Ausgabe 
27.4.1928
 
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Turnen, Sport und Spiel.

Handballmeisterschaft der D. T.

30 Anwärter auf zwei deutsche Meistertitel.

Immer kleiner wirb die Schar derjenigen Kreismeister, deren Teilnahme an den End­spielen um die Handballmeisterschaft der Deutschen Turnerschaft schon Tradition war. So sind von den bisherigen D. T.-Meistern TSD. Spandau 60 (1921 und 1922), T2UI. Düsseldorf (1923), Tgs. Stuttgart (1925), Tv. Seckbach (1924) und Polizei SD. Rastatt (1926 und 1927) nur noch Span­dau und Rastatt auch in diesem Jahre wieder zu Kreismeisterehren gelangt und damit berechtigt an den Endspielen um die D. T-Weifterschaft keil­zunehmen. Den Auftakt bildeten hierzu oereits am letzten Sonntag die in Lübeck und Berlin ausgetragenen Dorspiele zur norddeutschen Mei­sterschaft. 2lm kommenden Sonntag stehen die westdeutschen Dorrundenspiele in Koblenz aus dem Programm.

Dom Landesverband der hessischen Turnvereine der O. T.

- Darmstadt, 24. April Gelegentlich des Kreisturntags des Mittelrheinkreises der D. T. in Hanau hielt der Landesverband der hes­sischen Turnvereine der D.T. unter dem Vorsitz des 2. Kreisvertreters, Kommerzienrat Schill (Osthofen) seine Jahresversammlung ab. Abaeordnete aller Gaue des Mittelrheinkreises, die hessische Vereine in ihren Grenzen hoben, nahmen an der Sitzung teil; der Gau Hessen war durch Gouoberturnwart W. Will (Gießen) vertreten. Der Vorsitzende berichtete über eine von ihm an­gegebene Anregung, die vorschlägt, daß nach dem Dorbilde Preußens auch in Hessen staatlicher- f e 11 s eine Versicherung f ü r Jugend­liche aller Körperschaften, die Leibesübunaen treiben, abgeschlossen werde. Diese Anregung soll unbedingt weiter verfolgt und ein Antrag an die hessische Staatsregierung vorbereitet werden. Landesbeiratsmitglied Hofferberi (Darmstadt) gab in seiner Berichterstattung Kennt nis von den umfassenden Arbeiten des hessischen Landesbeirats für Leibesübungen. Er hob u. a. die Bildung eines besonderen Arbeits­ausschusses hervor und fand einstimmigen Beifall mit den Forderungen, die die Besetzung des seit dem Tode des Landesturninspektors, Schulrot Schmuck, verwaiste Stelle eines Beraters für das Schul- turnen in Hessen, die Schaffung eines inter­fraktionellen Ausschusses für Leibes­übungen im Hessischen Landtag und größere Nück- sichtnahme der Leibesübungen trebenben Ver­bände auf das religiöse Gefühl der Kirchenbesucher an hohen Feiertagen betreffen. Oberreallehrer Roth (Darmstadt) sprach über das große Bedürfnis nach Ausbildung von Turnlehrern und einer entsprechen­den Abschlußprüfung Gauvertreter Eberle (Wolfshelm) will als Landtogsabgeordneter alle be- fprochenen Forderungen und Anregungen nach Kräften unterstützen.

Seltene Turnerehrung.

Mit der seltenen Auszeichnung des Ehrenbriefes der D.T. wurde der Turner K. Dieruff vom Tv. Büdingen geehrt.

Der Gau Hessen (D.T.) und Köln.

Nächsten Sonntag findet inGießenin der Turnhalle des Tv. 1816 eine Uebungs stunde statt, an der alle Mitglieder der Gauriege für Köln teilnehmen, außerdem olle Turner und Turnerinnen, die alS Cinzelwettkämpfer nach Köln gehen und an den Ausscheidungskämpfen des Mittelrheinkrct'es der D.T. am 6.Mai in Mainz ieilnehmcn müssen.

Außer der Gauriege am Reck sind bis jetzt für Köln noch eine Turner- und eine Altersturnerriege des T v. 1846 Gießen am Stühreck g^meldit. AlS Sondrrvor- führung hat der Gau mit 10 Turnern ein Kür­turnen am Darren gemeldet.

Es lind von Gießen ab zwei Sonderzüge nach K ln festgelegt. Der eine fährt in Gießen ab am Mittwoch, 25. Juli, der andere am Donnerstag, 26. Juli.

Faustballspiele im 2. Bezirk des Gaues Hessen der D. T.

Infolge der ungünstigen Witterung und des besonders früh liegenden Spieltages ha>en nur wenige Maimschasten aeneld:t. In der Mei­st e r l l a s s e werden sich am nächsten Sonntag in Gießen die la- und die Ib-Mcrnnschaft des T. D. 1846 Gießen messen, da die letztere im vorigen Jahre Meister der ^-Klasse war. In der Jugendklasse trcs'en die Mannschaften deS T. D. Wetzlar und des T. D. 1846 zusammen. In der A-ÄI a s s e und bei den Turnerinnen werden die Maimschasten deS T. D. 1846 kampf­los DczirkSmeister. Es ist besonders bei den Tur- nerinnen zu bedauern, daß die Mannschaft deS M. T. D Gießen nicht antreten tarni. da diese im vorigen Jahre bis zur GarwerbandSrunde Vordringen konnte und dort gegen den ehemaligen D. T.-Meister sehr günstig abschnitt. Die Sieger der Bezirksspiele treffen sich dann am 6. Mai zu den Gaumeisterspielen.

Handball her O. T.

Turn- u. Spv. Marburg l Turno. 18461 1:1 (1:0).

Die Gießener traten am Sonntag auf einen harten und zähen Gegner und bewiesen in diesem Spiel, daß die Mannschast in letzter Zeit in guter Form ist. DaS Spiel fand auf dem Kämps- rafcn in Marburg statt und wurde reichlich hart durchgesührt. Die Marburger führten zwar bei Halbzeit ID. muhten sich aber kurz vor Schluß den wohlverdienten Ausgleich von feiten der Gießener gefallen lassen. Die Entscheidungen des Schiedsrichters waren nicht einwandfrei.

5. Bezirk im Turngau Hessen (O. T.)

Die Sommerspiele.

bpw. Butzbach. 24. April. Die Sommerspiele deS 5. Bezirks im Turngau Hessen kamen am Sonntag hier unter der Leitung deS stellver- hxtenbcn BezirkSspietwarts L. Wei ckhardt (Butzbach) zum AuStrag. Di« Beteiligung war aufsallerch gering. waS allerdings seine Erklä­rung findet in dem zu frühen Termin für die Meisterschaftsspiele, der dazu erst wenige Tage zuvor bekanntgegeben worden war. Sv waren

86. Kreisiumlag des IMelcheinkreises der D. T.

Eigener Bericht desGießener Anzeigers", bpw. Hanau. 22. April 1928.

Der 86. Kreisturntag des Mittel- rh ein! reifes der D.T. trat am Sonntag in Hanau zu wichtiger Beratung zusammen. ES waren 348 2ll>geordnete anwesend, dar­unter zahlreiche Dertreter auS dem besetzten Ge­biet und von der Saar. Der Gau -Hessen hatte die folgenden bekannten Turner in das Turnerparlament entsandt: W. Will, Erle. Paul, Reining, Kling, Erb, Laudon, Lang (sämtlich Gießen); Schmidt (Heuchel­heim), Schüler, Korn der (Wetzlar), Dr. Rern (Butzbach), Dr. Koch (Ridda), Wolf (^Interschmitten), Sern (Rieder-Ohmen), Dopf (Groß-Eichen), Groos, Heberlein, Dr. Stier (Marburg), Thierolf (Friedberg), O e r t e 1 (Rieder-Wöllstadt), Hartmann,- wald. Weiß (Dad-Rauheim). Unter Leitung von Gauoberturnwart W. Will versammelten sich die Hessenturner am frühen Morgen zu einer vorbereitenden Sitzung, in der die Tagesordnung des Kreisturntages durchyesprochen und die Stellungnahme zu den Anträgen festgelegt wurde.

Hm 11 Hhr vormittags vereinigte eine weihe­volle Gedächtnisfeier für den verstorbenen Oberturnwart der D. T., Studienrat Max Schwarze, die Abgeordneten. Anschließend er­öffnete der erste Kreisvertreter, Fabrikant A. Pfeiffer (Wetzlar), den Turntag, dabei besonderen Gruß dem Ehrenmitglied des Kreis- Vorstandes, Fabrikant Otto Schatt in Hanau (früher langjähriger zweiter Kreisvertreter), und den Vertretern der Behörden entbietend. Don letzteren fanden Oberbürgermeister Dr. 2 l a u m für die Stadt Hanau, Regierungsassessor Dr. R i e d i g e r für die Kreisverwaltung und Kauf­mann Willms für den Ortsausschuß des Reichsausschusses für Leibesübungen herzliche Worte des Gegengrußes, die ein feines 2er- ftändnis für die geistigen Worte zeigten, die dem Turnertum seine besonoece Rote geben.

In seiner Berichterstattung über das abge- lausens Geschäftsjahr gab der Kreisvertr"'er aus der Fülle der sich immer mehr steigern-.en Ar­beitslast einen gedrängten allgemeinen Bericht. Er versäumte nicht, neben der Darstellung der Erfolge auch die hier und da in Erscheinung ge­tretenen Mängel zu erwähnen. Gr begrüßte als ein Zeichen des Fortschritts besonders die Ar­beiten auf bisher weniger gepflegten Gebieten. So erwähnte er u. a. die neuere Ausgestaltung der Kreiszeitung, die Errichtung einer Kreis- Pressestelle und die gesteigerte erfolgreiche Ar­beit der T a g e s p r e s s e. Für die Pflege der Jugend und des Wanderns erscheint die wach­sende Zahl der Jugend- und Wanderheime innerhalb deS Kreises von Bedeutung, der Kreis- vertreler gedachte dann der außerordentlich auf­opferungsvollen Arbeit der Darmstädter Turner­schaft, die dem 33. Kreisturnsest zu einem großen werbenden Erfolge vecholfen habe. An die in der nächsten Zeit die Turnerschaft beschäftigenden Aufgaben erinnerte der Bericht durch Hinweis auf das Deutsche Turnfest in Köln und idie Iahngedächtnisseier am U. August. Gauober­turnwart Will (Gießen) wurde unter lebhaftem Beifall des Turntags der Glückwunsch der Kreis­leitung zu seinen; Doppeljubiläum entboten.

Auf die Entgegennahme der Berichte ter Fach­warte wurde verzichtet; sie werden im Druck er­scheinen. Dagegen begegnete die Rechnungs­ablage des Kreiskassenwarts R ö b i g (Rödel­heim) lebhaftem Interesse. Einer Eii nähme von 240 089,71 Mk. stehen Ausgaben von 229 273,45 Mark gegenüber. Die Kasse geht also mit einem Bestand von 10 816,26 Mk. in das neue Geschä'ts- jahr. Der Kafs.'nwart and einstimmigen Dank für seine vorbildlich-mustergültige Arbeit. Eine Ein­wendung aus dem Turntag, daß die Ausgaben für die Wanderheime zu groß seien, entkräftete PH. R ö b i g mit dem Hinweis auf die Dorteile dieser Heime. Er trat dabei warm für das Turnerheim auf dem Feldberg ein, das muster­gültig eingerichtet sei und sich seifender Belebt­heit erfreue. Der Doranschlag für das Geschäfts­jahr 1929 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 197 155 Mk. ab. Die für Lehrgänge eingesetzten

Beträge wurden auf eine Summe erhöht, die einem Beitrag von 10 Pf. für jedes steuerpflich­tige Mitglied entspricht. Die Zuwendungen an die einzelnen Gaue werden vom KreiSvorstand in Derbindung mit dem Dorstand des TurnauS- schusses festgesetzt, wobei bedürftige Gaue am meisten zu berücksichtigen sind.

Das 34. Kreisturnfest soll erst 1930 statt- finden, nicht 1929, wie ursprünglich vorgesehen. Gemeldet hatten sich Hanau und Frankfurt a. M. Die Wahl fiel auf Hanau. Angenommen wurde eine Satzungsänderung, die bestimmt, daß 10 v. H. der Einnahme aus allen Eintrittsgeldern beim Kreisturnfeste an die Kreiskasse abzuliefern unb zum Ausbau der Wohlfahrtseinrichtungen des Kreises zu verwenden find. Dagegen fand Ab­lehnung der Antrag des Kreisfrauenturnaus- schusses, das Kreisfrauenturnen versuchsweise vom Kreisfest loszulösen und als besondere Deranstal- tung durchzu'ühren.

Die Wahlen zum Kreisvorstand und Dor- stand des Turnausschusses brachten die einstim­mige Wiederwahl der folgenden verdienten Turnersührer: Kreisvorstand: Fabrikant A. Pfeiffer (Wetzlar), erster KreiSvertreter; 2anö;eamter Dauner (Offenbach a. W.), Kreis­schrift- und Pressewart; Prof. Gg. Dender (Frankfurt a. M.), KreiSwart für Geistesturnen'. Kaufmann Reul (Frankfurt a. M.), 2. Kreis- kasfenwart. TurnauSschuß: Turnlehrer Friede (Frankfurt a. M.). KreiSmännerturn- wart; Direktor Bitsch (Frankfurt a. M.), Kreisschwimmwart; Lehrer Reih (Frankfurt a. M.) Krcisspielwart. AlS Schriftleiter der Turnzeitung des Kreises wurde Rektor Schiller (Frankfurt a. M.) wieder bestätigt. Reugeschaffen wurde das Amt des Krsiskinderturnwaris und Studienrat Klenk (Bensheim a. d. B.) über­tragen. An Stelle des beantragten Unteraus- schusfes sollen ihm eine Turnerin und ein Turner beigegeben werden, dir vom Kreisvorstand zu bestätigen sind.

Hebet das Deutsche Turnfest in Köln be­richteten Kreisob rturnwart Frey, d.rSchwimm- wart der D. T., R. B r a u n und Prof. 2_e n d e r. Letzterer machte nähere Mitteilungen über die Fahrgelegenheiten nach Köln.

Kreisspielwart Reih erstattete einen erläu­ternden Bericht über die neugeschaffene Spiel- o r d n u n g. von der eine Förderung der Spiel- betoegung erwartet wird. Auf Befürwortung des Kreisvorstandes wurde die neue KreiSfpielord- nung probeweise bis zum nächsten Kreisturntag angenommen.

Don den Anträgen organisatorischer Art ist besonders hervorzuheben die von den Gauen Hessen, Frankfurt und Main-Offenbach Hanau erhobene Forderung auf Auflösungder Gauverbände. Dieser Abbau der Zwischen- organlfationen zwischen den Gauen und dem Kreis fand eine überwiegende Mehrheit. Betont wurde von verschiedenen Rednern, daß das Schwergewicht aller turnerischen Arbeit in den Gauen liegen müsse. Die im Zusammenhang mit diesem Beschluß notwendig werdenden Satzungs­änderungen wurden ohne Debatte angenommen. Der Antrag, den Kreisturntag wieder alljährlich abzuhalten, sand nicht die Dreiviertelmehrheit des Turntags, wurde also abgelehnt. Es bleibt also beim Beschluß des vorigen Kreisturntags, wonach der Kreisturntag in Abständen von zwei Jahren stattfindei. Der bisherige Bäderbauaus- schuß soll zu einem Turnstättenbauaus- schuß (Bau von Turnhallen,'Schwimmbädern. Spielplätzen) erweitert werden. Dem nächsten Kreisturntag soll ein Antrag darüber vorgelegt werden.

Dank der trefflichen Dorbereitung des Der- handlungsstof'es durch die am Samstag voraus­gegangenen Sitzungen des Kreisvorstandes und des Turnausschusses konnte der Tumtag einen reibungslosen, flotten Verlauf nehmen und sich in allen Aussprachen aus einer beachtenswerten Höbe turnerischen Geistes 6'treten. Rachdem Dau- Vertreter Burk (Saarbrücken) d:r K eisleitung den Dan? des Turntages übetmi'tclt ha'te, bildete ein Turnerlied den schönen AuSllang der erfolg­reichen Tagung.

auf dem Kampffelde von den Mannscha'ten, die feit Jahren regelmäßig an dm Som nerspielen terlnehmen, nur Tgm. Friedberg und Tv. Holzheim erschienen, zu dmrn noch T. u. Spv. Butzbach alsRruling" auf dem Gebiete der Sommerspiele hinzulam. Die Wettfpi.le wurden nur in der M e isterklasse auSgeb agen; in den anderen Klassen traten Gegner nicht an, und es wurde T. u. Spv. Butzbach kampflos Meister in der A-Klasse. ebenso Tv. Holzheim in der Jugendklasse.

Die Spiele in der Faustball-Meister- klasse nahmen folgenden Derlauf: Zunächst traten die Mannschaften von Butzbach und Holzheim gegenüber. Butzbach arbeitete in den ersten 10 Minuten einen Dorsprung von 6 Punkten heraus. Holzheim holte aber bald auf und konnte sich sogar bei Halbzeit mit einem Pluspunkte in Führung sehen. In der zweiten Halbzeit blieben die Partner gleichwertig. Beim Schlußpfiff stand das Spiel unentschieden 44 : 44. Das nächste Spiel sah Friedberg und Holzheim auf dem Spielfelde. Friedberg zeigte gleich zu Anfang sein überlegenes reifes Können und schlug Holzheim, seinen schärfsten Gegner vom vorigen Jahr, überraschend hoch, nämlich 65:17 (30 6). Wer die gute Holz- Heimer Mannschaft, die als zweitbeste des Bezirks wiederholt zu den Gauspielen zugelasfen war, in früheren Jahren gesehen hat, durste einen größe­ren Widerstand von ihr erwarten. Recht schön war das letzte Spiel, das sich Friedberg und Butzbach lieferten. 2knn auch die junge Butz­bacher Mannschaft keine Siegesaus ichten im Kampfe mit dem mehrjährigen Gaumcister hatte, so schlug sie sich doch recht rühmlich. Der Anfang des Spiels stand im Zeichen wechselnder Füh­rung. Friedbergs erfahrene Heberlegenhcit ver­schaffte seiner Mannschaft aber bald einen merklichen Vorsprung. Rach einem Halb,eitstand von 14:20 lautete das Endergebnis 24:48.

Die Tgm. Friedberg hat mit vier De- winnpunkten die B e z i r k s m c i st e r s ch a f t im F a u st b a l l errungen und wird am 6. Mai in Dießen mit den anderen Dezirksmeistern um die Gaumeisterschaft zu kämpfen haben.

Frühjahr-Waldlauf.

bpw. Der 5. Bezirk im Turngau Hessen hält seinen Frühjahrswaldlauf am kom­menden Sonntag in Bad-Rau heim ab. Es wird, wie in den Dorjahren, in drei Klassen ge­laufen. Die Turner (18 Jahre und älter) haben 5 Kilometer, die Ougendturner der Oberstufe (16 bis 18 Jahre) 2,5 Kilometer, und die Iugend- turacr der Hn ter stufe 1,5 Kilometer zurückzu­legen.

D. f. 25.

Zum kommenden Sonntag ist für die D. f. D. Liga die Liga-Mannschaft des Sportvereins Bergen nach hier verpflichtet worden. Die Gäste- Mannfchaft gehört der Frankfurter Strcisliga (Nord-Mainkreis) an, sie fleht seit einiger Zeit m stark verjüngter Aufstellung und hat hierdurch, nach ihren gegen andere Frankfurter Kreis-Liga-Vereine erzielten Resultaten zu urteilen, etwas an Durch­schlagskraft verloren. Trotzdem darf chre durch die garten Kämpfe der letzten Verbandsspielserie er­probte Spielstarke von der D.f.B.'Elf keineswegs unterschätzt werden. Die D. f. B.-Mannschaft wird sich alle Mühe geben müssen, um durch einen klaren Sieg über Bergen die am Dorsonntag gegen V. f. 9t Offenbach erlittene Niederlage wieder wett­zumachen.

DieDritte" trägt gegen die Erste von Ettingshausen ein fälliges Rückspiel aus. Ob sie den Sieg vom Vorspiel wiederholen will, er­scheint in anbetracht der Formoerbesserung Ettings­hausens mindestens fraglich.

Während die erste und dritte Jugendmannfchast einen Sonntag pausieren wollen, empfängt die zweite Jugend Mannschaft auf hiesigem Platz die erste Jugend des Fußballklubs Stein­berg.

(In dem Bericht vom letzten Dienstag über das Spiel der ersten Jugendmannschaft ist ein Druck­fehler dahin zu berichtigen, daß die genannte D. f. B.-Elf nicht gegenNaunheim", sondern geaen die erste Jugendmannschaft Dad-Nauheims kämpfte. Außerdem war im Heuchelheimer Bericht zu lesen, daß die zweite D. f. B. Jugendmannschaft aegen Heuchelheims erste Jugendmannschaft gefpielt habe;

tatsächlich war dies Me dritte Jugendmmmschast Gießens, da ja, wie aus dem Berich! ersichtlich, die Zweite vom D.s. B. gegen Leun gespielt hat. Zu- letzt sei hier nochmals betont, daß die erste Schüler­elf nur mitSchüler" gegen Heuchelheim ange­treten ist.)

Die ersteSchülermannschaft tritt eben­falls auf eigenem Platz gegen die gleiche deS Wetzlarer Sportvereins zu einem Ge­sellschaftsspiel an. Die 2. f. 2.-Schülerelf tritt ebenso wie in ihrem Spiel am Dorsonntay gegen Heuchelheim auch diesesmal lediglich mit noch zur Schülerklasse gehörenden Spielern an. Wie ihr 3:0 Sieg über Heuchelheim bewiesen, hat sie sich trotz Abgangs ihre anerkannte Spiet- stärke nicht nur erhalten, sondern diese sogar noch verbessert. Sie sollte erwartungsgemäß auch über die recht guten Wetzlarer Sieger bleiben.

Die zweite vchülermannschaft hat sich die Schüler deS Steinberger Fußballklubs zu einem Freundschaftsspiel eingelaben.

Spielvereinigung 1900 8ießen.

5. Am kommenden Sonntaa fährt die Liga- mannschast nach L a u b a ch , um gegen die zur 1. Gauklasse auffteigenbe 1. Mannschaft derTejj- tonia" Laubach ein Propagandaspiel auszu­tragen.

Mit der Ligaelf fährt auch die 3. Mannschaft der Vereinigten nach Laubach, um sich mit der 2. E l s des Platzoereins in einem Gesellschaftsspiel zu messen.

Die Liaareseroe spielt in L i ch gegen die 1. Mannschaft des dortigen Vereins für Ra­se n f p i e l e. Die Blauweißen sind durch Abgabe gerade der besten Spieler In die Ligaels zur Zeit wohl etwas geschwächt, und da auch die 3. Mann- schäft hierunter leidet, find Voraussagen bei beiden Mannschaften gewagt.

Die 2. Jugend spielt gegen Großen-Bv- f e tf s 1. Jugend, während die 1. Schüler- elf sich die Schüler vom Fußballclub 1926 Großen-Buseck zum Gegner in einem Freund­schaftsspiel auserkoren haben.

Heuchelheim.

Die erste Mannschaft vom Sportver­ein 1 92 0 fährt am kommenden Sonntag zur Austragung eines GesellschastSspieleS zum Sportverein Herborn. Herborn spielte seither in der Liga, gilt aber als Abstieg- kandidat. Trohem stellt es eine flinke und tech­nisch sehr gute Mannschast, die es besonders auf eigenem Platze dem Gegner recht schwer machte, Punkte mitzunehmen. Auch die Heuchelheimer werden alles aus sich herausgeben müssen besonders da sie gezwungen sind, mit Ersatz zu spielen, wenn sie als Sieger den Platz ver­lassen wollen. Auch die Jugend der Heuchel­heimer spielt in Herborn gegen die dortige Jugend. Hier wird Wohl Herborn den Sieger stellen.

Arbeiter-Turri- und GporiSund.

Der kommende Sonntag bringt nur roeniae Tref­fen in der Verbandsrunde. In der 1. Klasse fährt Wieseck nach Wetzlar, um am Dormitlag die­ses Spiel auszutragen. Nehmen die Gäste den Geg- ncr auf die leichte Schulter, fo dürfte leicht eine Enttäuschung eintreten.

Heuchelheim 1. geht nach Marburg und dürfte, vorausgesetzt daß die Mannschast komplett antritt, als Sieger heimkehren.

In der 2. Klasse hat Naunheim Kin­zenbach zu Gast und ro rb auf eigenem Platze Sieger dlxiben. Wieseck II. spielt auf eigenem Platte gegen Leun I. und wird sich anstrengen müssen, wenn es nicht unterliegen will. Hun- gen hat Fronhausen zu Gast und wird die Gäste mit einer Niederlage heimschicken. O p - penrod I. fährt nach Alsfeld und wird als Sieger heimkehren. Großen-Linden hat Taubringen zu Gast. Der Ausgang ist offen zu lassen. Burkhardsfelden hat Hach­born zu Gast und wird sich die Punkte auf eige­nem Platz nicht entgehen lassen.

In der Jugendklasse hat Leun Treis zum Gegner. W i e s e ck hat am Dorm'ttag Klein-Linden auf eigenem Matz zu Gast.

Die Turner des Bez rkes treffen sich am Vor­mittag in der Stadtknabenschule zu Gießen zu einer Uebungeftunhe. Als Hcbungsplan sind die Freiübungen und Wettkamvfübungen zum Bezirks- fest am 1. Juli in Steinbach vorgesehen.

Leichtathletik der Gp.'Dg. 1900.

d. Als Auftakt zur diesjährigen Saison schickt am nächste.i Sonntag die 6p.- 2g. 1900 ein kleineres Aufgebot (etwa

sechs Wann) von Leichtathleten zu dem Sport,est des 2allspielklubS 1 9 20 Sinn (Dill- kreis). In Anbetracht dec Tatsache, daß seither kaum Gelegenheit zum 2ahntraining gegeben war und daß man in Sinn mit nicht gerade idealen Playverhältnissen zu rechnen hat, darf man seine Erwartungen nicht allzu hoch schrauben. Trotz­dem glaubt man, daß sich der größte Teil der 1900er durchzusetzen vermag.

Handball der Sp.'Dg. 1900.

ö. Rächsten Sonntag weilt d:e Spielvereinl- gung 1900 mit ihrer ersten aktiven, einer Jugend- und einer Schülermannschaft bei dem D. f. L. Wetzlar. Für alle, besonders aber für die Senioren, bedeutet das einen schweren Gang. Es war für die D. f. L.-Leute eine bittere Pille, daß sie vor vierzehn Tagen in Gießen eine 4: 2- Riederla^e hin nehmen mußten. Sie werden daher mit aller Macht versuchen, in Wetzlar die Scharte auSzuwetzen. Eigener Platz, die Anhängerschaft und vor allem daS Mitwirken von Paulus find Momente, die dieses Dorhaben begünstigen. Die 1900er müssen daher sehr auf der Hut fein, wenn sie ein günstiges Resultat, worunter auch eine knappe R ederlage. verstanden werden kann, herauSholen wollen. Die Jugendlichen und die Schüler werden sich Wohl kaum gegen bit ge­schulten Wetzlarer durchsetzen können.

D. f. V.'Handball.

Schon am kommenden Sonntag trägt die Hanb- ballmannschaft ihr Rückspiel auf dem hiesige« Platze gegen die erste Handballmannschast des Turnvereins A l S s e l d auS. Die D. f. 2.* Mannschaft gewann daS Dorspiel am vergan­genen Sonntag auf dortigem Platz mit dem hohen Resultat von 9:3. AlSfeld wird wohl alles daransetzen, um seine Riederlage einiger­maßen wieder wettzumachen.