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Berliner Provuktenvörse.
Berlin, 26. Jan. Das anhaltend schleppende Weizenmchlgeschäf! sowie die schwache Abnahme ans laufenden Erzeugnissen, veranlaßte die Mühlen zu stärkster Zurückhaltung. Das Inland hält sich bereit, bei Weizen Preiskonzessionen im Ausmaße von etwa 2 Mark zu machen, das Geschäft vermochte sich aber trotzdem nicht zu beleben. Das Ausland bietet mit seinen Meldungen keinerlei Anregungen, die zweite Hand ist bemüht, die an den Hafenplätzen verstärkt eintreffenden Partien unterzubringen. Roggen ist vom Inland« in mir geringen Qualitäten reichlich und bis zu etwa 3 'Mark billiger offeriert. Am Lieferungsmarkte war Weizen erneut stärker rückgängig. Weizenmehl blieb wie oben gesagt, in schleppendem Geschäft: Roggenmehl wurde williger angeboten: der Konsum bekundet weiter laufende Bedarfsfrage. Hafer ist stetig, der Export ist weiter Käufer
Amtsgericht Gießen.
‘ Gießen, 19. San. Eine Frau von hier ist mißtrauisch gegen ihren Mann. Ihr Mißtrauen wird von dritten Personen noch geschürt, die ihre Leichtgläubigkeit offenbar benutzen, um ihr an sich harmlose Tatsachen in einer aufgebauschten Form mitzuteilen. So wurde ihr auch verschiedentlich erzählt, ihr Mann stehe mit einer Frau, in deren Familie er öfter geschäftlich zu tun hat, auf „Du", er sei Arm in Arm mit ihr auf dem Oswaldsgarten gesehen worden, und dergleichen mehr. Daraus entspannen sich mancherlei Weiterungen, die zu einer Privat- beleidigungsklage gegen die mißtrauische Gattin führten. In der Gerichtsverhandlung mußte sie sich davon überzeugen, daß ihr Argwohn gänzlich unbegründet war, ebenso unbegründet auch ihr beleidigendes Gerede. Die Angeklagte erklärte, sie sehe ein, daß sie die andere Frau völlig zu Unrecht schwer beleidigt habe, daß sie deshalb um Verzeihung bitte, und daß sie ihre Aeußerungen mit Bedauern als unwahr zurücknehme. Außerdem verpflichtete sie sich zur Tragung der Kosten des Verfahrens.
•
Gießen, 20. Ian. Im Sommer vorigen Jahres hielt sich ein auswärtiger Gesangverein in Lollar in dem Saal einer Wirtschaft auf. Eines der Mitglieder schien sich über einen Lollarer jungen Mann geärgert zu haben, warum, konnte er selbst nicht sagen. Iedenfalls fiel er gemeinsam mit seinem Bruder über den gänzlich harmlosen Menschen her, dec nicht unerheblich verletzt wurde. Dabei wurde er mit einem Messer oder sonstigen scharfem Gegenstand aus den Kopf geschlagen. Die beiden Sangesbrüder, die noch unbestraft waren, erhielten wegen dieses unveran- Iahten Rohheitsdeliktes Geld st rasen von je 50 Marl.
Als im April 1927 zwei Polizeiwachtmeister einen Mann in der Sonnenstraße festgenommen hatten, weil dieser trotz Ermahnung ruhe'.örcnden Lärm forkschte, wurden sie von den Genossen des Festgenommenen umringt und kamen in eine sehr bedrängte Lage, bei der der Festgenommene entweichen konnte. Zwei der Täter sind bereits früher wegen Widerstandes und Gefangenenbefreiung zu Gefängnisstrafen von 3 bzw. ? Wochen verurteilt worden. Ein weiterer Mittäter, der sich gleichfalls an die Polizei herangedrängt und mit denen, die tätlich wurden, gemeinsame Sache machte, erhielt gleichfalls eine Gefängnisstrafe von drei Wochen. Der Angeklagte, der aus der Untersuchungshaft in anderer Sache vorgesührt wurde, war bereits vorbestraft.
Der Arbeiter D. hatte «ine Freiheitsstrafe verbüßt, weil er in einer Wirtschaft einen Hausfriedensbruch begangen hat. Eben aus dem Gefängnis entlassen, hörte er in einer anderen Wirtschaft ein Gerücht übelster Art, das gegen den Wirt der ersten Wirtschaft im Umlauf'war. Er ging deshalb zu jener Wirtschaft, drang dort etn und rief dem Wirt und dessen Ehefrau Schimpfworts übelster Art und beleidigende Behauptungen zu, die mit jenem Gerücht in Beziehung standen. Ienes Gerücht hatte sich, wie durch ein gerichtliches Verfahren festgestellt worden ist, nicht bewahrheitet. Der Angeklagte ist bereits dreizehn mal vorbestraft. Sein ganzes Vorgehen zeugte von der denkbar niedrigsten Gesinnung. Deshalb erhielt er wegen erneutem Hausfriedensbruch und Beleidigung eine Ge - fängn isst rase von fünf Wochen. Die Beschimpfungen waren in der von Gästen be-
26. Jan.
Amtliche Geld
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59,20
12,422
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7,393
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5,507
1,184
4,192
4,276
24». 057
4,284
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Preis Mk. 0,(10 und 1,—
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Beuthicu & Schalü G.m.b.ll., Berlin
Berlin
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Berlin
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Datum:
Datum:
26. 1. 1 27. 1.
Datum:
26. 1. | 27. 1.
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Devisenmarkt Berlin —Frankfurt
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Telegraphische Auszahlung.
98.5
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Vanknoten.
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Reichsmark lauten. Etwaige Bestände an Marken können bis zum 31. März 1928 Finanzamt umgetauscht werden. Da die Marken ungültig sind, empfiehlt es sich gend, die Wechsel nur noch mit Marken
137.5
189
derer Wertpapiere lediglich zuständige Reichsbankanstalt, wünschte Auskunft erhält und Förmlichkeiten sofort erfüllen zahlung der Darlehnssumme
an die für ihn wo er jede ge- die erforderlichen kann. Die Auswird durch die
alten beim alten drinüber
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(Gelsenkirchener Harpcncr öoefd) Tisen ■ Ulfe Bergbau Klöcknerwerke KölwNcuessen Manneßmaitn
160,41
1,795 58.485 111,72 112,46 112,61 10,573 22.225 20,465 4,1985
16,51 80,87 71.19
1,970 0.507
59.175 12,44 7,390 73.39 3,031 20,27 81,84
2,144 5,576 4,193 4.284
20 99
Berlin, 26 Jan. tinicLtlaniidje '.Holen. . Belgische Boten . . . Dänische Noten . . . Englische Noten
Kali Äschersleben KaliWeftereqelo . .
-Kaliwerk Solzdetturtd
109,07 1,791
58,465 111,50 112,21 112,39 10,551 22,185 20,425 4,1005
16,47 80,71 71,05 1,966 0,505
09,055 12,42 7,376 73,25 3,030 20,23 81,68 2,140 5,564
4,185 4,276 '0.95
* Gießen, 21. Ian. Anfangs Oktober v. I. fuhr ein Schneidermeister aus Grüningen mit dem Personenauto-Omnibus von Holzheim nach Grüningen. Als er zur Zahlung des Fahrgeldes aufgefordert wurde, lehnte er dies ab mit dem Bemerken, es stehe ihm das Recht auf freie Fahrt zu. Er hat nämlich feine beiden Brüder, die den ersten der auf der Strecke Gießen — Gambach laufenden Wagen gekauft hatten, mit Geldmitteln unterstützt und von diesen.dafür freie Fahrt bewilligt erhalten. Der Wagen dagegen, in dem er damals fuhr, war von dem Schwiegervater eines seiner Brüder, einem Schweinehändler aus Gambach, gekauft worden, und dieser erkannte den Anspruch auf freie Fahrt nicht an. Mehrere Aufforderungen zur Zahlung blieben ergebnislos, ebenso wiederholte Aufforderungen zum Verlassen des Wagens. Im Verlaufe des darauf entstandenen Wortwechsels sott der Schneidermeister schließlich eine beleidigende Aeußerung gegen den Schweinehändler getan haben, der alsdann eine Privatklage wegen Hausfriedensbruchs und wegen Beleidigung gegen den Ersteren erhob, die dieser mit einer Widerklage wegen einer angeblich auf der Bürgermeisterei in Grüningen gefallenen Beleidigung beantwortete. In der heutigen Hauptverhandlung konnte nicht genau festgestellt werden, wer der eigentliche Inhaber des Autounternehmens ist, der Bruder des Schneidermeisters allein, oder derselbe in Gemeinschaft mit seinem andern Bruder, oder beide gemeinschaftlich mit dem Schweinehändler. Iedenfalls wurde erwiesen, daß die beiden Brüder dem Schneidermeister das Recht auf freie Fahrt zu- gestanden hatten, so daß es fraglich erschien, ob eine Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs erfolgen könnte. Auch war es zweifelhaft, ob sich der Schweinehändler tatsächlich beleidigend gegen den Schneidermeister geäußert hatte. Es kam deshalb zu einem Vergleich, indem Letzterer seine beleidigende Aeußerung mit Bedauern als unbegründet zurücknahm und sich zur Zahlung der Gerichtskosten und der auf seiner Seite erwachsenen Kosten verpflichtete, während sein Gegner die übrigen Kosten übernahm.
Letzte Nachrichten.
Die Verhaftungen bei der Reichswehr.
Zu den F u n k e r v e r h a f t u n g e n bei der Reichswehr erfahren wir von zuverlässiger Seite, daß die aus Fulda verbreitete WSR.- Meldung (siehe im lokalen Teil des heutigen Blattes) über Haftentlassung der vor einigen Tagen in Llntersuchupgshaft genommenen Soldaten insoweit nicht zutreffend ist, als hierbei die in Gießen in Untersuchungshaft verbrachten Reichswehrangehorigen in Betracht kommen. Dies« Leute befinden sich vielmehr noch in untersuchungsgerichtlichem Gewahrsam.
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• Wechselsteuermarken. Von der Gießener Bankenvereinigung wird uns geschrieben: In weiten Kreisen ist eine Verordnung des Reichsministers der Finanzen vom 16. Dezember 1927 über die Zurückziehung von Wechsel- steuermarken nicht bekannt geworden. Danach sind die Wechselsteuermarken, die noch auf Goldpfennige und Goldmark lauten, vom 1. Ian. 1928 an nicht mehr verwendbar und ungültig. Die Wechsel müssen vielmehr mit Marken versteuert werden, die über Reichspfennige und
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
geführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.
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setzten Wirtschaft und auf der Straffe Sssenmcy mit lauter Stimme geäußert worden. Die Verhandlung fand wegen Gefährdung der Sittlichkeit hinter verschlossenen Türen statt.
Ein Motorradfahrer hatte Rachts vor Klein- Linden einen jungen Mann, der auf der Fahrstraße stand und sich mit Kameraden unterhielt angefahren. Die Anklage lautete auf fahrlässige Körperverletzung. In der Hauvtoerhand- lung konnte jedoch eine Fahrlässigkeit nicht nachgewiesen werden. Es handelte sich teils um einen unglücklichen Zufall, teils um ein eigenes Verschulden des Verletzten, der achtlos auf dem Fahrdamm stand. Das Urteil lautete auf Frei- ! pruch.
Reichspfennige und Reichsmark lautend, zu Der» stempeln.
• Beleihung langfristiger Schuldverschreibungen im Loinbardver- kehr der Reichsbank. Rach § 21 Ziffer 3 letzter Absatz des Bankgesetzes vom 30. August 1924 ist die Beleihung langfristiger Schuldverschreibungen des Reiches durch die Reichsbank unter der Bedingung gestattet, daß für die Darlehen zwei Verpflichtete haften, von denen einer eine Bankfirma sein muß, die in Deutschland Geschäfte betreibt. Runmehr ist unter der Führung der Reichsanleche Akt.-Ges. eine Gemeinschaft von Banken gebildet worden, deren Mitglieder sich bereit erklärt haben, die nach dem Bankgeseh erforderliche zusätzliche Bürg- schaft provisionssrei für den Darlehnsnehmer zu übernehmen. Außerdem werden die Darlehnsnehmer, die von dieser Einrichtung Gebrauch machen, zu einer etwaigen Stempelpflicht der Bürgschaftsurkunde nicht herangezogen werden. Der Darlehnsnehmer braucht mit der Bank, die die Garantie für das betreffende Darlehen übernimmt, nicht in Verbindung zu treten, er wendet sich ebenso wie bei der Beleihung an-
WorbbcutfdKr Vlc»ö WUfl. Deutsche Tred,laust Bann, r Bankverein Berltner HaudelSaclellsch. ttommcr.l- und Privat.M. Dannst. ii. Nanonaldank. Demlche Bank Li-lonto-Geiellschaft flnt Dresdner Bant Mitteldeutsche ttttbltbant pietallbank •McbibQitf
*>o Dl RetchSanlethe v. 1927 Dt Aul Ablof Schuld mit
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<Vtu/o Rhetnilch» Ppp -Bank Llgu -Goldps
Lt E. G flbg BorkrtegS-Od» fiflationtn. rückzahlbar 1932
4’ . Schweiz BundeSb.-Lnl. 4% Orstrretchtschc fflolbtte 4,20% Ctflerr ich. Sildcrrte • lo Oeiierrcich dnheül. Rte 4% Ungarische Goldrie
<°/n Ungarische EiaaiSr.p 1910 4'/«*'/, deSgl van 1913
***" Ungarische Kroncnrte . . 4' iur(i ftollanlcihr 0 1911 4% Türk Bagdadbabn-Anl.
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Frankfurt a. M
Schlich- 1-Uhr- ttnr» Jtur»
Einholung der Bürgschaft nicht aufgehalten.
* S ü d d e u t s ch e L u f t h a n s a - A. - G., M ü n - ch e n. Wie die Verwaltung der Süddeutschen Luft- Hanisa-A.-G. München mitteilt, wird das Ergebnis des Geschäftsjahres 1927 gestatten, den Dorjahrsverlust von rund 50 000 Mark zu tilgen. Der dann noch verbleibende gering« Ueberfchuß soll auf neue Rechnung vor getragen werden. Infolge der ständigen Erhöhung des Personen- uno Güterverkehrs seien die Aussichten für das laufend« Jahr günstig.
* Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, A. - G., München. Der Aufsichtsrat beschloß in seiner heutigen Sitzung der auf den 18. Februar einzuberufenden ordentlick-en Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1927 eine Dividende von 10 v. H., wie im Vorjahre, oorzu- schlagen.
* Portland - Zement - Werke, A. - G., Lauffen a. Neckar. Der Aussichtsrat der Würt- tembergischen Portland-Zement-Werke A.-G., Lauffen a. Neckar, beschloß, die Verteilung einer Dividende von 12 v. H., wie im Vorjahr«, oorzuschlagen.
* Amerikaanleihe der Braunkohlenindustrie QL-®. .Zukunft." Die Braunkohlenindustrie A.-D. „Zukunft" in Weisweiler bei Aachen, deren Majorität der die Elektrizitätsinteressen des preußischen Staates verkörpernden Preußischen Elektrizitäts A.-G. gehört, hat, wie WTB-Handelsdienst erfährt, unter Mitwirkung der QL Schaffhausenschen Bankvereins--A.-G. mit dem Bankhause Lee Higgison & Co. Boston-Reuyork durch dessen Londoner Riederlassung Higginson & Co. eine 6,5 pro- Aentige Anleihe im Betrage von 2 Millionen Dollar abgeschlossen, welche 25 Iahre läuft und seitens des Schuldners nach 5 Iahren zurückge- zablt werden kann.
Ein zweifelhafterErfolg dereng- V f it b u ft r i e. Rach einer Meldung des WTB.-HandelsdiensteS ist der Rest der südafrikanischen Lokoinotivbestellungen — es handelt i>ch um 39 Lokomotiven — für die südafrikanisch^" Eisenbahnen an eine englische Firma gefallen. Bekanntlich sind bei den vorangegangenen umfangreichen Lokomotivausschreibungen deutsche Unternehmungen in scharfem Wettbewerb gegen (Snglanö, Amerika und Italien als Sieger her- vorgegangen. Die Folge war ein Protest der britischen Reichsproduzentenorganisation an die -Regierung gegen die Vergebung dieser Aufträge
ManS'tlber.........,
OLcritfilcf. Ersenb. Dcdars 0
Oberschlei Kvkswerle . (1 Uihönfr Bcrabau f */, I 3 Rheinische Braunkoblen 10 Rvcinslahl 0
Ricbcck Montan......r.
Vereinigte Slablw. f. «/• I 3 Olavi Minen .
an Deutschland. Dieser Protest hat anscheinend der englischen Industrie zu dein Zuschlag t>er- holien, der sich als ein zweifelhafter Erfolg dar- stellt, da er nicht mit wirtschaftlichen Waffen errungen worden ist.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 27. Jan. Tendenz: behauptet. — Das Geschäft blieb weiter sehr still und zurückhaltend, da sich die Prioatkundschaft immer noch wenig am Geschäft beteiligt. Di« Börse zeigte sich jedoch trog des Ultimos widerstandsfähiger als an den Vortagen. Das im Zusammenhang mit der Prämienerklärung noch herauskommende Material wurde glatt ausgenommen. Man sprach auch von Stützungskäufen der Großbanken. Die Tendenz war daher im allgemeinen behauptet and die Stimmung freundlich. Die gestrige Hausse an der Reuyorker Börse im Zusammenhang mit Hoffnungen, daß eine Erhöhung der Redis- fontratte nicht bevorstehe, regten etwas an. Ferner beachtete man den günstigen Reichsbankstatus etwas mehr, während der pessimistische Monatsbericht der Deutschen Bank zur Zurückhaltung mahnte. Bei oen ersten Kursen gestaltete sich das Niveau nicht einheitlich, die Mehrzahl der Papiere konnten sich jedoch behaupten. Die Kursveränderungen gingen nur vereinzelt über 1 v. H. hinaus. J.-G.- Farben eröffneten fester, Scheideanstalt dagegen angeboten und 1,75 0. H. niedriger. Eie k tro- werte blieben behauptet, nur Bergmann minus 2 0. H. Zellstoffaktien lagen uneinheitlich, Aschaffenburger etwas schwächer, Waldhof aber plus 1,5 0. H. Am Montanmarkt waren Buderus, Mansfetder, Rheinbraun und Rheinstahl überwiegend angeboten und 1,5 bis 2,5 v. H. schwä her. Schiffahrtsaktien lagen still, doch gut behauptet. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländische Renten still und wenig verändert. Im Verlaufe kam das Geschäft fast zum Erliegen, die Kurse konnten jedoch auf die befriedigende Dividende von 12 0. H. bei Siemens etwas anziehen. Elektrowerte fester und 1 bis 2 v.H. höher. Am Geldmarkt war Tagesgeld etwas gesucht. Im Devisenverkehr stellte sich die Reichsmark gegen Kabel auf 4,1937, gegen London auf 20,447. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,10, Madrid 28,715.
Berlins Börse.
Berlin, 27. Ian. In Rachwirkung des Berichtes der Deutschen Bank und im Zusammenhang mit den heutigen Liquidationen kam zu den ersten Kursen immer noch Ware heraus, die aber bemerkenswerter Weise bei der Spekulation glatt Ausnahme sand. Durch die feste Haltung in Reuyork war man auch hier etwas zuversichtlicher gestimmt, zumal die Abschlüsse bei Siemens, die zu Beginn der Börse bekannt wurden, und die 12prozentige Dividende befriedigten. Siemens, die vorbörslich mit 285 Proz. gedrückt lagen, zogen 2,25 Proz. an. Auch die meisten anderen Papiere lagen erholt. Die Tendenz war recht w i d e r st a n d s f ä h i g. Polyphon zogen 6 Proz. und Löwe ebenfalls 6 Proz. an. Gedrückt lagen dagegen Orenstein minus 3,25 Proz., Ilse minus 4,75 Proz. und Rhein- braun minus 3 Proz. Heimische Anleihen behauptet. Ausländer geteilt und völlig geschäftslos. Pfandbriefe zu den letzten Kursen eher angeboten. Der Geldmarkt zeigte anziehende Tendenz. Tagesgeld 5’/2 bis 7 Proz., Monatsgeld 7'/» bis 8V2 Prvz., Geld über den Ultimo 7>/z bis 9 Proz. Warenwechsel 634 Proz. Rach den ersten Kursen wurde das Geschäft lebhafter und die Rotierungen gingen um 1 bis 2 Proz. in die Höhe. Es fanden meist nur noch Abschlüsse per Medio statt. Polyphon konnten weitere 5 Proz. anziehen. Löwe und Elektrowerte 1 bis 2 Proz. höher.
Frankfurter Gctreidobörse.
Frankfurt, 27. Ian. Die Marktlage ist unverändert, das Geschäft ruhig. Weizen, Roggen rmü Mehle liegen lustlos. Prompte Weizenkleie ist weiter, gesucht. Futter- und Rachmehle fast unverkäuflich. Es wurden notiert: Weizen 1 (gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs) 25 Mk., Weizen 2 (gut, gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs) 23,50 bis 23,75, Weizen 3 (geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit) 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 27,50 bis 30, Hafer (inl.) 23,50 bis 24, Mais (gelb, für Futterzwecke) 21,75, Mais (gelb, für andere Zwecke) 22.50, Weizenmehl (süddeutsches. Spezial 0) 36,75 bis 37.25, Roggenmehl 34 bis 35.50, Weizenkleie 14,25, Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk.
UiDtlipp pvtzmmm . Sclbeloeraer ttemenf Gtmenr Karlstadt . .
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Daimler Motoren .
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Lllbw «oeice . . . Rat Automobil . . .
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Irankt M. ichinen . . . , Olritinei ......
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Wenn man dar sagt
Jawohl?
Denk' gleich an
Läkerol!
Beugt Husten und Heiserkeit vor; hemmt die Entwicklung schädlicher Keime; beugt wirklicher Erkrankung des Halses u. der Atmungsorgane vor; ist von prominenten Persönlichkeiten empfohlen.
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Norwegische Noten.....
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59,26
Runiäniiche Noten......
2,60
2,62
Schwedische Noten......
112,22
112,68
Schweijcr Noten.......
80.69
81,01
Spanische Noten.......
70.74
71,02
Tschechoslowakische Noten . .
12.382
12.442
Ungarische Noten . .
73,10
73,40


