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ohne Schaden frt großen Mengen vertilgt. Schließlich rückt "r Abend i)<iun. ö Familien eilen zurück noch $aufe. Die Stadt, wie ein glühender Ofen, n.mmt in ihren leeren Straßen die Scharen der Heimkehrenden auf. sei es von den Bergen der Guadarrama. von Parque del Retirv oder von der Arena.

Wer historische Erinnerungen in Madrid sucht, wird nicht allzuviel dort finden, selbst die großen Kirchen bieten nichts Außergewöhnliches Da­gegen hat die Kunst eine Stätte im Mu'eo det Prado, die als eine der hervorragendsten der ganzen Wett gilt. Karl V. und Philipp II. legten durch ihre umfangreichen Anlaute in allen £än- dern den Grund zu diesen Sammlungen. Auf dem Gebiete der Malerei ist die spanische Schul? natürlich am meisten vertreten, insbesondere Vclasqucz: nächst ihm Wurillo, sowie El Greco und Goya, dessen drastische Handzeichnungen aus dem Dollsieben ein besonderes Interesse er­wecken. Wer Madrid besucht, auch wenn er Mu­seumsfeind ist. sollte sich der Mühe unterziehen, das Museum bei Prado aufzusuchen, um einen Blick in diese Schatzkammer zu tun, bevor er leine Schritte weiterlenkt in einen der benachbarten Orte, sei es Toledo. Segovia oder El Escorial.

_______________________ B.J.

Wirtschaft.

Die Reichsbank vor -em Salbjahrsultimo.

Der Ausweis der Aeichshank für die dritte Juniwoche zeigt mit einer Abnahme des Wechsel- kontos um rund 64 Mill. Mark und einer Der- minbecung des Zahlungsmittelumlaufs um rund 150 Mill. Mk. eine Entlastung, die be­sonders im Hinblick auf den bevorstehenden Hald- jahrsultimo als erheblich bezeichnet werden muß. Daß sich das Tempo der Entlastung gegen­über den Borwochen bzw. den Vormonaten in der dritten Juniwoche etwas verlangsamt hat, ist an sich, da die älltimovorbereitungen für den Ablauf des Halbjahres bereits eingesetzt haben, nicht verwunderlich. Die seit 'April zu beobach­tende Tendenz in der Entlastung der Reichsbank, die dahin geht, daß die voraufgegangenen Ultimo- be.'astungen stets mehr als ausgeglichen werden (im April 63 Mill. Ml., im Mai 64 Mill. Mk., im 3uni 13 Mill. Mk. mehr Entlastung), hat auch für den Monat 3uni trotz des bevorstehen­den Halbjahrsultimos angehalten. Somit ist die Situation der Rcichsbank vor dem Halbjahrs­ultimo als sehr günstig und wesentlich gün­stiger als vor Jahresfrist anzusehen. Beben der Tatsache, daß der Wechselbestand rund 200 Mill. Mark niedriger als vor Jahresfrist und die Rotendeckung um 0.9 Proz. besser liegt, bleibt auch zu beachten der um 400 Mill. Mark ge­stärkte Balutenbestand der Reichsbank in Höhe von rund 2.3 Milliarden Mark. Letzterem ent­spricht die Ausweitung des Zahlungsmittelum- lauss, die in Liebereinstimmung mit dem höheren wirtschaftlichen Tätigleitsgrade größer ist als zur entsprechenden Zeit des Borjahres, zu Be­ginn einer im Aufsteigen begriffenen Konjunktur Selbstverständlich tritt bis zu einem gewissen Grade auf Grund der günstigen Situation der Reichsbank die D i s k o n t f r a g e in ein akutes Stadium, womit aber noch nicht gesagt fein soll, daß die Reichsbank selbst dieses akute Stadium als bereits eingetreten betrachtet. Man sollte entgegen der in der Öffentlichkeit schon jetzt als notwendig hingestellten Diskontermäßigung etwa im Ausmaß von Vs Prozent doch nicht ver­gessen, daß für den Entschluß der Reichsbank bezüglich einer Diskontermäßigung die inter­nationale Geldmarktlage von entschei- 'dender Bedeutung ist, man sollle aber darüber hinaus auch nicht übersehen, daß die Bewegung der Privaldiskontsähe und der Diskontsätze für bankgirierte Warenwechsel nicht einen solchen Ab­stand von dem offiziellen Diskontsatz aufzuweisen hat, der eine Diskontermäßigung als unbedingt erforderlich erscheinen lassen würde. Für die Reichsbank ist die Frage einer Diskonlermäßi­gung ja nicht nur eine von nur konjunkturpoliti- fchen Gründen diktierte Entscheidung, sondern auch eine durch die Belange der Devisenpolitik beeinflußte, die wiederum von der einer Dis- kontsenkung durchaus nicht wohlwollenden inter­nationalen Geldmarktlage bestimmt wird. Hinzu kommt, daß sich die Konjunkturabschwä­chung noch nicht sichtbar und prägnant auf den Geldmärkten ausgewirkt hat Es bleiben fernerhin die im 3uli und August eintretenden erhöhten Anforderungen an den Geldmarkt zu bedenken.

Internationale Gefellschaft für chemische Unternehmungen. Unter Mit­wirkung der 3.-G.-Farbenindustrie A.-G wurde in Basel die (internationale Gesellschaft für che-

. mische Unternehmungen A.-G (Society inter- naih al puur entrepn chimiques S. A.) mit einem . .apital von 20 Millionen Schweizer Franken gegründet. Die Gesellschaft hat den Zweck, sich an chemischen Unternehmungen zu beteiligen.

Rheinische A.-G. für Braunkohlen­bergbau und Brikettfabrikation. Der Auss.chtsrat der Rheinischen A.-G. für Braun­kohlenbergbau und Brikettfabrikation beschloß in ieiner gestrigen Sitzung, der am 24. Juli statt- Hnbenben Hauptversammlung Voranschlägen, den Rohüberschuh des Geschäftsjahres 1927 28 von i2 970 504 Mt. wie folgt zu verteilen. Zu Ab­schreibungen 5 393 008 Mk zur Rücklage 378 874 Mark: 10 Prozent Dividende von 60 Millionen Stammaktien: 6 Prozent Dividende von 7,2 Millionen Borzugsaktien: *ür Gewinnanteile des Aufsichtsrates 325 565 Ml.: Bortrag auf neue Rechnung 441 056 Mk.

Gründung der British Bemberg Limited. Unter Führung der I. P. Bemberg A.-G. in Barmen, die bekanntlich zu dem Äon- ;ern der Bereinigten Glanzstoffabriten A.-G in Elberfeld gehört, wurde, wie WTB.-Handels- dienst erfährt, die British Bemberg Limited ge­gründet. die in England die Fabrikation von Kunstseide nach dem Bem berg verfahren iKuvfcr- ammoniaf) aufzunehmen beabsichtigt. Borer st ist die Errichtung einer Fabrik mit einer täglichen Kapazität von etwa 12 000 Pfund vorgesehen. Das Kavital der neuen Gesellschaft beträgt 1 250 000 L. Die Majorität des Kapitals wird durch die 3. P. Bemberg A.-G. übernommen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 29. Juni. Tendenz: fest. Zu De- ginn der heutigen Börse machte sich eine kräftige Erholung geltend, da vor allein die Regierungs­bildung, die, wenn sie auch nur mit einem Kornpro miß zustande kam, günstig beurteilt wurde. Die gestrige feste Haltung der Reuyorker Börse und die Hoffnung auf eine baldige, wieder flüssigere Geld­marktlage, blieben nicht ohne Wirkung. Da die inner- politische Lage allgemein als geklärt gilt, rechnet man auch wieder mit einer stärkeren Beteiligung des Auslandes und der Bankkundschaft am Börsen­geschäft, io daß die Spekulation, davon ermutigt, verschiedentlich zu größeren Deckungen schritt. Das Geschäft war jedoch weiter ziemlich klein und be­schränkte sich im wesentlichen nur auf Spezial werte, die aber recht lebhaft verlangt waren und teils ganz beträchtliche K u r s st e i g e r u n g e n er­zielen konnten. An der Spitze der bevorzugten Werte standen vor allem die Elektrowertc, in denen die Umsätze gegenüber den letzten Tagen erheblich gestei­gert waren und somit der Börse einen starken Halt boten. Chadeaktien waren mit plus 6,50 Mark hier besonders bevorzugt, da die Kapitalerhöhung günstig beurteilt wurde. Auch in Siemens wurden Jnter- effentäufe vorgenommen: die Papiere waren 6 v. H. erhöht. Gessürel lagen 3,5 v. H. höher. In J.-G- Jarben blieb trotz der Gründung einer Holding- (tzesellschast in der Schweiz das Geschäft ziemlich klein, jedoch konnten dieselben 2,75 v. H. anziehen. Scheideanstalt waren eher angeboten. Am Montanmarkt konnten Rheinische Braunkohlen, nachdem sie in den letzten Tagen stark vernach­lässigt waren, 3 v. H. gewinnen, da der bekannt­gewordene Abschluß von einer lOprox. Absatzsteige­rung spricht. Für Kaliwertc und Zellstoffpapiere machte sich lebhafteres Interesse bemerkbar. Wester­egeln und Salzdetfurth konnten je 0,50 v. H. ge­winnen. Zellstoff Waldhof zogen 2,75 v. H. an, Aschaffenburger 2 v. H. höher. Bon Bankwerten waren Danatbant 2 o. H. höher. A.-G. für Verkehrs­wesen lagen bis 8 v. H. höher. Im übrigen betrugen die Kursbesserungen gegenüber der gestrigen Abend- börfe bis zu 2 v. H. Am Rentenmarkt war das Geschäft still. Ausländische Renten blieben jedoch gut behauptet. Im Verlaufe wurde das Geschäft wieder ziemlich klein, und es trat wieder eine größere Un­lust zutage, da die erhoffte Erleichterung am Geld­markt ausblieb. Die Umsätze beschränkten sich nur noch auf einige Werte, bei denen überall Kursab­bröckelungen bis zu 2 v. H. festzustellen waren. Am Geldmarkt wurde zum heutigen Zahltag der Satz für Tagesgeld auf 7,75 v. H. erhöht Am Devisen­markt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4,1855, gegen Pfund 20,412, London gegen Kabel 4,8775, Paris 124,08, Madrid 29,53, Mailand 92,74, Hol land 12,1050.

Berliner Börse.

Berlin. 29. Juni. Ebenso wie in Reuyort bei geringen Umsätzen die Tendenz der gestrigen Börse fest war, so ist heute bei uns das Geschäft zwar nicht wesentli chgrößer, als in den letzten Tagen, die Stimmung aber weiter freundlich. Abgesehen von der bestätigten Regierung und dem erledigten Geschäft der neuen Kunstseidengründung der Bem­berg in Englannd lagen keine besonderen Anregun­gen vor. Das Publikum bekundete aber wieder

einiges Interesse. Auch das Ausland scheint sich wieder langsam für deutsche Effekten zu interessieren, so daß Spezialwcrie gejucht blieben. Die jetzt für Montag angekündigten neuen Termin­papiere fanden stärkere Beachtung. Aber auch Kali- werte, A.-G. für Verkehr, Siemens, M. A. R. und SpritweNe lebhafter. Zumeist waren 1- bis 2-v. H. Kursbesterungen festzustellen. Die genannten Spe­zialwerte lagen bis ;u 5 v. H. erhöht. Durch schwache Haltung fielen Goldschmidt und Eisenbahnverkehr auf. Auch Tietz hatten, nach beendetem ersten Kurs, einen Abschlag non 10 v. H. etwa. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer geschäftslos, eher schwächer. Pfandbriefmarkt unverändert Geld war am heuti­gen Zahltag nnoch gefragt. Geld bis morgen und über Ultimo 8 bis 9,5 v. H. Im 'Verlaufe zunächst weiter freundlich, später verstimmt, durch den Kurs rückgang bei licfi. aber nicht einheitlich. Kaliwene, Orenstein, Schubert & Salzer, Feldmühlc bis 2 o. H. fester. Deutsche Erdöl und Siemens lebhaft, aber 1,5 o. H., refp. 2,5 v. H. unter Anfang.

Fra»üfui*c* (mit.d.üörse.

Frankfurt a. M., 29. Juni. Der heutige Frank furter Praduktenmarkt verkehrte zum Wochenschluß in Anbetracht des äußerst geringen Geschäftes in der gesonnen Woche ebenfalls in ruhiger, etwas abgeschwächter Hallung. Weizen verlor heute 0,25 Mark, dagegen konnten die übrigen Sorten und auch Futtermittel wegen des geringen Geschäfts unoer ändert notiert werden. Es notierten: Weizen 26,75 Mark. Roggen 28,50; Hafer, inländischer, 27,75 bis 28,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24 bis 24,25; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0), 36,75 bis 37,25; Roggenmehl 38,25 bis 39; Weizenkleie 13,85; Roggenkleie 16,25 bis 16,50 Mark. Tendenz: ruhig

Schwurgericht Gießen.

Gießen, 28. Juni. Heute war der dritte und letzte Schwurgerichtstag. Berhandelt wurde gegen Martha Kirchhof von Ober-Schmitten wegen Kindestötung. Vorsitzender war Landgerichtsrat Hirsch, die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Eckert, die Verteidigung führte Rechtsanwalt S ch 1 i n k. Wegen Gefahr^ bung der Sittlichkeit wurde die Oeffentlichkeit während der Derhandlung ausgeschlossen; die Urteilsverkündung erfolgte öffentlich.

Die kaum achtzehnjährige Angeklagte, ein an sich ordentliches. fleißiges Mädchen, dem von allen Seiten das beste Zeugnis ausgestellt wird, hatte die Torheit, sich mit einem Burschen ein- zulasfen. Heber die Folgen will sie sich nicht recht im klaren gewesen fein. Als eines Rachts in Abwesenheit ihrer Mutter das Kind kam und wimmernd vor ihr lag. packte sie es in einem Anfall von Kopflosigkeit mit derbem Würgegriff am Hals und warf es aus dem drei Meter über dem Boden liegenden Küchenfenster in des Rachbars Hof, wo es am nächsten Morgen mit Blutaustritten am Hals und einem Schädelbruch tot aufgefunden wurde. Es handelte sich um ein Siebenmonatskind, das an der Grenze der Lebensfähigkeit stand, bei guter Pflege aber hätte erhallen werden können. Rach der Ent­deckung verlegte sich die Angeklagte zunächst aufs Leugnen, gestand aber dann die Tat ein. Später suchte sie, wohl unter fremdem Einfluß, ihr Geständnis abzuschwächen, durch den ärztlichen Befund erwiesen sich aber ihre ersten Angaben als richtig. Rach dem Gutachten von Medizinal- rat Dr. Wagner in Büdingen, der sie ein­gehend auf ihren Geisteszustand untersucht hat, ist sie außerordentlich beschränkt, in mittlerem Grade schwachsinnig, überdies durch eine vor einigen 3ahren erlittene Gehirnerschütterung be­einträchtigt, für ihre Tat aber verantwortlich.

Rach dem gesamten Deweisergebnis konnte dem Antrag des Verteidigers auf Freisprechung nicht stattgcgeben werden; dem Antrag des Staats­anwalts entsprechend wurde die Angeklagte zu der gesetzlichen Mindeststrafe von 2 3 ahren Gefängnis verurteilt. Da .im Hinblick aus die 3ugend und große Beschränktheit der Ver­urteilten diese Strafe zu hoch erscheint, haben, der Anregung des Staatsanwalts folgend, die Mitglieder des Schwurgerichts ein Gnadengesuch eingereicht.

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 27. 3uni. Wegen fahrlässiger Körperverletzung hatte sich ein Kraftwagen- sichrer aus Pieseck zu verantworten, der im Februar d. 3. auf der Landstraße Wieseck Gie­ßen mit einem den, Gemeinde verband Wieseck- Alten-Buseck gehörigen Kraftwagen ein junges Mädchen, das sich an jenem Morgen auf dem Wege zu seiner Arbeitsstelle befand, derart an­fuhr, daß es erhebliche Verletzungen davontrug und mehrere Wochen arbeitsunfähig mar. Die Verhandlung ergab, daß dem Kraftwagensührer eine lehr grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt, und daß nut infolge eines besonders glücklichen

Zufalls da- Mädchen noch slnigevmchen qEnnfcf» lich davongctommen ist. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 200 Marl evtl, zehn Tage Gefängnis verurteilt.

Ein sehr vcrwertliches Geschäftsgebaren wandte ein arbeitslos gewordener Dreher an. um unter den Arbeitern eine# Basaltwerkes neue Mitglieder für eine Erfatzkrankenkafte zu gewinnen. Rachdem ein großer Teil der Arbeiter zu ivefer Kaste übergetreten war. unterschrieb er eigenhändig für die hierzu nicht bereiten Ar­beiter Anmeldeformulare mit deren Rameu und übergab diele fälschlich angefertigten Aufnahme- anlräge der Verwaltungsstelle in der Hoffnung, daß die wider Willen angemclbeten Arbeiter keine Schwierigkeiten machen würden, und er die entsprechende Provision erhalten werde. Aber >chon kurze Zeit später wurde die Fälschung entdeckt. Wegen qualifizierter Fälschung von Privaturkunden wurde er unter Annahme mil­dernder Mmftänbe zu zwei Wochen Ge­fängnis verurteilt.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde ge­gen einen Landwirt verhandelt, der sich als Pflegevater an einem seiner Obhut an vertrauten 13jährigen Mädchen unsitllich vergangen hatte. Da der Angeklagte bisher im- übrigen c neu guten Ruf genossen hat. sah das Gericht von der Verhängung einer Zuchthausstrafe ab und erkannte gegen ihn unter Zubilligung mildernder ilmftänbc auf eine Strafe von neun Mo­naten Gefängnis.

Letzte Nachrichten.

©er Reichspräsident an die scheidenden Minister.

Berlin, 29. Juni. (WTB. Funkipruch.) Reich». Präsident von Hindenburg bat dem Reichs­kanzler Dr. Marx und den gleichfalls aus dem Amte scheidenden Re i ch s m i n i st e r n in herzlichen Schreiben seinen Dank für ihre Dienste ausgespro­chen. In dem Schreiben an Dr. Marx heißt es: Stets und in allen Stellen, die Sie innehattcn, als Richter, als Abgeordneter, als Reichsminister und als Reichskanzler verschiedener Kabinette, hoben Sie sich bei Ihrer Amtsführung nur leiten lassen von dem einen Gesichtspunkt der Arbeit am Wohle des ganzen Volkes. Was Sic insbesondere als verant­wortlicher Leiter der deutschen Politik in schweren Zeiten voll ernster' wirtschaftlicher und politischer Krisen für Deutschlands Wohl und Wicderoussticg in unermüdlicher pflichttreuer Arbeit geleistet haben, wird Ihnen stets unvergessen bleiben.

An den gleichfalls ausfcheidenden Vizekanzler und Reichsininfter der Justi», Hergk, schrieb der Reichspräsident u. n.: Mit Umsicht unb Tatkraft haben Sie stets Ihr verantwortungsvolles Amt als Chef der Justizverwaltung und Vertreter des Reichskanzlers geführt und dabei Ihre wert, vollen, in früherer bewährter Miiiistertätigkeit und langjähriger parlamentarischer Arbeit erworbenen Erfahrungen zum Wohle des Reiches nutzbar ge­macht.

Der bisherige Reichsmini ft er für Er. n ä h r u n g_u n d Landwirtschaft, Schiel«, erhielt ein schreiben, in dem gesagt wird In einer Zeit schwerer wirtschaftlicher Krisis der Landwirt­schaft haben Sie Ihr Minifterium mit tatkräftiger Hand geführt und es verstanden, die Rotlage tzer deutschen Landwirtschaft im Rahmen des Möglichen zu erleichtern und wieder zu ihrer hoffentlich dau­ernden Besserung zu führen. Das soll Ihnen unoer- gessen bleiben.

In dem Schreiben an den Reichsarbetts- Minister Dr. Brauns heißt es: Gerade vor acht Jahren haben Sie dieses verantwortungsvolle Mini­sterium übernommen und es seither durch einen Zeit- obschnitt schwerer wirstchaftlicher und sozialer Er­schütterungen hindurchgeführt. Daß es trotz aller Krisen gelungen ist, den wirtschaftlichen Frieden in erhalten und zu festigen, daß es möglich gemacht wurde, die Loge der arbeitenden Klassen, der So­zialrentner und der Kriegsbeschädigten zu bessern, ist in erster Linie Ihr Werk, für das Ihnen namens des Reiches wie eigenen Romens zu danken mir in dieser Stunde aufrichtiges Bedürfnis ist. Meine besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen begleiten Sie in den Ruheftond, der, wie ich hofft, kein dauernder fein wird

Ebenso hat der Herr Reichspräsident auch den scheidenden Reichsrninistern Dr h. c. Koch, Dr. Köhler, Dr. von Keudell in persönlichen Schreiben seinen herzlichen Dank für die geleisteten Dienste ausgesprochen.

Dem Reichspräsidenten ein Snfel geboren.

Berlin, 29. Juni. (Privat Information ) Dem Major von Hindenburg wurde heute nacht ein Sohn geboren. Der Kleine ist der erste Enkel des Reichspräsidenten, der den Romen Hindenburg trägt.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die binter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlofsenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

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111.07

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Rumänisch« Noten......

schwedische Noten......

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Schweiler Noten.......

Lpanische Noten.......

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