Ausgabe 
2.11.1929
 
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Am Morgen ist der Schmutz | gründlich und schonend £ gelöchert.

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Nachdruck verboten.

28 Fortsetzung.

(Fortsetzung folgt.)

Das kann ich nicht sagen."

Isolde schüttelte den Kopf. Hier war ein dunk- ler Punkt vorhanden.

Weshalb konnte Käche sich verspätet haben? Hatte sie sich mit einem Liebhaber getroffen? Hnb war dieser Liebhaber Berndt Klausen ge­wesen?

Noch hatte Isolde bisher vermieden, nach die­sem zu fragen. Jetzt aber schien ihr die Gelegen­heit dazu gekommen.

Indem sie ihre Erregung meisterhaft verbarg, sagte sie nebenbei:

Ich werde sie nochmals fragen. Vielleicht er­zählt sie mir noch alles. Uebrigens fällt mir da ein, daß auch einer meiner Bekannten zu jener Zeit hier gewesen sein muh. Vielleicht haben Sie ihn ebenfalls kennengelernt ..

Wie heißt er denn?"

Verndt Klausen. Er war Techniker."

Ia, den habe ich gelaunt." bestätigte die För- sterssrau, und beschrieb sogleich den jungen Mann.

Isolde fühlte, wie ihr das Herz in raschen Schlägen klovfte.

Berndt Klausen war hier gewesen in Her­zogenheide! Ganz, ganz sicher hatte er Käthe also gekannt. Lind doch hatte er das mit keinem Worte verraten, hatte sich vielmehr gestellt, als habe er nie etwas von ihr gehört. Das war sehr, sehr verdächtig!

Hätten die beiden zu gegeben, daß sie sich hier kennengelernt hatten, dann wäre nichts dabei gewesen. Aber so!

Sie stellte noch einige Fragen an die Försters­frau, ohne nennenswerte Neuigkeiten zu erfahren. Nur die Adresse des Hotels, in dem sich Käthe in London aufgehalten hatte, konnte sie heraus­bringen.

Isolde von Kletten kannte London und wußte sofort, daß die Straße, in der das Hotel stand, nicht zu den vornehmen Vierteln gehörte. Jeden­falls prägte sie die Namen in ihrem Gedächtnis ein und beschloß, selber nach London zu fahren und sich an Ort und Stelle zu erkundigen.

Sie suchte die Förstersfrau auch späterhin noch auszuhorchen, aber diese wußte nichts mehr. Da auch Hinnerk Hinrichs ihr nichts mehr zu sagen wußte, so hatte es keinen Zweck, länger in Herzogenheide zu bleiben.

Dis Edelmanns und Hinrichs trugen ihr die herzlichsten Grüße an ihre Freundin Käthe auf. Isolde versprach, alles auszurichten, und fuhr mit der ersten Gelegenheit nach London.

Da sio schon öfter dort gewesen war. fand sie bald die Straße und das Hotel. So sehr es ihr widerstrebte, in diesem obskuren Hause zu woh- nsn, so entschloß sie sich doch dazu, denn nur so konnte sie zu ihrem Ziele kommen.

Gleich am ersten Tage hatte sie mit dem Di­rektor eine Unterredung. Es war noch derselbe, der Käthe so freundlich geholfen hatte. Als Isolde deren Namen nannte, besann er sich so­gleich auf die schöne blonde Deutsche. Doch dann schüttelte er den Kopf.

Sie irren sich insofern, Miß Kletten, als Die von der Dame als von einem Fräulein sprechen," sagte er.Sie war verheiratet, hatte sich mit dem Herrn trauen lassen, mit dem sie hier eintraf. Wie hieß er doch gleich ...?"

Isolde von Kletten hätte am liebsten laut auf­jubeln mögen! Ein wilder Triumph lebte in ihr!

Liebe in Ketten.

Roman von Hans Mitteweider.

Copyright by Martin F uchtwanger, Halle (Saale).

Ia, so war sie!" sagte Frau Edelmann.Wir beide, mein Mann und ich, haben sie von Herzen liebgewonnen. Sie war so bescheiden, so aufrichtig und freundlich, daß man ihr gut sein muhte, und so schwer sie es bei ihrer Tante auch hatte, nie hat sie eine Klage laut werden lassen, nie hat sie der alten verbitterten Frau widerspro­chen. wenn diese keifte und schalt. Sie hat ver­dient. daß es ihr recht gut geht, und wie Sie sagen, ist das ja der Fall."

Ia. es geht ihr gut." bestätigte Isolde, aber sie sagte das in so besonderem Ton, daß die Förstersfrau aufhorchte, und fragte:

Aber es fehlt ihr doch etwas? Ich höre das aus Ihren Worten. Fräulein Kletten" Isolde hatte ihren Namen beibehalten und nur das Von weggelassensie hat vielleicht Heimweh?"

Auch das, Frau Edelmann." gab Isolde zu. Sie spricht wenigstens oft von hier und den Leu­ten, die auch sie liebgewonnen hat. Daher kannte ich Sie ja Es scheint mir aber, als laste noch ein anderer Kummer auf ihr. und ich habe sie manchmal schon gefragt, warum sie so betrübt aussähe, aber dann hat sie nur den Kops ge­schüttelt. Eine Antwort hat sie mir nicht gegeben und sich mir nicht anvertraut."

Ich kann mir nicht denken, was das sein könnte," meinte die Frau nachdenklich.

Da schlug Isolde wieder auf den Busch.

Vielleicht hängt es mit der Reise zusammen, die Käthe kurz vor dem Tode ihrer Tante ge­macht hat?" sagte sie.

Es könnte sein, aber ich glaube es nicht, denn sie hat doch nachher bei uns gewohnt, bis Frau Wohklebe begraben wurde. Ich hätte was mer­ken müssen freilich, traurig war sie damals. Doch das war ja wohl natürlich: denn nachdem die alte Frau gestorben war. hatte sie niemand mehr auf der Welt, ja, sie war noch einsamer geworden als vorher, denn diese Frau Wohliebe hat ihr doch noch in der Todesstunde eingestan- den. daß sie nicht ihre Tante war. Mein Mann hat sich damals viel Mühe gegeben, herauszu- belommen. wer Käthe eigentlich war, ob sie nicht doch vielleicht noch irgendwo Verwandte hatte: aber es war alles vergebens, und deshalb haben wir ihr auch nicht verdacht, daß sie fort wollte, daß sie in der Fremde zu vergessen suchte, was sie hier hatle erleben und erdulden müssen."

Unb Sie ahnen nicht, was Käthe in Eng­land gemacht hat? Ich frage doch nicht aus Neu­gier, sondern als Freundin. Wenn ich ihr helfen könnte, daß sie wieder ganz froh würde, ich gäbe sonst etwas darum."

Nein, das weiß ich nicht, Fräulein Kletten," erwiderte Frau Edelmann.Sie hat es uns nicht gesagt, und wir haben sie nicht gefragt. Sicher hat sie sich schon damals eine Stelle suchen wol­len, denn die Frau Wohllebe hatte ihr doch die Tür gewiesen

Was? Das habe ich noch nie gehört!" rief Isolde erstaunt.Wie kam sie denn dazu?"

Die Frau errötete. Sie wußte selbst nichts Genaues, sie hatte aber doch Gerüchte gehört.

Jedenfalls suchte sie das Gespräch von diesem Punkte abzulenken, und sagte:

Sie hatte sich etwas verspätet und fand die Haustür verschlossen. Als sie klopfte, verweigerte Frau Wohllebe ihr den Einlaß, und da ist sie denn am anderen Tage abgereist."

Hatte sie denn Geld?"

Und jetzt?" ..

Das Häuschen ist verlauft, aber es ist noch niemand wieder eingezogen. Vielleicht soll es im Sommer vermietet werden."

Dann buckelte er den Koffer auf und fragte, ob das Fräulein im Wirtshause oder bei dem Förster bleiben wollte, und Isolde entschied sich für das erstere, denn sie hoffte, dort noch allerlei über Käche erfahren zu können.

Sie wurde von der rundlichen Wirtin freund­lich ausgenommen, erhielt auch ein wunderhüb­sches Zimmerchen und war mit dem geforderten Preise durchaus einverstanden.

Selbstverständlich war sie viel zu klug, um offen ihre Nachforschungen zu betreiben: aber als sie der Frau Möller ebenfalls erzählte, daß Käthe Fernau sie nach Herzogenheide geschickt habe, da mußte sie zu ihrem Aerger feststellen, daß man diese auch hier in bestem Andenken hielt.

Frau Möller begann sogleich ein Loblied auf Käthe zu singen, und sah nicht, wie kleinlaut die Fremde dabei wurde.

In der Tat merkte Isolde, daß Käthe sich hier schwerlich etwas hatte zuschulden kommen lassen, daß sie keine Feinde besaß: aber deswegen ließ sie sich noch lange nicht abschrecken, und erfuhr durch vorsichtiges Fragen in den nächsten Tagen noch allerlei, was nun doch von Wert für sie war.

Hinnerk Hinrichs erzählte ihr, während er sie in der Barkasse fuhr, daß Käthe Fernau schon ein­mal fortgewesen sei.

Sie kam erst wieder, als ihre Tante im Ster­ben lag." eicklärte er,und dann blieb sie nur so lange hier, bis das Häuschen verkauft war."

Wo war sie denn da gewesen?" forschte Isolde, während ihre Augen verstohlen auf leuchteten.

Das kann ich Ihnen wirklich nicht sagen, aber man munkelte, sie wäre in London gewesen," be­richtete der Bootsführer.

Hm sich eine Stellung zu suchen?"

Hinrichs zuckte die Achseln.

Da müssen Sie schon einmal den Förster fra­gen. bei dem sie damals gewohnt hat," sagte er. Der wird's wissen. Ich war damals kaum erst heimgekommen. Der alte Iansen hatte die Bar­kasse, und ich habe sie von ihm gekauft, als er nach Bornholm zog."

Dann hat er wahrscheinlich auch die Käthe gefahren, als sie nach London ging? fragte Isolde lauernd.

Hinrichs nickte nur, denn das war doch selbst­verständlich für ihn.

Da er nichts weiter wußte, beschloß Isolde, die Bekanntschaft des Försters zu machen, und das war sehr leicht.

Sie brauchte wieder nur zu erzählen, daß sie die Freundin Käthes sei, da wurde sie herzlich willkommen geheißen, und sie gewann sich das Herz der beiden ehrlichen Leute vollends, als sie Käche als braves Mädchen und treue Freun­din lobte.

Jetzt hielt sie die Waffe in der Hand, um ihr4 Nebenbuh.'erin vernichten zu können!

Dabei erschrak sie selber fast vor dem, was sie erfahren hatte. Nie. auch in ihren kühnsten Träu­men nicht, hatte sie angenommen, daß Käthe sich in London verheiratet haben könnte! Hnb doch war es sichere Tatsache!

Dann aber hatte sie sich der Doppelehe schuldig gemacht! Dann konnte Isolde von Kletten die Gattin Felix Turnaus ins Zuchthaus bringen!

Käthe Turnau im Zuchthaus! Welch ein Tri­umph!

Aber ebenso schnell besann sich das haßerfüllte Weib.

Nein, bis zu diesem Aeußersten darf ich es nicht kommen lassen," sagte sie sich.Felix würde mir nie verzeihen, wenn ich Schmach und Schande über ihn brächte, obwohl er schuldlos ist. Aber ich kann diese freche Betrügerin zwingen, ihn freizugeben, spurlos und auf Nimmerwiederkehr zu verschwinden! Ich muh mir ein Duplikat des Trauscheins verschaffen, das lege ich ihr vor. Dann kann sie nicht mehr leugnen! llnt> dann gehe ich zu Felix und öffne ihm die Augen. Dann wird er mein doch noch mein!

Alles in Isolde war Iubel, aber sie beherrschte sich. Sie ließ sich nicht das geringste anmerken, sondern sagte ruhig:

Sehen Sie, Mister Barker, das haben wir vermutet, aber nicht beweisen können. Ich muß Ihnen reinen Wein einschenken, damit Sie alle« verstehen."

Im Handumdrehen hatte sie ihren Plan ent­worfen. Da sie wohl gemerkt hatte, daß der Direktor ebenfalls sehr von Käthe eingenommen war, so stellte sie diese als schuldlos hin. Sie sagte:

Es handelt sich darum, daß die junge Dame das Opfe^ eines Betrügers geworben ist. Sie ahnte damals nicht, daß sie eine reiche Erbin war. Er aber wußte das und hat sie deshalb überredet, mit ihm hierherzufahren und sich hier mit ihm trauen zu lassen. Er wollte sich mit ihrer Hand auch ihren Reichtum sichern, und das ist ihm ja auch geglückt,' wie ich eben von Ihnen erfahren habe. Ein wackerer Mann, dieser Mister Klausen...

Ia, in der Tat, so hieß er," bestätigte Mister Varker.

ilnb er trat als Gatte unserer Freundin Käthe auf", fuhr Isolde fort.Er machte in ihrem Namen die Ansprüche an das große Erbe geltend."

Cs ist ihm ausgeliefert.worden?" fragte der Direktor erregt.

Dis jetzt noch nicht! Obwohl er einen Zivil­trauschein vorlegte, haben wir doch allen Grund zu der Annahme, daß er nur eine Scheintrauung vollziehen lieh," erwiderte Isolde.Deshalb bin ich ja hier. Ich werde einen Detektiv nehmen und zu erfahren suchen, wo die Trauung statt­gefunden hat..."

Da unterbrach Barker sie.

Oh, meine Dame, jetzt wird mir vieles klar, was ich damals nicht verstehen konnte!" rief er und erzählte, wie der junge Ehemann seine Frau schnöde im Stiche gelassen hatte, wie diese schwer erkrankt und dann wieder heimgefahren war.

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