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Strecke GleßenKSln.

Bund.

Bornotizen.

Die Schausteller laden im heutigen Anzeigenteil zum Besuche ein. Hoffentlich bestellen sic sich auch besseres

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ÄusdemGiehenerStandesamt«- re ai ft er. Es verstärken in Ker Zeit vom 15. bis 31. März: 18. März Auguste Dnttner. geb. Schultheis. Witwe. 70 Jahre all, Diezstr. 6 Katharina Overbeck, geb. Landler, Wittoe. 76 Jahre alt. 'Rodheimer Straße S8; Heinrich Schön!.. Rentner. 78 Jahre alt Ebelstrabe 36: 21. März Margarete Hamel, ohne Beruf, 72

Sonnenaufgang 5L8 Uhr, Sonnenuntergang 18.39

Uhr _ Mondaufgang 4.24 Uhr, Monduntergang

13.03 Uhr. ,

1588- der englische Philosoph Hobbes in Malmes­bury geboren?- 1804: der Botaniker Matthias Jakob Schleiden m Hamburg geboren.

Das zweite Hessische Sängerbundesfest in Darmstadt.

Der Hessische Sängerbund, der 750 Männergesangvereine umfaßt und mit seinen Sängerscharen an Lahn und Main weit tn den preußischen und bayerischen Rachbarstaat hrnein»' greist, ruft wie man uns schreibt seine Mit­glieder und Freunde auf zum großen Treffen in der hessischen Landeshauptstadt. Diese Suh* tagung in Darmstadt soll an Glanz und Macht das wrhlgelungene. in bester Erinnerung stehende erste Mainzer Duntessest noch übertreffen und an herzpackender Begeisterung für die ideale Sache deS deutschen Sängertums der Wiener Kundgebung des Borjahres nicht nachstehen. Es gilt nicht, rauschende Feste zu mehren, die Sängertage in Darmstadt sollen ein lautes Be- tenntnts sein für die sittlichen Kräfte, die die Pflege des deutschen Liederschatzes weckt, sie sollen die Fernstehenden, die in den Männergesang­vereinen heute noch Auswücyse eines mit musi­kalischer Spielerei verbundenen Dereinsgcbarens sehen, überzeugen von dem Ernst der Arbeit, die unter gewissenhafter Leitung von sanges­freudigen Männern geleistet wird. Die Stadt Darmstadt bietet alles auf, den Gasten em be­hagliches Heim und einen preiswerten Tisch zu bieten, Fahnen und Blumengewinde werden über de? herzlichen Gastlichkeit der Bewohner schwin­gen. Eines aber tut not: Die red) 18 ei 11 g e Anmeldung ist die Borbedingung dafür, daß die rastlos arbeitenden Ausschüsse des Darm­städter Gaues allen Wünschen gerecht werden können. EL handelt sich um ein Fest der Zehn­tau sende, da darf niemand in letzter Minute mit dem Zufall, dem unzuverlässigsten Kobold, spielen. An alle Gesangvereine und Sanges- freunde geht deshalb die dringende Mahnung: Meldet euch eilig an zum zweiten Hessischen Sängerbundesfest!

Gießener Wocherrmarttpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wvchenmarkt: Butter 200 Pfennig. Matte 30 bi« 35, Äafe (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 35, Weißkraut 20 bis 30, Rotkraut 20 bis 30. gelbe Rüben 25 bis 30, rote Rüben 25 bis 30, Spinat 80, Llnterkohlrabi 10 bis 15, Rosenkohl 70 bis 80, Feldsalat 250 bis 300. Endivien 150 biS 300. Tomaten 80 bis 100, Zwiebeln 25 bis 30, Meer­rettich 50 bis 150, Schwarzwurzeln 60 bis 90. Kartoffeln 6 (pro Zentner 5.50 Mk), Aepfel (inländische) 30 bis 40, (ausländische) 50 bis 80 Dörrobst 35 bis 40, Honig 40 bis 50. Russe 70 bis 80. junge Hähne 120 biS 130. Suppen­hühner 100 bis 120. Tauben 90 bis 100 pro I Pfund: Eier 14, Blumenkohl 70 bis 160, Salat I 45 bis 60, Salatgurken 130 bis 140, Lauch 15 bis 30, Rettich 20 bis 3v, Sellerie 20 bis 100 pro Stück: Radieschen 30 bis 40 Pfennig pro

Wit dem heutigen Tage ist der Beigeordnete i unserer Stadt. Bürgermeister Dr. F r e Y, enp- mxlttg aus unserer Stadtverwaltung ausgeschie- i den. Bürgermeister Dr. Frey war. wie wir 1 seinerzeit meldeten, am 20. September v. I. aus i dem Dienst bei der Gießener Stadtverwaltung I 1 zunächst beurlaubt worden, da ihm die kom- I missarische Leitung des A r b e i t s a m t e «in!

rankfurt a.M. übertragen war. Rachem ^err Dr. Frey nunmehr seine definitive Be- I ftellung als Dorfitzender d es Arbeits­amtes Frankfurt a.W. erhalten hat und Damit sein Uebertritt in den Reichsdienst sich vollzog, ist fein Abschied aus dem Gießener Kommunclldienst endgülttg geworden. I

Bürgermeister Dr. Frey, der im 47. LAenS- jahre steht, kam nach etwa zehniähmger Tätig­keit im Kommunaldienst der Stadt Dresden am I i September 1920 als besoldeter Beigeordneter nach Gießen: seine Wahlzett wäre somit erst Ende August 1932 abgelaufen. Er leitete hier das Dezernat für Wohlfahrtspflege mit dem die Bearbeitung aller sozialen Angelegenheiten und verwandter Zweige dieser Verwaltung (Der- sicherungsamt, Gewerbe- und Kaufmannsgericht u>.) verbunden ist. Dis zur älmorganisation deS Arbeitsamtes führte er u. a. auch den Dor- fth de« Arbeitsamtes Gießen. Wetter war er -eil 1920 in ehrenamtlicher Tätigkeit forschender der Ortsgruppe Gichen des .Dollsbundes Deutsche Kriegsgraberfürsorge, KU *921 Bov- ilcmdsmttglied des Allgemeinen Vereins Tue Armen- und Krankenpflege und d^ Vereins Gießener Stuten tenhilfe, und feit 1924 2wr- s-itzender der Ortsgruppe Gießen des Derbandes hir Deutsche Jugendherbergen. Am 11. I 1927 wurde ihm durch Berfügung des Hessischen I Ministers des Innern die Amtsbezeichnung I Bürgermeister" verliehen.

Sowohl durch seine dienslliche Tätigkeit als I Leiter unseres Wohlfahrtsamtes, wie auch diwch seine ehrenamtliche Arbett hat sich Herr Dr. Frey um das Gemeinwohl tn unserer Stavt tn hohem Maße verdient gemacht. Erfüllt von flarfcm sozialen Geist und großem De^ändnis für die vielerlei Bedrängnisse wirtschaftlich schwa­cher Mttbürger verstand er es, den mitunter harten Vorschriften der Gesetze die beste Seite I zum Dorteil der Hilfsbedürftigen abzugewinnem Hierdurch war es ihm möglich, auch in schwie­rigen Fällen weitgehend Rot und Bedrän^is zu lindern. Dabei galt seine Fu^orge in glei­cher Weise allen Personen, die chm anvertraut Daren. Besonders hervorragende SozialMbett leistete Dr. Frey aber in den schweren ereilen ter stärksten Inflation und in der äleLergang«- reriode nach der Festigung unserer Wahrung In diesen stärksten Drang- und Rotzetten vr- jantfierte er einen umfassenden Hilfsdienst, n mentlich auch für die am schwersten prangten Klein- und Sozialrentner, dabei besonders auf die Schaffung einer Speifeküche Bedacht nehmend, die damals im früheren Garnisonlazarett er- stand und in besonderen Speiseraumen den schwergeprüften Mitbürgern ihr Los zu erleich­tern bestimmt war. Auch die ehrenamtliche Tä­tigkeit Dr. Freys war stets ausgezeichnet durch bie volle Hingabe feiner Person und feiner vortrefflichen Organisationsgabe und Erfahrung an die Sache, so daß auch auf diesem Gebiete reiche Erfolge seiner Arbett zu verzeichnen find.

Dem tücht.gen Verwaltung ^beamten und aus- gez^ichnctrn, liebenswürdigen Menschen, per so­wohl im Verkehr mit der Bevölkerung, wie auch in seinem Verhältnis zur übrigen städtischen Beamtenschaft stets und mit vollem Erfolg aus

Briefkasten der Nedattion.

(Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkeit der Schriftleitung.)

3. $., Grohen-einden. Als Stichtag für bie Be^ [aftung eines Hausgrundstückes gilt der 31. Dezember 1918 Von der Sondersteuer befreit sind solche Ge­bäude. deren Wohnfläche nicht größer ist als 70 qm, die von dem Eigentümer selbst bewohnt sind und nicht gewerblichen Zwecken dienen. Hiernach werden Sie wohl ermessen können, ob Sie Sondersteuer zu zahlen haben ober nicht. Wettere Auskünfte erhalten Sie beim Finanzamt.

Berliner Börse.

Berlin. 4. April. (WTD. Funkspruch.) 3m heutigen Frühverkehr ist noch Nichts zu Horen. Auf die erneute Geldversteifung tn Reuyork und im Hinblick auf die Unsicherheit am hiesigen Devisenmarkt bleibt die Spekulation zurückhal­tend. Kurse werden noch nicht genannt.

Taaeskalender für Donnerst«g. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:SOS". Astoria- Lichtspiele:Rintintin der Retter fernes Herrn .

Stadttheater Gießen. Aus Örn Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Wiener Hofburg gastiert am Dienstag, S- April, mit der Komödie des Kleistpreisträgers Lernet- HoleniaSie Frau in der Wolke . Da das Wiener Künstlerensemble sich auf einem Gast- spieltourne befindet, kann die Aufführung nur am Dienstag, 9. April, stattfinden. Eine Wieder- hvlung ist nicht möglich. - Die nächste Erstauf­führung wird Georg Kaisers letztes StückOk-

- _ Morgen 20 Uhr findet die erste

vonSame Kobold" statt. Sonn- " :Cäsar und

Aus der Provinzialhauptstadi.

Gießen, den 4. April 1929.

Eine kleine Ostergeschichte.

Onkel Friedrich ist unentwegter Optimist, des­halb hat er nun an seinem Hellen Sommermantel einen graugelben Dotterflecken.

Als noch die grimmige Kälte herrschte, hatte u uns schon geschrieben, daß er dieses Jahr, Herrn auch die Ostern noch so früh wären, au und itd Forsthaus tarne, um im Walde das Fest zu ftiern. Er kam, und das Wetter in der Karwoche feiten seinem Vorhaben günstig zu sein. Ein klei- irr Ausflug am Gründonnerstag verlies glan- »nd, nur daß eine Flasche Wein, den man vor- s»rglich im Korbe mitgenommen hatte, beim Aus- jnden fehlte. Onkel Friedrich hatte den Korb twze Zeit getragen. Das verdarb aber die Sttm- llung nicht. .

Der erste Feiertag allerdings, trotzdem der hakel seinen Geburtstag am letzten März hat, Eiflte ein mürrisches Gesicht. Man mußte im »rsthauS bleiben, und hier konnte das Geburts- gskind dem guten Weine ordentlich zusprechen, khne daß er den Korb tragen mußte. Gegen

Uhr schien die Sonne aber doch durchzu- birmen. und Onkel Friedrich war entschieden kasür. daß wenigstens die Ostereier im Walde tersteckt werden sollten. Man willigte ein, und tie fünfzehnjährige Försterstochter machte be* Inders gute Verstecke aus. Jeder von uns muhte ein Ei suchen. Der Deine Schwarzkopf hatte eigen« ein Derschen - passend für den Suchen- kn darauf geschrieben. Sie gab uns die Rich­tung an, in der wir einzeln nachforschen sollten. Onkel Friedrich hatte den weitesten Weg, wie tt sagte. In Wirklichkeit suchte er gar nicht lange, sondern setzte sich, vielleicht wwr der gute Dein daran schuld, auf ein weiches MooSpolster unter einer großen Buche und tolief ein.

Wir fanden unsere Gier. Der Onkel kam ober ' Nicht. Das war uns verdächtig, und gemeinsam zogen wir in fein Revier. Wir fanden ihn shlafend, umzingelten ihn, und mit einem 3n- dianergeheul wurde er geweckt. Ganz terftort schaute er uns an, bann aber ging ihm ein Licht mf.Ach so," sagte er,ich sollte ja mein Ei suchen."

Die Försterstochter hatte uns schon vorher ge­sagt, daß sie es gerade bei dieser Buche ver­steckt hätte, und als wir ihn sitzen sahen, hin- zugefugt:Hoffentlich hat er sich nicht drauf gefetzt: denn sie sind weich gekocht/

Es war tatsächlich so. Onkel Friedrich stand auf, und an seinem schönen Lleberzieher hmg das -erguetschte Ei. Das Derschen war noch Halb­wegs zu lesen und lautete:

Trinken soll man guten Wein, nur darf er nicht gestohlen fein.

DaS bezog sich auf den Ausflug vom Grün- Lonnerstag. Wir gingen lachend ins Försterhaus zurück: denn inzwischen war die Sonne wieder verschwunden. Es gab einen luftigen RachmU- tag. Der Flecken auf dem Mantel ging aber nicht <ms. Onkel Friedrich hatte zu lange auffeinem 61 gefeffen! 8. OK.

Bürgermeister Dr. Frey.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgesellschafk. Sabbatfeier den 6. April. Frettag abend 6.35 llhr: Samstag Dormiti tag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 7-50. Wochengollesbienft morgens 6.45: abends 6.30 Uhr.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesblenst m der Synaaoae (Sübanlage). Samstag, den 6. April. Bor» abend: 6.45 Uhr; morgens 9; Predigt; abE 7.10 und 7.50 Uhr.

die Schaffung und Erhaltung bester harmonischer Beziehungen bedacht war, sieht man nur ungern von hier scheiden. Man wird sich dieses Mannes und seines Wirkens immer gern erinnern. Die besten Wünsche unserer Stadt begleiten ihn auch in seinen neuen und größeren Wirkungskreis in Frankfurt a. M.

Der neue Fahrplan.

Die Reichsbahnbirektion Frankfurt a. M. hat ben Entwurf des ab 15. M a i gültigen neuen Fahr­plans jetzt herausgegcben. In dem Entwurf find für Gießen folgenbe nennenswerte Aenberungen gegen ben jetzt gültigen Plan heroorzuheben:

Strecke GießenFrankfurt.

Um 8.05 Uhr verkehrt werktags ein neuer Perfonenzug von Gießen bis Bilbel mit An­schluß nach Frankfurt. Daselbst an 10.03 Uhr.

Pz bisher ab 14.35 Uhr fährt künftig 14.44 Uhr.

Der im vorigen Sommer verkehrende l)°Zug Ham­burg Bremen Frankfurt (Gießen 15.09) ist in einen kD°Zug umgewandelt worden und halt in Gießen nicht mehr.

Strecke FrankfurtGießenKassel.

V-Zua bisher Gießen an 13.14, ab 13.27, kommt künftig 1323 und fährt 13.35 weiter noch Berlin.

V-Zua im vorigen Sommer nach Hamburg- Bremen (Gießen ab 13.41) gibt FD»3ug und fahrt

I in Gießen durch.

Der bisherige Werktags-Personenzug in Frank­furt ab 23.05 Uhr, fährt für die Folge täglich in Frankfurt ab 22.51 Uhr und kommt Gießen an 0.44 Uhr-, Sonntags Frankfurt ab 23.51 Uhr, Gießen an 1.42 Uhr.

Strecke GießenKoblenz.

Pz. Gießen ab 5.36 fährt für die Folge täglich, I also auch Sonntags um diese Zeit. (Bisher Sonntags schon 5.13). m ,

Der sog. beschleunigte Personenzug bisher m Gießen ab 8.09 Uhr fährt für die Folge schon 8.04

V-Zug bisher Gießen ab 17.50 Uhr für die Folge 17.48 Uhr.

Strecke KoblenzGießen.

Reu Gonntagszug von Limburg. Gießen an 0.36

* Die Jugendvereinigung der Matthäusgemeinde im BDI. hat, wie man uns berichtet, über die Osterseiertage einen schon lange gehegten Plan ausgeführt und eine Fahrt ins Rahetal und an den Rhein unternom­men, um ihren alten Führer, Jugendpfarrer Hertel, in Bad-Kreuznach zu besuchen, Hinfahrt führte über Frankfurt und Mainz, beiden Städten wurde ein längerer Besuch ab- aestattet: am Abend war man am Ziel angelangt, und nach dem Willkommaruh nahm die ganze Schar, 22 Jungens, geschlossen an dem nturgu scheu Karfreitagsabendgottesdienst in der Wck» Helmskirche teil, der die schönsten Chore der Bach- schen Matthauspassion zum Thema hatte. Me herrlich an der Rahe gelegene Stadt zu besich- tiaen nahm man am andern Morgen Gelegen­heit und die Lieder schallten von der Kautzen- bürg herab über das Alltagstreiben des an­mutigen Städtchens. Dann gings den Hohen­weg über die .Gans" hin zum Rheingrafenstem. von dem aus man einen herrlichen Blick hatte über das Badestädtchen Münster am Stein und seine reizvolle Umgebung. Auf die, Ebernburg führte der Weg und von dieser alchistorischen Stätte Ulrichs vmi Hutten und Franz' von Sickin- gen lieh man in das Pfälzer Land hinein die alten Landsknechtsweisen ertönen. Doch der DesiA wäre nicht vollständig gewesen, hatte man Nicht auch denRotenfels" in seiner Pracht erklettert alle waghalsigen Kraxelpartien schlugen zum Gluck aus und das selbstbereitete Essen mundete sehr. Am Abend sahen Kreuznacher und GiAener Jungs in fröhlicher Runde bei froher Lieder Sana zusammeii und ergötzten sich an der gegen- fettigen Mundartdichtung. Allzu frühe schon schlug die Abschiedsstunde von dem schonen Rahe- städtcheii und seinen gastfreien Menschen: der Rhein zog die Gießener Schar in seinen Dann und eineklotzige" Wanderung führte zum Rie­derwald und über Marienthal, Stephanshausen den Rheinhöbenweg entlang über die Hallgarttier Zange zum Kloster Eberbach, wo man Aufnahme fand für die Rächt. Der letzte Tag brachte die Schar weiter in den Rheingau hinein zu dem reizenden Bad Schlangenbad und über das Chausseehaus nach Wiesbaden, von wo aus die Rückfahrt angetreten wurde. Diese schone stolze Fahrt reiht sich würdig ein in die lange Kette der großen Fahrten, sie war wiederum mit viel Freude verbunden und schenkte den Teilnehmern sonnige Stunden, die sie nicht vergessen werden. An Pfingsten beabsichttgt die Mädchenabtettung ebenfalls ihren alten Leiter in seinem neuen Wir­kungskreis aufzusuchen.

Pz bisher Gießen ab 11.32 Uhr fährt künftig 11.42 Uhr.

Strecke GießenFulda.

Der Zug Gießen ab 5.41 verkehrt täglich, auch Sonntags, und geht durch bis Fulda, statt bis­her werktags bis Alsfeld.

Der Zug Gießen ab 17.35 verkehrt ebenfalls täg­lich, statt bisher werktags.

Strecke GleßenGelnhausen.

Keine Aenderung.

Strecke GießenLondorfGriinberg.

Keine wefenllichen Aenderungen.

Ein Erlaß der Neichsregierung

Jahre alt, Am Steg 3: 22. März Karl .App, 2 Tage alt, Steinstraße 76; 23. Marz Wilhelm Rudolf Koch, 3 Jahre alt. Kaiserallee 121: 24 März Ernst Ludwig Becker, 1 Monat alt, Kreuzplah 11; 26. März Sophie Müller geb. Lies. Witwe. 70 Jahre alt, Blechstraße 37: Philipp Becker, Schuhmachermeister, 73 Jahre alt. Landgrafenstraße 2; 27. März Anna Maria Elisa­beth Schwan, geb. Steinhauer, 61 Jahre alt, Reuenweg 6; 29. März Ottilie Mentzel, geb. Duchesne, Witwe, 84 Jahre alt, Hofmannstr. 8; Margarete Eise, geb. Braun, 72 Jahre alt, In Löbershof 8; 30. März Gustav Lückel. Oberwacht­meister i.R., 59 Jahre alt, Kaiserallee 32: 2o- bannette Erna Scherer, 10 Jahre alt, Friedens- straße 10; 31. März Udo Bernhard Schaum­berger, 7 Jahre alt, Ludwigstraße 30; Katharine Schmidt, 9 Monate alt, Wiesecker Weg 40.

Prüfungen für den Bühnen- beruf. Dom OrtSverband Stadttheater Gießen der G.D.B. A. wird geschrieben: Die Prü­fungsstelle für Anfänger im Bühnenberuf macht darauf aufmerksam, daß zu den für den 14. bzw. 21. April angesehten Prüfungen nur solche Personen zuaelassen sind, die nach vollendeter Bühnenausbitdung beabsichtigen, in diesem Jahre ins Engagement zu gehen. Rach einer Abmachung zwischen den Dühnenorganisationen (Genossen­schaft Deutscher Bühnenangehörigen und Deutscher Bühnenverein) sollen nur solche Anfänger künftig­hin Engagement finden, die einen Befähigungs­nachweis der PrüfungssteNe vorweisen können. Es können sich nicht nur Einzelpersonen anmelden, sondern Lehrer oder Schulen können auch die Gesamtanmeldung ihrer Schüler vornehmen.

ANZEIGEN

für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahme­fällen nicht gewährleistet werden!

VERLAG DES 6IESSENER ANZEIGERS

über Hoheitsanordriungen.

DTD. 3m Interesse einer einheitlichen Zu­sammenarbeit der Reichsverwallung auf Gebieten, die für alle Reichsbehörden und Reichsstellen von gemeinsamem Interesse sind, hat die Reichsregie­rung einen Erlaß über Hoheit s an ordn un- gen und Verhalten der Reichsbehor- den bei besonderen Anlassen heraus- aegeben. Der Erlaß regelt die Weiterleitung all­gemeiner Anordnungen der Reichsre Sprung an die einzelnen Reichsstellen, die repräsentative Der- . .

tretung der ^^^bchörden bei De^nstti^^. Wiederholung vonSame Kobold" außerhalb der Reicks- tag, 7. April, Fremdenvorstellung:

Beflaggung der ^eichsdienstgebäude. Die Re^ Cleopatra" zu ermäßigten Preisen, dienstgebäude werden un ganzen Reiche am Der um Gastspiel des Wiener Burg-

fassungstage beflaggt. Wann th-atekS im Stadtth-ater Si-b-n wird

im ganzen Reich oder in tet J^IÄpakruna uns aus dem Stadttheaterbureau geschrieben: Das flaggt werten soll, ordnet die Reichsregierung Wiener Burgtheaters unter der Re-

an. Soll außerhalb der Reichshauptstabt gie ^n Hofrat Professor A l b e r t H e i n e hat auf

örtlichen, nichtpolttischen Anlassen ßeflaggt wer 9 TouJncc enthusiastische Erfolge gehabt. Trotz

ten, so treffen die Praftd^iten der Landesfinanz l Tradition ist jovial lebendiges Können vorhan-

ämter. an Orten außerhalb ScheS eines Lan überall ein starker Bejfall den Leistungen

tessinanzamtes der höchste leitende Reichsbeamte v Das reibungslose 3neinanbergreifen des

^Ä7^ n,tt ten öE vornehm abgedämpfttn Zusammenspiels 'ft die örtlichen Reichsbehörten, ^emit ten ortUcken ber wiener. L e r n e t - H o l e n i a s Komödie

Lantesbehörden die erforderlichen 2l^teungen. u .fi ber 2Bol(e« ift wohl gerade für die

Soll wegen einer örtlichen J^anftanung D Kunst der Konversation eine schwere Probe. Der politischem Gepräge geflaggt werden ^r ist I Wiener Ensembles stellt sich ,n Rhyth- mu. °und Sonftötte auf feinfte Mwä8ung.

fo ift dl° Entsch-iduag des ReichSminifter« d-S bcr Lande--U n i o--I >t° t

Innern einzuholen. 1 Der ordenlliche Professor für altes Testa-

Sin neuer V-Zug-Wageniyp. ment D. Dr. W a l ter?aumg art ne r hat einen WER. Die Deichsbahnverwaltu^ läßt jetzt auf Ruf^ an .die Universtta führt sich bei

Hinsicht eine wesentliche ^rbeft^ung gebens r Seit heute morgen schneit es hier

den bisherigen Wagen aufweisen. Die Reicys ansehnlich so daß die Dächer wieder em weißes bahndirektion Frankfurt gab der Presse Kleid zeigen wahrend in den Straßen Nässe und

beit, einen aus diesen neuen Wag^ zusa^en ^a|^ten wenig erfreuen. Wie wir heute

gestellten Zug auf dem Frankfurter Hauptbahich s ch 6 Schotten hären, schneit es auch im D o - ä FE U Lert bie,e 6$tratour vertellt, der Durchgang ist also in der ^hit a n d str a ß e n s p e rr e. Wegen Ausfüh-

des Wagens. 2n den Wagen zweiter Klasse fi d Mn Straßenumbauarbeiten (Beseitigung von

die. Sitze so vertellt, daß auf^ter einen. & t Fahrbahnsenkungen) ift die Provinzialstraße H o l z - drei Personen Platz haben, wahrend aus oer u m2.@rünyinflen |ür jeglichen Verkehr ge- andem Seite sich e^..^D^bcJ1^beQieaen btenuhbt perrt worden. Die Umleitung erfolgt über Straßen-- erreicht. daß die Sitzeauch en m Lang-Göns und Dorf-Gill.

| werden können. Besonderer ^ett isr aus «*.. Städtische Holzverste,gerung. Bei

I gute Abort- und Tolletteeinrichtung gelegt woestrigen Nutzholzoersteigerung aus den Wal­den. Hier ist die Wasserversorgung Emer g I ^tadt Gießen auf der Liebigshohe wur- Weise geregelt worden, die ^den Mangel fcen9jm Durchschnitt folgende Preise erzielt: Fichten-

Wasser völlig ausschlE. Sämtliche Wag (anqf)o(3 Klasse la und b 25 bis 29,50 Mark,

haben elektrische Beleuchtung und Hoch und w gy Z0bis35Mk., Klasse 3a und b 38L0

Riederdruckdampfheizung. Auch die Sensterkon ll Kiefernlaiigholz Klasse la und b 24,50 Mk., struktion ist neuartig, und .so Klasse 2a und b 2,5 bis 30 Mk.. Klasse 3a 39 Mk.;

I jeder Luftzug vermieten wird. Die Ljckenabscknille (A) Klasse 3, 4 und 5 50 bis 138

ter Wagen bei geschlossenen Tenstern erfolgt C G ( unb 5 20 bis 80 Mk. je durch eine seitlich der Fenster angebrachte Den- Eickennutzscheiter 17,50 Mk.; Fichten-

| Hlation. Trotz der Große der Wagen ist ihr L pr0 Stück 3 Mk., 2. Klasse pro

Gewicht außerordentlich Spring. Die Wagen b 3.Älaffe pro Stück 1 Mk.. Fichtenreis-

britter Klasse wiegen ungefähr 34 Tonnen, die 4 unt) 5 Blässe pro Stück 0,25 Mark,

zweiter Klaffe 36 Tonnen. Die Dersuchswagen #S gjebener Frühjahrsmesse . sollen in ganz ^utschland nur ein paar Wochen ^m 7 bis 14. April auf Oswaldsgarten statt,

laufen, um die Wunsche des Eisenden Publikums vo ( H Anzeigenteil zum

kennen au lernen, damit vor der deftnttwen Ein- , I führung der neuen Wagen diese nach Möglichkeit : I noch berücksichtigt werden können.

i Taten für Freitag, 5 April.