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Das Vertrauensvotum für poincare

Lleberwältigender Sieg des Ministerpräsidenten in derKammer

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Oie Wetierlaqe.

Trotzki bleibt verbannt.

Mission

Kowno. 29. Juni. (XU.) 'Nach Meldung«» aus Moskau ----- ...

ffl und Rakowski nicht auszuheben. Diese Per­sonen hatten sich von ihrem oppositionellen Ge­danken nicht losgesagt. Ihre Verbannung von Moskau bleibe bis zum Ende dieses Jahres i n Kraft. Trotzki hat alle Angebote auf Frie­densschluß seitens der Kalintngruppe a b ge­lehnt.

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oSkou gedenkt die zentrale Kontrollkom- der russischen Kommunistischen Partei die Vergeltungsmaßnahmen gegen Trotzki, Sosnow-

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Man habe sich In gewissen Kreisen gewundert, daß er für Elsaß und Lothringen eine #us- imhmc'tcllung gefordert habe. Dar französische Gesetz habe immer Rücksicht auf lokale Gebräuche genommen. Man könne nicht mit einem Jeter- strich die Folgen einer falschen Behandlung von einem halben Jahrhundert beseitigen.

3m Elsaß verlangen Männer, die ausgezeich­nete Franzo'en sind, und zwar Sozialisten und Radikale, die Laienschule, aber die ungeheure la» tholllche und evangelische Mehrheit weift sic nachdrücklich von sich. Denn man von Paris aus den Eindruck Hervorrufen würde, daß inan ihnen die eine oder andere Reform a u f z w i n -

n wolle, so wäre das ein Fehler, den ver­hindern ich entschieden entschlossen bin. Die rüh­rende Treue des Elsaß zu seinem Mutterland« verdient, daß man das Land mit Takt und Delikatesse behandelt und fein« Gepflogen­heiten nicht brutai über den Haufen wirft. Er sei sicher, daß nach und nach die Wahrheit über den Colmarer Prozeß durchdringen, und daß man schließlich zu der Ueberzeugung kom­men werde, daß eine große Anzahl braver Men­schen getäuscht worden sei. Dann würden die Äsässer auch einsehen, daß Frankreich die li­berale und ritterlich« Ration geblieben ist, die die Elsässer von 1870 und nach ihnen chre Kinder und Kindeskinder beweint haben.

3um Schluß beschwört Pomcars die Kammer, sie möge keine Llnklarheit bestehen lassen, sondern ohne Zögern sich entscheiden, ob sie der Regierung Folge leisten wolle, imb zwar nicht nur provisorisch, sondern auf lange Dauer, da­mit dem Lande die Unsicherheit und die Gefahr einer unsicheren Regierungssrage erspart bleibe.

Darauf wird die Tagesordnung Danielou cin- gebracht, di« die Regierung an nimmt, und für die sic die Dertrauenssrage stellt. Eie hat fol­genden Wortlaut:Die Kammer billigt die Erklärung der Regierung und hat das Ver­trauen zu chr, daß sie ihr Programm in repu­blikanischer Eintracht durchführen wird. Die Kammer lehnt jeden weiteren Zusatz ab und geht zur Tagesordnung über."

Die Tagesordnung wird mit 455 gegen 126 Stimmen angenommen.

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Gaardeuffchland

gZu Heidelberger Tagung der Laarvereinc.

Der Vund der Saarvereine hat in diesen Tagen in Heidelberg sein« Vertreter aus dem Reich und seine Vertrauensleute auS dem Saargeb'.et zusammenberusen zur 8. DunteS- tagung und wieder einen Appell an das Weltgewissen versucht, um das schreiende Llnrecht, daS an den Eaardeutschen seit Jahren geschieht, wieder gut zu machen. WaS sich auf diesem alten deutschen Voten abspiell, ist eine Tragödie: die Wohlfahrt von Hunderttaufenten wird bedingungslos geopfert, nur um des politi­schen Ehrgeizes der Franzosen willen; unter stillschweigender Duldung des Völ­kerbundes, der offiziell die Verwaltung des £'ante8 in ter Hand hat, aber nicht dafür sorgt, daß di« sozialen Ziele, für die er angeblich kämpft, in der unter seiner Verantwortung ste­henden Regierung sich durchsetzen. So ist es glück­lich so weit gekommen, daß das Saargebiet sozialpolitisch wie lohnpolitisch auf der nie­drigsten Stufe ter europäischen Wirt- sa-astszentren steht, daß Rot und Armut in diesem einst wohlhabenden Lande herrschen.

Di« Art, wie Frankreich an der Saar gespielt hat, ist eine einzige schwere Anklage gegen den Schmachfrieden, ter unter dem Schlag­wort ter Demokratie und des Dölkerfriedens uns in Versailles auf^ezwungen wurde. Wir haben davon ebensowenig gemerkt wie die Saar- deutschen. Die Franzo'en mögen geglaubt haben, daß es ihnen gelingen würde, in der fünfzehn­jährigen Vefahungsfrist, die ihnen zugesprochen wurde, daS Land moralisch zu erobern. Wenn sie daS wollten, sind sie ater mit den denkbar ungeschicktesten Mitteln vorgegangen, in­tern sie alS Sieger auftraten und in die Bevöl­kerung die Liete für Frankreich hineinprügeln wollten. Dazu haben sie ter ganzen Welt vorgelo­gen. daß ein Gesuch von 150 000 Saarwäylem vorläge, worin die Angliederung des Landes an Frankreich gefordert werte. Diese Petition war eine glatte Fälschung, nicht einmal 100 Fran­zosen oder Franzoslein sind an der Saar zu fin­den. Und die etwas durch den unglücklichen Aus­gang des Krieges schwankend geworden waren, sie sind durch die harte Schul«, in die sie Frank­reich nahm. ineinenVekennertroh hinein- getrieben, der all« Parteigegensähe ausgewischt hat und das ganz« Volk in eine einmütige nationale Opposition hineindrängte.

Heute haben die Franzosen die Hoffnung auf- gegeben, daß bei ter Volksabstimmung auch nur cin Bruchteil ter Stimmen für Frankreich ab» g.f.ebcn wird. Sie sind deshalb bereit,groh- mulist" auf die Abstimmung zu verzichten, nur um sich eine Blamage zu ersparen. Dafür aber betrachten sie das Land jetzt als reineS Aus­beutungsobjekt, sie treiben Raubbau an den Sachgütern und an den Menschen, haben sich sogar nicht davor gescheut, den Kohlen* reichtum unterirdisch unter der Grenze weg auSzuschöpfen, nur um das Land selbst dadurch zu schädigen. Trohtern scheint ihnen das Ziel vorzuschweben, wenn sie die Verwaltung selbst auch an Deutschland zurückgeben müssen, daß sie auch später ihre wirtschaftliche Vormachtstellung in irgendeiner Form auf­recht erhalten können. Der Protest von Heidel­berg wird ihnen gezeigt haben, daß selbst dies« Hoffnung vergeblich ist. Sie werden scheitern an dem Widerstande, den sie selbst grohgezüchtet ha en; sie werden aber auch scheitern daran, daß inzwischen doch auch in den Sieaerstaaten selbst das Gefühl für di« Unmöglichkeit einer solchen Lösung im Erstarken begriffen ist.

Anerkennung über daS zum Ausdruck, was fa deutsche Flugzeugindustrie, die zum ersten Male an dieser Ausstellung teil nimmt, zeigt. Auch in der französischen und den übrigen aus­ländischen Abteilungen werden die neuesten Flug» zcugthpen mit Zubehör und einzelne Teile gt. Leigt.

Pas Geständnis tes dänischen Spions Cembourn.

Die Vernehmungen des dänischen Spions Lern» bourn durch den Staat- anwalt haben ein« Wi» derholung des Geständnis es Lembourns gebracht, daS dieser bereits vor ter Polizei abgelegt hatte Er er Härte dabei, daß er zu feiner Tätigkeit alt Spion in Deutschland von einem seiner Freunds einem Oberleutnant im dänischen Rachrichte» dienst, veranlaßt worden sei. Dieser wollte Aut» flärung über verschiedene Fragen tes deutsche» Heeres und der deutschen Landesverteidigung ha­ben. Zur Durchführung dieser Ausgabe set er, Lernbourn, nach Berlin gereist, too er mit ba Stenotypistin Stegemann ein« Freundschaft geschlossen hätte, um auf bi« em Wege sein Ziel erreichen zu können. Rach seinem Plane sollt, das Mädchen zuerst über das JS e ft c b c» einer geheimen deutschen Heerct» f[ i e g e r e l" , die bekanntlich gach dem Versailler Vertrag verboten ist. Erkundig mgekl eiiyicten uni dafür einen bestimmten Geldbetrag erhalten. 3m Anschluß daran sollten bann weitere mili­tärisch« Erkundigungen eingezogen werden. Lern.- bourn wird im Lause ter weiteren Vernehmungea ter Stenotypistin Siegemann gegen über gestellt werten.

Drooklyner Sänger In Deutschland.

Der größt« ter deutsch-amerikanischen Ge­sangvereine, ter Brooklyner Gesangverein Arivn, trifft mit dem DampferStuttgart des Rork- deulschen Lloyd am Sonntag In Bremer­haven ein. Die Brooklyner Sänger unternehm« nach dem Verlassen Bremens eine Aundresii durch Deutschland. Oesterreich und die Schweiz Besucht werten die folgenden Städten Hamburg, Berlin, Potsdam, Rürnberg München. Ber^ tesgaten, Salzburg. Linz. Wien, Graz. Klagen- surth. Innsbruck, Zürich, Luzern. Interlaken. Bern, Karlsruhe. Heidelberg. Frankfurt (Main), Wiesbaden. Bingen und Köln.

Der Marseiller Liaobart in Mlgter_ocrbaftet__

DerLandru" von Marseille, dessen Ange­legenheit seit mehreren Tagen die Oessentlichteit in starkem Maße beschäftigt, ist nach einem Tel«- gramm teS Polizeichess in Algier heute dort verhaftet worden. Der Frauenmörter. ter sich 3erome Prat nannte, in Wirklichkeit Pierre Rey heißt und auS Algier stammt, war als Passagier eines von Marseille kommend« französischen Dampfers dort gelautet.

Der Göttinger Rektor an Pro essor Scott.

Del ter Gastvorlesung deS amerikanischen Prv- sessorS Scott an ter Göttinger Universität richtete der Rektor Professor Heubner be­grüßende Worte an den Gelehrten. Er unterließ eS iricht, dabei auf den Jahrestag des Versailler Vertrage« hinzuweisen und hob hervor, daß dieser Schandvertrag, den zu unterzeichnen wir gezwungen Worten seien, uns immer noch an ter Kehle würge, und uns hie Luft zum Atmen nehme. Es sei verständlich, wenn unter diesen Umständen die studentisch« deutsch« Jugend ftch voller Empörung ge­gen den a u f*-e ine Lüg« aufgebaute» Vertrag mente und da hin trachte, daß wir bw drückenden unwürdigen Fesseln ledig mürbe Alle Anwesenden erwarteten von Pro esset Scott, daß er selbst sich zur Wahrheit be­kenn« und m Amerika für sie ein treten werd«. Der Professor sprach daraus m fachwissenschaft­licher Weise über di« spanischen 3unfter des 16. Jahrhunderts. Zum Schluß betonte er. daß « in Deutschland studiert und promoviert habe. - Scott ist bekanntlich einer der Gelehrten, auf deren historisches Gutachten ble Schckldthese non Versailles auf gebaut wurde.

Ministerium ein Ministerium deS Abbruchs oder ein Ministerium auf Abbruch sei, dann möchte ich den Erfindern dieser BeAeichirung sagen, daß sie sich irren. Es ist nicht ein Ministerium auf Abbruch, aber man kann die Konzession machen, es ein Ministerium auf Umbau zu nennen. 3n einigen Monaten wollen wir dieser Regirrung kräftigere Tragbalken unterziehen und ich bin der festen Heber» zeugung, mit diesen Tragbalken wird es möglich fein, vier Jahre lang in der Tat praktische Arbeit zum sozialen und zum temokrattschen Aufbau der Republik zu leisten. Wenn es dahin kommt, daß wir eineEntente cordiale" schließen zwischen den Vertretern der öffentlichen OHeinung und den Vertretern der Republik, dann muß eS gelingen, bann werden wir in vier 3ähren, also am 29. 3uni 1932, Erfolge für die Republik buchen können.

Oie preußische

Flaggennotverordnung.

Berlin. 29. 3unt (XU.) Der Verfas­sung Sausfchuß deS Preußischen Landtages beschäftigte sich am Freitag mit ter Verordnung vom 6. August 1927 über di« Beflaggung der gemei üblichen Dienstgebäude und der Schulgebäude. Die Verordnung war bekanntlich vom Ständigen Ausschuß mit den Stimmen ter Regierungsparteien angenom­men Worten Sie bitte jedoch bie Bestäti­gung des Landtages nicht erhalten, Da das HauS von ter Opposition beschluß­unfähig gemacht Worten war. Am gestrigen Donnerstag bitte die Rechte den Antrag gestellt, die erneute Beratung im Verfassung sausschuß zu vertagen, biS der Staatsaerichts- I) o f, bei dem auf die Klage der Stadt Potsdam am 9. 3ufi Termin in der Flaggenfrage angesetzt ist. eine Entscheidung gefällt hat. Der Antrag war jedoch abgcleynt worden. 3n ter Aussprache am Freitag erneuerte die Rechte ihre Bedenken gegen die Verordnung. Don deutfchnattonaler Seite wurde bestritten, daß die Voraus­setzungen für den Erlaß einer Rotverordnung vorgelegen hätten. Auch von selten der Deut­schen DolkSpartei wurde erklärt, ein R o t - stand habe nicht Vorgelegen 3m Gegensatz dazu erklärt ein sozialtemokratifcher und ein ZentrurnsabgLordneter. daß die Verordnung s o - wohl formell w l e materiell nottoen- d i g gewesen sei. Die Verordnung wurde schließ­lich mit den Stimmen ter Regierungsparteien be­stätigt.

Der Ausschuß beriet sodann über den Antrag der Regierungsparteien auf Annahme eines Gesetz­entwurfs über das Flaggen öffentlich-rechtlicher Körperschaften. Durch Annahme dieses Gesetzent- wurfs soll die Möglichkeit gegeben werden, die Not­verordnung entbehrlich zu machen. Nach diesem Antrag soll die Beflaggung der Dienstgebäude der zum öffentlichen Gebrauch bestimmten Gebäude und der sonstigen Einrichtungen der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der öffentlichen Straßen und Plätze als Angelegenheit der Landeshoheit zu den öttiichen Geschäften der allgemeinen Vanbesoerroaltung gehören. Das gleiche soll gelten für die nicht vom Staat allein unterhal­tenen öffentlichen Schulen. Auch das Flag­gen durch die übrigen Koroerschaften des öffentlichen Rechtes soll der Bestimmung durch das Staatsministerium unterliegen. Des weite­ren wird durch den Gesetzentwurf bestimmt, daß f ü r Religionsgesellfchasten keine Der- oflicbtung zur Beflaggung besteht Es soll jedoch ihr Recht unberühtt bleiben, selbstän­dig darüber zu bestimmen, ob und wann eigene Kir- chenflaggen entweder allein oder neben anderen vom Staatsministerium zugelassenen Flaggen zu zeigen find. Die Vorlage sand Annahme mit den Stimmen der ^Regierungsparteien.

Dem Reichspräsidenten ein Lnke! geboren

Berlin, 30.3uni. (Priv.-Tel.) Wie in einem Teil ter gestrigen Auslage gemeldet, wurde dem Sohn tes Reichspräsidenten, Major v.Hin­denburg, Donnerstag nacht ein Sohn geboren. Der Kleine Ist ter erste Enkel des Herrn Reichspräsidenten, ter ten Rainen Hindenburg trägt. Reichskanzler Müller richtete an den Herrn Reichspräsidenten ein Glück­wunschschreiben, in dem es heißt.Soeben erhallte ich die Aachricht, daß Sie. hochgeehrter Herr Reichspräsident, heute durch die Ge­burt eines Enkelsohnes beglückt Wor­ten sind. 3ch bin überzeugt, daß bei der tiefen Verehrung, die Sie, hochgeehrter Herr Reichs­präsident, in den weitesten Kreisen des deutschen Volles genießen, diese Rachricht den freu» digsten Widerhall finden wirb. 3m Ra­inen ter soeben zu ihrer ersten Sitzung zusammen- getretenen Reichsregierung darf ich mir gestatten, die verehrungSv ollsten und aufrichtigsten Glückwünsche auszuspre- chen. Mit verehrungsvollsten Empfehlungen ver­bleibe ich, hochgeehrter Herr Reichspräsident. 3hr stets ganz ergebener (gez.) Müller."

Sevenngs Programm.

Der neue Reichsinncnministcr vor der Republikanischen Presse".

Berlin. 29. 3uni. (WB) Die Vereinigung »Republikanische Presse feierte am Freitag- abend den Jahrestag ihrer Gründung in ten Fest räumen ter Presseabteilung der Reichsre­gierung durch einen Bierabend, dem alS Gäste zahlreiche Mitglieder ter Reichsregierung. der preußischen Regierung und ter Behörden teil- n ahmen.

Rach einer Begrüßungsansprache deS Vor­sitzenden führte ReichSinnenmintster Severing nach einer launigen Einleitung folgendes aus:

Ich glaube, eS ist in der Tat ein gutes Omen, daß Ihr Jahrestag zusammenfällt mit dem Geburtstag der neuen Reichsregierung. Die­ses Zusammentreffen veranlaßt mich zu der Ditte an Sie, den Irrungen und Wcrrungen bet der Regierungsbildung keine allzu große Bedeutung in ter nächsten Zeit beizulegen: denn wir müssen die gemeinsame Kampf» front behalten. SS ist unS deswegen besonders schwer, heute abend zu reden, weil man über Fragen der Reichsreform. Demokratisierung ter Verwaltung, grundsätzlich sehr viel sagen und auch sehr viel schreiben kann, toenn man aber versuchen wollte, über die ersten prak­tischen Schritte terartiger Reformen zu re­den, dann würde sich in ter Praxis bald er­geben daS lassen Sie sich von einem Praktiker der Verwaltung sagen, daß die nächsten Tage diesen erstere Schritten Barrieren errtdy.ei wer­den. Ich darf Ihnen versprechen, daß ich ver- fuchen werde, au# meinem Ministerium c i n aktives Ve rf a ff u n gSmi n 1 st er iu m zu machen. Wenn gesagt worden ist. daß dickes

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Gießene, kosteten a 6,8 Pfund. Jut

Paris, 29. Juni. (WB.) Die Kammer setzte die Diskussion der Interpellationen über die all­gemeine Politik der Regierung fort. Das Haus ist gut besucht, und es zeigt sich ein großer Andrang auch zu den Tribünen, da allgemein angenommen wird, daß heute die wichtig« Abstimmung statt- ftnben werde, die die Regierung kategorisch fordert, um nicht demissionieren zu müssen. Der reaktionäre Abgeorbnete Lapour--Grandmaison fordert, daß Poincars seine Mehrheit aussuche, damit das pattamentarische Unbehagen, das im Lande ten größten Schaden anrichte, beseitigt werden könne. Der Ministerpräfident habe wiederum die Geschicke Frankreichs in Händen. Deshalb muffe er sich her­über entscheiden, ob er nach rechts oder nach links zu blicken gedenke.

Ministerpräsident poincare verbreitet sich bann im einzelnen über die Umstände, unter denen er 1926 das Kabinett der Na­tionalen Einigung, bas sechs ehemalige Mi­nisterpräsidenten enthalte, gebildet habe. Was die Stärke dieses Kabinetts ausmache, fei nicht, daß die­ser ober jener Politiker ihm angehöre, (onbern baß alle Minister entschlossen seien, auf eine gewiße Zeit ihre persönlichen Neigungen zurück­zustellen. Er persönlich habe nicht mehr baran benfen wollen, daß man ihn mitPoincarL la Ruhr" unbPoincars la ®uerre" bezeichnet habe. Er habe auch vergessen, daß ihn Herriot, Painleos und Tar- bleu angegriffen hätten. Nach ben Wahlen von 1928 habe er sich gesagt, bah es am besten wäre, feine Mitarbeiter z u behalten, unb baß das Kabinett sich in feiner alten Zusammen­setzung bem Parlament roieber vorstelle. Wenn man eine Umgestaltung ber Regierung wünsche, so werbe er, Poincars, bie Initiative hierzu nicht er- greifen. Die Kammer müsse sich Har unb deutlich aussprechen.

Poincars besprach alsdann die Regierungs- e r f l ä r u n g. In chr sei gefaat worden, daß nach der Stabilisierung gewisse Reformen notwendig seien, und baß Maßnahmen ergriffen werden müß­ten, um das Kabinett im Gleichgewicht zu erhalten. Die Regierungsertlörung müße als ganzes genom­men werden. In ihr fei z. B. von der Laien- schule gesprochen worden.

Aus aller Welt.

Kein Fortschritt in den Nachforschungen nach derFialia"-Mannschaft.

R o m , 30. Juni. (WTD. Funkspruch.) Nach einem von zuständiger Stelle mitgeteilten Funkspruch der Eitta di Milano", war auch gestern ble Wetterlage für Erkunbungsflüge ungünstig. Die Gruppe Di- gtleri ist nach Osten abgetrieben worden. Sie befindet sich augenblicklich etwa neun Seemeilen nördlich der großen Insel. Die Eisoerhältnisse haben sieh verschlechtert. Das Wetter scheint jedoch besser zu werden. Sobald die Möglichkeit einer Lan­dung bei ber Gruppe Diglieri besteht, wirb das finnländische Flugzeug sofort den Versuch machen. Die Ankunft des EisbrechersTrady" in der Dirgo- Day wird für morgen abend erwartet, feine augen­blickliche Geschwindigkeit beträgt nur fünf Seemeilen in ber Stunbe. DieBraganza" liegt immer noch vom Eise eingeschlossen in ber Nähe des Nordkavs. Kapitän Sora, die beiten Mitglieder des Alpenklubs setzen ihre Nachforschungen nach ber Gruppe Marianow fort. Seit einem Monat machen sie unermüblich Erkunbungsfahrten unb ver­suchen Wege herzustellen, auf benen sie Lebens- mittelbepots zurücklassen.

Tie Tagt. Rundschau stellt ihr Erscheinen ein

DieTägliche Rundschau" veröffenllicht «ine Mitteilung an ihre Leser, In der es heißt: Zu unserem schmerzlichen Bedauern müssen wir un­fern Lesern die Mitteilung machen, daß der Deutsche Vollsdienstverlaz mit dem 30. Juni 1928 in Liquidation tritt und di« ..Tägliche Rundschau" mit diesem Tage ihr Erscheinen einst­weilen einstellt. Die Inhaber des Volksdienst­verlages glauben, nachdem aussichtsreiche Ver­handlungen mit einem großen Berliner Verlag zwecks Uebernahme der ..Täglichen Rund­schau" im letzten Augenblick sich zerschla­gen haben, den teneitigen ungünstigen wirt­schaftlichen Verhältnissen dadurch Rechnung tra­gen zu müssen, daß sce von einer Weiter­führung ter Zeitung vorerst Abstand neh­men. Sie sind aber fest entschlossen. daS Blatt binnen kurzer Frist in neuer Zusammen­setzung ter Gesellschafter unb unter Schäftung einer gesicherten finanziellen Grundlage wie­der aufleben zu lassen.

Filchner beim Reichspräsidenten.

Der Herr Reichspräsident empfing Herrn Dr. F i l cf) n e r Er hieß den Forscher in ter Heimat herzlich willkommen unb ließ sich von ihm ein­gehend Bericht über seine letzte Erpedition durch Zentralasien erstatten.

(Eröffnung der 11. Internationalen ^tugzeug- ausftcUung in Paris.

Der Präsident der Republik hat bie 11. Internationale F ugzeugausstellung im Grand PalaiS eröffnet. Er berichtigte die einzelnen Ab­teilungen der Ausstellung und wurde in der deutschen Abteilung vom Boftchafter von H o e s ch. der ibn bei feinem Rundgang durch die Abteilung begleitete, empfangen. Der Präsident der Republik besichtigte mit Interesse da- aus­gestellte IunkerS-Flugzeug vom Typ der ..Bremen". Die deutsche Abteaung zeigt im ganzen fünf Flugzeuge, und zwar außer der genannten IunkerS-Maschine ein Hei nkel- Wasserflugzeug, ein AlbatroS- Flug­zeug. einen Ara do - Doppeldecker und ein Klemm-Daimler- KleinsluVeug. Außer­dem sind noch mit Modellen oder Teilen ver­treten die Rohrbach -Werke, die Dornier- Werk« unb die Bayerischen Flugzeug­werke und mit Motoren die Firmen Sie­mens & HalSke und die Bayerischen Motorenwerke. Der Präsident der Repu­blik brachte dem deuftchen Botschafter feine dolle

vx Pr f r rgr" r-u ot» w>rgt O t ovar» Sfii CM* 'ie->r»ar^ Z* l«fi ctbte d'f TtmptfMtur «n. v r «ttboflte Ort« eut-eituMÄ u» «trtreiiireee e»eer«rfinctte i.aftdr-r*

XVCttClUM^lHyiüQf.

Die Ausläufer des nördlichen Tiefs werden st unserem Gebiet noch xeitwei c zu Bewölkung ren und lallen eS gelegentlich zu Gewitterstörust' gen mit geringem -Tcmperalurrüdgang Tommct Wettervorausfagc für Sonntaß Außer einzelnen Gewitterstörungen helleres bis ®<* kiges Wetter, noch keine starken lemperaturoedlnte rungen.

Witterungsaussichten für Montsß' Zeitweise wolkiges, auch melfach oiifbntembe» ®d- ter, geringer Temperaturrückgang, durchweg trotte* Lufttemperaturen am 29. Juni mittags 23,4

Telsius, abends 1SL Grab Eelstus: am 30.3u* morgens 18,4 Grab Celsius. Maximum 26 ®tel Celsius, Minimum 9,3 Grab Celsius Erbtemperst turen in 10 Zentimeter Tiefe am 29 Juni ab ft* 22,2 Grab Celsius- am 30. Juni: morgens 16,3 ®r® Celsius. Sonnenschein bau er 13% Stunden.

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