s-as-rN-rMlung-n. i IMge Emmüügkeit des Reichskabinetts
Wenn am Montag die Delegierten der einzeln I ° ________
Berlin. 2. Aug. (D3B.) Das Reichskabi-
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noch leisten kann.
n e l l trat heute unter dem Vorsitz des Reichsautzenministers Dr. Stresemann zu einer
Weise des erkrankten Herrn Reichskanzlers und sprach im Kamen sämtlicher anwesenden Reich s- minisler die zuversichtliche Hoffnung aus, dah der
, abends Kommers nachroitt. ab 3 Uhr
ist schließlich auch in großem Umfange Bestand und Weitergedeihen der Genfer Institution abhängig.
Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.
Beilagen
Die Illustrierte Gießener Familienblätter
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Sitzung zusammen.
Eingangs gedachte der Vorsitzende in herzlicher
mit dem von ihm selbst verkündeten Programm der endgültigen Kriegsliquidation im Widerspruch steht. 2ln den Verhandlungen und Besprechungen dieser politischen Kommission werden nur die Vertreter der deutschen, französischen, englischen, belgischen, italienischen und japanischen Delegation teilnehmcn.
Die in jeder Beziehung überaus komplizierte Saarfrage dürfte in Sonderbehandlung zwischen Deut schl an d und Frankreich besprochen werden. Dah sie im Haag voraussichtlich nicht bis zum letzten I-Punkt gelöst wird, liegt mehr oder weniger in ihrer eigenartigen Struktur begründet. Soll das von Briand in die öffentliche Diskussion geworfene Wort von den „Vereinigten Staaten von Europa" überhaupt einen Sinn haben, dann erfordert er in e r st e r Linie den Brückenschlag im Westen, d. h. die Beseitigung
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
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Chefredakteur:
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil.Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.
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Oie deutsch? Delegation.
Berlin, 2. August. (WTB.) Auf der bevorstehenden Konferenz im Haag werden der Reichsminister des Auswärtigen Dr. Stre - semann, der Reichswirtschaftsminister Dr. C u r t i u s , der Äeichsminister für die besetzten Gebiete Dr. Wirth und der Reichsminister der Finanzen Dr. H i l f e r d i n g die deutsche Regierung als bevollmächtigte Delegierte vertreten. Der Delegation gehören außerdem an der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Dr. v Schubert, der Staatssekretär in der Reichskanzlei Dr. Prinder, die deutschen Mttglie- der des Pariser Sachverständigenausschusses, Reichsbanlpräsident Dr. Schacht, Dr. Melchior und Geheimrat Kastl, soweit es seine berufliche Inanspruchnahme zuläht; ferner von der Reichskanzlei Ministerialrat Vogels, vom Auswärtigen Amt die Ministerialdirektoren Dr. Gaus und Ritter, die Vortragenden Legationsräte v. Friedberg und Redlham
mer, vom Reichsfinanzministerium die Ministerialdirektoren Dorn, Ruppel und Ministerialrat Berger, vom Reichswirtschaftsmini- sterum Ministerialdirektor Schäffer und die Ministerialräte Claußen und R o n de, vom Reichsministerium für die besetzten Gebiete Ministerialdirektor Miller und Ministerialrat Mayer, vom Reichsverkehrsministerium Ministerialdirektor Vogel. Die Presseabteilung der Reichsregierung wird durch Ministerialdirektor Dr. Zech 1 in vertreten sein.
Die Delegation wird Berlin voraussichtlich am Sonntagabend verlassen.
Frankreich und Deutschland, also die völlige Räumung des Rheinlandes und das Zustandekommen etwa eines Vorvertrages, der die endgültige Freigabe des Saargebietes in sichere Aussicht stellt.
Die deutsche Regierung hat sich bereit erklärt, unter diesen politischen Voraussetzungen den Boung-Plan anzunehmen. Deutschland wird sich auch, so ungeheuer schwer es ihm fällt, ehrlich für die Erfüllung der übernommenen Verpflichtungen einsehen. Riemand aber kann von ihm das Menschen- unmögliche verlangen, daß es die Erfüllung eines auf 60 Jahre berechneten Planes schon heute für jedes dieser 60 Jahre bis zum letzten I-Tüpfelchen im voraus garantieren soll. Das liegt außerhalb aller menschlichen Möglichkeiten. Das kann kein Volk, sei es das reichste und mächtigste. Rach allem, was Deutschland bis heute geleistet hat, sind auch nicht die geringsten Zweifel -an
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Zu besonders lebhafter Aussprache wird es in der politischen Kommission kommen, wenn man sich über die Frage der Rheinland- räum u'n 3 schließlich auch ohne stürmische Auseinandersetzung verständigen dürfte. Die Frage der sogenannten Versöhnungskommis- f i ott wird zweifellos von Briand wieder ang^ schnitten werden, aber man darf in Frankreich in keinem Zweifel darüber sein, daß j e d e K o m - Mission über 1 9 3 5 h i n au s für Deutschland überhaupt undls kuta- bei ist. Lieber die Zweckmäßigkeit einer solchen Kommission auch nur bis zum Iahre 1935 gehen selbst in Frankreich die Meinungen sehr auseinander. Schließlich ist Räumung Räumung und die endgültige Liquidation des Krieges die Beseitigung auch seiner letzten Reste, $aruni sollte und mühte sich auch Briand sagen, daß jede irgendwie geartet^ Kommission, auch wenn sie nur als Fiktion bestehen und nur in einer . 2tnifAon
lediglich gedachten Form errichtet werden sollte, • der erwähnten poltttschen Streitfragen äto fcyen
Der Zeitpunkt der Eröffnung der Konferenz.
Haag, 2. Aug. (WTB) Wie von hiesiger zuständiger Stelle verlautet, steht immer noch nicht mit Sicherheit fest, ob die Haager Konferenz am 6. August beginnen wird. Die organisatorischen Vorbereitungen, soweit sie von den holländischen Behörden, die hierbei sehr selbständig vorzugehen genötigt sind, getroffen wer-
Zeppelin passierte gestern die Azoren
Gut« Fortschritte. — Zm Funkverkehr mit Amerika.
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Der Vorstand.
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Reuyork, 2. Aug. (WB.) wie Associated preß aus h o r t a (Azoren) berichtet, meldete das £ u f t - chif f Graf Zeppelin" durch Funkspruch, daß es um 9 Uhr die Insel Sao Miguel passiert habe und gute Fortschritte mache.
83,4 Kilometer pro Stunde.
Washington, 2. Aug. (WTB. Funkspruch.) „Gras Zeppelin" teilte der Funkstation 6 des Marinedepartements durch direkten Funk- fp->:ch mit, dah die pofitwn- de» Luststhifses um 7 Uhr 5 Minuten abends Washingtoner Zeit 166,9 Kilometer südlich von Pico (Azoren) war. „Graf Zeppelin" flog um diese Zeit in nord- westlicher Richtung mit 83,4 Kilometer Stundengeschwindigkeit.
Zeppelin von einem deutschen Schiff gesichtet.
Hamburg, 3. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das Motorschiff der Hamburg-Amerika-Linie „S L Louis" meldet durch Funkspruch, daß es das Luftschiff „Graf Zeppelin" gestern abend 10 Uhr Greenwicher Zeit passierte. Das Luftschiff befand sich zu dieser Zeit über Santa Maria (Azoren). Das Wetter war gut, die See klar.
Die Wetterlage.
Reuyork, 3. Aug. (WTD. Funkspruch.) Das Washingtoner Wetterbureau meldet zwischen Sandy Hook und Kap Hatteras mäßige Süd ost- und Südwinde und teilweise Bewölkung.
Einstündiger Radioverkehr Amerika — Zeppelin.
R e u y o r k, 3. Rüg. (WTD. Funkspruch.) Associated Chatham Massachusetts konnte heute nacht über eine Stunde lang sich mit dem „Graf Zeppelin" verständigen. Er gab eine große Anzahl von privaten und Pressenachrichten. Die augenblickliche Position des Luftschiffes wurde nicht angegeben.
DieVorbereitimgenzurWellsahrt
Friedrichshafen, 2. Aug. (TTl.) Wie der Sonderberichterstatter der Telegraphen-Ilnion erfährt, sind die Vorbereitungen für die Weltfahrtdes„GrafZeppelin" nahezu abgeschlossen. Bekanntlich soll die Fahrt in vier Abschnitten durchgeführt werden: Friedrichshafen — Tokio. Tokio — Los Angeles, Los Angeles—Lakehurst und Lakehurst—Friedrichshafen. Da in Friedrichshafen und Lakehurst bereits genügend erprobte Einrichtungen vor-
über die Konferenz.
den können, sind jedoch so weit gefördert, dah die Eröffnung der Konferenz am kommenden Dienstag möglich ist. Es wird angenommen, daß die Delegierten der an der Konferenz tcilncy menden fechs Hauptmächte sich am Vor- mittag des 6. August oder vielleicht am Moiv tagnachmittag zu einer vorläufigen De4 s p r e ch u n g zusammenfinden werden, in des sowohl über den genauen Zeitpunkt der Eröffn nung, wie auch über die Ernennung eines ge- meinfamcn Generalsekretärs, der dann bte toeu tere organisatorische Durch, ührung der Konferenz von den holländischen Behörden zu übernehmen haben wird, ein Beschluß gefaßt toer* den wird. Es dürfte sofort nach dieser gegen' fcitigen Fühlungnahme der Regierungen eins offizielle Einladung an die Vereinigten Staaten zur Teilnahme an deL Konferenz gerichtet werden.
DeramerikanischeBeobachter.
Washington 2. Aug. (WB.) Das Staats., departement teilt mit, daß die Regierung zur Teilnahme an der Haager Konferenz eingeladen
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der Ehrlichkeit seines Erfüllungswillens berechtigt. Es verlangt, dah man nicht weiter an der Ehrlichkeit seines Willens zweifelt, und es besteht weiter darauf, die Ordnung s e iner Verhältnisse ganz und gar selbst in d i e Hand zu nehmen. Auch das würde man bei einer „Vorfühlung" von anderer Seite sofort bei der deutschen Delegation feststellen können. Die Liquidation des Krieges, dio im Haag vollzogen werden soll, ist eben nur bei vollem gegenseitigen Vertrauen möglich. DaS Vertrauen Europas zu sich selbst ist um so notwendiger, als von den 113,9 Milliarden Gold-, mark, die der TZoung-Plan als Endsumme in 60 Jahren erfordert, nur ein Drittel in Europa; bleibt, dagegen zwei Drittel an den großen! Kriegsgewinner Amerika gezahlt werden müssen, dessen Schuldner für 60 Iahre ganz Europa durch den Krieg geworden ist.
Händen waren, brauchten nur für Los Angeles und Tokio Vorkehrungen zur Sicherstellung der Betriebsmittelvorräte, Reparaturmöglichkeiten und Hilfspersonal getroffen werden. Im einzelnen wurden folgende Vorbereitungen getroffen:
Für I a p a n hat das japanische Marinedepartement die Marine-Luftfahrt st ation bei Tokio angeboten. Hier befindet sich eine L u f t s ch i s f h a l 1 e, die etwas größer ist als die Friedrichshafener Halle und ursprünglich in Jüterbog bei Berlin gestanden hat, nach Kriegsende aber nach Japan ausgeliefcrt werden mußte. Auch die übrigen technische". Einrichtungen sind hier größtenteils schon vorhanden; sogar ein A n k e r m a st befindet sich auf dem Landungsplatz, der zur Zeit für eine etwaige Verankerung des „Graf Zeppelin" hergerichtet und verstärkt wird. Im ganzen stehen außerdem 1000 Mann zur Verfügung, da die Luftfahrtstation Sih der japanischen Marineluftschiff-Abteilung und der Flugzeugabteilung ist. Oel- und De- triebsgas werden von amerikanischen Firmen an eine japanische Aktiengesellschaft geliefert, die die geschäftliche Vertretung des Luftschiffbaues für Japan übernommen hat. Die Hamburg-Ameriku- Linie wird hie Passagier-, Post-, Fracht- und Verpflegungsangelegenheiten übernehmen. Weiter stehen genügende Mengen Traggas und Betriebsgas und flüssige Betriebsstoffe bereit. Auch ein neuer Reservemotor ist von Friedrichshafen nach Tokio geliefert, ebenso mehrere Kisten mit Maschinenreserveteilen und Werkzeugen. Bekanntlich ist auch Ingenieur B e u e r l e nach Tokio abgereist, der die technischen Vorbereitungen leitet.
In Los Angeles hat ebenfalls das Ma- rinedeparterncnt der Vereinigten Staaten eine Luftschiffertruppe aus Lakehurst zur Hilfeleistung angeboten. Die Stadt Los Angeles stellt den städtischen Flugplatz zur Verfügung und hat auch die Aufstellung eines Ankermastes und die Errichtung der notwendigen Gasfüll-Leitungen übernommen. Der Ankermast ist vom gleichen Typ wie der in Lakehurst befindliche. In Kalifornien wird man das Luftschiff ohne weiteres zur Ausfüllung im Freien lassen können, da ja hieü Stürme nicht vorkommen. Auch für die Fahrt selbst sind alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet worden. *
Die Deutsche Seewarte gibt für die ganze Dauer der Weltfahrt einen Spe- zialwetterdienst an das Luftschiff, ebenso hat die russische Regierung außer ihrem normalen Dienst einen Spezialwetterdienst zur Verfügung gestellt, wie auch einen Zwischenlandeplatz auf einem Gelände in der Rähe Dort Wladiwostok. Auch die japanische Regierung gibt einen besonderen Wetterdienst heraus. Die amerikanische Regierung stellt die Ankermaststationen auf Ha- wai. Fort Worth, Texas und die Luftschiffhalle । St. Louis als eventuellen Zwischenstützpunkt zur
Verfügung.
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: Vriihl'fche Unioerfitäts-vuch- und Zteindruckerei K Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7.
Nr 180 Erstes Blatt 179. Jahrgang Samstag, 3. August 1929
SietzenerAnzeiger
nen Länder im Haag eintressen, wird man sofort versuchen, Beziehungen aufzunehmen und, wie der technische Ausdruck lautet, „vorzufühlen", wie die Kräfte verteilt find und die Aussichten möglicherweise stehen. Dazu besteht um so mehr Anlaß, als auf der Haager Konferenz nicht nur Fragen von allergrößter Bedeutung entschieden, sondern auch durch den Wechsel der Regierungen in England und Frankreich ganz „ ...
neue Persönlichkeiten und Politische Faktoren in £)erc Reichskanzler sich von seiner schweren Erkran- dem sonst, man möchte fast sagen, altgewohnten fung oöUig erholen möge und in nicht zu ferner Kreise austauchen. Rur mit Bedauern wird man -zcit die Leitung der Reichsgeschäste wieder persöu- gleich feftftcllcn müssen daß der neue englische jn bie ^anb „ehrnen könne. Bis dahin werden, »»« 7»' wir Üblich, öle Dienffgef-We für den »e,chsk°n,ler
große ®etoU6t feineäVmenß in durch den dienstntteslen »eich-minisler. ü-ich-nutz-n-
die Entscheidung werfen kann. Es ist gewiß an- Minister Dr. Stresernann, geführt werden. Für zuerkennen, daß die Umstellung der englischen die Dauer der Abwesenheit des Reichsministers Dr. Politik, die in den Ausgleichsverhandlungen mit Strefemann von Berlin als Führer der Amerika zunächst auf dem Gebiete des Flotten- I deutschen Delegation i m Haag und in Wesens zum Ausdruck kommt, die Anwesenheit @ c n t rojr^ die Leitung der Geschäfte der Reichs- MnrdonaldS in Sonöon rcd>tfertigen tonn e aber 6en Händen des näch«-
L 5aÄn ^dn?ch°°blß"bl°^Lwm'??-'. di^ä,testen Hei^minifl«,. den fühlsmäßige Ressentemenbs mitspielen, die aus rninistecs Gr o e n e r , liegen.
dem langwierigen Kamps um den Konferenzort Auf der Tagesordnung der heutigen kabinetts- zurückgeblicben sind. Aus Paris kommt zwar sihung stand die R e g i e r u n g s k o n f e r e n ; im Briand wieder als der Führer der sranzösi- Haag, deren gesamter Ausgabenkreis eingehend scheu Delegation, aber diesmal nicht nur als erörtert wurde, wobei die völlige (Einmütig- Außenminister, sondern auch als Minlsterprasi- (cif des Kabinetts über alle im Haag deut, gewissermaßen als -Ersah-Pomcars . Das behandelnden Fragen zum Ausdruck Rätselraten um seine wirklichen Absichten beschaf- Z u v e y a n o e i n o e n j r a g e n zum tigt schon intensiv die gesamte politische Oesfent- tarn. ,
lichkeit Europas, so dah sich gerade auf feine
Person das allgemeine Interesse konzentriert. Mit der gestrigen Kabinettssitzung in Berlin sind Man sagt wohl nicht zuviel, wenn man behaup- nun auch die letzten Vorbereitungen für die Konfe- tet. daß er in seiner Hand den Frieden Europas renz offiziell beendet. Die deutsche Delegation, deren hält und seine Entscheidung vielleicht für ein Zusammensetzung keine Ueberraschungen aufweist, Jahrhundert das gegenseitige Verhältnis Deutsch- wird am Sonntagabend nach dem Haag fahren, lands und Frankreichs bestimmt. und am Montag sollen dann die ersten Vorbespre-
_. „ . f finnruiellp chungen einsetzen, um die Konferenz am Dienstag
®ie Konferenz s^bst die m eine f 3 pünktlich starten zu können. Im allgemeinen pflegt
und eine po.ttische 3erfcrllt, hat zunachs mGn das Vorbereitungsstadium dem diplomatischen
Vorsitzenden zu wahren, den Vorsitzenden s Verhandlungsweg zu überlassen. Wenn man das
erste die fmanzielle Kommission die ich nut ^ryanoiu,g 8 ö ii kennzeichnend be; Beratung des VoungPlEs ^f^afhgt ben ^oßen Schwierigkette-. ber<n die.Anhand,
für .3^^- ' der^Rheiu- langen schon bisher begegnet sind und die sich nach
LLmL zuLlt unk eL den Hau^vor- ^m^ Anfang zweifeilos noch erheblich mehren Iieg?bC&r ^ie^Cröffnungs^ und Schluß-Sitzung Deutschland ficht das muß offen gesagt werden, besten wird An der V o u n g k o m m i s s i o n in einer taktisch nicht gerade günstigen Position. Die we den die Delegationen aller Länder teil- von Po.ncare geraume Zett geleiteten sranzo- ne-men die als Gläubiger oder Schuldner am fischen Verschleppungsmanooer brachten es zuwege, Vounavlan in!eressiert sind. Darum auch Polen, daß dem englischen Wunsch, London als Konferenz- wenn ihm der Voungplan auch nur eine Jahres- ort zu wählen, nicht Rechnung 9etragen wurde Sie von 05 Millionen Mark zuweist. In der haben es offenbar auch vermocht, dem englischen ’morhpn fntoüt Deutschland in Be- Außenminister Henderson das grundsätzliche drei F"aaen entschieden die Zugeständnis abzunötigen, daß England verpflichtet
ÄuStuög b«t ™ SS ßl.di° sr°nz°sisch°n chnsch- °n, Elnnchtnng °in°r und endlich Einrichtung, „Feststellungs- und Ver ohnungskommifsion für das q^^nmenf?nu?a M unb Gi^ Öer atb Rheinland zu unterstützen. Unter diesen Umständen
Mm bte und ist es wohl kaum zweifelhaft, daß die knappen
äsää- ^t^^
säsSSnFS SLWSSSZ Sitz Ler ^tenbant einen neutralen politische Bedeutung zukommt. Von ihrem Ausgang
scheu, die Verlegung der Rot.nban nach ^on p 0U£h ,an °aro^m Umfange Bestand und
Hon verlangt. Daneben wird es zu einer eingehenden Aussprache über den neuen Verteilungsschlüssel zwischen der englischen und de: französischen Delegation kommen, da England sich nach dem jetzt geltenden alten Verteilungsschlüssel von Spa jährlich um 40 bis 50 Millionen Mark besser steht, als nach dem Voungplan. Diese Summe ist aber, gemessen an dem ganzen ri.'senhaften Finanzobjekt, gemessen vollends an der geschichtlichen Aufgabe der Konferenz, den europäischen Krieg zu li- g u i d i e r e n und dem immer noch friedlosen Europa den Frieden zu geben, so gering daß inan sich schlecht vorstellen kann, England könne ldaran die ganze Konferenz scheitern lassen. Ilm so weniger, als sich ja auch die englischen ö^a lianzsachverständigen seinerzeit bei den langwierigen Verhandlungen in Paris für die iln» iei.barteit des Voungplanes und für feine unveränderte Annahme ausgesprochen haben. Deutschland selbst ist an diesem Streit direkt nicht interessiert, da niemand von ihm eine Erhöhung seiner im Voungplan auf gestellten Lasten verlangt, die es auch weder bewilligen


