Einzelbild herunterladen

Schwester das Verständnis und die Rücksicht ent- gegenbringt, die man ohne weiteres dem berufs- tätigen Manne zollt, wird sie, unter der Voraus­setzung, das» genügend Wohnraum vorhanden ist, um einander nicht zu stören und innerhalb der Familiengememschaft den Begriff des eigenen Heims zu wahren, die Wohnungsfrage als be­friedigend gelost betrachten.

3n Fällen aber, die ein harmonisches Zu­sammenleben ausschliehen, oder da, wo Ange­hörige nicht vorhanden sind, ist die Allein­stehende auf das möblierte Zimmer angewiesen, oder aber, wenn sie von früher her eine eigene Wohnung besitzt, zu deren kostspieliger und an­strengender Bewirtschaftung gezwungen. Lind dies letztere ist's, was als unproduktive Lieber­belastung der beruflich arbeitenden Frau erspart werden mühte. Kommt sie müde und abgespannt vom Dienst heim, dürfen keine häuslichen Mühen sie erwarten, dann soll das Heim lediglich eine Stätte des Friedens, der Erholung, des Zu-sich- selbst-findens bedeuten.

Von diesem Gesichtspunkt aus folfen daher moderne Frauenheimstätten geschaffen werden. Die Damenstifte von ehemals, die Ledigenheime, die zwar größtenteils männliche»» Insassen Vor­behalten blieben, gaben den Auftakt. Die ihnen innewohnende Idee gilt es, zeitgemäß auszu­bauen und abzuwandeln, vornehmlich in der Rich­tung absolut gewahrter Linabhängigkeit. Manches Anerkennenswerte ist auf diesem Gebiet bereits geleistet.

Man hat derartige,» Bauten durchweg den, Kleinwohnungsthp zugrunde gelegt, und Zimmer, Schlafkammer, Küche und Toilette als Mindest­maß der «Einzelwohnung genommen. In die Badestube teilen sich mehrere Mieterinnen, ebenso in die Waschküche und den Trockenboden. Der Baukostenzuschuß war gering, die Mieten sind aufs niedrigste bemessen.

Ein Schritt weiter zum idealen Iunggesellinnen- heim wäre das Haus mit der Gemeinschaftsküche, die alle Bewohnerinnen versorgt, mit den Kräf­ten, denen die Reinhaltung der Wohnungen, die Besorgung der Wäsche obliegt. Auch das wird noch kommen; und wenn man dagegen ein» wendet, daß damit der Sinn für Häuslichkeit ausgemerzt würde, so sei berücksichtigt, daß es sich hier um Alleinstehende handelt, deren volle Arbeitskraft vom Beruf in Anspruch genommen wird und für die das Wirtschaften überdies vom pekuniären Standpunkt aus als unrationell be­zeichnet werden muh.

In der Ausgestaltung ihres kleinen Heims wird die Junggesellin es bann gewiß an feiner Sorgfalt, keiner Hausmütterlichkeit fehle»» lassen. Ihr Farben- und Formensi»»n, ihre Freude an schönen Dingen, an geschmackvoller Raumgestal­tung, wird voll zur Geltung kommen; der Last des Haushalts enthoben, kann sie seine Vor­teile ungekürzt genießen. Kraft wird dadurch frei, neue Lebenöwerte werden geschaffen, der häusliche»» Geselligkeit ein neuer Boden bereitet, so daß die hübsche und gepflegte Wohnung der Junggesellin, über ihren Wert für die einzelne Bewohnerin hinaus, als Kulturfaktor angesehen werden darf.

Wirtschaft.

Neichsbank-Auswers vom 23. März.

Dach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. März ist die g e s a m t e K a p i t a l- unlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 132,9 Millionen auf 2053,1 Millionen Mark zurückgegangen. Im einzelnen haben abgenommen die Bestände an Wechseln und Schecks um 73,1 Millionen auf 1927,6 Millionen Mark und die an Lombards um 59,7 Millionen auf 31,3 Millionen Mark. Die Anlage in Effekten ist mit 94,2 Millionen Mark weiterhin annähernd unverändert ge­blieben.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 130,3 Millionen Mark au 3 dem Verkehr in die Kassen der Bank zurückgestossen; und zwar hat sich der Limlauf an Reichsbanknoten um 122,7 Mill, auf 3763,1 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 7,6 Millionen auf 596,5 Millionen Mark verringert. Dementsprechend und unter Berück­sichtigung, daß 1,0 Millionen an Rentenbank­scheinen gemäß § 7a des Rentenbankliquidie­rungsgesetzes in der Berichtswoche getilgt wor­den find, haben sich die Bestände der Reichs­bank an Rentenbankscheinei» auf 45,8 Millionen erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 495 2 Millionen Mark eine Zunahme um 3,1 Mil­lionen Mark.

Die Bestä»»de an Gold und deckungs­fähigen Devisen insgesamt sind mit 2135,7 Millionen Mark, im einzelnen die Goldbestände

mit 1908.9 Millionen Mark, diejenigen an deckungssähigen Devisen mit 226,8 Milli .»en Mark ausgewiesen.

Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 48,6 Prozent in der Vorwoche auf 50,7 Prozent, die durch Gold und deckungs­fähige Devise»» von 55,3 Prozent auf 56,8 Prozent.

Der Ausweis der Reichsbank für die dritte Monatswoche zeigt eine über das gewöhn­liche Maß hinausgehende Ent­lastung, die größer ist als in den vorange- gangenen Monaten. Besondere Merkmale sind im übrigen, bis auf den erheblichen Rückgang an deckungsfähigen Devisen um 35,3 Mill. Mk', nicht festzustellen. Wie wir hören, ist dieser Rückgang an Deckungsdevisen auf erneute Käufe amerikanischen Goldes in Anbetracht des Dollar­standes zurückzuführen. Die entsprechende Zu- »»ahme des Goldbestandes wird erst in den» nächsten bzw. übernächsten Reichsbankausweis zun» Ausdruck kommen. Somit hat sich an der Deckungslage der Reichsbanl, die auch Wei- terhii» als günstig zu bezeichnen ist, nichts ge­ändert.

*

5: Schuhfabrik Herz A.-G., Frankfurt a in Main. Bekanntlich nahm die Gesellschaft vor kurzem eine Sanierung vor, das Kapital von 1,5 Millionen auf 375 000 Mark zusammengelegt und um 875 000 Mark wieder erhöht wurde. Nun soll auch eine Umstellung des Betriebes vorgenommen werden, um einheitlich und damit rationeller ar­beiten zu können. Deshalb ist von der Direktion die Betriebsstillegung beantragt worden. Die Verwal­tung glaubt, mit einer nur kurzen Arbeitsunter­brechung rechnen zu können.

* Mai »»-Kraftwerke A.-G., Höchst am Main. In der gestrigen Auffichtsratsfitzung wur­den die Bilanz und die Gewinn» und Verlust­rechnung auf den 31. Dezember 1927 vorge­legt. Der Rohüberschuß beträgt 5 294 277 Mk. Rach Abzug der Handlungsunkosten, Steuern, Abgaben, Darlehns- und Anleihezinsen, Zu­weisung zur Kapitaltilgungs- und Cmeuerungs- rücklage verbleibt ein Reingewinn von 1 908 808, aus welchen wieder eine Dividende von 8 Pro­zent (wie i. V.) auf die Stammaktien und von 6 Prozent auf die Vorzugsaktien zur Ver- teteilung gelangen soll.

* Vereinigte Glanz st ofsabriken A.- G.. Elberfeld. Die Llrsache der geplanten Kapitalerhöhung bei den Vereinigten Glanz- ftoffabrilen A.-G., Elberfeld, um 15 auf 75 Millionen Mk., die erheblich über die bisherigen Kapitalerhöhungsgerüchte hinausgehen, ist, wie der WTB.-Handelsdienst erfährt, Wohl darin zu suchen, daß die Entwicklung der internationalen Kunstseidenindustrie ein stürmisches Tempo an­genommen hat. Dir führenden Fabriken sind, um ihre führende Stellung behaupten zu können, öfters genötigt, Angliederungen und Verschmel­zungen vorzunehmen. Die Verwaltung mutz da­her, um für derartige Fälle gewappnet zu sein, immer Aktien zur Verfügung haben.

* Knorr-Bremse A.-G. Die General­versammlung setzte die Dividende auf das 50 MiUionen Mark betragende Aktienkapital auf 10 Prozent fest. Einschließlich des Vortrages 1926 beträgt der Bruttogewinn 16 501 515 Mark. Dach Absetzung der Linkosten von 8 845 144 Mk. und der Abschreibungen von 2 020 447 Mark verbleibt ein Reingewinn von 5 635 923 Mark. Dem Reservefonds werden 500 000 Mark zuge­führt. Die Dividende erfordert 5 Millionen Mk. und auf neue Rechnung werden 135 923 Mart vorgetragen.

DSL1. Vereinigte Fahrzeugwerke A.-G., D e ck a r s u l m. Lieber die derzeitige Geschäftslage bei der RSLl. Vereinigte Fahrzeug- Werke A.-G. erfährt der WTB.-Handelsdienst, daß befriedigende Aufträge vorliegen und daß sich das Motorradgeschäft auch im Winter günstig entwickelt hat, so daß die gegenüber dem Vorjahre erheblich gesteigerte Produktion glatt abgesetzt We den konnte. Auch der Verkauf vo»» Auto­mobilen und Fahrrädern hat sich entsprechend der Marktlage gut angelassen. Dagegen hat der Geschäftsgang bei den Berliner Autodroschlen- gesellschaften, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, infolge der niedrigen Tarife nicht den Er­wartungen entsprochen, so daß das Iahres- ergebnis durch die bei den Droschkengesellschaf­ten vorzunehmenden Abschreibungen ungünstig beeinflußt wird. Finanziell hat sich dadurch in letzter Zeit eine gewisse Anspannung bemerkbar gemacht, doch wird das Fabrikationsprogramm in feiner Weise behindert.

Frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Frankfurt a. M., 28. März. Tendenz: Etwas Jefter. Im Anschluß an die festere Abendbörse war die Stimmung zu Beginn der

heutige»» Börse w e i t e r s r e u n d l»ch. Die glatte Lieberwindung der Llltimoliquidationei» befrie­digte, und man wies darauf hin. daß am Geld­markt bereits wieder ein Dachlassen Der Rach- frage nach kurzfristigem Geld zu verzeichnen war. Die Llmsähe bewegten sich aber nach wie vor in engen Grenze»», da der Orberdeingang von außen her nicht merklich größer geworden- ist. Rur von seitei» des Auslandes soll sich verschiedentlich Interesse bemerkbar machen. Etwas lebhafter ge­fragt waren einige Spezialwerte. Bei der ersten Dotierung waren überwiegend Kursbesserungen v o n 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen. Kaliwerte waren auf den bis jetzt guten Kaliabsah im März weiter verlangt. Westeregeln getoam» 2 Prozent. Stärkeres Interesse bestand ferner für Elektrowerte, auf erhöhte Brüsseler Kurse. Schuckert und Siemens zogen je 2 Pro- zent an. Bergmann plus 1,50 Prozent. Gesfüre! "ach der Steigerung an der gestrigen Abend­börse gut behauptet. Am Montanmart't läge»» Stahlvereii» 1 Prozent fester. Rheinbraun­kohlen gewannen 2 Prozent, während Gelsr»»- kirchen, Phönix, Rheinstahl nur behauptet blie­ben. I.-G.-F a r b e n eröffnete auf Realisation knapp behauptet. Auch I.-G.-Bonds zu 143,75 Vrief, eher schwächer. Ferner lag Scheideanstalt mit 0,50 Prozent gedrückt. Am B a n k e n m a r £ t gewann Da at erneut 1 Prozent, Commerzbank hlus 1,75 Proz. Zellstoff Waldhos war stärker beachtet und 3,50 Proz. fester. Deutsche Anleihen lagen still. Auch ausländische Rentei» ohne Geschäft. Im weiteren Erlaufe traten größere Kursveränderungen ein. Das Geschäft schrumpfte auf ein Minimum zusammen I.-G.- Bonds hatten sich auf 144 Proz. erholt. Farben- aktien waren weiter angeboten und 3Proz niedriger. Der Sah für Tagesgeld wurde auf 6 Proz. ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1813, gegen das Pfund 20,410. London gegen Kabel 4,83175. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,375, Madrid 29,075 Holland 12,125.

Berliner Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 28. März. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Da zunächst auch für die heutige Börse von den Banken kaum Or­ders Vorlagen, neigte die Tendenz vor dem offiziellen Beginn eher nach unten. Bei der ersten Dotierung stellte es sich jedoch heraus, daß für einen Teil von Spezialwerten doch Interesse bestand, so daß eine Besserung in der Stimmung eintreten konnte und Durchschnitts­gewinne von 1 bis 2 Prozent erzielt wurden. Eine Beruhigung wollte man daraus ableiten, daß Dr. Schacht zwar gestern in Königsberg gesprochen habe, aber nichts Ungünstiges über Die Börse gesagt hat; auch daß der Lohnstreit bei der Reichsbahn durch eine Vereinbarung etwa auf Basis d.s Schiedsspruches als beendet anzusehen ist, fand Beachtung. Die Kauflust war nicht allzu groß, das Geschäft auf wenige Werte beschränkt, die Kurse.stwicklung aber irregulär, da die Limite zum größten Teil noch nicht erneuert waren und dadurch feine größere Ausschläge entstehe»» konnten, was sonst der Fall gewesen wäre. Lieber den Durchschnitt hinaus waren Kaliaktien 3 bis 5 Proz. erhöht, Rheinbraunkohle, Schadeaktien, Elektrische Liefe­rung, Gessürel, Schuckert und Dessauer Gas 3 bis 4 Proz., Siemens, Löwe, Berger, Ostwerke, Schultheis, Karstadt 5 bis 7 Proz., Polyphon 9,25 Proz. höher. Letztere wurden ebenso wie Schadeaktiei» heute erstmalig per Termin no­tiert. Andererseits haben Kunstseide heute 2 bis 6 Proz. verloren. Anleihen behauptet. Ausländer still. Bosnier ca. 1/2 Proz. fester. Pfandbriefe ruhig. Rur Anteile lebhaft gesucht. Geld­markt unverändert. Tagesgeld 5 bis 7 Proz. Monatsgeld 7,50 bis 8,50 Proz. Geld über Llltimo 8 bis 9,50 Proz. Warenwechsel 7 Proz. und darüber. Der Verlauf war im allgemeine»» sehr nerv ö s. Die Kurse schwankten stark, neigten aber überwiegend zur Schwäche. Eine weitere starke Aufwärtsbewegung hat Julius Berger zu verzeichnen (plus 6 Proz.).

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 28. März. Bei unver­änderten Preisen war das Geschäft ruhig. Mais liegt etwas fester. Kleie zur prompten Lie­ferung ist »wch gesucht, für spätere Termine gaben die Preise etwas nach. Hafer ist wieder stark gefragt. Es wurde», notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Aus­wuchs 26,50 Mk. Roggen 27,2527,50, Hafer, inländischer 26,7527 -, Mais (gelb) für Fut­terzwecke 24,2524,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 2525,25, Weizenmehl, süddeutsches Spe­zial 0 37,7538,50. Roggenmehl 37,75-38.50, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 15,7516,25 Mk.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 27. März. Die Marktlage zeigte gegen gestern kaum irgendwelche Veränderung Die Auslandofferten lauteten teils leicht erhöht, teils aber a ich etwas entgegenkommender. Die zweite Hand blieb iin allgemeinen zu gestrigen Preise»» Abgeber. Vom Inlande ist Roggen sehr spärlich angeboten, während von Weizen etwas mehr Material zur Hand ist. Da das Mehl» geschüft nach wie vor stark zu wünschen übrig läßt, bekunden die Mühlen wenig Kauf Interesse. Ramentlich ist Weizen zur prompten Lieferung schwer verkäuflich, spätere Lieferung begegnet hwr und da besserer Rachfrage, aber hier sind Forderungen und Gebote schwer in Lieber ein- ftimmung zu bringen. Die polnische Rachfrags für Roggen hält weiter an, das Geschäft ist jedoch bereits sehr klein geworden. Auch am Lieferungsmarkte hielten sich die Umsätze in sehr engen Grenzen. Die Preise zeigten nur unbedeutende Schwankungen. Weizen- ünd Rog- genmehl in schleppendem Geschäft bei unver- änderte»» Forderungen. Hafer fast geschäftslos die Preise sind unverändert. Gerste gleichfalls sehr still. Cs notierten für je 1000 kg: Weizen märt., (74l >kg/IiI°Gewicht) 244 bis 247 Mai 274 bis 273,50 (Brief), Juli 281,25 (Brief); Doggen, märt., (69-kg/!»!-Gewicht) 257 bis 259 März 275, Mai 281,75 bis 281, Juli 262,50 (matter), Sept. 248,50 bis 247 (Brief); Sommer­gerste 230 bis 280 (behauptet); Hafer, märt, 234 bis 242, März 254,50, Mai 261,50 bis 261 (Brief), Juli 263 (ruhig); Mais, (zollbegünstigter tfuttermaid), 238 bis 240 (ruhig); für je 100 kg; Weizenmehl 31,50 bis 35 (ruhig).

Kunst und Wissenschaft.

vorn Darmstädter Kupferstichkabinett.

Die Jahrgänge 1928 und 1929 des Periodi- cumsStift und Feder" werden unter dem Haupttitel erscheinen: Zeichnungen aus dem Kupferstichkabinett des Hessi­schen Landesmuseums zu Darmstadt in Rachbildungen. Die Auswahl und Be­schreibung hat der Kustos der Sammlungen, Dr. Karl Freund, übernommen. Damit wird eine der reichhaltigsten Zeichnungssammlungen in Deutschland der Kunstforschung und den Kunst­freunden erschlossen. Die Sammlung ist von einer ungewöhnliche»» Vielseitigkeit, besonders hervorzuheben sind die reichen Bestände an Zeichnungen der venezianische»» Schule und der großer» Franzose»» des 18. Jahrhunderts, aber auch sonst birgt sie erlesene Blätter aus allen Schulen und Zeiten. Wie die Steinpel ausweisen, stamme»» die Zeichnungen meist aus berühmten Beständen der früheren Jahrhunderte.

Aus dem Amisverkttndigmrgsblati.

* Das Amtsverkündigungsblatt D r. 2 2 vom 27. März enthält: Die Hegezeit her Schnepfen. Die Ausführung des Urkunden- stempelgesehes. Ueberwachung der Handels- stallungen. Schafräude in Annerod. Auf­gabensammlung für den Rechenunterricht in Mädchenberufs» und Haushaltungsschulen. Verbot öffentlicher Lustbarkeiten "in der Kar­woche. Das Werk von Dr. Stieve. Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk der Gemeinde Langsdorf. Dienstnachrichten.

SlWMWfmg »öS Wk WMllW

Erfahrungen eines Univerfitälsprofeffors.

Einer unserer bedeutendsten Professoren auf dem Gebiet der inneren Krankheitei» berichtet in einer ersten medizinischen Zeitschrift über seine jahrzehnte­langen Erfahrungen in Füllen von Stuhloerstopfung. Er empfiehlt den an derartigen Beschwerden Leiden­den längere Zeit hindurch den regelmäßigen Ge- brauch eines Abführmittels, wobei er entscheidenden Wert darauf legt, daß das Mittel nur aus pflanz­lichen Bestandteilen zusammengesetzt ist. Dieses wird abends eingenommen und führt morgens die ge­wünschte Wirkung herbei. Dabei gewöhnt sich dek Patient nicht etwa an das Abführmittel, sondern infolge der fortgesetzten gleichmäßigen Anregung der Darmtätigkeit an regelmäßigen Stuhlgang. Diese Erfahrung wird jeder bestätigen, der bei Verstopfung die unübertroffenen Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen gebraucht. Sie bestehenausschließ­lich" aus pflanzlichen Auszügen und Stoffen und enthalten keine Chemikalien. Sie wirken mild und zuverlässig, ohne Gewöhnung herbeizuführen, und ohne unangenehme Nebenerscheinungen, wie sie viel­fach von chemischen Präparaten zum Schaden von Darm und Gesundheit hervorgerufen werden. Eine Schachtel in jeder Apotheke zu einer Mark und fünfzig Pfennigen erhältlich. Zusammensetzung auf der Packung. 3364ss

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

-____________®tc bintct 6gn ^a^eren angeführten Ziffern geben die Höhe her zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Frankfurt a.M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

| Berlin

__Berlin. 27 Mär»

Geld

Brief

30)1110 Kurs

''Uh»

1 Kurs

Schluß Kurs

Unfano Kur-

Schluh Kurs

1 '«Uhr-

!Sch.ub- finrs

Anfang Kur

Schluß

1 ^Uhr-

1 Sch.uh Anfang

.sranjönfche Noten......

Holländische Noten .....

16,49

167,91

22.11

111,33

58,71

2,59

111,93

80,38

70,06

12,355

72 80

Stanthirl

Auszabl

168,59

22,19

111,77

58,95

2,61

112,37

80.70

70.34

12.415

73,10 CL M.

u n g.

Datum

27. 3. | 23. 3.

,27.3.

| 28. 8.

Damm:

27. 3. | 28 3. 1 27. 3. | 28

3-

Datum:

27. 3. 1 28. 3.

1 27. 3. I 28. 3.

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deuls» ^esterr , 5100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten ....... Svanifche Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

fit Di Rcichsanlethe v 1927 Dt. An» Ablös Schuld mit

Auslos -Rechten

DeSgl. ohne AuSlas -Rechten 7°/« Franks Hnp.-Bl. Go dvs unkündbar dis i932

i'/8°/o Rheinische bvv »Bank l'tqu -Goidvi

AEG abg BorkrtegS-Ob- liganoneu. ruchablbar >832 l'/0 Schwei; Bundesb.-Anl. <°/o Oefteretchische Goldrte 4.20% Oeslcrc ich Silberne 4% Lenerreich einbeitl Rle 4% Ungarische Goldrte 4°/0 Ungarische SlaaiSr. v. 1910 4,/J>/0 deSgl von 1913 4% Ungarische Kronenrte «°/, Turk Zollanleihk v 1911 40/o Türk Vagdadbahn - Anl

Scrie I

4e/c deSgl. Serir II

4e/0 Rumänen converb R>e. 4,/i°l0 Rumänen Soldanl von »913

vllg Deutsche Eisenbahn 4'/, Hamburg-Amerika Pake». 6 vamd -Sudan» Damvisch. 8 Hansa Do-npfschifs .6

Norddeutscher Lloyd 6

Allg Deutsche Ereditanst.. 10 Barm t Bankverein 10

Berliner HandelSacsellsch. 12 Eommerz. und Privat-Bk. 11 Darmft. u. Rationolbank. 12 Deutsche Bank 10

Diskonto-Gesellschaft Hnt 10 Dresdner Bank . lo

Mitteldeutsche Kreditbank 9 Metallbank .......8

VeichSbaok ....... iu

p/.

51.9

14,8

1.75

25,3

25,3

1,65

12,5

5,13

14.25

150

»10,5

141,5 145

173,75

237

164

157,75 159

126,5

1 II 1 1 1 H 1 1 1 1 1 1 1 l| II 1 8 1 *°. II i t2S 1 1 8 1 1

S 3 'SS

87,5

52

14.7

25,4

1,65 12,25

12,6

14

148.4

208,75 223.4

148,25 141.75

145

251 173,25 36.75

163,5

157.5

158,9

206.5 127,5

187,5

52 11,75

25.5

12.3

150.4

225.25

143.5

142.13

250 175

238.25 164.75

158.25

159.9 207

187,75

LES.........7

Bergmann . . ......8

Elcktr Lieferungen . . . lo Licht und Kraft .... 10 gelten & Guilleaume ... .6 Ges f. Elekrr Unter» . 10 Hamb Elettr Werke . . 10 Rhein Elettr. .... 8

Echles. Elcktr. . .... 10 Schuckert .......7

Siemens A Haltte . ... 16 Tran?radic> ....... 8

Labmever L Lo. ....... s

BuderuS ..... v

Deutsche Erdöl...... .6

Essener Steinkohle.....8

Gelsenkirchener f. *4 I <

Harvener .... 8

Hoc sch Eisen..........

Flse Bergbau ...... .8 Klöcknerwcrke . ....... 5 Köln-Ne urssen .....51/»

Mannesmann .f. V« 9 4 ManS-elder. . . . . 7

Obcrschles Eisend. Bedarf 0 Oberschlcs KokSwerke . 0 Bbontr Bern bau f '/, I 3 Rheinische Brannkodlen >0 Rheinftahl 0

Ricbeck Rio man .....6

Bereinigte Stahl», f. »/, 3 3 Otavi Minen . . . i

Kali Aschersleben ... io KaltWefteregeln . . io

Kaliwerk Salzdetfurth »2 3 ® Harden-Indakrie 10 Dynamit Nobel ... o Scheit» anstatt ........

Goldschmidt . ...... .6

RurgerSwerte ....... .0 «erallgesellichaf,.....io

153

167

215,5 118 276.75

170 273

155

95

132

169.5

I 115,75

146,75

I

-

99,75 269 153

103

171 181.5 260.5 248,75

192 105.5 101,25

153,25

174

170

215.5

277

172.5

275

124,5

132

I

116,75

147,25

114,75

99.75

153

104

183,65

248,5

191,5

102

173

IM.75 172.25 167 i 1.3,25 117.75 274.25

150,5

169 270,.'

139.25 154

93.75 123

132.25 170,5 135,5

245 115.5

136,75 146

113.75 97,5 94.4

99,13 268

151,75 141

102.65 43,4

171,25 181.75

260

-'47 5 120.25

104.5 101,5

154,5 174 171

215,75

118.5

278

154.5

151.5

187

172.5

275.5

141.25

95.5 125

133

171

246,5

117,5

130,65

147

114,75

98

96,25

99,75

271,65 153,5

103.5

43 65 173,5

184.5

265

248,25

105,5

102,5

Bbllivv Hot,mann . Heidelberger Lement . Lemrni Karlstadt Wavß A Frrilaa

SchalthelS Payenhrfer Cflrotrfe

«er. Glanzftoff ... Bemderg . ..... ,Senfton Daldbof. .

Zellftofs Aschaffenburg Charlottenburger Dass

cflauet Sas

Daimler Mo'oren. . . Demag . . .

Adlerwerke Kleve». . .

Lndw. Loewr . 4 4 Rar Automobil .... Dnnftrtn & Kovvek. , Linke Hofmann . . Leonhard Tiey . »

Vamaa.'".egiiln .44 Franks Maschinen 4 4 Grtyner ...

Hevltaenftaedr . . . . AnngbanS uh

Lechwerke . . , ,

Liaftikraftwerkr 4 *.

ifiiag » . . .

Nekmfolnrer . . . . . .

PcterS Union ..... Gebe Roeder .... Doig» A Haefftier . . .

Svdd Zocker ...

Berlin, 27. März Amerikanische 4ioten. . Belgische Noten . . . Dänische Noten .... Englische Noten ....

12 8

. . 8

10

. 15

. 12

. 15

. 12

10

7

8

. 0

0

. 11

. 6

. 4

4 0

. 6

. 0

.. 0

. 7

. 0

. 6

. 8

8

. 10

. 8

. 8

4 10

. 0

Boni

146,5

144.5

175 128

260 170

88.5

86

26.75

72.5

115

23,5 90

120

139,5 52 95

131

toten.

J__

1

I fi

11 2

1 | 145,5

263,5

88 65

86

z

53

131,5

Seid ,168 8.28 1,75 0,87

146

337

267

725,25

516.5

260,75

118

179

89.25

48 5

85,5

238 91.25

130 5

208.5

26

73

145

89,9

-

139

50.13

95.75

175,75 132.5

1 B

4

L sr

- 111

?(

147.5 ! =

342

274

720

512.5

264

168..'

119

182

89,25

49.75

85,5

243.5

93

131

-

210

138.75

rtei

188

1,52 ,19

.45

27. März

28 Mär;

Amtliche Nori rnng Geld | Brie'

Amtliche '.Notierung Geld i Brief

Ämft.-Rott Bucn-AireS Brff.-Antw Ehrisiiania Kovenhagen Stockholm Helfingfors. iltaltLU. . London. . . Neuvork . . 'Barts.... Schweiz . . Spanien. yavan Rio de Jan. Wien in D-- Ceft. abgcsk Prag .

Belirad Budapest. Bulgarien Lissabon Danzig. . Konftc.urtn. Ätden Tanada Um aa» .

168,21 , 168,5

1,787 1 1,79

58,31 ! 58,4

111,52 111,7

111,96 112,1

112,16 112.3

<0,52 10,5

22,08 22,1

20,395 20,43

1.1775 4, 185

16,445 16,.8

80,505 80,6b

70 03 70.1

2,005 2,00

J.502 v.50

>8,775 58,89

<2,38 12,4

7.350 7,86

<2,96 73,1

5,019 3,02.

18,18 18,2

81.55 81,7

2,115 2,11

5,494 6,50i

4,181 4,1»

4.316 4,32

20.92 20.9

8 1

3

4

8 8

1

5

5

5 7

9 4

5

1

168,20 1,787

58.513 111.52 111,95 112,15 10,517 22,075

20,392 4,1770

16,44 80,485

70,25 1,998 0.502

>8,76 12,377

7,350 <2,95 3,02.- 18.28 81,52 2,113 5,544 4,178

4,346 20.918

1 168,54

1,791

58,435 111,74

112,17 112.37

10,537

22,115 20,132

4,1850 16.48

80,645

70 39 2,002 0.504

68,88

12,397

7,364

73,09

3,028 18.32

81.68

2,117

5,556 4.186

4.354

20 958