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Aus der Provinzialbauptffadi.
Gießen, den 3. April 1929.
Feiertags-Einkäufe.
Unablässig schwingt die Ladentür. ilnb unablässig verneigt sich der Empfangschef mit der verbindlichen Frage: .Was steht zu Diensten?" .Strümpfe? bitte links, erster Lisch, Damen- ftrümpfe." „Ach nein," die jungen Mädchen sehen sich halb stolz, halb verlegen lächelnd an, „ach nein, wir möchten Herrenstrümpfe." „Ditte Herrenabteilung, rechts oben."
„Was steht zu Diensten? Handschuhe? Ditte geradeaus, Wittelgang." And der junge Mann fordert dort Handschuhe, natürlich Damenhandschuhe, „so moderne, Fräulein, mit gestickter Manschette. Größe? Die Dame hat sehr kleine Hände." And er wählt, wählt, bis er aufatmend erfährt, Amtausch sei gestattet.
„Was steht zu Diensten?" Der elegante junge Herr gleitet mit den Händen an der Innenseite seines Mantelausschnittes entlang: „So ein Luch, innen zu tragen...“ „Kragenschoner? bitte geradeaus." „Aber nein, ein Damentuch natürlich, so einen Schal." „Ach so, bitte rechts." And bald steht der elegante Herr vor einer sehr reizenden Verkäuferin, die gewandt die zarten Crepe de Cbine-Gebilde zu Knoten schlingt, bleu, beige, lind, rosee. „Was für einen Mantel hat die Dame?" And der Herr beschreibt, ebenso klar wie undeutlich, aber die Verkäuferin nickt verständnisinnig und schlägt für alle Fälle „abstechend" vor. And der Kauf wird getätigt.
Nebenan sucht ein Herr Laschentüchcr aus. natürlich Damentaschentücher. And die Dame im modernen Complet sucht unter Herrenschlipsen nach Rotbraun mit Grau. Mütter kaufen Oberhemden für Feriensöhne. Drüder kaufen Modeartikel für hübsche Schwestern, und Schwestern wählen etwas Uottes für Drüder. Bräutigams schwanken zwischen Handtaschen mit Dügel- oder Reihverschslutz. und Dräute wissen nicht, ob sie die weißen Herren-Waschlederhandschuhe ganz weih oder schwarz abgesteppt nehmen sollen.
And wann war das alles? Natürlich vor Ostern. Denn alles konnte man dem lieben Lier, dem Osterhasen, doch nicht überlassen. Man trat sozusagen in Jdealkonkurrenz mit ihm. Aber man war eben nur ein Mensch, ein Mensch, der irrt, so lang er strebt. .
And so wird nach der Ruhe des Festes wieder die Ladentür schwingen, und die zu kleinen Damenhandschuhe werden in größere, die schwarzgesteppten Herrenhandschuhe in rein weiße umgetauscht werden. Der abstechende Schal war zu abstechend, der braungraue Schlips paßte nicht zum Mahagonibraun des Anzuges, und die blaue Ledertasche mit Reißverschluß wird zu einer Bügeltasche in Dleu werden.
ilnb dann ist. nach einer leisen Verstimmung im Anfang, endlich doch alles befriedigt. Oder Was steht noch zu Diensten? E. v. M.
Daten für Mittwoch. 3. April.
Sonnenaufgang 5.33 Uhr, Sonnenuntergang 18.35 Uhr. — Möndaufgang 3.24 Uhr, Monduntergang 10.39 Uhr.
1682: der spanisch Maler Bartolome Esteban Murillo in Sevilla gestorben; — 1783: der Schriftsteller Washington Irving in Neunork geboren; — 1838: der Staatsmann Leon Michael Gambetta in Lahors geboren; — 1862: der Seefahrer Sir James Clarke Noß in Ailsbury gestorben; — 1863: der belgische Maler Nenri van der Velde in Antwerpen geboren; — 1897: der Komponist Johannes Brahms in Wien gestorben.
r aten für Donnerstag. 4 April.
Sonnenaufgang 5.31 Uhr, Sonnenuntergang 18.37 Uhr. — Mondausgang 3.59 Uhr, Monduntergang 11.48 Uhr.
1785: die Schriftstellerin Bettina v. Arnim m Frankfurt a. M. geboren; — 1823: der Ingenieur K. W. o. Siemens in Lentha geboren; — 1905: der belgische Bildhauer und Maler Constantin Meumer in Brüssel gestorben.
3m Hamen der „Gebrüder Röhrle".
Man schreibt uns: Jeder alte Gießener erinnert sich mit Freuden daran, daß einst in der Frankfurter Straße — zwischen Alicestraße und Liebigstraße — am Hause Nr. 12 ein Brünn- lei n existierte. Aus zwei Röhren spendete es Wasser, für Menschen und Tiere. Der Volksmund hatte das Brünnlein in Anlehnung an den Namen einer heute noch — wenn auch unter veränderter Firma — in Blüte stehenden Brauerei „Gebrüder Röhrle" getauft. Wer Durst hatte, konnte ihn stillen am Brunnen vor dem Tore. Aber emes Tages erregte besagtes Brünnlein trotz seiner Idylle wohl das „vorgeschriebene öffentliche Aergernis . Ein Moritz von Schwind hätte es gemalt, sich und anderen zur Freude! Irgendeine städtische Stelle aber stellte vor Jahren den „Mißstand und die Wasserläufe ab, denn zur kalten Winterszelt war wohl ein bissel Brunnenwasser Eis gefroren. Defalt) wurden die Gebrüder Röhrle in Acht und Bann getan. ,
Ein Erlebnis: Vor drei oder vier Jahren bog em „Alter Herr" unserer lieben alma mater ber gewiß lange nicht mehr hier gewKn war, mit seiner Gattin und einem reizenden Töchterlein, au? der Lte= bigstraße kommend, in die Frankfurter Straße ein. „Jetzt kommen wir gleich an die Gebrüder Röhrle, rief er, „benen ich einmal mit zwei Korkstopfen den Mund geschlossen habe." Alle drei^ lachten herzlich über den einstigen harmlosen ^tudentenulk des längst in Amt und Würden stehenden Vaters. Aber - als sie an die historische Stelle kamen gabes eine bittere Enttäuschung: „Kem Quell durchrann den Sand" , . ,
Und wie diesen dreien, so mag es noch vlelen anderen ergangen sein: Enttäuschung kam über sie. Philiströse Gebe — eine kahle Wand, an der sich 3uw r nochamei Röhren befinden, deren Auslauf
deren zweckentsprechenden Instrument „Z u g e - petzt" worden ist. Wer hctt's getan? Es fehlte nur noch, daß man in den Vorgärten der Frankfurter Straße die alten Fliederbäume beseitigte, deren Dolden und Dust uns hoffentlich recht bald wieder erfreuen werden.
Warum diese Zeilen der Oeffentlichkeit übergeben werden? Weil feit einiger Zeit an und über der Brunnenwand, die von Rechts wegen den „Gebrüder Röhrle" gehört, eine höchst übel wirkende Plakattafel ange- b r tuf) t wurde, die das Straßenbild verschandelt. Das gehört sich nicht! Plakate gehören wohl an Litfaßsäulen, aber nicht an historische Brunnenwände. Wir alten Gießener bedanken uns für derartige Verschandelungen unseres Stadtbildes. Aber, ganz bescheiden im Namen der „Gebrüder Röhrle", bittet der Schreiber dieser Zellen — als einer für viele — die gewiß einsichtsvolle zuständige städtische Verwaltung, den gegenwärtigen Zustand an besagter Stelle zu prüfen und — die Sünden der Väter wieder gut zu machen.
F. G.
Vertreter Versammlung des Oberhessischen Bienenzüchtervereinei.
Der Vorsitzende, Lehrer Buß (Leihgestern), eröffnete die Vertreterversammlung gestern vormittag im „Hindenburg" mit herzlicher Begrüßung der fast vollständig erschienenen Vertreter der Oberhessischen Zweiavereine und des Vertreters der Druckerei der „Biene". Er gab einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr, das einen Abgang der Mitgliederzahl um 150 gebracht hat, so daß der Verein zur Zeit 1370 Mitglieder zählt. Im Vereinsgebiet sind hier und da Bienenseuchen ausgetreten, über die bei rechtzeitigem Eingriff Herr zu werden nicht schwer sein wird. Die Ernte des vergangenen Jahres war mittel bis gut, je nach Lage des Bienenstandes. Der Verband Hessischer Imker ist dem Deutschen Jmkerbund angeschlossen, der jetzt wieder in Oberlehrer Lupp (Heilbronn) als Vorsitzenden einen neuen Vorstand hat.
Von den Zweigvereinen waren gestern nicht vertreten die Vereine von Engelrod, Leun und Ulrichstein. Wegen seiner Verdienste als Vorsitzender des Gießener Zweigvereins während 25 Jahren wurde der Vorsitzende Buß zum Ehrenmitglied des Hauptöereins ernannt und ihm durch Lehrer R u n k (Okarben) ein entsprechendes Diplom überreicht. Da er zugleich 20 Jahre Vorsitzender des Hauptoereins ist, ' überreichte ihm ber Vorstand durch Amtsgerichtsrat K l i e t s ch (Büdingen) als Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste um den Hauptverein einen Klubsessel. Nach Dankesworten des Geehrten erstattete Rechner Schäfer (Gießen) die Rechnungsablage, die sich in Einnahme auf 9183 Mark, in Ausgabe auf 7559 Mark stellte. Der Vermögensbeftand beträgt 1621 Mark. Dem Rechner und dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt und dem Rechner der Dank des Vereins ausgesprochen. Der Voranschlag für 1929 beläuft sich in Einnahme und Ausgabe auf 5800 Mark.
Auf Anfrage des Lauterbacher Vertreters des Zweigvereins Lauterbach berichtete der Vorsitzende über den Preis des E i n he i ts g l a fe s , das ^-Pfund-Glas 15 Pfennig, das 1-Pfund-Glas 20, das 2-Pfund-Glas 30 Pfennig. Es ist eine Verbilligung der Preise für 1929 in Aussicht genommen. Lehrer Braun (Holzhausen v. d. H.) beantragte, daß der Vorsitzende für Verwendung des Reichszuschusses zur Verbilligung des Einheitsglases ein- treten möge. Auch der Fabrikpreis der Gläser wurde als zu hoch bezeichnet. Zur Verniinderung der Kosten für Vereinsredner wurde vorgeschlagen, an Hauptplätzen Vorträge halten zu lassen, zu denen die umliegenden Vereine eingeladen werden sollen. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, day echter deutscher Bienenhonig nur im etikettierten Einheitsglas zu haben ist. Das Honigschutz- gesetz, auf das schon so lange gewartet wird, steht immer noch aus, ebenso ein Gesetz zur Bekämpfung der B i e ne n se u che n.
Am 14. April hält Prof. Dr. Freud en stein vom Zoologischen Institut der Universität Marburg in Gießen einen Vortrag über Bienen- ,ucht und Landwirtschaft, wozu durch den Vorsitzenden alle in Betracht kommenden Vereine eingeladen worden sind.
Es wird dringend gewünscht, daß das Abpflücken der Weiden- und Haselnuhkätzchen, die zur Pflege der Bienenbrut unbedingt notig find, unterbleibt.
Der Verband ist in 1929 bei der Gothaer Versicherungsgesellschaft gegen Haftpflicht versichert. Von 1930 an beginnt die Haftpflichtversicherung beim Deutschen Jmkerbund, der auch eine billige Versicherung gegen Feuerschaden und gegen Einbruchsdiebstahl eingeführt hat.
Die diesjährige Wanderversammlung fällt aus Ersparnisgründen aus, wodurch nahezu 500 Mark für den Verband erspart werden. Der bienenwirtschaftliche Lehrgang in Hirzenhain wird aber wieder abgehalten; die Zett wird in der „Biene" rechtzeitig bekanntgegeben werden. Es wurde aufmerksam gemacht auf die Lehrgänge der Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht bei dem Zoologischen Institut der Universität Marburg vom 25. bis 27. Mai und 14. bis 16. Juni d. I. mUnfälle, 'die dem Haftpflichtgesetz unterliegen, sind sofort dem Vorsitzenden zu melden.
lieber die Wanderversammlung und Ausstellung des vorigen Jahres in Schotten entspann sich efne längere Aussprache. Im Anschluß daran stellte Amtsgerichtsrat K liet sch (Büdingen) den Antrag, daß eine Kontrollorganisation von drei Mitgliedern ernannt werde, die die Voranschläge für die zukünftigen Ausstellungen zu prüfen hat. Die Kommission wurde ernannt.
%ür 1930 will der Schliherländer Verein die Wanderversammlung in Verbindung mit der Feier seines 25jährigen Destehens uber-
Zu Ehrenmitgliedern des Oberhessischen Vereins wurden die Herren Lehrer i. R. Fi - scher, Metzgermeister D l u m, Forstmeister i. R. Adolph, sämtlich in Schlitz, Heinrich Schmidt (Saasen) ernannt.
Der Vereinsbeitrag für 1929 bleibt wie seither auf 4 Mk. festgesetzt, auch die Rückvergütung bleibt dieselbe wie seither.
Der Vorstand wurde beauftragt, bei ber Hessischen Regierung den Erlaß einer D e r o r b * nung gegen die Ausbreitung derDie- nenseuchen zu beantragen.
Vom 29. Juli bis 1. August findet in Regensburg die Hauptversammlung des Deutschen 3m- kerbundes statt, der vom Vorsitzenden besucht wird. Die Wanderversammlung des Deutsch-österreichischen Jmkerverbandes findet vom 3. bis 6. August in Graz statt. Zu Himmelfahrt hält Redakteur Hensel (Hirzenhain) einen Vortrag auf dem Stand des Herrn Braun (Holzhausen) ab. Herr Braun empfiehlt die Königinzucht von Sklenor.
Bei ber Wahl bes Vorstandes wurde ber seitherige Vorstand auf weitere fünf 3ahre wiedergewählt.
Da weitere Anträge für die Tagung nicht eingereicht worben finb, wurde hierauf die Tagung geschlossen.
Briefumschläge mit unzulässigem Aufdruck.
Im Postverkehr werden vielfach noch Briefumschläge verwendet, die auf ber Außenseite über bas zulässige Maß mit Angaben bedruckt sind. Die Deutsche Reichspost macht daher erneut darauf aufmerksam, daß über die Anbringung von Absenderangaben und Reklamen auf den Briefumschlägen usw. folgendes gilt:
1. Bei gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefsendungen sollen Absenderangaben sowie Werbeanzeigen auf die Rückseite und das linke Drittel der Vorderseite der Briefumschläge usw. beschränkt bleiben. Zu den Driefsendungen zählen hierbei Briefe, Drucksachen, Warenproben. Geschäftspapiere, Mischsendungen, Briefpäckchen sowie sonstige Päckchen. Die Bestimmungen beziehen sich nicht nur auf Briefumschläge, sondern auch auf Streifbänder (für Drucksachen). Taschen (für Warenproben). aufzuklebende Anschriftzettel usw.
2. Umschläge usw. mit Aufdrucken, die sich über die ganze Rückseite erstrecken, müssen am oberen Rand der Rückseite einen mindestens 2i/2 Zentimeter breiten freien Raum haben. Der freie Raum an dieser ©teile wird postseitig nicht in Anspruch genommen, wenn sich auf der Rückseite nur Absenderangaben befinden oder an anderer Stelle der Rückseite ein entsprechend großer Raum freigelassen ist.
3. Für Fensterbriefe besteht folgende Ausnahme: Umschläge mit einem Fenster, das in das linke Drittel der Vorderseite hineinragt, können bis auf weiteres in dem Raum oberhalb des Fensters bis zur Hälfte des Timschlags und in dem Raum unterhalb des Fensters bis zum linken Drittel des Umschlags mit Absenderangaben und Werbeanzeigen bedruckt werden. Die Anschrift kann in I der ganzen Breite des Fensters erscheinen.
Für den Aufbrauch der Briefumschläge usw., die über das zulässige Maß mit Angaben bedruckt sind, war eine Frist von 2V2 Jahren — laufend vom 1. April 1926 bis 30. September 1928 — gewährt worden. Da sich aber in Versenderkreisen immer noch erhebliche Bestände solcher unzulässigen Briefumschläge befinden, ist die Aufbrauchfrist nochmals bis zum 31. Dezember 1929 verlängert worden. Mit einer Verlän- rung der Aufbrauchfrist über diesen Zeitpunkt hinaus ist nicht zu rechnen. Nach diesem Zeitpunkt müssen Briefumschläge, die den Poftord- nungsbestimmungen nicht genügen, von der Post- beförderung ausgeschlossen werden.
Bornotizen.
— lagesfalenber für Mittwoch. Stadt- theater: „Dame Kobold", 20 bis 22.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Königin des Va- rietös".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterburau wird uns geschrieben: Die erste Wiederholung von „Dame Kobold" beginnt um 20 Uhr heute abend. — Freitag, 5. April, findet die 3. Aufführung des Calderonschen Lustspieles statt. — Die Fremdenvorstellung „Cäsar und Cleopatra" beginnt um 19 Uhr, Sonntag, 7. April. — Das Gastspiel der Wiener Hofburg ist auf Dienstag, 9. April, festgelegt. Es ist der Intendanz gelungen, das WienerKünstlcrensemlle unter Leitung von Professor Albert Heine für dies einmalige Gastspiel zu gewinnen. Eine Wiederholung der Ausführung findet nicht statt. — Intendant Dr. Prasch wird als nächste Neu- eiiHudierung „Oktobertag" von Georg Kaiser heräusbringcn. Die Premiere findet am Mittwoch, 10. April, statt.
** Schneefall im Gebirge. Aus unseren heimischen Gebirgen, vom Vogelsberg, dem Taunus, Spessart, Odenwald usw., wird Schneefall gemeldet. Heute morgen zeigten die Bergeshöhen wieder eine weiße Haube. Da die Temperaturen noch weiter sinken sollen und sogar Nachtfröste bevorstehen, ist unter Umständen damit zu rechnen, daß auch in den nächsten Tagen noch weiterer Schneefall eintritt.
** Der neue Vorsitzende der oberen Bergbehörde Hessens. Der Minister für Arbeit und Wirtschaft, Korell, hat den Staatsrat Karcher, Vorstand der Abteilung 1 des Ministeriums (Industrie, Handel, Gewerbe und Soziale Fürsorge) zum Vorsitzenden ber Oberen Bergbehörde Hessens berufen.
'*** Veränderungen bei der hessischen Brandversicherungskammer. Mit dem heutigen Tage tritt der Oberregie- rungsrat bei der hessischen Brandversicherungs- lammer, Georg Müller, wegen Erreichens der Altersarenze in den Ruhestand. An seine
Stelle tritt Oberregierungerat Fritz Neuling mit Wirkung ab 15. April. Außerdem wurden der Oberrechnungsrat Phil. Jo del zum Rechnungsbirektor, zum Oberbausekretär ber Baupraktikant Aug. Becker, Mainz, und der Finanzpraktikant Ludw. Grahn, Darmstabt, zum Revisor bei der Brandversicherungskammer ernannt.
** Dienstjubiläum bei dcr Reichs - bahn. Der beim Bahnhof Gießen tätige Reichs- bahn-Oberstettwerksmeister Karl Hof, wohnhaft in Klein-Linden, konnte am 30. März auf eine 40jährige Dienstzeit bei ber Reichsbahn zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurden dem Jubilar von dem Leiter des hiesigen Bahnhofs, Reichsbahnamtmann Dörr, je ein Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten, der Reichsbahn- Harptverwaltung und der Reichsbahndirektion Frankfurt o. M. überreicht. Amtmann Dörr brachte dem Jubilar im Beisein ber Dahnhofs- leitung und des gesamten Dureaupersonals auch die Glückwünsche des Gießener Dahnhofspersonals bar und banit: h n für bie treu g.leisteten Dienste.
**$ Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am Samstag, 6. April, vormittags 8.30 Tlhr beginnend, findet in dem Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses ber Provinz Oberhessen statt mit folgcnber Tagesordnung: Gesuch des Heinrich Lindemann in Bad-Nauheim um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft mit Branntweinausschank im _ Hause Frankfurter Straße 95; Gesuch des Händlers Heinrich Seid in Bad-Nauheim um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft mit Branntweinausschank im Hause Parkstraße 44; Klage ANZEIGEN
für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahmefällen nicht gewährleistet werden!
VERLAG DES GIESSENER ANZEIGERS
des Dczirksfürsorgeverbanbes der Stadt Gießen gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Büdingen auf Ersah von Fürsorgeaufwendungen für Karoline Weber aus Ahdach.
" Nachsendung der Post. Zn Anträgen auf Nachsendung von Postsendungen sind möglichst bie amtlichen Vordrucke zu benutzen, die an den Post- schaltern und von den Postzustellern zur Abgabe bereitgehatten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrucke gewährleistet die pünktliche Nachsendung der Post und ist daher zum Vorteil ber Empfänger.
** Lernt Einheitskurzfchrift! Man schreibt uns: Nicht oft genug kann diese Mahnung an alle junge Leute beiderlei Geschlechts ergehen. Die Kurzschrift wird heute in Handel und Industrie sowohl, als auch von der Beamtenschaft gefordert. So hat das hessische Gesamtminifterium unterm 6. September v. I. Richtlinien erlassen, worin cs u.a. heißt: „Die in den Kanzleidienst eintretenden Personen haben bei ihrem Eintritt eine Schreib- gcschwindigkeit von mindestens 120 Silben in der Minute in der Einheitskurzschrist nachzuweisen. Für die Zulassung zum Vorbereitungs- oder Probedienft ist Bedingung, daß der Anwärter etwa 120 Silben in der Minute in Einheitskurzschrift lesen und etwa 80 Silben in der Minute schreiben kann." Die Kurzschrift ist aber nicht von heute auf morgen zu erlernen, wie viele leider immer noch glauben; nur dauernde Hebung führt zu ihrer völligen. Beherrschung und lohnt aber auch den auf sie verwen- beten Fleiß doppelt und dreifach. Wir möchten daher nicht verfehlen, auf den am Montag. 15. April, abends 7.30 Uhr, in der Goetheschule — Westanlage — beginnenden Anfängerlehrgang des Kurzschrift- vereins von 1861 und des Damenvereins „Gabelsberger" hinzuweisen. Zur Weiterbildung geben die ebenfalls neu beginnenden Fortblldungs-, Diktat- und Redeschrift-Lehrgänge unter Leitung von staatlich geprüften Lehrern der Kurzschrift und Berufsschullehrern ausgiebig Gelegenheit. Man beachte die heutige Anzeige.
•• Preisgekrönte Hunbezüchter. Auf ber großen Internationalen Hundeausstellung in Franffurt a. M., die mit etwa 700 Hunden beschickt war, konnten außer dem bereits genannten preisgekrönten Züchter Petri noch folgende hiesige Züchter und Besitzer große Erfolge erringen: E. Niemann auf Deutsche Boxer drei 1.. einen 2. Preis, 1. Preis für beste Boxerzuchtgruppe; Ferdinand Wirrt) Wanderpreis, 3. Preis Zuchtgruppe für Diensthunde, sowie 10 Ehrenpreise; Direktor Stoite auf Dachshund- Rüden zwei 1. und einen Ehrenpreis. Vorzüglich. Fabrikant Hellmuth Mueller-Leutert auf Schott. Terrier-Rüden in offener Klasse, Vorzüglich. 1. und Ehrenpreis; Frau Direktor Münk er auf Schottische Terrier-Hündin Sehr gut und 2. Preis; K. Wiedmeyer auf Deutsche Schäferhündin Bewertung „Sehr gut" und Ehrenpreis: Heinr. Matheis auf Deutsche Schäferhündin Bewertung „Gut".
M ____ ■ hilft b.Rheuma, Ischias,Hexenschutz,
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