Ausgabe 
3.5.1929
 
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Bornotizen.

Elektrizitätswerks dienen, außerdem sollen in ihm ein Kassenraum sowie Toilettenräume untergebracht werden. Die Bauarbeiten werden von der Bauhütte Gießen ausgeführt.

** Geschäftsjubiläum. Das Schuhhaus Waldschmidt im Seltersweg kann jetzt auf sein 25jähriges Bestehen zurüctblicken. Die Firma nimmt in der Schuhhandelsbranche unserer Stadt eine geachtete Stellung ein und kann sich eines guten Ansehens bei der Konsumentenschaft er-

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 4. Mai. Dor- abend 7.30 Uhr: morgens 8.30; abends 8 und 8.40.

Israelitische Religionsgesellschast. Sabbatfeier den 4. Mai. Freitag abend 7.20 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.40. Wochen­gottesdienst morgens 6.30; abends 7.____

31. Mai festgelegl worben ist. Statt Vor früheren 28 Abonnements-Vorstellungen werden bis Ende Mai 32 Vorstellungen herausgebracht sein. Durch die Ferienpause der Mitglieder, die mit Rück- icht auf die Bad-Rauheimer Spielverpflichtun­gen vom 1. bis 15. Mai dauert, tritt folgende Umschichtung der Abonnenten svorste lungen ein: Am Mittwoch, 15. Mai, wird im Frei tags- abonnement Irene Triesch in StrindbergS »Scheiterhaufen" gastieren, am 17. Mai geht ebenfalls im Freitagsabonnement »Ka­tharina Knie" von Zuckmayer in Szene. Am 21. Mai wird im Dienstagabonnement zum vierten Male »Katharina Knie" gegeben. Als letzte Premiere der Winterspielzeit ist für Donnerstag. 23. Mai (im Mittwochabon- nement) zum ersten Male »Am Tee tisch" von Sloboda (zum Gedächtnis an den unlängst unter tragischen Umständen aus dem Leben geschiedenen Autor) vorgesehen. Wiederholungen finden am Dienstag, 28. Mai, und am Freitag, 31. Mai. statt. Am Donnerstag, 30. Mai, wird im Mitt­wochabonnement auf vielseitigen Wunsch noch einmal »Großstadtluft" gegeben. Zur Feier seines 25jährigen Rezitator-Jubiläums gibt Professor Marcell Salzer auch in Gießen einen Abend. Dieser Meister des Humors hat jetzt in Berlin anläßlich seines Jubiläums wieder große Erfolge gehabt. Er wird am Sonntag, 12. Mai, im Gießener Stadttheater ein ein­maliges Gastspiel geben. Das Stadttheater wird zusammen mit dem Goethebund die Haah- Berkow-Festspiele nach Gießen kommen lassen. Diese Spielschar dürfte in Gießen noch in bester Erinnerung sein. Es ist der Intendanz gelungen, die Truppe für einen Tag zu verpflichten. Das Ensemble wird am 10. Mai, nachmittags 4 Uhr als Schülervorstellung »Die zertanzten Schuhe" (Volksspiel mit Gesang und Tanz nach dem Grimmschen Märchen) geben und am Abend, 8 Uhr, »Das Paradiesspiel" und den »Toten­tanz" zur Aufführung bringen.

Volkshochschule. Wir weisen an dieser Stelle nochmals auf den Eröffnungsabend hin, der morgen abend 20 Uhr im Singsaal des Real­gymnasiums stattfindet. Das Programm ist im heutigen Anzeigenteil ersichtlich.

Starkenburg.

WER. Darmstadt, 2. Mai. In der Heiden­reichst raße wurde gestern in Abwesenheit der Woh­nungsinhaber ein schwerer Einbruch verübt. Die Diebe erbrachen mehrere Schränke und Be­hältnisse. und cs fielen ihnen Werte in Höhe von 10000 M k. in die Hände. Die Kriminal­polizei hat die Bachforschungen ausgenommen, doch fehlt zunächst von den Tätern noch jede Spur.

Tageskalender für g r e i t a g. ßid)t« bildervortraq überErd- und Feuerbestattung 8 Uhr, Cafe Leib. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Die Frau, die jeder liebt, bist du. Astona-Licht- f'piele:An der Grenze des Todes".

- Ltadttheater Dreßen Aus dem Stadtthcaterbureau wird uns geschrieben. Die Intendanz teilt nochmatz mtt daß der Ab schloß der diesjährigen Winterspielzeit aus den

** Von d e r Stadtverwaltung, yber- bürgermeister Dr. K e l ler hat einen kurzen Er­holungsurlaub angetreten. .

' Geheimerat Professor Dr. phil. Dr. jur. h. c. Otto Behaghel, der be­rühmte Germanist unserer Landesuniversität, des­sen hervorragende Verdienste um die philologische Wissenschaft sowohl, wie um die Ludoviciana hier bereits mehrfach eingehend gewürdigt wurden, kann heute in beneidenswerter Frische und größ­ter geistiger Regsamkeit seinen 75. Geburtstag feiern.

** Abschiedsfeier und Amtseinfüh­rung im Realgymnasium. Am 1. Mai trat auf Grund des Altersgrenzegesehes Ober­studiendirektor Henk vom hiesigen Realgym­nasium in den Ruhestand. Aus technischen Grün­den erfolgte die Einführung seines Rachfolgers, des Ober studiend irektors Angelberger von der Oberrealschule zu Grünberg, bereits am 18. April. Direktor Henk dankte in herzlichen Worten für die Mitarbeit des Kollegiums, nahm Abschied von der ihm liebgewordenen Anstalt und wünschte ihr für. die Zukunft eine segensreiche Entwickelung. Im Rainen der Amtsgenossen sprach alsdann Prof. Völzing dem scheidenden Direktor für das harmonische und vertrauensvolle Zusammenwirken aufrichtigen Dank aus und wünschte ihm von Herzen ein frohes und freuden­reiches otium cum dignitate. Den neuen Di­rektor hieß er auf das herzlichste willkommen und sprach ihm das rückhaltlose Vertrauen des Lehrerkollegiums aus. Mit freudigen Worten dankte Direktor Angelberger für die freund­lichen Degrühungsworte des Direktors Henk und der Amtsgenossen und gab der zuversicht­lichen Hoffnung Ausdruck, in vertrauensvoller Arbeit mit ihnen für das Wohl des ihm an- vertrauten Realgymnasiums und seiner Schuler wirken zu dürfen. Musikstücke des Schüler­orchesters und ein Gesangsvortrag des Chors erhöhten die Weihe der stimmungsvollen Feier.

LU. Universitäts-Gottesdienst. Am Sonntag, 5. Mai, vormittags 11.15 Uhr, findet in der Neuen Aula ein Universitätsgottesdienst statt. Die Predigt hält Professor D. Dr. Cordier.

** Die Leitung des Frankfurter Rundfunks. Die Nachfolge des als Intendant des Rundfunks nach Berlin berufenen Dr. Flesch ist in der Weise geregelt worden, daß man seine am Frankfurter Rundfunk ausgeübten Funktionen ge­teilt hat. Die künstlerische Leitung wird Herr S chon übernehmen. Dr. Schleußner, der früher im Aussichtsrat der Rundfunk A.-G. war, bekommt die Tätigkeit, die Dr. Flesch im übrigen als Vorstand des Rundfunks ausgeübt hat.

Raucht nicht im Walde! Aus allen Teilen des Landes kommen Meldungen über Gras- und Waldbrände, die oft durch Unvor­sichtigkeit entstehen. Unachtsam weggeworfene Streichhölzer. Zigaretten- oder Zigarrenstummel usw. können das dürre Gras leicht entzünden, und ehe man sich versieht, ist ein Wiesen- oder Wald- brand entfacht. Darum raucht nicht im Walde oder seid wenigstens vorsichtig.

**WartehallemitTransformatoren- ftation an der Volkshalle. Mit den Erd­arbeiten zur Errichtung einer Wartehalle für die Fahrgäste der elektrischen Straßenbahn auf dem vorderen Trieb, gegenüber dem Schützenhaus, ist jetzt begonnen worden. Das Gebäude soll bekanntlich auch als Transformatorenstation des Städtischen

**HessischerKirchengemeindetag. Die hessische Landesgruppe des Deutschen Evangelischen Gemeindetages veranstaltet am 3. Juni in Darmstadt einen Kirchengemeindetag. Der Gründer der hessi­schen Landesgruppe, Generalsuperintendent D. Dr. Schian, jetzt in Breslau, der sechzehn Jahre lang an der hessischen Landesuniversität in Gießen wirkte, spricht u. a. überPfarrer und Gemeinde­organisation", Pfarrer Knodt (Offenbach) über Gemeindegottesdienst und Gemeindeleben". Am Nachmittag spricht nochmals Generalsuperintendent D. Dr. Schian (Breslau) überVolkskirche, Mis­sionskirche, Gemeindekirche". Das Bemerkenswerteste dieser Tagung ist, daß die Gemeindeglieder selbst m der Aussprache ihren Erfahrungen und ihren Wün­schen der Kirche gegenüber Ausdruck geben.

"DerRiederrheinischegeologische Verein hält seine diesjährige Hauptversamm­lung vom 24. bis 27. Mai in Marienberg (Ober- Westerwald) ab. Die Exkursionen gelten dem Studium der Tertiärdecke des Westerwaldes und den vulkanischen Erscheinungen. Die Leitung liegt in Händen des Prof. Dr. W. Klüpfel. Gießen.

* Eine Stahlhelm-Reichs-Ziel­sahr t nach München zu dem am 1. und 2 Juni in München stattfindenden Reichs-Front- söldaten-Tag des Stahlhelms wird von dessen Reichs-Kraftfahrstaffel veranstaltet. Von den 13 Marschstrecken aus allen Teilen des Reiches wird die Strecke des Landesverbandes Westfalen, OldenburgOstfriesland und Rachbarformatio­nen unsere Gegend berühren, und zwar wird die Fahrt von Lippstadt und Winterberg her kom­mend über Marburg, Gießen, Bad-Äauheim, Friedberg und weiter über HanauAschaffen­burg gehen.

* Gärtnerische G e h i l f e n p r ü f u n - gen. Wie in den Vorjahren, so fanden auch in diesem Frühjahr die von der Landwirtschafts­kammer für Hessen veranstalteten gärtnerischen Gehilfenprüfungen, für die Provinz Oberhessen in Gießen, statt. Zugelassen waren nur solche Lehr­linge. die in Gärtnereien gelernt hatten, die von der Landwirtschaftskammer für Hessen als Lehr­betriebe anerkannt sind. Insgesamt wurden 26 Lehrlinge geprüft. Es bestanden die Prüfung ein Prüfling mit sehr gut, 4 mit gut, 13 mit ziemlich gut, 7 mit genügend, einer bestand die Prüfung nicht. Die Anforderungen, die an die Lehrlinge gestellt wurden, waren erheblich. Die Prüfungen wurden in der Gärtnerei Wilhelm Moser. Gießen, von der von der Landwirt­schaftskammer bestimmten Prüfungs-Kommission abgehalten. Die Kommission bestand aus einem Vorstandsmitgliede der Landwirtschaftskammer, zwei praktischen Gärtnern und einem Fachbeam­ten der Landwirtschastskammer. Alle Eltern, die ihre Kinder die Gärtnerei erlernen lassen, sollten unbedingt darauf achten, daß sie die Lehrlinge in anerkannte Lehrbetriebe geben, da im anderen Falle die jungen Leute in ihrem beruflichen Fort­kommen stark behindert sind, weil es ihnen nicht möglich ist, Prüfungen abzulegen.

** Jugendprüfung für Jagdhunde b e i Gießen. In gewohnter Weise hatte der »Hubertus, Verein weidgerechter Jäger, Sih Gie­ßen" in Gemeinschaft mit dem Gau Hessen des Vereins Deutsch-Drahthaar für Samstag, 27. April, eine Derbandsjugendprüsung ausge-

freuen.

** Schülermonatskarten in Schnell- und Ei lzügen. Die Reichsbahndirektion Mainz hat auf eine im März von den vollsparteilichen Abgeordneten Dr. Keller, Birnbaum und Fraktion gestellte Anfrage wegen der Benutzung der Schnell- und Eilzüge mit Schülermonatskarten folgendes geantwortet: Dom 1. Mai d. I. ab werden folgende Schülermonatskarten ausgegeben werden: a) eine S chü le rm o n a ts k a r te für Eilzüge zum halben Preise der Monats­karte für Eilzüge, die in Cilzugen ohne weiteres, in Schnellzügen nur bei ungünstigen Zugverbin­dungen, dann aber ohne Schnellzugszuschlag, gilt; b) eine S ch Ü l e r m o n a t s k a r t e für P e r - sonenzüge zum Preise der jetzigen Schüler­monatskarte, die für Eil- und Schnellzüge nicht nilt. auch nickt mit zugelöstem Zuschlag. Die

schrieben. In tote hohem Ansehen gerade Mt Prüfungen der beiden Veranstalter stehen, ging aus der hohen Meldeziffer von 26 Hunden an­dern Jahre 1928 hervor, obwohl diesmal den Führern keine Ehrenpreise winkten. Der Zweck dieser Prüfungen ist eine Beurteilung der natür­lichen Anlagen des Hundes, der unbeeinflußt von dem Zwang der Dressur zeigen soll, was in ihm steckt. Spurwille, Rase und Schärfe sind die Eiaen- schaften, die der Junghund zeigen muß, auS Dem dereinst ein in allen Sätteln gerechter GebrauchS- hund werden soll. So wird die Jugendprüfung zu einem wichtigen Prüfstein für die Frage, ob die Zucht auf dem rechten Wege ist und welches Material dem Weidmann demnächst Aur Seite stehen wird als sein bester Freund uno Gehilfe. Infolgedessen waren auch zahlreiche Interessenten als Gäste zur Stelle. Die Prüfung wickelte sich unter dxr umsichtigen Leitung von Rechtsanwalt Albrecht glatt und zur Zufriedenheit aller Beteiligten ab. Erschienen waren 22 Hunde, an die 8 erste, 6 zweite und 7 dritte Preise vergeben werden konnten. Unter den ersten Preisträgern befand sich ganz hervorragendes Material, ba­den bekannten hohen Stand der Zucht in unserem Gebiet wieder bewies. Vertreten waren neben anderen wieder die bekannten Zwinger »vom Saarsorst", »vom Westerwaldforst", »v. d. Zingel", Moselland",vom Stoppelsberg",Dutenhofen", von Krofdorf",vom coauerländer Dergwald". 2 Hunde waren Deutsch-Kurzhaar, 20 Deutsch- Drahthaar.

gilt, auch nicht mit zugelöstem Zuschlag. Schülermonatslarte, die für Eil- und Sch:....

züge in 2. und 3. Klasse gilt, ist nicht teurer als vor dem 7. Oktober 1928.

Aus Der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 3. Mai 1929.

Unfälle beim Groß-Reinemachen.

Zu den Höhepunkten der Hausfrauenarbeit gehört das Groh-Reinemachen vor den großen Festen, ein Ereignis, bei dem sich der Herr des Hauses recht unbehaglich und überflüssig fühlt. Auf keinem Plätzchen, in keinem Eckchen der Wohnung ist er sicher vor Eimer, Besen, Scheuerlappen und Staubwedel. Vom Fuß­boden die Wand entlang bis hinaus zur Decke erstreckt sich die Tätigkeit der Hausfrau und ihrer Mitarbeiterinnen.

Zu den wichtigsten Arbeiten gehört zunächst einmal das Abnehmen der Gardinen. Zu diesem Zwecke ist die Aufstellung einer Leiter erforder­lich. Dieser Gebrauchsgegenstand bildet in nicht wenigen Fällen die Ursache mancher unlieb­samen, folgenschweren Unfälle, zumal wenn man vergißt, die Leiter einzuhaken. Wie leicht kann es dann geschehen, daß die Leiter auseinander­rutscht, die Frau, das Mädchen hinunterstürzt und den Fall mit einem Arm- oder Beinbruch, oder mit gar noch Schlimmerem zu büßen hat. Aehnliche Vorkommnisse können sich ereignen, wenn die Hausfrau auf einen wackligen Stuhl steigt. Unter der Last bricht der Stuhl zusammen, und das Unglück ist da. Alle diese Unfälle mit ihren Knochenbrüchen, Verstauchungen, Gehirn­erschütterungen u. dgl. m. wären zu vermeiden, wenn die Hausfrau oder das Mädchen an der Leiter oder dem Stuhl vor dem Besteigen nach­sehen würden, ob auch alles in Ordnung ist.

Eine der am wenigsten beliebten Beschäfti­gungen beim Groß-Reinemachen ist das Fenster- putzen. Wenn hierbei nicht die volle Aufmerk­samkeit der Arbeit zugewandt ist, kann es gleich­falls zu den bedenklichsten Unfällen kommen. Bor allem soll dieScheibenputzerin" niemals draußen, sondern stets drinnen im Zimmer stehen, und sich dabei immer mit der einen Hand am Fenster- rahmen festhalten. Am sichersten ist es schon, daß die Fensterreinigerin" einen starken Gurt um die Taille trägt, der an einem stärkeren Haken an der Fensterleiste befestigt ist. Damit ist die Gefahr des Hinausstürzens, wenn sie das Gleichgewicht verliert, ganz erheblich verringert, wenn nicht gar ausgeschaltet.

In vielen Haushalten wird mit dem Groh- Reinemachen dieGröhe Wäsch e" verbunden. Hier sind es ganz besonders die kleinen Kinder, die erhöhter Ueberwachung bedürfen. Riemals sollte die Mutter ein kleines Kind unbeauf­sichtigt im Waschraum lassen. Man glaubt gar nicht, wie schnell solch ein Kind in einem un­bewachten Augenblick einen Stuhl erklimmt und dabei in den Waschkessel mit kochendem Wasser stürzt! Auch die Wäschemangel übt eine große Anziehungskraft auf kleine Kinder aus. Bevor es sich die Mutter versieht, steckt das kleine Mädchen die Hände zwischen die Rollen, während das Brüderchen an dem Griff lustig drauflos­dreht, bis das klägliche Geschrei des Kindes die Mutter auf das Unheil aufmerksam macht; oft­mals zu spät, wenn die kleinen Hände schon ge­quetscht und Fingerknochen schon gebrochen sind.

Man kann eben den Müttern immer nur wieder den dringenden Rat geben, während des Reine­machens und der großen Wäsche ihre Augen überall zu haben vorn, hinten und allerwegen.

Dr. Else P.

Landgerichtsrat Hirsch f.

Vor einigen Tagen ist plötzlich nach einem Schlaganfall der Landgerichtsrat beim ober- hessischen Landgericht Ernst August Hirsch in Gießen entschlafen. Der Verewigte war am 6. März 1863 als Sohn eines Landgerichtsrats in Gießen geboren. Rach Beendigung seiner Stu­dien und nach Ablaus seiner ersten dienstlichen Verwendung wurde er zum Gerichtsassessor er­nannt. dann im Iahre 1900 Amtsrichter tn Höchst im Odenwald, im Iahre 1906 Amtsrichter in Gießen und im Iahre 1915 Landgerichtsrat am Landgericht der Provinz Oberhessen in Gießen. Landgerichtsrat Hirsch hat ferne Ar­beitskraft nicht nur seinem Amte gewidmet, son­dern hat darüber hinaus sein Interesse Dingen des Gemeinwohls zugewendel. So war er u. a. viele Jahre Vorstandsmitglied des Oberhesslschen Kunstvereins und des Eisvereins. Die Öffent­lichkeit suchte er nicht, dafür war et aber im Kreise stiller Arbeit stets zu finden. Sein lie­benswürdiges Wesen in Verbindung mit seiner strengen Auffassung von Pflichterfüllung ver­schafften ihm die Sympathie weiter Kreise un­terer Bürgerschaft, die diesem verdienten Beamten und geschätzten Menschen ein gutes Andeicken bewahren werden.

Daten für Samstag, 4. Mai.

Sonnenaufgang 4.28 Uhr, Sonnenuntergang 19.27 Uhr. Mondaufgang 3.07 Uhr, Monduntergang 1313 Uhr. m . ..

1521 Luther wird auf die Wartburg gebracht. 1776- der Philosoph Johann Friedrich Herbart tn Oldenburg geboren; 1814: Ankunft Napoleons

cAk.Sunlicht^..^...

nur sie gibt der

Wäsche diesen Wohlgeruch

Preußen.

Besihwechsel in der Industrie an der oberen Lahn.

* Ludwigshütte bei Biedenkopf, 2. Mai. Die hiesige Iungsche Handelsge­sellschaft (Hessen-Nassauische Hütten­werke) erwarb das ganze Aktienpaket der Firma Hammerwerk Lettermann - 21.»®. in Ludwigshütte. Der Betrieb des Hammerwer­kes, in dem neuzeitliche Metzgereieinrichtungen her- gestellt werden, die ihren Absatz im Reiche und auch im Auslande haben, wird von der neuen Besitzerin fortgeführt. Gegenwärtig sind in dem Lettermann­werk etwa fünfzig Arbeiter beschäftigt, jedoch werden in Bälde einige Betriebsvergrößerungen, besonders im Sägewerkbetrieb, vorgenommen, von denen unter der neuen Besitzerin ein weiterer Aufschwung des Unternehmens zu erwarten ist. Die Betriebe der Iungschen Handelsgesellschaft (Hessen - Nassauische Hüttenwerke) sind trotz der gegenwärtig etwas nach­lassenden Konjunktur voll beschäftigt.

Lberwcsterwaldkreis.

MSN. Hachenburg, 2. Mai. Ein aus dem Arbeitshaus entlassener Landstreicher, der bei dem Pfarrer von Daaden des öfteren Un t e r f u n f t gefunden hatte, wurde diesmal von dem Pfarrer abgewiesen. Aus Rache zündete er nachts die Pfarrscheune an, die vollstän - big niederbrannte. Der Brandstifter, der be­reits 4 0 m a I vorbestraft ist, wurde von der Landjägerei verhaftet.

Maingau

MSN. Frankfurt a.M., 2. Mai. Der 17jährige Heinrich Schmidt, Mitglied des Reichsban­ners, der bei dem Ueberfall an der Obermain­brücke in der Nacht zum Sonntag durch einen Mes­se r ft i ch in den Leib schwer verletzt wurde, ist am Mittwochabend im Krankenhaus g e - ftorben.

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