Ausgabe 
2.9.1929
 
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schast 1877 (E. Weidig, E. Hartmann, F. Göh. M. Rubohn; St.: H. Loh) 3:50,4 Min.; 3. Ver­ein Rudersport Gießen 1913 (H. Lich, 21, Frei­tag, K. Schlaudraff, H. Seipp: S.: I. Schmitz) 3:52 Minuten. Limburg seht sich kurz nach dem Start an die Spitze und siegt unangefochten. Um den zweiten Platz gibt es einen erbitterten Kampf, aus dem schließlich die Mannschaft der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 als die bessere hervorging.

Er st er Lahn »Vierer (Herausforderungs- Preis): 1. Limburger Ruderclub 1907 6:49 Min. 3n dem Rennen startete außerdem noch der Verein Rudersport Gießen 1913, der jedoch in­folge Dootdefekts aufgeben mußte.

Jung mann - Lichter (Herausforderungs­preis): 1. Mainz-Kasteler Rudergesellschaft 1880 6:02,2 Min.; 2. Rudercl. Limburg 1907 aufgegebcn. Erst der dritte Start bringt die Boote glatt auf die Dahn. Vei 1000 Meter hat Mainz be­reits einen Vorsprung von eineinhalb Dools- längen, bei 1500 Meter gibt Limburg auf und Mainz wird sicherer Sieger.

Junior - Vierer (Ehrenpreis): 1. Verein Rudersport 1913 (QI. Gisset), C. Heck, K. Dietrich, Eugen Heck; St.: H.Mühlich) 6:36 Min.; 2. Mar­burger Ruderverein von 1911 6:38,4 Min.; 3. Offenbacher Ruderverein 1874 bei etwa 700 Meter aufgegeben. Gießen seht sich an die Spitze und behauptet seinen Vorsprung bis ins Ziel.

Herbst - Vierer (Ehrenpreis): 1. Mainzer Ruderverein 6:24,8 Min.; 2. Cochemer Ruder- Gesellschaft 6:26 Minuten. Oluf der Strecke schafft sich Mainz Terrain und gewinnt sicher, obwohl Cochem kurz vor dem Ziel mächtig aufläuft.

Lahn-Einer (Ehrenpreis): 1. WetzlarerRu­derclub 1880 (Ernst Leih jun.) zugesprochen.

Freundschafts - Olchter (Vahnlänge etwa 1200 Meter, gefahren von Ruderern über 30 Jahre): 1. Offenbacher Ruderverein 1874, Ab­teilung Rugby 2. Verein Rudersport Gießen 1913.

Lahn » Iungmann - Vierer (Heraus­forderungspreis): 1. Gießener Rudergesellschaft 1877 6:21 Min. (W. Roth, W. Hcußel.W. Flimm. H. Hochstätter; St.: H. Loh); 2. Limburger Ru­derclub 1907 6:25,8 Minuten. Gießen nimmt so­fort die Spitze ein und beendet das Rennen als sicherer Sieger.

Ermunterungs Vierer (Ehrenpreis): 1. Verein Rudersport Gießen 1913 (2. Doot), (H. Haller, W. Beck, A. Krug, O. Keller; St.: H. Mählich) 6:29 Min.; 2. Wetzlarer Ruderclub 1880 6:40 Min.; 3. Marburger Ruderverein von 1911 6:42 Minuten. Gießen geht vom Start weg mächtig ins Zeug und hat bei 1000 Meter schon einen Vorsprung von etwa drei Vootslängen, der zu einem sicheren Sieg voll ausreicht.

Großer Achter (Wanderpreis): 1. Mainz- Kasteler Rudergcsellschaft 1880 5:44 Min.; 2. Verein Rudersport Gießen 1913 (H. Haller, W. Teck, A. Giffeh, O. Keller, 21. Krug, E. Heck, K. Dietrich, E. Heck; St.: H. Mählich) 5:47 Minuten. Mainz hat die bessere Mannschaft und gewinnt somit das Rennen, wenn auch nur mit einem kleinen Vorsprung.

Daten für Dienstag, 3. Lcptembcr.

Sonnenaufgang 5.15 Uhr, Sonnenuntergang 18.43 Uhr. Mondaufgang 4.39 Uhr, Monduntergang 19.10 Uhr (Neumond).

1609: Gründung der Stadt Neuyork; 1658: Oliver Cromwell, der Lordprotektor von England, gestorben; 1859: der französische Politiker Jean Saures geboren; 1883: der russische Dichter Iwan Turgenew in Bougival gestorben.

300-Zahr-Jeier des Ludwig-Georgs-Gymnasiums.

WSR. D a r m ft a d t. 1. Sept. Die älteste Schule Hessens, das L u d w i g-G e o r g s-G y m» nasium in Darmstadt, feierte gestern und heute ihr 300jähriges De st ehe n. 2m schlichten Festschmuck steht das alte Pennal und blickt auf eine aus aller Herren Länder hcrbei- oeeilte vielhundertköpfige Schar dankbarer Schu­ler, die sich unter der über 100jährigen Dilthey- Kastanie sammelten. Am Samstag fand bereits die Hauptversammlung des Vereins Ludwig-Ge- orgs-Gymnasium statt, bei der Sanitätsrat Dr R ö l l n e r zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Aus dem Kassenbestand von über 17 000 Mark wurde eine Gcdächtnisstiftung zugunsten hilfsbedürftiger Schäler errichtet. Der Begrü­ßungsabend und die Wiedersehcnsfeicr, verbun­den mit einem Kommers, fanden in den über­füllten Räumen des Städtischen Saalbaues statt und nahmen einen harmonischen Verlauf. Der Sonntag brachte zunächst einen Gedächtnisgottcs- dienst und unter ^Beteiligung der Spitzen von Staat und Stadt die akademische Feier. Den Reigen der Darbietungen schloß am Abend eine gespielte Schüleraufführung der- Aristophane! im Hessischen Landes-

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

= Lollar, 30. Aug. Die Mitteilung aus Holzhausen (Kreis Marburgs über das Auftreten des so selten gewordenen Fischreihers gilt auch für die Lumda-Riederung, unweit unseres Dorfes. In dieser und in der verflossenen Woche konnte man oberhalb der Holzmühle ein Fischreiherpaar beobachten. Hofsentlich macht sich dieser schöne und auf dem Aussterbeetat stehende Vogel bei uns heimisch.

Aus dem mittleren Lumdatal, 1. Sept. 2m gesamten Tale ist die Grummet­ernte im Gange. Infolge des herrlichen Som­merwetters gehen die Arbeiten rasch vvnstatten. Da die kaum nennenswerten Riederschläge den Graswuchs wicht allzusehr fördern konnten, ist der Grasstand in ausgesprochenen Höhen- und Trockenlagen sehr mäßig. Feuchte Wiesengründe oder solche, die im Laufe der letzten Wochen durch künstliche Anlagen bewässert werden konn­ten, zeigen recht gutes Futter. Obwohl die Quantität bei weitem nicht an die vorjährige Grummeternte heranreicht, so ist die Qualität hervorragend. Die Trockenheit macht sich nun auch aus den Kartoffel - und Dickwurz- f e l d e r n sehr bemerkbar. Die Frühkartoffeln sind vollkommen abgestorben, bald folgen, wenn nicht in der allernächsten Zeit ein durchweichen­der Regen eintritt, auch empfindliche Sorten der Spätkartoffeln. Die Blätter der Dickrüben hängen tagsüber vollständig welk da; das Dicken­wachstum schreitet kaum vorwärts; genau so ist es auch bei den Kartoffeln. Der Mangel an

Grünfutter macht sich immer stärker bemerk­bar. Da der dritte Kleeschnitt in diesem Jahre wegfällt. so lassen viele Landwirte einige Wiesen zur Grünfütterung stehen, die in sonstigen Jahren zu Grummet gemacht wurden. Obwohl die Stoppelerbsen, die in unserer Gegend noch mit Ackersenf untersät werden, anfangs recht schön aufgegangen waren, sangen sie auf be­sonders heißen Aeckern bereits an, das Wachs­tum einzustellen. Ueberall werden Klagen laut über die mangelhafte Entwicklung der Kohl- gewächse im Garten sowohl als auch auf den Feldern. Die stärker auf tretenden Raupen tun das ihrige dazu. Die Dreschmaschinen haben den Felddrusch beendet und sind in die Dörfer gefahren.

* Lauter, 1. Sept. Bei dem vorn Reichsverband Deutscher Klcinkaliber-Schützenvereine ausgeschriebe­nen Wettkampfschießen errang die Mann schäft des hiesigen Kleinkaliber-Schützcnvcreins mit 1080 Ringen den Ehrenpreis des Reichspräsidenten in Silber mit einer Ehrenurkunde.

# Hungen, 30. Aug. Der hiesige Männer- gefangbereinSängerkran z", Dirigent Leh­rer Schmidt, feiert im kommenden Jahr das Fest seines 40jährigen Bestehens, verbunden mit Fahnenweihe und Wertungssingen des Horloff- Wettertal-Sängerb' sides. Schon jetzt werden die Vorbereitungen, 1H ji getroffen.

U S) u , 30. Äug. Dieser Tage fand hier eine Vectreterversammlung der Ortsgruppe Hun­gen und Umgebung des Hessischen Land­jugendbundes statt. Zur Besprechung stand das am 8. September von den Reitergruppen Hungen, Reichelsheim (Wetterau) und Echzell, die sämtlich dem Landjugendbund angegliedert sind, vorgesehene Reitturnier. In der Aus­sprache einigte man sich auf folgendes Reitpro­gramm: 1. Schulreiten der drei Gruppen,

2. Dressurreiten, 3. Trabreiten, 4. Galoppreiten, 5. Jagdspringen, 6. Flachrennen. Hierbei kommt der von Dr. Schmidt gestiftete Wanderpreis zum Austrag. Für das Turnier, das einen größeren als unseren seitherigen Reitplatz er­fordert, hat Ehrenmitglied, Gutspächter Kam­mer, einen genügend großen Acker an der In- heidener Straße zur Verfügung gestellt.

s. Utphe, 1. Sept. Dieser Tage fand die Grummetgrasversteigerung auf dem Gemeindewiesengelände statt. Wegen des immer fühlbarer werdenden Mangels an Grünfutter wurden unverhältnismäßig hohe Preise erzielt. Die billigsten Morgen brachten 20 bis 30 Riark, trotz spärlichstem Graswuchs. Die Morgen mitt­lerer Güte kamen mit 40 bis 50 Mark heraus, während die besten Stücke auf der sog. Sauweide sich auf 50 bis 70 Mark je Morgen stellten, der teuerste sogar auf 77 Mark. Die Preise lagen sämtlich über den vorjährigen, obwohl die Be­teiligung, besonders auch von Auswärtigen, ge­ringer war. Versteigert wurde das Futter von 28 Rormalmorgen. Auf dem hiesigen Guts- h o f werden zur Zeit umfangreiche bauliche Veränderungen durch den neuen Besitzer Rinn vorgenommen. Ein altes Wohngebäude für das Personal wurde abgebrochen und durch ein größeres neues erseht. Das Herrenhaus hat drei hohe Treppengiebel aus Sandstein erhalten, die wesentlich zur Hebung seiner Architektur beitragen. Auch die Innenräume werden zum großen Teil umgebaut. Die Arbeiten werden

sehr gut gel" des theater.

durch den hiesigen Bauunternehmer Bürger« meister Dietz ausgeführt.

Kreis Büdingen.

?" Bad Salzhausen, 29. Aug. Die Räum, lichkeiten des hiesige- Kriegsblindenheims erweisen sich als zu klein, einer größeren Zahl hessischer Kriegsblinden die Segnungen unseres Bades zukommen zu lassen. Aus diesem Grunde ist ein Erweiterung bau geplant, zu dem die Mittel, soweit wie möglich, durch freiwillige Spenden auf­gebracht werden sollen. Auch eine Kriegsblinden- Lotterie ist ausgeschrieben. Das Heim untersteht dem Bund erblindeter Krieger (Unterbezirk Hessen). Vor­sitzender ist Reallehrer Kranz (Friedberg).

Wirtschaft.

' D i e Reichsindexziffer für die Le­benshaltungskosten (Ernährung. Woh­nung,Beleuchtung, Bekleidung undsonstiger Bedarf") beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Rcichsamts für den Durchschnitt des Monats August auf 154,0 gegenüber 154,4 im Vormonat. Sie ist sonach um 0,3 Proz. zurück- gegangen. Dieser Rückgang ist im wesentlichen auf das saisonmäßig bedingte Qkachgeben der Preise für Kartoffeln und Gemüse zurückzuführen. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betra­gen (1913/14 = 100): für Ernährung 155,0 für Wohnung 126,2, für Heizung und Beleuchtung 149,7, für Bekleidung 171,9, für den sonstigen Bedarf einschließlich Verkehr 192,0.

* D i e amtliche Großhandelsindex­ziffer. Tie auf den Stichtag ches 28. August berechnete Großhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamts ist mit 137,9 gegenüber der Vorwoche (138,0) nahezu unverändert. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar­stoffe um 0,3 Prozent auf 132,0 (132,4) nach­gegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren hat um 0,4 Prozent auf 130,2 (129,7) angezogen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halb­waren sowie für industrielle Fertigwaren stell­ten sich unverändert auf 131,4 und 157,5.

* Waggonindustrie und Reichsbahn. Nachdem die Waggonfabrik Uerbingen und die Han­noversche Waggonfabrik e:..ärt haben, daß sie den Sondervertrag mit dem Konsortium der Straßen- und Kleinbahnen nur geschlossen haben, um sich deren Kundschaft zu erhalten, daß sie aber keineswegs be­absichtigen, aus einer gegensätzlichen Stellung zur Deuwi sich besondere Vorteile zu sichern, sondern dem Vertrage der deutschen Reichsbahn mit der Wagen­bauvereinigung entsprechend an der Rationalisierung im Waggonbau auch weiterhin fördernd mitzu- arbeiten," hat die Deutsche Reichsbahn ihnen nunmehr den vorläufig noch zurückgehaltenen Arbeitsanteil aus dem 100 Millionen Reichsmark-Kredit zur Liefe­rung übertragen. ______i--- --------

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