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Neuer Mugzeugtyp der FLiegerg uppe Darmstadt.

Die akademische Fliegergruppe Darmstadt hat eine neue Flugmaschine kon­struiert, die oiu Dicnstagvormittag zum ersten Male vorgeführt wurde. Der Vorführung wohn­ten der Staatspräsident, der Minister des In­nern, mehrere Professoren der Technischen Hoch­schule und sonstige Behördenvertreter bei. Die Probeflüge fanden allgemeine Bewunderung. Cs ist die erste Konstruktion eines freitragen­den Doppeldeckers, d. h. eines D o p - peldeckers ohne Verstrebungen und Verspannungen. Das Flugzeug ist aero­dynamisch aus dem Segelflugzeug heraus kon­struiert mit dem Gesichtspunkt der höchsten Lei­stungsfähigkeit bei geringsten Ausmaßen und kleinstem Motor. Die Maschine entwickelt eine Geschwindigkeit von 203 Stundenkilometer und eine Steigfähigkeit von 1030 Meter in drei Minuten. Die Probcflüge bewiesen eine bewun­dernswerte Steuerfähigkeit. Die Spannweite be­trägt etwas über sieben Meter. Die Maschine wiegt 280 Kilogramm und hat eine Zuladefähig­keit von 260 Kilogramm. Der Aktionsradius be­trägt 500 Kilometer mit zwei Personen und Gepäck. Das Flugzeug benötigt eine Startstrecke von nur 30 Meter. 3m Leistungswettbewerb wird die Maschine vom Flieger Voigt, im Ostpreuheuflug von Rehring gesteuert werden.

Deutsche Leereöstimeisterschasten.

Am Donnerstagvvrmittag kamen in Klingen­thal (Sachsen) die deutschen Heeres-Skimeister- schaften 1929 zum Austrag, deren erster Teil die Abwicklung des Patrouillenlaufes über 25 Kilo­meter umfaßte. Pünktlich um 10.30 lUjr ver­lieh die erste der 18 Patrouillen, bestehend aus einem Führer und vier Wann den Start, der die übrigen in Abständen von 15 Sekunden folg­ten. Die Schneebeschaffenheit war ausgezeichnet. Am Start hatten sich der Chef der Heeresleitung, General Heye, unZ) General v. Blomberg vom Aeichswehrministerium eingefunden. Die Strecke, die ausgezeichnet markiert war, begann an der Herberge am Aschberg in 900 Meter Hohe und endete am Sportrestaurant Quisisana bei Drunndöbra. Als erste Patrouille liefen die Kemptener Jäger, 1. Mannschaft, am Ziel ein. die an zweiter Stelle gestartet war. An vierter Stelle passierte die Patrouille des Pionierbataillons 7 München das Ziel, die die 25 Kilometer lange Strecke in der Lrzesten Zeit von 2:18,17 Std. zurückgelegt hatte. Die Ergebnisse:

A. Gebirgstruppen:

1. Pionierbataillon 7 München 2:18.17,

2. III. 3üger-Batl. I.-R. 19 Kempten, I. Mann­schaft 2:21,22,

3. III. 3cg:r°B tl. I.-R. 19 Kempten, II. Mann­schaft 2:21,32.

4. II. Jäger-Ball. I.-R. 7 Hirschberg 2:26.20, 5. III. Jäger-Ball. 2.-R. 17 Goslar 2:29,31, 6. I. Jäger-Ball. I.-R. 10 Dresden 2:36,41.

B. Flachlandtruppen:

1. 2.-R. 12 Magdeburg 2:39,13,

2. Lehrabteilung 5 Ludwigsburg 2:40,44,

3. I.-R. 7 Oppeln 2:41,52.5.

Internationales Zechtturnier in Monte Carlo.

Unter der Führung des Ehrenvorsitzenden deS Deutschen Fechterbundes, Erkrath de Dary, beteiligte sich die zur Zeit an der Riviera wei­lende deutsche Fechtermannschaft C a s m i r, W o o S und Thomson am Montag an den internationalen Fechtkämpfen in Monte Carlo. Wie zu erwarten, belegte Italien, das seine stärksten Vertreter entsandt hatte, im Florett­mannschaftsfechten sowohl tote im Säbelwett­bewerb die ersten Plätze. 3m einzelnen waren die Ergebnisse folgende:

Florett-Wannschaftskamps: Italien Deutschland 8:1 Frankreich Deutschland 7 2 Italien Frankreich 7 *2

Säbel-MannschaftSkampf: Deutschland Holland 5:4

Italien Frankreich 8:1

Italien Deutschland 7:2

Holland Frankreich 6:3.

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Frankreich Deutschland 6:3.

Kunst und Wissenschaft.

Meue Uebersehungen von Alfred Neumanns Werken.

Der in 100 000 Exemplaren in Deutschland ver- breitete erfolgreiche RomanDer Teufel" von Alfred Reumann (Deutsche Verlags-Anstalt, Stutt­

gart), ist soeben in schwedischer und ungarischer Sprach«, der RomanRebellen" in holländischer Sprache erschienen.

Wirtschaft.

Commerz-Bank Mitteldeutsche Creditbank.

Die Verschmelzung der Commerz- und Privatbank A-G. mit der Mittel­deutschen Creditbank ist ein Proselt, wel­ches bereits vor zwei Jahren aufgetaucht und inzwischen viel erörtert worden ist. Durch den Tod des Berliner Bankiers Alfred 3 a r i s l o w- s k y , der gemeinsam mit dem Generaldirektor des Schultheis - Patzenhofer - Konzcr s Katzen- ellenbogen über ein erhebliches Paket an Ak.ien der Mitteldeutschen Creditbank (11 Will. Mark von insgesamt 22 Mill. Mark) verfügt hat. ist das Projett der Fusion wieder in ein akutes Stadium der Behandlung getreten. Der verstor­bene Bankier 3 a r i s l o w s k y wollte selbst fein beträchtliches Aktienpaket schon verschiedentlich veräußern. Sein Aktienbesitz hatte insofern nur bedingten Wert, als er ihm einen Einfluß auf die Verwaltung der Mitteldeutschen Creditbank nicht verschaffen konnte, da die Verwaltung über 2S5 000 Stimmen der Vorratsakiien und außer­dem über 333 003 Stimmen der Vorzugsaktien verfügt. Gegenwärtig schweben nun mit der Commerz- und Privatbank aussichtsreiche Ver­handlungen zwecks Llebernahme des im Besitz des Bankhauses Iarislows.y be'in'lichen Aktienpake­tes der Mitteldeutschen Creditbank. Für die Commerzbank liegt der Erwerb dieses Mehr­heitspakets näher als für die anderen führenden Großbanken, da sie durch eine Fusion mit der Mitteldeutschen Creditbank sich deren wertvolles Konsortialgeschäft zu eigen machen würde. Die Bedeutung der Mitteldeutschen Creditbank liegt | heute vorwiegend in den Konsortialbeteiligungen ? (Braunkohlen. Terrains, Häuser, Bier- und I Spritkonzern, Hypothekenban'en usw.) und weni­ger im eigentlichen Bankgeschäft, welches wie­derum eine Domäne der Commerzbank bildet. Zu erwähnen sind auch die 3nteressen der Mittel­deutschen Creditbank in der Kaliindustrie (Salz­detfurth-Konzern), deren Erwerb für die Com­merzbank einen nicht unerheblichen Machtzuwachs bedeutet. Hinzu kommt, daß der innere Wert der Mitteldeutschen Creditbank höher ist, als es in ihren Aktienkursen zum Ausdruck kommt. Da die Mitteldeutsche Creditbank auch über ein umfang­reiches Filialshstem in der Provinz verfügt, so ist die Fusion für die Commerzbank, die gerade in letzter Zeit bemüht ist, ihre Position in der Provinz auszubauen (Aebernahme der Braun­schweiger Bank und Creditanstalt, der Aachener Bonk), von besonderem Wert.

Wie der W.T.D.-Handelsdienst von gut unter­richteter Seite erfährt, wird das Ergebnis der Mischen der Commerz- und Privatbank und der Mitteldeutschen Credi ^ffnk schwebenden Ver­handlungen in den nd hsten Tagen bekannt- gegeben werden.

I.-G.-Jarbemnduftn'e A.-G.

Heber das Ergebnis der gestrigen A u f f i ch t s - ratssitzung der I.-G.-F a r b e n i n d u st r i e wird folgendes mitgeteilt:

Die Internationale Gesellschaft für Chemische Untersuchungen A.-G. i n B a - sel (J.-G.-Chemie Basel) beabsichtigt, zu den Effek­ten, die sie bereite besitzt, weitere Beteiligungen, deren Besitz auch im Interesse der J.-G.-Farben- industrie A.-G. liegt, au erwerben und der I.-G.- Farbenindustrie eine Option auf ganze ober teil­weise Ueberlassung ihrer sämtlichen Beteiligungen zum Buchwert einzuräumen. Zu diesem Zweck hat die J.-G.-Chemie Basel in Aussicht genommen, ihr Kapital von 20 Millionen Schweizer Franken auf 250 Millionen Schweizer Franken zu erhöhen. Die J.-G.-Farbenindustrie andererseits beabsichtigt, mit der J.-G.-Chemie Basel einen Dividendengorantie- vertraa abzusch'ießen, wonach der J.-G.-Chemie Basel für ihre Stammaktien jeweils die gleiche Di­vidende garantiert wird, welche die I -G.-Farben- industrie auf ihre eigenen Stammaktien verteilt. Des ferneren ist für den Fall der Kündigung dieser Garantie, die frühestens zum 31. Dezember 1938 erfolgen kann, vorgesehen, daß jeder Besitzer von Stammaktien der J.-G.-Chemie Basel einen An- spruch auf Austausch seiner Aktien gegen I.-G.-Far- ben-Aktien im Berhällnis von nominell 500 Schwei­zer Franken gegen nominell 40 Mark hat. D e Kün­digung kann nur ausgesprochen werden auf Grund eines Beschlusses der Generalversammlung der I.-G..Farbenindustrie, durch den gleichzeitig die etwa erforderliche Erhöhung ihres Stammkapitals genehmigt wird. Roch Durchführung der Kapitaler- Höhung der J.-G.-Chemie Basel und Abschluß des

Dividendengarantievertrages ist beabsichtigt, einen Test der Aktien zur Einführung an Schweizer Bör­se» zu verwenden und ferner je nominell 500 Schweizer Franken Aktien der J.-G.-Chemie Basel anzubieten, und zwar den Besitzern von: Nominell 6900 Mark J.-G.-Farbenindustrie-Altien nominell 12 000 Mark Teilschuldverfchreibungen von 1928, nom.nell 10 000 Mark Riebeck-Montan-Aktien, no­minell 12 000 Mark Dnnamit-Nobel-Aktien, 15 000 Mark Rheinisch - Westfälische > Brennstoff - Aktien, 15 000 Mark S.egener-Dynamit-Aktien, 15 000 Mark Genschow & Co. Der Bezugspreis soll 150 v. H. be­tragen. Für dieses Bezugsrecht sind ungefähr nomi­nell Schweizer Franken 80 Millionen Aktien der I.-G.-Chcm.e Basel erforderlich. Die restlichen Ak. tien werden zum Erwerb weiterer Beteiligungen ufrn. bereitgehalten.

Demzufolge hat der Aussichtsrat der J.-G.°Far- beninbuftrie A.-G. in seiner gestrigen Sitzung be­schlossen, auf ben 20. Febr. 1929 eine außerorbentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung cinzuberufen: Ermächtigung des Sorftanbes, mit der Internationalen Gesellschaft für Cyemische Unter­nehmungen A.-G. in Basel, die beabsichtigt, ihr Aktienkapital von 20 000 Schweizer Franken auf 250 Millionen Schweizer Franken zu erhöhen, einen Dividenbengarantievertrag abzuschlie- feen, wonach der Internationalen Gesellschaft für Chemische Unternehmungen A.-G. in Basel für ihre Stammaktien jeweils die gleiche Dividende garan­tiert wird, welche die I.-G.-Farbenindustrie A.-G. auf ihre eigenen Stammaktien verteilt. Die Verein­barung der einzelnen Bestimmungen bleibt dem Vorstand überlassen.

Die Entscheidung über den Dividendenvor- vorschlag für das Geschäftsjahr 1928, das günstig verlaufen ist, soll der im Mai ftattfin- denden Aufsichtsratssitzung vorbehalten bleiben.

Die flüssigen Mittel der Gesellschaft betra­gen zur Zeit abzüglich der Dankverpflichtungen rund 120 Millionen Mark und werden infolge der be­vorstehenden Stickstoffsaison in den nächsten Mona­ten erheblich zunehmen.

*

* Die Reichsindexziffer für die Le - benshaltungskoften im Januar. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Er­nährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Beklei­dung undsonstiger Bedarf") beläuft sich nach ben Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Januar auf 153,1 gegen­über 152,7 im Vormonat. Sie ist sonach um 0,3 v. H. gestiegen. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913'14 gleich 100) für Ernäh­rung 153,3, für Wohnung 125,9, für Heizung und Beleuchtung 151,0, für Bekleidung 172,5, für den sonstigen Bedarf einschließlich Verkehr 191,1.

* Ä i e Bewag-Anleihe abgeschlos- s e tl Der Aufsichtsrat der Berliner Städtischen Elektrizitätswerke A.-G. (Bewag) hat gestern nach erfolgter Zustimmung durch den Berliner Magistrat das Anleiheangebot des Verhörter Bankhauses Dillon, Reed & Co. mit einer nicht s?hr wesentlichen Abänderung angenommen. Die Vnleihe von 15 Millionen Dollar ist mit 6Vr Vroz? tt verzinslich und läuft auf 33 Jahre, doch beh^tt sich die Bewag eine frühere Rückzahlung vor. Die Anleihe soll zu einem Kurs von nicht unter 93'/, Proz. aufgelegt werden, so daß die effektive Verzinsung 7,53 Proz. beträgt.

* Allgemeine Spar- und Kredit­bank e. G. m.b. H., Frankfurt a. Main. Rach Mitteilung des Verbandes der Erwerbs­und Wirttchoftsgenoisenschaften am Mittelrhein ist das Institut durch allzuweitgehen.de Kredit- hrrgabe feines ersten Direktors. Schöneberg, der inzwischen seines Postens enthoben worden ist, in Schwierigleiten geraten und Hit die Eröffnung eines Der 5 leichsve fahrens beantragt. Rach grundsätzlicher Dereiterllärung größerer Frank­furier und mittelrhein-mainischer Genossenschaften wird angestrebt, Debitoren möglichst schnell ab­zulösen und die De!rüge für die Defriediiung der Gläubiger zur Verfügung zu stellen. Auch von der Verwaltung soll ein erheblicher Betrag zur Derlustmindrrung bereitgestellt werben. Durch das Zusammenwirken der Genossenschaften und des Verbandes unter Beteiligung der zentralen In­stitute steht zu hoffen, daß eine schnelle Ab­wickelung erreicht und für die Gläubiger, ins- befonbere die Spareinleger, ein Verlust ver­mieden wird. Der Reoisionsverband. der die An­gelegenheit überprüft hat, erklärt hierzu, daß es sich nur um eine bedauerliche Einzelerscheinung handelt. DörsenangagementS bestanden nicht.

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Frankfurt, 1. Febr. Tendenz erholt. Don der reibungslosen Ueberminbung des gestrigen Zahl­tages, ben festeren gestrigen Auslanbborsen und dem Streik im polnischen Bergbau ging eine all­gemeine Beruhigung aus. Trotz des wetter lehr kleinen Geschäfts zeigte die Grundtendenz ein freundlicheres Aussehen, und schon geringe Ab-

schlüsie veranlaßten eine Dufwärtsbewegung der Kurse. Auch hinterliefe die nach ben Beichten ber Canbesarbeiisämtcr weiter rückläuf.ge Bewegung des Arbeitsmarktes eine Befriedigung, da eine n cht mehr so erhebliche Abwärtsbewcgui g zu erkennen war. Die Spekulation hielt sich info.gc der Order- losigkeit immer noch stark im Hintergründe, so daß sich das Geschäft in ber Hauptsache auf Spezialwerte beschränkte, bei benen die Erholurgen bis zu 3 0. H. gingen. Im Vordergründe des Interesses standen Siemens mit plus 3, Schuckert mit plus 2,5, I.-G.« Farben mit plus 1,5 und Deutsche Linoleum mit plus 3 v. H. Montanwerte ohne Umsatz. Nur Kup« fermerte waren sehr gefragt, ba bie weiter hohen Kupferpreise eine Anregung boten. Kali Westeregeln knapp gehalten. Banken uneinheitlich, doch hielten sich Die Gewinne und Verluste bei kleinsten $ßer- änberungen bie Waage. Autowerte bis etwa 0L v. H. höher. Schiffahrtswerte bis 1 v. H. gebessert. Stärker gedrückt waren Zellstoff Aschaffenburg mit minus 3,74 v. H. Renten still. Nur Ausländer etwas gefragter. Nach den ersten Kursen gingen bie an- säng ichen Gewinne infolge erneuter Abgaben wie« ber verloren. Die Tenbenz war bei kleinsten Um­sätzen verloren. Die Tendenz war bei kleinsten Um« Linoleum (minus 4,5), Siemens (minus 5), AEG. und Farben lje 2,25 v H.) gingen erheblich zurück. Tagesgeld erfuhr mit 6,5 v. H. eine weitere Ver­knappung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4 2160, gegen Pfund 20 413, London gegen Kabel 4,8490, gegen Paris 124,09, gegen Ma­drid 30,40, gegen Mailand 92,65, gegen Holland 12,1025.

Bc.li rer Börse.

Berlin, 1. Febr. Die im heutigen Dormittags­verkehr schon zu beobachtende leichte Besserung, die man eher fursmäfeig als ftlmmungsmäfeig fest­stellen konnte, erhielt sich auch zu Beginn der Börse. Der feste Verlauf der Neuyorker Börse und die übrigen höheren Auslandmelbungen regten an. Der glatte Verlaut des gestrigen Zahltages, der Abschluß der Bewag-Anleihe und eine etwas günstigere Auf« fassung über die Lage der Koalition:: Verhandlungen wurden als wettere Gründe für die Be fe st i gu n g angegeben. Die Erhöhung der Konkursziffern im Januar, die verschieben beurteilte Farbentransaktion, die weitere Verschlechtenmg des Arbeitsmarktes und vor allem die Unsicherheit hinsichtlich der Re- parationsverhandlungen wurden anfänglich etwas weniger beachtet. Es waren bei den Banken etwas mehr Orders als sonst eingetroffen, doch dürfte es sich meistens um Limitserneuerungen han^lln, denn die Geschaftsunlust der letzten Zeit blieb vorherr­schend und die Kulisse war eher Abgeber. Im all­gemeinen konnte man zu den ersten Notierungen Schwankungen nach beiden Setten feststellen. R.W. E. Polyphon, Tietz, Schuckett usw. waren bis 3 v. H. gebessert. Glanzstoff plus 7 v. H. Lorenz, Harblira, Phönix dagegen 3 v. H. niedriger. Inter­essant für die wahrscheinlich heute zum Abschluß kommenden FusionsoerhandlungenCom- merzbank-Mittelbeutsche ist bie Tatsache, bnfe ber Kurs ber Mitteldeutschen Creditbank heute seit langer Zeit erstmalig unter dem der Commerz- Bank log. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer ge­schäftslos. Ungarn schwächer. Auch Anatolier nach­gebend. Der Pfandbriefmarkt war gehalten. Ligni« dationspfandbriefe und Anteile eher freundlicher. Geld blieb zu unveränderten Sätzen gesucht. Tages­geld 7 bis 8,5 v. H., Monotsgeld 6.75 bis 8 v. H., Warenwechsel etwa 6 25 v. H. Im Verlaufe setzten sich zunächst kleine Besserungen durch, die anfangs starker gedruckten Rheinische Braunkohlen.gewan­nen sogar 3 0. H. Später schienen aber, besonders am Elektromarkt, neue Erekutionsverkäuse einm-, setzen, die auch die übrige Börse verslo ten und die anfangs erziellen Gewinne wieder verloren gehen ließen.

frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 1. Febr. Der Produkten­markt verkehrte heute in ruhiger Haltung. Die schwächeren Auslandmeldunaen »crfli.nmtcn, so daß das Geschäft sehr Klein blieb. Die Preisge­staltung wurde davon jedoch nicht berührt. Cs wurden notiert: Weizen 23,75 bis 24, Roggen 23,50, Sommergerste für Brauzwecke 24,53 bis 24,75, Hafer, inländischer 23,75 bis 24. Mais (gelb- für Futterzwecke 23.50 bi 23.75. Weizen­mehl, südd. Svezial 0 3D>,25 bis 34, Roggenmehl 31 bis 31,50, Weizenkleie 14.25, Roggenlleie 15. Tendenz ruhig.

Aus dem Amtsverlündlgungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 7 Dom 29. Januar enthält: Die Bekämpfung ansteckender Krankheiten. Der Kraftfahrzeug­verkehr in der Gemeinde K ein-Linden. Be­rücksichtigung des hcs ifchen Handwerks bei Ver­gebung von Leistungen und Lieferungen. Dienstnachrichten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeiübrten Zifsern geben die Höbe der auleftt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6,5 Vrozent. LombardzinSfuh 7,5 Prozent.

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