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Iahrestagung des Verbandes hessischer Schulgeographen.

= Bad-Nauheim. 7 - Oktober. Der Der- band hessische: Schulgeographen, dem Lehrer aller Schulgattungen angehoren. hielt gestern und heute unter dem Vorsitz von Studienrat Dr. Änieriem hier seine diesjährige Jahresta­gung ab, die aus allen drei Provinzen gut be- schickt war. Dem Geschäftsbericht des 1. Vorsitzenden und dem Kassenbericht Pros. Herberts (Worms) war zu entnehmen, daß der Verband zur Zeit 116 Mitglieder zählt und daß er sein Verhältnis zum Verband südwestdeutscher Schulgcographcn als ge- löst betrachtet. Innerhalb des großen Verbandes deutscher Schulgeographcn nimmt b": hessische Lan­desgruppe eine geachtete Stellung ein. Die Neuwahl des Vorstandes halte das folgende einstimmige Er­gebnis: Es bleiben in der Verbandsleitung Studien­rat Dr. K n i e r i e m als Vorsitzender, ferner Kreis- fchulrat Dieterich (Darmstadt), Professor Her- b e r t (Worms). Lehrer Ostwald (Vad Nau­heim), Rektor Dr. Rein (Wieseck), Studienrat Weih (Worms)-, durch Neuwahl kommen hinzu: Diplom-Handelslehrer Barthel (Bad-Nauheim) und Studienrat S t e l l w a g e n (Darmstadt).

Zu regen Aussprachen führten die Berichte, die Studienrat Weih (Worms) über die Tätigkeit des Ausschusses für Wanderungen und Studienfahrten und Studienrat Dr. K n i e r i e m über den Stand der Lehrplanfrage erstatteten. Studienrat Weiß wurde beauftragt, für das kommende Jahr wieder eine dreitägige Lehrwanderung, möglichst nach Rhein­hessen, vorzubereiten und dabei in erster Linie die praktische Erdkunde zu berüksichtigen In der Lehrplanfrage herrschte darin völlige Einmü­tigkeit, daß einmal zwischen höherer Schule und Hochschule, dann aber auch zwischen Grundschule und höherer Schule ein Zusammenarbeiten drin- gend notwendig ist. Zu den Karlsruher Thesen der Hochschullehrer der Geographie wurde kritisch Stel­lung genommen. Die Anpassung des Grundschul­lehrplans an den der Sexta und des Dolksschullehr- >lans an den der Fortbildungsschule soll ein be» anderer Ausschuß gemeinsam mit dem Kultusmini- terium beraten. Diesem Ausschuß gehören außer »enVätern" der für die einzelnen Schulgattungen vorliegenden Lehrplanentwürfe noch Vertreter der einzelnen Schulgattungen an.

Einstimmig angenommen wurden zwei Ent­schließungen, von denen die eine die Aufstel- lunfl von Normalverzeichnifsen von Lehr­mitteln für die einzelnen Schularten fordert, während die andere für eine noch stärkere Betonung des Freilustunterrichts eintritt und die Einführung des obligatorischen monatlichen Schulspaziergangs (Un­terrichtsgangs) wie für di höheren Schulen auch für die Volksschulen für dringend notwendig hält.

Angeregt wurde noch, daß sich auch der Geograph mehr als bisher der Naturschutzbestrebungen an- nehme und bei Feldbereinigungen und anderen Kulturmahnahmen der Erhaltung typischer Land- fchaftsbilder anstrebe.

Die Tagung wurde mit einer Besichtigung der technischen Betriebe des Bades geschlossen.

Die Darmstädter Aaturschutz Ausstellung.

WSN. D a r m ft a b t, 29. Oft Auf der Na­turschutz-Ausstellung wird der Offen­bacher Verein für Naturkunde mit einer Sonder- abt.i'ung über das cin'ige hessische g öftere Schutz­gebiet, den Heng st er, vertreten fci.ru Ferner wird Lehrer O ft w a l d - Bad-Nauheim von dem die erste Anregung zur Ausstellung auSgegangen ist, eine inlerelsante Ausstellung über die ober­hessischen Salzpflanzen, die ein einig- artiges Naturdenlmal darstel'en, zeigen. D.e Eigenart der hes isa'.e.r Pslan'en- und Ti.rwe t wird durch eine Anzahl prächtiger Naturauf­nahmen erläutert werden, die von verschiedenen Forschern (Lehrer Kellerbach-Darmstadt, Proses.or Mannheimer und Seitz-Mainz, Dr. Heil« Darmstadt, Dr. Evelbau m-Wies- baden) in jahrelanger, mühevoller Arbeit zu- fammengetragen wurden. Die intimen Reize der hesischen Landschaft haben de Amat u pho.v' graphen ton jeher gereizt. Die Ausstellung wird mancherlei Proben i ;rer K mst darb'.et n, und manchem Besucher werden die Augen dafür ge­öffnet werden, welche'le von Schönhüten z. B. die Rhnae'ene auszuwnfen hat. Die Ausste'lung wird am 10. November im Kupferstich-Ko', i e t des Hesfischen Landesmuseums eröffnet werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

WSN. Wetzlar. 30. Oft Der 27 Jahre alte Schlossermeister Mengersen von hier war auf den Kaliwerken Gewerkschaft Raab mit Schweiß- arbeiten mittels einer Azetylenanlage beschäf­tigt. Aus ungeklärter Ursache zersprang die Schweiß­flasche, und ein abspringendes Teil zerschmetterte Mengersen den Schädel, so daß er bald darauf starb.

± Oberkleen, 23. Oft. Unsere Gemeinde­vertretung hat die Anschaffung einer neuen Turmuhr beschlossen. Die Lieferung ist der Turmuhrfabrik Weul« in Bockenem a. Harz übertragen worden.

Große Strafkammer Gießen.

Gießen, 30. OEt. Ein Schneider aus Frankfurt hatte das Akzept eines Wech­sels gefälscht und deshalb vom Dezirks- fchöffengericht Gieften eine GefängniZstrgfe von einer Woche erhalten. Die Strafe war darum so mild ausgefallen, weil der Angeklagte den Betrag gedeckt hatte. Auf seine Berufung hin, er beteuerte seine Unschuld, erhöhte die Straf­kammer die Strafe auf zwei Wochen Ge­fängnis.

Ebenfalls eine Straferhöhung erhielt ebn Schlosser aus Hatzfeld, der wegen Einbruchs­diebstahls und Betrugs vom Bezirks» schöffengericht Gießen zu einer Gefamtgesängnis- strase von vier Monaten und zwei Wochen ver­urteilt worden war. Die Strafkammer änderte auf Antrag der Staatsanwalt ch ist die Strafe des erstinftanzlichen Urteils in eine solche von sechs Monaten und einer Woche Gesang- n i S um.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

D. Schä. (Ba. 1. Wegen der Kündigungsfristen für Handlungsgehilfen verweisen wir auf die Pa ragrapben 66 ff. des Landesgesetzbuchs. 2. Nach Paragraph 70 kann fristlos gekündigt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Das Gesetz zählt solche Gründe nicht auf. Ein wichtiger Grund liegt vor,wenn nach Lage der Umstände dem einen Teil nicht zugemutet werden kann, den Vertrag wider feinen Willen fortzujetzen." Die wirtschaft- liche Gefahr des Betriebes hat der Prinzipal zu tragen. Ein wichtiger Grund ist Tat- und nicht Rechtsfrage. Maßgebend sind auch hier Grundsätze von Treu und Glauben.

3- f). Nach Ihrer Schilderung hat Ihre Schwä­gerin, da die Annahme ihrer Dienste trotz Abschluß des Dienstvertrages grundlos verweigert worden ist, Atss-ruch auf Lohnzahlung und eventuellen weite­ren Schadensersatz wegen etwaiger u n verschuldeter Stellenlosigkeit. Kommt eine gütliche Einigung nicht zustande, so muß sich Ihre Schwägerin an das hie- fige Arbeitsgericht wenden.

Nundfunkprogramm.

Donnerstag. 1. November.

6.30 Uhr: Morgengymnastck. 13 bis 14: Don Stuttgart: Mittagslonzert. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Haus- srauendienst, unter Leitung von Fini Pfannes. 16.35 bis 18.05: Nach S:uttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lese­st unde. 18.30 bis 19: Von Kassel: Vortrag. 19 bis 19.30: Stenographi cher FottbildungslursuS für Anfänger und Fortgeschrittene. 20: Dom großen Saal des Saalbaues: Konzert der Frank­furter Sing-Akademie.

Freitag, 2. November.

6.30 älhr: Morgengymnastck. 13 bis 14: Schallplatten-Konzert:Volkstümliches". 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fini Pfan­nes. 16.35 bis 17*35: Hausfrauen-Nachmittag, veranstaltet vom Franffurter Hausfrauenverein. 17.35 bis 18.05: Don Stuttgart: Konzert. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 19: Stunde des Südwestdeutschen Radiollubs. 19 bis 19.30: Esperanto-älnterricht. 19.30 bis 19.50: Zwanzig Minuten Fortschritt in Wissen­schaft und Technik. 20: Von der Stuttgarter Liederhalle: Sinfonie-Konzert.

Samstag, 3. November.

6.30 Uhr: Morgengymnastck. 12.45 bis 13.15. Schulfunk: Musik, vorgetragen von Gesanglehrer Ferdinand Hofmann:Die Natur als Dorbild in der Musik: Nachtigalleisschlag und plätschernder Dach in Bildern und Tcmstücken". 13.45 bis 14.15: Nach Stuttgart: Mittagskonzert des Rund­funkorchesters. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fini Pfannes. 16.35 bis 18.05: Von Etuttg.: Konz. d. Rundsunlvrch.1810 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Don

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Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 31. Oktober.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Donnerstag, den 1. November.

Allerheiligenfest.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte, 7: Messe; 8: Kom­munion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 4.30: Beichte; 5: Andacht mit Segen; 530: Predigt; darauf Andacht für die Abgestorbe­nen; 7: Beichte. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Cid). 10: Hochamt mit Predigt.

Freitag, den 2. November.

Allerseelen.

Gießen. 6 Uhr: hl. Messe , 6.30: Beichte und hl. Messe; 7, 7.30: hl. Messe; 8: Seelenamt für alle Verstorbenen der Pjarrei; abends 8: Andacht mit Segen. Hungen. 8.30: Allerseelenamt. Cid). 7: Allerseelenmefse.

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