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Rundfunkprogramm

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Der Doktor unter den Schuhen

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dienstbar machen zu können. Die Junkermühle war eine der ältesten Mühlen unseres Tales und spielte in der Vergangenheit eint ziemlich bedeutende Rolle. Mit Alf a war sie durch denMühlenweg" verbunden, der später zur Chaussee ausgebaut wurde.. Sie wechselte verschiedentlich ihren Besitzer, wurde in der In­flationszeit zu einem neuzeitlichen Grossbetrieb

Literatur C133 kostenlos .ßhaeoföi-'-Verkaufsslelle:

ausgebaut, der unter den Hammer geriet, letzte Besitzer erlag der starken Konkurrenz gab den Mahlbetrieb auf.

Kreis Alsfeld.

mr. Grebenau, 29. Okt. Dass es bei

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dien. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend:Bom Erlkönig und anderen He.degeistern", Bortrag von Rektor K. Wrhrhan. Für Kinder vom 10. Fahre ab. 16 bis 17.45: Konzert des Rundfunk­orchesters. 18.20:Don deutscher Redekunst", Dor­trag von Oberstudienrat Dr. Binder. 18.45: Senckenberg-Biertekstunde: Aeber Raturschutz be­sonders in der Frankfurter Gegend", Dortrag von Dr. F. Haas. 19:In den Lama-Klöstern Klein-Tibets", Dortrag von Dr. Emil Trintler. 19.30: Don Stuttgart: Alfred Kerr liest aus eigenen Schriften. 20: Don Stuttgart:Die schöne Lau", Märchenoper nach Ed. Mörikes Dichtung, von Aenne von Teiow.

Donnerstag, 7. November.

12.15: Schallplattenkonzert: Hans Pfihner und Richard Strauss interpretieren ihre Werke. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend: Erzählungen und Kindergedichte. 16 bis 17.45: Konzert. 18.20:Die Freiheit als gesellschaftliches Prinzip", Dortrag von Erich Mühsam. 19.10:Winke und Ratschläge für die Berufswahl, unter besonderer Berück­sichtigung des kau'männischen Berufes", Dortrag von Direktor Menne 19.33: Mandvlinen-Kon.zert. 20.15: Der letzte Walzer, Operette in drei Akten von Oskar Straus. 22: Gesangs-Konzert, Prof. Albert Fischer. Anschliessend: Tanzmusik.

Frelkag, 8. November.

12.15: Schallplattenkonzert: Pastorale Musik. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend:Soziale Frauenbrru e I.", Vortrag von Berufsberaterin Emma Loew?, Arbeitsamt Frankfurt a. M. Für Kinder vom 12. Iahre ab. 16 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.20: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 18.40: Film-Wochenschau. 18.50: Stenographischer Fort­bildungskursus (Diktat von 60 Silben auswärts). 19.10: Sch ach stunde. 19 30: Von Stuttgart:,, Aele - tragung aus dem Festfaal der Liederhalle Stutt­gart: Sinfonie-Konzert. 21.30: Von Kasse.: Mu­sikalisch-literarische Veranstaltung. 22 bis 23. Buch der Träume". Eine Sendefolge in sieben Hörbildern. 23.15 bis 24: Don Stuttgart: Anter- haltungs-Konzcrt.

Samstag, 9. November.

11.15 bis 11.45: Schulfunk Gegenwartsstunde: Aus der Werkstatt des Dichters." vorgetragen von Dito Stückrach, Wiesbaden-B: ebrich. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Anterhaltüngs- Konzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend: Aus dem deutschen Liederkranze Lieder vor- träg? Frankfurter Schulen. 16 bis 17.45: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18: Esperanto-Unterricht. 18.20: Wo uns der Schuh drückt:Untermieter". 18.40: Stunde des Ar­beiters vor und nach sem Iahre 1918, Zwie­gespräch. 19: Stunde i es Frankfurter Bundes für Volksbildung:Psychologische Bedingtheit neuzeitlicher Revolutionen", Vortrag von Prof. Dr. Dergstraes'er. 19.30: Von Stuttgart: Her­mann Hesse liest aus eigenen Werken. 20: Friedr. Wolf liest aus eigenen Werken. 20.30 Iazz auf vier Klavieren 21.20: Von Karlsruhe: Anläss­lich der Karlsruher Herbsttage: Friedensmesse, op. 12, von Franz Philipp. 22 bis 23: Rach Stutt­gart, 1. Alte Tanzmusik. 2. Reue Tanzmusik.

Renntier schlitten durchs verschneite Lappland", Vortrag von Lehrer Fr. Voigt. Für Kinder vom 13. Iahre ab. 16: Hausfrauen-Rachmittag:Fisch­gerichte"Hausfrauen und Körperkultur", Vortrag von Frau Lotte Volksheimer. 17 bis 17.45: Rach S:uttgarl: Gcsangslonzert. Indianische Gesänge. Kompositionen nach Originalmelodien verschiedener Indianerstämme. 18: Dreigespräch: Die Frau in der Politik". 18.50: Englische Lr- teraturproben. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Blasmusik. 20: Von der Deutschen Welle: Aus der Werkstatt des Verteidigers", Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Alsberg. 20.30: Rach Stutt­gart: SOS Rao, rao ... Foyn. Hörspiel von Friedrich Wolf. Anschliessend: Gesangskonzert. Anschliessend: Tanzmusik.

Dienstag, 5. November.

13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Aus po­pulären Opern. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iu­gend: Tierleben der Heimat:Ein Verkannter" (Der Regenwurm), Vortrag von Lehrer K. Stricker. Für Kinder vom 10. Iahre ab. 16 bis 17.45: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunk­orchesters. 18.30: Funlhochschule: ..Moderne Therapie, Vortrag von Prof. Dr. Erich Stern, Giessen. 18.50: Französische Literaturproben. 19.05: Französischer Sprachunterricht. 19.30: Blas­musik: Ausführende: Hanauer Orchesterverein. 20.15: Sinfonie-Konzert. Anschliessend: Literari­scher Abend: Ludwig Hardt liest aus Werken von Johann Peter Hebel. Matthias Claudius. An­schliessend: Tanzmusik.

Mittwoch, 6. November.

11.15 bis 11.45: Schulfunk Englisch. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Iazz und Iazz-Paro-

Sonntag, 3. November.

7: Don Hamburg: Hafenkonzert vom Dampfer | Cav Polonio". 9.30: Erziehung und Bildung: Elternstunde:Ein Dater kommt in die Sprech­stunde," Zwiegespräch zwischen Rektor K. Wehr- han und Oberingenieur Waldemar Scheyrer. 10: Aus der Crlöserkirche Oberrad: Morgenfeier, Gottesdienst, abgehalten von Pfarrer Probst. 11: Erziehung und Bildung:Die pädagogischen Akademien", Dortrag von Dr. Weimer, Direktor der pädagogischen Akademie. 11.30: Aus dem Kurhaus Wiesbaden: Unterhaltungskonzert. 12.30: Dortragsstunde: Empfindsame Zwiesprache. 14: Stundet er Iugend: K. s erlstunde:Da ß verlorene Lachen". Für Kinder vom 4. Iahre ab. 15: Stunde des Landes. 16: Stunde des Chorgesangs. 17: Aus der reformierten Kirche Frankfurt a. M.: Kantate von Karl Hasse. 18: S4uni e des Rhein- Mainischen Derban' es für Volksbildung:Michel Rodange, der Dichter Luxemburgs". Vortrag mit Vorlesungen aus den Werken Rodanges von Batth Weber, Luxemburg. 19: Sportnachrichten. 19.30 bis 22.45: Vorn Rationaltheater Mannheim: Carmen, Oper in v er Akten von Georges Bizet. Text von Henry Meilhac und Ludwig Halevy. 23 bis 24:Lacht euch gesund". Eine lustige Reise

stände aufwies. Am Mlttwochmiktag liess daS Verlosung-komitee die zur Verlosung kommenden Pferde 9 an der Zahl mit Musi! durch die Stadt und über den auch an diesem Tag wider Erwarten gut besuchten Markt führen. Der Donnerstag schloss den Markt mit derKalte- markt"-Verlosung ab. Es waren indiesem Iahre zum erstenmal an Stelle der früheren Zahl von 8000 Losen 15 000 Stück zum Vertrieb gekommen, die dank rühriger Arbeit alle abgesetzt wurden. Das ist ein glänzender Erfolg und ein Beweis für die Bedeutung des Marktes und die Beliebtheit derOrt.nberger Kaltemarkl-Lose".

Preußen.

Kreis Wetzlar.

O Dutenhofen, 1. Roo. Zur Gemeinde- wähl sind folgende Listen ausgestellt worden: Bauernverein (Arbeitsgemeinschaft, Spitzen­kandidat Karl Agel, Vorsteher); Gewerbe­treibende (Spitzenkandidat August Pascoe); Arbeitnehmerschaft (Spitzenkandidat Karl Weber, Reichsbahnarbeiter); Sozialdemo­kratische Partei (Spitzenkandidat Ludwig Assmann, Rangieraufseher).

X Dutenhofen, 31. Okt. Die in sehr star­kem Gesälle von der Wetzlarer Sirass? abzwri- gende Hauptstrasse durch das Unter­bot f befand sich seither in einem gefähr­lichen Zustande. Runmehr ist die Strasse durch gründliche Reueindeckung mit Basnltschoiter und Abdecken mit Splitt in einen musterhaften Zu­stand versetzt worden. Leider ist aber zu be­fürchten, dass die bei starkem Regenwetter ab» stürzenden Wassermas en bald wieder ihr Zer- störungswerk an der Strasse beginnen, was wohl nur. durch die Herstellung eines rauhen Rcihenpflasters aufgehalten werden kann. In der Garbenheimer Strasse, ausserhalb des Dorfes, ist eine Dienstwohnung für di e Landjägerei im gefälligen Siil eines Ein­familienhauses neu errichtet worden. Zur Zeit wird eifrig an der Fertigstellung gearbeitet, da die Wohnung in einigen Wochen bezogen werden soll, zu welchem Zeitpunkt der jetzt noch in Wetzlar stationierte Beamte nach hier versetzt wird. Der Gendarmeriestation werden die Ort­schaften Dutenhofen, Ahbach, Dorlar, Garben­heim u. a. zugeteilt, da die weite Entfernung von Wetzlar die Kontrolle erschwerte.

- - Lützellinden, 30. Okt. Die Schürfungen nach Wasser im Suhrbachtale, die unsere Ge­meinde zur Er bohr ung von Quellen für die geplante zentrale Wasserversor­gung unseres Dorfes hat ausführen lassen, sind nunmehr beendet und haben den er­warteten Erfolg gebracht. Durch regelmässige Messungen des Masservorkommens muh aber erst noch festgestellt werden, ob das Leistungs­vermögen der Quellen für die Dauer ausreichend ist zur Deckung des Wasserbedarfs unserer Ge­meinde. Angesichts der günstigen Lage des Quell­gebiets ist die Errichtung einer Pumpstation nicht erforderlich. Hierdurch werden die Kosten des Wasserleitungsbaues ermässigt werden.

< Hörnsheim, 30. Okt. Der Ge - meinberat beschäftigte sich in feiner gestri­gen Sitzung u. a. auch mit dem Bau einer Wasserleitung nebst Kanalisierung. Da der Beschluss, die Wasserleitung nebst Kana­lisierung zu bauen, bereits im vorigen Iahre gefasst wurde, handelte es sich jetzt nur darum, den Zeitpunkt des Baubeginnes zu bestimmen. Auf den Antrag eines Gemeinden r- ordneten, zunächst darüber zu beschliessen, ob die Angelegenheit bis nach den am 17. Rovember stattfindenden Reuwahlen zur Gemeindevertre­tung vertagt werden solle, fand eine geheime Abstimmung statt. Hierbei wurden fünf Stim­men gegen und eine Stimme für diesen Antrag abgegeben, so dass der Qlntraq als abgelehnt galt. Sodann beschloss der Gemeinderat, als Zeitpunkt des Baubeginnes den Februar 1 9 3 0 zu bestimmen, vorausgesetzt, dass die Finanzierung des Projektes bis dahin gesichert ist. Der Bürgermeister und der Gemeindevor­steher wurden ermächtigt, mit der Landesbank der Rheinprovinz Verhandlungen wegen der Bereitstellung des erforderlichen Baukapilals zu führen. Die Gesamtbaukosten sind auf 123 000. Mark veranschlagt. Hiervon entfallen auf die Wasserversorgungsanlage 33 600. Mk., auf die Kanalisation 58 000. Mark und auf die Kosten der gemeinsamen Anlage (Zuleitung von Niederkleen bis Hochelheim einschliesslich Hoch­behälter) 31 500. Mark. Die Zuleitung und der Hochbehälter wurden von der Gemeinde Hochelheim gelegentlich des Wasserleitungsbaues für diese Gemeinde bereits gebaut. Mit dem Bau der Wasserleitung für die Gemeinde Hörns­heim wird das Gruppenwasserwerk Hochel­heim-Hörnsheim vollendet, das ein­schliesslich der Kosten der Kanalisation für beide Gemeinden auf 305 000. Mark veranschlagt ist.

Kreis Biedenkopf.

& Gladenbach, 31. Okt. Bei dem hiesigen Schweinemarkt waren 206 Ferkel aufgetrieben. Der Preis für sechs bis zwölf Wochen alte Tiere belief sich auf 36 bis 50 Mark. Der Verlauf des Marktes war ruhig.

aortfation hält sich noch Umsatz und Ertragnis annähernd aus der Höhe des Vorjahres. Die Abteilung Flugmotorenbau, die Anfang d. I. unter Auftragsmangel litt, ist durch neue Aus­landsaufträge bis Mitte des nächsten Iahres be­schäftigt. Im Werk Eisenach gelang es, die alten Bestände an Dixiwagen in der Hauptsache auszuverkausen. Die neue DMW-Type des Kleinautos hat Mitte Juli bei ihrem Erscheinen vollen Erfolg erzielt, so dass die vorgesehene Fabrikation bis Ende des Iahres abgesetzt sein wird. Dabei hat die Bewährung dieses Wa­gens, insbesondere bei der internationalen Alpen­fahrt, den Absatz in erfreulicher Weise gestei­gert. Die Eisenacher Abteilung für Spezialgeräte arbeitet erfolgreich. Der in Eisenach übernommene Bestand an Fahrrädern ist ausverkauft. Die Finanzlage hat sich wesentlich gebessert. Während im Juni äusser den langfristigen Schulden von zirka 8 Millionen RM. noch kurzfristige Bank­schulden von über 7 Mill. RM. vorhanden waren, sind die letzteren bis auf zirka 2 Mill. RM. abgedeckt. Es steht zu erwarten, dass bis Ende des Iahres eine weitere Ermässigung ein­treten wird. Die Lieferantenschulden sind im gleichen Zeitraum auf P/2 Mill. RM. zurück­gegangen. Die Ueberschüfse des laufenden Ge­schäftsjahres werden hinter dem Vorjahre zu- <#bleiben, lassen aber die Ausschüttung einer Dividende erwarten, über deren Ausmass zur Zeit eine Aeusserung nicht möglich ist.

* DillingerHüttenwerke. Wie WTD.» Handelsdienst zu der Rachricht über Verhand­lungen zwecks Uebergang der Aktienmajorität an ein deutsches Konsortium noch erfährt, handelt es sich bei dieser Rachricht wohl mehr um einen von französischer Seite ausgehenden Wunsch. So­weit WTB. feftftelien konnte, verhandelt keiner der deutschen Interessenten, die in Frage kom­men könnten, über einen Ankauf der Aktien­majorität. Die Dillinger Hüttenwerke selbst gel­ten als Hauptstützpunkt der französischen Schwer­industrie im- Saargebiet und hatten eine Obliga­tionsanleihe von 50 Millionen Francs zu der heute als Vorzugspreis zu betrachtenden Ver­zinsung von 5,5 Prozent auf J0 Iahre unter Vermittlung der französischen Regierung erhalten. Darüber hinaus bestehen Abmachungen unter den jetzigen Hauptaktionären, die einen Verkauf der Mehrheit sehr erschweren dürsten.

* Preisermäßigung bei Ford. Wie der Sohn Henry Fords mitteilt, wird der Preis der Fordautomobile und Lastwagen im Interesse eines weiteren günstigen Absatzes ermäßigt. Die Preis­herabsetzungen bewegen sich zwischen 20 und 200 Dollar.

durch Dialekte in Wort und Lied. 24 bis Tanzmusik.

Montag, 4. November.

12.15: Schallplattenlonzert: Am Rhein Wein. 15.15 bis 15.45: Stunde ter Iugeno:

meindewahlen auch ohne Kamps abgehen kann, beweisen die in unserer Gemeinde im lausenden Iahre notwendig gewesenen Reuwahlen. Zu­nächst war die Wahl eines Bürgermei­sters vorzunehmen, da die Amtszeit des der­zeitigen ablief. Einmütig sprachen sich alle Ge­meindeglieder für die Wiederwahl des seitheri­gen Ortsoberhauptes Döring aus. Ein dem­entsprechender Wahlvorschlag wurde eingereicht, und eine eigentliche Wahlhandlung erübrigte sich. Genau so war es bei der einige Wochen später no wendigen Deigeordnetenwahl. Gutsbesitzer Junker, der dieses Amt bekleidete, wurde auch ohne besondere Wahlhandlung bestätigt. Dieselbe Einmütigkeit ist bei der nun bevorstehenden Gemeinderatswahl wie­derum vorhanden gewesen. Es wurde bei der Bürgermeisterei nur e i n Wahlvorschlag mit sämtlichen seither im Amte gewesenen Gemeinde- räten eingereicht, die somit wiedergewählt sind

Der Kalte Markt in Ortenberg.

t D r t e n b e r g, 31. Okt. DerK a 11 e - M a r k t"> Dienstag der Haupttag des Marktes brachte eine riesige Menschenmenge in unser Städtchen. Hin und wieder au tretende Regen­schauer konnten dem Besuch in keiner Weise Ab­trag tun. Mit zahlreichen Sonderzügen, Kraft­omnibussen, Privatautomobilen, Fahr und Mo­torrädern, zu Fuss, Pferd und Wagen strömten die Marktbesucher herbei. Die Zahl dürfte 20 000 betragen haben. Der Rindermarkt war mit etwa 550 Tieren beschickt, der Handel war sehr rege. Bezahlt wurden für jährige Rinder bis 250 Mark, ältere Tiere waren höher im Preis. Auch der gut beschickte Schweinemarlt hatte flot­ten Geschäftsgang. Hauptanziehungspunkt bildete am Dienstag und Mittwoch der Krämer- m a r k t" - Ve r l os un g ab. Es waren in diesem

acht Tagen hatte eine Verpachtung stattgefunden, die aber wegen teilweise unbefriedigender An­gebote nicht genehmigt worden war. Bei der zweiten Verpachtung wurden bessere Preise, im ganzen für das etwa 17 Morgen grosse Gut 608 Mark, erzielt, so dass der Morgen Wiesen und Ackergelände sich auf etwa 35 Mark stellte. Die Pachtzeit läuft neun Iahre. Mit der Ge­nehmigung der vorgesetzten Behörde darf wohl gerechnet werden.

P Trnis-Horlofs, 1. Rov. Dahnassistent Stenger von Unter-Widdersheim wurde mit Wirkung vorn 1. Rovember ab an den Bahnhof Ober-Widdersheim verseht. Die Bevölkerung der umliegenden Stationsorte Steinheim, Rodheim. Langd und Utphe bedauert den Weggang des allzeit gefälligen Beamten, dessen Dienstauffas­sung und Pflichtge ühl in j der Beziehung muster­gültig war.

Kreis Friedberg.

Bad-Rauheim, 1. Rov. Der Spengler- meister F. von hier hat Im Frühjahr auf der Strasse zwischen Butzbach und Rieder-Weisel mit feinem Motorrad den jugendlichen Hans Din - k e l von Butzbach tödlich überfahren. Er wurde deswegen zu zehn Monaten Gefängnis und zur Tragung der Kosten verurteilt. Die gegen das Urteil eingelegte Berufung hatte feinen Erfolg. Auch die beim Reichsgericht be­antragte Revision blieb ergebnislos; sie wurde jetzt als unbegründet bertoorfe n.

Kreis Schotten.

Eichelsdorf, 27. Olt. Das Schilsal der Iunkerrnühle, im Talgrund nach Ober- Schrnitten gelegen, scheint jetzt endgültig ent­schieden zu sein. Seit einem halben Jahre ruht der Mühlenbetrieb, das geräumige Anwesen ist unbewohnt.. Die verschiedensten Versuche dcr Hypothekengläubigerin, der Dezirksspar- lasse zu Ridda, das Objekt verkaussweise abzustohen, führten bis jetzt zu keinem Erfolg. Es erwies sich als fehlerhaft, bei der Zwangs­versteigerung den Landbesitz abzutrennen und Aecker und Wiesen parzellenweise zu verlausen. Die Kundenmüllerei kann heute nur in Verbin­dung mit einem landwirtschaftlichen Betrieb eine gewisse Rentabilität aufweisen. In letzter Zeit wurden bereits Teile der Mühleneinrich- tung abgebaut und veräußert, so dass wohl die Annahme berechtigt ist, man habe es aufgegeben, noch einmal die Mühle ihrem eigensten Zwecke

Oberhessen.

Landkreis Giessen.

§ Alten-Duseck, 31. Okt. Wie alljährlich, so hat auch jetzt wieder derKraftver­kehr Hessen" in Wieseck-Alten-Duseck eine Autolinie nachDaubringen Mainz- l a r eröfsnet, um den zahlreichen Arbeitern in der Fabrik von Scheidhaner & Giessing in Mainz­lar die Gelegenheit zu geben, den weiten Weg, insbesondere in der Winterszeit, bequem zurück­legen zu können. Die Wiedereröffnung der Kraft- wagenlinie wird von den Arbeitern sehr be­grübt, die nun täglich Gebrauch von dem raschen und bequemen Verkehrsmittel machen.

§ Grossen-Buseck, 31. Okt. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein, einer der grössten und rührigsten Vereine des ganzen Krei­ses, veranstaltet am kommenden Sonntag eine Obstausstellung grösseren Stils. Sie konnte nur dadurch ermöglicht werden, dass von ver­schiedenen Verbänden finanzielle Beihilfen ein» gingen.

+ Rüddingshausen, 31.Okt. Dieser Tage wurde unser neu^r Friedhof feierlich eröffnet und geweiht. Pfarrer Thorn wies in feiner Ansprache mit anerkennenden Worten auf den vortreiflichen Sinn hin, aus dem her­aus die Gemeinde unter grossen finanziellen Opfern den herrlich gelegenen Friedhof geschaffen und ihn in vortrefflicher Weise gestaltet hat. Das Erntedankfest wurde in unserer Kirche, die wie jmmer überfüllt war, in ein­drucksvoller Weise begangen. Das Gotteshaus war in prächtiger Weife mit Blumen und Feld- früchten geschmückt. Im Mittelpunkt der Feier stand die tiefgreifende Predigt unseres Orts­geistlichen, der die Gemeinde aufforderte, aus der guten Ernte den rechten Degen zum Besten der Gesamtheit auszuwerten. Lieder des Ge­mischten Chores unter Leitung von Lehrer Heiss und die Gesänge der Gemeinde bereicherten die Feier in bester Weise.

/ Lich, 31. Oft. Dieser Tage wurde unter grosser Beteiligung von nab und fern der Orgel­baumeister Karl Rikolaus zu Grabe ge­bracht. Am Grabe würdigte Stiftsdechant Kahn in tiefempfundener Grabrede das Lebenswerk des Entschlafenen in seiner Familie und seinem Beruf. Der Verein für Handel und Gewerbe und das Personal der Orgelbaufirma legten pracht­volle Kranzspenden am Grabe nieder. Orgel* baumeister Rikolaus trat vor etwa 40 Jahren in die Firma Förster ein und führte nach dem Tod von Orgelbaumeister Förster die Firma unter dem RamenFörster & Rikolaus" weiter. Weit über Hessen hinaus war er durch seine ausserordentliche Fach kenn tnis bekannt und wegen feiner gediegenen Arbeit beliebt. Er konnte wäh­rend feiltet «ntfltu>en Tätigkeit in hessischen und ausserheslischen Kirchen über 200 Orgelwerke er­bauen und hat dadurch wesentlich dazu beige­tragen, den Ramen unserer Stadt nach aussen hin bekannt zumachen.

)( Rieder-Bessingen, 31. Okt. Gestern fanb unter dem Vorsitz des Kirchenvorstandes bie De rpachtung ver Aecker und Wie - sen des hiesigen Pfarrgutes statt. Bereits vor