Ausgabe 
1.11.1929
 
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Donnerstag, 3T.OKtOD.1929 7n aDdS.

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Heimwehr und Schutzbund in Oesterreich

Llm die Zreihett der Arbeitssiälte

Oie Wetterlage.

3m Norden besetzte das I Non unterrichteter Seite hören wir, datz die Oktober Loyang, die ehe- Dank, eine Genossenschaft mit 16 520 Mitgliedern,

Leitung nur al- Einzelpersonen an.

schäften. Die Dank für Deutsche Beamte arbeitete vielmehr auf privater genossenschaft-

Das vorläufige Ergebnis des Volksbegehrens.

Bis Donnerstag Nacht 9,54 Prozent.

vinz Kwangsi, ein. L .

5. Armeekorps am 23. Oktober Loyang, die ehe-

der Fraktion Rücksicht zu nehmen. 3m übrigen Hot Tordieu gestern abend mit einigen Mitgliedern des gestürzten Kabinetts, nämlich mit ITC a g i n o f, Hennessy und Lheron gesprochen. Er wird heute vormittag die Verhandlungen weilerführen.

Wien, 31.Oft. (Tel.-Un.) 3n der Maschi­nenfabrik Heid bei Stockerau, ungefähr 20 Kilometer nördlich von Wien an der Donau, mel­deten sich Donnerstagsrüh drei Heimwehr­leute zur Arbeit. Die Arbeiterschaft be- schloß jedoch in einer Versammlung, mit den Heimwehrleuten nicht zusammenzu­arbeiten. Die Heimwehrleute weigerten sich, den Betrieb zu verlassen, wurden dazu aber schließlich gezwungen. Darauf erschienen einige Heimwehrführer in der Fabrik und forderten die Arbeiterschaft auf, mit den vertriebenen Kame­raden zusammenzuarbeiten. Die Arbeiterschaft weigerte sich jedoch neuerdings. Daraufhin wurde von der Heimwehrleitung Al a rm befeh laus­gegeben. Heimwehrleute fuhren mit Motorrädern in die Umgebung, um ihre Anhänger zu mobi­lisieren. Die Heimwehr erklärt, die ganze Stadt und die Betriebe besehen zu wollen. Gen­darmerie wurde in Ueberfallautos herangezogen und auch die Garnison in Bereitschaft verseht.

Wie weiter bekannt wird, haben früher schon in der Maschinenfabrik Heid Heimwehrangehö­rige gearbeitet. Donnerstag befahlen der Orts­kommandant und der Kornpägn'.ekommandant des Republikanischen Schutzbundes den Arbeitern der Fabrik, die neueingestellten Heim­wehrleute nicht zurArbeit zuzulassen.

Alles drängte nach vorne, und es kam zu einem Augenblick völliger Verwirrung. Oberbürger­meister Dötz, der sichtlich auf einen der­artigen Empfang nicht gefaßt war, blickte ratlos auf die tobende Menge. Plötzlich ertönte der RufAlles zum Wagen" und im selben Moment stürmten die Hunderte in wilder Hast auf den Droschkenhaltcplah in der Mei­nung, daß hier das Anto des Oberbürgermeisters halte. Diesen Augenblick benutzte der anwesende

Es ist zu befürchten, daß einem großen Teil der Deamteiuunlen der Bank für Deutsche Beamte ihre Gehälter nicht ausgezahlt werden. Die Deutsche Deamtenzentralbank ist bereit, zu versuchen, den in Not geratenen Be­amten durch möglichst billige Darlehen zu helfen. Am Samstag wird sich der Deutsche Beamtengenossenschaftsverband mit der Zahlungs­einstellung dec Dank für Deutsche Beamte be­schäftigen. Schwierig ist ein Eingreifen des Ge- nossenschaftsverbandes insofern, als die Bank für Deutsche Beamte weder Mitglied des Be- amtenwirtschaftsverbanbes, noch des Genossen- schaftsverbandes ist.

Schon wieder ein schweres Schisfsunglück

Auf dem Michigan-See sind die beiden Fracht­dampferM a r g u e t t e" undSenator von

ammengestoßen. innerhalb 10 Minuten unter-

deln. Die Heimwehr in Stockerau setzte sich daraufhin mit der Heimwehrleitung rn Wien in Verbindung, die dann den Alarmbefehl er­ließ Der Direktor der Maschinenfabrik Herd befindet sich derzeit bei der Landesregierung in Wien, wo Verhandlungen geführt werden.

Die Fabrikleitung hat am Nachmittag Ver­handlungen mit der Arbeiterschaft ihres Werkes mit dem Ziel ausgenommen, die Zulassung der eingestellten Heimwehrmitglieder zur Arbeit in ihrem Werk zu erreichen. Diese Verhand­lungen sind aber gescheitert. Daraufhin hat sich die Fabrikleitung mit dem Hauptverband der österreichischen Industrien in Wien in Verbin­dung gesetzt und nach Rücksprache mit diesem für morgen fünf Vertreter der Arbeiterschaft des Werkes vorgeladen. Diesen Vertretern wird die Entscheidung der Fabrikleitung und des Haupt­verbandes der österreichischen Industrie dahin­gehend mitgeteilt werden, daß die Arbeiterschaft mit den eingestellten Heimwehrangehörigen zu- sammenarbeiten müsse. Sollte sie eine der­artige Zusammenarbeit ablehnen, so wird als­bald das Werk geschlossen werden.

In Stockerau herrscht vollkommene Dub". Die Heimwehrableilungen, die auf Weisung b: f eim* wchrlcitung von Niederösterreich aus Len nahe­gelegenen Ortschaften nach Stockerau zusammen­gezogen worden waren, sind abends wieder abgerückt. Die Bundesführung der Heimwehr erklärt, daß -sie mit der gesamten Heimwehrbewegung geschlossen hinter den drei Kameraden stehe und mit allem Nachdruck f ü r die Freiheit der Arbeitsstätte gegen­über dem marxistischen Terror sorgen werde.

Des Reichsgebiets vor.

Heber Einzelergebnisse des Volksbe­gehrens liegen noch aus folgenden Wahlkreisen Meldungen vor: Wahlkreis 9 (Oppeln) 62 215 Eintragungen (816 942 Stimmberechtigte), 7 v. H.; Wahlkreis 15 (O st-Hannover) 134457 (679 849), 19 D. Sy; Wahlkreis 16 (Süd-Han­nover-Braunschweig) 149 309 (1 298 926), 11 d. Sy; Wahlkreis Merseburg 164 463 (881 164), 18,66 v. H.: Wahlkreis 1 (Ostpreu­ßen) 31 423 (184 729), 17,01 V.H.: Wahlkreis 12 (Thüringen) 43790 (371 677), 11,78 b. Sy ; Wahlkreis 26 (Franken) 204 487 (1 582 405), 12,92 t>. Sy; Wahlkreis Oberbayern-Schwa­ben 68037 (1 610 676); Wahlkreis 31 (Würt- temberg-Hohenzollern 110 551 (1699229), 6,51 v. H.

Aus aller Welt.

Zahluugseinstellnng der Bank für Deutsche Beamte.

Berlin, 31. Oft. (WTD.) Wie wir erfah­ren, hat die Dank für Deutsche Beamte ihre Zahlungen eingestellt. Wir wer­den gebeten, darauf hinzuweisen, daß die Be- amtenverbände mit dieser Bank nicht in Ver­bindung stehen, weder der Deutsche Teamtenbund noch der Deutsche Deamtenwirtichafisbuud und der Revisionsverband der Deamtengenossen-

Oie Ergänzung des iReichskabinetts.

Die Bolkspartei beansprucht das Wirtschaftsministcrium.

Oberbürgermeister Vöß ans Amerika zurück.

Stürmischer Empfang des berliner Stadtoberhaupls in der Reichshauptstadt.

malige Hauptstadt der Provinz Honan, nachdem sie Fenghuhsiangs aufständische Truppen g e s ch l a g e n hatten, die sich nun nach dem Westen zurückziehen. Tschiangkaischek hat persönlich die Führung dieser Armeegruppe übernommen, um den Feldzug zu Enoe zu bringen.

An der mandschurischen Front be­schossen die Russen Heiho von Dlagowestschensk aus. Hierdurch wurden große Verluste an Toten und Verwundeten verursacht. Am 15. Oktober nahmen die Chinesen wieder Tungkiang, das von den Sowjettruppen bei ihrem letzten Vordringen auf chinesisches Gebiet besetzt worden war. Die russischen Soldaten hatten die Stadt ge­plündert und bei ihrem Abzüge sämtliche Lebensmittelvorräte mit sich genommen.

die schon feit einiger Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, in den letzten Monaten die Gehaltsüberweisungen immer glatt aussühren konnte. Die Einlagen der Dank betragen 625 000 Mark, die Haftsumme der Genossenschaft beläuft sich auf 6,25 Millionen. Die Dank hat 60 000 Ge­nossenschaftsanteile ausgegeben, von denen sich 10 000 in Händen der Betteidungsgesellschaft be­finden. Die restlichen 50 000 Anteile verteilen sich auf 16 500 Mitglieder.

Kwangsi beigebrachten Niederlage sich wieder nördlich gewandt hätte, um sich mit Feng- ^uhsiangs Truppen zu bereinigen, ist von Den Regierungstruppen am 21. Oktober ent­scheidend geschlagen und aufgelöst , . . .

worden. Die Regierungstruppen drangen amtlicher Grundlage. Beamte gehören ihrer 20. Oktober in Hauning, der Hauptstadt der Pro- l Leitung nur al- Einzelpersonen an.

owomemoi. oneuer, onaiD oeaecni.® woikul q oedecetneoetk V Schnee a graupeln, g «ehel K Gewitter ,(g)Winästiiic.-O-> sehr «enter Os» ^5 massige» Südsüdwest q stürmischer nordwesi Oie »lene fliegen mit dem winde. Die oeiden Stationen stenenden Zah­len gehen die Temperatur an Die Limen veromden Orte mit gleichen al rtee/esmvrau umaerechoeten Luftdruck

Wette rvora uesage.

Das Hochdruckgebiet, das sich noch weiter gekräftigt hat, ist mit seinem Kerngcbiet mehr nordöstlich ge­wandert und weist heute morgen über Südschweden Barometerstände von über 775 mm auf. chierselbst sind auch in der letzten Nacht starke Fröste, teils bis zu minus 10 Grad Celsius, aufgetreten. Da Deutschland zur Zeit immer noch nördliche Luft- .zufuhr hat, so darf auch bei uns in der kommenden Nacht mit Temperaturrückgang bis in Gefrierpunkt- nähe zu rechnen fein. Das Jslandtief breitet sich weiter südwärts aus. Seine Warmluft hat bereits an der Westküste von Irland und Schottland erheb­lichen Temperaturanstieg und auch Niederschläge ge­bracht. Im südöstlichen Teile der britischen Inseln lagen heute morgen die Temperaturen noch ver­hältnismäßig tief, teils sogar unter Null. Nach und nach wird der Einfluß des Tiefs weiter vorgreifen und das Hochdruckgebiet allmählich verdräng-sn, so daß später wieder mit Temperaturanstieg und auf- kommender Niederschlagsneigung zu rechnen ist.

Wettervoraussage für Sam stag: Teils wolkig, teils heiter, nachts Temperaturen in Gefrierpunktnähe, meist trocken.

Witterungsaussichten für Sonntag: Wieder Temperaturanstieg und Niederschlagsneigung in Aussicht.

Lufttemperaturen am 31. Oktober: mittags 8,7 Grad Celsius, abends 6 Grad; am 1. November: morgens 5,4 Grad- Maximum 8,9 Grad, Minimum 5,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. Oktober: abends 10,1 Grad; am 1. November: morgens 6,4 Grad Celsius. Niederschlag 0,4 mm. Sonnenscheindauer eine Viertelstunde», , ;

und beschlagnahmte sie.

Am Donnerstagabend ist bann Oberbürger­meister Döß mit den übrigen Mitgliedern der städtischen Abordnung mit dem Sonderzug des Norddeutschen Lloyds für dieBremen"-Passa­giere nach Berlin zurückgekehrt.

Am Bahnhof Zoologischer Garten hatte sich schon bald nach 8 Uhr eine Menge junger Leute eingefunden, die hauptsächlich dem nationalsozialistischen zu einem kleinen Teil auch wohl dem kommunistischen Lager entstammten. Sie besetzten die zum Fernbahnsteig führenden Aufgänge und Zugänge und so kam es, daß sich bald auch unter den zahlreichen Passanten die Nachricht von der Rückkehr des Oberbürgermeisters verbreitete und die Zahl der Schaulustigen immer mehr anschwoll. Bald nach 9 Ufjr, als die Stunde der Ankunft näherrückte, kam Bewegung in die Massen. Die Nationalsozialisten stimmten immer wieder ihren RufDeutschland erwache" an und brachen von Zeit zu Zeit in stürmische Niederrufe auf den Oberbürgermeister aus. Als man den Zug einlaufen hörte, stürmten die Massen, auch die bis dahin freigehaltenen Ein­gänge und zogen einen dichten Kordon um die Treppe, die die Amerikafahrer passieren mußten. Das Aufleuchten der Blitzlichter der Presse­photographen gab dann das Signal zu einem langanhaltenden Tumult. Beim Anblick des Ober­bürgermeisters brach die Menge in gellende Pfui - Ru f e aus. Der Ruf Pelzschieber, Skla» rekschieber und ähnliches ertönte immer wieder.

gegangen; wie gemeldet wirb, sind 3 3 Per­sonen ums Leben gekommen imb nur zwei gerettet worden. Der Dampfer »Mar- quette" wurde schwer beschädigt»

W i ch o l f o n" 20 Meilen vom Fort Washington (Wisconsin) entfernt ' ' '

DerSenator" ist

Polizeioffizier und die Stationsbeamten, den Oberbürgermeister und seine Begleiter durch einen Nebenausgang nach der nach ban Landwehrkasino gelegenen Bahnhofs,eite zu füh­ren, wo der M a g i st r a t s w a g e n bereitstanb. Als die Demonstranten ihren Irrtum bemerkten, war es schon zu spät. Denn in Begleitung eines Polizeiüberfallautos fuhr der Kraftwagen des Oberbürgermeisters schon ab und bog in die Kant-Straße ein, gefolgt von andauernden lär­menden Zurufen und Zischen der noch hinterher­eilenden Menge. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich die Demonstranten am Bahnhof Zoo verlaufen hatten.

Obwohl die Ankunft des Oberbürgermeisters von allen zuständigen Stellen streng geheim- gehalten worden war, hatten sich vor der Dienstwohnung des Oberbürgermeisters in der Leibnih-Straße 105 in Charlottenburg zahl­reiche Personen versammelt, zum großen Teil Nationalsozialisten und Kommu­nisten. Die Demonstranten verteilten sich zu­nächst in der Leibnihstraße, so daß die Polizei- bcamten keine Möglichkeit haltm, einzugreifen. Das Haus des Oberbürgermeisters selbst lag in tiefstem Dunkel doch die umliegenden Häuser waren hell beleuchtet und aus allen Fenstern sahen die Bewohner auf das ungewohnt leb­hafte Treiben herab. Gegen 21.15 Uhr zogen sich wie auf Kommando die Demonstranten auf beiden Straßenseiten plötzlich zusammen. Die drei Schupobeamten, die dort postiert waren, waren der Ansamn lung gegenüber vollkommen machtlos.

Gegen 9.25 115r kam von Charlottenburg her das Dienstauto des Oberbürgermei­sters, gefolgt von einem Ueberfallwagen der Polizei, und hielt vor dem Haus. In diesem Augenblick ging der Tumult der Demonstranten los. Gellende Zische ertönten und Ruse:Nieder mit dem Schieber, Sklarek-Genosse" usw. Die Polizeibeamten drängten die Menge soweit zu­rück, daß sie wenigstens ein Spalier vom Haus­eingang bis zum Bürgersteig bilden konnten, da die Demonstranten in immer schärferer Weise schimpften und Miene machten, gegen das Auto vorzurücken. Oberbürgermeister Dötz begab sich in die Wohnung, während die Demonstranten johl­ten und zischten. Die Polizei mutzte dann die Stratze räumen, da die Menge sich vor dem Haus­eingang festzukeilen versuchte. Dabei wurde ein Mann festgenommen, der einen großen Pelz­mantel verehrt mit dem Pelzfutter nach außen an gezogen hatte und fortwährend schrie:Ge­schenk von Sklarek an ihren Freund Bötz." Die Demonstranten wurden dann langsam in die Nebenstraßen abg^rängt Die Polizei blieb noch längere Zeit vor der Wohnung des Oberbürger­meisters, da noch mehrmals Versuche zu Demon­strationen gemacht wurden.

Klärung in Ehina.

Tschiarigkaischek meldet Liege über die aufständischen Generale.

Berlin, 31.Oft. (WTD.) Die hiesige chine­sische Gesandtschaft hat von ihrer Regierung einen amtlichen Dericht erhalten, demzufolge sich die innervolitische Lage in China außerordent­lich geklärt hat. Tschangfakweis auf­ständische Division, von der gesagt wurde, daß sie nach der ihr von den Regierungstruppen in

Auswertungsfragen im GesetzgeburWausschuß des hessischen Landtags.

D a r m st a d t, 31. Oft. Im Gesetzgebungsausschuh entspann sich eine lange Debatte über den kom­munistischen Antrag, daß die hessischen Spar­kassen mit 50 v.H. aufwerten sollen bei einem Sparguthaben bis 15 000 Mark und daß die Genossenschaftskassen,dieBanken und andere Geldinstitute ebenfalls zur Auswer­tung verpflichtet werden sollen. Die Bemtuna des Eintrages wurde zurückgestellt, weil auch der Wirt­schaftsminister, dem die Genossenschaftskassen unter­stehen, gehört werden soll.

In einem Antrag wünscht der Abg. Dc. B e st (VRP.), daß die hessische Verordnung über die Sparkassenguthaben vom 27. Oktober 1926 in verschiedenen Punkten abgeändert

wird, weil nach seiner Ansicht die Verordnung nicht ganz im Einklang steht mit den reichsgesetz­lichen Vorschriften. In einem anderen Antrag wünscht er, datz der Zinssatz für dieAuf - Wertungsguthaben der Sparkassen vom 1. Ianuar 1929 ab von 3 auf 5 v. H. erhöht werden möge. Außerdem soll die Destimmung über die Höhe des Zwischenzinses geändert werden. Seine Anträge werden von den übrigen Ausschuhmitgliedern im allgemeinen ablehnend ausgenommen, einmal aus Mangel an Mitteln, bann aber auch, weil die hessische Verordnung in der Praxis tatsächlich den reichsgesetzlichen Destirnmungen entspricht, da außerdem die hessischen Sparkassen das Recht haben, ihre Aufwertungssätze über den Min­destsatz von 12,5 v. H. zu erhöhen, was be­reits in zahlreichen Fällen geschehen ist. Auch hier vertagte der Ausschuß die Abstimmung.

Die Angestellten bei der Banfenfufton.

Das Reichsarbeitsministerium hatte im Zu­sammenhang mit der aus der Fusion der Deutschen Dank und der Disconto- Gesellschaft sich ergebenden Lage die Ver­treter der Angestellten-Organisatio- n e n der beiden Danken zu einer Aussprache geladen. Ministerialrat Dr. Beisiegel berichtete über die Stellungnahme der Dankleitungen beider Danken, die in allen wesentlichen Punk­ten eine Ablehnung der Forderungen der Angestellten enthalte und direkte Ver­handlungen mit den Angestelltenverbänden ab- lehne. Die Angestellten-Vertreter sahen in dieser Erklärung keine befriedigende Antwort und haben eine schriftliche Stellungnahme versprochen.

Dec Medizinisch-pysiologische Nobelpreis von 1929.

Das Lehrerkollegium des Karolinischen In­stituts zu Stockholm hat beschlossen, dem Pro­fessor Christiaan Eijkman in Utrecht die Hälfte des Nobelpreises in Physiologie unb Me­dizin von 1929 für seine Entdeckung des anti- neuritischen Vitamins und Professor Sir Frederik Cowland Hopkins in Cambridge die zweite Hälfte desselben Preises für seine Entdeckung der wachsenden Vitamine zu verleihen.

hochschulpoNtik und Volksbegehren.

Der S. E. zu Kiel, dem die Korps Holsatta und Saxonia angehören, hat seinen Austritt aus der Freien Kieler Studenten­schaft, die sich aus der Deutschen Studer.tm- schast nach deren Auslösung als stärkste Gruppe entwickelt halte, erklärt mit der Begründung, datz sich die Freie Kieler Studentenschaft durch einen Ausruf, in dem sie ihre Mitglieder zur Einzeichnung in die Listen des Volksbegehrens aufgefordert hatte, einseitig politisch feft» gelegt und damit die seit ihrer Gründung verfolgte Dahn, eine lediglich hochschulpolitische Organisatton darzustellen, verlassen habe.

Raubüberfall auf eine Sparkasse.

Gegen 6.30 Uhr abends drangen zwei mit Pistolen und Dolchen bewaffnete, maskierte Männer in die Zweigstelle Palmnicken der Krcis-Sparkasse Fischhausen (Ostpreußen) ein und raubten die Kasse aus. Sie erbeuteten 7000 Mk. Während der eine Räuber den Geldschrank plünderte, hielt der zweite den im Dienstraum anwesenden Rendan­ten und eine Beamtin mit der Pistole im Schach und deckte auch den Rückzug. Die Räu­ber konnten mit ihrer Deute in der Dunkel­heit unerkannt entkommen, obwohl die Verfol­gung sofort ausgenommen wurde.

Wettflieger von König in Kanada.

In Hamilton im Staate Ontario ist am Don­nerstag Freiherr v. König-Wart- baufen, der sich mit einem Kleinflugzeug auf einem Fluge um die Welt befindet, eingetroffen. Die Strecke über den Stillen Lz:an legte v. König- Warthausen mit einem Dampfer zurück. Er wird sich von Neuyork nach Deutschland auch wieder einschiffen.

Deutsche Ehrengabe an die Eolumbia-Anioersilät.

Dotsa-after v o n P r i t t w i h überbrach.e heute der Columbia-Universität zur Feier ihres 175- jährigen Destehens eine Photographie des Reichspräsidenten mit dessen eigenhän­diger Unterschrift.

Derlin, 1. Nov. (V.D.Z.) Die Reichstags- sraktion der Deutschen Dolkspartei trat am Don­nerstag zu einer Sitzung zusammen, die sich über den ganzen Tag erstreckte. Reichswirtschast^ Minister Dr. C u r t i u s erstattete auf Wunsch zunächst einen kurzen Dericht über die politische Lage unter besonderer Terücksia-tigung der benden außenpolitischen und reparationspolttl- schen Verhandlungen. Tie Fraktion be­kannte sich zu einer Fortsetzung ihrer bis­her i g e n Politik. Sie ist mit der Heber* nähme desReichsaußenmi niste r i u m s durch den bisherigen Wirtschaftsminister- Dr. Curtius einverstanden und beansprucht für die Fraktion die Desetzung des Reichs wirt- s chaftsministeriums. Mit besonderer (Ge­nugtuung wurde davon Kenntnis genommen, datz der Gesund? etszustand des Fraktionsvorsitzenden Dr. Scholz sich wesentlich gebessert habe.

In der Frage der Desetzung des Reichswirt-. . u

schaftsministeriums werden voraussichtlich schon I Die Heimwehrleute wandten sich an den Orts- Heute die Verhandlungen auf genom - l sicher for Heimwehr um Hilfe. Dieser setzte men werd en. Reichskanzler Müller wird mit sich mit dem Dizebürge rmeister von Stockerau dem gegenwärtigen Fraitionsführer, Geheimrat in Verbindung, der es jedoch ablehnte, mit Zapf eine Aussprache Habern Sollte der Reichs- frem Direktor der Maschinenfabrik zu verhan- kanzler nach den Vorschlägen der Volkspartei

fragen, so wird er eine Liste von Namen er­halten, die nicht belanntgegeben werden soll, da man die verfassungsmätzigen Rechte des Reichs­kanzlers und des Reichspräsidenten sorgfältig wahren will. Es ist anzunehmen, datz diese Liste die Namen Moldenhauer, Albrecht, von Raumer, Dauch enthält. Die Volks- parteiliche Fraktion behandelte in eingehender Berlin, 31. Oft. (TU.) Der Berliner Aussprache alle aktuellen Fragen, insbesondere Oberbürgermeister Dötz ist von seiner Ame- den Ausgang des Volksbegehrens. Hierzu rifareife zurückgekehrt. In Bremerhaven ist es wurde eine Entschließung gefaßt, die heute be- bei der Ankunft des Oberbürgermeisters zu kanntgegeben werden soll. I einer ersten Demonstration gekommen. Während

der SchnelldampferBremen", auf dem sich der Oberbürgermeister befand, im Begriff war, am Pier anzulegen, erschien an der Terasse, die die Lloydhatle auf dem Pier in ihrer ganzen Länge in der ersten Etage durchzieht, eine fünf Meter lange Fahne mit der Inschrift: Sklarek-Pelze für 1000 Mark. Die Zahl Berlin, 31. Ott. Am tlich wird berichtet: war durchstrichen und darunter geschrieben: Nach den beim Reichswahlleiter bis zum 31.Für Herrn Dötz für 400 Mar k." Das Oktober 22 Uhr eingeqangenen Meldungen Publikum staute sich vor dieser Fahne. Die stellt sich das Ergebnis wie folgt: Zahl der Polizei schritt ein, ritz die Fahne herunter Stimmberechtigten 34585399, Zahl der Eintragungen 3 299 152, mithin Betei­ligung 9,54 v. H. Gemessen an der Gesamt­ziffer der Stimmberechtigten (41 278 897) liegen Die Eintragungsziffern aus etwa 8 3,7 8 v. H.

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