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Oie Wetterlage.

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uttet, daß es alles andere lieber gesehen hakte, als die soeben von Moskau eingeleilete Qutton. Die Russen wissen auch sehr genau auf welchen Dahnen sich der polnische Rach^ bar bewegt, ihnen kommt es auch nur darauf cm, Polen aus seiner Reserve herauszu- locken. um dann mit einer eventuellen Ab° Ie6nmig der russischen Anregung hausieren gehen und Polen als Feind des Friedens im Osten hin- stellen zu können. Da Polen heute schon ein wichtiges Glied in der antisowjetrussischen Front Englands ist die Engländer haben den Polen offenbar auch schon die Ukraine und einiges andere in Aussicht gestellt, wenn sie sich an einer eventuellen britischen Aktion gegen Rußland be­teiligen - wird Herr Zaleski sehr wahrschein­lich alle diplomatischen Kniffe anwendrn, um die Ratifizierung des durch das polnische Par­lament ohnehin schon auf die lange Dank ge­schobenen Kellogg-Pakt noch weiter hinauszu- zögern.

Die nationale Bewegung in Indien.

Ein Lieg Gandhis.

Kalkutta, 2. Jan. (Reer.) Der indische R a ° tionalkongreß hat eine Entschließung ©an« d h i angenommen, die sich auf ein umfassendes Pro­gramm für Massenorganisation, für Beseitigung des Berührungsverbotes, das sich gegen die unteren Kosten richtet, ein Verbot alkoholischer Getränke und auf einen Boykott ausländischer Tuche durch die Hei-stellung und Benutzung von Tuchen, die zu Hause mit der Hand gesponnen sind, bezieht. Gandhi er­klärte, wenn dieses Programm miteisernem Entschluß" durch geführt werde, bann werde die Selb st Verwaltung für Indien inner­halb eines Jahres in greifbare Rahe gerückt fein. Zum erstenmal hat auch der Kongreß beschlossen, i n bie inneren A gelegenbeiten der in« dischenStaaten einzugreifen. Er hat eine Ent­schließung angenommen, in der verlangt wird, daß die Fürsten verantwortliche Regierun - gen in ihren Staaten einsetzen und dem'Volke die elementaren Bürgerrechte garantieren. Die nach der Annahme dieser Entschließung beendete Session des Nationalkongresses bedeutet einen entscheidenden Sieg Ghandis.

Neus Neiseplaue Dr. Eckeners

Weltreise desGras Zeppelin ". - Vorher Jährt nach Aegypten Oie neue Wersthalle in Jriedrichshasen.

FaszismusundVaiilan in Südtirol Pfändung in der bischöflichen .Hofburg in Brixen.

Sri?en. 2. Januar. (TLl.) Der apostolische Verwalter der Diözese Drixen, Mutschlech ° ner, der erst kürzlich mit allen bischöf­lichen Rechten ausgestattet worden war. wurde vor einiger Zeit in feiner Eigenschaft als Generalvikar der Diözese Drixen zum dorti­gen Amtsbürger meist er zitiert. Mutschlechner gab zur Antwort, daß es bisher noch niemals vorgekommen fei, daß ein Ver­treter des Dischofs zu irgendeiner Kanzlei be­rufen worden wäre, sondern daß bisher sich noch immer ein Deamter in die bischös- , liche Hofburg verfügt habe, wenn irrend­em Amt einen Wunsch gehabt habe. Mutschlech­ner wurde daraufhin wegen älngeh orsams gegen eine Amtsperson z u einer Geldstrafe verurteilt. Er weigerte sich, bie Strafe zu zahlen. Aunmehr wurde bem päpst­lichen Vertreter der Diözese Drixen der Schreibtisch gepfändet. Am 27. De­zember fand in der bischöflichen Hofburg die Versteigerung statt. Zwei Herren, die die Ab­sicht hatten, den Tisch zu kaufen und ihn dem apostolischen Administrator zurückzugeben Über­boten sich dabei, da keiner von den Absichten des anderen wußte. Das Vorgehen gegen den apostolischen Vertreter der Diözese hat sehr großes Aufsehen erregt.

Mitgliedskarte Nummer eins.

pi o m, 1. Jan. (TU.) Im Schloß des italienischen Königs fand der übliche Neujahrsempfang statt, den Ministerpräsident Mussolini eröffnete. Das Königspaar empf.ng die Vertreter der beiden Kammern, der Regierung, bec Heeres, der Marine und der übrigen höheren staatlichen Behörden, den Sekretär der Faszistischen Partei und den Gouver­neur von Rom. Mussolini wurde ferner im Palazzo Diminale, ie üblich, bie Mitglieds­karte N r. 1 der Faszistischen Partei überreicht, bei welcher Gelegenheit ihn der Parteidirektor Tu- rati der Treue der Partei versicherte. Turati erhielt bie Mitgliedskarte Nr. 2.

Die Gaskatastrophe in Duisburg.

Duisburg, 2. Ian. (ZDB.) Die Gaskatasirophe in der Gättnerstrahe Nr. 38 hat entgegen den ersten Erwartungen noch ein weiteres Todes­opfer gefordert, heute vormittag gegen elf Uhr starb im Marien-Hofpilal der 19 Jahre alte Franz Weinand. Damit erhöht sich die Zahl der Todes- opfer auf fünf, sämtlich Mitglieder der Familie weinand. Die Nachbarhäuser konnten bereits heute frütj wieder bezogen werden, nachdem eine genaue Untersuchung ergeben hatte, daß ihre Keller und wohnrciume gasfrei sind. Seif den frühen Morgen- stunden sind die Vertreter der Behörden mit der Untersuchung der Katastrophe beschäftigt, viele Neu­gierige umlagern das Unglückshaus. Durch die Aus­schachtungsarbeiten ist der schadhafte Teil der £ei- tung blohaelegt worden. Man gewahrt einen R i h in der Schweihstelle des Gasrohres. Zu erwähnen ist noch, daß die Familie weinand von einem äußerst harten Geschick betroffen wurde. Sie Ehefrau weinand starb in der weih- nachtswoche und wurde erst am Samstag zu Grabe getragen. Die Schwester der Verstorbenen, ein Fräulein Ceigner, war aus Danzig herbeigeeilf, um Mutterstelle bei den verwaisten Kindern zu vertreten. Sie, der Ehemann weinand und drei seiner Kinder haben nun auf diese schreckliche Weise ihr Leben eingebühl.

Die wir erfahren, konnten die beiden ins Bekhesda-Krankenhaus eingelieferten Kinder bereits wieder entlassen werden, und auch die im Marien-Hosoital unfergebrachfen Erkrankten befinden sich sämtlich außer Lebensgefahr.

Das Polizeipräsidium gibt zu der Katastrophe folgenden Bericht: Die in das Marien-Hospital ein­gelieferten Personen befinden sich außer Le­bensgefahr. Auch besteht keine Gefahr mehr für bie Nachbarschaft der betroffenen Häuser. Das aus­geströmte Gas hatte feinen weg an den Haupt- onfd)lüffen vorbei in bie befreffenben Häuser gefunden. Die Ursache, ob Material- ober Arbeits- fefjlcr, kann erst feffgeffeUf werben, wenn bie Lei- tung abgestellt, entlüftet unb bas schadhafte Stück herausgeschnitten ist. Das wirb im Lause bes Sams­tag ober Sonntag erfolgen. Bis bahin muh es bei einer provisorischen, aber vollständig sicheren Abdichtung bleiben.

Kleine politische Nachrichten.

Anläßlich des Reujahrsfestes hat der Herr Reichspräsident außer mit dem Bundes- Präsidenten von Oesterreich und dem Reichs- Verweser von Ungarn mit dem König von Schweden, dem König von Norwegen und dem König von Bulgarien, mit dem Präsi­denten der Republik China und dem Schah von Persien telegraphisch Glückwünsche ge­wechselt.

Der 1. Präsident des Deutschen Reichskrieger­bundesKyffhäuser". General der Artillerie a. D v- Horn, wurde vom Reichspräsidenten v- Hindenburg empfangen und überbrachte dem Ehrenpräsidenten des Äpfshäuser-BundeS im

Namen der in 30 000 Vereinen zusarnmengeschlos« fenen 3 Millionen ehemaliger Krieger die be­sten Wünsche für das neue 3ahr. Der Reichs- Präsident erwiderte die Wünsche herzlichst.

Wie wir hören, tritt R ichltagspräsident Lobe emc Auslcrndreise in die O stsee staaten an. Er wird in Riga, Reval und voraussichtlich auch In Helsingfors die dortigen Parlamentspräsiden­tin und deutschen Abgeordneten sowie die ihm nahestehenden politischen Gruppen besuchen und Vorträge halten. Die Rückkehr wird etwa am 12. Januar erfolgen.

Württemberg klagt die Postabfindung ein.

Stuttgart, 2. Jan. (WB.) Von zuständiger württembergischer Seite wird mitgeteift: Nach dem Staatsvertrag von 1920 hat das Land Wärt- temberg vom Reich für die Liebertra­gung derVerwaltungund des Eigen­tums der württem bergischen P oft e n und Telegraphen eine zu 4''2 Prozent ver- zinsliche Vergütung von 250 Millionen Mark zu beanspruchen. Seit 1. Oktober 1923 ist die Zinszahlung eingestellt. Äe schon seit mehreren Zähren fortgesetzten Ver­suche, das Reich zu einer angemessenen Neu­regelung dieser für Württeml>ergs Finanz­lage außerordentlich schwerwiegende Angelegen­heit zu bewegen, sind ergebnislos geblieben. Da die bisherige hinhaltende Behandlung des Gegenstandes für das Land Württemberg nicht langer erträglich erschien, hat sich das Staais- mlnisterium gezwungen gesehen, das Finanzmini­sterium zu ermächtigen, gegen das Reich Klage beim St aatsgerich tshof zu erheben. Das >st in den letzten Tagen geschehen.

Weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit.

Berlin, 2. 3an. (WTD.) Auch in dec ersten Hälfte des Monats Dezember hat die Zahl der Hauptunterftühungsempfänger in der Ar- bettslosenversicherung erheblich zugenommen, und zwar von rund 1 030 000 auf 1 300 000. d. i. u m 2 7 0 0 0 0 oder um 26,2 v. H. (in der vor­hergehenden Berichtszeit 27,9 v. H.). Der Zu­wachs betrug bei den männlichen Hauptunter- stützungsempsänaem 27,6 v. H., bei den weib- licfien 21,1 v. H. Die Zahl der Zuschlags em p- fanger ist in der Zeit vom 15. November bis 15. Dezember von rund 761 000 auf 1 285 000 ge­stiegen. - Die Zahl der Krisenunter­stützten ist in weit geringerem Umfange gestie­gen. Die Zunahme betrug bei den Hauptunter'

stützungsempsängern in der Berichtszeit rund 8700 oder 8,1 v. H. (von 108 100 auf 116 800); befon- ders stark war sie bei den weiblichen Haupt­unterstützungsempfängern (12.4 v. H.). Die Zahl der Zuschlagsempfänger in der Krisen- unterstühung ist in der Zeit vom 15. November bis 15. Dezember von rund 107 300 auf 124 200 gestiegen.

Hindenburgs Aeujahrsboischast und das Rheinland.

London, 2. Ian. (WB.) Daily News schrei­ben in einem Leitartikel: Die Bitterkeit der deutschen Empfindungen Frankreich gegenüber wurde von dem Präsidenten Hindenburg deutlich in seiner Neujahrs- botsch aft zum Ausdruck gebracht. Cs ist Sache Frankreichs, durch sofortige Zurück­ziehung seiner Truppen aus dem Rheinlande einen er st en entschiede- nen Friedensschritt in einer Sache zu tun, die, wenn sie nicht bald durch eine groß­mütigere und klügere französische Politik er­leichtert wird, in Europa alle Voraussetzungen djaffen wird, die einen neuen Krieg chließlich unvermeidlich machen können.

ELneneueIraktLonimSessischeuLandiag

D n r m st a d t, 2. Ian. Die Abgeordneten der Deutschen Sol ts Partei und der Volks- r.e ä) t pa r t e i im Hessischen Landtag haben sich zu einer Mitglied roereinigung zusammen­geschlossen. Damit wird erreicht, daß beide Gruppen künftig in den Ausschüssen und im Aeltestenrat ihre Belange besser vertreten können, als dies bisher möglich war. Die Selbständigkeit und Bewegungs­freiheit der beiden Parteien wird, wie man uns mit­teilt, durch den Zusammenschluß in keiner Weise be­rührt.

nommen hat, werden schon jetzt getroffen, insbe* lonberc auch hinsichtlich der W e t te r b e r a t u n g unb des Studiums der meteorologischen Verhält- nisie im fernen Osten. Dr. Eckener will auf die Welt- reife eine Reihe von Passagieren und vor allen Dingen große Mengen Post mitnehmen.

Daneben schweben die Verhandlungen mit der Werftleitung über die Gestaltung des bis zum Jahre 1930 zu bauenden neuen Zeppelinluft- s ch..i sfe 2, das denGraf Zeppelin" nicht nur an Troße, sondern vielleicht auch hinsichtlich der Zahl der emzubauenden Motoren erheblich übertreffen soll- (Line Entscheidung hinsichtlich der Maschinen- anlage ist noch nicht gefallen, doch ist u. a. der Plan ausgetaucht, den neuen Zeppelin mit zehn M o - koren anstelle der bisherien fünf auszurüsten. Voraussichtlich im nächsten Monat wird mit dem Abbruch der alten sogenannten Ringbauhalle in Friedrichshafen begonnen werden, die zwischen dem Verwaltungsgebäude unb der mittleren der drei Hallen liegt. An ihrer Stelle wirb bie neue große Werfthalle errichtet, die 50 Meter breit, 46 Meter hoch unb 250 Meter lang fein wird.

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Friedrichshafen, 2.Ian. (TU.) Kurz vor Jahresende hat Dr. Eckener sich zu einem Vertre­ter der Hearst-Presse über seine Pläne für das ^ahr 1929 acäußert. Danach ist nach Abschluß der oon der D. L. V. geforderten weiteren Versuchs- i.ah rten voraussichtlich im März wieder mit einer großen Reise des Luftschiffes zu rechnen, die eventuell über das Mittelmeer nach Aegypten unb Palästina führen soll. Die englische Regierung hat bereits den Ankermast in Pott «aid für eine Zwischenlandung zur Verfüauna gestellt. Die große Weltreise, die Dr. Eckener bekanntlich seit langer Zeit geplant chat, wird dann voraussichtlich im Hochsommer dieses Jahres anaetreten werden. Sie soll quer über Sibirien, besten Hochgebirge am Südende des Baikalsees pas­stest werden, zunächst nach Tokio führen, wo vor­aussichtlich durch Lieferungen von Amerika her, ein Brenngas- und Brennstofflager eingerichtet wird. Bon -lofio geht die Fahrt bann voraussichtlich über San Diego (Kalifornien) und Lakehurst nach Friedrichshafen zurück. Alle Vorbereitungen für diese größte Fahrt, die ein Luftschiff bisher unter-

Aus aller Welt.

Unwetterkatastrophe in Japan.

Die Nordwestküste von Japan wurde von einem Orkan und einer dadurch hervorgerufenen Spring- f l u t heimgefucht. In den Küstenstädten des Bezirks Niigata wurden Hunderte von Häusern gerftört und fortgeschwemmt. 56 Per­sonen kamen ums Leben. Viele sind verletzt. Die tele­graphischen und telephonischen Verbindungen sind unterbrochen. Der DampferToxotomi Maru" ist untergegangen. 31 Mann feiner Besatzung sind ertrunken ober wurden erfroren aus dem Meere aufgefischt. Vier Mann konnten lebend geborgen werden.

Der weihe Tod.

Die beiden Skifahrer Vogt unb Schweighauser gerieten im Pischa-Gebiet bei Davos in eine Lawine. Ausgesandte Rettungskolonnen konn­ten die Verunglückten nach mehrstündigem Suchen bergen. Die angestellten Wiederbelebungs­versuche blieben jedoch erfolglos. Schweig­hauser ist Familienvater unb 25 Zahre alt, Vogt ist 21 Jahre alt unb der einzige Sohn des Leiters der Züricher Augenklinik, Professor Vogt.

Vater und Sohn cJruntcn.

Auf dem Teupitzer See südöstlich Berlins hat sich am Neujahrstage ein schwerer Unfall er­eignet. Der Musiker Ernst Krüger aus Neuen­görs bei Teupitz unb sein 22jähriger Sohn waren mit einem Schlitten auf den zugefrorenen, aber polizeilich noch nicht freigegebenen See gefahren, um om Rande des G wästeis Haselnußstauden zu schneiden. Vater und Sohn gerieten an eine offene Stelle und ertranken, bevor Hilfe zur Stelle war.

Beim Holzfällen getötet.

Veim Holzfällen in einem Walde bei Wahl- wies in Baden wurde durch eine umfal - lende Buche ein Arbeiter getötet, ein anderer schwer verletzt. Beide Verunglückten sind jung verheiratet.

Branb in einer amerikanischen Schule.

3n Monmouth (Oregon) wurde das Gebäude der Normalschule durch einen Brand teilweise zerstört. Wahrend der größte Teil der Schüler sich durch einen Sprung aus den rückwärtigen Fenstern des Gebäudes noch retten konnte, kamen drei Schule­ri n n e n in den Flammen um.

(Ein Berliner Petroleumlager in Flammen.

3n dem Keller des Hauses Großgörschenstraße 41 entstand ein Feuer, das bald außerordentlichen Umfang annahm. Die P e t r o l e u rn v o r r ä t e eines Kolonialwarengeschäftes, die neben anderen leicht entzündbaren Stossen lager­ten, waren aus noch nicht geklärter Ursache in Brand geraten. Die Flammen vernichteten das im Erdgeschoß des Hauses gelegene Geschäft. Dabei entwickelte sich ein so starker Qualm, Daß bald sämtliche Wohnungen deS Hanfes und sogar des Hinterhauses geräumt werden muhten. Acht Frauen wurden von der Polizei unb ben

^Demokratische Reichstaasabgeordnete Frau Dr. Marie Elisabeth Lüders erlitt in Grünewald bet Berlin einen s ch wer en 11 n - fall beim Rodeln. Ihr Schlitten, den sie mit ihrem Söhnchen besteigen wollte, wurde von einem anbcren Schlitten angefahren. Frau Dr. Lüders erlitt erhebliche Verletzungen, man be- furchtet, daß sie das Rückgrat verletzt hat.

Der hessische kommunistische Landtagsabgeord­nete Galm, der mit einer Anzahl Reichs- und Preußischer Landtagsabgeordneter aus der K P D. ausgeschlossen worden ist, war von der Zentrale der KPD. zur Niederlegung seines Mandats aufgefordert worden. Wie Ar hören, hat jedoch der Abgeordnete dieses Ansinnen abgelehnt. Er wolle vielmehr sein Mandat für den Spartakusbund ausüben.

Wie verlautet, ist das Befinden des- n i g s Georg von England ungefähr daS gleiche geblieben. Jnnensekretär Johnson Hicks erklärte vor feiner Abreise nach Mentone, nach feiner Auffassung seien die schlimmsten Augen­blicke der Krankheit vorüber, und der König gehe einer langsamen und allmählichen Gene­sung mtgegen. Um 8.15 Ahr abends wurde im Buckingham Palast folgender, von drei Aerzten unterzeichnete Krankheitsbericht ausgegeben: Der König hat einen guten Tag verbracht. DaS De- fuiöen Seiner Majestät weist eine leichte Besse­rung auf.

Mannschaften der Feuerwehr aus dem bti« qualmten Hause geborgen.

Durch ein Rebhuhn schwer verletzt.

Duf der Staatsstraße bei Bad Landkck scheuchte em Personenauto einen Schwarm Re'" U.ner auf. Ein Rebhuhn durchschlug die Windschutzscheibe und ver'etzte eine Same schwer im Gesicht.

3n Ehemnih ist das Baden verboten.

(JhLSJL fta,bt Sh-'mnitz hat infolge der ^^enden T r i n kw a > se rn o t. die hautt' I^chllch auf bie geringen Niederschläge teS bongen wahres unb das Fehlen einer gröh-ei Tasiperre zuruckzufuhren ist, mit so.origer Dir- fung das Baden an Wochentagen ver­bot c n Das Wasserwerksamt wird e ne str nqt tfontrcl e ausübcn. Zuwidrrhrndllnfen soll ei Geldbuße auf erlegt werden.

Der letzte Reiteroffizier von DionvUle gestorben

fast vollendeten 87. Lebensjahre starb in V'r lm-Zehlendorf Generalmajor Franz v. Schmidt 6cr /^^^iteroffizier des Todesrittes von Dionrillk am 16. August 1870.

«Ein falsche Baron in kattowih.

Ein angeblicher Baron Ralph-Tomas v. 5t al a.S'r ?cr l'ch fälschlich als Rittmeister der öfitr- ♦mlS!d)e.n ?rmee QU59Qb- 1920 in Kattowitz auf- d)tet l» den vornehmsten Gesellschaftskreisen Ein gang fand unb tm Jahre 1921 die Tochter des ? aJ-° " s b o d o w i tz heiraten konnte, ift von der Pollzei als Hochstapler entkamt roorben. Es handelt sich um einen Schlossergesellen namens Simons, der schon wegen ähnlicher Delikte 16mal oorbeftraft ist, verheiratet war unb eine letzte Frau mit zwei Kindern im Stich oe- LnrlCnr^a!- än früheren Jahren hatte der aksche Baron sich io England und Frankreich aufgebalten, bis er wegen verschiedener Hoteldiebstähle flüchten, mutzte.

Das Kino hilft dem Kaufmann.

2n Amerika hat man jetzt auch die Wichtigkeit des Kinos für das allgemeine Geschäft erkannt r ^lprel liefert eine kleine Stadt im mitt* leren Westen. Das einzige Kino des Ortes hatte vurch einen Sturm gelitten und war daher ge* schlossen worden. Bald darauf merkten die Kauf­leute, daß sie schlechtere Geschäfte machten. Man freute fest, daß die Dauern der Umgegend, für bie die eine Stadt mit dem Kraftwagen so gut zu erreichen ist wie die andere, von ihren Frauen unb Kindern überredet wurden, zu einer andern, em toemg weiter gelegenen Stadt auf den Marit zu fahren, weil man Dort zugleich das Kino be­suchen konnte. Daraufhin hielt die Handels- lammet des Städtchens eine Versammlung ab, und tm Nu hatte man die nötige Summe zu­sammengebracht, um die Schäden an dem Kino auszubessern, damit es sobald wie möglich wieder eröffnet werden kann.

Wettervoraussage.

Das nördliche Hochdruckgebiet bleibt weiterhin ausschlaggebend für unsere Wetterlage. Seine aus- fließenden aus nordöstlicher bis osttcher Richtung kommenden Kaltluftmassen führen zur Fortdauer des Frostes, der zunächst eine weitere Verschärfung er­fährt.

Wettervoraussage für Freitag: Teils wolkig, teils aufheiternd, Verschärfung des Frostes, meist trocken, östliche Winde.

Witterungsaussichten für Samstag: Weiterhin Frostwetter bei wenig verändertem Witte­rungscharakter.

Lufttemperaturen am 2. Januar: mittags1,5 Grad Celsius, abends 0,3 Grad Celsius; am 3- Januar: morgens3,2 Grad Celsius. Maximum 0,3 Grad Celsius, Minimum 4,1 Grad Celsius. Erbtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 2. Januar: abends 0,2 Grad Celsius; am 3. Januar morgens 0,1 Grad Celsius. Niederschlag 0,1 Milli- meter. Sonnens^ ndauer % Stunden.

winlersportnachrlchten der Hess. Wetterdienststelle.

Vogelsberg (Hoherodskops): Wetter heiter, 10 Grad Celsius, Schneehöhe 25 bis 30 Zenli meter, gekörnt; Neuschnee in t.n letzten 24 Stunden 5 Zentimeter. Sportmöglichkeit für Ski sehr gut, Odenwald (Tromm): Wetter heiter, Tempera­turen 6 Grad Celsius; Schneehöhe 10 Zentimeter, verweht. Keine Sportmöglichkeit.

Sauerland (Winterberg): Wetter: bewölkt, Temperatur 8 Grad Celsius; 25 Zentimeter Schnee, Pulverschnee. Ski uni Rodel gut.

Schwarzwald (Feldberg): Bewölkt,10 (8rab Celsius, Schnee 78 Zentimeter, Pulverschnee 6ti, Rodel sehr gut. Ruhrstein. Leichte- Schneefall, 6 Grab Celsius; 54 Zentimeter Schnee, Pulver- schnee. Ski unb Rodel gut.

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