der
bei dem zu
starb.
Kreis Marburg.
H.D.
Bornotizen.
MM K jN /flk B b<m dri Rhrum», Ischia«, tzexmschuß. W» Nenxn- imb (ittoftungflfdjmeraen. —
■■SvhV^*L ftemeUtergeift Amol Ift in alle» W ■ Apotheken unb Drogerien erhältlich.
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Montag, bis 22 Uhr.
floh den
Wich grüßt so mancher lässig, der Freundschaft einst mir bot;
Di« Welt ist allenthalben voll Beschwer unb Not."
Die mir Gespielen waren, sind nun träg alt.
Verwüstet ist daS Feld, verhauen ist Wald.
Nur daß bas Wasser flieht, sowie es zuvor,
Sonst müht ich wähnen, dah ich gar Verstand verlor.
Jitintojnahyutt.
Nur echt mit dem StUlet>en im Etikett
H.C.Könisr, SleinhascnVwestfi
(ML
Aus der provlnzialhauptfiadt
Gießen, den 31. Dezember 1928.
Jahreswechsel.
- Lagcskalender für
Dtadtthrater: „CharleyS Tante, 19,30
V.s.B 08: Silvesterfeier im Vereinsheim. — Lichtspielhaus, 'Bahnhofstraße: „®r geht recht«, sie geht links". — Ästoria-Lichtspiele: „Ossi auf
WSN. Marburg, 30. Dez. Der Negierungspräsident hat eine Belohnung von 10 00 Mark für die Ermittlung des Mannes ausgesetzt, der am Abend des 27. Dezember in der Frankfurter Strahe den Studenten Erich Schwerdtfeger durch einen Revolver - s ch u ß in den Unterleib schwer verletzte. Der Täter wird wie folgt beschrieben: Alter 2K bis 30 Jahre, eckiges Gesicht, Brille, ziemlich kräftige Statur, 1,70 bis 1,75 Meter groß, dunkelbrauner Mantel mit Nückengürtel, grauer Hut, ähnlichfarbige Stoffgamaschen.
Berliner Börse.
Berlin, 31. Dez. (WTB. Funkspruch.) Das Geschäft ist im heutigen Frühverkehr noch ganz unentwickelt. Die Tendenz scheint aber weiter freundlich zu bleiben, zumal der heutige Zahltag so gut wie überwunden ist. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nennt man: Paris 124,08, Mailand 92,78, Madrid 29,74, Schweiz 25,1825, das Pfund 485,45 und den Dollar 4,198250.
am 16. Januar in „Nathan der Weife*. — Am Neujahrstag wird 15 Uhr voraussichtlich zum letztenmal das Kinbermärchen „Pinke- punk" aufgeführt. Abends gastiert das Frankfurter Neue Operettentheater mit einer Neueinstudierung von Buchbinders Operette „Die Försterchristel". Nudolf Nudolfi, der erste Operettentenor des Düsseldorfer StadttheaterS, wird in der Nolle des Földessy gastieren. Die
Försterchristel spielt Fräulein Lydia Petry. — Am Mittwoch, 2. Januar, findet die zweite Wiederholung von Tolstois „Unb das Licht scheinet in der Finsternis" statt. Spielleitung Oberspielleiter Hans Tanner t. — Freitag, 4. Januar, findet die erste Wiederholung von Thomas beliebtem Schwank „CharleyS Tante", Musik von Hugo Hirsch, statt. Kapellmeister Bauer von hier hat die musikalische Leitung
** Militärpersonali«n. Generalleutnant v. Stülpnagel, bisher Jnfanteriesührer V, wurde mit dem 1. Januar zum Kommandeur der 4. Division und Befehlshaber im Wehrkreis IV, Oberst Fleck, bisher Kommandeur des 3. (Preuß.) Jnf.-Regts., mit dem 1. Januar Autn Infanterie- führet V ernannt. Oberfähnrich Breith
bet Kapelle vorgetragen. Alle, von bet „Hymne an die Nacht" von Beethoven bis zum „Rhein- glauben" von Sonnett waren prachtvoll. Hoffent- sich erfreuen die Gießener Gesangvereine auch ferner die Patienten der Anstalten öfter« mit solchen Darbietungen.
** Auftrieb o u f dem heutigen Frankfurter Scylachtviehmarkt: 417 Ochsen, 62 Bullen, 579 Kühe, 386 Färsen, 404 Kälber, 61 Schafe und 2509 Schweine.
Zeppelin, wo sein Werk heute noch in seinem Geiste sortlebt. Der Redner besprach dann die Vorbereitungen zur großen Amerikasahrt, schilderte die Abfahrt aus der Heimat und die Reise über das Weltenmeer. Intercsiant waren die Erzählungen über die Eindrücke während der Fahrt, der objektive Bericht über die Beschädigung der Stabilisationsfläche, sowie der notwendigen Reparatur während der Fahrt. Mit großer Begeisterung sprach der Redner von dem herzlichen Empfang in Amerika, und dem dort herrschenden Jubel, welcher der deutschen Arbeit gegolten habe. Er sprach dann noch über den Aufenthalt in Amerika, dabei seine persönlichen Eindrücke schildernd, und übermittelte aufgetrogene Grüße unserer dort weilenden Landsleute, die mit Stolz sich ihrer Heimat erinnern. Der Redner schilderte hierauf den Abschied und die Abfahrt von Amerika, sowie die Rückfahrt, welche sich durch den teilweise sehr starken Rebel noch schwieriger gestaltete als die Hinfahrt, sprach von dem eindrucksvollen und herzlichen Empfang in der Heimat und verband damit den Wunsch, daß das von Graf
gewiß ein gutes Zeichen — nach einigen Umstellungen sämtliche Leute, die ihm feit vielen Jahren angeboren. Die Versammlung wies einen guten Besuch auf.
# LI tphe, 30. Dez. Das hiesige Hof gut bet gräflich Solms-Laubachschen Standesherr- schaft ist durch Kauf an ben Fabrikanten Rinn in Heuchelheim bei Gießen übrrgegaugen. Das Gut umfaßt etwa 700 Normalmorgen und gilt in der ganzen Welterau wegen feiner Lage und feines ausgezeichneten Lößbodens als eines der besten Güter.
# Trais-Horloff. 30. Dez. Der Arbeiter O b e r h e i m von hier stürzte beim Reinigen bes Löffelbaggers aus ansehnlicher Höhe zu Boden. Er zog sich dabei einen Riß der Milz zu, an dessen Folgen er im Krankenhaus zu Hungen verstarb.
Kreis Friedberg.
LPD. Friedberg, 29. Dez. Auf Antrag des Milchhändlerverbandes fand eine Sitzung der Arbeitsgemeinschaft mit Vertretern deS Frankfurter Milchhändlerverbandes zwecks Neuregelung des Milchpreis e S statt. Die Vertreter des Handels verlangten einen Abschlag. Eine Einigung kam nicht zustande. Daraufhin setzten sie den Preis diktatorisch um2Pf. vom 1. Januar 1929 ab herab. Sämtliche weitere Anträge der Vertreter der landwirtschaftlichen Organisationen bzw. der Arbeitsgemeinschaft wurden von den Händlern abgelehnt.
00 Aus be r Wette rau, 30. Dez. Als Folg« des Regens und der Schneeschmelze ist die Nidda stark angeschwollen und teilweise über die Ufer getreten. — Infolge der Abwässer, die die Horloff der Nidda zuführt, geht der Fisch- bestand immer mehr zurück. In letzter Zeit wurden wieder tote Fische bis zum Gewicht von zehn Pfund festgestellt.
OOStammheim, 30. Dez. Im G e m e i n d e - wald wurde in die Hütten der Jagdpächter eingebrochen und Schuhe, Anzüge und Gebrauchsgegenstände gestohlen. Die Diebe nahmen sich Zeit, die vorhandenen Lebensmittel in Ruhe zu verzehren. Bis jetzt find die Täter noch nicht ermittelt.
Kreis Schotten.
± Köddingen, 29. Dez. Wie alljährlich, so wurde auch in diesem Jahre toteber am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags in der Kirche eine liturgische W e i hn a ch t s feier gehalten, die hier allgemein als „die LichtercheSkirch" bezeichnet wird. Dabei wirkte der von Herrn Lehrer Schmidt geleitete und wegen seiner Tüchtigkeit bekannte Ködbinger Männergesangverein, ffr
ei m Freitag in der Turnhalle bei außerordentlich gutem Besuch einen Vortragsabend, bei dem Philipp Lenz aus Klein-Linden an Hand von Öriginalbilbern in schlichter, aber packender Weise von seiner Amerikafahrt an Bord des „L. Z. 127" berichtete. In seiner Einleitung erwähnte der Redner zunächst die Leistungen der Zeppelin-Luftschiffe während des Krieges, lobte die Opferfreudigkeit des deutschen Volkes für den Bau von Luftschiffen, um sich dann eingehend mit der Entstehung und dem Ausbau, sowie den staunenswerten Einrichtungen des „L. Z. 127" zu beschäftigen. Weiter schilderte er die Eindrücke der ersten Fahrt des „L. Z. 127" über den Bodensee, zeigte die Naturschönheiten dielet Gegend und führte die Zuhörer im Geiste zur (gebürte- und Wirkungsstätte des Erfinders Grafen
, wegen".
Tageskalenber für Dienstag. S abttheater: „Pinkepunk". 15 bis 17,30 Uhr, 1-15 bis 22 Uhr: „Die Försterchristel". — Licht- s^irshaus, Bahnhofstraße: .Er geht rechts, sie acht links". — Astoria-Lichtf ptele: „Ossi auf Abwegen".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt- theaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Silvestervorstellung beginnt bereits um 19.30 Uhr, um ben Theaterbesuchern Gelegenheit zu geben, zu her Silvesterfeier wieder rechtzeitig zu Hause sein zu können. — Die Intendanz hat für den Monat Januar die Uraufführungen zweier be- beutenber Autoren angenommen. „Karl und Anna" von Leonhard Frankist für den 18. Januar vorgesehen (Spielleitung Intendant Dt. P rasch), der Termin der zweiten Uraufführung „Das Dorf Sankt Justen" von Werner Johannes Guggenheim (Spielleitung Oberregisseur Tannert) steht noch nicht fest. Zu Lessings 200. Geburtstag gastiert Dr. Ludwig Wüllnet
Oberheffen.
Landkreis Giehen.
Z Lollar, 30. Dez. Eine sehr schön oertau- feil«, stimmungsvolle Weihnachtsfeier veranstaltete der hiesige Turn- und Gesangverein (Dirigent: Berufsschullehrer Eberle) in dem bis zum letzten Platze besetzten Saale „Zum Schwanen", wozu sich die Mitglieder mit ihren Familien eingesunden hatten. Einleitend trug Herr Schneider, der den Wend noch mit weiteren Dorträgen verschönern half, Diolin- soll vor: das Gebet aus „Freischütz" und .Weih- nachtsmelodie". Nach einem trefflich gelungenen Männerchor, „Wiegenlied in der Weihnacht", begrüßte der Vorsitzende H a r b u s ch die Erschienenen. Dann erscholl die liebe alte Weihnachtsweife: „Stille Nacht" als gemeinsamer Gesang. Ein Mädchenchor brachte darauf mit Klavier- begleitung eine Anzahl Wcihnachtslieder in schöner Weise zu Gehör. Ein von Kindern des Vereins gespieltes, von Herrn Nuhl eingeübteS .Weihnachtsspiel" in drei Auszügen fand wohlverdienten Deisall. Für die Kinder fand nun bei brennendem Ehristbaum eine Bescherung statt, während für die Erwachsenen eine Verlosung veranstaltet wurde. Damit auch der Humor zu seinem Rechte kam, wurde noch ein luftiger ©in» alter in flotter Weise zur Aufführung gebracht. Der Verein darf mit Stolz auf den Abend zuruck- blicken. ,
l Hau bringen, 30. Dez. Der „Gesang- verein Saubringen" (Dirigen!: Berufsschullehrer Eberle. Lollar) veranstaltete im Saale der Gastwirtschaft Weimar eine Weihnachtsfeier. Nach dem vorzüglichen Vortrag passender Chöre und der Amprache des Der» einsvorsihenden R o t h, der in seiner Rede Weih- nachten als schönstes, echt deutsches Fami i.n- fest pries, sand eine Verlosung statt. Hieran schloß sich Tanz, der die Anwesenden noch einige Stunden vereinte. Alles in allem: ein schöner Abend. _
• Alten-Buseck, 30. Dez. Zu dem Bericht aus unserem Orte über die elektrische Heizung in der Kirche ift berichtigend mitzuteilen, daß die Heizungsanlaze nicht von der A.E.G., sondern vom städtischen Elektrizitätswerk in Gießen auSgeführt wurde; lediglich die Heizkörper sind von der 2bE.G. durch das Elektrizitätswerk bezogen worden. Weiterhin ist berichtigend zu erwähnen, daß trotz Fehlens verschiedener Materialien, das die Fertigstellung der Anlage verzögerte, das Gießener Elektrizitätswerk die Anlage zu den Feiertagen unter Hintansetzung anderer Arbeiten in Betrieb setzen konnte.
gck. Grohen-Duseck, 30.Dez. Gestern hielt der Turnverein „Gut Heil" in seinem. Dereinslokal die diesjährige Hauptversammlung ab. Der stellvertretende Vorsitzende gab nach einer Ehrung der im Weltkrieg gefallenen Vereinsmitglieder «inen kurzen Bericht über die auS dem verflossenen Jahre zu erwähnenden Ereignisse, darunter einen Mai-AuSslug nach der Saalburg und den Heber tritt deS Vereins zu* Deutschen Turnerschaft. Es folgten die Berichte deS Schriftführers und Rechner», die genehmigt wurden. Die hierauf vor genommene Vorstandswahl ergab nur geringe Aenderungen. Da der frühere Vorsitzende, Lehrer Ortwein, eine Wiederwahl als erster Sprecher ablehnte, trat an seine Stelle Heinrich Größer; zweiter Sprecher wurde Karl H e n ß; erster Schriftführer W. Franz; erster Turnwart W. Hahn; Rechner D. D o n a r i u s. Der neue Vorstand umfaßt —
wie der hiesige Schülerchvr mit. Arn Abend des zweiten WeihnachtssciertagS hielt der K r ieger- verein sein diesjähriges Wintervergnügen oder den „Kriegerball" ab.
+ Stumpertenrod. 29. Dez. Am heiligen Abend sand hier in der Kirche eine liturgische Weihnachtsfeier statt. Dabei wirkten mit der hiesige, von ßebrer Kunz geleitete Gemischte Chor „Eintracht', den Schülerchor und ein Chor des hiesigen Jung- mädchenvereinS.
KreiS Alsfeld.
t. Ober-Ohmen, 29. Dez. Am zweiten Weihnachtsseiertag begingen die Messerschmied August Kratz Eheleute das Fest der goldenen Hochzeit.
Rheinhessen.
WSN. Mainz, 30.Dez. Wie wir hören, ist bei der Prüfung der Kasse und der Belege in einer chemischen Fabrik in Mainz-Amöneburg ein Fehlbetrag von etwa 1 45 000 Mark fest gestellt worden. 3n die Angelegenheit sind zwei frühere Angestellte, die in Mainz und Wiesbaden wohnhaft sind, verwickelt. Die Staatsanwaltschaft ist zur Zeit mit der Aufklärung des Falles beschäftigt.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
ch Mudersbach, 29. Dez. Heute mittag versuchte der wegen eines Nervenleidens in ärztlicher Behandlung stehende I. Sch. von hier Selbst- m o r d zu verüben, indem er einen Stein an c.ncm Draht befestigte und die en über öle Hochspannung warf, während er das andere Ende des Drahtes in der Hand behielt. Mit furchtbaren Brandwunden wurde der bedauernswerte Mann im nahen Wasser aufgefunden. Er ist sofort nach Gießen in die Klinik übergesührt worden. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.
WSN. Braunfels. 30. Dez. Auf Dem Bahnhof Braunfels (Lahn) geriet ein Dort wohnender 25jähriger Beifahrer zwischen zwei mit Eisenerz beladene Lastkraftwagen, die aus der Bahnhofsrampe verschoben wurden. Der Unglückliche wurde s o schwer gequetscht, dah er, obwohl sofort ärztliche Hilfe zur Stelle war, bald daraus
Zeppelin begonnene Werk sich immer weiter ausbauen möge, zum Besten unseres deutschen Baier« landes. Mit einem Dankeswort von Pfarrer Becker an den Vortragenden und dem Deutschlandlied fand die für alle Teilnehmer eindrucksvolle Veranstaltung ihr Ende. — Am Samstagabend sprach der Redner über das gleiche Thema vor einer überfüllten Versammlung in Klein-Linden, am Sonntagabend ebenfalls vor einer großen Zuhörerschaft in Großen-Linden. Beidemal war dem Redner und der von ihm vertretenen Sache großer Erfolg beschieden.
'^Konzert in der Heil - und Pflegeanstalt. Man berichtet uns: Am Sonntag, 23. Dezember, von 14 bis 15.30 Uhr bereitete der Quartettverein Gießen unter Leitung seine- Dirigenten, Musiklehrers Leib, den Patienten der Heil- und Pflegeanstalt eine große Freude. Zehn Gesänge wurden von ihm mit großer Kraft in
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Montag, den 31. Dezember.
Kapelle des Alten Iriedhoss. Abends 6 Uhr: Pfarrer Lenz. — Alten-Vujeck. Abends 6.
Dienstag, ben 1. Januar. Neujahr.
Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr; 5: Pfarrer Becker. — Dohannesllrche. 9.30: Pfarrer Bechtols- Helmer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfarrer Bechtolsheimer; 5: Pfarrer Müller. — Kapelle des Allen Ariedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. — 11: Kinderkirche; Pfarrer Lenz. — Elifabethklein- kinderschule. 1)45: Pfarrer Müller. — wiefeck. 9.45: Opfer für die kirchliche Armenpflege; 11: Kinder- kirche. — Alten-Luseck. 10. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Kollekte; 1.30: Mainzlar. — Haufen-Garbenteich. 10: Garbenteich, 1: Hausen. — Dahenborn- Sleinberg. 1: Predigtgottesdienst; Kollekte. — Cich. 10: Stiftsdechant. Kahn; 2: Stiftspfarrer lüc. Schor- lemmer.
Satholifche Gemeinden.
Montaa, ben 31. Dezember.
Giehen. 4.30 unb 7 Uhr: Deichte; 5: Silvester- prebigt unb Anbacht. — Cid). Abenbs 8: Silvester- anbacht.
Dienstag, 1. Januar. Fest ber Befthneibung Christi.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Prebigt; 11: Messe mit Prebigt; 5: Anbacht mit Segen. — Grünberg. 9.45: Messe mit Prebigt. — Hungen. 9JO: Hochamt mit Prebigt. — Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8 30: Hochamt mit Predigt. — Schollen. 10.30: Hochamt mit Predigt.
Donnerstag, ben 3. Januar 1929.
Gießen. Nachmittags 5 30 Uhr: Beichte.
Freitag, ben 4. Januar 1929.
Gießen. Darmittoge 6.45 Uhr: Segensamt._____
Sonntagsdienst o. tterzre u. Apotheken am 1.1.29 Dr. Klewitz. Dr. Schäffer. Htrschavocheke.
Zahnarzt: Dr. Jäger*D
Doch optimistisch, wie der Mensch nun einmal ist, erhofft er für die Zukunft goldene Tage. Das neue Jahr, so denkt er, wird bringen, wonach mein Herz begehrt: Freiheit von lästigen Sorgen, Arbeit, die sich lohnt, erwünschte, wohltuende Ruhe, auch etwas Freude und Sonnenschein. Für den Augenblick bleibt es frellich da- bei Wo du nicht bist, da ist das Glück. führer V ernannt. Oberfähnrich B reit tja upt.
Diese Betrachtungsweise geht nicht auS rechter 1. Ball. Jns.-Regt. 15, würbe mit Wirkung vom Lebensweisheit hervor. Die ist da, wo man die 1. Dezember 1928 zum Leutnant befördert, rechte Stellung zum Heute, zum Augenblick. zur Haltepunkt Erdkauterweg. In Kilo- Gegenwart einnin mt, und diese Stellung ift nur meter 1,9 ber Strecke Gießen—Gelnhausen wirb ab bei dem zu finden, der sich mit dem lebendigen, 2. Januar 1929 zwischen ben Zugmelbestellen Riegel- persönlichen Gotte verbunden weih und der pfab—Gailsche Fabrik ber neuerrichtete Halte- Ueberjeugung lebt, dah alle Fügungen seines punkt El bkauterweg eröffnet. Es halten aus Lebens von dem guten Gotte bestimmt Werden. Richtung L i ch die beiben Frühzüge Erbkauterwcg Im 62. Psalm steht ein unvergleichliches Wort, an 6.20 Uhr, *b 6.21 Uhr, Gießen an 6.27 Uhr; Da spricht ein frommer Mensch aus seiner Lebens- Erbkauierweg an 7.22 Uhr, ab 7.23 Uhr, Gießen an erfahrung heraus: „Meine Seele ist stille zu 7.29 Uhr; bie beiben Nachmittagszüge nach R-chtung Gott, der mir hilft." Es kann kein größeres Lich Gießen ab 16.34 Uhr, Erbkauterweg an 16 40 Glück geben, als wenn ein Menfch stille getoor- Uhr, ab 16 41 Uhr; Gießen ab 17.33 Uhr Erbkauter- den ist, stille über Vergangenheit und Zukunft, weg an 17.39 Uhr, -b 17.40 Uhr. Die Züge halten, stille über Heiteres und Dunkles in seinem Le- soweit sie verkehren, nur an Werktagen, an Sonn- ben, stille über da-, was ihm der Tageslauf unb Feiertagen sind dort keine Aufenthalte, bringt, stille über alle Hemmungen, die ihm "DieMufeen sind am Neujahrstage zwischen die Menschen in den Weg legen. Ein Mensch n unb t uhr bei kleinen Eintrittspreisen geöffnet dieser Art hat bie 53btgfeit. das Gute zu sehen Die Räume sind geheizt.
da» ihm der Augenblick bringt. Em freundliches •• Beratung in Erziehung«- unb Wort aus dem Munde eines anderen, ein Fort- Ehefragen. 3u der Veröffentlichung unter schreiten der Arbeit, eine ruhig« Aussprache im Heberschrift in Nr. 304 des „Gießener An- Familienkreise, ein Gang durch daS reife Korn ^gerS" ^rd uns von Herrn Dr. phil. Joh. in der SmteAeit, ein ©ornienuntergang am Neumann geschrieben: Sine ungenannt« „ärzt- Wintertage, alles nimmt der, der still geworden Il($c Sette" polemisiert in Nr. 304 vom 28. Deist. dankbar aus Gottes Hand entgegen. zember 1928 gegen meinen Artikel über Er-
Wo diese Gesinnung Platz gegriffen hat. da ziehungs- unb Eheberatung mit nicht zutreffenden läßt der Menfch auch davon ab, sich mit anderen Argumenten. Erziehungsfragen dürften Fachge- zu vergleichen und babri zu meinen, die anderen biet des Erziehungsfachmanns sein, Heilpäda- seien ihm in jeder Beziehung weit voraus. Besitz aogik Fachgebiet des Heilpädagogen. Der Schluß- iind soziale Stellung spielen hierbei eine große fotz: „Da es sich hierbei um Gebiete handelt, für Rolle Menschen, die körperlich schwer arbeiten deren Beherrschung eine gründliche, langjährige, müssen, glauben vom Schicksal weit hinter denen fachärztliche und psychologische Erfahrung not- zuri.ckgesctzt zu sein, die kapitalkrästig sind. Der wendig ift, erfolgt die Auskunft an diesen Stel- Taglöhner. der Holzfäller, der Bauer mit kleinern (en durch besonders hierfür vorgebildete Fach- Besitz. t)er Beamte mit geringem Einkommen ärzte" trifft für meine rein Pädagogisch-Psycho- nimmt an, daß der Generaldirektor, der Mi- logische Arbeit nicht zu, wenn, wie es scheint, Nister, der Dörsenmann auf der Höhe deS Le- damit gesagt sein soll, daß mir diese Fachaus- benS wandle. Die Frau, die neben ihrer Haus- bildung fehle.
arbeit noch die Hände regen muh, um miizu- •• Zeppelin-Vortrag. Der Cvang. Ar- verdienen. glaubt hinter der Frau zurückge ctzt beiteruerein unb ber Wartburgverein veranstalteten tU sein, die über viele dienende Kräfte vermgi. ~ - ..... ' .....
Ist das eine der großen Täuschungen des Menschenlebens. dah in dec Vergangenheit al es ro.ig gewesen sei, so ist es eine nicht kleinere Täuschung. wenn man wähnt, daS Glück sei nur bei den anderen zu finden. Unter der Krankheit hat ber Kfmia von England gerade fo zu leiden, wie ein Industriearbeiter im rhein-mainischen Gebiete. Wenn man im Sommer durch deutsche Dörfer geht, fo findet man, bah nur die ganz kleinen Kinder und die ganz Alten zu Haufe geblieben sind. Hinter Blumentöpfen, am offenen Fenster fitzen die alten Frauen, die s.ch nicht mehr viel bewegen können, auf den Dän en vor ben Häusern ober unter Bäumen im Hofe sieht man die alten Männer, sie träumen auf ihren Stock gestützt vor sich hin. Die Alten, die vornehm und reich sind, werden durch die Kurgarten zu Baden-Baden und Wiesbaden im Rollstuhle gefahren. Wer vermöchte hier einen Unterschied zu erkennen? Lerne dich bescheiden mit beinern Lose und erfasse den Augenblick; wer diese beiden Lehren besofgt, der rüstet sich in ber Silvesternacht in der rechten Wri.e auf d e Zukunft. Und wer durch Gott stille geworden ist in feinem Leben, der sieht auch mit ruhiger Gelassenheit dem Augenblick entgegen, da für ihn die große Stille anbricht. H. D.
Wenn sich bei dem Glockengeläute der SUvester- nacht die Jahre scheiden, so finn^n Mele Menschen der Vergangenheit nach und Preisen die Tage, die gewesen sind. Damals war es schön, so sagen sie. da ich noch mit einem Sprung über einen Bach Hinwegseyen konnte, da ich vor den Traualtar trat, da meine Kinder klein waren unb vor mir in einer Gartenecke spielten. Jetzt aber ist alle« schal und unersprießlich, ich zerbreche mir ben Kops, woher ich das Geld für Steuern und Abgaben nehmen soll, jeder Tag bringt eine große Enttäuschung und seinen kleinen Aeraer es will im Geschäfte, im Berufe nicht der Ausführung übernommen, reckt vöranaehen. Manchem klingt es bei einem — Reichsbanner Schwarz-Rot- foldjcn Rückblick aus der Seele, was Walther Gold. Am morgigen Neujahrstage veranstaltet oon ber Dvgelweide bei einer Heimkehr in das das Reichsbanner in der Turnhalle am OSwaldS- l?anb feiner Geburt vor 700 Jahren gesagt hat: garten eine Winter-Sonnwendfeier. Nachnnttags
Cent' und Land da ich erzogen ward als findet eine Veranstaltung für die Kinder statt, Kind, am Abend ist für die Erwachsenen Unterhaltung
Die mir sind fremd geworden, als wär e» und Tanz. Wie man uns mttteiÜ, hat der Dor- eitl Wind. stand ein reichhaltiges Programm zusammenge-
unb | stellt, um den Besuchern einige angenehme Stunden zu bereiten. Näheres in ber heutigen Anzeige.
— Gewerks chastSbund der Angestellten (G.D.A.), Ortsgruppe Gießen. Born 14. Januar 1929 ab finden auf Veranlassung der Ortsgruppe Gießen deS G.D.A. für die Mitglieder Kurse über DerkaufSkunst, Bilanz, unb Steuerfragen, Lackschrift und Plakatmalen statt. Die Jugendgruppe veranstaltet am 3. Januar in der Jugendherberge einen Heimabend. Interessenten seien auf die Anzeige in ber SamStagausgabe besonder- hingewiesen.


