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Samstag, 2. November 1929

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

Nr. 258 viertes Blatt

Wirtschaft

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konnte der Preis der Vorwoche erzielt werden. Das angetriebene Dich war von mittlerer Qua­lität. Der Abtrieb nach auswärts war stark. Kälber und Schafe hatten entgegen der all­gemeinen Marktlage recht gutes Geschäft zu ver­zeichnen. Aach regem Handel wurde der Markt geräumt. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1822 Rindern, darunter befanden sich 359 Qchsen, 65 Dullen, 676 Kühe und 561 Färsen, ferner aus 1328 Kälbern, 922 Schafen und 6268 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 154 Rinder und 728 Schweine mehr an- getrieben, dagegen standen 183 Kälber und 40 Schafe weniger zum Derkauf.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 57-60. a2) 53-56, bl) 48-52. Dullen a) 5659, b) 5055. Kühr a) 4750, b) 4346, c) 3642, d) 28-35. Färsen a) 57 bis 60, b) 53 -56, c) 48 -52. Kälber b) 8184, c) 76-80, d) 70-75. Schafe al) 4549, b) 38 bis 44, c) 28 -37. Schweine b) 8487, c) 8487, d) 8487, e) 8083. Im Vergleich mit den Prei­sen der vergangenen Woche gaben Ochsen, Kühe und Färsen je eine Mark, Schweine bis vier Mark nach während Kälber eine Mark und Schafe bis zu vier Mark anziehrn konnten. Dullen blieben gut behauptet.

Ermäßigung des HeichSbankdiskoniesl

Berlin. 2. Koo. (WTV.) Die Reichsbank hat den Wechseldiskont um 0,5 v. h., von 7,5 v. h. auf 7 o. £)., und den L o rn b a r d; i n s f u ß von 8,5 v. 5). auf 8 v. h. e r m ä h l g t.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 2. Aov. Tendenz: fester, später schwächer. Rachdem an der gestrigen 2ldendbörse wieder eine leichte Abschwächung ein­getreten war, eröffnete die Wochenschluhbörse erneut in recht fester Haltung. Die Dis- kontermähigung an den ausländischen Plätzen wirkte noch günstig nach, da, hiervon ausgehend, eine wesentliche Gelderleichterung erwartet wird. Das Geschäft war jedoch nicht nennenswert groß. Erstens infolge des heutigen katholischen Feier­tages und des Ausfalles der meisten Ausland- börsen vom gestrigen Tage. Trotz eines Kurs­einbruches in Amsterdam war die heutige Börse zuversichtlich gestimmt, und es ergaben sich er­neut unter Berücksichtigung kleiner Abschwächun­gen an der gestrigen Abendbörse recht beträcht­liche Besserungen. Der Beschluß des Zentral- ausschusses der Reichsbank, den Diskont­satz um 0.5 Prozent zu ermäßigen, fand, als die Bestätigung eintraf, großen Bei­fall. Hinsichtlich des Volksbegehrens war man etwas beruhigier. Stärker hervortrelen konnten Salzdetfurth mit plus 5.5 Prozent. Am Eleltro- mackt gewannen Bergmann 3.5 Prozent. Ges- fürel 3,75 Prozent, Schuckert und Siemens j 2,5 Pro-ent, AEG. besserten sich nur geringfügig. Am Chemiemarkt eröffneten Farben 2 Prozent fester. Ssnst waren die Umsätze im allgemeinen gering, doch ergaben sich überwiegend Besserun- gen bis zu 2 Prozent. Etwas mehr Interesse be­stand noch am Automarlt für Daimler mit plus 3 Prozent. Eine Ausnahme machten Aku mit minus 3 Prozent, angeblich auf größere Ab­gaben von holländischer Seite. Auch wirkte sich hier die gestrige schwache Verfassung der Amster­damer Börse aus. Renten still, aber etwas höher. Aach den ersten Kursen wurde es etwas schwä­cher. 2m Zusammenhang mit dem Volksbegehren tauchten Gerüchte auf, doch machte sich später eine Beruhigung bemerkbar, und die schon wie­der eingetretenen Rückgänge wurden wieder aus- geglichen, teilweise ergaben sich gegen Anfang kleine Erhöhungen. Aku gewannen ihren Verlust zurück. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Pfund 20,395, gegen Paris 123,82, London gegen Kabel 4,8790, gegen Mailand 94,12, gegen Madrid 34,10, gegen Holland 12,0925.

Berliner Börse

Berlin, 2. Nov. Aus bisher noch nicht ganz klar ersichtlichen Gründen war es gestern abend vorüber­gehend schwächer geworden. Die Bewegung ging an­geblich von Amsterdam aus: die meisten übrigen Äuslandplätze hatten Börsenruhe, so daß sie auf die Tendenz keinen Einfluß hatten: besonders Aku- Aktien lagen stärker angeboten. Im heutigen Bor- mittagsverkchr war dann die Stimmung wieder wesentlich zuversichtlicher, da die Ein­berufung des Zentralausschusses der Reichsbank an­regte, und man mit ziemlicher Sicherheit mit einer

Letzte Nachrichten.

10 Prozent für das Volksbegehren erreicht.

v e r l i n . 2. Rov. (priv.-INeldung.) wie wir er- ahren, haben sich nach dem Stande von heule vormittag von 40 435 831 wahlberech­tigten in den erfaßten Gebieten 4 093 882, also 10,2 o. f)., in die Liste de» Volksbegehren» ein- geiragen.

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0,5-v. H.-D iskontsenkung rechnete. Eine ge­wisse Zurückhaltung bestand allerdings zum Börsen- beginn hinsichtlich des ungewissen Ausgangs des Volksbegehrens, doch führten Deckungen und kleine Auslandkäufe auf fast allen Märkten zu Mehr-v. 3). Erholungen. Sehr fest eröffneten Reichsbank (plus 6 v H) BMW. plus 4,90 v. H., Gebrüder Korting plus 4,75 v.H., Schubert & Salzer plus 4,5 v.H., Berger plus 6 o. Sy, Holzmann plus 4,7o v. H., Zell- ftoffwerte plus 3,75 bis 6 v. H., Ostwerke plus 6,5 v. H. Pochphon 7,13 v. H., Salzdetfurth plus 8 v. H., Kali Aschersleben plus 5,75 Prozent, Deutsche Linoleum plus 5 Prozent. Gesfürel plus 4 90 Pro­zent. RWE. plus 4 Prozent. Siemens plus 4 5 Prozent usw. Bedeutend schwächer lagen Aku, die schon anfänglich 4 Prozent verloren, im Verlaufe stark nachgaben und die übrigen Werte beeinflußten. Deutsche Anleihen freundlich. Ab­lösung ohne Abl. fester. Ausländer geschafts- los. Pfandbriefe freundlich. Am Geldmarkt nannte man Tagesgeld mit 8 25 bis 10.5 Pro e it, ver- einzelt bis 8 Prozent: Monatsgeld 9 bis 10 Pro­zent. Die 0,5prozentige Diskontsenkung und die Ermäßigung des Lombardzinsfußes von 8,5 auf 8 Prozent kam aber in diesen Sähen noch nicht zum Ausdruck. Wie schon gesagt, wurde es nach den ersten Kursen allgemein schwächer. Aku ver­loren 7 Prozent. Reichsbank 5 Prozent und die Mehrzahl der übrigen Papiere 1 bis 3 Pro­zent. Außer der Aku-Schwäche gab man für diese Abwärtsbew gu 'g eine gewisse Enttäuschung an, da man verschiedentlich in Börsenkreisen mit einer Diskontsenkung von 1 Prozent gerechnet habe.

* Starke Zunahme der Konkurse im Oktober. Nach Mitteilung des Statistischen Reichs­amts wurden im Oktober durch denReichsanzeiger 840 (im September 657) neue Konkurse, ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Kon­kurseröffnung, und 350 (364) eröffnete Vergleichs­verfahren bekanntgegeben.

Arbeiterentlassungen bei der Z G.- Farbenindustrie. Nachdem die J.-G.-Farben­industrie, Werk Ludwigshafen, erst am Freitag ^er­gangener Woche zahlreiche Arbeiter entließ, erhielt auch gestern wieder eine noch nicht genau bekannte Zahl von Arbeitern ihre Entlassung. Soweit bis jetzt bekannt, handelt es sich um einige Hundert. Dar­unter sind Leute, die bereits seit 18 und 19 Jahren bei her I.-G.-Farbenindustrie beschäftigt waren. Wie WTB -Handelsdienst erfährt, stehen auch wieder An- gcstelltenentlassungen unmittelbar bevor.

* Der Zusammenbruch der Bank­firma Andre & Herzog in Kassel. In der Angelegenheit Andre & Herzog in Kassel ist im Anschluß an die Festnahme des Bankiers Emst Herzog noch am gestrigen Abend auch der Prokurist Feindt. der mit der Verwal­tung der Depots betraut war, vorläufig festge­nommen worden. Herzog hat bei seiner ge­richtlichen Dernehmung zugegeben, daß mit sei­nem Wissen und auch auf seine Veranlassung Kunden de pots in erheblichem Umfange ange­griffen und an andere Banken als Sicherheit für ihre Forderungen gegen die Firma Andre & Herzog verpfändet worden sind- Der Prokurist Feindt hat zugegeben, daß er in voller Kennt­nis der Sachlage die dahingehenden Anordnun­gen der Geschäftsinhaber ausgeführt hat. Don der Mitteilung sonstiger Einzelheiten muß im Interesse der weiteren Untersuchung zunächst noch abgesehen werden.

* Bayerische Motorenwerke QI.-®. In der Sitzung des Aufsichtsrates der Bayerischen Motorenwerke 01.-0. wurde der Geschäftsgang des laufenden Jahres besprochen. Der Umsatz betrug in den ersten zehn Monaten in den beiden Werken München und Eisenach zusammen rund 34 Millionen gegenüber rund 27 Millionen Mk. im ganzen Jahr 1928 (die letzten drei Monate einschl des Werkes Eisenach). Die Motorrad-

Woche weitere Fortschritte, zumal man mit einer beträchtlichen Erleichterung am inter­nationalen Geldmarkt rechnet. Führend waren wieder Elektro- und einige andere Spitzenwerte bei erheblicheren Besserungen. Die Spekulation trat aus ihrer Reserve heraus und schritt zu Deckungen. I.-G.-Farben traten ebenfalls mehr hervor, auf günstige Geschä'tsaussichten und an­gesichts des befriedigenden Ergebnisse) des drit­ten Quartals. Die Kursdifferenzen gegenüber der vergangenen Woche verminderten sich da­her, konnten aber nicht ausgeglichen werden. Siemens, Deutsche Linoleum. Chade, Svenska und Kaliwerte lagen von 5 bis 8 v. H. schwächer. Glanzstoff büßten etwa 20 v. H. ein. Die Börse schloß zuversichtlicher und er­holt. Am Rentenmarkt war das Geschäft ver­schiedentlich etwas lebhafter, wobei deutsche Ren­ten den Dorzug hatten. Am Devisenmarkt war der Dollar anfangs weiter schwach, konnte sich aber gegen Ende der Woche erholen. Geld war zum Monatswechsel gesuchter.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die schwache Haltung der Auslandmärkte machte auf den Frankfurter Produktenmarlt kaum einen Eindruck, jedoch ist das Geschäft auch weiterhin sehr klein und beschränkte sich wiederum nur auf vereinzelte Bedarfsumsähe. Das Inlandangebot von Weizen ist nach wie vor gering. Es tarnen nur für Rechnung von rheinischen Mühlen einige Umsätze zustande, bei allerdings leicht erhöhten Preisen. Ausland­weizen weiter stark vernachlässigt. Das Angebot in Roggen hat etwas nachgelassen, doch hält sich auch hier das Geschäft in sehr engen Gren­zen. Der Konsum bekundet vereinzelt etwas In­teresse, ferner die mit der Stützung der Roggen- Preise betrauten Firmen. Das Mehl geschäst konnte sich sowohl für Weizen- als auch für Roggenmehl etwas beleben, doch sind die Umsätze sehr klein und beschränken sich auf De- darssläuse. Während Weizenmehl im Preise etwas hoher lag, konnte Roggenmehl seinen se b herigen Preisstand nur gut behaupten. Man hofft aber in Händlerkreisen auf eine weitere Bele­bung des Mehlgeschäftes. Gerste war weiter etwas stärker angeboten und gab ftn Preife nach. Die Umsahtätigkeit war auch hier eng be­grenzt. Hafer wieder ruhiger bei gut gehal­tenem Preis. Vereinzelt fanden Untergebvte etwas Beachtuna. Mais hatte unveränderte Marktlage. Futtermittel ruhig. We^zenk eie weiter stark vernachlässigt und schwächer. Rog- acnlleie dagegen leicht erhöht. Auch zum Wochen­schluß blieb das Gescheht sehr klein. Umsätze tarnen nur im Bedarfsfälle zustande. Weizen war etwas mehr beachtet.

Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche gaben Roggen, Gerste, Hafer und Weizen- kleie je 0.25 Mark nach, während Weizen- und Rocgenkleie bis 0.25 Mark hoher lagen. Mais, Weizen- und Roggenmehl blieben behauptet. Die Woche schloß zu folgenden Votierungen- Weizen 25 40 bis 25,60, Roggen 18,60 bis 18,75, Sommer­gerste 20 bis 20,50, Hafer 18,75, Mais 19.25 bis 19,50, Weizenmehl, südd. 37.75 bis 38.25, Weizenmehl, niederrh. 37,75 bis 33,25. Roggen­mehl 27,25 bis 28, Weizenkleie 10, Roggenkleie 10,25.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Infolge der starken Beschickung in fast allen Viehgattungen verzeichnete der Frankfurter Schlachtviehmarkt in dieser Woche allgemein ziemlich schleppendes Geschäft, was namentlich am Schweinemarkt stark in Er­scheinung trat. Hier war der Auftrieb für die Verhältnisse ungewöhnlich groß, und führte na­turgemäß zu größeren Preiseinbußen. Man rech­net auch wei erhin mit starkem Angebot, so daß für die nächste Zeit ein weiteres Vachgeben der Preise die Folge sein wird. Vach schleppen­dem Geschäft und nachgebenden Preisen verblieb großer Ueberstand. Auch auf dem Rinder- markt war der Auftrieb erheblich größer, als in der Vorwoche. Das Geschäft wickelte sich in­folgedessen sehr ruhig ab. und es verblieb bei weichenden Preisen Ueberstand. Vur bei Dullen

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Keine erheblichen Veränderungen der Wirtschaftslage.

Vach der auf Grund von Berichten der Preu­ßischen Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertags im Preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe zusammengcstellten Uebersicht weist die Wirtschaftslage im Oktober keineer- hebliche n Veränderungen auf. Der Kohlenabsah blieb befriedigend, besonders in Oberschlesien, trotzdem sich ein geringer Rück­gang im Auftragsbestand bemerkbar machte. Größer war der Rückgang in der Eisenindustrie. Don den übrigen Produktionsmittelindustrien ließen der Maschinenbau, die elektrotechnische Industrie und die Automobilindustrie nicht un­erheblich nach. Die Lage des Daumarktes be­einflußte andere Vebenindustrien und das Hand­werk sowie auch den Arbeitsmarkt ungünstig. Die Aussichten des letzteren werden für den Winter pessimistisch beurteilt. In der Beurtei­lung der Besserung des Geldmarktes sind die Ansichten nicht einheitlich. Die Tatsache, daß der Ausfuhrüberschuß im September 166 Mill. Mark betrug, zeugt davon, daß die Wirtschafts­lage auch gewisse günstige Momente aufweist.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Zu Beginn der neuen Berichtswoche war die Stimmung trotz starker Kurseinbrüche in Veu- York freundlich, fo daß ein Teil der Kursverluste der vergangenen Woche rafch ausgeglichen wer­den konnte. Es war zu bemerken, daß sich die europäischen Börsen einen eigenen Weg vorzeichnen, und nicht mehr so stark auf Amerika reagierten. Aber auch die Wider­standsfähigkeit war auf Interventionskäufe der Banken zurückzuführen. Aber trotz alledem machte der enorme Kurssturz auch spater wenigstens an diesem Tage keinen Eindruck: denn man war von der Hoffnung beseelt und nahm auch mit großer Bestimmtheit an, daß die Krisenstimmung in Veuyork eine Besserung für Europa bedeutet, und zwar infofeim, daß sich jetzt nach der Enttäuschung von drüben die deutschen Spekulanten, sowie überhaupt d.e Europäischen wieder mit mehr Interesse an den heimischen Märkten beteiligen werden. Also: man erwartet einen Zustrom von Kapi - t a l Aber doch trat im Laufe wieder eine ilnr ficherheit zutage, die Kurse blieben jedoch noch gut behauptet, ja teilweise ergaben sich weitere Erhöhungen, da die Beruhigung in Veuyork einen günstigen Eindruck machte. Aber dies währte nicht lange, und die Widerstandsfähig­keit der Börse ließ sich M) beträchtlich er­schüttern, als wiederum eine neue Panik m der 'Wallstreet ausbrach und die guten Vor­urteile zuuichte machte. Selbstverständlich waren hierdurch die Kursstürze ebenfalls ganz bedenk­lich. Man befürchtete schon, daß diesmal der Zahltag in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Die Folgen der internationalen Börsenkrise wirk­ten diesmal ganz katastrophal, wenn man die Liguidationskurse der beiden letzten Monate mit- -e; nunter vergleicht. Man hatte doch ange­nommen und 'gehofft, die Banken würden so stützen, daß die Differenzen bei den Ultimokurfen fein größeres Ausmaß annehmen würden. Aber man sah sich wieder getäuscht. Einen erschrecken­den Beweis liefern nachstehende Vergleiche: Deutsche Linoleum büßten 50 v. Sy. Ehade 46 Mark, Waldhof 32 v. H., Glanzstoff 82 v. Sy, Sie­mens 64, Schuckert 40 und Salzdetfurth 61 v. Sy gegenüber den letzten Liguidationskupen em. Es fam ziemlich Material an den Markt, und die Aufnahmelust wurde immer geringer, zumal eine Beteiligung von außenher kaum mehr zu be­merken war. Andere Vachrichten oder Mo­mente wurden kaum mehr beachtet, da sowieso Anregungen fehlten. Vachdem man sich aber wieder über die letzte Krisenstimmung hinweg- gesetzt hatte und man damit rechnet, daß auch in Veuyork durch Stützungen solchen Vorkommnissen eine Schranke gesetzt sei, wurde die Tendenz all­gemein wieder etwas zuversichtlicher. Trotzdem war die Spekulation sehr zurückhaltend und mutlos, so daß das Geschäft bescheiden blieb. Olber es traten immerhin kleine Erholungen ein. Die Beruhigung machte gegen Schluß der

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

eführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbantdiskont 7 v. H., Lombardzinssuß 8 v. H.

3. & starben-Industrie . . .

Dynamit Nobel......

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Goidichmidt .......

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Philipp Hofmann . . Jemen roct! Heidelberg . . . lernen! werk ttailftobt . - -

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Reilfiofi Aschassenbura . .

Charlottenburger S3oil« . . Teliauer >ya, . . . .

Daimler Wotoren . . Scutidie Linoleum .... Malchincnbau A^A.....

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Berlin, 1. November_______

jlmerlfanlidie Noten Belgische Noten ..... Tänilche Noten .......

Englische Noten ...... stronzojitche Noten ....... Hollänbtjche Noten ....... Italienische Noten Norwegische Noten.......

Deutsch-Lellerretch, 4 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten Schweiler Noten .....

Spanische Noten......

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58,23

58.47

111,63

112,07

20,34

20,42

16,43

16,49

168,16

168,84

21,81

21.89

111,63

112,07

58,60

58,84

2,472

2,492

111,83

112,27

80,835

81,155

59,13

59.37

12,325

12.385

72,80

73.10

1 November

2 November

Amtliche Notierung

Am.liche Dotierung

Geld

Bries

Geld

länef

«mrt.-iHoti

168,44

168.78

168.53

168.87

Buen.'AireL

1,729

1,733

1.728

1,732

Brsi-'Nntw

53.49

58,52

58,42

t>8,54

Christiania

111,84

112,06

111.87

112,09

tkovenkagen

111,85

112,07

111,92

112.14

Stodholm

112,10

112,32

112.16

112,38

Helnngfors

10,489

10,509

10.489

10.509

Italien. -

21,855

21,395

21.87

21.91

London. . .

20,363

20,403

20,374

20,414

Neonort - -

4,1735

4,1815

4,1765

,1845

Paris. . .

16,45

16,49

16,45

16.49

Schweiz . .

80,915

81,075

80,925

81.085

/Spanl-n.

Japan . . -

59,34

59.46

19,46

59,58

2,013

2,017

2,008

2,012

Hio de Ian

0.-4895

0,4915

0,4895

0,4915

Wien in D-- CefL aboeft

58,72

58,84

58,72

58,84

Prag .

12.372

12,392

12,372

12,392

Belirad

7.386

7,400

7,387

,401

Budapest.

72.99

73,13

70,01

70,15

Buk arien

3,024

3,030

3,017

3,023

Lissabon

18.78

18,82

18,78

18,82

Tcui,ig. .

81,45

81,61

81,45

81,61

1,982

flonftantfn.

1.973

1,982

1,978

Akten. .

5,425

5.435

5,395

5,405

Kartaba

4,121

4,129

4,116

4,124

BJ*:

3,996

20,88

4,604

20,92

4,016

20,895

4,024

20,935