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Lprcchftundcn der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag» Samstag nachmittag geschlossen

Jur unverlangt eingesandtc Man u skr lple ohne beigesügte» Rütfporto wird keine Gewähr übernommen.

Anzeigenanslroge sind lediglich an bte Geschäftsstelle zu richten.

(Oppeln) 3:12,02; 11. Nachrichten-Abt. stadt 3:33.30.

Binjarcngen-Nm wegen' deutscher Skimeister.

Ergebnissen des Militärpatrouillenlaufes und des Staffellaufes gewertet wird. Zum Start um 12.30 Uhr stellten sich 25 Staffeln (16 Mili­tär- und 9 Landesstaffeln). Don den ausländi­schen Verbänden starteten nur der Schweizer Skiverband und der Oesterreichische Skibund. AIS Sieger in der Staffel der Ländermann­schaften ging der Dayeri sche Skiver­band mit der Mannschaft Bauer, Pellkofer, Krebs, Hagen und Steinhäuser in 3:05,39 her­vor. Zweiter wurde der Thüringer W i n- tersportverband mit 3:14,53, während der Schweizer Skiverband mit seiner starken Mannschaft in 3:15,28 nur den dritten Platz belegen konnte. Der Oesterreichische Skiverband plazierte sich sogar erst an achter Stelle. Bei den Militär-Staffelmannschaften ka­men wiederum die Kemptener Jäger als erste Mannschaft am Ziel an. Sie belegten auch in der Gesamtwertung um die deutsche Heeresmei st erschuft den ersten Platz vor dem 2. Bat. des Bayr. Jnf.-Regts. 7 (Landsberg) und ihrer zweiten Mannschaft.

Das Ergebnis der deutschen Heeres- meist ersch af t ist wie folgt: 1. 3. Jäger-Bat. Inf.-Regts. 19 (Kempten i. Bay.) 1. Mannschaft 2:42,52; 2. 2. Batl. Inf.-Regts. 7 (Landsberg i. Bay.) 2:46,34; 3. 3. Iäger-Batl. Inf.-Regts. 19 (Kempten i. Bay.) 2. Mannschaft 2: 47,14; 4. Pio- nier-Datl. 7 (München) 2:57,28; 5. 3. Iäger-Batl. Inf.-Regts. 17 (Goslar) 1. Mannschaft 2:59,30; 6. 2. Iäger-Batl. Inf.-Regts. 7 (Hirschberg) 1. Mannschaft 3:02,15; 7. 3. Jäger-Bat. 3nf.- Regts. 17 (Goslar) 2. Mannschaft 3:03,28; 8. 2. Iäger-Batl. Inf.-Degts. 7 (Hirschberg) 2. Mannschaft 3:09,30; 9. 1. Batl. Inf.-Rets. 13 (Stuttgart) 3:09,38; 10. l.Bat. Inf.-Regts. 7

Winterbad auf Schanschwimmen und -springen beschränken. Am 22. März tre sen die Wasser­freunde in Colmar ein, wo sie am 24. Sports Reunis de Colmar zum Gegner hoben, lieber Saarbrücken geht es nach Luxemburg, wo beim Swirnming-Club Luxemburg am 25.

letzte Start erfolgt.

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Die schnellsten Züge.

ADD. Allgemein herrscht die Dorstellung, daß die schnellsten Züge dec Welt in Amerika ver­kehren. Das Land der unbegrenzten Möglich­keiten so denkt der Laie müsse auch den Rekord in der Schnelligkeit des Eisenbahnver­kehrs erreicht haben. Sn Wirklichkeit stimmt dw,e Meinung jedoch nicht mit den Tatsachen überein. Dor dem Kriege besahen allerdings die Vereinigten Staaten die schnellsten Züge der Erde, und zwar sowohl auf kurzen Entfernungen, wre auf langen Strecken. Wie der Präsident der Reichsbahndirektion München, v. D ö lcke r, aus Grund seiner persönlichen Studien in den U- S. A in der amtlichen ZeitschriftDie Reichsbahn" mitteilt, fährt heute der schnellste Zug tn den 11. S. A. auf kurzen Strecken, der Reading Rrd. von Camden, RI. nach Atlantic City, mit einer fahrplanmäßigen Geschwindig­keit von 99,3 Kilometer in der Stunde, während b^r ^em Kriege die Geschwindigkeit von 107 Kilometer erreichte. Der schnellste Zug auf kurzen Strecken in der ganzen Welt gehört heute der Great We'ern Railway in E n g l a n d, emer Geiclischaft, die, wie man in England sagt -das Wort Speed (Geschwindigkeit) mit zwei großen EE schreibt". Dieser Zug verkehrt zwi­schen Swindon und London-Paddington auf einer 125 Kilometer langen Strecke und erreicht eine fahrplanmäßige Geschwindigkeit von 99,5 Kilo- tncter in der Stunde. Auf weite Entfernungen war derTwentieth Century Limited" der Reu- York Central Rrd. zwischen Reuyvrk und Chicago (1575 Kilometer) der schnellste Zug der Erde ferne fahrplanmäßige Fahrzeit war 18 Stunden', feine Reisegeschwindigkeit 87,5 Kilometer tn der Stunde. Heute braucht dieser Zug 20 Stunden rur die gleiche Strecke, seine Reisegeschwindigkeit betragt also nur noch 78,7 Kilometer. Trotzdem A der 201h Century, der im Iuni 1927 das Iubiläum seines 25jährigen Bestehens gefeiert hat, vielleicht der meistgerühmte Zug der Welt. Er besteht aus zehn Wagen (acht Schlaf», einem Spel.e- und einem Aussichts- und Klubwagen) und ist schon an einem Tage neunfach gefahren worden. Hinter diesem ^uge bleiben die übri­gen amerikanischen Expr.'ßzü;e weit zurück. Ihre Reisegeschwindigkeit hält .ich in dec Regel zwi­schen 55 und 68 Kilometer in der Stunde, nur selten kommen Reisegeschwindigkeiten bis zu 73 Kilometer in der Stunde vor.

Derglichen mit den amerikanischen Zügen und den schnellsten Zügen Europas schneiden die deutschen FernO-Züge keineswegs so un- gunftig a&, wie vielfach irrtümlich geglaubt wird. Die höchste Geschwindigkeit unter den deutschen Zügen erreicht der Schnellzug Ber­lin-München auf der Strecke BerlinHalle, der die 161,7 Kilometer lange Strecke mit einer Geschwindigkeit b o n 8 5,8 6 Kilometer in der Stunde (ohne Aufenthalt) durcheilt. An zweiter Stelle folgt der Schnellzug Ber- i nL e i p z i g, btr auf der 164,6 Kilometer langen Strecke eine Geschwindigkeit von 84,41

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Gerichtsvollzieher fr. 21. in Gießen Ihcringstraße 7.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 24. Febr. Die Verhandlung gegen den auswärtigen Fahrer eines Motorrades be­gann mit einem Augenschein in der Marburger Straße, Ecke Wiesecker Weg. Es ist dies eine Stelle, an der schon mehrfach Autounfälle Pas- fiert find. Der Angeklagte war mit feinem Mo-

strase plädierte, erhielt der Angeklagte anstelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von 10 Tagen 30 Mark Geldstrafe zudiktiert, auch wurden ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt.

Eine Schlägerei unter mehreren jungen Bur­schen von Wißmar fand vor Gericht das übliche Rachspiel. Angeklagt war ein Weißbinder aus Wißmar. Der Verletzte, ebenfalls Weißbin­der, trat als Rebenkläger auf. Wie die Ver­handlung ergab, rempelte der Angeklagte den Rebenkläger und noch einen weiteren Zeugen, als diese um Mitternacht auf dem Heimweg waren, an. Es hat den Anschein, als ob der Angeklagte dies absichtlich tat. um eine Schlägerei herbeizuführen. Es kam zu einem Wortwechsel. Rachdcm der Angeklagte sich entfernte und sich dann mit einem Knüppel bewaffnete, lauerte er den beiden wieder auf u ging nun seiner­seits zum Angriff über. Der Nebenkläger erhielt einen Schlag über die Rase, während der andere etwas gelinder wegkam und nur einen Schlag über den Arm erhielt. Rach dieserHeldentat" ergriff der Angeklagte die Flucht. Der Reben­kläger, der eine stark blutende Rasenverlehung davongetragen hatte, ließ sofort einen Arzt her­beirufen, der einen Rasenbeinbruch feftstellte und sofortige äleberführung nach der Klinik anordnete. In der Klinik war der Verletzte dann fast einen Monat in Behandlung. Der Angeklagte will nicht den Streit verursacht haben, er versuchte vielmehr den Zeugen und Rebenkläger als die Angreifer und sich als den durch diese Bedrohten hinzustellen. Letzteres wurde dagegen durch die eidlichen Bekundungen der Zeugen widerlegt. Mit Rücksicht auf die Schwere der dem Rebenkläger beigebrachten Verletzung, sowie darauf, daß der Angeklagte ohne jeden Grund den Streit her- beigeführt hatte, erkannte das Gericht ent­sprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf 2Monate Gefängnis, sowie Tragung der Kosten durch den Angeklagten.

und Europameister im Kunstspringen, Riebschlä- ger, Zeih, an. Der erste Start erfolgt am 7. März im Haag gegen die holländische Natio­nalmannschaft. Schon am nächsten Tag treten die Wasserfceunde in Amsterdam gegen den hol­ländischen Meister Het P an. In Brüssel er­folgt am 10. März der dritte Start, am 11. März, ebenfalls in Brüssel, der vierte. Gegner sind der Royal Brussels Swimming Club, sowie eine kom­binierte Brüsseler Mannschaft. Von Brüssel reisen die Deutschen nach Paris, wo sie am 14. März auf Einladung des Französischen Schwimmverbandes gegen eine Pariser Städte­mannschaft an treten. Gleich am nächsten Tag wird die Reise nach Barcelona fortgesetzt. Dort veranstaltet der Club de Ratacion Barce­lona ein Internationales im großen Ausmaß. Die Wafferfreunde werden dabei auf den spani­schen Meister und möglicherweise auf eine spa­nische Rationalmannschaft als Gegner treffen. (17. und 18. März.) Von Barcelona aus erfolgt die Heimreise. Sie führt zunächst nach Rizza, wo am 20. März den Deutschen zu Ehren eine größere gesellschaftliche Veranstaltung stattfindet. Dabei ist ein Spiel gegen den südsranzösischen Meister, Cercle des Rageurs de Rice, geplant. Die Durchführung hängt davon ab, ob das Mittelmeei eine brauchbare Temperatur ausweist, andernfalls muh man sich in einem kleinen

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Den Höhepunkt der deutschen Skimeisterfchaften auf dem Feldberg bildete am gestrigen Sonntag der Sprunglauf auf der Max-Egon-Schanze. K 0 l t e r u s - Rorwegen ging als erster über die Schanze und erreichte in vorbildlicher Haltung 45 Meter. In einer Stunde konnten sämtliche 66 Sprünge der ersten Runde erledigt werden, den weitestgestandenen Sprung vollbrachten die Nor­weger Kolter us und Dinjarengen mit 45 Meter. In der zweiten Runde sprang S u e r s° r u d - Norwegen unter ungeheurem Beifall 47 Meter. Der Iubel steigerte sich noch mehr, als Dinjarengen - Norwegen den Schanzenrekord auf 47,5 Meter erhöhte. Dinjarengen sicherte sich damit den TitelDeutscher Skimeister 192 8 und gewann den Ehrenpreis der deutschen Regierung.

Max Schmeling k. o. geschlagen.

Wie derWTB. - Sporrbicnft" meldet, erlitt bei den Boxwettkämpfen, die am Samstagabend in Frankfurt a. M. in der Festhalle veranstaltet wur­den, der deutsche Europameister im Halbschwer­gewicht Max S ch m e I i n a die erste t.o. = 91ie = b erläge. Im Revanchetreffen gegen den früheren englischen Meister Gipsy Daniels, den er in Berlin nach Punkten geschlagen hatte, wurde er kurz vor Ablauf der ersten Runde so schwer getrof­fen, daß er ausgezählt wurde.

Neuer Weltrekord im Gewichtheben.

Bei den am Samstag in Paris abgehaltenen schwerathletischen Meisterschaftskämpfen gelang is dem Mittelgewichtler Roger Francois, den von Edinger (Oesterreich) gehaltenen Weltrekord im beidarmigen Drücken von 102,5 kg um 1 kg auf 103,5 kg zu verbessern.

Neue deutsche Gchwimmrekorde.

Bei dem am Samstag im Leipziger Earolabad veranstalteten Klubkampf Hellas (Magdeburg) gegen Poseidon (Leipzig) gelang es der Hella's- Mannschast, in der 3X100 - Meter - Bruststaffel mit 3:59 einen neuen deutschen Rekord aufzu­stellen. Die alte Höchstleistung hielt Sparta (Köln) mit 4:01. Die Magdeburger schwammen in der Be- lefcimg Heins 1:21, Kümmert 1:20,6 und E. Rade- . wacher 1:17,4. In der 6X200-Meter-Freistil- staffel verbesserte Poseidon (Leipzig) die inoffizielle Bestzeit von 17:02 aus 15:03. Ein amtlicher Rekord über diese Strecke wird nicht geführt.

Auslandreise

des deutschen Wasserballmeisters.

Die deutsche Meistermannschaft im Wasserball, Wassers reunde Hannover, steht vor einer Auslandreise, wie sie im gleichen Umfang von deutschen Sportleuten bisher wohl kaum durchgesührt worden ist. Die Reise dauert vorn 6. März bis 26."z und führt durch fünf Lander. Teilnehmer sind Willi Bähre, Karl Bähre, Richard Bähre, Atmer, Kühne. Kipfer Gunst, Laube, sämtlich von den Wasserfreunden Hannover; als Begleiter schließt sich der deutsche

Amtsgericht Wetzlar.

Q Ein Kaufmann aus Gießen war durch Strafverfügung des Landratsamts Wetzlar mit Geldstrafe belegt worden, weil er gegen die Kraftfahrverordnung verstoßen hatte. Sein An­trag auf gerichtliche Entscheidung hatte insofern Erfolg, als das Gericht die Strafverfügung, da sie nicht den Bestimmungen der Strafprozeß­ordnung entsprach, a u f h 0 b.

Wegen Diebstahls saß ein Arbeiter von Wetz- lar auf der Anklagebank. Der Angeklagte war beschuldigt und geständig, seinem Arbeitgeber zwei Kannen Oel entwendet zu haben, das er bann wieder durch Berkaus zu Geld machte. Er will aus Rot gehandelt haben, da er als alleinstehende Person angeblich nicht in der Lage war, von seinem Lohn als Hausbursche seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Entgegen dem An- trag der Staatsanwaltschaft, die auf Freiheits-

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Kilometer in der Stunde erreicht. Der fieii 1 l i nH amburg (287 Kilometer)

1 steht an dritter Stelle mit einer Reisegeschwindia.

kett von 83,53 Kilometer. Auf den längeren Strecken, die zum Teil durch bergiges Gelände 1 uhren,, ftnd naturgemäß die Durchschnittsae.

schwindigketten nicht so hoch. Z. D. hat der Fern-k)-ZugBerli nM finden (677 Kilo­meter), dec zwischen Berlin und Halle 85 86 Stundenkilometer erreicht, auf die gesamte Strecke berechnet, nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 72,7 Kilometer, und auf der Strecke OHün- dKa-Äbln (640 Kilometer) erreicht der Fern- U-Zug infolge zahlreicher Steigungen nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 70,5 Kilometer 5ur die wettere Steigerung der Schnelligkeit wird immer die absolute Verkehrssicherheit die das wichtigste Erfordernis ist, Voraussetzung bleiben. Rekorde um ihrer selbst willen aufzu- stellen, ist auch nicht die Sache einer dem Der- kehr dienenden Eisenbahn.

Büchertisch..

a<E e L $ e [m a f c Ite. 6. Folge des Heimatbucyes für Stadt und Kreis Wetz: ar Herausgegeben von Lehrer H. Reuhau^ Wew lFr- Druck und Verlag: Scharfs Drucke-eien K.-G., Wetzlar. Im 6. Heft behandelt Dc. A Schoenwerk, Düren, anschließend an die in Den vorhergehenden Lieferungen gegebene Dar- stellung der Wetzlarer Chronik die geschichtliche Entwicklung der Stadt und des Kreises feit dem Mittelalter bis zum Uebergang an Preußen Die Arbeit beginnt mit einer Uebersicht über die Politische Gliederung des Gebietes im ge­backen Zeitraum, bespricht dann die Landes- Herrschaften und die Lage der ländlichen Be- volterung, folgt den wichtigen Ereignissen in der Zeit der Reformatton und des Dreißig­jährigen Krieges. Weitere Kapitel schildern die verheerenden Folgen des Krieges, die Raub- zuge Ludwigs XIV. und die Verlegung des Reichskammergerichts nach Wetzlar, die politischen Ereignisse bis zum Zusammenbruch des alten Reiches, und schließlich die Zustände um die Iahrhundertwende bis zum Ue&ergang an Preu- Den. Die Darstellung verarbeitet eine große Matcrialfulle übersichtlich auf gedrängtem Raum und gibt die Lokalgeschichte stets im Zusammen- bang mit der großen Historie, sie ist gründlich, verarbeitet eine umfängliche Literatur, bietet in Anmerkungen wertvolle Hinweise und wird durch eine geschichtliche Uebersichtslarte des Kreises (1:160 000) in wünschenswerter Weise verdeut­licht.

Hanns Heinz Ewers: Don sieben Meeren. Fahrten und Abenteuer. (Preis in Leinen geb. 7 Mk. Sieben Stäbe-Derlags- und Druckereigesellschaft m. b. H. Berlin-Zehlendorf.) Aur ganz wenigen ist es vergönnt, hinauszu­fahren ui die weite Welt, und unter diesen Wenigen sind wieder nur einzelne begnadet, zu schauen und zu erleben und sich mitzuteilen; so mitzuteilen, daß die Daheimgebliebenen wirk­lich Teil haben durch ihn an der schillernden Welt da draußen. Zu diesen einzelnen gehört Hanns Heinz Ewers. In dem Buch »Von sieben Meeren" wandert der Leser wirklich mit. Fast körperlich fühlt er die regnerische Schwüle der chilenischen Salpeterküste, riecht die absonderlichen Gerüche im alten Negerviertel von New Orleans, hört das Lachen der Tänzerinnen in Sevilla, !purt die trostlose Oede des Provinzlebens 6er Vereinigten Staaten, sieht den blutigen Schwert­tanz der persischen Derwische in Konstantinopel: Das alles durchwebt und durch! bt von sonder­barem, spannendem Geschehen; hingeplaudert mit jener Leichtigkeit, die höchste Kunst des Erzählers ist- 57

~ Dr. Gertrud Mortensen geb. Heinrich: Bei­träge zu den Nattonalitäten- unb Siedlungs­verhältnissen von Preußisch-Litauen. (Memelland- Verlag, Berlin-Rowawes, Lessingstraße 40. Preis geb. 5.20 Mk.) 32

Dr. jur. E. Möhler: Entwicklung des ge­werblichen Rechtsschutzes in Württemberg. (Druck von Greiner & Pfeiffer in Stuttgart.) 49 Anleitung für Mütter und Lehrer zum Ge­brauch der Zähl- und Einmaleins- tafeln von Prof. Dr. Iohannes Kühnel. Mit mehreren Rechentafeln. Iulius Kiinchardt, Verlagsbuchhandlung in Leipzig, 1925.

Das Phänomen Don Konnersreuth im Lichte evangelischen Glaubens. Dargestellt von Matthias Simon, Arzberg (Oberfr.). 47 Seiten 8°. Kart. 1.20 Mk. Volks- dienst-Derlag, Leipzig. g

torrad, von Gießen kommend, in der Richtung Lollar gefahren. Aus dem Wiesecker Weg kamen vor ihm zwei Radfahrer heraus, die nach Gießen wollten. Der erste Radfahrer fuhr in weitem Bogen, der zweite, der neben ihm fuhr, einen kürzeren. Um dem Zweiten auszuweichen, fuhr der Kraftfahrer plötzlich nach links und rannte gegen den ersten Radfahrer, der ver­letzt wurde. Die Anklage lautete auf fahr­lässige Körperverletzung. Dem Ange­klagten konnte nicht nachgewiefen werden, daß er zu schnell gefahren ist. Auch mußte zu feinen Gunsten auf Grund verschiedener Umstände und Zeugenaussagen angenommen werden, daß der zweite Radfahrer den Bogen nach links unvor- schriftsrnäßig zu kurz genommen hat. Da dem Angeklagten eine Fahrlässigkeit nicht nachzuweisen war, wurde er freigesprochen.

Eine verkehrsgefährliche Stelle ist ferner die Einmündung der Wetzlarer Straße in die Frank­furter Straße in Klein-Linden. Das Auto des Angeklagten kam von Wetzlar her. Er fuhr in der Richtung Gießen in die Frankfurter Straße hinein, ohne sich darum zu kümmern, daß ein anderes Auto, von Grotzen-Linden kommend, ge­rade die Kreuzung passieren wollte. Infolge­dessen war das letztere Auto beinah auf das des Angeklagten aufgefahren. Ein Zusammenstoß konnte nur dadurch vermieden werden, daß der Führer des zweiten Autos einen abenteuerlichen Dogen nach rechts um Bäume und Telegraphen­stange herum fuhr, wobei beinah eine Frau, die vor ihrem Haus stand, überfahren worden wäre. Der Angeklagte hatte sich strafbar gemacht. Denn das von rechts kommende Auto hat die Vor­fahrt. Der Angeklagte hätte sich nach rechts umsehen und eventuell anhalten müssen, bis das zweite Auto vorüber war. Da das Maß Fahrlässigkeit immerhin gering war, kam Angeklagte mit einer Geldstrafe von Mark davon.

Ihre Verlobung geben bekannt

Elisabeth Altvater Otto Schäfer

Gießen, den 27. Februar 1928

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