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in der einfach nicht mehr zu überbtetenben Offen­heit und Rücksichtslosigkeit, mit der alle diese Strei­tigkeiten heute behandelt werden?

Es liegt nahe, am Silvestertage 1928 um zehn Jahre Iurückzudenken. Silvester 1918, bas ich in Gießen verlebt habe, steht mir in unauslösch­licher (Erinnerung. Damals zitterte das ganze Volk, zitterte auch die Einwohnerschaft von Gießen in namenloser Erregung. Nicht etwa Furcht war es, was sie bewegte. Vielmehr der ungeheure Wan­del der Zeiten, die gar nicht zu fassenden Erlebnisse des Herbstes 1918, die völlige Unsicherheit der Zu­kunft, die schroffen Gegensätze der Anschauungen, das alles mußte ein Volk innerlich zu verarbeiten suchen, das von seelischem und physischem Leid zer­mürbt war. Die Zügellosigkeit der Silvesternacht 1918 zu 1919 vergesse ich nicht, obschon sie in Gießen viel gemäßigter auftrat als in den großen Städten. Mancher hat damals die deutsche Zukunft ganz dunkel gesehen, hat wohl gar das Ende des Reichs gekommen geglaubt. Die Erinnerung mag uns heul, am Schlüsse eines Jahres der Enttäu­schungen, das, wie mir scheint, jedenfalls keinen Fortschritt, höchstens einen Stillstand, vielleicht einen Rückschritt gebracht hat, einen Trost bedeuten. Gott gab uns eine Frist, zu ringen und zu kämpfen. Am deutschen Volk wird es liegen, daß es diese Frist nutze, um sich trotz allen Feinden, trotz schwerer Ungunst der Zeiten dennoch zu behaupten.

Frankreich vor einer neuen Regierungskrisis?

gnnerpolitischcs Unbehagen.

Paris, 29. Dez. (TU.) Der offiziöse .Excel- swr" beschäftigte sich mit der innerpolitischrn Lage und stellt fest, daß die ministerielle Lage nicht mehr so fest sei. wie zu 'Beginn der Haushaltsberatung. Äachdem sich der Minister­präsident und der Finanzminister tm offenen Gegensatz über die Frage der Diäten- erHöhung befunden hätten, sei dies kein Ee- heimnis mehr. Das Blatt halt es für sicher, daß im Januar endgültige Klarheit geschaffen werden wird. Die Entscheidung der radikalen Kammergruppe, an die Regierung über die allgemeine Pvlittk eine Anfrage einzubringen. werde dem Ministerpräsidenten außerdem Ge­legenheit geben, die Vertrauensfrage zu stellen, falls es Poincare nicht vorziehen sollte, dem Präsidenten der Republik den Rücktritt des Kabinetts mitzuteilen. Der .Petit Pari- sien" charakterisiert die parlamentarische Lage wie folgt: 3n parlamentarischen Kreisen herrscht Unbehagen, verursacht einerseits durch die Kontroverse zwischen Kammer. Senat und inner­halb der Regierung anläßlich der Frage der Er­höhung der Diäten und der Frage, ob Parlamen­tarier sich geschäftlich betätigen dürfen, anderer­seits durch die Meinungsverschiedenheiten zwi­schen den einzelnen Kammerfraktivnen über die Frage der Wiederzulassung der religiösen Or­dens- und Missionsgesellschaften. Dieses Unbe­hagen wird verschärft durch die Finanz- und andere Skandal« der letzten Zeit. 3n der Kammer und im Senat hat man den deutlichen Eindruck, daß politische Zwischenfälle eintreten würden, wenn man sich nicht in der Zeit des budgetären Waffenstillstandes befände. Quotidien" bemerkt, es schein« nicht zweifel­haft, daß die Kammer dieses Mal, vom Senat ermutigt, ihrerseits der Erhöhung der Diäten z u st i m m t. Was wird dann? fragt das Blatt. Poincare scheint nicht geneigt zu sein, eine Doppelniederlage hinzunehmen. Wird er von den Gruppen verlassen, die ihm bis jetzt gefolgt sind und auch vor seinen eigenen Mi­nistern eine geringere Macht behalten wollen? Allgemein glaubt man das nicht. Ein Mitglied des Kabinetts sagte gestern: Wirsindsogut wie zurückgetreten!

Politik und Wirtschaft.

Frankreich verbietet seinenParlamcntariern die Nebernahme von Aussichisratspoften.

Paris, 29. Dez. (WTB.) Der Senat Hot in seiner heutigen Rachmittags itzung den von der Kammer bereits angenommenen Gesetzentwurf der den P a rl a m e n t a r te r n die Heb er* nähme von Aufsichtsrats stellen und sonstigen führenden Posten in Finanz- und Wirt- fchastSunternehmen verbietet, durch Hand­aufheben seinerseits angenommen. Der Be­richterstatter hob hervor, es sei nicht möglich, vom Parlament alle di« auszuschlleßen, die einen Beruf ausüben, der irgendwie mit der Finanz im Zusammenhang stehe. Tue man das, dann gelange man dahin, baß man nur noch Be­rufspolitiker zum Parlament zula fe. Was verhindert werden müsse, sei, daß brr Parlamen­tarier mit dem Prestige Handel treibe, das ihm sein parlamentarisches Man­dat gebe.

Senator Francois M a r s a l fetzte sich für die Ablehnung des Gesetzentwurfes ein. Er erklärte, es sei im Gegenteil bebäuerlich, daß in Frank­reich die politischen und wirtschaftlichen Kreise sich nicht besser durchsetzen. Viele eng­lische Pariarnentarier seien Präsidenten von Dan­ken ober großen Znbustriegesellschaften. Frank­reich hätte nur zu gewinnen, wenn es durch Fachleute vertreten werde, die mit den ausländischen Finanzleuten diskutierten. Sei es in diesem Falle also logisch, die Parlamentarier von den Geschäften, die für das Leben des Landes notwendig seien, auszuschließen?

Der Gesetzentwurf verbietet nicht die Beibehal­tung derjenigen Posten, die die Parlamentarier vor Uebernahme ihres Mandates bereits be­kleideten. Er betrifft auch nicht di« Llebemahme von leitenden Stellen in landwirtschaft­lichen Genossenschaften, staatllch kontrollierten Versicherungsgesellschaften: er be­trifft wohl aber die Danken und Fi - nanzgesellschaften. Gr verbietet auch Re- gierungS- und Parlamentsmitgliedern, ihren Titel auf Dokumenten finanzieller, industrieller oder Hanbelsuntcmehmungen an führen zu lassen. Der Gesetzentwurf sieht für Hebertretungen Geld­bußen vor.

Annahme des französischen Budgets.

Paris, 31. Dez. (WB.) Der Senat hat in seiner Rachtsitzung vom Samstag die Beratung des Einnahme-Budgets beendet und das Ge- lamtbubget mit 273 gegen 17 Stimmen verab­schiedet. Auch die Kammer hat Sonntagabend das Budget mit geringfügigen Abänderungen tm Tert des Senats mit 450 gegen 112 Stimmen angenommen. Der neue Text wurde alsdann vom Senat ebenfalls, trotz dieser Fiel neu Ab­weisungen, mit 274 gegen 16 Stimmen ge-

Das politische Gesicht Europas am Neujahrstage 1929.

Die Uebersichtskarte der Regierungen Europas am Reujahrstage 1929 spiegelt die zunehmende Stabilisierung des Bürgertums wider. Die in bet Nachkriegszeit weit verbreiteten sozialdemo­kratisch-bürgerlichen Koalitionsregierungen sind

Rechtsregierungen von Polen und Albanien, füh­ren zu den offenen, ohne Parlamente regierenden Diktaturen in Italien, Spanien, Portugal und Litauen über. Regierungen des liberalen Bürger­tums. wie sie in Rumänien, Griechenland und

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Das politische Gesicht Europas

1. Januar 1929.

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Bürgerliche Diktatur (oh ne Parlament) * UM Burger I .-parlamentarische

Rechtsregierung * Par!.Koalition d, bürgert. Rechte und Linke

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demokratische Koalition A Diktatur des Proletariats

außer in Deutschland, Danzig und Estland über­all verschwunden und rein sozialdemokratische Regierungen gibt es gegenwärtig nirgendswo mehr. Dafür bildeten sich in einer Reihe von Staaten Regierungen des rechten Flügels des Bürgertums, so in Großbritannien, Frankreich, Oesterreich, .Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Schweden, Dänemark. Die scheinparlamentarischen

Rorwegen augenblicklich bestehen, sind nur ver­einzelte Erscheinungen. Lesters trisft man da­gegen eine allgemeine Koalition der bürgerlichen Parteien. Eine ständig sich vertiefende Kluft besteht zwischen diesen zumeist rechts gerichtetrn bürgerlichen Regierungen West- und Mittel­europas und der kommunistischen Rätediktatur in der Sowjetunion.

Giraßenschlachi im Berliner Osten.

Oer Verein «-Immer freu'* überfällt eine Versammlung von Zimmerleuten. Blutige Schlägerei. Das >enunwesen in der Reichshaupistadi.

Berlin, 31. De;. (Prio.Tel.) Zu einer schweren Schlägerei kam es gestern abend gegen 11 Ahr in einem Lokal am Schlesischen Bahnhof zwischen Mitgliedern des VereinsImmer freu, der dem sogenanntenRing angefchlossen ist. und Zimmerleuten. Die Auseinander- sehungen nahmen auf der Straße ihren Fortgang, während die eine Partei mit Tischbeinen und Bier- gläsern vorging, machten die Zimmerleute von ihren Hegten Gebrauch, lieber die wüste Schlägerei wird berichtet:

Die Mitglieder des VereinsImmer treu" sind vielfach Leute, die o o r b e st r a f t sind oder mit dem Gesetz sonst in Konflikt stehen. 21m Samstag­abend hatten die Zimmerleute in ihrem Stamm­lokal eine Versammlung einberufen. Gegen 23 Uhr erschienen plötzlich acht bis zehn elegant gekleidete Männer, die zum Teil Zylinder, Lackschuhe, Smokings und andere Gesellschastsktei- dung trugen und dem VereinImmer freu an­gehörten und griffen öie Zimmerleute an. Alsbald entstand eine allgemeine Schläge­rei; als die Polizei und das Ueberfallkommando erschienen, waren die Angreifer schon aus dem Lokal verschwunden. Eine Stunde später brach der Tumult von neuem los und nahm noch ärgere Formen an. Zu dieser Zeit kamen noch vier Zimmerleute, die auch ihr Ver­einslokal aufsuchen wollten und von dem Doran­gegangenen feine Ahnung hatten. Die Mitglieder des VereinsImmer treu drangen auf sie ein. Auf die Hilferufe der Bedrängten kamen ihn?» ihr^ fioßegen zur Hilfe. Die Angreifer zogen P ist o^ . I e n und schossen in das Lokal, hierbei wurde ein

Zimmermann so schwer getroffen, daß er auf dem Transport ins Krankenhaus starb, während der Kampf noch tobte, fuhren etwa 30 bis 40 Autodroschken vor, denen vereins­freunde der Angreifer entstiegen und sich sofort auf die Zimmerleute stürzten. Rur mit Mühe gelang es dem verstärkten lleberfaUtommanbo und zahlreichen Schupo- und firiminalbcamten, der Aus­schreitung endlich ein Ende zu machen. Die Angrei­fer und ihre Anhänger waren beim Eintreffen der Beamten schnell in ihren Autos davon- gefahren.

Die Veranlassung zu dem Kampf soll darin zu suchen fein, daß zwei Vereinsleute am Tage vor­her von Hamburger Zimmerleuten auf der Straße angerempelt wurden. In der Stra- Heuschlacht sind mehr als vierzig Schüsse gefallen. Acht Personen liegen in bedenklichem Zustande im Krankenhaus. Der Zustand eines Schwerverletzten ist irahezu hoffnungslos, da ihm die Schadeldecke durch hieve zertrümmert wor­den ist. Rach den Schilderungen von Augenzeugen hat eine Schlägerei stattgefunden, wie sie in der Kriminalgefchichte Berlins einzig dasteht. Im Laufe der Rächt zum Montag werden sämtliche Lo­kale in der Umgegend des Schlefifchen Bahnhofs durchsucht werden, es ist mit einer ganzen Reihe von Verhaftungen zu rechnen. Im Polizeipräsidium haben eingehende Besprechungen über den Vorfall stattgefunden. Auher der Reserve-Mordkommission sind unter Leitung des Kriminatrats Golzow fast .sämtliche Kriminalstreisen des Berliner Polizeiprä­sidiums beauftragt, dem Bandentum im Berliner Vörden und Osten endlich ein Ende zu bereiten.

billigt. Das nunmehr endgültig angenommene Budget für 1929 stellt sich tote folgt: Einnahmen: 45 430 717 3-18 Franks. Ausgaben: 45 366 130 503 Franks. Ueberschuß der Einnahmen: 64 586 845 Franks.

Aus aller Wett.

Aischertragödie auf dem Peiputzsee.

Auf bcni über 3500 Quadratkilometer großen, 143 Kilometer fangen und 50 Kilometer breiten Peipus°See im Osten Estlands spielte sich eine furchtbare Fischert. agodie ab. 160 Fischer sind auf einer großen Eisscholle durch star­ken Wind mit allen ihren Rehen in den offenen Peipus-See abgetrieben worden. Mit größ­ter Mühe ist es gelungen, 77 Fischer zu retten. 83 Fischer werden noch vermißt. Es muß an­genommen werden, daß sie zum russischen Äser abgetrieben wurden. Am Samstag wurden estländische Militärflugzeuge zur Versorgung der Abgetriebenen mit 5tl ibung und Rahrung aus gesandt. DaS estländische Kabinett befaßte sich mit Maßnahmen zur beschleunigten Hilfeleistung.

Neuschnee im Schwarzwald. Der Rhein führt Hochwasser.

Der (Sonntag hat dem südlichen Schwarzwald * nach dem Tauwetter der letzten Tage erneuten

Schneefall gebracht. Cs sind bis zu zehn Zenti­meter Reuschnce gefallen, während es im Tale ziemlich heftig geregnet hat. Da die Tempera­tur erheblich über dem Rullvunkt liegt, iit mit einem weit eren Ansteigen der Was­serlaufe zu rechnen. Der Oberrh.in ist in den letzten zwei Tagen bereits annähernd um 50 Zentimeter gestiegen. Tie Wasserläufe des süd­lichen Schwarzwalds führen ihm weiterhin große Wassermengen zu. 3n den Fluten drr hoch- gehenden Dreisam ist in Freiburg ein achtjähriger dünge ertrunken.

Der falsche Prinz von Croy.

Die Kriminalpolizei verhaftete in einem der vor­nehmsten Hotels Berlins den 38 Jahre alten, ehe­maligen Kaufmann Max Firnstein, der fett vielen Monaten von den Kriminalbehörden als der falsche Prinz von Croy gesucht wurde. Seit Monaten liefen aus verschiedenen großen Städten des Reiches Anzeigen wegen Z e ch - betruges, Warenbetruges und Dieb­stahls ein, bei denen stets angedeutet wurde, daß man den Täter in einem hochgestellten Manne ver­mute. Alle Bestohlenen hatten mit einem eleganten Herrn verkehrt, der sich baldvon Ahlers- berg", baldPrinz Croy", bald wieder anders nannte. Auch in Berlin stieg in einem Luxushotel Unter den Linden ein Herr in mittleren Jahren ab, der ein ganzes Apartement mietete und sich als Prinz Croy in das Fremdenbuch ein­

trug. Der Gast suchte bekannte Schneibel a t c l i e r s und Ju weitere auf, bestellte hoch­elegante Anzüge und kaufte natürlich ohne bar z u bezahlen kostbare Ringe und andere Schmucksachen. Der Zufall wollte es, daß zur gleichen Zeit der wirkliche Prinz Croy in einem Hotel in der Nähe des Potsdamer Platzes wohnte, und so gingen die Rechnungen feines ver­meintlichen Bruders an ihn, wo sie Erstaunen heroorriefen. Aus dem Hotel Unter den Linden verschwand eines Tages aber der Gast, ohne feine Logisrechnung und die Liquidation eines Arztes zu begleichen. Die Kriminalpolizei, die den Spuren des raffinierten Hochstaplers eifrig nach­ging, ermittelte, daß er nur wenige Tage von Ber­lin fortgewesen war. Dann war er jurüdge« kehrt, hatte aber das Zentrum der Stadt gemie­den und war in einem Hotel im Westen eingekehrt. Hier legte er sich den NamenBaron von T h e l c n" bei. Ehe er von seinem neuen Quartier aus wieder Streiche verüben konnte, erschien über­raschend die Kriminalpolizei und nahm den Schwind­ler fest, der sich dann als ein ehemaliger Kaufmann Max Tirnstein entpuppte.

EinBeerdigungsschwindler" gesoßt.

3n einem Berliner ®afe kamen Kriminalbeamte dem lange gesuchten Gauner P i h überraschend auf die Spur und lieferten ihn in das Polizeü- gefängniS ein. Aus Zeitungsannoncen "ersah er. wann und wo Beerdigungen stattsanden. Die Abwesenheit der trauernden Angehörige^» machte er sich dann zunutze, telephonierte m der nur von den Hausangestellten betreuten Wohnung an und teilte den entsetzten Mädchen mit, daß die Herrschaft auf der Fahrt zum Friedhof verunglückt fei. Gr verlangte, daß einem Boten sofort Kleider und Män­tel für die Verunglückten ausgehändigt würden. Die Hausangestellten fielen auch meist auf diesen raffinierten Trick herein.

(EinBlindendieb" verhaftet

Ein fett längerer Zeit gebuchter Dieb Rolf Ressel, der vorwiegend Blinde bestahl und zuletzt noch in einer B inden chule fünf Akten­taschen von Blinden entwendet uni ihres Inhalts beraubt hatte, wurde jetzt von dec K iminal- polizei verhaftet. Wie jetzt feststeht, £ai chc auch eine Reihe junger Mädchen, mit benen er Bekanntschaft geschlossen hatte, ihre Gridbörseir gestohlen.

Opfertod eines Fünfzehnjährigen.

Beim Schlittschuhlaufen brach in der Nähe von Bebitz bei Könnern (Provinz Sachsen) ein Kind durch die Eisdecke und ertrank. Ein ISjähriger Schuler geriet bei einem Rettungsversuch selbst unter bas Gis. Er konnte ebenfalls nur als Leiche geborgen werden.

Die Wetterlage.

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Sonntag. .DezO.1928,8Brr

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Wettervoraussage.

Das britische Druckfallgebiet Hot sich nach dem Kontinent verlagert, und sein Kerngebist liegt über Frankreich. An seiner Rordfeite führt die dortige Kaltluft zu kräftigem Barometeranstieg. Da auch unser Gebiet von dem Warmluftbereich mehr in den der falten Luft kommt, so gehen die Temperaturen unter Rull zurück, dabei treten noch einzelne Riederschläge auf. die teilweise als Schnee niedergchLN.

Wettervorhersage für Dienstag: Rebelig. wolliges Wetter. Temperaturen um Rull und darunter, einzelne Regen- und Schneeschauer.

WitterungsauSsichten für Mitt­woch: Frostwetter und meist trocken.

Lufttemperaturen am 30. Dezember: mittags 4,5 Grad Celsius, abends 2,7 Grad Cel­sius: am 31. Dezember: morgens 0,4 Grad Celsius. Maximum: 4,6 Grad Celsius, Minimum: 0,4 Grad Celsius Erdtemperaturen am 30. Dezem­ber: abends 1,3 Grad Celsius. Niederschlag 4,6 Millimeter.

winterfportnachrichten der Hess. Wetterdienststelle.

Vogelsberg (Hoherodskopf): Wolkig, minus 2 Grad Celsius, 15 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski gut.

Odenwald (Neukircher Höhe): Wolkig, plus 1 Grad Celsius, 4 Zentimeter Schnee, keine Sport­möglichkeit.

Taunus (Kleiner Feldberg): Bewölkt, minus 3 Grad C. u», 13 Zentimeter Schnee, Pulver­schnee, Ski. h Rodel gut.

Sauer!sind (Winterberg): Wolklg, mmus 2 Grad Celsius, 1R Zentimeter Schnee, Ski und Rodel gut.

Schwarzwald (Feldberg): Leichter Schneefall, minus 6 Grad Celsius, 63 Zentimeter Schnee, Pul­verschnee, Ski und Rodel sehr gut. (Ruhestein).- Bewölkt, minus 2 Grad Celsius, 40 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.

Alpen (Garmisch - Partenkirchen-: Bewölkt, minus 2 Grad Celsius, verharscht, 30 Zentimeter Schnee, Ski mäßig, Rodel gut.

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