefühl seine Ziele verfolge. Don irgendeiner krankhaften Störung des Geisteszustandes etwa im Sinne des § 51 sei nicht das Geringste sest- zustellen.
tros , Condor" und .Möwe". Das Reiseziel für den gesamten Verband ist die Arosabucht ^tere Ziele sind für .Schleswig-Holstein" und .Elsaß Brlbao vom 30. Aprll bis 6. Mai, su? ^Schlesien" und .Hessen" El Ferrol vom 3?; 6-W^Kr -Wolf" und die vierte
Torp^bvbvotShalbflottille Sevilla, 30. Aprll bis und für die Boote .T151", „T157" und l9296°tUna tom 301 April dum
Lin nettes Früchtchen.
Der Berliner Kaufmann Michaelis hat der Kriminalpolizei miigcteilt, daß sein 26jährlger Sohn Gerhard ihm den größten Teil seiner Woh - n u n g s e t n r i chtuug geraubt und außerdem Bargeld in Höhe von mehreren hundert Mark ge» (tobten bat Gerhard Michaelis hatte einen Geschäftsgang des Vaters benutzt, um mit Hilfe po n drei gleichaltrigen jungen Burschen vor den Augen ter Hausbewohner die
väterliche Wohnung auszuraumen und die Model auf einen bestellten Waoen zu laden. Man nimmt an, daß er alles versetzt und verschleudert hat und versuchen wird, mit dem Gelds ins Ausland zu flüchten. Der junge Mann war zuletzt als Filialleiter einer Zigarren-Großhandlung tätig gewesen und soll dort mehr als 800 Mark unterschlagen haben.
Die Umstellung derLandwirtschafi im Hohen Vogelsberg.
Die Regierungsvorlage im Finanzausschuß.
WHP. Darmstadt, 3. April. Die heutige Beratung des Finanzausschusses drehte sich aus- schließliL um die Regierungsvorlage über die Hm Heilung der Landwirtschaft im Hohen Vogelsberg. In Berichtigung der amtlichen Drucksache ist zunächst au sagen, daß der Minister für Arbeit und Wirtschaft für die geplante Hmstellung zunächst nurwier Gemeinden vorsieht mit einem Betrag von 100 000 Mark und außerdem für die Anlegung von Deispielswirtschaften 50 000 Mk. beansprucht. Mit zur Verhandlung gelangte ein Dauernbund- antrag, alle Kosten für die Feldbereinigung. die Anlage von Weiden- und Wiesen- meliorationen auf den Staat zu übernehmen. Ein Antrag Glaser (Dbd.), der das gleiche für die Hmstellungsmaßnahmen im Odenwald forderte, wurde bei Beginn der Beratung zurückgezogen. Besonders von den Vertretern des Bauernbundes wurde in der Beratung darauf hingewiesen, daß der Plan des Wirtschafts- Ministers in seiner bestehenden Form ungenügend sei und bei den heutigen Verhältnissen Millionenbeträge erfordere, die von den Gemeinden und der Landwirtschaft nicht aufzubringen seien. Außerdem wurden die von der Regierung in, Ansatz gebrachten Kosten für die Meliorationen der Weidenanlagen usw. als weitaus zu niedrig bezeichnet.
Wirtschaftsminifter Korell erfiärte u. a.» daß es sich nicht um einen Generalkulturplan handele, sondern daß die Regierung zu dem Entschluß gekommen sei, etappenweise vorzugehen (ursprünglich batte bekanntlich der Minister vorgesehen, sofort für die nächsten 15 Jahre die Pläne für die Hmstellung der Landwirtschaft im Landtag genehmigen zu lassen). Man wolle zunächst in vier Gemeinden, die bereits die Feldbereinigung beschlossen hätten, die Hmstellungs- arbeiten vornehmen lassen, um dann nach dem Vorlieaen der ersten Ergebnisse sofort die weiteren Maßnahmen einzuleiten, so daß in etwa 15 Jahren doch alle 44 Gemeinden im Hohen Vogelsberg umgestellt sein könnten. Dor allem wolle man abwarten, wie sich die Landwirte zu dem Hmstellung5ergebnis in den vier Versuch ^gemeinden stellten. Allgemein sei die Ansicht vertreten, daß im Vogelsberg zur Zeit schon zuviel Vieh stehe, das aber durch die fast überwiegende Stallung geminderte Erträgnisse abwerfe und das durch die Herausbringung auf die neuanzulegen- den Weiden vom Frühjahr bis zum Eintritt des Frostes gesünder und leistungsfähiger gemacht werden soll.
Rach eingehender Aussprache wurde die Vorlage vom Finanzausschuß bei zwei Stimmenthaltungen als vordringlich endgültig verabschiedet. Der obenerwähnte Dauernd und-- a n t r a g auf Hebernahme aller Kosten durch den Staat wurde gegen zwei Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen abgelehnt. Gegen vier Stimmen für erledigt erhärt wurde ein vorjähriger Antrag des Bauernbundes auf alsbaldige Vornahme von Hllfsmahnahmen für den <c;i Vogelsberg.
Die Wetterlage.
MitWoch, <tXApriH929
Gwontemos Oneuer. ®naibbedeckt. » wolkig. • bedeckt •Regen» »Schnee oCravpem »Kettel K6ewit‘er,(§)windstille. KS sehr leichte- Osi massige' Südsüdwest q stürmische' NordWesl bie Pfene fliegen mit dem winde. Die oei den Stiuoncn dienenden Zahlen geben die Temperatur m. Oie Limen verbinden Orte a"t gieichcot ecf rteeresnrteiu umoereehneten kchdruck
Wettervoraussage.
In ganz Deutschland lagen während der ver> gangencn Nacht und heute morgen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Heute morgen mu. den von München und Dresden noch 5 Grad untc Null gemeldet. In unserem Bezirk lagen die Tem peraturen um minus 2 Grad, und das Minimun sank nachts stellenweise bis auf minus 6 Grad. D Nordmeerstörung hat bereits durch den Zustron milder ozeanischer Luftmassen im Norden Erwä mung gebracht, die auch allmählich weiter südwärts nach dem Kontinent durchgreifen dürfte.
Wettervoraussage für Freitag: Meist wolkiges Wetter, Temperaturen langsam etwas ansteigend, noch vereinzelte Niederschlag
Wettervoraussage für Samstag. Zunächst wenig Aenderung der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 3. April: mittags 1,9 Grad Celsius, abends —1,1 Grad: am 4. April: morgen- — 2,1 Grad. Maximum 3,7 Grad, Minimum —6/ Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. April: abends 5,8 Grad: am 4. Apnil: morgens X2- Grad Celsius. — Sonnenfcheindausr IM Ctanbea


