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flt6ent>. D<l die 9torf>fdte der alten Schule wegen Baufälligkeit sowieso einen Umbau erfordert, möchte die Gemeinde durch Umwandlung der Dienstwohnungen im alten Schulhause zu den beiden Schulsälen zwei neue schassen und ein iso­liertes Haus mit nur Dienstwohnungen für die Lehrer bauen, während die Regierung die Woh­nungen im alten Dau belassen und ein neues Haus mit zwei weiteren Schulsälen und zwei Dienstwohnungen errichten will. D.e Ansicht der Gemeindevertretung soll mit ausführlicher Be­gründung der Regierung vorgelegt werden.

Uuterwesterwaldtrcrs.

WSN. Montabaur, 26. Febr. In der vor­letzten Nacht gegen 3.30 Uhr brach auf dem dem Muhlenbesitzer Becher gehörenden Anwesen, der Hardter M ii h l e, in der Nähe des Do.fes Hardt, ein verheerendes Großfeuer aus, das m.t rasender Schnelligkeit um sich griff. Ehe die Feuerwehren der Umgebung eintrafen, stand be­reits die ganze in einer Talmulde isoliert liegende Mühle mit allen Nebengebäuden in Flammen. Die Wehren waren dem gewaltigen Großseucr gegenüber machtlos, so daß die Mühle, das Wohnhaus, die sämtlichen Oekonomiegebäudc und die angebaute Mühlenbauwerkstätte bis auf die Grundmauern niederbrannten. Der Brand soll durch Kurzschluß entstanden fein. Das meiste Inventar ist mitverbrannt. Der erheb- liche Schaden soll nur zum Teil durch Versiche­rung gedeckt sein.

Maingau.

WSN. Frankfurt a. M., 25. Febr. Heute vormittag stieß auf der Hanauer Landstraße ein Lostauto der Firma Beutler aus Hanau mit dem Motorradfahrer Franz Peter zu­sammen. Die Ehefrau des Peters, die auf dem Soziussitz saß, wurde derart schwer verletzt, daß sie sofort starb. Der Ehemann wurde schwerverletzt t < tv h

Hessischer Landesparteitag der Deutschen Volkspartei.

WSR. Frankfurt a. M., 26. Febr. Der Landesparteitag der Deutschen Dolkspartei Hessens, der unter außer­ordentlich starker Beteiligung von Bertretern der Organisationen und Bertrauensleuten aus allen Tellen Hessens heute in Frankfurt a. M. stattfand, wurde durch die Erstattung des Ge­schäftsberichts durch Generalsekretär W e l k o w eingeleitet.

Alsdann ergriff der hessische Reichstagsabge- vrdnete der Deutschen Dolkspartei, Cxz. Dr. Decker, das Wort zu einem grobangelegten Referat, in dem er die Sorgen der Gegenwart behandelte. Den breitesten Raum nahm natur­gemäß die Stellung der Deutschen Volks­partei zum Reichsschulgesetz ein. Der Redner wandte. sich vor allem gegen die vor­zellige Auflösung des Reichstages. Er bedauerte den Zusammenbruch der Regierungskoalition in einem Augenblick, in dem noch so bedeutende Aufgaben zu erfüllen seien. Mit aller Energie ioies der Redner den Vorwurf zurück, daß die Deutsche Dolkspartei an dem Zu­sammenbruch der Koalition die Schuld trage. Wer glaube, daß das Schulgesetz die einzige Ursache des Zusammenbruchs lei, Dem sei es nicht gelungen, auf den Kern des Problems vorzudringen. Dr. Decker er­klärte dann unter stürmischem Deisall, daß die Deutsche Dolkspartei trotzdem diesen Dorwurf gern trage und sich mit Freuden mitschuldig am Scheitern des Schulgesetzes be- lenne. Der Redner machte sodann den Deutsch­nationalen den Dorwurf, in dieser Koalition nicht vermittelnd zwischen dem Liberalismus und dem Zentrum gewirkt zu haben. Bei den Deutsch- nationalen sei der Wille, es für die Zukunft mit dem Zentrum nicht zu verderben,

auSschkaggeberrd gewesen. Trotz der Blldung der neuen Bauernpartei ist der Redner bezüglich der kommenden Wahlen sehr optimistisch eingestellt.

Rach Dankesworten an Dr. Decker seitens des Landesvorsitzenden sprach noch Landtags­abgeordneter Ehr. Scholz- Mainz, der einen Tlebcrblick über die Geschichte der hessischen Re­

gierungsbildung gab und die grundsätzliche De- rellschaft der hessischen Dolkspartei zur Teil­nahme an der Regierung unterstrich. Ein Antrag Prof. Krausmüller -Gießen, der dem Reichs­tagsabgeordneten Dr. Becker und der Landtags­fraktion Dank und Dertrauen ausspricht, fand einstimmige Annahme.

Tumen, Sport und Spiel.

Spieler und Zuschauer.

Es ist nicht zu leugnen, daß ein richtiges Kampf- spiel erst dann seinen wahren Wert bekommt, wenn alle daran Beteiligten, nämlich die beiden Mann­schaften, der Schiedsrichter und das Publikum in einem gewissen Kontakt miteinander stehen. Diese Verbundenheit miteinander hat aber zur Voraus­setzung, daß eine von allen Leidenschaften, von jeder Parteilichkeit freie sportliche Auffassung die Freude am Spiel, seinem Verlauf und dem Ergebnis trägt

Was ist vom Spieler zu verlangen? Er muß zuerst wissen, daß, auch wenn er um Punkte oder um den Sieg kämpft, er trotzdem in erster Linie sich um des Spieles willen, aus Freude am Spiel auf dem Rasen tummelt. Unbeschwert durch irgend etwas, was nicht mit dem Spiel selbst zusammenhängt, soll er sich ihm ganz hingeben, ihm seinen ganzen Körper, seinen Geist, seine Seele widmen. So ein­fach, wie das klingt, so schwer ist das aber auch. Da lauert zunächst die Gefahr, daß man vielleicht nur oder wenigstens mehr an sich selbst denkt als an die Mannschaft, an die Kameradschaftlich­keit, welche gerade das Mannschaftsspiel verlangt, an die Unterordnung des eigenen 3 ch s unter das Ganze. Nur wer sich dem Spiel wirklich um des Spieles willen hingibt, ist dazu fähig, und darum ist es die höchste Pflicht eines jeden Mannschaftsführers, eines jeden Iugend- erziehcrs, den Gedanken und die Pflege des Gemein­sinnes in alle ihnen Anvertrauten von Anfang an hineinzupflanzen.

Wer als Spieler ein rechter Sportsmann fein will, muß wissen, daß er seinem Spielführer unbedingt zu folgen hat, daß er während des Spieles an dessen Maßnahmen nichts aussetzen darf, etwa gar auf eigene Faust handelt, wenn er mit irgend etwas nicht einverstanden ist, kurzum daß er Mannschaftsdisziplin hält, auch wenn er dieses oder jenes nicht billigt. Kritik kann nach dem Spiel einsetzen, erst dann ist sie am Platz und auch notwendig, denn jeher lernt durch sie nur zu.

Was gegenüber dem Spielführer gilt, ist gegenüber dem Schiedsrichter in noch höherem Maße notwendig. Der ist kein rechter Spieler, der sich nicht beherrschen kann und keine unbedingte Unterord­nung kennt unter das, was ein Schiedsrichter, mag er nun recht ober vermeintlich unrecht handeln, an- ordnet. Auch ein Schiedsrichter ist nur ein Mensch, und er kann irren. Das Vertrauen zu ihm und seiner Unparteilichkeit darf niemals während eines Spieles erschüttert werden, indem man seine Entscheidungen kritisiert oder etwa gar die Ausführung verweigert. Darum gehört zu den ersten Pflichten eines Spielers die des Gehorfams und der Unterordnung unterdenSchieds richte r. Dieses unbedingte Vertrauen hat jedoch als Voraussetzung die Pflicht der Verbände, für ihrer Aufgabe vollkommen ge­wachsene Schiedsrichter, für in jeder Hinsicht ein­wandfreie Personen, die mit der Leitung eines Spieles beauftragt sind, zu foraen.

Jeder weiß, daß ein Kampfspiel für den daran Beteiligten auch allerhand Gefahren für den Cha­rakter in sich bergen kann. Da wächst oft der Ehr­geiz, unbedingt siegen zu wollen, in einem gefähr­lichen Ausmaße an, da lauert als weitere Gefahr die der S e l b st ü b e r h e b l i ch k e i t, wenn man durch Veranlagung oder Fleiß ein tüchtiger Spieler aeworden ist, womöglich der beste in der ganzen Mannschaft. Da ist es nicht immer leicht, sich wah­

rend jeder Phase des Spieles vollkommen zu be­herrschen und in Zucht zu halten, ja da kann es so- gar vorkommen, daß die Leidenschaft den einen ober anderen dazu bringt, unehrlich zu handeln. Wie oft kann es passieren, daß bei einer zweifelhaften Lage die Aussage eines einzelnen Spielers entscheidend ist für den Gewinn ober Verlust des Spieles. Da gilt es, energisch jeder Versuchung zu widerstehen, wider besseres Wissen und Wollen eine Auskunft zu geben, die unter Umständen der eigenen Mannschaft zum Nachteil gereicht. Mit der Ehrlichkeit steht und fällt jedes Kampfspiel, jeder Sport.

Die andere Partei bilden die Zuschauer. Auch sie bedürfen genau so wie die Spieler selbst der Er­ziehung zu sportlichem Sinn. Da darf die Sympathie für die eine ober andere Partei keine Rolle spielen, da gilt es, die Leistung beider Mann­schaften, jedes einzelnen Spielers, unbeherrscht durch Vereins-Zugehörigkeit ober gar Fanatismus zu be­werten unb. wenn es denn schon sein muß, zu be­wundern. Wie leicht verfallen gerade die Zuschauer, vor allem, wenn sie falsch erzogen sind, der Gefahr, der von ihnen begünstigten Mannschaft durch ein­seitige Stellungnahme einen Vorteil zu verschaffen. Natürlich kann niemand aus seinem Herzen eine Mördergrube machen, soll niemand bei einem Spiel kühl bleiben bis ans Herz, denn auch beim Zuschauer muß das Spiel immer ein Spiel bleiben unb muß bei ihm immer Freude am Spiel, genau wie beim Spieler selbst, das Höchste bleiben. Es ist aber ein Unterschied, mit einer Mannschaft zu sympathisieren, ober sie durch einseitige Sympathie in Vorteil zu setzen. Wie leicht ist man bann geneigt, die Fehler seiner" Mannschaft zu übersehen, gegen die der an­deren Mannschaft aufzubrausen. Nur ein Schritt weiter, unb man wird u. U ungerecht, parteiisch gegen den Schiedsrichter, sieht als Fehl­entscheidung an, was die eigene Mannschaft trifft, protestiert durch Zurufe oder Pfeiffkonzert gegen Maßnahmen, die vermeintlich dem Gegner nützen. Statt der Freude am Spiel erhebt sich stattdessen bann oft Geschrei, Geschimpfe unb Zank unter ben Zuschauern selbst, unb alle diejenigen, auf die das Spiel werbend wirken sollte, gehen enttäuscht nach Hause, kehren nie wieder. Darum gilt die Pflicht und die Erziehung zu sportlichem Sinn nicht für die Spieler allein, sondern in gleichem Maß für bie Zuschauer, bic erst in inni­ger Verbundenheit miteinander das wahre Wesen und die wi.kende Werbekraft von Sport unb Spiel boEumentieren.

Süddeutsche Fußballmeisterschaft

3m allgemeinen entsprechen die neuesten Er­gebnisse der Kämpfe um die süddeutsche Fußball­meisterschaft den gehegten Erwartungen, wenn auch Sieg oder Riederlage in einigen Fällen ungewöhnlich hoch oder knapp errungen wurde. 3n der

Runde der 2Neist>r

erfuhr die TabeUe nur insofern eine kleine Aen- berung, als der Karlsruher F. D. durch einen knappen, durch besseres Stürmerspiel er­rungenen 1:0-Sieg über den S p D. Waldhof Mannheim nunmehr Wormatia Worms vom 4. auf Len 5. Platz verdrängte, da Wormatia in Frankfurt gegen Eintracht 3:4 verlor, wobei von einem guten Abkchneiden der Wormser gesprochen werden darf. Allerdings erzielten sie ihre Tore nur aus einem Strafstoß und zwei

EckbäUen. Bayern München behauptete die Tabellenspitze gegen die Stuttgarter Kickers in einem harten Spiele, das erst kurz vor Ende mit 2:1 für München entschieden wurde. Endlich bewiesen auch die Stürmer der S p. D g. Fürth, daß sie auch eine größere Anzahl Tore zu machen verstehen, denn sie ge­wannen als Gäste des F. D. Saarbrücken mit 9:1 Treffern. Allerdings ist dieser hohe Sieg nicht allzu gewichtig au nehmen, da er gegen die schwächste Mannschaft der Gruppe errungen wurde. 3n der

Runde der Zweiten und Dritten hatte die Gruppe Südost nur zwei Spiele angesetzt. 3m ersten siegte der Tabellenführer. Wacker München, mit kompletter Mann­schaft gegen die mit Ersatz antretenden Leute von V R. Fürth mit 4:1 Toren. Wacker ieltc hierb i fast ku chwez übe. egen. namentlich in ue. ...en Spielhäl-te. Der 1. F. C. Rürn- b e r g gewann mit seinem systemvollen Spie! mühelos gegen UnionBedingen 5:0. Trotz­dem muß anerkannt werden, daß sich Döckingen zeitweilig kräftig zur Wehr sehie. 3n der Ta­belle gab es gar keine Veränderungen in der Platzverteilung.

Die Gruppe R o r d w e st sah zunächst den D. s.L. Reu-3senburg erstmalig siegreich, und zwar gewann seine Mannschaft mit 3:2 Toren gegen die F. Ges. 1 9 0 3 Ludwigs- Hasen, al.erdings cc . annen die Hessen unver­dient und nicht gerade auf faire Kampsweise. Sp. D. 05 Mainz gewann zwar zahlenmäßig ziemlich hoch, nämlich mit 5: 1 Toren, gegen Saar 05 Saarbrücken, stieß jedoch aui un­erwartet.^en Widerstand, den zu brechen an­fangs nicht glücken wollte.

Fußball Hessen-Hannover.

BL. Sport Kassel SV. LI Gotha 3:4 (1:2).

Sport war die überlegenerc Mannschaft: es fehlte ihr jedoch das bessere Zusammenspiel, so baß sie sich mit 3:4 geschlagen bekennen mußte.

Oie Kuhballmeisterschast in Berlin geklärt.

3ii der Reichshauptstabt wurde als Meister der Abteilung A Hertha Berliner S p. C. endgül­tig festgesteUt. Mit viel Glück schlug er den Titel­verteidiger Norden-Nordwest 2:1; zur Pause führte Norden-Norbwest 1:0. Der ausgezeichnete Torhüter Herthas, der frühere Königsberger Gehlhaar, sicherte seiner Mannschaft ben nicht ganz verdienten Erfolg.

Berlin wird zu ben Spielen um bie deutsche Mei­sterschaft Hercha Berliner Sp. CI. unb Tennis Bo­russia als seine Vertreter meiden. Am kommenden Sonntag tragen beide Vereine bereits das erste Ent­scheidungsspiel um die brandenburgische Meister­schaft aus.

Süddeutsche Handbattmeisterschast O. S. B.

wesigruppe: p. S. v. Mannheim gegen S. 23 Darmstadt 98 1:7 (1:5).

Darmstadt spielte dauernd Überlegen unb konnte infolge besserer Technik im Aufbau bes Spieles unb feiner Kombination in ber ersten Halbzeit bereits fünf Tore erzielen, dem Polizeifportoerein Mann­heim am Schluffe ber Halbzeit, in der er sich etwas mehr burchsctzen konnte, nur ein Tor entgegensetzen konnte. In ber zweiten Halbzeit spielte Darmstabt verhalten, konnte aber in größeren Adstänben noch zwei weitere Tore erzielen.

Deutsche Gkimeisterschaft.

Auch der dritte Tag der Deutschen Ski- meiste r s ch a f t war vom herrlichsten Wetter begünstigt. Am Samstag kam der 4 0 - K i l o - meter-Stassellaus zum Austrag, an dem auch die Militärpatrouillen teilnahmen, da die deutsche Heeresmeisterschaft nach den

ifigfas Qehetmnis jedes Erfolges, im gefchäftliehen, wie infaxialcn£eben. Sn dergewaltigenKLusdehnung^ unferer Betriebe, die. in wenig fahren, fielt zu, ihrer im­ponierenden heutigen SCohe erheben durften, erblicken wir, ganz mitSfaehtj'eine Beftätigang diefes, unferes^ Prinzips: Tfuv wenige Marken,aber diele in der höchffen denkbaren Oute her zu frei len. Qfiefe ^Konzentration ermöglichtes, bei unferer Produktion von nur 3 Sorten Qualitäten xubereiten, rotefie gewöhnlich nur den nächfthöheren Preisstufen xu eigen find.

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für den täglichen ffenuße befanden wegen ihrer Tttilde und ihres ausgezeichneten Jlromas gefehätxt: '

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