Turnen, Sport und Spiet
von
der
314,6
312.4
270,7
(27; 31.5; 30
zeigten der Gemeinde em kleines sehen Vern, was während der Freiheit - beruht.
Stücklein von
Deutscher Meister für 1929: Gustav Muller, Dayrisch-Zell, Note 676,725.
1. Walter Glaß, Klingenthal, Rote 660,2.
2. Purkert, Polaun, Rote 642,7.
3. Franz Dauer, Dahrisch-Zell, Note 637,5.
Meter).
2. Altersklasse.
Plauen, Note 335.4 (21; 28; 27,5 omüinierter Lauf.
Ozean schwerer ist, und dadurch liehe sich an die Stelle der bisherigen Theorien von der Schwere der Erdkruste ein genaues Ergebnis sehen, bas auf tatsächlich gemessenen Werten^
Meter).
4. Gustav Müller, Bayrisch-Zell, Bote (37; 36; 36 Meter).
5. Erich Recknagel, Oberschönau, Rote (34; 34; 39 Meter).
1. Altersklasse.
1. Dr. Ernst Daader, 'Berlin, Rote
tage geaiflWtt tomfien war. Da Meter erste Versuch einer DogelSberger Winterlager»Freizeit über alle- Erwarten gut gelungen ist und Leiter wie Teilnehmer reich beschenkt hat. sollen auch in den kommenden Jahren weitere Freizeiten für unsere Vogelsberger Dorfjugend in verschiedenen Gemeinden stattfinden.
Raab-Kahenstein bauen ein halbstarret Klem-Lustschiff.
WSD. Kassel, 2. Febr. Die Raab- Katzenstein. Flugzeug ©. m. b. Sy Kastel, baut augenblicklich auf ihrem Kasseler Werk ein vom Ausland bestelltes und von IngenieurBa uct konstruiertes halb st arres Klein-Luft- schiff ,R. K. 27“, dessen Rauminhalt 1435 Kubikmeter beträgt. DaS Luftschiff, das eine maximale Geschwiirdigkeit von 70 und eins Retsegeschw.ndig- feit von 60 Kilometer in der Stunde hat, wirö' mit zwei 3S-ll5-Motoron auSaerÖltet. Das Luftschiff besteht aus einem Stahlrohrgerüst, besitz'- einen festen Kiel und kann in eine? daran befindlichen Gondel bi- 4 Personen einschließlich des Führers befördern. Die Gesamtnutztest beträgt 500 Kilogramm. Die Vre-nnstoffbehälter fassen für 10 Stunden Betriebsstoff, was einer Reich- weite von 600 Kilometer eitt spricht. Dieses Kleinlustschiff wird eine ßänge von 40 Metern, eine Höhe von 11,5 Metern und einen Durchmesser von 8,6 Metern erhalten. .R.K.27" soll Ende Mai sertiggestellt sein.
Buntes Allerlei.
Wolfsjagd bei Tivoli.
Rom, die Stadt dir den Wolf im Wappen fuhrt, scheint noch immer für dieses sonst in der zivilisierten Welt auSgestorbene Raubtier eine gewisse Anziehungskraft zu besitzen. In der nahen Umgebung, bei Tivoli, nicht weit von der Villa Hadrians, sind dieser Tage zwei Wölfe geschossen worden. Die Tatsache, daß beide Tiere männlichen Geschlechts waren, gibt zu der Der- nrutung Anlaß, dah sich ein kleines Rudel diese, Bestien in dem dichten UnterHolz in der Rahe der Villa verborgen hält. Die beiden Tiere wurden an verschiedenen Tagen von den Hunder einiger Jäger aufgespürt, die In dieser Gegen!! auf Hasen pürschten.
(Ein Volk traf der Namcnsuche.
Der Beschluß der 'Regierung von Angora, ein Gesetz zu erlassen, das jeden Türken zur Annahme eines Beinamens zwingt, versetzt dieses schon durch die neue Schrift geplagte Volk hr neue Ausregung. Bisher gaben türkische Eltern ihren Kindern bei der Geburt zwei Ramen, und bet Söhn«, ist einer dieser Sternen gewöhnlich der eines Rachkommen des Propheten Mohammed oder eines Heiligen des Islam. Dadurch wird die Auswahl der Ramen sehr beschränkt und infolgedessen gibt es Zehntausende von Türken, die Mohammed Ali oder Hussein Husni uftc*1 heißen. Um sich nun von anderen Gleichnamigen äu unterscheiden, nimmt der Türke gewöhnlich später noch einen anderen Damen an. So hat ö- B. der Präsident der türkischen Republik, der zunächst nur Mustafa hieb, sich den Damen Kemal angelegt, als er auf der Schule In Saloniki war; er wühlte den Damen des Pros, Kemal, dessen Lieblings schiller er war. Bei den Deform«,, die das türkische Volk au8 leinen mittelalterlichen Zuständen in moderne Verhältnisse überführen wollen, hat es sich nun als notwendig erwiesen, dah jeder Türke einen Damen erhalt, durch ben er leicht von den andern zu unter*» scheiden ist. Der Direktor des neuen statistischen Amtes, ein Belgier, wurde bei der Durcharbeitung der Ergebnisse dec Volkszählung zur Ver- -wetflung gebracht, weil die Listen seitenlang immer wieder dieselben Damen aufwiesen. Dadurch ist eS zu unzähligen Verwirrungen und Verwechslungen gekommen. Die Armahme eines Beinamens soll die Arbeiten der Gerichte unb der Polizei vereinfachen, soll der Post helfen und wird sich in vielen anderen Dingen alS nützlich erweisen. Bei der Einführung der Damen soll darauf geachtet werden, dah nicht zu viel« Türken sich denselben Damen beilegen.
Da» „tebenedijiet“ der Bienenkönigin.
Zwei hervorragende kanadische Gelehrte, der berühmte Entdecker deS Insulin, Prof. Banti n g und Prof. Jackson, beide von der Uni- versität Toronto, beschäftigen sich jetzt mit der Untersuchung jenes besonderen „Gelees". daS von den Arbeitsbienen zur Ernährung der Bienenkönigin bereitet wird. Durch diese- „königliche Gelee" wird die künftige Königin deS Stockes in den Stand gefetzt, größer zu werden als die andern Bienen und einige Jahre länger zu leben, als die gewöhnliche Lebensdauer der Dienen beträgt. Die Dienenforscher sind in neuester Zeit zu der Ansicht gelangt, dah die Unterschiede der verschiedenen Kasten im Dienenstaat, der Königin und der Arbeiter, der Krieger und der Drohnen, weniger durch die Datur bedingt sind, als durch die Ernährung hervorgerufen werden. Jedenfalls muh die besondere Dahrung. mit der die Arbeiterinnen die auSgewählten Larven füttern, die zu Könginnen bestimmt sind, irgendwelche geheimen Kräfte besitzen. Die beiden kanadischen Forscher hoffen nun, duttch die genaue Untersuchung deS GeleeS den Geheimnissen dieses» „LebenSelexierS" der Dienen auf die Spur zu kommen und sie vielleicht zum Desten der Menschen verwerten zu können.
Ein Unterseeboot zum wiegen der Erdkruste.
Ein Holländer namens Meines-, der Mitglied der holländischen Geodätischen Kommission ist, hat ein Instrument erfunden, mit dem zum erstenmal Messungen der Schwerkraft auf dem Meere vorgenommen werden. Dr. Meines- hat diesen Apparat auf holländischen Unterseebooten ausprobiert. Jetzt ist ihm, wie in der .„Umschau" berichtet wird, ein amerikanisches Unterseeboot nebst zwei Begleitbooten zur Verfügung gestellt worden, um seine ganz neuartigen Untersuchungen in gröberem Mahstabe auszuführen. Ein unter getauchtes Unterseeboot ist viel ruhiger alS ein Schiff auf der Oberfläche, und mit dem neuen Apparat, der Dreipendel an Stelle des bisher gebräuchlichen Einpendels verwendet, kann man genaue Messungen deS Schwerefeldes ausführen, die zur Feststellung der Gestalt der Erdrinde nötig Nnd. Durch diese Arbeiten wird sich ergeben, ob das Gewicht unter Wasser dasselbe ist wie das der Erdkruste unter dem Land. Das würde bedeuten, dah die Erdrinde unter dem
Hochschul-Skirennen auf dem Hoherodskopf.
Die gestrigen Hochschul-Ski-Wettkämpfe auf dem Hoherodskopf, an denen die <oii- Mannschaften der Hochschulen Gießen, Darmstadt, Frankfurt a. M. und Marburg teilnahmen, zeitigten — näherer Bericht folgt morgen — folgende E r ■ gebnisse:
ß a n g I a ti f (12 Kilometer), Studentische Mannschaft von je vier Mann. Teilnehmer: zwei Darmstädter, zwei Gießener, eine Marburger, eine Frankfurter Mannschaft. Erste Siegerin ; Erste Darmstädter Mannschaft (Frank 0:53,49, Baumgarten 0:59,54, Müller 1:0,44, Beyer 1:1,49); 2. Erste Gießener Mannschaft: (Dapp 1:1,17, Daube! I. 1:3,34, Daube! II. 1:7,31, Bischof 1:10,35); 3. Marburger Mannschaft: (Buchst 1:5,45, Rodde- mann 1:7,3, Ferner 1:7,10, Neumann 1:7/54); 4. Frankfurter Mannschaft: (Kämpf 1:2,26, von Halban 1:8,17, Stäup 1:9,30, Rehm 1:15,24); 5. Zweite Gießener Mannschaft: (Schmidt 1:17,8, Walther 1:44,33, Bausch 1:11,37, Scriba 1:11,46).
Altakademiker, 1. Klasse (unter 40 Jahren): 1. Dr. Dobrowolny (Ski-Klub Gießen) 1:7,5; 2. Dr. Stö- riko(Skiklub Gießen) 1:12,1; Z. F.-A. Georg I. (Rom- rod) 1:8,6. 2. Klasse (über 40 Jahre): Staatsanwalt Schudt (Ski-Klub Gießen) 1:13,1).
Geländelauf: (1,7 Kilometer): A. Zeiten der studentischen Läufer: 1. Baumgarten (Darmstadt) 5,18; 2. Kämpf (Frankfurt) 5,57; 3. Frank (Darmstadt) und Muller (Darmstadt), beide je 5,59; 4. von Nidda (Marburg) 6,00; 5. Buchst (Marburg) 6,01; 6. Rieger (Marburg) und Neuhaus (Gießen), beide je 6,09.
B. Altakademiker: 1. Hoffmeister (Marburg) 5,48; 2. Mölders (Ski-Klnb Gießen) 5,51. In der zweiten Altersklasse (über 40 Jahre): Staatsanwalt Schudt 8,21.
C. Damen (Studentinnen): 1. Lotte Brill (Gießen) 7,31; 2. Fri. Roßkamps (Marburg) 9,29. Außer Koniurrenz: Irl. Margrit Jaeger (Ski-Klub Gießen) 7,45.
Sprunglauf (je 3 gewertete Sprünge): Bestmögliche Rote: 360 Punkte: Studenten: 1. Baum- garten (Darmstadt) 18 Meter (gestürzt), 18 Meter (gestanden), 17,5 Meter (gestanden). Note: 341. 2. Beyer (Darmstadt): 17, 15,5 18 Meter (sämtlich gestürzt). Ihnen folgen die beiden Altakademiker Mölders (Skiklub Gießen) 14 Meter (gestürzt), 14,5 Meter (gestanden), 15,5 Meter (gest ). Note 315,25, Dr. Schopper 14,5 Meter (gestürzt), 12 Meter (ge- standen), 14 Meter (gestanden).
Zusammengesetzter Lauf (Studenten). (Gesamtwertung von Lang, und Sprunglauf): Bestmögliche Note 720: 1. Varmgarten (Darmstadt), Note 692; 2. Beyer (Darmstadt) Note 603,25.
Deutsche Skimeisterschasten 1929
Gustav Müller, Dahrisch-Zell, Deutscher Meister.
Der Sonntag, der letzte Tag der Deutschen 6R* meisten schäften brachte als HauptereianiS den großen Sprunglauf auf der C.-A.-Seydel-Schanze am Aschberg in Dachsen. Ein prachtvoller sonniger Wintertag lockte etwa 20 000 Zuschauer zu der mitten im Hochwald gelegenen Sprungschanze. 3n rascher Reihenfolge gingen die 70 Teilnehmer über die Schanze. Vorbildlich schöne Sprünge geigten Walter Glast, Klingenthal, und Gustav Müller, Bayrisch-Zell, von t>enen ersterer zweimal 40 Meter erreichte. Den weitest gestandenen Sprung erzielte Purkert, Polaun (Tlchechollowakei). mit 40,5 Metzer. Den Titel „Deutscher Meister 1 929" sicherte sich Gustav Müller. Bayrisch-Zell, mit der Rote 676.725. Die Ergebnisse:
Sprunglauf.
1. Rudolf Purkert, Polaun, Rote 336.7 (38,5, 40,5; 39,5 Meier).
2. Walter Glaß, Klingenthal, Rote 336,2 (40; 39 : 40 Meter).
3. Kratzer, Rottuch, Rote 322,1 (35.5 ; 36,5; 40
nern Unterkunft und Verpflegung gefunden hatten. Zum Dank für die gastliche Aufnahme veranstaltete die Freizeit am letzten Tag einen Fa- milicnabcnb, bei dem Pfarrer v. d. Au einen packenden Vortrag über seine schweren Erlebnisse in fünfjähriger Kriegsgefangenschaft in Sibirien hielt und eine Rei^e anschaulicher Lichtbilder Zeigte. Schöne Volkslieder und Kanons, von Den Freizeitteilnehmern gesungen, umrahmten die Vorträge und -1-*— *— “—:-4- —
32 bis 35 Mk. Die drei Stämme bzw. Abschnitte der 5. Klasse kamen ein geringes höher. Die Preise für Werkholz sind gegenüber dem Vorjahre um 20 bis 25 Prozent zurückgegangen. Es herrschte beim Kaufe große Zurückhaltung,
Kreis Alsfeld.
* Brauers ch wend, 2. Fcbr. Auf dem Grundstück des Landwirts Georg Diehl brach heute Vormittag Feuer aus. Trotz der eifrigen Bemühun- gen der hiesigen Feuerwehr und der zu Hilfe geeilten Wehr von Hergersdors brannten die Scheune, der S ch w e i n c st a l l und ein Hol z- schuppen nieder, wobei ein Schwein mit sei- {einen Ferkeln umkam. Das Wohnhaus wurde durch die Flammen erheblich beschädigt konnte aber doch gerettet werden. Auf welche Ursache der Brand zurückzuführen ist, weiß man bis jetzt nicht.
Kreis Lauterbach.
* Ilbeshausen. 3. Febr. Eine Winterlager-Freizeit für Heranwachsende junge Männer unserer Vogelsbergdörfer fand hier statt. Sw war veranstattet und stand unter der Leitung von dem Landesjugendpfarrer der hessischen evangelischen Landeskirche, Lic. v. d. Au, Darmstadt, unter Mitwirkung der Pfarrer T r a b a n d t, Herbstein, und Strack, Ilb:shau e7i. Einundzwanzig ausw"rtige unbeine Anzahl Ilbeshäuser Burschen nahmen dauernd daran teil. Wit kurzer Andacht und ausführlicher Bibelbesprechung wurde jedesmal der Tag
F. Sv. V. Frankfurt mit seinem 0:0 gegen den F. Sp. V. 05 Mainz einen weiteren Punllverlust, den er in der Hauptsache der Schuhunfähigkeit seines Sturmes verdankt. Allerdings spielten die Frankfurter fast während der ganzen zweiten Halbzeit nur mit zehn Mann. Union Riederrad scheiterte an der schweren Aufgabe, auf dem Idarer Klotz den 1. F. C. Idar zu schlagem Die Riederräder kehrten vielmehr mit einer unerwartet hohen Riederlage von 0:6 Toren nach Hause. Das Mannheimer Ortstreffen zwischen S. V. Waldhof und V. f.D. Mannheim endete mit 2:1 Toren knapp aber verdient zugunsten der Waldhofer, die hierdurch an die Spitze der Tabelle gelangten. D. f. L. Reu-Isenburg gegen Saar 05 Saarbrücken fiel aus.
In der Gruppe Süd behauptete Schwaben Augsburg seine Spitzenstellung durch ein er- stcnnllich hohes 5:0 gegen S.V. 1860 München. Auch der Tabellenzwette, die Sp.Vgg. Furch, gewann mit 6:1 gegen den F. E. Freiburg sehr hoch. Eine Llcberraschung bedeutet der große Torunterschied allerdings nicht. Sehr knapp endete die Begegnung zwischen dem A. S. Rürnberg und den Stuttgarter Kickers. Die Rürnberger nutzten den Vorteil des eigenen Platzes aus und behielten mit 1:0 Toren Sieg und Punkte für sich. Der A. S. R. tauschte für diesen Sieg seinen vierten Tabellenplatz gegen den dritten der Kickers ein.
Sieg Schmelingö über Risko.
Beim 1<?-Runden-Dox?ampf zwischen dem früheren HalbschwergewichtSmeister von Europa Ma» Schmeling und Johnny A i s k o aus Eleve- land am SamStag in Reuyork im Madison öejuare Garden fegte Schmeling durch k.o. in der 9. Runde. Schmeling hatte Riskv viermal zu Boden gebracht, bevor der Schiedsrichter Den Kampf nach 65 Sekunden der 9. Runde für beendet erklärte.
Oer neue Europameister im Boxen.
Der belgische Schwergewichtsmeister Pierre E h a r l e s schlug am Sonntag in der Dortmunder Westfalenhalle den deutschen Schwergewichtsmeister Ludwig Haymann knapp nach Punkten und errang damit den Europa- meiftertiteL
Turnerharidball
Hamburg — Berlin 7:4 (3:2).
Der am Samstag in Hamburg ausgetragene Handballstädtekampf der Turnermannscha ten von Hamburg und Berlin endete mit dem sicheren Siege der Hamburger mit 7:4.
eröffnet. Die Dibelbesprechungen standen unter den: Thema ..Jesus und die Jugend". Daran schloßen sich Vorträge und Aussprachen über wichtige Lebensfragen junger Menschen. „Du sollst den Werktag heiligen"; — .Lat Beten noch einen Sinn"; — „5hl und deine Dorfgemeinschaft". Das waren die Fragen, über die eingehend unter reger Beteiligung der jungen Burschen selbst gesprochen wurde. Die Frage nach dem Sinn des Lebens, über die der Freizeitleiter im Gemeindegottesdienst am Sonntagmorgen gepredigt hatte, klang durch alle Besprechungen hindurch. Reben dieser ernsten Arbeit kam frohes jugendliches Gemeinschaftsleben zu seinem Recht. Gesellschaftsspiele, alte Tisch- und Brettspiele wurden eifrig gespielt. Eine ganze Anzahl schöner alter Volkslieder konnte in den Tagen eingeübt werden. 3n den Rachmittagsstunden zog die ganze Schar hinaus in die tief verschneite Umgebung des Dorfes, bas in winterlichem Frieden in seinem stillen Tal lag und in dem die auswärtigen Teilnehmer bei gastfreien Einwoh-
1. Lutsch. Meter).
K
Fußball in Hessen-Hannover.
Kurhessen fiaffel — Borussia Fulda 2:0 (1:0).
In der Südgruppe fand gestern vor 8000 Zuschauern in Full da das entscheidende Spiel statt. Kurhessen war von Anfang an überlegen unb verpaßte einige recht gute Chancen. In der Mitte der ersten Halbzeit bekam Kurhessen einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen, der glatt verwandelt wurde. Borussia wurde hierdurch sichtlich deprimiert und spielte in bet zweiten Spielhälste ziemlich zeriahren. Das zweite Tor für Kurhessen wurde kurz nach dem Seitenwechsel erzielt.
Hessen 09 Kassel — Spiel und Sport Northeim 7:0.
In der Nordgruppe schlug, wie erwartet, Hessen 09 Spiel und Sport 7:0. Die Kasseler Mannschaft war wahrend des ganzen Spieles stark überlegen unb lag bereits bet Halbzeit mit Kußball in Güddeutschland.
Don den gestriaen zehn Meisterschaftsspielen in der Runde der Meister und der Trostiunde fielen zwei wegen ungünstiger Platzverhältnisse aus. Aus der
Runde bet Meister
find nur zwei Ergebnisse zu melden, die beide als erwartungsgemäß betrachtet werden müssen. Borussia Neunkirchen hatte den 1. F. E. Nürnberg zu Gast und wurde von ihm erwartungsgemäß mit 0:5 Toren klar und deutlich geschlagen. Auch in Worms verlor der Platzverein Wormatia Worms gegen B. f.L. Neckerau mit 2:4 Toren, so daß nun- mehr der Hessenmeister mit seinem vierten Spiel auch seine vierte Niederlage hinnehmen mußte. Ein Kuriosum gab es in Karlsruhe. Dort war die ur- fprünglid) ongefetzte Begegnung zwischen dem K. F. V. Karlsruhe und Germania Brötzingen wegen der schlechten Beschaffenheit des Platzes abgesagt worden. Statt dessen spielte Phönix Karlsruhe, der Tobellendrttte der Gruppe Baden, gegen den Schwabenmeister aus Brötzingen und schlug ihn
Überaschenderweise mit dem seltsamen Ergebnis 7:2 Toren.
Runde der Zweiten und Dritten.
In der Gruppe Rord leistete sich
Oberheffen.
Aus ter EMitensühN lötlich verunglückt, t Ronnenroth (Kreis Gießen), 2. Febr.
Heute nachmittag ereignete sich hier ein folgen- schwererllnglücksfall. Der Landwirt Hermann Stoll von Billingen kam mit einem Schlitten, in dem außer ihm noch seine Frau, ein Enkelkind, sowie ein Mädchen von hier saßen, otm Ober-Beftingen hierher. Am Eingang des DorseS verlor Stoll die Gewalt über das scheuende Pferd, dieses rannte gegen einen Stein, wodurch der Schlitten umsiel unb sämtliche Insassen mit solcher Gewalt deraus- geschleudert wurden, daß Stoll auf der Stelle tot war. während die übrigen Insassen mit mehr oder minder schweren Verletzungen bavonkamen. Das Pferd rannte mit dem beschädigten Schlitten weiter, der später auf der Chaussee zwischen Ronnenroth und Ml- lingen völlig zertrümmert aufgefunben wurde.
Zwei Lokomotiven bei Gedern entgleist.
WSR. Gedern, 2. Febr. Heute entgleisten zwischen 13 unb 14 Uhr auf der Strecke Frankfurt—Stockheim—Gedern—Laukeraach die Lokomotiven zweier Personenzüge. In dem einen Fall handelt es sich um den Per- loncnzug 4106 ab Gedern 12,37, dessen Lokomotive zwischen Herchenhäin und Alteburg aus ircier Strecke an einer Kreuzung entgleiste. Ein von Stockheim entsandter Ersatzzug veförderte die Reisenden mit einer Stunde Verspätung Wetter. Die Ausräumungsarbeiten waren bereits um 16 Uhr beendet. 3m zweiten Falle handelt es sich um den Personenzug 4135 ab Gedern 13.41, dessen Lokomotive gleichfalls auf freier Strecke zwischen Gedern und Ober- Seemen, 9 Kilometer von der anderen Unfall» stelle entfernt, entgleiste. Die Störung war nach einer Stunde behoben. In beiden Fällen ist niemand zu Schaben gekommen. Der Ma- teeialscha den ist nur gering. Die Ursache der Entgleisungen konnte noch nicht festgesdellt werden.
Landkreis Gießen.
—v— Klein-Linden, 2. 5ebr. Beim Schlitten fahren verunglückt ist die sechs Jahre alte Margot Jung. Sie erlitt einen O ber sche n ke l b ruch und wurde nach Anlegung eines Notverbandes durch Dr. Boßler mit dessen Auto in das Katholische Schwesternhaus nach Gießen verbracht.
• Lollar. 2. Febr. Heute konnte Herr Konrad Kröll von hier in seltener geistiger und körper- licher Gesundheit das goldene Arbeitsjubi - (ä u m auf dem hiesigen Eisenwerk feiern. Dem Ju- bilar, der sich bei allen feinen Arbeitskollegen gro- ßer Sympathie erfreut, brachte man allseits die besten Glückwünsche entgegen. Von der Direktion der Buderusschen Werke wurde ihm für treu ge- leistete Arbett eine goldene Nadel, sowie ein Ge- scheu in bar überreicht, seine Kollegen brachten ihm einen Ruhesesiel dar.
: Reiskirchen, 2. Febr. Heute wurde die hiesige Gemeindejagd auf weitere 9 Jahre verpachtet. Zunächst wurde die Jagd in Aroei Teilen ausgeboten. Der Bezirk südlich der Bahn kam auf 325 Mark, der Bezirk nördlich der Bahn auf 805 Mark zu stehen. Nach diesen einzelnen Ausgeboten wurde die Jagd zu einem Bezirk versteigert, und hierfür 1310 Mark gelöst. Iagdpächter ist ein Herr aus Gießen, der auch bisher Inhaber war. Der seit- berige Jagdpreis betrug 850 Mark pro Jahr. Somit rlöft die Gemeinde ein Mehr von 460 Mark.
df. L a n g S d o r s, 2. Febr. Am Freitag fand hier die erste diesjährige Holzversteigerung statt, die sich, wie alljährlich, auch von auswärts eines guten Besuches erfreute. Zun 'Versteigerung kamen an Brennholz 285 Raummeter Scheit- unb Knüppelholz. 283 Raummeter Reisig und 83 Raummeter Stöcke. Für Buchenscheit wurden durchschntttlich 34 Mk., für Knüppel 20 Mk. für je 2 Raummeter gelöst. Reisig kam auf etwa 1.20 Mk. und Stöcke auf 7,50 Mk. pro Raummeter. An Ruhholz kamen 89,50 Festmeter zum Ausgebot. Stämme der lo-Klasse kamen auf etwa 20 Mk. pro Festmeter, Derbstangen 1. Klasse auf 2 Mk., 2. Klasse auf 1,50 Mk. unb 3. Klasse auf 0.83 Mk. Die Holzhauer sind noch fest an der Arbeit, so daß in Bälde mit wetteren Versteigerungen gerechnet werden darf.
Kreis Friedberg.
WSR. Dab-Rauheim. 2. Febr. Gestern mittag fiel bis bei ber Familie G. in ber Friedrichstraße 14 befestigte Dienstmagd Dorothea Dräger aus Burghaun bei Hersselb plötzlich tot zu Boden. Zur näheren Feststellung ber Todesursache nahm die Kriminalpolizei sofort Ermittelungen auf. Ein Gerücht, das von einem Mord in ber Friedrichstraße spricht, entbehrt jedenfalls jeder Grundlage.
Kreis Büdingen.
!! Bübingen, 2. Febr. Gestern früh gegen 5 Uhr bemerkte ein Beamter des Rächt-Sick^r- hettSdienstes einen Brand im 2 ager des elektrotechnischen Geschäftes Levi in der Reustadt <ntb alarmierte die Feuerwehr, die auch sehr bald zur Stelle war. Infolge eines Schadens an der Heizung war der Brand auSgebrochrn. Rur dem Umstande, dah die Feuerwehr sofort mit vier Schlauchleitungen bas Feuer bekämpfen sonnte, ist es zu danken, bah d'.e enj bebaute Reustadt vor unermeßlichem Unglück bewahrt blieb. Das Fcuer hatte bereite den ganzen Bau ergriffen und war schon auf die Rachbargebäude übergef pcungc.r. DirLösch- roeiten wurden durch die Kälte sehr erschwert. OftfSmar.nschaften und Zivilver,onen leisteten tat» si-äftige Hilfe. Gc en Tagesanbruch konnte die Wehr unter Zurücklassung einer starken Brandwache abrücken.
Bisses, 2. Fcbr. Die erste Rutz- unb Brennholz Versteigerung fand dieser Tage im hiesigen Gemeindewald statt. Es hatten sich dazu viele Kaufliebhaber von hier und aus den umliegenden Ortschaften Echzell, Gettenau unb Ober-Widdershrim eingefunden. 'M ganzen kamen 36 Buchenstämmc und Abschnitte, sowie 73 Raummeter Duchensche'.tholz. 28 Raummeter Buchen knüppel. 32 Raummeter Reisigholz und 13 Raummeter Buchens!ockholz »um Aufgebot. Buchenfcheithoiz kam der Dvppel- > aummeter auf 33 bis 35 Mk., Bnchenknüppel ber Raummeter 11 bis 13 Mk. Duchenreisig je vier Raummeter 10 bis 14 Mk., Buche.istöcke der Raunrm.eter 7 bis 9 Mark. Die Preise für Brennholz sind in den £e;lcn Tagen weiter in bic Höhe gegangen, was in der Hauptsache auf die anhaltende Kälte zurückzuführen ist. Buchenstammholz 3. Klafte tarn je Festmeter 30 bis 32 Mk., solches 4. Klasse


