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Hr. !52 Letter Blatt

Lietzener Anzeiger IGeneral-Anzelger fvr Gberhefsen^

Samstag, 30. Mörz 1028

Wirtschaft.

Steuerzahlungen und Geldmarkt.

Das linkt tut für Äonjunthitfori<6ung hellt in fernem ncueftcn Wochenbericht dieegeBnitte ferner Untersuchung zur Bewegung bei W e ch se l kredi t s iWechselumlaus. Wechlcl- AtcBung. Wechselbettände bar. Cie ergibt, bah Fie 3nanft>ru4)na6mr des Wcchlrikrebit» 'owcu er Lieferantcnkredit tft, unvrränbert hoch liegt, todbtenb bic JnanfDru4mübmc bei Diskont' frebüi als Auswtriuna des Äonjunfturrüd- gange sich »tnninberi pat Sür Mai ergibt s'ch nach ben Berechnungen ein weiteres Sinken ber Beschäftigung ur.i 1.8 Pro- zcnt in ben Verbrouchsgüter Industrien unb von

Prozent in ben Produttionsmittclinbuftricn Cobann bringt bet Bericht eine interessante Un- iersuchung übet ben ömfluft ber Steuer- Zahlungen auf die Gestaltung bei ®clb- Marktes Bekanntlich betinat diese Zahlmig ter jeweils fälligen Steuer bet rage für bie Wirt­schaft einen beträchtlichen Aus wand an flüs'igen Mitteln, besonders bei solchen Steuern, für beten Zahlungen seste Term ine festgesetzt find. So er­arbeit sich aus ben ©elbnjorft tnpifche Quartals- schwankungen. da für einen groben Teil bet ihrem Aufkommen nach bedeutenderen Steuern vierteljährliche ZaHlungen zu leisten sind. Ls hantelt sich hierbei um veranlagte Einkommen­steuer. ÄörperldialMtteuer. Vermögenssteuer unb Umsatzsteuer Innerhalb ber Rciwssteuern neh­men diese Steuern, bie im Jahre 192" mit Klammen 4350 Millionen Mark rund 51 Prozent r gesamten Einnahmen bei Reichs ausmachten, eine ausschlaggebende Rolle ein. Der Hauptbc- dar! an flüssigen Mitteln zur Bezahlung dieser Rechssteuern liegt in ben ersten Monaten bet Bietteljahte, er macht jeweils an diesem Termin rund einen Betrag von schätzungsweise 350 Mil­lionen Marl aus. Rechnet man für Januar und 3idi noch ben durchschnittlichen Spitzenbetrag ber Zollzahlungen hinzu, so ergiebt sich für biefe beiden Monate insgesamt ein Betrag von etwa 400 Mill Mk. Da sich in den letzten Mo­naten die gesetzlichen Bestimmungen dieser Steuern nicht geändert haben unb auch mit wesentlichen Veränderungen der wirtschaftlichen Vorgänge, die biesen Steuern au Cbrunbe liegen, vorerst kaum zu rechnen ist, so geben die genannten Zahlen einen annähernden Anhaltspunkt für bie Größen- vrdnung. in ber sich die Beanspruchung der Wirtschaft durch bie In ben nächsten Wochen fälligen Steuerzahlungen halten wird. Die Mn- tersuchung des Instituts für Konjunkturforichung ist auch besonberS im Einblick auf bie Frage einer Diskontherabsetzung von Bebrü­tung.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

Auch in dieser Woche war bic Stimmung an ber Frankfurter Bdrfe ziemlich lustlos, da bie immer noch ungeklärte innerpolitischc Lage unb bic unsichere Haltung ber Auslandborfen zur allgemeinen Zurückhaltung mahnten. Da auch von einer Beteiligung des Auslandes unb ber Banklundschast kaum etwas zu bemerken war. schritt bie Spekulation zu Abgaben. Das an ben Markt kommende Material wurde nur mit Kurs­verlusten ausgenommen, die sich jedoch nur in kleinem Rahmen bewegten Das Gcschäst blieb Im allgemeinen sehr klein unb beschränkte sich nur auf Spezialpapiere Die Börse zeigte jedoch eine getonte Widerstandsfähigkeit, da bic im Der- laufe der Woche erholten Auslandbörsen und die glatte Mebettoinbung des j?albjahresultimo, ob­wohl kaum Schwierigkeiten erwartet wurden, all­gemein anregten. Der verhältnismäßig flüs­sige Geldmarkt, der trotz des Ultimos kaum eine Versteifung erfuhr, obwohl der Latz infolge des bevorstehenden Zahltages auf 7 Prozent erhöht werden muhte, gab eine allgemeine An­regung. Die weitere Entlastung des Reichsbank- instituts und der weiter»- wenn auch kleine Rückgang der Arbeitslosigkeit blieben ebenfalls nicht ohne Wirkung, Zeitweise recht lebhaft ac- banbelt wurden bie Spezialwcrte, an deren Spitze die Kaliaktien unb bic Zellstofswerte standen Aschersleben unb Westeregeln waren bis zu 12 Prozent gebessert, da hier auch zeitweise Ma­terialknappheit bestand, aber nur vorübergebend, da die Spekulation sofort wieder zu Gewinn- mitnahmen schritt. Auch machte sich starkes Inter­esse für bie Zellstofswerte geltend, da hier das Felbmühlepapier an regte, so bah die Spekulation zu ziemlich groben Deckungen in den erstgenann­

ten Aktien fchmt. die im Verlaufe ber Woche was tn erster Linie für Aschaffenburger Zellstoff gilt, bis 925 Prozent anziehen konnten Auch Waldhof waren bei recht lebhaften Umsätzen bis 6 Prvz gebessert. Am darXmmarft konnte sich im afigemetren nur zögerndes Grichäf; ent­wickeln eine Ausnahme bilde!? ber Ta dein bekannt wurde, bah bie fiarbcnbonb*atticn an der Reuyorkrr Börfe zur dielübrung ge­langen sollten an dem die .lacbenahier lebhaft umge'etzt wurden unb ganz erhebliche Qktoinnc erzielen konnten, bie aber im Laufe der Woche wieder verloren gingen unb frgar noch unter dem Stand der vergangenen Woche notierten. Scheideanftalt waren dagegen bis 3 Prozent er­höh! aber auch nur bei zeitweise etwas leb­hafterem Geschält Am Jliontanmar t blieben bic im wesentlichen begrenzt .'lannesmann unb Phönir waren stärker vernachlässigt, zu­meist auch stark anael*oten unb bis 3 Prozent niedriger Rheinstahl gaben bis 2 Prozent nach. Rur 3llc Bergbau konnten 4 Prozent gewinnen. Am Bankenrnarkt waren besondere Bewegungen, duftet der der Rcichsbank bic gcicnübtr ber ver­gangenen Woche 3 Pro^ schwächer lagen, aber gerade an einem läge, bei lebhaften Umsätzen. 6 Prozent ihres Kurs Verlustes wieder zurückgc- winnen fonnten, nichts au berichten. Von Auto- werten waren Adlerwerkc gut gehalten, während Daimler 4 Prozent cinbüfnen. Am Bauuntcr- nehmungomarkt waren Wayß 4 Zreytag etwas bevorzugt unb konnten 4 Proz. gewinnen. Doch trat, nachdem die Tendenz ovrul>crgehcnb ein festes Gepräge gezeigt hatte, wieder eine gröbere Mnlust zutage, da bic immer noch ungeklärte innerpolitische Lage unb bic mangclnbc Beteili­gung der Bankcnkunbschast Besorgnisse hervor- riefen. Spezlalwerte blieben jedoch weiter recht lebhaft verlangti besonders die öleftrotoertc konnten Im Verlause der Woche, unb hier be­sonders Siemens, bei regeren Umsätzen bis 8.50 Prozent anziehen. Schuckcrt gewannen Prozent unb AGG 2 Proz. Als Grund hierfür kann Wohl angenommen werden, baft bie Schweiz ver­schiedene t?rderS an den Markt gegeben haben soll. Renten lagen durchweg still und etwas schwächer. Ausländer waren ruhig unb zumeist behauptet. Am Devisenmarkt lag das Pfund international schwach. Beim Franken war infolge der Stabilisierung eine Erholung scstzustellcn

Wochenbericht

vom frankfurter produkrenmarkt.

Am Franisurier Produltenmarlt war die Stim­mung in dieser Woche etwas zuversicht­lich c r. Die höheren Auslandnotierungen unb die ungünstigen Wettermeldungen konnten sich im allgemeinen günstig au-wirken. Die Händ­ler traten etwas aus ihrer Zurückhaltung heraus, so baft sich das Geschält zumeist etwas lebhafter gestalten konnte. Da aber das Inlandangebot nach wie vor gering Hieb und bie Provinz mit beträchtlich höheren Forderungen an den Markt kam, zeigten die Händler nur wenig Kaufneigung, so baft im Verlause der Woche das Geschäft wieder einschrumpfte. Auch die wieder unsichere Lage der Auslandsmärkte und daS noch immer schleppende Mchlgeschäft verstimmten unb gaben dem Markt das Ge­präge. so baft die Händler nur mäßige Unter- nehmungslust bekundeten. Da aber das Anaebot in Weizen weiter klein blieb und einige Nachfrage von Seilen des Sxports sich bemerk­bar machte, konnten sich hier bie Umsätze bei gering erhöhten Preisen zeitweise etwas leb­hafter gestalten. Roggen war ebenfalls knapp angeboten, jedoch bestand hierin kaum Rachfrage, da bic Kauflust der Mühlen sehr gering ist Hafer, der im Preise immer noch cnS zu hoch erachtet wurde, war etwa- billiger anpeboten. Am Futtermittelmarkt bestand für Mai» für Futterzwecke einiges Interesse. Material tarn nur wenig an den Markt, die Landwirtschaft schritt verschiedentlich zu Deckungen, und der hohe Preis wurde glatt bewilligt. Weizenkleie war dagegen stark angeboten, und die amtliche Rotiz muftte um ein beträchtliche» herabgesetzt werden. Roggenkleie blieb gui behauptet. In Mehle kamen Umsätze nur zögernd zustande, besonders Roggenmehl war an geboten, während Weizenmehl im Gegensatz zur vergangenen Woche, gut behauptet blieb. Zum Wochenschluft wurde das Geschäft fehr ruhig, da weder vorn Inlandmarkte. noch vom Auslande nen­nenswerte Anregungen vorlagen. Da» inländische I Anaebot von Weizen unb Roggen gegenüber der Rachfragc ist mehr al» au-rcichend. Hafer in guten Qualitäten weiter spärlich angeboten, der

Konsum Neibt, gegenüber den unnachgiebigen Forderungen der Provinz, zuruckhal'c.d

Im Vergleich zu den Dotierungen der ver­gangenen Woche konnten Weizen unb Mais je 0 2^ Mk anz ehen während Hafer. Weizen und Roggemnebl je 0J5 2H! unb Weizenmehl 0.85 Mi ctnbufiten Roggen und Dtoggcnflcie blieben gut behauptet. Dir Woch: schlotz zu folgenden Ro- herungen Wetzet 26.75, Roggen 23.50. H»ilcr 27.75- 2825; Mais sFuttermaie» 24 2425; Wet­zen nehl 3650 37; Roagenmehl 3? 39. We>- zeni'k c 13.85 Roggenklcie 1625 16».

Soeben beridyt nom frankfurter (^cblacdtviehmarkt.

Der Frantlurler Schlachtviehmarkt verkehrte tn dielcr Woche n ruhiger Haltung Das Ge'chäft konnte sich in ben meisten Viehgattungen nur fchicppend entwickeln Am Rinder­markt waren durchweg nur mittlere Qualitäten vertreten. Der Abtrieb nach auswärts war stark am Geschäft beteiligt. wurde nahezu aus­verkauft Am Schweinemarkt war das Ge­schäft fchlcppend. und es verblieb bei nachgeben­den Prei'en Ueberstand. In Kälbern und Schafen war das Geschäft still. Die Märkte wurden jedoch geräumt. Der Defamtauftr cb be­stand aus 1565 Rindern, darunter belanben fich 330 Ochfen. 88 Bullen, 647 Kühe und 372 Särlen. Ferner aus 1800 Kälbern 150 Schafen und 5940 Schweinen. Im Vergleich zum Auftrieb der vergangenen Wochen waren 150 Rinder. 30 Kälber weniger an getrieben, wäh­rend 440 Schweine mehr zum Verkauf standen. In Schafen war der Antrieb unverändert.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Och'cn A I 60 bis 64, II 54 bis 59. R I 50 bis 53. Bullen A 52 bi» 56. B 49 bi» 51. Kühe A 49 bi« 53. B 43 bis 48. C 38 bis 42. D 28 bis 37. Zarten A 61 b-.S 64. B 57 dis 60. C 51 bi« 56. Kälber B 72 bi« 77. C 65 bis 71. D 54 bi« 64. Schafe AI 50 bi« 54. B 44 bi« 49. Schweine A 64 bis 68. B 66 bis 70. C 68 bi« 72. D 68 bis 72. E 65 bis 75. Verglichen mit den Votierun­gen der letzten Woche blieben Rinder behauptet. Kälber gaben bi» 6 Mk. nach. Schweine waren im Preise ziemlich unverändert.

Auto - Finanzierung» - Gesell­schaft m. b. H. Die mit einem Kapital von 500 000 Mk. ausgestatlete Auto-Finanzierungs- Gc'ell'chaft in. b. H.. Berlin, wird demnächst ihren Gclchästsbetrieb eröffnen. Sie bezweckt die Ge­währung und Vermittlung von Krediten zur An- fchaffung von Kraftfahrzeugen. Wie von beteilig­ter Seite mitgeteilt wird, stehen für die Durch­führung de» Gefchäfts sehr bedeutende Geld­mittel zur Verfügung.

* Erfolg der preußischen Staat»- anleihezeichnung. Auf Anfrage erfährt WTV.'HandelSdienft von maftgebender Seite, baft der Zeichn ungseingang auf die obige ousloSbarc preußische Staatsanleihe von 1928 auch in den letzten Tagen recht gut gewesen ist. Der übernom­mene Betrag von 50 Millionen Reichsmark dürfte daher voll abgeletzt werden. Die Zeichnung geht heute zu Ende.

frankfurter Börse.

Frankfurt a M, .30. Juni. Tendenz: still. Die heutige 6amstagbörfe eröffnete im Anschluß an die festere gestrige Abendborse in weiter etwas freundlicher Haltung. Au« Anlaß der sehr festen aeftrigen Neuyorker Börse und der reibungs­losen Ucberroinbung des gestrigen Zahltages schritt bic Spekulation zu weiteren Deckungen. Auch trafen von außen her, wenn auch nur in kleinem Mähe, Orders ein, so baß das Geschäft in Spezialwerten sich zeitweise recht lebhaft gestalten konnte, bei Kurs- befferungen bis au 5 o. Sy Auf ber anberen Seile würben aber auch verschiedentlich Abgaben auf Ge- winnstcherungcn oorgtr.ommen, so baß auch bei einem kleineren Teil ber gehandelten Papiere Kursverluste bis zu 1,5 o. H festzustellen waren. Stärker bevorzugt unb an der Spitze standen von Zellstoffwerten Aschaffenburger, die bei reger Nachfrage 5 o. Sy gewinnen konnten Am Elektro- markt machte sich für Siemens mit plus 2 o Sy unb für (Beffürel unb Schuckert mit je plus 1,5 o. Sy ver mehries Interesie bemerkbar. Chadeaktien unb Licht ft Kraft waren dagegen angeboten unb etwas schwä­cher Am Montanmarkt lagen Phönix behauptet, sonst waren hier bie Umsätze sehr klein. Bon Bank- werten waren Berliner Handelsgesellschaft mit plus 2 ü. Sy etwas lebhafter verlangt. Dresdner Bank waren mit minus 1,25 o. fy Angeboten Am Chemie- markt wurden I.-G -Farben, die 0,25 o Sy höher er­öffneten, kaum umgesetzt. Die gestern vernachlässigten

Adlerwerke konnten im Verlause wieder 1 o. turückgcwinnen Daimler waren aut behauptet Für I (? hlr Berkehrsweten konnte sich die starke Huf- n^nsbewegung von gestern nicht fonletzen. sie büßten bi» 1 p Jr> ein Am Äentenmarh kamen Umsätze kaum $u|iunbf Dciitfche Anleihen unb Ausländer toarer. etwas ichwacher 3m .'terlaufc blieb bu Ten­denz fest, die Kursgesialiung mar jedoch nicht ganz einheitlich, da d>e Geschansftiste teilweise kurs­druckend wirkte I-(st - Farben. Tietz und Siemen» oerlorcn bi* 1 n. X) Neichsbank mären sogar 3 r f) niedriger Aschassenburger ZeUstott und Schuckert unb bic noch anfang» bevorzugten Werte konnten weiter di» 1,5 v. H gewinnen Am (steldmartt nmrb« der Satz für Tagegeld auf S n fi erhöht. Am De- nifrnmarft nannte man Reichsmark gegen Dollar 4.184-3. gegen Bßmd 2>.4O5. London aegen Sabel O7«7M. tter> I.Unhidifr, 114.15, Madrid 29,53, Mailand<2,7250, fjollanb 12.1013.

Berliner Börse.

Berlin. 30. Juni. 3m Gegenfatz zu den Ion- fugen cam*lagbörfcn der letzten Zeit sah c» heute, namentlich für opcjialioerte, ziemlich f e st au». Schon gestern abend Hatte sich auf Grund der feste­ren Neuuorker Barte eine kräftige örbolunfl durch- geletzt Für Heute lagen einige Spezialmomente vor (bk Farben Neugrundung .,3nternationale (stciell- schäft für d)tmi|<hc Unternehmungen", die Preiser- hohung der odcrschlesiichcii Steinkohlen, die Mel­dung. daß Polen zu Icilentfck>adigung,n In Chorzow bereit sei), bie aber auf die Äclamttendcnz ebenfalls eher günstig wirken konnten. Der Ultimo Ist glatt überwunden Der Orbrrringang war obrr nur sehr unbcbculfnb, unb da, Teicha st äußerll klein. Die ersten Kurse waren bann auch nicht so fest, wie man nprbörelid) erwartet hatte Die S;»ezialwerte lagen zwar 1 bi« 5 o. f) über dem geftrigrn Schluß, die meisten Pamere wiesen aber nur geringe Verände­rungen auf unb lagen teilweise etwa« gedrückt. Wieder lagen die ab Montag gehandelten Termin- Papiere bevorzugt unb lebhafter. Norddeutsche Wolle, Feldmühle, Schubert ft Salzer fielen auf, aber auch in Siemen», Spriiwerten, Glanzstosf.Brmberg, Aschaffenburger ZeNstofs unb ganz besonder« In Tietz betruaen bie Erholungen bis zu 10 v f) Deutsch« Anleihen freundlich Ausländer gefchäftelos Nu- mänen unb Mexikaner etwa» fefter. Der Psaiidbrles- martt war ahne Umsätze. Qelb war Immer noch bevorzugt. Auch im verlause blieb die (Brunbftim- mung fest, die meisten Marktgebiete lagen aber oer- ödet, unb nur Spezialbewcgungen belebten die B >rsc noch etwas. In Dbcrbcbarf wirkte sich bic ftnacn- Preiserhöhung au«. Berger wurden aus den be­kannten Grünben 10 v H. hoher gehandelt. Auch Telsenkirchener und Siemen« hatten etwa« leb­hafteres Geschäft.

Frankfurter WetreiDcbörir.

F ra n k f u r 1 a.M, 29. Juni. Der heutige Frank- furter Produktenmartt verkehrte zum Wochensch'uft in Anbetracht des äußerst geringen Geschäfte» in der gesamten Woche ebenfalls In ruhiger, etwa- .idgkschwachter fjaltung Welzen verlor heute 0,25 Mark, dagegen konnten bie übrigen Sorten unb auch Futtermittel wegen des geringen Geschäft« unver- onbert notiert werden. (£« notierten: Welzen 26,75 Mark; Roggen 2R.50; f)afer, Inkänblfcher, 27,75 bis 28,25: Mals (gdb) für Futterzwackc 24 bis 24,25; Weizenmehl, fiidbeutsches (Spezial 0), 36,75 bi» <37,25: Roagenmehl 38,25 bis 39; Weizenkleie 13,85; Roggenklete 16,25 bi» 16^0 Mark. Tendenz: ruhig.

Berliner Produkteubörse.

Berlin. 29. Juni. Die ruhige Haltung des Marktes setzte sich heute fort Vom Qlu«lanbx- lagen Anregungen nicht vor. die (TifOfferten füi Weizen waren unverändert. Auslanbroggen in den Forderungen etwa- cntflcgentommcnbcr. T r- einzclt wurden Umsätze in Westcrnroggen ge­tätigt Da Liverpool eine wesentliche Erholung nicht verzeichnen konnte, blieb bie Unterneh­mungslust hier auf ein Minimum beschränkt. Born Inlandc wirb Weizen für ben vorhan­denen Bedarf völlig ausreichend angeboten. Rog­gen in Kahn Ware wenig angeboten, ober auch schwer unterzubringen, einige Frage besteht für Waggonware Am Lief er ungsma rite waren bic Preife für Weizen nichtiger. Mc Iulificht erhielt einigen Halt durch Deckungskäuse kter Provinz Ebenso war Iuliroggen auf Deckungen Im Preise unverändert, dagegen mußten bic Herbsttickten sich Rückgänge von etwa 1 Mari gefallen lassen, wozu auch das günstige Wetter beitrug. Das Mchlgeschätt ist nach wie vor ruhig bei unver­änderten Sorbe nm gen. Haser stetig, gute Quali­täten weiter gefragt, bie Forderungen ber Signet sind schwer burchzusetzert

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angesührten Zistern geben bie -)öhe der zuletzt brichlossenen Dividende an. Reichsdankdislom 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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