Ausgabe 
3.10.1929
 
Einzelbild herunterladen

'^Skeit benr Erlaß W *; *£ ä&5 QQt8büt'n9efWe «SB K-ghte

i.C6ic«®°äaY*- '19. Ich 6iS «>"ch- ^fungsouJx'Mit

TÄUi °de die Q nun.

iviiYh* 8" -L

Q9t -

Kanzler

^präsi-enten.

« 82. Geburttztag.

Reichg.

Kanzler TlüUet im 1? 82 Geburtstage Iwiben übermittelt: 9 ^ichspräsident!

kE.ich nicht vorübergehen ^eichskanzler und zugleich 'ch?r-gierung^d7e darzubringen.

>druch daß Tie in alter «hr Ares gesegneten Le. -he Volk gedenlt an diesem 19 und wünscht, boß Sie V als ein Borbild lunggesunderhal.

'Verhandlungen steht die ng des besetzten Ge. t noch und nach die besetz- > werden, dann wird bas ch daran denken, daß Ihr tunde Ihres Amtsantritts rlangung der deut- gerichtet gewesen ist.

Empsehlunaen verbleibe hspräsident, Ihr stets ganz

(gez.) Müller."

iederlegung.

lDolss.) Der hessische Land- :nbacher (Dieburg) hat ober b.3. ab [ein Mandat wegen ®ed)[els [eines süberlaftung nieder« .orte dem hessischen Lant> an und ersreutr K als er und sleihiger Ver- rks bei allen Parteien dah sein Ausscheiden all- >ürste. Als sein Nochsolger turgbacher (Mainz) in

ettertage.

P^»' «r» vTW /

, ujlidruit.

.ota«e'0! «-w-lK d-- ÄS*

® ..f Die W » dein id) flULrben a«rrf(Cne der of'L^n der zum

S<S-"-*u,r nurnod) . ..geb ÄZZS-L LsK 19,7 ?' io an ** ! mor*

etun^

Die städtischen Vauten in der Schwarzlach

** Aus dem h e

e n

[Vermietungen |

>6122

2290V

8171A

8169A

Lehrpläne

M. Hof-Wenzel, Bahnhofstraße 34

H. Lehmann, Seltersweg 81 Mathilde Nachmann, Bahnhofstr.6

Ingenieurschule Elektrotechnik. Maschinen-, Aut0-1 Heizungsbau. Flug-, warme-. Kalte lcchrx_ Land». Maschin. Schwach-. Stark» Strom- u. Radiotechnik

Werkmeisterschule

Kommen Sie bitte schon Freitag

denn hohen Feiertags halber Ist

Samstag geschlossen

teilzunshmen. Ein« Dortragsfolge, die in nichts der vorjährigen nachstehen soll, ist aufgestellt. Gilt es doch, der Feier des 15. Jahresfestes des Bundes durch eine besonders wertvolle Ausgestaltung der gesamten Vortragstätigkeit im kommenden Winter einen glanzvollen Rahmen verleihen. Daneben war die Bundesleitung bemüht, der wirtschaftlichen Notlage weiter Kreise Rechnung zu tragen und je­dem, für den Kunst und Dichtung Erbauung und Erhebung bedeutet, die Möglichkeit zum Vortrags­besuch und zum Kunstgenuß zu geben. Zu dem ersten Dichterabend am kommenden Montag ist der be­kannte Dichter Arnold Zweig eingeladen worden,

neue LustspielGrand o te I von Paul Frank aufgeführt, dessen Uraufführung am 1. September in Bad-Nauheim ein ausgesprochener Erfolg war. Ober­spielleiter Hans T a n n e r t hat die Regie und ist zugleich Vertreter der Hauptrolle. Seine Partnerin ist Maria Koch. Es sind ferner beschäftigt die Da­men: Doering und Jahn, und die Herren: Fassott, Hais, Heitzig, Hub, Linkmann, Volk, Wahlen und Zingel. Inspektion Ludwig Linkmann. Beginn um 20 Uhr.

Der Goethe-Bund schreibt uns: Wieder ruft der Goethe-Bund seine Mitglieder und die Kunstfreunde auf, an seinem Vortragsprogramm

Feiertagshalber

bleiben unsere Geschäfte, Samstag, 5. Oktober,

geschlossen

J. Pfeffer

Spezialhaus für Damenkonfektion

** Landeskirchenrat Bernbeck ^tritt in denRuhestand. Landeskirchenrat B e r n b e ck zu Okarben tritt auf fein Nachsuchen am 1. Novem­ber d. I. in den Ruhestand. Die Evangelische Kir­chenregierung hat ihm für seine treuen Dienste als Pfarrer und sein erfolgreiches Wirken im Landeskir­chenrat ihre besondere Anerkennung ausgesprochen.

Hansa

Handelsschule J.Kunzeimann

Güßen, Bahnhofstr. 60

15. Oktober neue Kurse. Anmeld. tägl. 7988D j

geschaffen worden, so daß die Wäsche ohne be­sondere Mühe auch nach dem Garten gebracht werden kann.

Die Gebäude sind mit einem Flachdach ver­sehen, bei dem der Dachüberstand über das Mauerwerk 80 Zentimeter beträgt, so daß ein schöner Abschluß des Baues vorhanden ist. Bei der Konstruktion des Daches ist auf vollkommene Wärmeisolierung Bedacht genommen worden.

Bei einer Besichtigung dieser Bauten, die am Dienstagnachmittag von Mitgliedern der städtischen Baudeputation und Vertretern der Presse vorgenommen wurde, kam die einhellige Meinung zum Ausdruck, daß hier unter der Ober­leitung des städtischen Hochbauamts Klein­wohnungen im Entstehen begriffen sind, deren Raumabmessung durchaus zufriedenstellend ist und deren Gesamtgestaltung und wohnkulturelle Aus­stattung nur gelobt werden kann. An dieser Stelle werden jedenfalls Kleinwohnungen geschaffen, mit denen sich unsere Stadt sehen lassen kann.

Das Richtfest.

Aach Arbeitsschluß am Dienstagabend fand im Saale des Cafe Leib das A i ch t f e st für diese Wohnhausbauten statt. 3n einer Ansprache an die Arbeiterschaft und die Gäste erinnerte Stadt­baurat G r a v e r t u. a. kurz daran, daß die Vorbereitungen für dieses große städtische Woh­nungsprojekt anfangs nicht leicht waren. Jeder­mann müsse aber heute doch zugeben, daß hier etwas geschaffen worden sei, das hinsichtlich der Wohnungen nicht aus dem Rahmen des bisher lieblichen herausfalle. Bei der Besichtigung der dreigeschossigen Bauten durch die Mitglieder der Baudeputation und die Vertreter der Presse sei vor allem auch anerkannt worden, daß die Geschoßhöhen ausreichend seien und der voraus­sichtliche Mietpreis eine erträgliche Höhe haben werde. Cs sei zu begrüßen, daß durch die Schaf­fung dieser sechzig Wohnungen dem Bedarf an Kleinwohnungen zu einem ansehnlichen Teile Rechnnug getragen werde. Mit dem Wunsche, daß durch eine rege Bautätigkeit der Dau- arbeiterschaft auch im nächsten Jahre aus­reichende Beschäftigung geboten werden könne, schloß der Redner seine beifällig aufgenommene Ansprache. Im weiteren Verlaufe des Abends sprachen noch die Stadtratsmitglieder Meier und S ch w i e d e r. die ihrer Genugtuung über die in der Schwarzlach errichteten Kleinwoh­nungsbauten mit Worten warmer Anerkennung Ausdruck gaben, wobei auch die hervorragenden Arbeitsleistungen der beteiligten Bauarbeiter­schaft lobend hervorgehoben wurden. Insbeson­dere begrüßte Stadtratsmitglied Schwieder in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aord- ostvereins die Schaffung dieser Wohnhäuser im Aordostviertel, wobei er, nach Dankesworten an Stadtbaurat Gravert für dieses Bauwerk, nachdrücklich betonte, daß hier in keiner Weise Baracken gebaut worden seien, ebenso wenig wie das bei dem Bauvorhaben an der Krofdorfer Straße der Fall sein werde. Grundsätzlich for­derte der Redner bei dieser Gelegenheit, daß in Zukunft überhaupt keinerlei Baracken mehr gebaut werden und die jetzt an der Grünberger Straße stehenden baldmöglichst verschwinden sollen. Mehrere Arbeiter brachten in kurzen Ansprachen den Dank der Arbeiterschaft für die Bereitung des Richtfestes und den Wunsch nach Bereitstellung weiterer Arbeitsgelegenheit im nächsten Jahre zum Ausdruck. Der Abend nahm bei guter Bewirtung einen allseits be­friedigenden Verlauf.

Zur Ausbesserung von

Perser Teppichen empfiehlt sich erfahrene Spezialistin. tn und außer dem Hause. 8156V

Ida Bode, Wellbnrc, Teleph. 523.

Durch die evangelische Kirchenregierung wurde dem Pfarroerwalter Rudolf Froelich zu Baben­hausen II die evangelische Pfarrstelle zu Boben- hausen II, Dekanat Schotten, übertragen. Aus dem hessischen Kirchendienst entlassen wurde auf sein Nachsuchen der Pfarrer Gottfried Weber zu Grü- dingen mit Wirkung vom 1. Oktober an.

** Militärpersonalie. Der Kommandeur des Jnf.-Rgts. 15, Oberst Freiherr v. Brandts, wurde durch Verfügung des Reichswehrministe­riums mit Wirkung vom 1. Oktober ab zum Gene­ralmajor befördert. Oberleutnant Münch, bis­her bei der Sportschule zu Wünsdorf, wurde in die 4. Maschinengewehrkompagnie beim 1. Batl. Inf.- Reg. 15 in Gießen versetzt.

** Feuerlöschgeräte in Garagen. Dom Polizeiamt wird uns geschrieben: Als geeignetes Löschgerät, das an geeigneter Stelle in der Garage bereitzuhalten ist, kommen u. a. in Betracht: Schaum­löscher, Trockenlöscher, Tetrachlorkohlenstofflöscher, vorausgesetzt, daß das betreffende Fabrikat von dem Preußischen Feuerwehrbeirat, Berlin, Lindenstraße Nr. 40/41, als geeignet zum Löschen von Mineralöl­bränden ausdrücklich anerkannt ist. Die Größe, Wurfweite und Zahl der Löschgeräte muß folgenden Anforderungen entsprechen: Die Löscher müssen etwa 60 bis 70 Liter Schaum erzeugen oder etwa vier Kilogramm Löschpulver oder mindestens zwei Liter Tetrachlorkohlenstoff enthalten. Die wirk­same Wurfweite (nicht die tatsächliche) muß minde­stens drei Meter betragen. Die vorstehend ange­gebene Löschmittelmenge, die man als Löscheinheit für Kraftwagenräume bezeichnen kann, genügt für Kraftwagenräume bis zu sechs Kraftwagen. Für größere Kraftwagenhallen sind Löschgeräte in ent­sprechend größerer Zahl möglichst an den Eingängen und im Raum verteilt bereitzuhalten. Das Lösch­gerät muß sofort greifbar und betriebsfertig an oder in dem betreffenden Raum angebracht sein.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 5., und Sonntag, 6. Oktober: Neujahrsfest. Sams­tag: Vorabend 5.45 Uhr; morgens 7.30; Pre­digt 9.15; nachmittags 4. Sonntag: Vor- abend 6.40; morgens 7.30; abends 6 und 6.40 Uhr. NB. Während der Predigt ist der Eintritt nicht ge­stattet.

Israelitische Religionsgesellschaft. Samstag, 5., und Sonntag, 6. Oktober: N e u j a h r s f e st. 1. Tag: Vorabe. 's 5.25 Uhr, Predigt; morgens 6, Pre­digt; nachmittags 4. 2. Tag: Vorabend 6.40; morgens 6; nachmittags 4; Festesausgang 6.40.> , Wochengottesdienst morgens 5.30; abends 5 Uhr.

um aus feinen Werken zu lesen. Zweigs Roman Der Streit um den Sergeanten Grischa" war be- kanntlich einer der größten Buchersolge des letzten Jahres. Der Vortragsabend des Dichters wird sicher­lich allseits stärkstes Interesse finden. (Siehe heutige Anzeige.)

Das Wohlmuth Heilverfahren, das in der Naturheilbewegung eine besondere Rolle spielt, wird am nächsten Montagabend Gegenstand eines öffentlichen Vortrages im Saale des CafL Leib sein. Interessenten seien auf die heutige An­zeige hingewiesen.

Gietzcrrer Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220, Matte 30 bis 35, Wirsing 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 20, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 10 bis 15, grüne und gelbe Dohnen 25 bis 30, Unter-Kohlrabi 12 bis 15, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 60 bis 120, Kürbis 5 bis 8, Pilze 40 bis 45, Kartoffeln 5, Falläpfel 4 bis 5, Aepfel 10 bis 15, Birnen 10 bis 15, Preiselbeeren; 35 bis 40, Pfirsiche 45 bis 70, Brombeeren 55 bis 60, Zwetschen 10 bis 12, Russe 60 bis 70, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund; Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 70 bis 90. . -

Mein Geschäft ist

Samstag, den 0. Oktober 1929

feiertagshalber

geschlossen

Aus Der proviuzialhaupifiadt.

Gießen, den 3. Oktober 1929.

Das sind die Tage ...

Das sind die Tage, an denen es den rechten Wanderer mit Gewalt hinausdrängt in die schöne Gotteswelt. Cs ist ein beschwerliches Wandern, wenn Sommerglut über dem Lande liegt. Es ist nicht immer ein fröhliches Wandern, wenn der Winter seinen eisigen Mantel um das Land geschlagen hat und die Tage so kurz sind, daß man viel zu schnell in Dunkelheit schreiten muh. Mer es ist gewiß ein schönes und eindrucksvolles Wandern, wenn Herbstgold über die Fluren fegt, wenn sich der Wald verfärbt, wenn zarter Dunst über der Ferne liegt. Rebel brauen, geheimnis­voll, Kühle daherweht und zu rüstigem Aus­schreiten verlockt. Weit dehnen sich die Straßen und Wege, aber bei solchem Wandern schrumpfen die Entfernungen zusammen, die sonst zur Last werden, und die Welt gibt doppelt an Schön­heiten, die sie sonst kargend schenkt.

Es hat seinen guten Grund, wenn die passto- nierten Wanderer gerade den Herbst vorziehen. Unter Herbstsonne wird die Welt ganz anders, bietet jeden Tag und zu jeder Stunde em anderes Gesicht. Da sind die kalten Morgen, an denen sich die Sonne mühsam durch dichtes Aelxl- gehänge emporringen mutz. Brodelnd s^veben die Schwaden über der Flur, und die Lichtfülle des Tagesgestirns mutz sich den Sieg erst müh­sam erringen. Da sind die frühen Abende, an denen die Sonne glutrot über blauem Wald steht, für unser Empfinden viel zu rasch ver­linkt und dann in blassem Nachglanz von einem Tage kündet, der nicht mehr so triumphierend war wie tne Sommertage, aber auch in vielem nicht so lästig wie sie. Da ist der geheimnisvoll rauschende Wald, dessen Dunkelheit starr gegen den lichtblauen Himmel steht, und der freunb» kichere Laubwald, der ein geheimnisvolles Leben iu haben scheint, wenn sich Blatt um Blatt von den Zweigen löst und niedertänzelt. Da sind die weiten Felder, leer, eintönig, farblos. Aber wenn die helle Sonne auf ihnen spielt, haben auch sie ihr Leben, und wenn sie auch tot dazuliegen schei­nen, der Gedanke kommt uns doch bei, dah das mir ein Uebergang ist, eine Vorbereitung für eine Zeit, auf die wir alle hoffen und die uns neue Schönheiten und neue Freuden verspricht.

Cs ist begrüßenswert, da,ß gerade in .diesen Tagen vielfach auch neue Aufforderungen an die Jugend ergehen, den Herbst zu frohen Wand^:- fahrten zu nützen. Freier als sonst das Jahr über kann sie sich tummeln in der Weite, in Wald und Flur, wenn es erwünscht oder erfor­derlich ist, dann geht der Weg glatt über das Feld, und kaum jemand wird viel dagegen ein­zuwenden haben. Die Welt steht offen, und alles ist geeignet, Wanderfreude zu geben. Mit dem küh^n Winde möchte man ziehen, der die weißen Wolken über das weite Land hintreibt, mit dem Bache will man wandern, der über das Gestein zu Tal springt, älnd ist man durch die Welt gegangen, hat man sie ausgenommen mit all ihrer geheimen Schönheit des Herbstes, dann kehrt man bereichert und erfreut und belebt zurück in die Enge, die ebenso nötig ist wie zuweilen der geweitete Blick. 0.8.

Daten für Freitag, 4. Oktober.

Sonnenaufgang 6.05 Uhr, Sonnenuntergang 17.32 Uhr. Mondaufgang 7.42 Uhr, Monduntergang 18.12 Uhr.

1515: der Maler Lukas Cranach d. I. in Witten­berg geboren; 1669: der Maler Rembrandt in Amsterdam gestorben; 1797: der schweizerische Schriftsteller Jeremias Gotthelf in Murten geboren; 1865: der dichter Friedrich Lienhard in Rothbach (Elsaß) geboren.

Bornotizen.

Tageskalcnder für Donnerstag. Orchester-Verein Gießen (1908): 1. Symphoniekon­zert, 20 Uhr, Neue Aula der Universität. Gieße­ner' Wohnungsl -u-Gesellschaft: Generalversamm­lung, 20 Uhr, Caf6 Leib. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Das zweite Leben" und Gastspiel des deutschrussischen KleinkünstlertheatersFeueroogel". Astoria-Lichtspiele:Das verschwundene Testa­ment" undEin gefährlicher Doppelgänger".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Freitag, 4. Oktober, wird das

Nach einer Bauzeit von genau acht Wochen sind die städtischen Wohnhausbauten in der Schwarzlach jetzt im Rohbau fertiggestellt wor- den. Am 1. August wurde der erste Spatenstich zu diesen Bauten getan; am Dienstag, 1. Oktober, konnte nach vollendetem Rohbau das Richtfest be­gangen werden; im Laufe des Winters soll der Innenausbau erfolgen, und am 1. April n. I. sollen die Wohnungen bezugsfertig dastehen.

Im verlängerten Asterweg nördlich der projektierten Querstraße von der Ederstraße zur Marburger Straße, des bis jetzt technisch als Oft- West-Straße bezeichneten neuen Straßenzuges ist in den letzten acht Wochen nach den Plänen des städtischen Hochbauamtes beiderseits der Straße je ein dreigeschossiger Häuser­block erstanden, deren jeder aus fünf aneinander- gebauten Häusern zu sechs Wohnungen pro Haus besteht. Insgesamt sind dort also 60 Wohnun­gen zu je zwei bzch. drei Zimmern mit Zubehör errichtet worden.

Jeder Häuserblock erhält einen Vorgarten von 5 Meter Tiefe und einen 20 Meter tiefen rück­wärtigen Garten. Das Gartenland wird nach Maßgabe der Wohnungsgröße unter die Hausbe­wohner verteilt, und zwar erhält der Inhaber einer Dreizimmerwohnung rund 70 Quadratmeter, der Mieter einer Zweizimmerwohnung rund 55 Qua­dratmeter Gartenland.

Die Wohnungen find in zwei Typen herge- fteUt; der große Typ besteht aus einer 4X4,25 Meter großen Wohnküche mit danebenliegender Kochnische und Spülküche, 1 Zimmer von 4X4,25 Meter Größe und 2 Zimmern in der Größe von je 2,50X4,25 Meter; der kleine Typ besteht aus einer Wohnküche von 4X4,25 Meter Größe und zwei Zimmern in der Größe von je 3X4,25 Meter. In beiden Wohnungstypen wird zu der Küche na­türlich eine Speisekammer ausgebaut, ferner erhält jede Wohnung in beiden Typen Badeeinrichtung, dazu selbstverständlich zeitgemäße eigene Abortan­lage.

Der Kellerraum wird nach der Größe der Wohnungen zugeteilt; in jedem Keller werden die Bunker für die Kartoffel- und die Kohlenlagerung geschaffen; ferner ist im Keller für jeden Mieter noch ein kleiner Abstellraum für Gartengeräte usw. vorgesehen.

Das Treppenhaus ist 2,40 Meter breit und mit großen Fensteröffnungen versehen, so dah das Licht in weitem Ausmaß Zutritt hat.

Eine sehr zweckmäßige und glückliche Lösung hat die Einrichtung der Waschküchen mit den Trockenräumen im Kellergeschoß der Häuser gefunden. An die geräumigen Wasch­küchen schließen sich direkt die Trockenräume (4x12 Meter für den großen Wohnungstyp und 4x8 Meter für den kleinen Wohnungstyp) an, die sowohl nach der Gartenseite, wie auch nach dem Kellerflur hin mit breiten Fenstern versehen sind. Bei regnerischem Wetter oder, im Winter fann die Hausfrau die nasse Wäsche im Trocken­raum aufhängen (die Oesen für die Wäscheleinen werden jetzt gleich mit eingebaut), dann öffnet sie nach dem Garten und nach dem Kellerflur zu die Fenster, wodurch soviel Zugluft geschaffen wird, dah die Wäsche gut trocknen kann. Das für die Frauen sonst so anstrengende und quälende Tragen der nassen Wäsche von der Waschküche im Keller nach dem Trockenboden im Dach­geschoß füllt für die Hausfrauen in diesen Ge­bäuden fort, worüber diese Frauen sicherlich erfreut sein werden. Don den Wasch- und Trockenräumen ist aber' auch ein direkter und bequemer Zugang nach dem rückwärtigen Garten

Bekanntmachung.

Nachdem von feiten der wahlberechtigten Arbeitgeber und Versicherten nur je eine gültige Vorschlagsliste bis zum fest­gesetzten Termin eingereicht worden ist, findet die auf den 30. Oktober d.I. anberaumte Wahl der Vertreter zum Ausschuß der Jnnungskrankenkasse der Freien Innung der Gastwirte von Gießen und Umgegend nicht statt. Den Vorschlägen entsprechend gelten in der Reihenfolge des Vorschlags als gewähll:

1. von Arbeitgeberseite:

Vertreter:

L Elges, Adolf, Gießen, ^eltersmeg 68.

2. Hopfeld, Adolf, Gießen, Friedrichstraße 4.

3. Niemann, "Ernst, Gießen, Seltersweg 64. Ersatzmänner:

4. Boller, Karl, Gießen, Bahnhofstraße 53/55.

5. Klingler, Ludwig, Gießen, Bahnhofstraße 52.

6. Schwarz, August, Gießen, Bahnhofstraße 90.

7. Amend, Willi, Gießen, Bahnhofstraße 66.

8. Faber, Karl, Gießen, Neuenweg 5.

9. Schmitz, Hans, Gießen, Sonnenstraße 13.

2. Don Seife der versicherten:

Vertreter:

1. Funk, Ludwig, Kellner, Gießen, Friedrichstraße 8.

2. Stauß, Franz, Hausdiener, Gießen, Bahnhofstraße 91/93.

3. Rühl, Richard, Kellner, Gicpen, Marktplatz 18.

Ersatzmänner:

4. Sigrist, Hans, Kellner, Gießen, Marktstraße 14.

5. Eis, Hermann, Hausdiener, Gießen, Bahnhofstraße 52.

6. Liebermann, Konrad, Kellner, Gießen, In Laders Hof 3.

7. Herr, Leopold, Kellner, Gießen, Landmannftraße 18.

8. Rofenow, Heinrich, Hausdiener, Gießen, Seltersweg 40.

9. Krause Hermann, Kellner, Gießen, Kirchenplatz 18.

Die Gültigkeit der Wahl kann beim Versicherungsamt der Stadt Gießen, Lonystraße 2, binnen zwei Wochen nach Er- scheinen dieser Bekanntmachung angefochten werden.

Gießen, den 3. Oktober 1929. 8163D

Derficherungsamt der Stadt Gießen.

I.V.: Keitzer.

Technikum

Lage Eisenoctonbau

Tonindustrie

Ziegeleungenieure nHHwwirrPn Tecnniker. zicgeimeist

Miöen wurden nach unserer Methode der orthopädischen Druchbehand« lung gute Erfolge erzielt.

Mein Druchleiden ist durch ihre Methode vollständig geheilt. Ich kennte sonst kaum mehr gehen und mußte ständig mit einer Hand den Bruch zurück- galten und kann jetzt laufen wie ein Jüngling.

Wilh.Etckmeier, ©erntete b. Warburg.

DemHermes Aerztlichen Institut für orthopädische Druchbehand- lung betätige ich, dah mein Bruchleiden durch Ihre Methode vollständig ge- teilt ist. Ich kann jetzt jede Arbeit ohne Beschwerden verrichten.

Karl Heiner, Oberasphe, flr. Biedenkopf. 30.9.28.

Weitere Auskunft auf Anforderung.

Sprechstunde unsere» Vertrauensarztes in- Gießen: Sonntag, S. Oktober, «ormittage 10-2 Uhr, im Bahnhofs-Hotel Lenz. 8160D

Hermes Aerztl. Institut für orthopädische Druchbehandlung, ©. m. b. H., Hamburg, Esplanade 6._____________

Mbl. Wohn- und Schlafzimmer sowie leeres Zim» mer, als Kucke ge­eignet, evtl, auch ein­zeln, abzugeben.

Wo? sagt d.Geschst. d. Gieß. Anz. 06320 IHMHtHH

Möbl. Zimmer an berusSlät.Herrn, auch Irl-bill. z.vrm. Bleichslr.SIl. msm | Mietgesuche |

BerusSlät. (Sbe- paar sucht z. 15. Oft. oder bis spätestens 1. Jan. 1930 ganz ob. teilweise möbliertes

Wohn- und Schlafzimmer

Schrtstl. Angeb. unt 06318 an b. Gn. Anz.

Stellenangebote!

Aufgewecktes Mädchen 1517 Jahre, auS guter Jamilie, zur Hilfeleistung i. Labo­ratorium gesucht.

Schr. Bewerb, unt 06311 a. b. Gy. An».

Zwei berussiättge Damen suchen ein durchaus zuverläss. ehrliches

Tagesmadchen zur ielbstänbige« Nahrung beß Haush. Nur gute Emvieh- lungen kommen tn Betracht. Schr. Ang. U.8155D a.b. G.An».

Selters weg 46, Tel. 2627

Bei

Pllsaeebrennerel lederfärberel .