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aen Äonjunftur mit einer weiteren Einschränkung oei Absatzes und einer dadurch bedingten Verteuerung gerechnet werden muf- Für die nächsten drei Monate laufen noch zahl ?.che Auf­träge zu den alten Preisen, und cs ift die Mög­lichkeit nicht von der Hand zu weisen, daß in der Zwischenzeit Im Zusammenhang mit der all­gemeinen Teuerungsbewegung neue Steigerungen der Selbstkosten auch für die Eisenindustrie ein­treten.

Wan sieht hier eben die bereits cvvähnte un­unterbrochene Kette von Lohn- und Preis­erhöhungen, die allmählich dazu führen müssen, dah wir das am teuersten produzierende Land der Welt werden.

Reichsbahn-Abschluß und Tariffrage.

Dem jetzt veröffentlichten drittenGejchäfts- bericht der Deutschen Reichsbahn- gesell schäft als Aktiengesellschaft wird Zweifel los größeres Interesse entgegengebracht, als das sonst normalerweise der Fall ist, und zwar im Zu­sammenhang mit dem Anträge der Reichsbahn auf Tariferhöhung. Die Reichsbahn muß in - dem allgemeinen Teil ihrer Ausführungen zugeben, daß das Jahr 1927 ihr eine beträchtliche Steigerung der Einnahmen, besonders aus dem Güterverkehr, gebracht hat, und die finan­zielle Auswirkung dieser Verbesserung der Einnah­men hat, wie die Zahlen der Bilanz beweisen, zur finanziellen Stärkung der Reichsbahn beigetragen: Wie aus der Denkschrift zur Tariferhöhung ersicht­lich war, begründet die Reichsboyn ihren Antrag mit der Ausgabensteigerung von rund 450 Millio­nen Mark gegenüber dem Ergebnis von 1927. Aus der Bilanz geht hervor, daß die Reichsbahn mit rund 600 Millionen Mark an flüssigen Mitteln in das Jahr 1928 eingetreten ist. Wenngleich mit dieser Summe die liquiden Mittel zur gleicl)en Zeit des Jahres 1927 nicht erreicht sind, so sollte ben- nod) diese Summe daraus hindeuten. daß trotz leichter Abnahme die Liquidität von einem a k u tcn Geldbedarf der Reichsbahn nicht die Rede sein kann. Für diese Auffassung spricht ferner noch die Tatsache, daß Die von der Reichs­bahn und auch im Interesse der Betriebssicherheit als notwendig zu erachtenden erhöhten Ausgaben für Erneuerungen und Ausbauten allmählich herongeschafft werden können, so daß schon aus diesem Gesichtspunkt heraus von der Möglichkeit einer ernsthaften finanziellen Krise gar nicht die Rede sein kann. Um so mehr hat die Oeffentlichkeit ein Interesse daran, daß von einer neutralen Kommission bei der Reichsbahngesellschaft in technischer und kaufmännischer Hinsicht eingehende Prüfungen gemacht werden, um auf jeden Fall eine so überstürzte Maßnahme, wie es eine Er- Höhung der Tarife ist, zunächst zu vermeiden. Die kaufmännischen Leiter dieser größten deutschen Aktiengesellschaft, die einzigartig in der ganzen Welt dasteht, scheinen mit dem Auftrage auf Tarif­erhöhung etwas voreilig gewesen zu sein und das Prinzip her Liquidität, die ohne Zweifel bei einem so großen Unternehmen mit besonderer Sorgsam­keit beobachtet und gepflegt werden muh, etwas übertrieben zu haben. Die einmütiae Ablehnung des Tariferhöhungsantraaes der Reichsbahn gefell- fchast in der Oeffentlichkeit hat ihren Eindruck auf die Leitung der Reichsbahngesellschaft nicht ver­fehlt. Die Verwaltung der Reichsbahn muß ein­sehen, daß die gegenwärtige Lage der Konjunktur eine Tariferhöhung nicht verträgt. Zudem kann sie den erheblich gestiegenen Posten der Wertpapiere . im Betrage von 172 Millionen Mark (L D. 38

Millionen Mark) entweder durch Lombardierung l oder Veräußerung zur Beschaffung von dringend notwendigen Barmitteln verwenden. Der bereits T gemachte Vorschlag einer D efiz itga ra n ti e des Reichs bis zur Höhe von 250 Mill. Mark ' auf Grund des in der Denkschrift veröffentlichten Voranschlags verdient besondere Beachtung, weil hier ein Weg beschritten wird, der nicht einen Fehl- bedarf einfach durch die Aufnahme kurzfristiger Kredite auszugleichen sucht. Das Reich mußte die Defizitgarantie solange übernehmen, als es der Reilhsvohn nicht möglich ist, aus den laufenden -Einnahmen ihren Fehlbedarf zu decken. Da man zunächst, wenn auch nicht mit einer bedeutenden Steigerung, so doch mit einer weiteren günstigen Entwickluna der Verkehrseinnahmen rechnen darf, so konnte dann später, etwa in Jahresfrist, auf Grund der gesammelten Erfahrungen und einge­setzten Prüfungen, das Problem seiner endgültigen Lösung entgegengeführt werden, ohne daß eine Tariferhöhung im Augenblick unsere Wirtschafts­lage schwer schädigt.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

In lüefer Woche war die starke Abhängigkeit der deutsche Börsen noch augenfälliger als in den vergangenen Wochen. Die Verbindungen der deut­

schen mit der internationalen Spekulation sind außerordentlich eng geworden. So konnte es nicht ausbleiben, daß. wenn auch die Diskonterhöhung der Reuyorker Federal Reserve-Bank zunächst kei­nen merklichen ungünstigen Einfluß aus hie Ten­denz ausüben konnte, die Stimmung später einen Umschwung erfuhr, als von den Auslandbörsen fast allgemein recht flaue Tendenz gemeldet wurde. Namentlich in Paris und Reuyork gab es starke Kurseinbrüche. Daraufhin schritt die Spekulation auch an ben deutschen Börsen zu Glättst ellungen, fei es aus Angst, fei es zur Deckung von im Ausland entstandenen Verlusten. Man wies jedoch auch darauf hin. daß nach ben anbauernben, teilweise starken Kurssteigerungen der jüngsten Zeit ein Rückschlag burchaus hätte er­wartet werben müssen. Ein wesentliches Moment, dos zur Beunruhigung unb Zurückhaltung beitrug, waren ferner bic Reichstaqswahlen. Zeigte sich die Börse mit ihrem Ergebnis zunächst eher zu­frieden, namentlich im Hinblick auf die günstige Ausnahme im gesamten Ausland, so wurden später doch gewisse Bedenken geltend gemacht. Hinter diese Erwägungen trat die erhöhte Passivität der deutschen Außenhandelsbilanz etwas zurück, wurde jedoch immerhin mit einiger Besorg- nis ausgenommen. Einen günstigen Eindruck machte dagegen die weiter befriedigende Entlastung der Reichsbank noch dem letzten fälligen Ausweis. Es zeigte sich auch bald, daß die Abschwächung offen­bar nur vorübergehender Natur war. Die Haupt- ursache für die eintretende Kurserholung und mel­iere Aufwärtsbewegung war die Tatsache, daß von feiten des Auslandes keine größeren Aogaben vor- genommen worden waren, im Gegenteil weiter gekauft wurde. Nachdem sich die Tendenz an ben Auslandbörsen ebenfalls wieher gebessert hatte, nahmen bie Käufe des Auslandes beson­ders in Spezialwerten wieder ein ziemlich großes Ausmaß an. Die Baissespekulation, die vor­her die Abwärtsbewegung der Kurse durch Blanko­obgaben unterstützt hatte, mußte daher zu Deckun­gen schreiten, und es traten allgemein Kurser­holungen ein. Eine starke Anregung boten die Ausführungen des Vorsitzenden des Berliner Bör senvorstandes, Richard Pohl, über seine Ame­rikareise, namentlich über die Abmachungen bezüg­lich der Einführung deutscher Aktien an der Neu- norker Börse. Weiterhin befriedigte es, daß die Frankfurter Stadtanleihe von 6,5 Millionen Dollar und die 10-Millionen°Dollaranleihe der AEG. gleich nach ihrer Auflegung in Neuyork überzeichnet wur­den. Die bevorstehende Unterbrechung des Börsen­geschäftes durch die Feiertage und die Nähe des Ultimos konnten auf die Stimmung keinen stär­keren ungünstigen Einfluß ausüben. AEG. standen im Vordergrund des Interesses und konnten bei lebhaften Umsätzen schließlich 20 v. H. gewinnen. Auch die übrigen Elektrowerte waren gefragt und zogen etwa 2 bis 6 o. H. an, Bergmann lagen 14 v. H. höher. Montanwerte waren bei ruhigem Ge­schäft nur wenig verändert. J.-G.-Farben logen zwar 4 v. H. höher, bic günstigen Ausführungen in her Generalversammlung machten jedoch keinen stärkeren Eindruck. Etwas reger verlangt waren Kaliwerte, die 4 bis 10 v. H. gewannen. Auf den übrigen Marktgebieten gab es überwiegend 2 bis 5 v. H.-Kursbesserungen. Am Geldmarkt haben die IMtimDDorbereltungen eingesetzt, so daß Taaes- aeld zu 5,5 v. H. reichlich zur Verfügung stand. Am Devisenmarkt blieben Devisen stark ange­boten und schwach.

Wochenbericht

vom frankfurter Produktenmarkt.

Die steigenden amerikanischen Dotierungen und die günstiger lautenden Berichte des übrigen Auslandes gaben dem Frankfurter Produkten- markt wohl ein besseres Aussehen, dos Geschäft konnte sich im allgemeinen aber auch nicht lebhafter gestalten, als in der ver­gangenen Woche. Die Unterbrechung des Ge­schäftes durch die bevorstehenden Vsingstfeiertage wirkte sehr hemmend, da oie Händler aus diesem Grunde größere Unlust bekundetem Die höheren ausländischen Preise übten kaum einen (Sinbrud auf die Preisgestaltung aus, da Ware im all­gemeinen genügend an den Markt kam. Don einer Beteiligung des Exports und der Mühlen, letztere nahmen nur in den dringendsten Fällen Käufe vor. war nur wenig zu bemerken. Aus der andern Seite regten die Deckungen des Aus­landes etwas an. Des anders Hafer war bei höherem Preis lebhafter gefragt. Die von der Provinz eintreffevde Ware wurde, auch die teu­reren Sorten, glatt aufgenommen. 3n Weizen machte sich im Derlaufe der Woche etwas Ma- terialknoppheit bemerkbür. doch wurde der Nach- frage in ollen Fällen Rechnung getragen. Roggen kam in größeren Posten an den Markt, so daß auch die billigere Ware oft nur schwer Ausnahme sand. Ma iS wurde hauptsächlich von der Landwirtschaft gekauft, hier waren besonders

die billigeren Sorten bevorzugt. Das Mehl- geschäft war immer noch sehr vernachlässigt. Die verlangten Preise werden von den Käufern in den meisten Fällen als zu hoch erachtet, so daß hierin Umsätze kaum ftattsanden. Am Futtermittelmarkt war Wci enllci: reger gefragt. Das Geschäft konnte hier aber auch nur zeitweise etwas lebhafter gestalten. Am Kar- t o f s e l m a r k i war die Tendenz fest. Zum Wochenschluß blieb das Geschäft klein. Dem Markte fehlte jede Anregung, Umsätze kamen nur in den dringendsten Fällen vor. Es machte sich jedoch für Mehle späterer Lieferung etwaS mehr Interesse bemerkbar.

3m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche blieben Weizen. Mais für Futterzwccke. Mais für andere Zwecke. Weizen- und Roggenmehl gut behauptet Roggen war eine viertel Mark billiger. Hafer und Weizen- lleie konnten je eine viertel Marl anziehen. Roggenkleie war unverändert. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen! 26.50. Rog­gen 28 bis 23.25, Hafer 28 bis 28,50, MaiS für Futterzwecke 25. Mais für andere Zwecke 25. Roggenmehl 38 biS 39,25. Roggenmehl 39,50 bis 40, Weizenkleie 15. Roggenkleie 17,50 bi6 17,75.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Die Nachfrage war in allen Diebgattungen mit Rücklicht auf die bevorstehenden Pfingslleier- tage recht stark, so daß die auffallend starke Zufuhr bei regem Geschäft fast ausverkauft wurde. Die Preise für Schweine erfuhren eine beträchtliche Steigerung. Am Rinder- markit waren besonders gute Qualitäten ver­treten. Fette Schweine waren im allgemeinen vernachlässigt. Am Nebenmarkt blieb das Ge­schäft anfangs weiter rege, doch trat im Verlaufe eine allgemeine Derflauung ein. so daß bei Schweinen und Kälbern ileberftanb verblieb. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1700 Rindern, darunter 447 Ochsen, 72 Bullen, 636 Kühen und ferner 376 Färsen, ferner aus 3010 Kälbern. 120 Schafen und 8340 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 375 Rinder. 1010 Kälber, 20 Schafe und 240 Schweine mehr angetrieben.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 60 biS 64. If 56 bis 59. B I 52 bis 55.

il 47 bis 51. Dullen A 52 bis 57. B 47 his 51,

Kühe A 47 bis 52. B 42 bis 46. C 37 bis 41. D 28 bis 36. Färsen A 62 bis 64, B 55 bis «1,

C 48 bis 54, Kälber B 74 bis 80, C 68 bis 73,

D 57 bis 67, Schafe A 55 bis 60 Notierungen vom 21 Mai, do Scoase wegen des geringen Aus­triebes am 24. Mai nicht notiert wurden). Schweine B 60 bis 62, E 60 bis 63, D 61 bis 64. E 58 bis 60. Verglichen mit den Notierungen der vorigen Woche waren Rinder gut behauptet. Kälber waren bis zu zwei Mark billiger. Schafe zogen bis zu fünf Mark, und Schweine bis zu sechs Mart an.

*

' Wahh & Frey tag A. - G., Frank­furt a. M. Die Generalversammlung erledigte die Regularien. Danach gelangt für daS Ge­schäftsjahr 1927 eine Dividende von 10 Prozent zur Verteilung. Dom Vorstand wurde autoe* führt, dah die Beschäftigung biS jetzt recht be­friedigend sei. Der Auftragsbestand sei wesent­lich höher als in der gleichen Zeit deS Vorjahres, was sich auch tn einer Arbeiterzunahme von etwa 20 Prozent auSdrücke. 3m Ausland habe die Gesellschaft in den letzten Tagen einen Auftrag von zunächst etwa 3 Millionen Mark für Straßen bauten in bet Hauptstadt San 3of< der Republik Eostarica erhalten. Auch fei ihnen ein großes Los für Dauarbeiten der Berliner Unter* grundbahn von 4 Millionen Mark in Konsvrtial- gemeinschaft mit einer anderen Firma zugefallen.

* Earl Mez & Söhne A.-G. Freiburg. Die Bilanz für daS Geschäftsjahr 1927 weist einschließlich deS Vortrags aus dem Vorjahre einen Reingewinn von 392 901 Mark auf. Vor­stand unb Aufsichtsrat schlagen der G.-V. vor, nach angemessenen Abschreibungen eine Divi­dende von 4 Proz. auf daS Aktienkapital von 6 Millionen Mark (0 Proz. t V.) zur Auszah­lung zu bringen und den 'Betrag von 133 256 Mark aus neue Rechnung vorzutragrn. Der Um­satz des Unternehmens hat sich erheblich ge- steigert. GS sind größere Heu- und Umbauten beschlossen und tetltoeife schon in Angriff ge­nommen.

* Bi ngwerke A. -G., Dürnberg. Die 33. o. G.-D. erledigte die Regularien und 6c» schloß, den Reingewinn mit 32 420,34 auf neue Rechnung vorzutragen. Eine Satzungsänderung betreffend Hinterlegung der Aktien wurde an­genommen. Die Beschlüsse wurden einstimmig ge­faßt. Der Vorsitzende teilte noch mit. dah die Gesellschaft gut beschäftigt fei.

berliner Produktenbörse.

Berlin, 25. Mai. Das Geschäft konnte sich heute infolge der unmittelbar bevorstehenden mehrtägigen Derkehrsunterbrechung nur sehr schwerfällig ent­wickeln. Trotz der festeren Meldungen von den Aus- landmärkten waren die Eifofferten für Brotgetreide nur unwesentlich verändert Roggen wurde verschie- denllich sogar billiger als gestern angeboten. Don Umsätzen in ausländischem Brotgetreide war bisher nichts zu hören, dagegen zeigte sich weiter Nach- frage nach nahen Positionen von Plalamais. Sachsen- weizen ist zu gestrigen Preisen begehrt, in der Haupt­sache im Erporl nach Polen, da» vielfach angebotene geringere Material findet dagegen nur ganz verein­zelt 3u Futterzwecken Aufnahme. In Jnlandrvggen zur Kahnware waren einige Umsätze zu verzeichnen, nachdem sich die Abgeber etwas entgegenkommender zeigten: dos an der Küste angebotene Material, zu- meist geringe Qualitäten, sand Dagegen kaum Be­achtung. Liescrungsaeschäst sehr still bet wenig ver- änderten Preisen. Weizenmehle ruhig. Roggenmehle in normalem Konsumgescbäft. Am Hafermarkt besteht keinerlei Unternehmungslust. Gersten g»6chsalls still. Es notierten (1000 kg): Weizen, märkischer, 263 bi» 266 Mark, Mai 278,75 bis 279,50 ('Brief), Juli 287, September 273 (Geld, ruhia): Roggen, märkischer, 283 bis 285, Mal 294,50 bis 294, Juki 275 bis 275,50, September 254 bis 255 (fester, Mai schwach): Som­mergerste 252 bis 290 (ruhig): Hafer, märkischer, 264 bis 270 (still): Mais (zollbegünstigter Futter­mais) 237 bis 240 (ruhig): (100 kg): Weizenmehl 32,75 bis 36,50 (still): Roggenmehl 36,25 bis 39,25 S; Weizcntleie 17 bis 17,25 (still). Weizenkleie- sfc 16,85 bis 17,25; Roggenkleie 18,75 bi» 19 (stetig): Viktoriaerbfen 48 bis 60; kleine Erbsen 35 bis 38; Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 24 bi» 24,50; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 24 bi» 26; Lupinen (blau) 14 bis 15; Lupinen (gelb) 15 bis 16; Serradelle 23 bis 28; Rapskuchen 18,80 bis 19; Leinkuchen 23,50 bis 23,80; Trockenschnitzel 21,30 bis 21,90; Soyafchrot 15,20 bi» 15,40; Kartoffel- flocken 25,40 bis 26 Mark.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 23. Mai. Ein Weißbindermeister aus Altenlotheim hn hessischen Hinterlande hat einem hiesigen Kaufmann, von dem er Waren bezogen hatte, ohne sie völlig zu bezahlen, einen schwer beleidigenden Bries geschrieben. Die darauf- hin von dem Kaufmann erhobene Privatklage wurde heute durch einen Vergleich erledigt. Danach be­dauert der Weißbinder die ausgesprochenen Be­leidigungen und trägt sein« Rcstschuld und die Kosten des Verfahrens in monatlichen Teilzahlun­gen ab. Der Erfolg feines beleidigenden Briefe» war lediglich der. daß er zu seiner Schuld noch etwa 80 Mark Kosten zu zohlen hat.

Ende April trat ein Metzgergeselle K. bei einem hiesigen Metzaermeister in Arbeit. Am gleichen Tage entmenoete «r einem Arbeitskollegen aus dessen unverschlossener Schublade den Betrag uon 5 Mark und verausgabte das Geld für Getränke und Zigaretten. Er gibt dies zu, bestreitet jedoch, weitere fünf Mark, die dem Befwhlenen abhanden gekommen sind, genommen zu haben. Da» Segen- teil ließ sich nicht feststellen. Da er trotz seiner Ju­gend schon sechs Vorstrafen wegen Diebstahls, dar­unter bereit» zwei wegen Rücksalldiebstahl», erhal­ten hat, wird er zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt. Mit Rücksicht auf den geringfügigen Betrag wurden ihm nochmal» mil­dernde Umstände jugebiQigt, andernfalls hätte auf Zuchthausstrafe erkannt werden müssen.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Op«rnhau»: Öomxtaa. 27. Mai, von 19JO biS nach 22 Uhr: Der Troubadour. Montag» 28., hon 17 bis nach 22 Uhr: Di« Meistersinger von Nürnberg. Dienstag. 29.. von 19,30 biS 22 Uhr: Tiefland. Mitttmxh, 30.. von 19,30 bi» 22 Uhr: Der Waffenschmied. DormerStag, 31., von 19 biS gegen 22,30 Uhr: (lärmen. Freitag, 1. Ium, von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Der Sigeunerbaron. Samstag, 2., von 19,30 bis nach 22 Uhr: Der Troubadour. Sonntag. 3., von 19,30 bis 22 Uhr: Jonny spielt auf. Montag. 4.. von 19 biS gegen 22,30 Uhr: Die Macht deS Schicksals. Schauspielhaus. Sonntag, 27. Mai, von 19,30 bis 22,30 Uhr Neibhardt von Dneifenau. Montag. 28., von 15,30 6i» 18 Uhr: SchinderhanneS: von 20 biS nach 22 Uhr: Mar der Prominente. Dienstag, 29.. von 20 bis 23 Uhr: Neidhardt von Gneifenau. Mittwoch. 30., von 20 bis 23 Uhr: Othello. Donnerstag, 31.. von 20 biS 22,30 Uhr: Treibjagd. Freitag, 1. Juni, von 20 biS 22,30 Uhr: Prinz Friedrich von Homburg. SamStag. 2., von 20 bis gegen 22,30 Uhr: Die heilige Johanna. Sonntag. 3.. von 20 biS gegen 22,30 Uhr Die heilige Jo­hanna. Montag. 4.. von 20 biS gegen 22,R) Uhr: Wie es Such gefällt.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent.

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