nen. 3n der Hast unterläßt die Hausfrau gu* weilen diese Vorschrift. Küchendüfte haften an den Fingern. Sie werden vertrieben, wenn unmittetbar nach der Beschäftigung mit scharf riechenden Küchenkräutern die Hände mit Kochsalz abgerieben und alsdann kalt abgewaschen werden. Ist Haus- und Küchenarbeit beendet, dann verabsäume die Hausfrau niemals, eine Einreibung mit einer Fettcreme vorzunehmen. Ein bvhnen- großes Stück Creme wird auf die Handinnen- fläche gebracht, mit der airderen Hand zuerst verrieben und nun mit Waschbewegung verteilt. Gleichzeitig müssen die Nägel berücksichtigt werden. Ein Holzstäbchen wird in ein entsprechendes Dagelwasser getaucht, und die Dagelhaut am oberen Dand wird damit zurückgeschoben. Von der Hautcreme, die sich auf Handrücken und Handteller befindet, wird mit dem Daumen der anderen Hand ein wenig über die Dägel verstrichen. Dadurch kommt das Vrechen und das Splittern der Fingernägel nicht mehr in Frage, und di« schönste Hand macht einen unansehnlichen Eindruck, wenn die abgebrochenen Dägel durch ihre ungleichen Längen in keinem Verhältnis zu den anderen stehen. Durch die Behandlung mit der Dagelfeile anstatt mit der Schere bcchalten die Fingernägel besser die Form, das Wachstum wird gleichmäßiger, die Suostanz bleibt unbeschädigt. Wird die Creme abgewaschen, dann weicht auch die Müdigkeit der arbeitenden Hand, das Spannungsgesühl läßt nach, das Aussehen ist weich und zart. Wenige Tropfen Zitrone dienen gleichfalls zur Pflege der Hand, weil sie die Haut geschmeidig machen. Eine harte Arbeitshand ist ein Beweis von Fleiß. Die undankbaren Menschen aber, die eigentlich dem Fleiß einen so hohen Wertmesser gegeben haben, mögen seine wahrnehmbaren Beweise dennoch nicht gern, tim die harten und verfärbten Stellen an der Innenfläche zu vertreiben, reibe man mit der geballten Rechten den Handteller der Linken, reibe man mit der Linken den der Rechten, tinterstüht wird die Wirkung dieser Massage gleichfalls durch Fettcreme, und eine Einreibung mit Kölnischwasser gibt der Haut einen zarten, angenehmen Duft. Vielfach ist ein Feldzug gegen den Nagellack geführt worden. Die Mode war stärker als alle Argumente, die dagegen sprachen. Es hat sich auch herausgestellt, daß ein guter Lack den Nägeln durchaus nicht nachteilig ist, daß er ebenso wie Polierstein und Polierer das schöne Aussehen und die Haltbarkeit der Nägelsubstanz erhöht. Alles muß mit Maß gehandhabt werden: Dägel sollen glänzen, aber nicht aussehen, als wären sie in Butter getaucht. Dägel sollen auch nicht stumpf sein. Bei festlichen Anlässen, bei einem großen Diner, einem Ball, darf der Dagel mehr brillieren als an einem Alltag. Der Geschmack und die Kultur der Trägerin werden chr das richtige Maß vor- schreiben. Eine Massage der Finger läßt ihre Form schon bleiben oder schön werden. Von der Spitze angefangen Qcfjt die Massage, die mit Daumen und Zeigefinger der einen Hand ausgeführt wird, herunter zur Wurzel. Im Laufe der Zeit bekommen dann auch die Nägel «ine gewölbtere, mithin eine bessere Form.
Wirtschaft.
Oie gegenwärtige Wirtschaftslage.
In dem Monatsbericht der Dresdner Bank für November werden u. a. die nachstehenden Ausführungen über die Wirtschaftslage gemacht:
Die Preisbildung vollzieht sich in Deutschland zu einem erheblichen Teil nicht im freien Spiel der Kräfte, sondern die Höhe der Preife wird wesentlich durch mehr oder weniger zwangs- mätzige Festsetzungen, die zum Teil auf dem Gebiete der Lohn- und Sozialpolitik l egrn, mitbestimmt. Auch wenn durch Schiedssprüche eine Beilegung der Streitigkeiten erfo'gt. bleibt jedesmal als Ergebnis eine neue Belastung für die betroffenen Industr «zweig«, was für die Gesamtwirtschaft besond.rs verhängnisvoll zu werden droht, soweit es sich, wie bei der Ei'en- industrie, dabei um Schlüs elindustr en handelt. Die dann in der Regel sich ergebenden Preiserhöhungen las en sich mit der je^igen Konjunk'ur- phase, die durch allmähliche Senkung des Zins- und Preisniveaus die Grundlage für einen neuen Aufschwung schaffen soll, schlechterdings nicht vereinen. Aber noch eine andrrr ernste Seite hat diese Handhabung der Lohnpolitik. D ie Rentabilität der tint.rnehmungen erhält eine immer ungewis'ere Grundlage, auch wenn es teilweise gelingt, durch erhöhte P eise die Stcizerunq der Kosten wettzumachen. Die Kapi albi d nq, deren stärkste Trägerin die produktive Wi tschaft ist, leidet um so mehr, als bei den tinternehmungen
vielfach weder die erforderlichen Rückstellungen gemacht werden können, noch eine genügende Verzinsung des Anla^etapi als geboten werden kann. Daß, wie es beim niedrcschle ischen Steinkohlenbergbau der Fall war, lediglich durch öffentliche Hilfe die Exiftenzmöglichkcit der Werke ausreHterhalten wird, fü^rt sch ießlich zu einer allgemeinen Erstarrung des Wirtschaftslebens. die jede Initiative der tintern hmer lahmen und ersticken muß.
Ferner kann vrn einen derartig hohenZins- Niveau, wie es zur Zeit nocy in Deutschland besteht, unmöglich ein Aufschwung aus ehen, und die Hohe der Zinssätze läßt darauf schlie'jen, daß der Tiefstand der Konjunktur noch nicht erreicht ist. Das Mißverhä'tnis -Wischer Kapitalbedarf und Krpitalbi düng ist andauernd so groß, daß diese selbst bei einem einge'chränit.m Pro- dukticnsstand. wir gegenwärtig, nicht annähernd den Ansprüchen genügt.
Die Kapitaleinfuhr der letzten Wochen in Form von Gold hat im Oktober infolge der inzwischen cingetret nm Markabschwächrng nach- gelas en. Die'e Markabschwächunq läßt sich nur so erklärm. daß zum Oktobrrtermin größere Zins- und Kapital-Rückzahl'.M'en an das Ausland zu leisten waren und daß dec Repara'.ions- agent größere Devisenkäufe vor^enommen hat. Diese timstände brwi ken eine Labilität der Lage, die als Dauerzustand für die deutsche Wirtschaft untragbar ist.
tinter diesen timstänken kommt an der Börse trotz der Aussichten, daß die Konjunkturlage mit Nachlas'en der Sai onbean pruchung des Geldmarktes auch im Sinne einer Erholung der Kurse wirken dürfte, in dem unentschiedenen 5)in und Her der Bewegung, in den Ansätzen zu einer Erholung und den wieder folgenden Rückschlägen die Skepsis zum Ausdruck, mit de' man die star'e Abhän'i'keit d r Wir shaft von dei internationalen Geldoerhä'tnis en, sowie dir in Gang befindlichen Lohnkämp e in ihrer Rückwirkung auf die Konjunkturentwicklung betrachtet.
•
• Deutsche Gold- und Silberscheide- anstalt Dorrn. Roeßler, Frankfurt a. Main. Die gestrige außerordentl'chr Genrral- versammlung genehmigte einstimmig die von der Verwaltung vorgefchlagene Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von nom. 23 Mill. Mk. un 6,6 Mill. Mk. auf nom. 29,6 Mill. Mk. Die neuen Aktien mit Dividendenbercchtigung ab 1. Oktober 1928 werden einem Konsortium unter Führung der Darmstädter und Nationalbank, Filiale Frankfurt a. M., unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu 148 Proz. überlassen mit der Verpflichtung, hiervon 5,6 Mill. Mk. den alten Aktionären zu 150 Proz. im Verhältnis 4:1 anzubieten. Die restlichen 1 Mill, neuer Stammaktien werden von dem Konsortium zur Verfügung der Verwaltung gehalten. Sie sollen bei passender Gelegenheit verwertet werden. Wie mitgeteilt wurde, hat die Gesellschaft ein umfangreicheres Auslandgeschäft in Aus icht, zu dessen Finanzierung der Erlös für diese 1 Mill. Mk. Vorratsaktien abzüglich 2 Proz. für das Konsortium verwandt werden soll. 3m übrigen wurde die Kapitalerhöhung mit dem erweiterten timfang des Geschäftes, besonders in Chemikalien, mit den im Zusammenhang damit stehenden Aus- und Erweiterungsbauten, sowie der Hand in Hand damit gehenden finanziellen Anspannung begründet. So betragen die Bankschulden augenblicklich etwa 9 Mill. Mk. Eine Erleichterung der finanziellen Lage durch Freigabe des Amerikaguthabens sei vorläufig noch nicht zu erwarten, tieber die Ansprüche der Gesellschaft an das Reich wegen des Verlustes der in Hoboken bei Antwerpen belegenen Anlagen der Gesellschaft lasse sich ebenfalls nichts Positives sagen, besonders hinsichtlich der Höhe einer etwaigen Entschädigung. Die Beteiligung der Scheideanstalt an der Holzverkohlungsindustrie sei eher noch etwas niedriger, als vor dem Kriege. Es könne immerhin als «in gutes Zeichen für die Gesellschaft betrachtet werden, daß sie jetzt erst, lange nach der Goldumstellung, im Gegensatz Hu den meisten anderen Gesellschaften eine Erhöhung des Kapitals beantrage.
* Kali-Industrie A. - G. In der gestrigen Sitzung des Aufsichtsraies der Kali-Industrie A.-G. Berlin erklärte der Vorsitzende des Aussichtsrates zu der bekannten Transaktion Win- tershall-Burbach, daß das Geschäft noch In der Durchführung begrif en sei. Mit Rücksicht hierauf könne er in dem jetzigen Zeitpunkt ins einzelne gehende Angaben nicht machen. Er wolle aber die grundsätzliche Erklärung abgeben, daß die Interessen der Kali-Industri« A.-G. bei dieser Transaklion in jeder Beziehung gewahrt seien. In der weiteren Besprechung wurden laufende
Angelegenhei'en behandelt. Die Verwaltung war in der Lage, befriedigende Mittellungen über den Betrieb des Stickstoffwerkes in Rauxel zu machen.
' Kloeckner-Werke A. G. In t>:r gestrigen Sitzung des Aufsichtsrates der K oeckner- Werke A.G. wurde dec Abschluß für das am 30. Iuni beendete Geschäftsjahr 1927/28 vorgelegt. | Nach Verrechnung frrr allge.ncinen tin'vsten und Zinsen ergibt sich einschl eßlich des Vortrages auf 1926/27 mit 635 769 Wk. ein Betriebsüber- schuh von 34 162 445 (33 517 066) Mk. Nach Abzug der Steuern mit 8 017 023 (t 238 123) Mk., der sozialen Lasten mit 7 910 393 (7 593 3.0) 2Ht. der Obligationenzinsen mit 3 432 363 (3 383 406) Mark, sowie nach Abschr.il'unaen von 8 345 126 (8019 730) Wk. bleibt ein Reingewinn von 6 457 535 (7 232 129) Mk. Der auf den 8. Dezember einberufenen G.-V. soll die Verteilung einer Dividende von 6 Proz. vorgeschla-en werden Rach Abzug der Vergütung für den Aufsichtsrat blcibCTi dann noch 463 402 Mk. zum Vortrag auf neue Rechnung. Von den im vergangenen Iahre ausgegebenen 20 Mill. Mark neuen Aktien nehmen 15 Mill. Mark zur Hälfte an der Dividende teil.
Frankfurter Börse.
F r a n k f u r t a. M., 31. Okt. Tendenz: unsicher. — Die Tatsache, daß die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium über den Ruhrjchiedsspruch ergebnislos abgebrochen worden sind, trug eine merkliche Unsicherheit in den heutigen Börsenverkehr. Man will nun die Entscheidung des Reichsarbeitsministers abwarten. Das Geschäft war infolgedessen wieder sehr ft i l L Verstimmend wirkte auch der auf Glattstellungen schwache Schluß der gestrigen Neuyorker Börse. Von einer Anteilnahme außenstehender Kreise am Geschäft war nach wie vor kaum etwas zu spuren. Die Spekulation bekundete Abgabeneigung, so daß bei uneinheitlicher Kursentwicklung überwiegend Abschwächungen eintraten. Das Angebot war im allgemeinen nicht groß, die Aufnahmefähigkeit des Marktes aber andererseits wieder gering. Dor allem am Chemiemarkt wurden Abgaben oorgenommen. J.-G.-Farben eröffneten 2,13 v. $)., Scheideanstalt 4,5 v. S). schwächer. Auch am Elektromarkt herrschte auf Glattstellungen der Spekulation Abgabeneigung. AEG., Bergmann, Licht und Kraft, Schuckert, Ges- fürel, und Siemens verloren 1 bis 2,5 o. S). Sch'sif- fahrtswerte lagen 1 bis 2 o. H. gedrückt. Aschaffenburger Zellstoff minus 2 v. H. Montanwerke waren vernachlässigt. Gelsenkirchen minus 1 v. H. Mans- felber dagegen 1 v. H. fester. Einiges Intereste bestand für die Reichsbankanteile, die 3 v. S). gewannen. Von den Kaliaktien konnten Salzdetfurth 2,5 v. H. anziehen. Leicht erhöht waren ferner die Autowerte. Deutsche Anleihen gaben leicht nach. Arn Auslandrentenmarkt waren Türken weiter beachtet, Zolltürken aber auf Realisationen gedrückt. Im Verlaufe konnte sich die Tendenz nicht bessern. Bei unverändert stillem Geschäft bröckelten die Kurse meist weiter etwas ab. Zum heutigen Ultimo, der im übrigen, wie erwartet, keine Schwierigkeiten bereitete, war der Geldmarkt stärker angespannt. Tägliches Geld 7,5 o. H. Devisen waren wenig verändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1981, gegen Pfund 20,359, London gegen Kabel 4,8490, gegen Paris 124,15, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 31,08, gegen Holland 12,0925.
Berliner Börse.
Berlin, 31. Okt. Schon im heutigen Vormittagsverkehr konnte man eine starke Zurückhaltung bei den Banken beobachten, und diese Tendenz übertrug sich auch auf den Börsenverkehr. Der Abbruch der Cchiedsspruchverhandlungen im Arbeitsministerium machte doch einen größeren Eindruck, als es gestern den Anschein hatte. Jedenfalls wartete man die Entscheidung, die der Reichsarbeits- mlniftcr heute treffen will, ab. Da auch von Auslandbörsen schwache Meldungen vorliegen sollten, schritt die Börse wieder zu Rückkäufen, und es ergaben sich, abgesehen von einigen favorisierten Werten, meist kleineKursrückgänge. Es verstimmten neben anderen Betrachtungen der überraschende Dividendenrückgang bei den Chemischen Werken Charlottenburg, während die Bilanz und die Dividendenreduktion bei Klöckner von der Börse schon vorweggenommen waren. Auch die Ergebnisie der gestrigen Aufsichtsratssihung der Kaliindustrie konnten wenig befriedigen, da die Börse ausführlichere Mitteilungen erwartet hatte. In Reichsbank beobachtete man Käufe von guter Seite: man sprach von Auslandorders, und der Kurs konnte um über 3 v. H. anziehen, da man infolge gebesserten Geschäftsganges mit einer Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen rechnet. Auch Elektrowerte hatten größeres Geschäft aufzuweisen und konnten sich zum Teil bis 1 v. H. befestigen. Schwach lagen Bauwerte, wie Schlesische Zement und Holzmann. Deutsche Linoleum, Polyphon, Kunstseidenwerte und Kaliwerke verloren schon bei kleinem Angebot 2 bis 7 v. H. Sehr schwach
lagen Svenska bei einem Verlust von zirka 10 Mark auf schwaches London. Deutsche Anleihen neigten zur Schwäche. Ausländer bis auf Anatolier überwiegend etwas fester. Der Geldmarkt war für den Ultimo relativ leicht, wenn auch der Satz für Geld über Ultimo von 8 bis 9,5 v. H. ziemlich hoch ift Der Pfandbriefmarkt war übereinstimmend mit der übrigen Börse sehr still. Goldwerte lagen etwas schwächer. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft still, und es ergaben sich an fast allen Märkten Kursrückgänge von 1 bis 2 v.H.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.M.. 31.Oft 3m Zusammenhang mit den schwächerm Auslandno' ierungen war die Haltung am hiesigen Produktenmarkt abgeschwächt. Das Auslandangebo' in Roggen und Weizen hat sich weiter verstärkt, so daß die Käuferschaft größere Zurückhaltung 5‘fun- bet«. Bei minimalen Umsätzen gaben die Weizen- und Roggenpreise weiter etwas nach. Stärker angeboten war ferner Sommergerste, die 0,50 Mark schwächer notierte. Im Einklang mit den schwächeren Drotgetr:idepr:ifen lagen auch Weizen- und Roggrnmehl etwas niedriger. Der Futtermittelmarlt blieb we'ckn: vernachlässigt ber nachgebenden Kleic preisen. Es wurden notiert: Weizen 23,65 bis 23,75; Ro gm 22,50 bis 22.60; Sommergerste für Drauzweck- 24,50 bis 25; tnL Hafer 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 21,73 bis 22; Weizenm.hl, süddeutsches Spezial 0, 33.75 bis 34,50; Roggenqrehl 30 big 30,50; Weizenkleie 13,75; RoggerÄeie 14,25 Mark. Tendenz: abgeschwächt.
Amtsgericht Gießen.
• Gießen, 26. Okt. Arbeitslose erheben nicht selten Ansprüche auf Gewährung von tinter- stühungen, die ihnen nicht zustehen. Es geschieht dies tcils aus Unkenntnis, teils aber auch in betrügerischer Absicht. Ein Fall der letztgedachten Art stand heute wieder zur Verhandlung. Rach dem Reichsgeseh vom 16. 7. 27 erhält ein Arbeitsloser nur dann tinterstühung, wenn er bn dem letzten Iahre während 26 Wochen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung stand. Der heutige, arbeitslos gewesene Angeklagte legte damals dem Arbeitsamt eine Bescheinigung seiner Arbeitgeberin vor, inhaltlich deren er bet dieser über 26 Wochen beschäftigt war. Das Formular der Bescheinigung hat er selbst ausgefüllt und von feiner Arbeitgeberin nach Verlesen und Genehmigung unterschreiben lassen. Da auch die übrigen Voraussetzungen xutrafen, gewährte man ihm die gesetzliche Arbeitslofen-tinterstützung, und der diensttuende Beamte des Arbeitsamts hat ganz richtig gehandelt. Der Inhalt der Bescheinigung war aber, wie sich später auf Meldung der Verdacht schöpfenden Arbeitgeberin herauS- stellte, falsch. Tatsächlich war der Angeklagte bei dieser nur wenige Wochen beschäftigt gewesen; für die üKitere-n Wochen hat er sich ihr nur zur Verfügung gestellt, und sie hat ihn be".' der Krankenkasse nicht abgemeldet, gearbeitet hat er nicht mehr. Auch der Durchschnittswochenlohn, auf Grund dessen die Höhe der tinterstützung fest- gestellt wird, war falsch — zu hoch — angegeben. Es erfolgte daraufhin Anzeige wegen Betrugs. Der Angeklagte will auch sein tinrecht eingesehen haben; er zahlte die tinterstützung dem Amte zurück. Wit Rücksicht hieraus und auf andere Umstand« erkannte das Gericht auf Grund deS Geldstrafengesetzes an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe auf eine entsprechende Geldstrafe.
Letzte Nachrichten.
Noch teine Entscheidung im Eisenkonflikt
Berlin, 31. Oft (I. U. Drahlmeldung.) Die Schlichtungsoerhandlungen zwischen den Parteien in der Eisenindustrie bauern noch an. Der Reichsarbeit«- minisler, dem die verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruch» zufallt, berichtet au gen blick- sich im Reichskabinett über die Angelegenheit Wann die Entscheidung fallen wird, läßt sich noch nicht beurteilen. Die Arbeitgeber erklären, an der Aussperrung nach wie vor festzuhalten, da die von den Gewerkschaften gestellten Forderungen untragbar seien.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.
£ür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
granksurl a. M
Berlin*
Berlin. 30 Oktober
<Äeid
Briet
Französische Jiokii
Holländlschr Noten ..... ßt> lienische Violen ......
Vronvcgische Noten.....
Deutsch Dcftrrr .ilOOÄnma
Rumänische V7oten .....
Schwevische Roten ......
Schwei,er Roren ......
Spanische Viotcn.......
Tschechoilowaktsche Noten . .
Ungarische Noten
DeoifenmarFt Berlin
Telegraphische
16,36
167,86
21,92
111,58
58.81
2,535
111.85
80.48
67.30
12.385
72.85
-Frankfurt Auszahl
CT 168,54 22,00 112.02 69,05 2.555 112,29 80.80 67.58 12,445 73.15
a. M. ung.
Lchlutz- fltir»
1-Uhr- Kur»
Sch uh Kur»
21 n lang Kur»
Schiutz-s 1-Uhr- flurs Kur»
Sch «13 Kurs
Ansang Kur-,
Schiuh>I Kurs
1-Uhr- K»r,
Sch uh I tinlang Kars Sur»
Datum
30 10.
31. 10
30 10.
31 10.
Damm: | 30 10 | 31 10. | 30. 10.
31 10.
Datum:
30. 10.
31. 10
30. 10. | 31. III.
1% tt. erltfcfanltlte d 19Z7 Dl. AnI-Ablöl.-GLuId wil LuS- loi.-8ted)icn
ohne Auslol.-Siechte . .
7% Fran« Hyv.-Bi (Bolbtf. uw tünobai bis 1982
4H% iHbrtnW Hyp.-Banl Lian..
Soldos
e.C.e aba eortrtege-CMiflatton.. rückzahlbar 1933
<% Lchwry äunttSb.-tiiU.. 4% OtflerrridjtW Boldrte.. . . 4,20% Letten Silberne.....
4% CrfUndd) ein Hel U 9tte . 4% Ungarische Soldrie. - - 4% Ungurtidif SlaalSr o. 1*10 4y,% Mtfll von 1913 . . .
4% Ungarische pronenrie.. - 4% Türk. Hollanleibf v 1911 . 4% Türkische Bogdodbahn-Anl.,
Serie 1 4% drsgl. Serie II 4% iKumänrn conoeri öNr.
Rumänen Doldonl von 1913
UUg Deurich« tftirn'xchn
Hamburg.timeriko Salti . . . 6 tzamv -Südain Domo sich. . . 8 Hansa Dampfschiil • • 10
Norddeutscher Ulopt ... 8
Ollfl Deutsche tfreditanll. . . 10 varmer Bankverein . 10
Berliner HanoetegelrUsch. . 12
Lommer». unv Privai-Baul 11 Darms! u NationaNxmk 12
Deursche Bank 10
Dttkonw-Selelllchasi tot. . 10 Dresdner Bank . . . l(
VMieweulschi LredUdanl ... 9 RtiallbanC ........<
Äd*46ael .......U
1 1 Scr I t O- O 1 1 CR 1 cne« 1 o 1 58 1 8 1 äo 1 S 1 *to 8 2>oc t»
c 5 5j * g
£ । । £ i iiet i 5. £i iiii si t i i i i 11 i i i fe« ।
87,5
50,9 14.65
32,3
26,7
12,9
12,75 12,7
23,5
149.25
182,5 146.5 1-5.5
141.25
486 1X5.25 294.25 iu7.5 1-2.75
109 M.5 135,5 301.25
»s'es।»। i i «s s i i 11 i i i i • » । i
.......8
Bergmann ........ S tflektt. Lieserunge«..... 10
Lichl und Kraft ..... 10
Ses. f. tflettr. Untern^ ... 10
Hamb, tftetti. Werte .... 10 «hetn ...............9
Schief. Gleta. ...... 10 Cchuckeri . . ...... 8 Siemens 4 Halske ..... 12 rranSradto . ....... 8
Buvenu ....... 6
Deutsche Ctbil ....... 6
Sssener Sreinkotzl»..... 8
Gelsenkirchener ... H 3- < parvenrr ........ 6
Hoesch Eilen. ....... .8
Bergbau ........8
Klöcknerwerke ....... 7
Söln-Reueilen. ....... 9
Mannesmann .......8
Mansseldri 7
Cbfddilel Eisenb. vedars ... 6
Cberldilcl Kokswerke ... 8
Phönix Bergbau 5yt
Rheinische Braunkohlen 10
Rheinttahl 1. % 3* *Vi
ifiiebed Monian ... 7,2
Beretniaie Stahl». .... 6
Olavi üHnen . . . . . tth
»all tischersleben.....10
ffoH Welieregelo ..... 10 ffaiiwerk 6aüt*ffnt® . . 15
j » Sarven.^nvuSM. . U
Dynamit Wobei ...... 5 LchetdeanstoU ....... > Äolvichmioi ,.••••■ i Rülaerewerke .«•••••< ........................U
I84.ii
210
175
238.5 151
271.5
218
396,5
164
85
136,25
125,5 138
242
109,5
125.75 117 UV
93 275 1-7,75
50.75 285 286
488
'52,5
212 97,5
102 185
5 en * to to
— - fii O ft «I OO — *- <O K -J M —
1 SSio. 1 ö. I 1 X 1 1 । t l 1 1 l l i 1 1 I S; 1 l 8 । 1 q.5 i3 1 L. I SSS
184.1., 209.75
175
237
151,5 270.3 146.5
157,5 224,5
216.75 u95,5
146
84.75
135.5
120
126 138.25 130,25 242,o
110
127 126.25
117.5
110,75
92.75
275 137.25
145 U4
56.65 286.75 286.25
490
252,5
97,5 101.65
1 1 1,o. 15g 1 3 l 1 K"!
PHUrpp potf mann......7
Heidelberger tfemeat .... 10 Cemeni Karlstabl ...... 8 Waus 4 Freilag ..... 10
Schultheis Pa»enhoka ... 16 L stw erke . ...... 12
Der. Glanzttoss ...... 18
Bemberg ....... . 14
Zellstoss Daldhos.....12
Zellstoss tischaffenburg ... 12 Charwttrnburger Waner ... 7 Dessauer Gae ...... 8
Taimter Motoren......0
Demag ...... 0
üldlerwerte ffleoa ...... 6
Luvw. Loewe ....... 10 Not. Automobil ....... 0 Lrenltetu 4 SopDd ..... 6 Leonhard Lied ...... 6 Bamag-Meguin . ...... 0 Franks. Malchine» ...... 6 Nritzner ...... U
hcollgenslaedl.......0
IunghanS . ....... 4
Lechwerke . ...... «8 Main kraftwert» ....... 8
Miag ....... 10
Nelarsulmet ...... 8
Beier» Union - ....... 8 Seb, Roeder . ...... 10 Böig, 4 Haeffner ...... 8 ®ftbb. Zucker -......8
Dank
133
177
1ü2
208
80,5
107
18.5
71
122.25
87
119
135.5
28
106.5
125
212
148.25
noten.
S 1 I 1 i । 1 1 1 1 1 l 1 1 1 1 B1 £ i i i 1 1 1 1 , 1 NI
133
321
272.5
560
481
278.5 205.75 U4.75 191.25
80.5 50.25 106.5
244
56,5
109 273.5 19.25
71,5 121.5
88
13b.25
28.5 106
21*4 148.75
IIII Mill 1 •». 1 1 1 1 1
Ö S3 8 2V; 2
30. Oktob.r
31 Oftob r
Ätntliche Keid
Nokt runa Briet
Amtliche Dotierung Geld | Brief
Smtt^Rotl Buen.-AtreS «rfl-ÄMw CHEiania «ovendagen Storkvoim He isingt orS. Jtaitea London. - - Wtiroort ■ . DariS ... Schweiz . . Spanien • yavan . «io de Jan. Wien tn D^ Cfft- obyeit &. Bndap-ft. Bul arten t'iffabon DanUg. . .ffonftintin. L, eü tfanaba Ura^xa» -
fito.ts 1.708 58,28
111,77 111,82 112,10
10.54
41,965 40,336 4,1940 13,338 •>0,69 u7.5O
1.987 ».5005
o8,v?
12,42 7,367 «3,07
,027 18,90 61,31 4,121 5.425
1.1915
4.256 40.855
168,49 1,772 58,40
111,99 112,04 112,32
10,5b 12,005 40,37b 4,202V 16,442
»0,85 07,64 1.991
0.5025
59.09 12,44 7,381 73,21 «,033
18,94 »1,47 4,125 5,435
4.1995 4,264
40.895
168,16 1.7b< 58,28
111,74 111.79 112,10
10,54 31,96
30,335 4,1935
16.38 60,69 .7,57 1,981
3.5005
»8.-8 12.42 7,367 73,06 -.tt« 18,90
81,31 2,118 5,425
1,1915 4,256 20.86
168.50 1.771 58,40
111,96 112,01 112,32
10.56 22.00
20, „75 4,2015
16,42 »0,86 i*7,71
1.985
0.5025
o9.11 12.44 7,381 73,20 *.032 18.94 81,47 2,1» 5.435
4,1905
4.264 20.90
Berlin. 80. Oktober
-delv
Brie>
timcrifantMte "Jtofe» ..... Beigticde 9?otcn ...... Dänische Siocrn . ...... Svalische Unten........
4,t<4 ■ 58.13 111.58
20,30
TTO 58,37 112,02 20.38


