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Eifenhandel aufgelockert werden sollen, damit sich in Zeiten übermäßiger Differenzierung der Inland- und Oluslandpreise die regulierende Kraft des Weltmarktes auswirken kann.

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auS Filz, mit Exoten obgefüttert, auf die sich ein Band aus matter Perlstickerei legt. Be­merkenswert für diese Frühjahrshüte ist, daß sie nicht schräggeseht werden, um das eine Auge frei, das andere bedeckt erscheinen zu lassen, sondern, Haß alle Hüte etwas schräg ausgeschnitten wer­den, um diese Wirkung zu erzielen. Auch die großen und kleinen Glockenhüte zeigen dieselbe Tendenz, und schaffen eine ganz neue Linie. Vorläufig begünstigt man noch Schwarz für den Frühjahrshut, ebenso Marine und Mousflon (ein Graubraun): daneben kommen die seinen Pastell­farben, meistens aber Beige-Rose. Mode- und Silbergrau zur Beachtung, neben Bleu und Schwarz-Weih. Einen sehr wirkungsvollen Effekt erreicht man durch die Verarbeitung von Floren­tinerstroh und Filz-Strohunterkrempe. Filz als Oberkrempe und Kopf, auf den ein Band oder Applikationen aus Florentinerstroh gelegt wer­den. Exotenkappen mit Cireband-Ein asfung oder Filzband, das ist die herrschende Mode für Frühlingshüte.

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Aus dem Amtsverkündigunqsblaii.

^DasAmtsoerkündigungsblatt Nr. 15 vom 28. Febr. enthält: Die Ausgabe von Gold- Pfandbriefen. Falsche Reichsbanknoten. Erlaß einer Ortssatzung über die Erhebung einer Vergnü-

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Kirchticke Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Mittwoch, den 29. Februar.

Skadttirche. 6 Uhr: Passionsgottesdienst, Pfarrer Mahr.

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Kurszetiet der Bertmer und Frankfurter Börse.

Dividende an. ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Wirtschaft.

Reichswirtschastsminister und Eisenindustrie.

Nachdem der Reichswirtschaftsmini- ster aip 27. Oanuar gegen die Berbände der Eisenindustrie eine sichernde Anordnung auf Grund des § 4 Abs. 1 Ziffer 3 der Kartell­verordnung getroffen hatte, wonach die Erzeuger­kartelle alte Beschlüsse, Bereinbarungen und Der- fügungen betreffend Preisfestsetzung und Preis- regulierung dem Reichswirtschacksministeiium vor dem Inkrafttreten einzureichen hätten, haben zwi­schen ihm und der Großeisenindustrie Ver­handlungen stattgefunden, die zu befrie­digenden Ergebnissen geführt haben. Der Reichswirtschastsminister wird deshalb, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, die Anordnung nunmehr wieder aufheben.

Bereits zu Beginn dieses Monats war es zu einer Teileinigung gekommen, insofern, als der Reichswirtschastsminister von der Eini­gung der eisenschaffenden und eisen­verarbeitenden Industrie auf dem süd­deutschen Eisenmarkt in Kenntnis gefetzt werden konnte. Wir verwiesen seinerzeit darauf, daß nach der schnellen Lösung dieser für die eisenverar­beitende Industrie höchst wichtigen Frage der Aufrechterhaltung der Preisspanne von 6 Mk zugunsten der Frachtbasis Reunkirchen bereits Wesentliches erreicht worden sei. Der Verlauf der weitergesührten Verhandlungen und ihr Ergebnis bestätigen jetzt diese Auffassung. Wie wir weiter erfahren, haben diese Verhandlungen zunächst ergeben, daß die eisenschaffende Industrie an den Zielen fest hält, die sie im Einver­nehmen mit der eisenverarbeitenden Industrie und unter Bllligung der Reichsregierung bei Ab­schluß der internationalen Roh stahl- gemernschast ausgestellt hat. Der Schwer­punkt der eisenwirtschaftlichen Bestrebungen liegt danach in der Ordnung und Hebung des Aus­landmarktes, um durch eine allmähliche An­näherung der Auslandpreise an die Inlandpreise die Differenz zwischen Inland- und Ausland- prersen möglichst ganz verschwinden zu lassen. Die Großeisenindustrie wird auch in Zukunft die mit der internationalen Regelung zusammen­hängenden Fragen in enger Fühlung mit dem Reichswirtschaftsministerium behandeln. Vor Er- areifung wichtiger, die gemeinsame Eisenwirt­schaftspolitik beeinflussender Maßnahmen wird die, Großeisenindustrie das Reichswirtschafts- Ministerium rechtzeitig unterrichten, so daß dieses Gelegenheit zur Stellungnahme .erhält. Schon letzt ist Einverständnis darüber erzielt, daß die Ausschlreßlichkeits - Verträge im

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f Sie Devisenbeschaffungsstelle G. m. b. H. in L i q u. beschloß die Beendigung der Liquidation mit dem 29. Februar 1928. Damit hat die Tätigkeit dieser 1919 zum Zwecke der Be­schaffung und Verteilung von Devisen gegrün­deten Gesellschaft ihr Ende gefunden. Die bisher durch die Devisenbeschaffungsstelle regelmäßig veröffentlichten Rotierungen des Londoner Gold­preises werden in Zukunft in gleichen Zeit­abständen durch die Reichsbank erfolgen.

* Gewerkschaft der Braunkohlen­grubeConcordi a. Die der I.-G.-Farben- industrie gehörende Gewerkschaft der Braun­kohlengrube ..Concordia" bei Rachterstadt hat 1927 insgesamt 1 313 600 Tonnen Kohle (1 242 500 im Vorjahre) gefördert. Rach Abschreibungen in Höhe von 1 803 791 Mk. schließt die Bilanz mit einem Gewinn, einschließlich Vortrag, in Höhe von 1316 366 Mk. ab. Hiervon sind an Ausbeute bereits 1 Million Mark bezahlt, so daß zur Verfügung der Gewerkenversammlung noch 316 366 Mk. verbleiben.

" A. - G. für Zell st off- und Papier­fabrikation Aschaffenburg. Wie der Lpd. erfährt, ist für das abgelaufene Geschäfts­jahr wieder mit 10 Prozent Dividende zu rechnen. Der Geschäftsverlauf war zwar wieder günstig, doch machte sich die Auslandkonkurrenz, beson­ders die Kanadische, ungünstig bemerkbar.

* Stahl- und Walzwerk Hennigs­dorf A. - G. Die Generalversammlung geneh­migte den dividcndenlosen Abschluß. Zur Ge­schäftslage teilte die Verwaltung mit, daß das Unternehmen annähernd voll beschäftigt sei, so daß für das laufende Iahr, falls keine Rück­schläge eintreten, ein etwas günstigeres Ergeb­nis erwartet werden könne.

* Woermann-Linie 21.-0. Deutsch- Ost-Afrika-Linie. Die G.-V. der Woer- rnann-Linie 21.=©. in Hamburg und der Deutsch- Ost-Afrita-Linie in Hamburg genehmigten die Abschlüsse für 1927 mit 7 Prozent Dividende. Die bei beiden Gesellschaften beantragten Sat­zungsänderungen. nach denen über die Auf­nahme von Vorrechtsanleihen in Zuiunft der Aussichtsrat beschließt, wurden gleichfalls ein­stimmig genehmigt.

* Veue achtprozentige Braun­schweigische Staatsanleihe. Wie der amtliche Preußische Pressedienst mit teilt, sind von der Preußischen Staatsbank (Seehandlung), der Deutschen Bank und der Braunschweigischen Staatsbank zehn Millionen Goldmark achtprozen­tige Braunschweigische Staatsanleihe mit 25jäh- riger Laufzeit, für die eine verstärkte Tilgung und Gesamtkündigung während der ersten fünf Iahre ausgeschlossen ist. übernommen werden. Das Konsortium wird die An'eihe in den nächsten Tagen zu 94,75 Prozent zur öffentlichen Zeich­nung auflegen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 29. Febr. Tendenz: fteLmd- lich. Nach festem Vorbösenoerkehr eröffnete die Mutige Börse in allgemein zurückhalten­der Tendenz, doch ist die Grundstim - mung weiter freundlich. Angeregt wurde die Börse anfangs durch die endgüllige Erledigung der Freigabebill im amerikanischen Senat, was sich aber nicht voll auswirken konnte, da der Oodereingang bei den Banken immer noch sehr klein ist und die Spekulation aus diesem Grunde große Zurückhaltung bekundet. Auch verstimmte die dro­hende Gesamtaussperrung in derBer- liner Metallindustrie, da hiervon zirka 60 000 Arbeiter betroffen würden. Ferner werden Besorgnisse über die weitere Entwickelung des

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Geldmarktes laut. Das Geschäft beschränkte sich im allgemeinen nur auf verschiedene Spezial- werte. Am Montan markt waren Phönix und Mannesmann stärker begehrt und 1,25 v. S). höher. Am Elektromarkt blieben mir Siemens stär­ker verlangt (plus 2 0. H.). Freigabe® orte hatten kaum Geschäft. Hapag und NorHlloyd waren eher angeboten, zur ersten Notiz konnte hier fein Kurs festgesetzt werden. Don Autoaktien zogen Kleyer und Daimler weiter je 0,5 0. H. an. Ban - f e n blieben vernachlässigt. Commerz gaben 0,5 0. H. nach, nur Dresdner konnten ca. 1 v. H. anziehen. I. - G. - F a r b e n hatten nur ganz geringes Ge­schäft und waren eher angeboten (minus 0,5 0. H.). Sonst waren gegenüber der gestrigen Abendbörse nur geringe Erholungen bis zu 0,5 0. h. festzustel­len. ym Verlaufe konnte sich in Ge-sfürel etwas re­geres Geschäft entwickeln, der Kurs zog um 1,5 v. f). an. Glanzstoff blieben verlangt und stellten sich auf 616 Geld. Käliwerte lagen schwächer. Aschersleben minus 1,75 v. H., Westeregeln minus 1,5 o S). Heimische Anleihen still. Von Auslän­dern bestand mir für Zolltürken etwas Interesse bei gut behaupteten Kursen. Im weiteren tßertiufe wurde die Umsatztätigkeit sehr gering, und es traten im allgemeinen Kursabschwächungen bis zu 0,5 v. S). ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld stärker ge­sucht; der Satz wurde auf 8 0. S). erhöht. Im De - visenverkehr notierte Paris gegen London 124,02, Mailand 92,20, Madrid 28,87. London gegen Kabel 4,8798. Reichsmark gegen London 20,429, gegen Kabel 4,1860.

Bcrlinc Börse.

Berlin, 29. Febr. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Die der Börse heute vor­liegenden Rachrichten übten keinen stärkeren Ein­fluß aus. Die Lage in der Berliner Metall­industrie ist unverändert. Die Tendenz wurde von Spezialbewegungen beeinflußt, die das Kursniveau etwas nach oben gehen ließen. Die Kursgewinne betrugen durch- fchnittlich 1 bis 2 Prozent. Darüber hinaus be­festigt waren Waldhof, Deutsche Erdöl, AEG.. Schlesische Gas und Siemens, die bis 3 Prozent anzogen, Polyphon und Bemberg plus je 3,75 Prozent und Glanzstoff plus 5,5 Prozent. Phönix blieben im Hinblick auf die Anfang nächster Woche stattfindende Bilanzsitzung stärker gefragt. Kunstseidewerke wurden lebhaft umgesetzt, lagen aber nicht mehr ganz so fest wie vorbörslich. Heimische Anleihen behauptet, Aus­länder wenig verändert. Geld war immer noch stark gesucht. Tagesgeld 8 bis 10 Prozent, Monatsaeld 7,50 bis 8,50 Prozent. Im Verlaufe wurde das Geschäft wieder ruhiger und die Kurse bröckelten bis 1 Prozent ab. Gefragt blie­ben nur noch Spezialwerte und Montanaktien.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 29. Febr. Die Gesamt­stimmung ist etwas ruhiger. Hafer ist fester. Gute Qualitäten sind recht gesucht. Mais liegt ebenfalls fest, doch sind die Ümsähe nicht bedeu- ttnd. Das Mehlgeschäft ist weiter schleppend. Prompte Kleie ist gesucht. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 25,50; Weizen 3, geringere Beschaffen­heit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25; Roggen 25,25; Sommergerste fürBrau» 3toede 29 bis 31,50; Hafer, inländischer 24,50 bis 25; Mais (gelb) für Futterzwecke 23; Mais (gelb) jur andere Zwecke 23 70; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 bis 37,50; Roggenmehl 34 bis 36,25; We^zenkleie 14,10 bis 14,25; Roggenileie 15 bis

aungsfteuer in der Gemeinde Großen-Linden. - Jahresbericht des hessischen Schutzvereins für ent­lassene (Befangene. Steuerabzug vom Arbeits, lohn.

Kunst und Wissenschaft.

Vom hessischen Landeslhealer.

Kapellmeister Berthold Goldschmidt vom Hessischen Landestheater in Darmstadt wurde vom Allgemeinen deutschen Musikverein aufgefordert bei dem Deutschen Tonkünstlerfest, das in diesem Jahr in Schwerin stattfindet, die Uraufführung seinerPartitur für Orchester zu dirigieren.

Letzte Nachrichten.

Kampf mit einem Schwerverbrecher.

WSR. Frankfurt a. M., 29. Febr. Gestern gelang es Kriminalbeamten, den hier seit langer Zeit gesuchten 23jährigen Heinrich Schlee- dorn aus Krefeld f e st z u n e h m e n. H. a. wurde Schleedorn wegen schweren Raubes und Mordversuchs gesucht. Bei dem Transport Schlcedorns ins Polizeigefängnis durch zwei uni­formierte Beamte versuchte sich Schleedorn aus der Zeil loszureißen. Er schlug und trat auf die Beamten ein. Bei dem nun entstehenden Kamps vermochte Schleedorn dann noch einen Weichen­stellhebel von einer gerade des Weges kom­menden Straßenbahn loszumachen und schlug damit auf die Beamten ein. Einer der Beamten trug eine große klaffende Wunde am Kopf davon und lag einige Zeit besinnungslos am Boden. Erst mit Llnterstützung einiger be­herzter Passanten gelang es dann, Schleedorn ins Gefängnis einzuliefern. Schnell hatte sich eine taufendköpfige Menschenmenge an« gesammelt, die zum Teil in wenig erfreulicher Weise gegen die Polizeibeamten Stellung nahm, trotzdem dem Publikum immer wieder durch die beiden Beamten gesagt worden war, daß es sich bei der Person Schleedorns um einen Räuber und Mörder handle.

Große Iuwelenbeschlagnahmungen.

^WSR. Frankfurt a. M., 29. Febr. Dieser Sage erfolgten durch die Kriminalpolizei um­fangreiche Iuwelenbeschlagnahmun- gen in dem Goldankaufsgeschäft der Witwe Iulia T., das sich auf der Zeil an der Konstabler­wache befindet. In den Räumen des Geschäfts übt der Sohn der Witwe, der Dentist Otto T., seine Praxis aus, und er ist auch nach Mittei­lungen der Polizei der eigentliche Leiter des Goldankaufsgeschä ts bisher gewesen. Mutter und Sohn stehen seit Iahren im Verdacht der Hehlerei. Es find jetzt dort Iuwelen im Gesamtwerte von 18 000 Mark beschlagnahmt worden. Weder die Inhaberin noch ihr Sohn vermochten genau anzu- geben, woher sie die Schmucksachen, die fast aus­nahmslos Stücke älterer Ausführung sind, erlangt haben. Man vermutet, daß die beschlagnahmten Sachen etwa vom Iahre 1920 an angekauft wurden. Die Hauptwertstücke sind ein Paar mit drei Brillanten besetzte Ohrringe, die auf 7000 Mark geschätzt werden, sowie ein Damenbrillant, ring mit lupenreinem 3^0farätigem Brillant, eingefaßt mit rechteckigen Rubinen im Werte von 5500 Mark. Außerdem wurden u. a. noch beschlagnahmt Damenbrillanir nee, Herrenman­schettenknöpfe, ein Panzerkeitenarmband und eine mit Brillanten besetzte Stabbrosche.

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19,42

Tanzia

81,61

61,77

61.6.3

81.79

Sonst.nttit

2.094

2,098

2,100

2.104

Ätben.

5,544

5,534

3.546

Tanada

4,174

4,182

1,178

1.186

Um aae

4.276

4,284

4,276 1

4.284

2il 034

'0.974

10.934 1

10 974

jjerlm, 28 Fevr.

I ield

Brie>

Ämcrikanilche Noren.....

belgische Noten......

Dänische Noten.....

Englische Noten

4,108

58,08

111.83

20.377

4,188

58.32

112.27

>0.457