Ausgabe 
1.5.1929
 
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jetzt ermässigter Preis!

NSU Vereinigte Fahrzeugwerke A.G.Neckärsultn/WiJrHbg.

"SchweresGewitterimDogelsberg. Am gestrigen Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr ging über unserer Stadt ein kurzer und heftiger Platzregen nieder, der von einigen Blitzschlägen begleitet war. Gegen 6 Uhr abends entlud sich dann über dem Vogelsberg ein heftiges Gewitter, das etwa eine halbe Stunde lang dauerte und von orkanartigem Sturm begleitet war. Darüber wird uns aus dem Vogelsberg folgendes berichtet: Dicke Nebelwolken wälzten sich bis zum Oberwalü und verdunkelten iede Aussicht. Von den Feldern eilte man schnell nach Haus, und schon setzten mit lautem Getöse die ersten Detonationen ein. Dom Heegwald zog das Wetter über den Gaulskopf zur Alteburg und zur Herchen- Hainer Höhe. Unter heftigem Sturmgebraus erreichte das Gewitter hier seinen Höhepunkt. Von den ande° ren Tälern stürmten Orkane nach der Hohe des Vogelsbergs und brachten kräftige Regenschauer her-

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pole falb in ,u Ehren ver­öl Ferrol ist :sien" ringe- öchlsses stattete en der Offiziere irdene Festlich-

Kausikampf im Frankfurter Gtadtparlament.

wüste Prügelei zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten.

Vertreter für Motorräder:

Linker L Sohn, Gießen (Hessen)

Ludwig Römer I., Heuchelheim,Wilhelmstraße 2

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Das Theater

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esse begegnen wird.

Der Goethe-Bund bittet uns, an dieser Stelle nochmals auf das Gastspi^ der Haatz-Berkow» Festspiele am 10. Mai rm Stadt- theater hinzuweisen, zu dem die Dundesmitglieder gegen Einlösung des Gutscheines "2lr. 5 ermäßigte Eintrittskarten erhalten. Wie noch in Erinnerung, haben die Festspiele bei ihren früheren Gast- spielen auch in unserer Stadt lebhaften Beifall gefunden. (Siehe heutige Anzeige.)

Dortrag über Erd- und Feuer­bestattung. Wan schreibt uns: Am kommen­den Freitag bringt der Bolksfeuerbestattrmgs- Verein im Cafö Leib eine Serie von 150 Licht­bildern über die verschiedenen Destattungsarten von der Urzeit bis zur Jetztzeit zur Vorführung. Sehr lehrreich und interessant sind die einzelnen Destattungsarten der Völker, z. B. Luftbestattung auf Reu-Guinea, Hockergräber aus der Stein­zeit, die Todesschiffe der Wickinger, Scheiter- haufenverbrennung bei den Germanen, die ®rab» kammern und Mumien der alten Aeghpter usw. Man beachte die heutige Anzeige.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

y Watzenborn-Steinberg, 30. April. 3m gutvesehten SaaleZum goldenen Stern' in Watzenborn veranstaltete am Samstagabend der hiesige Kirchengesangverein ein Wohltätigkeitskonzert zum Vesten der Errichtung einer Kleinkinderbewahranstalt. Das Orchester setzte sich aus einer größeren Anzahl von Musikern aus Gießen zusammen, als Solist wirkte Herr Kurt Richter (Tenor), Gießen, mit. Das geschickt zusammengesiellte Programm brachte Stücke aus unserem besten musikalischen Kulturgut, wie sie Landgemeinden wohl selten geboten werden dürften. Das Orchester (Flöten­solo Herr Kehrmann, Trompetensolo Herr Schwarzlose), der Solist, sowie der Kirchen­gesangverein zeigten sich ihrer Aufgabe vor­trefflich gewachsen und konnten lebhaften Bei­fall ernten. Ein kleiner Grundstock für das not­wendige Werk ist gelegt. Sein weiterer Ausbau muß nun in Angriff genommen werden. In die­ser Richtung wollte der Abend anregend wirken.

d. Beuern, 30. April. Unsere freilebende Tier­welt ist, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, im all­gemeinen gut durch den harten Winter gekommen. Man kann sagen, daß der Wild stand in unserer Gegend keine Einbuße erlitten hat. Selbst ge­schlossene Ketten von Rebhühnern waren unlängst noch zu sehen. Ein Bussardpaar ist ebenfalls der langen Hungerperiode entronnen und zog dieser Taae seine wundervollen Kreise über unsere Fluren: auch der Waldkauz ließ sich in einigen Nächten (eit- I her noch vernehmen. ________________________

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-s- Treis ad. Lumda, 30. April. Am Sonntag- nachmittag fand die feierliche Einweihung un- erer von der Firma Förster 8-Nicolaus (Lich) ge­lieferten Kirchenorgel durch den Superinten­denten der Provinz Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner (Gießen), statt. Die Feier wurde durch Vorträge des hiesigen Evangelischen Kirchenchores, des Posaunenquartetts und die erste Schulklasse ver- schönert. Nach der Weihehandlung führte Pfarrer Lic. theol. Dr. Stumpf (Merlau) die Orgel in ihrer ganzen Tonfülle vor.

± Aus der Rabenau, 30.Apnl. l^bhast« Nachfrage herrscht hier nach F e r k e l n , für die hohe Preise gefordert und bezahlt werden. Jungtiere bis zu sieben Wochen gelten 40 bis 45 Mk., über sieben Wochen alte bis zu 50 Mk. Mit einem Rück­gang der Preise ist schon um deswillen nicht zu rechnen, weil durch den strengen Winter viele Land­wirte die Ferkelzucht ausgegeben haben. Die Preise für fette Schweine sind in der letzten Zeit gleich- bleibend, nämlich 72 bis 76 Pfennig pro Pfund

*»^KuPf^^!^ioel gestohlen! Wie uns von dem Amtsanwalt in Alsfeld mitgeteilt wird, wurden etwa am 22. April an der Straße Rd.- GernündenHainbach ca. 150 kg Kupferkabel (Kupferseil), das von der dort tätigen Dau- kolonne am Ortsausgang von Hainbach nieder­gelegt worden war, gestohlen. Personen, me über den bisher nicht festgestellten Tater sach­dienliche Angaben machen können, werden um Rachricht an die nächste Gendarmerie, oder an den Amtsanwalt in Alsfeld gebeten.

Die Rotlage der hessischen An­waltschaft. Die allgemeine wirtschaftliche Lage in der hessischen Anwaltschaft macht sich durch die Lieberfüllung des juristischen und namentlich des Anwaltsberufs in Hessen in besonderem Maße geltend. Die Anwaltsvereine von Mainz, Darmstadt und G i e ß e n haben daher für Sams- tag, 1.3uni, eine Versammlung der hessischen Anwälte im Schwurgerichtssaal in Dkattrz em- berufen. Die Versammlung soll die zur Bekämp­fung der Rotlage erforderlichen Schritte be­sprechen. Insbesondere wird über die Beschrän­kung der Zulassung zur Anwaltschaft (numerus clausus) und über die Abwehr der Gewerbesteuer, die nach der Ansicht angesehener Autoritäten für die freien Berufe unzulässig ist und in Preußen auch abgelehnt wurde, verhandelt werden.

Der Hessische Richterverein hält seine diesjährige Hauptversammlung am l.Suni in Mainz ab. Mit der Versammlung ist die Feier des 30jährigen Bestehens des Vereins und der 50jährigen Rechsjustizgesehgebung verbunden.

Frankfurt und das Deutsche Sänger-Bundesfest. Der Frankfurter Ma­gistrat hat sich bereit erklärt, die finanziellen und sonstigen Voraussetzungen zu schaffen, unter de­nen das Deutsche Sänger-Bundesfest 1932! in Frankfurt a. M. abgehalten werden kann. Eine entsprechende Vorlage wird der Stadtverord­netenversammlung zugehen.

"EinpolnischesKonsulatlN Frank- f urt a. M. Ab l.Mai wird am Mainkai 43 m Frankfurt a. M. ein polnisches Generalkonsulat er­öffnet. Dem Konsulat unterstehen die Regierungs­bezirke Trier, Koblenz, Hessen-Nassau, Hessen-Darm­stadt, sowie die bayerische Pfalz.___________

Lebendgewicht.

Kreis Büdingen.

4fc Echzell, 30. April. Unter starker Be­teiligung ihrer Mitglieder hielt die tiieftge B e * zugs- und Absatzgenossenschaft ihre diesjährige ordentliche Generalversamm­lung in der Wirtschaft von Phil. Mogk II. ab- Einstimmig wurden die seitherigen verdienten Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats toie- dergewählt. Der von dem Rechner H. H e 11 e t V. vorgetragene Jahresbericht zeigte einen ansehn- lichen Lleberschuh, der dem Reservestock -um­schrieben wurde. Eine besondere Ehrung wurde dem Direktor Phil. Stoll und dem Genossen­schaftsrechner H. Heller V zuteil die beide 25 Iahre in hervorragender Weise ihrem Ver­einsamt vorgestanden hatten. Dom 22. bis 24. Iuni feiert der hiesige Ziegenzucht ver­ein das Fest seines 25jährigen Be­stehens. Verbunden damit ist die 2 51 a h r i g e Jubelfeier des Kreisziegenzucht- vereins. Vorgesehen ist u. a. eine Prämi­ierung. Die Ziegerizucht hat in den letzten Iah- ren frier einen starken Aufschwung erfahren.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<> Aus dem Kleebachtal, 30. April. Es ist jetzt wieder die Zeit gekommen, wo der Ver­kauf der jungen Gänschen stattfindet. Fast täglich kann man Bauersfrauen mit Henkelkörben unterwegs sehen, die sich auf der Suche nach jungen Gänschen befinden. Da die Gänsezucht hier nicht mehr in dem Umfange betrieben wird, wie in frü­heren Jahren, andererseits aber rege Nachfrage herrscht, sind die Preise angezogen. Es werden für das Stück 2 bis 2,20 Mk. gefordert und bezahlt.

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Aus ver proviuzialhauptstavt.

Gießen, den 1. Mai 1929.

Vertrag zwischen Gießen und KrastverkehrsgesellschastHessen".

Wie wir auf Anfrage von gut unterrichteter Seite hören, ist zwischen der Stadt Gießen einerseits und der K raf tv e r ke h r s g e s e l schäftHessen" anderseits, die bekanntlich den Kraftomnibusbetrieb des Zweckverbandes DieseckAlten-Buseck übernommen hat, em Ver­tragsabschluß zustandegekommen, der ab 19. Mai Gültigkeit hat. Rach diesem Vertrage werden die Kraftomnibusfahrten von Wieseck bis zum Gießener Bahnhof am Vormittag nur bis 8 Llhr durchgeführt, und zwar sind hier sechs Fahrten hin und zurück vorgesehen: ferner fin­den nachmittags zwischen 17 Llhr und 18.30 Llhr noch vier Fahrten zwischen Wieseck und Bahnhof Gießen statt. Alle übrigen Omnibusfahrten wer­den nur bis zum Walltor in Gießen geführt. Auf der anderen Seite hat sich die Stadt Gießen verpflichtet, den Straßenbahnbetrieb nach Wieseck nicht vor dem 30. Rovember 1933 aufzunehmen, d. h. die elektrische Straßen­bahn wird zwar vorher gebaut, aber erst ab 1. Dezember 1933 dem Betrieb nach Wieseck übergeben.

In unserer Bürgerschaft wird man diesen Ver­tragsabschluß um deswillen besonders begrüßen, weil durch ihn die großen Omnibus Ungetüme vorerst nun seltener im Verkehr auftreten und dadurch auch der Verschleiß unserer Straßen herabgemindert wird, und weil ferner die Ge­währ gegeben ist, daß ab 1. Dezember.1933 Liese schweren Wagen vollständig verschwinden werden und dann unsere Straßen wieder aus­gedehnte Schonung erfahren.

Vornotizen.

Tageskalender für Mittwoch Stadttheater:Sie Herzogin von Chicago ,19.15 bis 22.15 Llhr. Zirkus Hagenbeck, 3.30 und 8 15 Llhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Es war." Astoria-Lichtspiele:Rinttntrn als Le­bensretter." _r s .

©tabttfreater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Das letzte Gastspiel des Reuen Operettentheaters, Frankfurt a. M., bringt am heutigen Mittwoch, abends P/4 Llhr, die letzte Wiederholung Emme­rich Kalmans großer OperetteDie Herzogin von Chicago". Das Stück hat seinen Sieaeszug über die Bühnen der Welt angetreten und auch bei der hiesigen Premiere einen starken Beifall gefunden, so daß die morgige Wiederholung, die mit dem Abschied der Frankfurter Operetten­künstler veicknüpft ist, zweifellos größtem Inter-

Sonaetstag, een 2. mal 1929, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg dahier, zwangs­weise gegen Barzahlung:

einen Teppich, zwei Schreibtische, einen Kaffenschrank, eine Standuhr, zwei Regu­latoren, vier Vertikos, einen Glasschrank, zwei Sofas, drei Tische, ein Klavier, einen Silberschrank, drei Diwans, vier Lücher- schranke, einen Rollenschrank, vier Büfetts, einen Rauchtisch, ein Schrankgrammophon, drei Chaiselongues, drei Warenschränke, eine Ladentheke, zwei Grammophone, zwei Spiegel, eine Nähmaschine, zwei Schlaf­zimmerbilder, 1 Damenfahrrad, einen Last­kraftwagen, einen Tisch mit sechs Stühlen, eine Korbmöbelgarnitur, 15 Staubbesen, 22 Meier Mantelstoff, 159 Meter Futter- stoff, 86 Meter Anzugstoffe, 200 Lund Mittelbärme. 3939D

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Gerichtsvollzieher in Gießen Steinstroße 13 Jernrus 4101.

Gvotze Versteigerung.

Degen Aufgabe des Haushaltes versteigere ich Donnerstag, den 2. Mai, von 2 Uhr ab,

«ovdanlage z 02702

2 Letten mit allem Zubehör, 2 Nacht« schränke mit Marmor, 1 Waschtisch mit Spiegel und Marmor, 1 Kleiderschrank, 1 Kommode, 1 Flurgarderobe, 1 Küche mit Porzellan usw., 1 Gasherd mit Tisch, 2Schreibtische, iSopha, 2 Chaiselongues.

tz. Bronn HJutüoaator und imoiot.

auf. Selbst nach einer Stunde hatte sich das Gewölk noch nicht beruhigt und wurde von einem wilden Sturm hin und her geschoben. Der Sturm wirbette große Staubmengen auf den Straßen auf, fo daß es unmöglich war, weiter als zwei bis drei Meter au sehen. Autos mußten mit voller Beleuchtung und sehr langsam fahren, Radfahrern war es nicht mög­lich, weiterzukommen. In Mittelseemen wurde der Landwirt Heinrich Nies von dem Unwetter über­rascht, als er auf seinem mit zwei jungen Pferden bespannten Wagen nach Hause fahren wollte. Die Tiere scheuten. Nies fiel durch den plötzlichen Ruck vom Wagen, gerade zwischen Pferde und Sielscheite, und wurde ein Stück geschleift. Der Gederner Arzt stellte u. a. schwere Verletzungen des Unterschenkels mit ausgedehntem Bluterguß fest. Das auf dem Wagen sitzende Söhnchen des Verunglückten kam nut dem Schrecken davon. Zn Schotten schlug der Blitz in eine Antennenanlage ein und zerschmetterte den etwa zehn Meter hohen Holzmast auf der Weiter- wiese vollständig. In den angrenzenden Wohnungen sind Störungen an den Licht- und Telephonleitungen entstanden.

** Die Störche sind wieder da. Vor­gestern wurden über unserer Gegend sechs Störche, hoch in der Luft fliegend, bemerkt. Wie uns weiter berichtet wird, ist auch das Storchenpaar unserer Nachbargemeinde Wieseck wohlbehatten in seinen alten Standort zurückgekehrt.

" Dienstjubitäum. Heute sind es funf- undzwanzig Iahre, daß Herr Adolf Dör­ner als Hausmeister an dem hiesigen Real­gymnasium in vorbildlicher Weife tätig ist. Das Kollegium hat dem Iubilar heute vormittag in Anertennung seiner verdienstvollen Tätigkeit eine besondere Ehrung zuteil werden lassen und eine kleine Ehrengabe überreicht.

** Eine Geflügelfarm wurde im vorigen Herbst von Herrn I. Kneipp von hier im sog. Alten Feld, unterhalb der Eisenbahnstrecke Gießen Fulda, in der Nähe des Eisenbahnübergangs am Alten Steinbacher Weg, errichtet. Das recht große, mit zahlreichen Obstbäumen bepflanzte Gelände ist mit einer Maschendrahteinfriedigung umgeben. Arn Haupteingang ist ein massives, bewohnbares Haus errichtet:'hier hat auch der treue Wachhund seinen Stand. In dem unteren Teil ist eine geräumige Halle aus Holz erbaut, die dem Geflügel Unterkunft gewährt. Die Geflügelfarm ist mit weit über 200 Hühnern (Amerikanisches Leghorn, Rotländer) und einigen Enten besetzt. Die zahlreichen Spaziergänger, die dem Walde nach dieser Seite zustreben, nament­lich die Jugend, haben ihre lebhafte Freude an den vielen weißen Tieren. Zur Zeit werden auch die Gärten in diesem Gemarkungsteil mit Wasserleitung

WSR. Frankfurt a. M., 30. April. Die heutige Stadtverordnetensitzung, die um 17.20 Llhr von dem Vorsitzenden H e i ß w o l f eröffnet wor- den war, nahm zunächst die Einführung und Ver» pslichtung des neuen unbesoldeten Magistrats- Mitgliedes Pfeuffer vor, der an Stelle des nach Bad Orb als Bürgermeister verpflichteten Stadtrats Schubert gewählt worden war. Rach Erledigung einiger kleiner Punkte der Tagesord­nung trat man in die Beratung eines Antrages des Hauptausschusses über die Reuorgani­sation des Rettungswesens ein.

Rachdem schon bei der Einführung des neuen Stadtrats Pfeuffer der kommunistische Stadt- verordnete Lang die Sitzung durch Zwischenrufe zu stören versucht hatte, kam es bei der Debatte über diesen Antrag zu einer wüsten Schlä­gerei. Der Stadtverordnete Lang unterbrach fortwährend den nationalsozialistischen Redner durch lärmende Zurufe, so daß er zweimal zur Ordnung gerufen werden mußte. 2Us Lang aber nicht schwieg, sondern seine Zurufe, von Frakttonskollegen, sowie Zuschauern auf der Galerie unterstützt, weiter fortfetzte, sah sich der Vorsitzende genötigt. Lang von der Sitzung a u s- z u s ch l i e ß e n. .Während sich Lang unter fort­währenden Zurufen aus dem Saale entfernen wollte, eilte der Kommunist Aschenbrenner auf Grund eines Zurufes des Rationalsozialisten Sprenger zu der rechten Seite des Sitzungs­saales, wo er mit erhobenen Fäusten, gefolgt von Fraktionsgenossen, vor den Dan­ken der Rationalsozialisten stehen­blieb. Llnter ohrenbetäubendem Lärm des Hauses entstand jetzt eine wüste Prügelei, wobei zwischen dem Kommunisten Aschenbrenner und den Rattonalsozialisten Sprenger und Gemeinder zahlreiche Faust- und Dox- hiebe gewechselt wurden. Ernst nach einigen Minuten allgemeinen Tumultes gelang es an­deren Stadtverordneten, die Streitenden zu tren­nen. Der Vorsitzende hatte inzwischen feinen Stuhl verlassen und damit die Sitzung unterbrochen.

Rach fast einstündiger Beratung des Aelte­st en-Ausschusses, der nach diesen Szmien zusammenberusen worden war, um zu den Vor­kommnissen Stellung zu nehmen, verkündete der Vorsitzende nach bedauernden Worten über den traurigen Zwischenfall folgenden Beschluß oes Aeltestenausschusses: Der Stadtverord­nete Lang wird, nachdem er der Aufforderung, den Saal zu verlassen, nicht nachgekommen ist. auf weitere drei Sitzungen von den Be­ratungen ausgeschlossen. Der Stadtverord­nete Sprenger wird für seinen beleidigenden Zuruf nachdrücklichst zur Ordnung gerufen, und der Stadtverordnete Aschenbrenner wird als Llrheber der Prügelei von der gütigen sowie drei weiteren Sitzungen ebenfalls ausgeschlossen.

ANZEIGEN

für die Tagesnummer des ßießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahme­fällen nicht gewährleistet werdenl

VERLAG DES GIESSENER ANZEIGERS

Arbeitsvergebrrrrg.

Nachstehende Arbeiten zum Neubau der HeilstätteSeltersberg" in Gießen sollen auf Grund der Reichsoerdingungsordnung im öffentlichen Wettbewerb vergeben wer­den: dy2ZU

1. Schreinerarbeiten.

2. Kunstschmiedearbeiten.

3. Plattenarbeiten.

Die Verdingungsunterlagen und Ze ich' nungen liegen im Bureau des Architekten BD.A. Bautal Meyer, Frankfurter Str. 5. zur Einsicht offen.

Die Angebote auf Vordruck sind bis zum Eröffnungstermin

Mittwoch, den 8. Mai 1929 vormittags 11 Uhr verschlossen und mit entsprechender Auf­schrift versehen daselbst einzureichen.

Zuschlagssrist drei Wochen.

Gießen, den 30. April 1929.

Der Heilstättenverein für Hessen.

Vergebung von Pflaster- und Wegebauarbeiien.

Der Schlußtermin zur Abgabe von An- aeboten auf die von der Gemeinde Kinzen­bach ausgeschriebenen Pflaster- und Dege- bauarbeiteu wird bis zum 7. Mai, nach­mittag» 6 Uhr, verlängert. 3919D

Kinzenbach, den 30. April 1929.

Der Gemeindevorsteher.

Die Lieferung von 3000 Tonnen Rhein- oder Malnsand (Pflastersand) soll vergeben werden. Angebotsvordrucke sind vom Kreis- sirohenbauamt Metzlar zu beziehen und ihm die Angebote bis zum 11. Mai 1929 Hmzureichen. Zuschlagsfrift 14 Tage, (MD,

Kein Führerschein l

AAA Viertakter, Block-Moton ÄiWW Kettenantrieb, Dreigang

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