Ausgabe 
3.8.1929
 
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s-as-rN-rMlung-n. i IMge Emmüügkeit des Reichskabinetts

Wenn am Montag die Delegierten der einzeln I ° ________

Berlin. 2. Aug. (D3B.) Das Reichskabi-

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noch leisten kann.

n e l l trat heute unter dem Vorsitz des Reichs­autzenministers Dr. Stresemann zu einer

Weise des erkrankten Herrn Reichskanzlers und sprach im Kamen sämtlicher anwesenden Reich s- minisler die zuversichtliche Hoffnung aus, dah der

, abends Kommers nachroitt. ab 3 Uhr

ist schließlich auch in großem Umfange Bestand und Weitergedeihen der Genfer Institution abhängig.

Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.

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Die Illustrierte Gießener Familienblätter

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Frankfurt am Main 11686.

Sitzung zusammen.

Eingangs gedachte der Vorsitzende in herzlicher

mit dem von ihm selbst verkündeten Programm der endgültigen Kriegsliquidation im Widerspruch steht. 2ln den Verhandlun­gen und Besprechungen dieser politischen Kommis­sion werden nur die Vertreter der deutschen, französischen, englischen, belgischen, italienischen und japanischen Delegation teilnehmcn.

Die in jeder Beziehung überaus komplizierte Saarfrage dürfte in Sonderbehand­lung zwischen Deut schl an d und Frank­reich besprochen werden. Dah sie im Haag voraussichtlich nicht bis zum letzten I-Punkt ge­löst wird, liegt mehr oder weniger in ihrer eigenartigen Struktur begründet. Soll das von Briand in die öffentliche Diskussion geworfene Wort von denVereinigten Staaten von Europa" überhaupt einen Sinn haben, dann erfordert er in e r st e r Linie den Brückenschlag im Westen, d. h. die Beseitigung

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Rcichspfennig: für Re. klameanzeigen von 70 mra Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/, mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil.Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.

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mu und Ekkirotedinlt . Wtikmelsletiblellune

Oie deutsch? Delegation.

Berlin, 2. August. (WTB.) Auf der be­vorstehenden Konferenz im Haag werden der Reichsminister des Auswärtigen Dr. Stre - semann, der Reichswirtschaftsminister Dr. C u r t i u s , der Äeichsminister für die besetzten Gebiete Dr. Wirth und der Reichsminister der Finanzen Dr. H i l f e r d i n g die deutsche Regie­rung als bevollmächtigte Delegierte vertreten. Der Delegation gehören außerdem an der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Dr. v Schubert, der Staatssekretär in der Reichs­kanzlei Dr. Prinder, die deutschen Mttglie- der des Pariser Sachverständigenausschusses, Reichsbanlpräsident Dr. Schacht, Dr. Mel­chior und Geheimrat Kastl, soweit es seine berufliche Inanspruchnahme zuläht; ferner von der Reichskanzlei Ministerialrat Vogels, vom Auswärtigen Amt die Ministerialdirektoren Dr. Gaus und Ritter, die Vortragenden Lega­tionsräte v. Friedberg und Redlham­

mer, vom Reichsfinanzministerium die Ministe­rialdirektoren Dorn, Ruppel und Mini­sterialrat Berger, vom Reichswirtschaftsmini- sterum Ministerialdirektor Schäffer und die Ministerialräte Claußen und R o n de, vom Reichsministerium für die besetzten Gebiete Mi­nisterialdirektor Miller und Ministerialrat Mayer, vom Reichsverkehrsministerium Mini­sterialdirektor Vogel. Die Presseabteilung der Reichsregierung wird durch Ministerialdirektor Dr. Zech 1 in vertreten sein.

Die Delegation wird Berlin voraussichtlich am Sonntagabend verlassen.

Frankreich und Deutschland, also die völlige Räumung des Rheinlandes und das Zustande­kommen etwa eines Vorvertrages, der die end­gültige Freigabe des Saargebietes in sichere Aussicht stellt.

Die deutsche Regierung hat sich bereit erklärt, unter diesen politischen Vor­aussetzungen den Boung-Plan anzu­nehmen. Deutschland wird sich auch, so ungeheuer schwer es ihm fällt, ehrlich für die Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen einsehen. Riemand aber kann von ihm das Menschen- unmögliche verlangen, daß es die Erfüllung eines auf 60 Jahre berechneten Planes schon heute für jedes dieser 60 Jahre bis zum letzten I-Tüpfel­chen im voraus garantieren soll. Das liegt außerhalb aller menschlichen Möglichkeiten. Das kann kein Volk, sei es das reichste und mächtigste. Rach allem, was Deutschland bis heute geleistet hat, sind auch nicht die geringsten Zweifel -an

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XU) t zum Dünsberg)

Zu besonders lebhafter Aussprache wird es in der politischen Kommission kommen, wenn man sich über die Frage der Rheinland- räum u'n 3 schließlich auch ohne stürmische Aus­einandersetzung verständigen dürfte. Die Frage der sogenannten Versöhnungskommis- f i ott wird zweifellos von Briand wieder ang^ schnitten werden, aber man darf in Frankreich in keinem Zweifel darüber sein, daß j e d e K o m - Mission über 1 9 3 5 h i n au s für Deutschland überhaupt undls kuta- bei ist. Lieber die Zweckmäßigkeit einer solchen Kommission auch nur bis zum Iahre 1935 gehen selbst in Frankreich die Meinungen sehr aus­einander. Schließlich ist Räumung Räumung und die endgültige Liquidation des Krieges die Beseitigung auch seiner letzten Reste, $aruni sollte und mühte sich auch Briand sagen, daß jede irgendwie geartet^ Kommission, auch wenn sie nur als Fiktion bestehen und nur in einer . 2tnifAon

lediglich gedachten Form errichtet werden sollte, der erwähnten poltttschen Streitfragen äto fcyen

Der Zeitpunkt der Eröffnung der Konferenz.

Haag, 2. Aug. (WTB) Wie von hiesiger zuständiger Stelle verlautet, steht immer noch nicht mit Sicherheit fest, ob die Haager Konfe­renz am 6. August beginnen wird. Die orga­nisatorischen Vorbereitungen, soweit sie von den holländischen Behörden, die hierbei sehr selb­ständig vorzugehen genötigt sind, getroffen wer-

Zeppelin passierte gestern die Azoren

Gut« Fortschritte. Zm Funkverkehr mit Amerika.

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immens um 91/, Uhr tes um 15 Uhr|6t72D

Der Vorstand.

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Reuyork, 2. Aug. (WB.) wie Associated preß aus h o r t a (Azoren) berichtet, meldete das £ u f t - chif f Graf Zeppelin" durch Funkspruch, daß es um 9 Uhr die Insel Sao Miguel passiert habe und gute Fortschritte mache.

83,4 Kilometer pro Stunde.

Washington, 2. Aug. (WTB. Funkspruch.) Gras Zeppelin" teilte der Funkstation 6 des Marinedepartements durch direkten Funk- fp->:ch mit, dah die pofitwn- de» Luststhifses um 7 Uhr 5 Minuten abends Washingtoner Zeit 166,9 Kilometer südlich von Pico (Azoren) war. Graf Zeppelin" flog um diese Zeit in nord- westlicher Richtung mit 83,4 Kilometer Stundengeschwindigkeit.

Zeppelin von einem deutschen Schiff gesichtet.

Hamburg, 3. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Motorschiff der Hamburg-Amerika-LinieS L Louis" meldet durch Funkspruch, daß es das LuftschiffGraf Zeppelin" gestern abend 10 Uhr Greenwicher Zeit passierte. Das Luftschiff befand sich zu dieser Zeit über Santa Maria (Azoren). Das Wetter war gut, die See klar.

Die Wetterlage.

Reuyork, 3. Aug. (WTD. Funkspruch.) Das Washingtoner Wetterbureau meldet zwischen Sandy Hook und Kap Hatteras mäßige Süd ost- und Südwinde und teilweise Be­wölkung.

Einstündiger Radioverkehr Amerika Zeppelin.

R e u y o r k, 3. Rüg. (WTD. Funkspruch.) Asso­ciated Chatham Massachusetts konnte heute nacht über eine Stunde lang sich mit dem Graf Zeppelin" verständigen. Er gab eine große Anzahl von privaten und Presse­nachrichten. Die augenblickliche Position des Luft­schiffes wurde nicht angegeben.

DieVorbereitimgenzurWellsahrt

Friedrichshafen, 2. Aug. (TTl.) Wie der Sonderberichterstatter der Telegraphen-Ilnion er­fährt, sind die Vorbereitungen für die WeltfahrtdesGrafZeppelin" nahe­zu abgeschlossen. Bekanntlich soll die Fahrt in vier Abschnitten durchgeführt werden: Friedrichshafen Tokio. Tokio Los Angeles, Los AngelesLakehurst und LakehurstFried­richshafen. Da in Friedrichshafen und Lakehurst bereits genügend erprobte Einrichtungen vor-

über die Konferenz.

den können, sind jedoch so weit gefördert, dah die Eröffnung der Konferenz am kommenden Dienstag möglich ist. Es wird angenommen, daß die Delegierten der an der Konferenz tcilncy menden fechs Hauptmächte sich am Vor- mittag des 6. August oder vielleicht am Moiv tagnachmittag zu einer vorläufigen De4 s p r e ch u n g zusammenfinden werden, in des sowohl über den genauen Zeitpunkt der Eröffn nung, wie auch über die Ernennung eines ge- meinfamcn Generalsekretärs, der dann bte toeu tere organisatorische Durch, ührung der Konfe­renz von den holländischen Behörden zu über­nehmen haben wird, ein Beschluß gefaßt toer* den wird. Es dürfte sofort nach dieser gegen' fcitigen Fühlungnahme der Regierungen eins offizielle Einladung an die Ver­einigten Staaten zur Teilnahme an deL Konferenz gerichtet werden.

DeramerikanischeBeobachter.

Washington 2. Aug. (WB.) Das Staats., departement teilt mit, daß die Regierung zur Teil­nahme an der Haager Konferenz eingeladen

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August, abends 8', W

schen Jem'nshaus. orbnung: . 2. Menber-chl,

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der Ehrlichkeit seines Erfüllungswillens berech­tigt. Es verlangt, dah man nicht weiter an der Ehrlichkeit seines Willens zweifelt, und es be­steht weiter darauf, die Ordnung s e iner Verhältnisse ganz und gar selbst in d i e Hand zu nehmen. Auch das würde man bei einerVorfühlung" von anderer Seite sofort bei der deutschen Delegation fest­stellen können. Die Liquidation des Krieges, dio im Haag vollzogen werden soll, ist eben nur bei vollem gegenseitigen Vertrauen möglich. DaS Vertrauen Europas zu sich selbst ist um so not­wendiger, als von den 113,9 Milliarden Gold-, mark, die der TZoung-Plan als Endsumme in 60 Jahren erfordert, nur ein Drittel in Europa; bleibt, dagegen zwei Drittel an den großen! Kriegsgewinner Amerika gezahlt werden müssen, dessen Schuldner für 60 Iahre ganz Europa durch den Krieg geworden ist.

Händen waren, brauchten nur für Los Angeles und Tokio Vorkehrungen zur Sicherstellung der Betriebsmittelvorräte, Reparaturmöglichkeiten und Hilfspersonal getroffen werden. Im einzelnen wurden folgende Vorbereitungen getroffen:

Für I a p a n hat das japanische Marinedepar­tement die Marine-Luftfahrt st ation bei Tokio angeboten. Hier befindet sich eine L u f t s ch i s f h a l 1 e, die etwas größer ist als die Friedrichshafener Halle und ursprünglich in Jüterbog bei Berlin gestanden hat, nach Kriegsende aber nach Japan ausgeliefcrt werden mußte. Auch die übrigen technische". Einrichtun­gen sind hier größtenteils schon vorhanden; sogar ein A n k e r m a st befindet sich auf dem Lan­dungsplatz, der zur Zeit für eine etwaige Ver­ankerung desGraf Zeppelin" hergerichtet und verstärkt wird. Im ganzen stehen außerdem 1000 Mann zur Verfügung, da die Luftfahrtstation Sih der japanischen Marineluftschiff-Abteilung und der Flugzeugabteilung ist. Oel- und De- triebsgas werden von amerikanischen Firmen an eine japanische Aktiengesellschaft geliefert, die die geschäftliche Vertretung des Luftschiffbaues für Japan übernommen hat. Die Hamburg-Ameriku- Linie wird hie Passagier-, Post-, Fracht- und Verpflegungsangelegenheiten übernehmen. Weiter stehen genügende Mengen Traggas und Be­triebsgas und flüssige Betriebsstoffe bereit. Auch ein neuer Reservemotor ist von Friedrichshafen nach Tokio geliefert, ebenso mehrere Kisten mit Maschinenreserveteilen und Werkzeugen. Bekannt­lich ist auch Ingenieur B e u e r l e nach Tokio abgereist, der die technischen Vorbereitungen leitet.

In Los Angeles hat ebenfalls das Ma- rinedeparterncnt der Vereinigten Staaten eine Luftschiffertruppe aus Lakehurst zur Hilfeleistung angeboten. Die Stadt Los Angeles stellt den städtischen Flugplatz zur Verfügung und hat auch die Aufstellung eines Ankermastes und die Er­richtung der notwendigen Gasfüll-Leitungen über­nommen. Der Ankermast ist vom gleichen Typ wie der in Lakehurst befindliche. In Kalifornien wird man das Luftschiff ohne weiteres zur Aus­füllung im Freien lassen können, da ja hieü Stürme nicht vorkommen. Auch für die Fahrt selbst sind alle notwendigen Maßnahmen ein­geleitet worden. *

Die Deutsche Seewarte gibt für die ganze Dauer der Weltfahrt einen Spe- zialwetterdienst an das Luftschiff, ebenso hat die russische Regierung außer ihrem normalen Dienst einen Spezialwetterdienst zur Verfügung gestellt, wie auch einen Zwischenlande­platz auf einem Gelände in der Rähe Dort Wladiwostok. Auch die japanische Re­gierung gibt einen besonderen Wetter­dienst heraus. Die amerikanische Re­gierung stellt die Ankermaststationen auf Ha- wai. Fort Worth, Texas und die Luftschiffhalle St. Louis als eventuellen Zwischenstützpunkt zur

Verfügung.

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: Vriihl'fche Unioerfitäts-vuch- und Zteindruckerei K Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7.

Nr 180 Erstes Blatt 179. Jahrgang Samstag, 3. August 1929

SietzenerAnzeiger

nen Länder im Haag eintressen, wird man so­fort versuchen, Beziehungen aufzunehmen und, wie der technische Ausdruck lautet,vorzufühlen", wie die Kräfte verteilt find und die Aussichten möglicherweise stehen. Dazu besteht um so mehr Anlaß, als auf der Haager Konferenz nicht nur Fragen von allergrößter Bedeutung entschieden, sondern auch durch den Wechsel der Regierungen in England und Frankreich ganz ...

neue Persönlichkeiten und Politische Faktoren in £)erc Reichskanzler sich von seiner schweren Erkran- dem sonst, man möchte fast sagen, altgewohnten fung oöUig erholen möge und in nicht zu ferner Kreise austauchen. Rur mit Bedauern wird man -zcit die Leitung der Reichsgeschäste wieder persöu- gleich feftftcllcn müssen daß der neue englische jn bie ^anbehrnen könne. Bis dahin werden, »»« 7»' wir Üblich, öle Dienffgef-We für den »e,chsk°n,ler

große ®etoU6t feineäVmenß in durch den dienstntteslen »eich-minisler. ü-ich-nutz-n-

die Entscheidung werfen kann. Es ist gewiß an- Minister Dr. Stresernann, geführt werden. Für zuerkennen, daß die Umstellung der englischen die Dauer der Abwesenheit des Reichsministers Dr. Politik, die in den Ausgleichsverhandlungen mit Strefemann von Berlin als Führer der Amerika zunächst auf dem Gebiete des Flotten- I deutschen Delegation i m Haag und in Wesens zum Ausdruck kommt, die Anwesenheit @ c n t rojr^ die Leitung der Geschäfte der Reichs- MnrdonaldS in Sonöon rcd>tfertigen tonn e aber 6en Händen des näch«-

L 5aÄn ^dn?ch°°blß"bl°^Lwm'??-'. di^ä,testen Hei^minifl«,. den fühlsmäßige Ressentemenbs mitspielen, die aus rninistecs Gr o e n e r , liegen.

dem langwierigen Kamps um den Konferenzort Auf der Tagesordnung der heutigen kabinetts- zurückgeblicben sind. Aus Paris kommt zwar sihung stand die R e g i e r u n g s k o n f e r e n ; im Briand wieder als der Führer der sranzösi- Haag, deren gesamter Ausgabenkreis eingehend scheu Delegation, aber diesmal nicht nur als erörtert wurde, wobei die völlige (Einmütig- Außenminister, sondern auch als Minlsterprasi- (cif des Kabinetts über alle im Haag deut, gewissermaßen als -Ersah-Pomcars . Das behandelnden Fragen zum Ausdruck Rätselraten um seine wirklichen Absichten beschaf- Z u v e y a n o e i n o e n j r a g e n zum tigt schon intensiv die gesamte politische Oesfent- tarn. ,

lichkeit Europas, so dah sich gerade auf feine

Person das allgemeine Interesse konzentriert. Mit der gestrigen Kabinettssitzung in Berlin sind Man sagt wohl nicht zuviel, wenn man behaup- nun auch die letzten Vorbereitungen für die Konfe- tet. daß er in seiner Hand den Frieden Europas renz offiziell beendet. Die deutsche Delegation, deren hält und seine Entscheidung vielleicht für ein Zusammensetzung keine Ueberraschungen aufweist, Jahrhundert das gegenseitige Verhältnis Deutsch- wird am Sonntagabend nach dem Haag fahren, lands und Frankreichs bestimmt. und am Montag sollen dann die ersten Vorbespre-

_. . f finnruiellp chungen einsetzen, um die Konferenz am Dienstag

®ie Konferenz s^bst die m eine f 3 pünktlich starten zu können. Im allgemeinen pflegt

und eine po.ttische 3erfcrllt, hat zunachs mGn das Vorbereitungsstadium dem diplomatischen

Vorsitzenden zu wahren, den Vorsitzenden s Verhandlungsweg zu überlassen. Wenn man das

erste die fmanzielle Kommission die ich nut ^ryanoiu,g 8 ö ii kennzeichnend be; Beratung des VoungPlEs ^f^afhgt ben ^oßen Schwierigkette-. ber<n die.Anhand,

für .3^^- ' der^Rheiu- langen schon bisher begegnet sind und die sich nach

LLmL zuLlt unk eL den Hau^vor- ^m^ Anfang zweifeilos noch erheblich mehren Iieg?bC&r ^ie^Cröffnungs^ und Schluß-Sitzung Deutschland ficht das muß offen gesagt werden, besten wird An der V o u n g k o m m i s s i o n in einer taktisch nicht gerade günstigen Position. Die we den die Delegationen aller Länder teil- von Po.ncare geraume Zett geleiteten sranzo- ne-men die als Gläubiger oder Schuldner am fischen Verschleppungsmanooer brachten es zuwege, Vounavlan in!eressiert sind. Darum auch Polen, daß dem englischen Wunsch, London als Konferenz- wenn ihm der Voungplan auch nur eine Jahres- ort zu wählen, nicht Rechnung 9etragen wurde Sie von 05 Millionen Mark zuweist. In der haben es offenbar auch vermocht, dem englischen morhpn fntoüt Deutschland in Be- Außenminister Henderson das grundsätzliche drei F"aaen entschieden die Zugeständnis abzunötigen, daß England verpflichtet

ÄuStuög b«t SS ßl.di° sr°nz°sisch°n chnsch- °n, Elnnchtnng °in°r und endlich Einrichtung,Feststellungs- und Ver ohnungskommifsion für das q^^nmenf?nu?a M unb Gi^ Öer atb Rheinland zu unterstützen. Unter diesen Umständen

Mm bte und ist es wohl kaum zweifelhaft, daß die knappen

äsää- ^t^^

säsSSnFS SLWSSSZ Sitz Ler ^tenbant einen neutralen politische Bedeutung zukommt. Von ihrem Ausgang

scheu, die Verlegung der Rot.nban nach ^on p 0U£h ,an °aro^m Umfange Bestand und

Hon verlangt. Daneben wird es zu einer ein­gehenden Aussprache über den neuen Vertei­lungsschlüssel zwischen der englischen und de: französischen Delegation kommen, da England sich nach dem jetzt geltenden alten Verteilungs­schlüssel von Spa jährlich um 40 bis 50 Mil­lionen Mark besser steht, als nach dem Voung­plan. Diese Summe ist aber, gemessen an dem ganzen ri.'senhaften Finanzobjekt, gemessen voll­ends an der geschichtlichen Aufgabe der Kon­ferenz, den europäischen Krieg zu li- g u i d i e r e n und dem immer noch friedlosen Europa den Frieden zu geben, so gering daß inan sich schlecht vorstellen kann, England könne ldaran die ganze Konferenz scheitern lassen. Ilm so weniger, als sich ja auch die englischen ö^a lianzsachverständigen seinerzeit bei den lang­wierigen Verhandlungen in Paris für die iln» iei.barteit des Voungplanes und für feine un­veränderte Annahme ausgesprochen haben. Deutschland selbst ist an diesem Streit direkt nicht interessiert, da niemand von ihm eine Er­höhung seiner im Voungplan auf gestellten La­sten verlangt, die es auch weder bewilligen