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Hilfe der Schüler und Lehrer des Kreises gestellte, wertvolle volksbildnerische Ein­richtung, die bisher ganz ohne jede be­hördliche Zuwendung gearbeitet hat.

Ridda, 30. Oft Die Stadtverwaltung hat sich entschlossen, auch das zweite von ihr erbaute Doppelwohnhaus in der Hopfengasse, das jetzt fertiggestellt ist, zu verkaufen. Sie läßt sich dabei von dem Gedanken leiten, den Wohnung­suchenden unter erträglichen Bedingungen ein Eigenheim xu geben und die durch den Verkauf frei werdenden Geldmittel zu weiteren Neubauten zu verwenden.

Ridda, 30. Okt. 2lm Sonntag feierte unser Kirchspiel den Zugendsonntag und die hiesige Mädchenvereinigung gleichzeitig ihr 3ahresfest. 3m Dorrnittagsgoltesdienst predigte Dekan Sc r iba auf Grund des Textes: Was der Mensch säet, das wird er ernten", über die Pflichten der Kinder und Eltern. Die Mädchenvereinigung und die Oberklasse der Volks­schule verschönten den Gottesdienst durch den Gesang zweier geistlicher Lieder. 3m Abend­gottesdienst wirkte die Mädchenvereinigung wie­der mit, indem sie einige mehrstimmige Lieder, passende Gedichte und im Wechselgespräch Bibel­sprüche und Psalmen vortrug. Pfarrer Laut hielt die Festprcdigt, in der er auf die Be­deutung der Jugenderziehung und die evange­lisch-kirchliche 3ugendarbeit an der ganzen Ge­meindejugend hinwies. Eine hübsche Aufmerk- samkeit erwiesen 10 Mitglieder der hiesigen 3ugendvcrcinigung einer ihrer Freundinnen, die kürzlich heiratete. Sie begaben sich am Polter­abend mit brennenden Kerzen und Girlanden in die Wohnung der Braut und überreichten ihr den Hochzeitskranz.

rl. B o b e n h a u s e n, 31. Okt. Dieser Tage fand die Monatsversammlung des Bezirks- Lehrervereins Ortenberg auf Einla­dung unseres Lehrers 3. im hiesigen Schulsaal statt. Der Obmann des Vereins. Lehrer H ä u - s e r (Selters), begrüßte die zahlreich erschienenen Kollegen und dankte dem Gastgeber für Ein­ladung und Bewirtung. Er berichtete sodann über die Dertreterversammlung des Hess. Landes- Lehrervereins am 30. September in Frankfurt und dessen neue Satzungen. Der Schriftführer, Lehrer Carl (Ortenberg), berichtete über eine Sitzung der Obmänner aller Lehrervereine des Kreises, in der ein Entwurf zur neuen Dienst­anweisung für die Kreisschulämter bekannt­gegeben und besprochen worden war. Dieser Ent­wurf regte zu lebhafter Aussprache an, zumal er in vielen Punkten als rückschrittlich emp­funden wird. Auch über die Frage der Schul­güter und die Verwendung der Einkünfte aus solchen in den Gemeinden wurde verhandelt. Aach dem Schulgesetz müssen alle diese Gelder einem besonderen Schulfonds der Gemeinden zuge­wiesen werden, dürfen also nur für Schulzwecke Verwendung finden.

o. Effolderbach, 30. Okt. Heute nachmittag wurde der Altbürgermeister Karl Wolf im Alter von 76 3ahren beerdigt. Ein großer Trauerzug, in dem viele Auswärtige, auch der Kreisdirektor, zu sehen waren, voran der Krieger­verein, begleitete ihn zu seiner Ruhestätte. Pfar­rer Hoch von Selters schilderte auf Grund von 3oh. 9,43ch muß wirken, solange es Tag ist", sein Leben. 28 3ahre lang war der Heimgegan­gene Bürgermeister. Daß er bei jeder Wahl stets einstimmig gewählt wurde, zeugt für das Vertrauen, das er in der Gemeinde genoß. Ferner bekleidete er 30 3ahre das Amt des Kirchen­rechners mit großer Gewissenhaftigkeit, und als strebsamer Landwirt gab er seinen Standes- genossen ein gutes Vorbild. 3n der Geschichte der Gemeinde werden drei segensreiche Aeuerun- gen immer an seinen Aamcn geknüpft bleiben. Die Wasserleitung, die elektrische Lichtanlage und der Schulhausneubau. Krieger- und Gesangver­ein, sowie der derzeitige Bürgermeister Lenz legten unter anerkennenden Worten Kränze am Grabe nieder, wie denn auch die Ehrensalve über seinem Grabe erscholl. Wolfs Tod ist in unserer kleinen Gemeinde von 300 Seelen bereits der zwölfte Todesfall dieses 3ahres, eine hohe Toten­ziffer, wie sie seit 60 3ahren hier nicht erreicht wurde. Cs sind lauter alte Leute vom 60. 3ahre aufwärts. Die Feldbereinigung hat hier in der Hauptsache ihren Abschluß gefunden. Aach Aussage der Kulturinspektion ist kaum in einer Gemeinde soviel segensreiche Kulturarbeit geleistet worden als hier. Besonders zu be- Arühen sind die Anlage einer neuen, außerordent­lich praktisch angelegten, gut chaussierten Straße, an Stelle des seitherigen furchtbaren Feldwegs, der bei Regenwetter absolut ungangbar war vom Aordausgang des Dorfes bis zum Walde und die noch nicht ganz fertig gestellte Straße vom Sudausgange ab längs des Bahndammes o 18fum Bahnhof Stockheim. Freilich sind die . Unkosten der Bereinigung außerordentlich groß, auf den Morgen Land noch etwa ein Ausschlag von 50 bis 80 Mk. kommen, woran noch Klndeskinder zu tragen haben werden.

Kreis Schotten.

D Unter-Seibertenrod, 30. Okt. Am Sonntag wurde in unserer Kirche, die sehr gut besucht war, das Erntedankfest gefeiert. Der Aufgang zum Altar sowie der Altar selbst war von der Schuljugend mit schönen Blumenstöcken, vielen " - und Gartenfrüchten und einem Erntekranz ^.schönste geschmückt. Sprüche und Gedichte der Schulkinder, auf das Erntedankfest sich beziehend, umrahmten den liturgischen Teil des Gottesdienstes. Sl!CL.ßtltun9 von Lehrer Butteron trugen die rl? r n^r passende Chöre vor. Der Geift- liche sprach in der Predigt vom reichen Erntefeaen des Jahres 1929 und ermahnte die Gemeinde zu rechtem Dank, der sich in Liebe und Helfen in der Not zeigen soll. Die erhobene Kollekte ergab einen Sn ld).en Auch hier werden in dieser ^oche, wie alliahrlich, durch die Schulkinder Fel d- frUchte insbesondere Kartoffeln und Gemüse, für lfx-b in D armstadt ge-

Ä b^Qm dieser Woche mit denen

Ruppertenrod, Stumpertenrod, Köddingen, Groß-Eichen und Klein-Eichen in Mücke verladen werden.

* ®1 nrod, 31.Okt Aun hat auch unsere Gemeinde ihr Kriegerdenkmal errichtet und geweiht 3n einer geschmackvollen Garten- onlage erhebt sich massig und breit eine fünf, ftlufige Dasaltterrasse, die sich organisch fort- einen 2 Meter hohen, roh behauenen Granitblock der gekrönt ist von einem auf Lor­beer ruhenden Stahlhelm. 3n der Mitte des Blockes befindet sich die Tafel, die in Goldschrift Die Aamen der 25 gefallenen Helden unseres Ortes trägt. Schöpfer des Denkmals ist Philipp Ewald aus Frankfurt Gestalter der Garten­anlage ist Gärtner Wilhelm Komp aus Schot­ten. Zu der Einweihungsfeier war eine Menge

auswärtiger Kriegervereine erschienen. Die Feier wurde durch einen Gottesdienst eröffnet Unser Kirchlein konnte die Besucher nicht alle fassen, so daß noch viele auf der Straße standen. Die Predigt hielt Pfarrer König (Grohen-Eichen). Sodann sang der Gewischte Chor der christlichen Gemeinschaft unter Leitung von Herrn Kinkel in stimmungsvoller Weise. Hierauf bewegte sich der Zug der Einwohner und Gäste zum Denkmal. Pfarrer Diehl (Freienseen) hielt die Weihe­rede. Die Geleitworte zur Enthüllung des Denk­mals sprach der Vorsitzende des hiesigen Krieger­vereins, Karl MüllerV. Die Enthüllungsfeier wurde umrahmt von Musikchören der Kapelle Funk, sowie durch Liedervorträge des hiesigen Gesangvereins und der Schulkinder unter Lei­tung von Lehrer Weimer. Frau Keller sprach zu Beginn der Feier einen von ihr selbst verfaßten Prolog. Bürgermeister Rahn über­nahm das Denkmal in den Schutz der Gemeinde.

Kreis Alsfeld.

<5 Homberg a. d. O h m , 31. Okt. In der Gast­wirtschaft von Karl Rühc versammelten sich dieser Tage die Mitglieder des Geflügel-, Ka­ninchen- und Vogelzüchtervereins 19 21 Homberg a. d. O hm und Umgegend

ist hier kein Wahlvorschlag einaegangen, so daß der seitherige Gemeinderat bestehen bleibt. Die hiesige Transformatorenhaupt- st a t i o n, die sich bereits seit Monaten im -Um­bau befindet, ist nunmehr fertiggestellt worden. 3n der Hauptsache hat man große Oelschalter eingebaut, die bei Blitzschlag selbständig aus- schalten, so daß eine längere Störung der Strom­zufuhr in Gewitterzeiten künftig nicht mehr statt­findet. Man wird am Orte einen Mann unter­richten, der die herausgefallenen Schalter nach Blitzschlag wieder einlegt. Dann dürfte die große Unannehmlichkeit des Versagens des Lichtes in Gewitternächten wohl sehr eingeschränkt worden fein.

xv Atzenhain, 27.Okt. Die Zuteilung der neuen Grund st ücke nach der Feldbereinigung ist in diesem Herbst erfolgt Wie überall, so findet man auch hier Zufriedene und Unzufriedene. Eine ganze Anzahl Reklamationen gingen demzufolge ein, die vom Schiedsgericht entschieden werden mußten. Diese Derstimmungen dürften aber wohl bald durch den großen Wert der Feldbereinigung vergessen werden.

xv Burg-Gemünden, 31. Okt. Bolle Einstim­migkeit herrscht hier über die Bürger­meisterwahl. Dorgeschlagen wurde nur der

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unter der Leitung des ersten Vorsitzenden, Pfar- rer Prätorius, Homberg. Hauptpunkt der Beratungen war die bevorstehende 9. Orts- ausstellung, verbunden mit der ersten er­weiterten Schau von Geflügel und Kaninchen am 8. und 9. Dezember in der hiesigen Stadthalle Zu dieser Schau sollen auch die Mitglieder der umliegenden Gesiügelzüchtervereine (Grünberg, Londorf, Aieder-Ohmen, Alsfeld, Schlitz, Wittels­berg, Klein-Seelheim und Kirchhain) und Ka­ninchen züchtervereine (Eitingshaustn, Stangenrod, Daubringen und Maar) eingeladen werden. Die Anmeldung der für die Ausstellung vorgesehenen Tiere soll bei gleichzeitiger Zahlung des Stand­geldes spätestens bis zum 2. Dezember, die Ein­lieferung der Tiere am Donnerstag, 5. Dezember erfolgen Aachmeldungen und Rachlieferungen ollen nicht angenommen werden. Das Standgeld bisherigen mäßigen Sätzen von l M' nach Tier und Zusammenstellung beibehalten. Als Preisrichter für Geflügel wurde Lehrer L andgrebe, Gensungen bei Kassel, vorgeschlagen, da Herr Aerrn, Pohl-Göns chon anderweitig versprochen hatte: für Kanin­chen soll der bewährte Preisrichter K G e r - >ardt, Kirch-Göns, wieder tätig sein Für chone Ehrenpreise soll der Vorstand besorgt sein Allgemein wurde bedauert, daß die Provinzial geflligelschau für Oberhessen zu Schotten in diesem Zahre auf den regelmäßigen Termin der Horn­berger Ausstellung (2. Advent) gelegt wurde J ® d, 31. Olt. Wie in jedem

Ä^bst, so wurde auch letzt wieder durch die Kirche für das ElisabethenstistzuDarm- 't °' d t in unserem Orte eine Sammlung ver-

Die Konfirmanden brachten eine statt- llche Menge Nahrungsmittel zusammen. Es gin- gen 72 Korbe Kartoffeln, sieben Körbe Obst, sechs Korbe Karotten und drei Körbe Gemüse ein. Für unseren Ort ist das eine ausgezeichnete Leistung. Für die Gemeinderatswahl

seitherige Bürgermeister Wilhelm Werner, so daß eine Wahl am nächsten Sonntag nicht in Frage kommt.

xv Elpenrod, 31.Okt. Zu der bevorstehenden Gemeinderatswahl ist hier nur ein Wah Vorschlag eingebracht worden. Bon einer Wahl kann deshalb abgesehen werden. Ein er­freuliches Zeichen der Einigkeit, im Dorfe.

ch Deckenbach, 30.Okt. Am Sonntag wurde hier das Erntedankfest abgehalten. 3n der Krrche hatte man den Altar reich geschmückt. Eine stattliche Zahl Kirchenbesucher füllte die Kirche bis auf den letzten Platz. Reben Dank- liedern der Gemeinde sang der hiesige Evanae- lische Chor unter Leitung von Lehrer Doll, Scha­denbach _ einen gemischten Chor. Pfarrer Wolf sprach über den rechten Gebrauch der uns ge­schenkten Gaben, und vom rechten Danken.

Kreis Lauterbach.

(X) Wallenrod, 28. Olt. Auch in unserer Gemeinde muh am 17. Aovember zur Wahlurne geschritten werden, da eine Einigung zur Auf­stellung eines gemeinschaftlichen Wahlvorschlags nicht erzielt wurde. Es wurden zwei W a h l - Vorschläge eingereicht, und zwar auf Wahl- Vorschlag I die Aamen Karl Eichenauer Dahnhofsmeister: H- Knipp II., Landwirt: 3oh.' Ldw. Habermehl, Landwirt: K. Zinn 1. Landwirt: H. v. Alt, Landwirt: Gustav A ehr­gang, Landwirt: Karl Friedrich Land- Wirt: H. Gerdig, Fuhrmann. Wahlvor- Vorschlag II: S- Kraft III., Metzger und Land- w.rt: H. Hartmann, Zimmermann: Fritz

Holzarbeiter; Ä Kraft I., Land- Wirt: Gg. Rausch, Landwirt: H. Henkel Landwirt: 3oh. Eichenauer II., Landwirt' K- Herrmann, Holzarbeiter: 3oh. Haber- m e h I XII.

(X) Heb los bei Lauterbach, 28. Okt. Hier rour- dendrelWahloorschlägezurGemeinde-

ratswahl eingereicht, und zwar 1. Kennwort Wilhelm Zinn, Landwirt: 2. Kennwort Wilhelm Weißgerber, Landwirt; 3. Kennwort Wilhelm Schrimpf, Landwirt.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

XX Rodheim a. d. Dieber. 30.Oft Zur bevorstehenden Kre i St a g s w ah l haben die vereinigten bürgerlichen Parteien in den Gemeinden des südlichen Hinter­landes eine eigene Liste aufgestellt. Aus den neun Ortschaften des Bezirks Rodheim kandi­dieren auf dieser Liste: 1. Hofbesitzer Schwar­ze n t r a u b (Bubenrod), 2. Gastwirt Wilhelm Ben der (Rodheim), 3. Landwirt Heinrich Räuber VI. (Waldgirmes), 4. Landwirt Heinr. Gernandt (Hermannstein), 5. Landes-Ober- wegemeister Schmidt (Rodheim), 6. Landwirt Balthasar Kramer (Fellingshausen), 7. Meh- germeister Gottlieb Geller (Bieber), 8. Land­wirt Heinrich Schmidt (Crumbach), 9. Sattler­meister D i l l (Raunheim), 10. Gemeinderechner Kramer (Königsberg), und 11. Maurermeister Bernhard t (Frankenbach). Schwarzen- t r a u b und Dender gehörten schon dem bis­herigen Kreistag an. Für die hiesige Ge­meinderatswahl sind vier Wahlvor­schläge eingegangen.

Kreis Wetzlar.

<t> Dutenhofen, 31. Okt. Die Bautätig- keit in unserem Dorfe war in diesem 3ahr den Verhältnissen entsprechend gut. Acht H user sind zum Teil im Rohbau fertig, zum Teil schon be­wohnt. Hinz-kommt noch das Haus des Land­jägers, das vom Kreis erbaut wurde.

OerKalte Markt" in Ortenberg.

Ortenberg, 30. Okt. Don gutem Wetter be­günstigt,^ wurde am Sonntag derKalle Markt" eröffnet. Schon am Samstag begann ein lebhafter Verkehr durch anrollende Pferdetransporte, Händler usw. Am Sonntag setzte dann ein außer­ordentlich großer Andrang durch die Marktbesucher ein, welche, da alle Vorbereitungen mustergültig getroffen waren, sämtlich auf ihre Kosten kamen. Der Sonntag war dem Vergnügen gewidmet, wozu sich auf dem Juxplatz, der reichlich mit Etablisse- ments beschickt war, Gelegenheit bot. Außerdem war an mehreren Plätzen Tanz, Konzerte, Variete und Kino. Der Montag war in der Hauptsache für den Pferdemarkt reserviert. Es war eine reiche Beschickung mit gutem Pferdematerial vorhanden; aufgetrieben waren etwa 800 Tiere Für Fohlen wurden 500 bis 600 Mark, für Tiere mittleren Schlages 900 Mark und für Oldenburger bis 1200 Mark bezahlt. Der Handel war äußerst rege.

Buntes Allerlei.

Akademische Echulungswoche des 03. D. A.

Die Akademischen Gruppen des Vereins für das Deutschtum im Ausland veranstalteten in Wartha (Schlesien) eine Schulungswoche, an der Vertreter aller deutschen Hochschulen teil­nahmen. Universitäts-Professor D. Bornhau- f e n, Breslau, zeichnete den Schlesiergeist als Ausdruck eines bewußten Grenzertums. Dr. Sch e lenz. Wohlau, sprach über D. D. A. und Hochschule und die Einbeziehung des Grenz- und Auslanddeutschtums in den Hochschulunterricht. Voraussetzung für eine positive Volkstumsarbeit an den Hochschulen sei jedoch ein aktives M.t- arbeiten der Studentenschaft, die nichts Besseres tun könne, als in dieser Arbeit dem Geist dev Urburschenschaft und der deutschen Zugendbewe­gung zu folgen. Ein Ausflug führte dann die Tagungsteilnehmer nach den im preußischen Schlesien gelegenen tschechischen Siedlun- gen Podiebrad und Hussinetz, wo ihnen Gelegen­heit gegeben war, die vorbildliche Siedlungsarbeit Friedrichs des Großen kennen zu lernen. Refe­rendar Reumann, Berlin, setzte sich mit dem Problem Volkstum und Großstadt auseinander. Er zeigte die Entwicklung der drei Faktoren, die heute unser Großstadtleben beherrschen: Partei, Presse und darstellende Kunst und prüfte die Möglichkeiten des Berufes dieser Mächte zur Volkstumsarbeit. Eine lebhafte Aussprache be­wies, welches 3nteresse heute Studenten diesen wichtigen Lebensfragen der Ration entgegen­bringen, aber auch wie viel heute bereits die D. D. A.-Bewegung in der akademischen 3ugend an Boden gewonnen hat.

Der internationale Redewettstreit der Jugend.

3n Washington fand vor etwa 4000 Zu­hörern der internationale Redewettstreit statt, an dem neun Gymnasiasten aus den Ver­einigten Staaten, Deutschland, England, Frankreich, Kanada, Kuba, Mexiko, Peru und Dänemark teilnahmen. 3edem Redner waren zehn Minuten Redezeit gegeben. Der deutsche Bot­schafter leitete den Wettstreit mit einer in eng­lischer Sprache gehaltenen Ansprache ein. Die Preisrichter erkannten den ersten Platz dem französischen Kanadier Roch Pinard von Out- remont (Kanada) zu, den z w e i t e n Platz dem deutschen Primaner Herbert Schau­ma n n aus 3nsterburg (Ostpreußen), der mit klarer Stimme und großer Eindringlichkeit über £ie 33eömxtung, die das kulturelle Programm in öen Weimarer Verfassungsartikeln für die deutsche 3ugend habe und über deren Mitarbeit an der Sicherung des Weltfriedens gesprochen hatte. Den dritten Platz erhielt der mexi- k a n i s ch e Redner. Dem kanadischen Sieger wurde eine von der französischen Re­gierung gestiftete Sövres-Dase über­reicht.

Sklareks Rennslall versteigert.

Auf dem Grundstück des Trainers A. Olejnik in Hoppegarten, der dem Rennstall der Gebrüver Leo und Willi Sllarek Vorstand, fand im Auf­trage des Konkursverwalters die öffentliche Ber- steig erung des gesamten Renn- und Zuchtmaterials der Brüder Skla- rek statt. 3m ganzen kamen 29 Pferde unter den Hammer, von denen das hervorragende Daterpferd, der elfjährige braune Hengst .Fa­rn u l u s", zurückgestellt werden mußte da der Mindestpreis von 30 000 Mark nicht geboten wurde. Die übrigen 28 Pferde erzielten die Ge­samtsumme von 109 000 Mark. Der vorjährige Derbysieger und Sieger im Union- und anderen großen Rennen, der bekannte vierjährige Hengst .Lupus", erzielte 27 000 Mark.

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