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ba6 der anfängliche Gewinn mit ntinug 5 Prozent unterschritten wurde. Elek.roLerte hatten am stärksten unter der schlechten Lage der Börse zu leiden, und hier waren Verluste, oStooftt bei verschiedenen Ee ellschaf.en höh.-re Di.idrnd.m5ur Ausschüttung kamen bzw. kommen, bis zu 9 Pro­zent keine Seltenheit. Dur AEG. blieb gut br- Kauplet und lag so'ar noch etwas gebessert. Hier bot die Produktiv ns steigeruni des Betriebes eine Anregung. Dei Siemens und Schuckert war eine gewisse Widcrstandsfähi leit unverkennbar. Auto- werte blieben knapp gehalten. Eine Ausnahme bot der Dankrnmarkt. Diese Werte waren übrr- wiegend etwas erholt. Besonders Commerzbank (plus 5.50) Warrn aus Fusionsgerüchte dieser Ge­sellschaft mit der Mitteldeutschen Creditbank und einer wah.scheinlich höheren Dioidrnde lebhafter gehandelt. Auch OreichSbanlantei'e h'.tten retes Geschäft zu verzeichnen. Aach anfänglichem Ver­lust von etwa 18 Prozent erfolgte auf Gerüchte aus Spekulatio.tskreisen, wonach doch eine Er­höhung der Dividende vor-esehen sei, lebhafte Rachsrage, auch von Auslandseite, die eine sprunghafte Steigerung dieses Papieres nach sich zog. Doch traten hier wieder Abbröckelungen ein, als sich diese vagen Gerüchte als unbegründet herausstellten. Zum Wochenschluß war die Stim­mung wieder beruhigter. Die Kurs» zeigten sine allgemeine Aufwärtsbewegung, doch als das Kommunique d:r I.-G.-Faröen- industrie, das allgemein enttäuschte, bekannt wurde, gingen die anfänglichen Gewinne wieder verloren. '<?le Tendenz zeigte bei kleinsten Um­sätzen eine starke lllnsicherhrit, und die Börse selbst ein sehr trostloses Bild. Exekutionen hatten ein Absinken der Kurse bis zu 4 Prozent zur Folge. Renten lagen fast immer ohne Geschäft.

Wochenbericht

vom Frankfurter prdduktenmarkt.

Im Gegensatz zur vergangenen Woche war das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt erheb» sich geringer. Die schwankenden Auslandnotie­rungen. die zumeist eher nach unten neigten, konn­ten keine Anregung bieten, und die Händler hielten ich stark im Hintergrund. Die Tendenz wurde edoch davon nur wenig berührt, da auf der an» irren Seite das immer noch geringe Angebot non Jnlanl wäre preisstützend wirkte. Es traten ver» schiedenllich sogar noch Erhöhungen ein, do die an den Markt kommende Ware immer geringer wurde, und zwar in erster Linie durch die schlechte Irans» oortmöglichseit infolge der bestehenden Frostgefahr. Die Forderungen der Provinz konnten aber nicht Immer bewilligt werden, da die Lustlosigkeit weiter stark Überhand nahm. Die Händler schritten nur nach Bedarf zu Deckungen; auch war die Beteiligung der Mühlen und des Erportes am Geschäft sehr Klein. Nur an den Hauptmarkttagen bestand für vereinzelte Getreidearten größeres Kaufinteresse Weizen war vernachlässigt und konnte nach anfänglich gut gehaltenem Preis nur auf ermäßigtem Niveau untergebracht werden. N 0 g g e n dagegen blieb zeitweise etwas reger ver­langt. Geringe Sorten mußten aber ebenfalls er­mäßigt werden, während bessere Qualitäten gut be­hauptet blieben. Sommergerste war anfangs her Woche noch von Brauereiseite begehrt, doch ließ auch hier die Nachfrage von dieser Seite nach, da schon die Brauereien ^ur Genüge ihren Braubedarf eingedeckt haben dürften. Don anderer Seite be­stand hier kaum Interesse. Am M e h l m a r k t war im Gegensatz das Geschäft im großen und ganzen lebhafter. Weizenmehl und Roggenmehl blieben die ganze Woche hindurch ziemlich rege gesucht. Die Mehlpreiserhöhung der Mühlen gab hier eine ge­wisse Stütze. Roggenmehl hatte einen weiteren Preisoufstiea zu verzeichnen, Weizenmehl blieb gut behauptet. Auch für spätere Abschlüsse bestand Die Nachfrage weiter. Am Futtermittelmarkt war Mais für Futterzwecke stark vernachlässigt. Hier trat eine Preissenkung bis zu einer halben Mark ein Die Landwirtschaft konzentriert sich neuerdings stärker auf Kleie, und nahm hier Deckungskäufe in größerem Umfange vor. Weizen» fiele blieb bei anziehendem Preise gesucht. Roggen» kleie minimale Sorten zeigte eine Aufwärtsbe­wegung, während bessere Ware gut gehalten blieb. Das Kartoffelgeschäft war bei unverändertem Preise ruhig. Zum Wochensch' mochte sich jedoch wieder eine allgemeine Befestigung bemerkbar, da erhöhte Auslandnotierungen anregten, so daß die Händler angespornt davon Deckungen vornehmen. Das An­gebot blieb weiter klein. Regeres Interesse bestand besonders für Weizen, der eine Erhöhung erfuhr. Auch für Mais für Futterzwecke bestand wieder regeres Interesse, so daß ein Teil des Verlustes wieder aufgeholt werden konnte.

Im Vergleich zu den Notierungen der Vor­woche waren Weizen, Sommergerste, Roggenkleie und Mehle gut behauptet, während Hafer» und Weizenkleie bis 0,25 Mark anziehen konnten. Rag» gen und Mais verloren je eine Diertelmark. Die

Dache schloß zu folgenden Notierungen: Wetzen 23,75 bis 24, Roggen 23,50, Sommergerste 24,50 bis 24,75, Hafer, int., 23,75 bis 24, Mais für Fut» terzwecke 23,50 bis 23,75, Weizenmehl 33,25 bis 34, Niederrhein. 33,25 bis?A, Roggenmehl 31 bis 31,50, Roggenkleie 12 und Weizenkleie 14,25.

Wochenbericht

vom frankfurter Schloß tviehmarkt.

Auch in dieser Woche war das Geschäft am Frank urter Sch'achtviehrnarkt ruhig. In a I:n Viehgattungen war der Handel schleppend. Rinder wurden, gcg:n.".b:r der Vorwoche, elwal reger gehandelt. Hier macht: sich von selten der Mel'ger l bhcfl r: Kauft ! gk i. b m r b r. Von den übrigen Gattungen hatten nur brr noch vermehrte Rachfrag: auf^uw is n, mi ßten sich aber einen größer.n Prrisverlust gefalle a lalsrn. Rorddeutsche Mastkä.b r erzielten Preise üler Rotiz. Sn Schweinen war der Handel s h: schlep­pend. el verblieb zumeist erh blich r Lieberstand. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1061 Rindern, darunter befanden sich 279 Och'en. 42 Dullen, 539 Kühe, 330 Färsen, ferner 1717 Käl­bern. 468 Schafen und 5514 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der vergangenen Be» richt5woche waren 20* Rinder, 120 Kälber, 102 .Schafe weniger, dagegen 495 Schweine mehr an- getrieben.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: AI 52 bis 55. II 47 bi; 51. BI 41 bis 46. Dullen A 51 bis 53. B 47 bis 50, Kühe A 41 bis 45. B 36 bis 40, C 31 bis 35. D 25 bis 30. Färsen A 52 bis 56, B 47 bis 51, C 42 bis 46, Kälber B 68 bis 71, C 62 bis 67. D 55 bis 61. Schafe AI 50 bis 54. B 45 bis 49. C 38 bis 44. Schweine B 72 bis 74, C 72 bis 75, D 72 bis 75. Sm Vergleich mit den Rotierungen der vergangenen Woche waren Rinder bi; eine Mart teurer, während Kälber bis zwei Mark und Schweine bis zu einer Mark nachgaben. Schafe blieben gut behauptet.

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Der Sanuarbericht der preußi­schen Handelskammern. Sm Januar war der Absatz der Ruhrkohle etwas befriedigender, als in den Dormanaten. Sn Oberschle.ien hielt die günstige Absatzlage für Steinkohle an. Das gleiche gilt für den Kaliabsatz. Sn der eisen­schaffenden und vor allem in der eisenverarbeiten­den Industrie setzte sich die rückläufige Kon­junktur weiter fort. Die chemifchr Industrie ver­zeichnet etwas lebha'teren Geschäftsgang. Sn der elektrotechnifchen Industrie ging dagegen der Auf­tragsbestand zurück. In den Verbrauchsgüter­industrien ließ die Beschall gung fast durchweg, zum Teil gan, erheblich, nach. Dir erho'fte Besse- rung in der Textilindustrie ist nicht eingetreten.

Starke Zunahme der Konkurse im Januar. Im Januar 1929 betrug die Zahl der imReichsanzeiger" veröffentlichten neuen Kon­kurse 832 und die Zahl der eröffneten Vergleichs­verfahren 259. gegen 624 bzw. 252 im Dezember vorigen Jahres.

äleberzeichnung der neuen An­leihe derStadt Kassel. Wie DTD.-Han- delsdienst auf Anfrage bei der Preußischen PStaatsbank erfährt, hat sich bei der Emission der neuen achtpro)«nttgen Anleihe der Stadt Kaffe! eine wesentliche Heber eichnung ergeben. Die Zeichnungen auf freie Stücke können nur zu einem geringen Prozentsatz zugeteilt werden, ab^r auch dre Zeichner, die die Verkaufssperre über­nommen haben, müssen mit einer Reduzierung der von ihnen angemeldeten Deträge rechnen.

Eiegerländer Eisenerzbergbau und Hüttenindustrie im Januar. Tie Siegerländer Gruben rechnen damit, daß die be­antragte Hilfsaktion von Reich und Staat in aller Kürze, und zwar rückwirkend ab 1. Ja­nuar, in Kraft treten wird. Infolgedessen hat wieder eine optimistischere Stimmung Platz ge­griffen, und die stilliegenden Gruben haben bis auf drei den Betrieb wieder aufgenommen, wo­durch die Zahl der arbeitslosen Bergleute be­deutend verringert werden konnte. Tie Geschäfts­lage der Hüttenindustrie ist gegenüber dem Vor­monat. in dem sich die Wiederaufnahme der Ar­beit an der Ruhr noch bemerkbar machte, nicht nennenswert geändert. Ganz besonders war der Abruf an Roheisen immer noch unbefriedigend, so daß sich die Vorräte nicht gemindert haben. In Stabeifen. Halbzeug und Blechen aller Art war die Beschäftigung gut. Eine Besserung der Krise ist jedoch nicht eingetreten.

* Baldur Pianofortefabrik 21.-®. Frankfurt a. Main. Wie WTD.-Handels­dienst von zuständiger Stell« berichtet wird, hat gestern ein Ausschuß der Gläubiger der Gesell­schaft eine Sitzung ab gehalten, in welcher man sich dahin entschied, einen Antrag auf Eröffnung eines Dergleichsverfghrens unverzüglich beim Ge­richt einzureichen, zu welchem Schritt die Zu­

stimmung der Gläubiger bereits vorhanden ist. Die Dergleichsvorschläge bleib.m in der bisher mitgeteilten Form erhalten. Das Verkaufsgeschäft der Gesellschaft läuft ungestört weiter, während das FaorikalionsZeschäft in dem Umfange be­trieben wird, wie es gerade der Bedarf er­fordert.

' Krise in der Flugzeugindustrie- Kündigungen bei Rohroach. Gestern abend wurde .aut >Do,s. Zig." von den Royrbach- werken-Meta.lilug^eug^au dem größten Teil der Angeste.lten gekündigt. Als Grund für diese schwerwiegende Maßnahme wird Arbeits.mangel info.gr Ea-e.terns ver Auftragsverhandlungen mit dem Reichsverkehrsministerium angegeben.

Frau.,urtcr Vörie

Frankfurt a. M., 2. Febr. Tendenz: weiter etwas freundl.cher. Im Anschluß an die erhöhte gestrige Abendbvrse war die Stimmung zu Beg.nn der heutigen Samstagbörfe etwas freundli­cher. Das Geschäft bueb jedoch nach wie vor ge­ring und beschränkte sich nur auf vereinzelte Weite. Eine gewisse Zurückhaltung war jedoch nicht zu verkennen, da der unregelmäß.ge Schluß der Neuyorker Bvrse und die bevorstehenden Repara- tionsoerhandlungen r Igcmein zur Zurückhaltung mahnten. Auch schritt die Spekulation im großen und ganzen unbeeinflußt hiervon in Spezialwerten zu Deckungen, so daß gegenüber der gestrigen Abend­börse we.tere Kurserholungen dis zu 2 v. H. zu ver» zeicynen waren. Etwas regere Nachfrage hatten vor allem Siemens m.t plus 2 0. H., Schuckert m t Plus 1,75 v. H., Chade-Aktien mit plus 2 Mark, Rheinische Braunkohlen mit plus 2^v. H, Wester­egeln nach starker Sernathläffigung der letzten Tage mit plus 1,75 0. H. aufzuwe.fen. Etwas niedriger eröffneten I.-G.-Farben m.t minus 0,75 0. H. Ban­ken vernachlässigt, teilweise etwas niedriger. Sch fs- sahrtswerte bis etwa 1 v. H. fester. Sonst waren nennenswerte Umsätze nicht zu verzeichnen. Renten still. Deutsche Anleihen eher etwas schwächer. Schutz­gebiete waren eine Kleinigkeit höher. Mutmaßun» gen über eine weitere baldige Diskontsenkung stütz­ten die Börse. Bei den meisten Werten traten wei­tere Erholungen ein, die zum Teil 1 v. H. überschrit­ten. I.-G.-Farben konnten ihren anfänglichen Ver­lust um etwa 0,5 v. H. überschreiten. Die Umsätze waren jedoch sehr minimal und das Geschäft be­schränkte sich nur auf vereinzelte Werte. Am Geld­markt war Tagesgeld zu 6 5o. H. unverändert. Am Devisenmarkt lag die Mark wieder schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4.2150, gegen Pfund 20 43, London geaen Kabel 4,8415, gegen Paris 124,09, gegen Madrid 30,50, gegen Mailand 92,65.

Bc.lircr Börse.

Berlin, 2. Febr. Nachdem schon im gestrigen Nachmittagsverkehr und an der Frankfurter Abend» börfe Deckungskäufe zu beobachten waren, die nicht allein auf die festeren Neuyorker Anfangskurse zurückgeführt werden konnten, denn das Geschäft war etwas lebhafter als sonst, wurde im heutigen Dorrn ttagsverkehr der wahre Grund hierfür bekannt. Die R e i ch s b a n k hat zum Montag eine Zen» tralausschußsitzung einberufen, und der Gedanke liegt nahe, daß diese beabsichtigt, eine er» neute D i s k 0 n t e r m ä ß i g u n g vorzunehmen. Man erwartet in der Sitzung günstige Auslassungen Dr. Schachts. Es ist aber durchaus denkbar, daß diese Sitzung nur im Zusammenhang m t der be> vorstehenden Generalversammlung abgehalten wird. Die übrigen Momente, die vorlagen, Wirtschasts- berichte der Commerz-Bank, der Dresdener Bank, der preußische Handelskammerbericht für Januar waren nur von untergeordneter Bedeutung. Etwas mehr wurden die Erklärungen der Polyphonverwal- tung über die Dividendenaussichten bei diesem Un­ternehmen beachtet und der erste Kurs der Voly- ohonaktien stellte sich 13 v. H. höher als gestern. Auch sonst konnten sich bei allerdings nur kleinem Geschäft über iegend Kursbesierungen durchsetzen, die bei Papieren wie A.-G. für Verkehrswesen, Berliner Handel^''esellschaft. Commerzbank, Re'chs- bank, Schubert & Salzer. Deutsche Linoleum, Ilse Bernbau. Saftdetfurth, I.-G -Farben und bei den mriffen E'ektrowerten dis zu 5 v. H., bei Glnnzstoff, R W E., Berger, bis zu 10 v. H betrugen. Deutsche Anleihen und Ausländer gelch'iftslos. Auch Dfand- briefe ruhig Liau'dat'onspfandbriefe und Anteile zum Teil aber freundlicher. Der Geldmarkt war auch heute noch ziemlich angespannt, doch machte sich in den Sätzen zum Teil eine kleine Erleichterung fühlbar. Tagesgeld 6 5 bis 8,5 n. H.. Monatsaeld und Warenwechsel unreränberL Im Verkaufe kam der Samstag wieder stärker zu feinem Recht, die Vm- saktätwkeit ließ infolge fehlender Orders w'eder nach, h'e Anf-ngskurse konnten sich nicht behauv» fr- Gla"»staff gaben 4 v. H.. Dolnphon etwa 2 v. H. ihres Anfanasaewlnnes wieder her. Später tra­fen noch Kaufarders -in, die das Kursniv-au teil» weis? wieder über Anfang fetzten. Die Kurse waren teilweise noch bis zu 1 v. H. gebeffert.

Büchertisch.

Lessing. Don Rich. M Werner. Hev- auSgegeben von Professor Dr. Georg Witkow­ski. Dritte verbesserte Auslage. In der Samm­lungWissenschaft und Bildung". 141 Seiten. Gev. 1.80 Ml. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (29.) Unter der großen Zayl der Lebensschilderungen Lessinas verdient die von Witkowski betreute Diog.aphie aus der Feder von Professor Werner besondere Beachtung. Denn hier ist auf dem knappen Raum von noch nicht 150 Seiten nicht nur alles Wichtige und manches charakteristische Detail aus Lessings Leben von liebevoller Hand gesammelt, sondern es wird auch eine treffende Besprechung seines Schass-rnS ge­boten. In zeitlicher Reihenfolge nach den wechfel- vollen Lebensfchicksalen Lessrngs geordnet, wer­den im Zusammenhang mit fernem äußeren Er­gehen seine eintelnen Werke analysiert und er­läutert. Das Buch kann auch unserer Jugend aufs beste empfohten werden.

Das Gothaische Jahrbuch 1 9 29. Das unentbehrliche Handbuch des Journalisten ist soeben im 166. Jahrgang erschienen. Der Ver­lag Justus Perthes in Gotha hat es verstanden, das einzigartige Werk immer noch zu bereichern und zu vervollständigen. Der Arttkel über die süd- und mittelamerilanischen Staaten, sowie über die Kolonien und Mandate wurden, vor allem in den Zweigen von Handel, Verkehr und Erzeu­gung, erheblich ausgebaut. Vor allem gebührt dem Der.ag Da^>k dafür, daß er in das außer> ordentlich komplizierte System der gefamtrussb« schen Räteftaaten Licht gebracht hat. Slark er­weitert wurden ferner die amtlichen und nicht­amtlichen internationalen Hoheitsausschüsse und Gemeinscha'ten. DerDiplomatenkalender" bietet eine llebersicht über die Landesfeiertage und die Geburtstage der Staatsoberhäupter. Das aus­gezeichnete Werk ist geschmückt mit den Bildnissen des neugewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Herbert C. Hoover, und des italienischen Diktators Benito Mussolini.

Den Freunden des Verlag- F. A. Brockhaus". Achte Folge. 1928/29. In einem schmuck-n Dändchni legt der alte Leipziger Verlag den Rechenschaftsbericht über die Arbeit des b egangenen Jahres vor. Be­deutsam steht im Mittelpunkt das Erscheinen deS ersten Bandes des neuesten RachschlagewerkS Der Große Brockhaus", Handbuch deS Wissens in 20 Bänden. Ein einleitender Aufsatz von Dr. Hermann Michel, Ehefredakteur desGroßen Brodaus", gibt ein lebendiges Bild von dem allmählichen Wach'en und Werden des Werk-. Daneben finden wir zahlreiche Tertproben aus den neuen Reisewerken des Verlags, von Sr,en Hedin, Fridtjof Ransen, Colin Roß, Georg We­gener und dem Amerikaner Beebe. Einige Illu­strationsproben runden das Bild ab. Das Büch­lein dürfte den zahlreichen Freunden des Ver­lags Drockhaus sehr willkommen sein.

Carl Haensel: Der Kampf um« Matterhorn. Ein Tatsachenroman. (In der ReiheLebendige Welt", herausgegeben von Frank Thieß.) Stuttgart 1929. 3. Engelhorns Rachf. Mit 16 Bildern. Seinen 6,50 Wk. (45). In der majestätischen Landschaft der südschweizer Alpen spielte sich im Jahre 1865 ein unvergeß­licher Wettkamps ab. Das gletscherumstarrte Matterhorn hatte bis dahin allen Versuchen, seinen schroffen Gipsel zu erklimmen, getrotzt. In diesem Jahre aber wurde es bezwungen, unft zwar im Verlauf eines erbitterten und tragischen Kampfes, der mit nahezu übermenschlicher An­spannung aller Kräfte zwischen dem englischen Touristen Whymper und dem italienischen Berg­führer Carrel ausgetragen wurde. Dies ist das Gerippe der Tatiachen, die Carl Haensel nach eingehrnden historischen und örtlichen Studien zu einem ungemein spannenden Roman ge­formt hat.

Vermischtes.

Ein korsischer Räuberhauptmann erschösse«.

Der auf ganz Korsika gekannte un» gefürchtete Bandit Castelli, der viele Morde begangen hat, ist von einem Unbekannten erschösse« worden. Castelli, dersechsrnalim Abwese n°- heitsverfahren zum Tode verurteilt wor en war, hatte sich fett 1911 seiner Verhaftung entziehen Binnen.

Zehn Personen

in einem brennenden Hause umgekommen.

3m Wohnhaus der Familie Fines in Buckannon (Virginia USA.) brach in der Nacht ein Brand aus, der mit so vernichtender Schnelligkeit um sich griff, daß sämtliche Mitglieder der Familie, 10 Personen, in den Flammen umfamen. Die einzige Person, die sich retten kannte, war ein Schwiegersohn der Familie, der schwere Brand­wunden davongetragen hat.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Pavieren angelübrten Zistern geben die S^cbe der AUleftt belchlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6.5 Prozent, Lombardzinsluß 7,5 Prozent.

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