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der spät in der Dacht heimkam, ist aus dem Treppenfen st er des zweiten Stocks herausgestürzt und an einem doppelten SchädeLruch g e st o r b e n. Ob Selbsttötung vor­liegt, hat sich bisher durch die polizeilichen Er­mittlungen nicht feststellen lassen. Heute mittag spielte der Sohn des älhrmachers E ck st e i n in der Gr. Ochsengasse mit einer Spreng­kapsel. Plötzlich explodierte das gefähr­liche Spielzeug und verletzte den jungen Mann schwer, so daß er sofort nach dem Krankenhaus übergeführt werden mußte.

Preußen.

Dilttrers.

WER. Herborn, 24. Olt. Professor Veidt vom diesigen theologischen Seminar wird, wie verlaeiet, demnächst an seine frühere Wirlungs- statte, die Paulskirche in Frankfurt am Main, zurückkehren, von wo er einen dringenden Ruf erhalten hat. Das Scheiden des hervor­ragenden Gelehrten und Predigers wird nicht nur in Herborn, sondern auch im gesamten Dill­kreis allgemein bedauert werden.

Wirischüfi.

Mobilisierung der Reichsschuldbuchforderungen.

Der Handel mit Schuldbuchforderungen war bisher etwas unkontrollierbar. Es ist daher zu begrüßen, daß die deutschen Sparkassen den Wün­schen der Liquidationsgeschädigten nach besserer Verwertungsmöglichkeit ihrer Reichsschuldbuch- fordcrungen Rechnung tragen. Der Deutsche Sparkassen - und Giroverband hat sich im Benehmen mit dem Reichsfinanzministerium bereit erklärt, durch die Deutsche Girozentrale Deutsche Kommunalbank und die ihm angeschlossenen Geldanstalten im Rahmen der verfügbaren Mittel die öproz. Reichs­schuldbuchforderungen, die auf Grund des Kriegsschädenschlutzgesehes bereits eingetra­gen sind, und die bis zum 31. März 1933 zur Rückzahlung fällig werden, anzukaufen. Der Ankauf erfolgt nur in direktem Verkehr mit den Geschädigten bei der Deutschen Girozentrale Deutschen Kommunalbank sofort und bei den Sparkassen ab 1. Rovember. Für die Zeit vom 1. bis 10. Rovember 1928 sind folgende An­kaufskurse vorgesehen: Mit Fälligkeit am 31. März 1930 93 Proz., mit Fälligkeit am

31. März 1931 89,50 Proz., mit Fälligkeit am 31. März 1932 80 Proz., mit Fälligkeit am

31. März 1933 82,50 Proz. Sn Fällen besonderer Rotlage werden die obengenannten Institute auch Berkaufsanträge von öproz. Reichsschuldbuch­forderungen, die spätestens bis zum Jahre 1940 fällig sind, entgegennehmen. Die Kurse für diese späteren Fälligkeiten betragen für die Zeit vom 1. bis 10. Rovember: Fälligkeit 1934 80 Proz., 1935 78 Prvz., 1936 76,50 Proz.. 1937 75 Proz., 1938 73,50 Prvz.. 1939 72 Proz., 1940 70,50 Proz. Sämtliche Ankaufskurse verstehen sich rein netto ohne jeden Abzug.

* Deutschlands Spartätigkeit. An­läßlich des am 30. Oktober stattfindenden Welt­spartages veröf'entlicht d'.e Sparkassen Korre­spondenz nachstehende Fifern: Die Spar­einlagen für das Deutsche Reich stellten sich Ende August 1928 auf 6,25 Milliarden, An­fang des Jahres 5,09 Milliarden. Sie betru­gen nach dem 1. Weltspartag in 1925 1.54 Mil­liarden. nach dem 2. Weltspartag 1926 2,96 Mil­liarden, nach dem 3. Weltspartag 1927 4,54 Mil­liarden Mark. Die Zahl der Sparer dürfte etwa 10 Millionen betragen, so daß mindestens auf jeden siebenten Deutschen ettoa ein Sparbuch entfällt. Auch pro Kopf der Bevölkerung ge­sehen, befinden sich die Spareinlagen in einem ständigen Anstieg. Es entfielen auf den Kopf der Bevölkerung im Deutschen Reich Ende 1925 25,89 Mk., Ende 1926 49,66 Mk.. Ende 1927 73,77 Mk.. Mitte 1928 93,63 Mk. und Ende August 1928 93.H Mk.

* Zusammenarbeit HenschelMa f- f e i. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, schwe­ben seit einiger Zeit zwischen der Lokomotiv- fabrik Henschel & Sohn G. m. b. H. üi Kassel und der Maffei A.-G. in München Verhand­lungen über eine engere Zusammenarbeit. Beide Firmen haben viele Berührungspunkte mit­einander. Die Beteiligten sind sich darüber klar geworden, daß man durch eine gemeinsame Be­tätigung auf dem Gebiete der Konstruktion und des Verkaufes, sowie durch eine rationelle Ver­teilung der einzelnen Fabrikationszweige auf bei­den Werken große wirtschaftliche Vorteile erzie­len kann. Man hat sich zunächst dahin geeinigt,

daß beide Firmen unter Aufrechterhaltung ihrer Selbständigkeit einer gemeinsamen Oberleitung unterstellt werden, und zwar wird Dr. ing. C. Canaris unter Beibehaltung seines Amtes als Vorsitzender des Vorstandes der Maffei A.-G. bei Henschel zum Rachfolger des Gene­raldirektors Dr. ing., e. h. B. Beyer bestellt, der auf seinen Wunsch in den Ruhestand ge­treten ist.

Frankfurter Häute-Auktion.

WTD. Frankfurt a. M., 24. Okt. Gegenüber ter Versteigerung im September ergaben sich heute sowohl bei den Vormittags- wie bei den Rachmittagsvrrkäufen im allgemeinen Rückgänge. Diese bewegten sich im Durchschnitt bei Kalb­fellen zwischen 6 und 10 Prozent, bei Großvieh- häuten bis zu 10 Prozent, während Schaffelle geringere Abschläge aufwiesen. Der Besuch war gut, der Verkauf ging teilweise recht flott von- statten. Es notierten im einzelnen: Kuhhäute 1. Klasse lohne Kopf) 30 bis 49 Pfund 96 bis 86,50 Mk.. 50 bis 59 Pfund 102,75 bis 92,25 Mk.. 60 bis 79 Pfund 101,50 bis 93,50 Mk.. 80 bis 99 Pfund 102 bis 94,25 Mk. Ochsenhäute 1. Klasse (ohne Kopf) 30 bis 49 Pfund 86 bis 85,75 Mk., 60 bis 79 Pfund 96 bis 88,25 Mk.. bis 99 Pfund 90,50 bis 83,75 Mk., über 100 Pfund 89,75 bis 85 Mk. Rinderhäute 1. Klasse (ohne Kopf) 30 bis 49 Pfund 101,25 bis 94,50 Mk., 80 bis 99 Pfund 99,50 bis 94,75 Mk. Bullen­häute 1. Klasse (ohne Kopf) 30 bis 49 Pfund 88,50 bis 86 Mk., bis 100 Pfund 68,75 bis 63 Mk., über 100 Pfund 66,25 Mk. Roßhäute ohne Gebot. Kalbfelle bis 9 Pfund rot 183,25 bis 171 Mk., über 9 Pfund tot 155,75 bis 141,75 Mk., bis 9 Pfund schwarz 146 bis 135 Mk., über 9 Pfund schwarz 143 bis 135,75 Mk. Schuß-- kalbfelle 112 Mk. Fresserfelle 111 Mk. Schaffelle vollwottig 71,25 bis 69.50 Mk.. halb- wcllig 71,25 bis 69 Mk., kurzwollig 68,25 Mk.

Berliner Börse.

Frankfurt a. M., 25. Okt. Tendenz: uneinheit­lich. Nachdem vorbörslich die Stimmung allge­mein freundlich war, drückte zu Beginn des offiziellen Verkehrs die unverändert große Geschäftsstille wieder auf den Markt. Zur Zurückhaltung mahnte außerdem der morgige Prämienerklärungstag, doch erwartet man, daß der Ultimo keine besonderen Schwierig­keiten bereiten wird, da die noch bestehenden Engage­ments im allgemeinen nich umfangreich sein dürften und am Geldmarkt auf umfangreiche Vorbereitungen das Angebot, namentlich an Reportgeld, reichlich ist. Nicht ganz unbeachtet blieb die neue Kurssteigerung an der gestrigen Neuyorker Börse. Die Grundstim­mung war daher nicht unfreundlich, und die Spekula­tion nahm auf einigen Märkten weitere kleine Deckungskäufe vor. Die Umsätze waren aber wieder minimal bei allgemein behaupteten Kursen. Einiges Interesse bestand für Reichsbank, die 2 d. S). anzogen. Ueberwiegend etwas fester lagen ferner Montan werte, von denen Harpener mit 1,5 v. S). bevorzugt waren. Am Elektromarkt waren Siemens mit 1,5 v. H. gefragt, AEG. und Licht und Kraft dagegen leicht gedrückt. I.- G.- Farben eröffneten 1 v. S). niedriger. Eher ange­boten waren ferner Discontogefellfchaft mit minus 1,5 v. 5). Im übrigen waren die Kurs­veränderungen gegen die gestrige Abendbörfe nicht nennenswert. Deutsche Anleihen lagen fast geschäftslos Auch ausländische Renten ruhi­ger. Anatolier nach den gestrigen Kursrückgän­gen wieder leicht anziehend. Im Verlaufe blieb das Geschäft außerordentlich still, die Stimmung war aber weiter freundlich. Reichsbank zogen erneut 1,5 v. H. an. I.-G.- F a rb e n leicht erhöht. Am Geldmarkt trat im Verlaufe plötzlich stärkere Nachfrage hervor, so daß der Satz für Tagesgeld auf 6,5 erhöht wurde. Am Devisenmarkt zogen Devisen weiter etwas an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1978, gegen Pfund 20,358, London gegen Kabel 4.8500, gegen Varis 124,14, gegen Mailand 92,59, Madrid 30,10, gegen Holland 12,0968.

B? itier Börse.

Berlin, 25. Oktober. Obwohl sich eine Kauf­bewegung auch heute nicht eingestellt hatte, war bereits im Vormittagsverkehr die Grundstimmung eher freundlicher. Man verwies auf das reichlichere Angebot an Reportgeld und einen in diesem Zu­sammenhang zu erwartenden leichten Ultimo, nahm von der festen Tendenz der gestrigen Neu- norker Börse Notiz, sprach von neuen Verhand­lungen in der Textilindustrie und der Zunahme der Spareinlagen in Preußen im September um 90 Millionen. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs erfüllten sich diese freundlichen Erwartungen nicht immer ganz. Die Mehrzahl der Papiere konnten sich nur um Bruchteile eines Prozentes bessern, aber für einige Werte waren die Gewinne doch schon ganz ansehnlich. So befestigten sich Kunst- seidenaktien im Zusammenyang mit der be­reits gestern erwähnten internationalen Festigkeit

um 7 bis 9 o. H. Deutsche Linoleum lagen 4,5 v. H. höher, Svenska 3 Mark und Papiere, wie Reichsbank, Harpener, Salzdet­furth und Siemens, waren bis zu 2 v. H. gefragt. Als schwach fielen Adlerwerke mit minus 2 v. H. auf, da die Notwendigkeit, etwa taufend Mann der Belegschaft zu entlassen, ver­stimmte. Hermann P ö g e erschienen mit Minus- Minus-Zeichen und mußten in der Notiz aus­gefetzt werden: man taxiert sie etwa 10 v. H. nie­driger, da Gerüchte auftauchen, daß eine Dividende­reduzierung um 1, wahrscheinlich sogar um 2 o. H. infolge eines unbefriedigenden Jahresabschlusses zu erwarten seien. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer wenig verändert. Türken und Russen etwas lebhafter: Bosnier etwa 2 v. H. fester. Der Pfandbrief markt war vernach­lässigt, eher nachgebend. Der Geldmarkt blieb auch heute unverändert leicht. Der offizielle Satz für Reportgeld wird von den Banken, erst gegen 1.30 Uhr festgesetzt werden: man recynet immer noch mit einer leichten Ermäßigung. Dagegen dürfte bei der englischen Diskontorate heute kaum eine Veränderung eintreten. Im Verlaufe waren Reichsbankanteile lebhafter und eher fester, wäh­rend sonst kleine Positionslösungen vorgenommen wurden, die das Kursniveau bis 1 v. H. nach­geben ließen. Trotzdem blieb die Grundstimmung ziemlich freundlich.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 25. Okt. Auch heute verkehrte der Frankfurter Produktenmarkt in ruhiger Haltung. Dir unveränderten Ausland­notierungen gaben dem Markte keine Anregung, so daß das Geschäft nach wie vor klein blieb. Das wieder größer gewordene Angebot machte sich auf der anderen Seite stark bemerkbar, doch blie­ben die Preise im allgemeinen gut behauptet. Roggen war besonders stark angeboten, aber auch hier traten kaum Abschwächungen ein. Es wur­den notiert: Weizen 1 23,50 bis 23,65: Roggen 22,50 bis 22,75; Sommergerste für .BrauzwockeG 25 bis 25,50; Hafer, inländischer 23,25 bis 23,50; Mais, (gelb) für Futter zwecke 21,50 bis 21,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 33,75 bis 34,25; Roggenmehl 30.25 bis 31; Weizenkleie 14 bis 14,10; Roggenkleie 14,50. Tendenz: ruhig.

Frankfurter TchLachtvcehmarkL.

F r a n k f u r t a. M., 25. Oktober. Auftrieb: 86 Rinder, 999 Kälber, 736 Schafe, 604 Schweine. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 75, mittlere Mast- und Saugkälber 64 bis 69, geringe Kälber 55 bis 63. Schafe. Maftlämmer und jün­gere Mafthämmcl: Weidemast 43 bis 48, mittlere Maftlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 42, fleischiges Schafvieh 30 bis 37. Schweine. Bollfleifchige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76. Marktverlauf: Schweine schleppend,- erheb­licher Ueberstand; Kälber und Schafe ruhig, aus­verkauft.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gege"':b^r f?iner'ei V-'''-. üwortung.)

Die abgeriegelle Marktstcahe.

Anstatt die drückenden Verkehrsbeschränkungen der Innenstadt zu lockern, hat die Polizeiverwaltung in den letzten Tagen durch Anbringung von Schildern den Verkehr weiterhin gedrosselt. Dabei macht man gar keinen Versuch, diese Maßnahmen zu be­gründen.

So ist die Marktstraße, die seither für den Kraft­verkehr gesperrt war, nunmehr auch für jedes Fahr­zeug verboten, ebenso die zu ihr führenden Stra­ßen: Mäusburg, Wagengasse und Wettergasse. Man sperrt somit eine Straße vollständig, die dem, we­nigstens nach einer Seite hin offenen, Seltersweg an Verkehr weit nachsteht.

Abgesehen davon, daß die Radfahrer seither nicht über den Marktplatz fahren durften, was man der guten Straße und der kurzen Strecke wegen mit in Kauf nahm, zwingt man sie nun, die Marktstraße überhaupt zu meiden, da selbst das Drücken der Räder verboten ist. Jeder, der gerade den Radfahr­verkehr der Marktstraße beobachtet hat, wird wis­sen, daß diese Anordnungen für die Geschäftsleute einen außerordentlichen Schaden bedeuten.

Nicht nur der zu seinem Wohnort heimkehrende Arbeiter, sondern auch Kunden der Außenstadt, wer­den nun den Geschäften der Marktstraße entzogen, weil sie nicht wissen, wohin sie mit dem Rad sollen, oder auch gar nicht imstande sind, ihre Besorgungen ohne es zu erledigen.

Aus diesen Gründen muß energisch gefordert werden, daß die Marktstraße, gleich dem Selters­weg, nach einer Richtung hin freigegeben wird und

für den gesamten Radfahrverkehr offen bleibt Die Anwohner der Marktstraße haben, besser als alle behördlichen Organe, zu beobachten Gelegenheit, daß selbst bei starkem Verkehr in den Abendstunden, derart schwere Maßnahmen gegen die Radfahrer keinesfalls gerechtfertigt find. Glaubt man aber un­bedingt, ohne Regelung nicht auszukommen, so stelle man, eingedenk des Grundsatzes, daß die Be­hörden für das Wohl und zur Förderung der Bür­ger da fein sollen, für die kurze Zeit einen Ver- kehrsposten.

Von der Polizeiverwaltung muß gefordert wer­den, daß sie diese Maßnahmen abändert. Kr.

Straßenbahnwünsche.

An die Verwaltung der städtischen Straßen­bahn möchte die Einsenderin die Anfrage rich­ten, ob es nicht möglich ist, die Vorder­perrons der Straßenbahnwagen auf beiden Seiten zum Ein- und Aussteigen offenz ich alten. Grund zu dieser Anfrage ist der mißliche Um­stand. daß bei dem jetzigen einseitigen Betrieb die Fahrgäste je nach der Fahrtrichtung beim Ein- oder Aussteigen mitten auf der Fahrstraße mit ihrem lebhaften Kraftwagenverkehr stehen. Ich möchte nur einige gefährliche Haltestellen herausgreifen: Ecke LiebigFrankfurter Straße, Hettler, Goethestrahe, Bürgermeisterei, Aster­weg, Walltor, Bückingstrahe. Junge Leute kön­nen sich mit ein paar Sprüngen in Sicherheit bringen für ältere Leute ist es beim Aussteigen direkt gefährlich im Rücken den anfahrenden Straßenbahnwagen vor sich die vorbeiflitzenden Autos, Omnibusse, "-Radfah­rer usw. rette sich, wer kann!

Die geringe Mühe, die den Wagenführern durch Umsetzen von zwei Türen an der End­station erwächst, würde reichlich ausgewogen durch die Sicherheit der Fahrgäste. ---h.

Die neue Müllabfuhr.

Soweit bekannt, soll in nächster Zeit mit dem neuen Verfahren der städtischen Müllabfuhr be­gonnen werden. Hierzu werden höchstwahrschein­lich Müllwagen mit Staub saug evvrrichtung Verwendung finden, um beim Entleeren der Ge­säße die Staubplage zu verhindern. Auch sind Dlecheimer mit Deckel nach Muster vorgeschrieben. Diese Reueinführung ist sehr zu begrüßen; Ver­schwinden doch damit die mitunter ekelerregenden offenen Müllbehälter, wie alte Eimer, Äfften. Karton usw. aus dem Straßenbilde und machen dem Durchwühlen dieser Behälter und heraus- wersen des Inhaltes auf den Fußsteig durch herumstöbernde Hunde ein Ende. Der wunde Punkt ist die Beschaffung eines vorschriftsmäßigen Eimers bei den vielen armen, weniger bemittelten älteren Familien, Pensionären usw. Hier wäre Erleichterung durch die Stadt oder Hausbesitzer sehr erwünscht. Sind doch Fälle bekannt, wo die bisher gebräuchlichen Mülleimer Eigentum des Hausbesitzers sind, der diese seinen Mietern frei zur Benutzung stellt. Sollte es sich nicht-ermög­lichen lassen, daß die noch in gutem Zustande be­findlichen, gebräuchlichen und handlichen Eimer mit Deckel weiter verwendet werden können? Erne Aufklärung hierüber von feiten der in Betracht kommenden städtischen Behörde wäre sehr er­wünscht. O. M.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Rellgionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanla^e). Samstag, 27. Oktober. Vor­abend 5 Uhr: morgens 9; abends 5.20 und 6 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 27. Oktober. Freitag abend 4.45 Uhr: Samstag vor- mittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 6. Wochengottesdienst morgens 6 45; abends 4.30 Uhr.

Letzte Nachrichten.

Parker Gilbert bei Hilferding.

Berlin. 25.Ott. (MTV. Drahtmeldung.) Der Reparationsagent Parker Gilbert, der sich be­reits unmittelbar nach seiner Ankunft in Berlin mit dem Reichsfinanzminister Dr. h i l f e r d i n g zu einer kurzen Besprechung traf, wird im Laufe des heutigen Tages die Verhandlungen mit dem Reichs- finanzminifter aufnehmen. Wie wir zu wissen glau­ben. erklärte der Reparationsagent, daß sich keine Einheitsfront gegen Deutschland ge­bildet habe, so daß immerhin eine Aussicht auf einen günstigenFortgang dieser Verhandlun­gen besieht. Man hofft deshalb in hiesigen Kreisen, daß die Dinge einen sachlichen verlaus nehmen wer­den. Voraussetzung dazu ist natürlich, einwand­freie Sachverständige zu finden, die das gesamte Problem nach rein weltwirtschaft­lichen Gesichtspunkten zu lösen vermögen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

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Berlin. 24 Oktober

Geld

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»ollätidtsche Roten ...... Italienische Roten ...... iorwegische Roten..... )eutsch-Ocsterr-, 5100 Kronen rumänische Roten......

Schwedische Roten ......

Schweizer Roten.......

Spanische Roten..... .

Ichcchoslowakische Roten . . ngarische Rotea

Devisenmarkt Berlin- Telegraphische

ros

167,71

21,92

111,53

58.83

2,545

111,78

80,50

67,33

12.388

72.85

-Frankfurt Auszahl

16,44

168,39

22,00

111,97

59,07

2,565

112,22

80,82

67.61

12,448

73,15

a. m.

U ng.

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Sch,uh Kurs

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Datum

24 10.

25. 10.

24 10. | 25

10.

Datum: | 24. 10.

25 10. | 24. 10. | 25.10.

Datum:

24. 10.

25. 10.

24. 10. | 25. 10.

6% Dl. »eichsanleihe o. 1927 .

$L enl.-Wblöt.-SdiulO mit ÄuS- U>|.«tHed)len

Desai, ohne Auslof.-Rechte .

7% örantl Hyp-Bk Dolbps. un- tünbbar bis 1932 . .

*% Rheinische Hyv^-Bank Liqu> ®olbpf. . .

Ü.E.G abg. BorkNegs-Obligation., rückzahlbar 1932

4% Schweiz. BundeSb.-AM.. . . <% Oesierreichiiche Boldrte.. . .

4,20% Ceften. Sllberrte. . . 4% Oesterreich, einheiu. Rte . . 4% Ungarische Goldrle. . . . 4% Ungarische StaakSr. o. 1910 . 4%% vesgl. von 1913 4% Ungarische Kronenrte.....

4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . . 4% Türkische Bagdobbahn-Aul.,

Serie 1

4% Vesgl. Serie 11 .....

4% Rumänen contietL Rie. . . .

Rumänen GlolbonL von 1913

Wg. Deuriche Eiseat.ahn . . 4% Hamburg-Amerika Lake! ... 8 Pamb.-Südam. Domvilch. . . 8 Hansa Dampfschifs ... 10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allg. Deutsche Crebilanst. . . 10 Barmer Bankverein ... 10 Berliner Handelsgesestsch. . - 12 Commerz- und Privat-Bani . 11 Darmst. u. Nationalbank 12

Deutsche Bank 10

Dtskonw-Gesellschafl 8UU.. - 10 Dresdner Bank ... 10

Mitteldeutsche LredUbaul . . - v vletallbank.........8

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A.E.G...........8

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Ges. s. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elektr. Werte .... 10

Rhein. Elektr. 9

Schlei. Elektr.......10

Schuckert ...... 8

Siemens & HalSke ..... 12

Lransradio . ....... 8

Labmever & Lo.......10

Buderus 5

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ... J. K 3- 4

Harpener ...... .6

Hoesch Eisen. ........ 8

Ilse Bergbau ........ 8

stlöcknerwerke ........ 7

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Zhiltpp Hohmann......7

Heidelberger Cemeut .... 10

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Dahb 4 Freitag .....10

Schultheis Patzcnhoser ... 15

Ostwerke.........12

3er. Glanz stoss......18

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stellktoss Waldhof.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 12 shariottenburger Wasser ... 7

Deifaucr Gas..... 8

Daimler Motoren ...... 0

Demag . ....... O

Ldlerwerke Kleber ...... 6

!udw. Loewe ...... 10 ?at. Automobil ....... O

Orenstein 4 flöt'vd . .... 6 ieonhard Dietz . . .... 6

Samag-Meguin ....... 0

Franks. Maschinen ...... 6

131

179

132

281

206

81

103

18,5

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noten.

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24. Oktober

25 Oktob r

Amtliche Roticruna

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18,98 81,32

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58,59 111,97 112,02 112,25

10,56 22,01

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59,06 12,44

7,379 73,17 3,037

19,02 81,48 2,111

5,435 4,200 4,264

20,895

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112,04 10,547 21,965 20,334 4,1930 16,375

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58,975 12.428

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18,93 81,32 2,115 5,425

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4,256 20,865

168,41 1,768

58,39 111.96 112,00 112,26 10,567 22,005 20,374 4,2010 16,415

80.83 67.65 1,994 0.503

59,085 12,448

7,379 73,19 3,137 18,97 81,48 2,119 5,435

4,2005 4,264

20,895

9.25 24

151

148

140

185

291,13

167.5

163,75

170

133,5

298

150,5

147,75

185,5

162,25

169,75

133.5

300

23,75

150,5

183,75

147,25

1:15.25

140

289

185

290,5

167,75

162,75

169,5

207,5

133,75

298

150,25

147,13

135,25

289,5

185,5

291

167,5 162,75 169,75

207,5 134

299.75

Mannesmann ....... 8

Mansselder .......7

Oberschlei. Eisend. Bedarf. . . 6

Oberschlei. KokSwerke .... 6

Phönir Bergbau ... 6%

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl t. % 3* V/t

3?tebed Montan......7,2

Bereinigte Stahl»......fi

Otavi Minen - .... 1 sh

Kali Aschersleben.....10

Kali Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

3. ®. garben-Jnduftr» ... 12

Dynamit Nobel ....... 6

Goldschmidt ....... 6

Nütgerswerkr ..... 6

MetallaeseMchaft......U

123,75

116

91,75

275.75

134

92,5

55,75

281

282

472

252

212

98

100

184

1 | | I 1 S 1 1 1 1£11£si 1 1 1

123,75

116 108,25 110,25

92 275,5 133,9

93,5 55,4

280,5

282

472,5 251,75 118,25

98,5

100

123,75

115

109

110

92,4

274,5

134,5

93,5

55,4

281

474

251,5

100,6

dritzner ...... 11

-eyligenstaedt ....... O

Zunghans. . ....... 4

edjroerfe..... .... 8

Rainkraftwert» ....... 8

Riag. ...... 10

Reimsulmer ........ 8

Peters Union ........ 8

Aebr. Roeder ....... 10

Lotgl & Haessner ...... 8

Sübb. Zucker ........ 8

Bank

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

137

London. . . Rermork .. Parts.... Schweiz .. Svanten. . yavan . . . Mio de Fan- Wien tnD-° Ceft abaefi Prag . .

Belgrad . . Dudavesi. . Bulgarien . Lissabon Dantig. . . Konstantin. Lthen. . .

Tanada

Uraallay. . katro . .

Berlin, 24. Oktober

C5ClZ>

«ne,

Lmertkamsche Wotre ..... Selgische Roten ....... Dänische Roten ........ Englische Raten........

4,174

58,11

111,58

20,309

4,194

58,35

112,02

20.389