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mit fülgcnbem Trick arbeitet Sr geht hauvtsäch- lich in (Soldwarengeschäfte läßt 'ich Sachen zur Auswahl wiegen, kauft einige Sachen mit dem bemerken, diese an eine be- stimmte Person zu schicken, die auch die Rechnung begleichen würde, ohne irgendeine An- iablung zu machen. In geschickter Weise ver-
c!)t es der Sieb, von den zur Auswahl vorgelegten Sachen wertvolle Gegenstände verschwinden zu lassen. Sie von ihm angegebene Adresse ist dem Verkäufer in der Regel bekannt, doch stellt sich dann heraus, dah der AdreNot von einer Bestellung nichts weih. Bisher konnte der Sieb noch nicht dingfest gemocht werden. — In Fechenheim wurde ein 25 Jahre alter Mann verhaftet, der au- Rache für eine angeblich zu Unrecht verbüßte Freiheitsstrafe einen groben Lagerschuppen angezündet hatte, der vvllständig nie- derbrannte
Festgenommener Geldschrankknacker.
WSR. Mainz, 24. Mai Hier wurde der aus Rumänien stammende Maurer Ernst Be- reczkd sestgenommen der zugab. ^Einbrüche in BureauS und Geschäftsräume ausgeführt zu haben. Hierbei war eS ihm vor allem darum zu tun. bareS Veld zu bekommen. Auch als Geldschrankknacker hot er sich erfolgreich versucht und *Iei Geld- fchränke in Mainz geöffnet. In einem Falle gab der Schrank mit Hilfe eines am Tatort Vorgefundenen SchweistapparotcS nach, im andern C*ang es dem Einbrecher den oberen Boden des Geldfchrankes unter Anwendung einer Handbohrmaschine aufzubrechen Auch in Wiesbaden hat Bereczky mehrere Einbrüche ausgeführt und Kassenschränke unter Anwendung einer elektrischen Handbohrmaschine geöffnet Ob der Festgenom- mene auch in andern Städten .gearbeitet" hat. konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden.
Buntes Allerlei.
Der Kaviar-Wacher.
Wie? Wird Kaviar gemacht? Diese so kostbaren und so wohlschmeckenden Körnchen sind doch bekanntlich der Rogen eines FifcheS, nämlich des Störs. Aber der Feinschmecker, der seinen Kaviar direkt aus dem Fischbauch beziehen wollte, würde schwer enttäuscht sein, denn der Kaviar bedarf erst einer gewissen Zubereitung, um seinen Wohlgeschmack zu erhalten. Bon der Gewinnung und Zubereitung des Kaviar- erzählt Walter Fr. Schmidt im „Schünemann-Monat". Kaviar wird au- vier Störarten gewonnen, au- dem Hausen oder Beluga, der den besten Kaviar liefert, dem Waxdick oder Schipp, dem Stör oder Okta und dem Scherastör oder Sevrugo. Früher waren auch deutsche Flüsse reich an Stören, aber heutzutage ist Rußland allein der große Kaviar-
fie'eronf, und zwar ist es hauptsächlich daS breite Delta der Wolga am Schwarzen und am Kaspi- 'chen Meer, txffcn Stbrreichtum auAgcbilbei wird Unter den Flüssen de» astatischen Rußland birat der Amur die meisten landenden Störe. Gefangen werden die Fische je nach Strom- und Tie enverhältnis mit Strand-, Treib- und Zug- netz oder der Hakenleine ES ist eine schwere Arbeit, besonders im Winter, wenn die Fischer, meist Kosaken, Kirgisen und Kalmücken, in großen Schtittenrudeln weil über die einlame EisNäche hinauSziehen und bei bitterster Kälte ihre Zelte auf dem Eis aufschlagen, um in großen Löchern, die angelegt werden, die Hakenleine herabzu- lassen Wenn dann daS Wetter plötzlich um« sch'ögt und das SiS zu tauen beginnt, bann können sie sich nicht mehr ans sichere ilfet retten, sondern gehen mit Schlitten und Pserden zugrunde Der Zang im August und September liefert den fog. „Parnaja". was soviel heißt wie ..frisch geschlachtet".. Die Astrachaner Fischhändler kaufen nämlich im August jedes Jahres besonder- große lebende Store auf und setzen sie in schwimmende Fifchbehälter. in denen sie Wolgaaufwärts gebracht werben Auf der langen Zeit der Fahrt magern die Störe ab und ergeben einen fettlosen. 1 rockenkörnigen, edlen Kaviar, der nur sehr wenig gesalzen wird. Bei der Salzung tritt nämlich der „Kaviar-Macher" hervor, eine hochbezahlte Der- trauenSperson. in deren Hand riesige Werte gelegt sind. Man unterscheidet zwei Arten der Zubereitung: die des körnigen und die deS Preßkaviars. Der ausgenommene frische Rogen, der ein schwerflüssiger, dicker Brei ist. wird zunächst durch weite Siebe geführt und vorsichtig durchgerieben, um die seinen Bindehäutchen, die ihn zusammenhalten, zu entfernen. Alsdann wird langsam trockenes Salz darübergeschüttet und mit dem Rogenbrei so lange verrührt, bis die ganze Feuchtigkeit als Lake abgesondert ist. Der Kaviarmacher bestimmt nach seiner langen Erfahrung die Dauer des Rührens, die Menge des hinzuzu- fügenben Salze-, um haltbar-trockene, perlende Körner zu erhalten. Die feinsten Sorten werden nur wenig gesalzen, drei bis fünsprozentig, und heißen dann „Malos'ol". d. h. wenig Salz. Die schlechteren Sorten, die lange Transporte überstehen müssen, werden zehnprozentig gesalzen und reifen dann in Fässern um die ganze Welt. Beim Preßkaviar, der in Rußland vorgezvgen wird und seltener ins Ausland kommt, wird die Masse in leinenen Säcken gepreßt, bis der Kaviar feinen Tropfen Feuchtigkeit mehr enthält. Die bei uns so weit verbreitete Ansicht, bah hellgrauer Kaviar besser sei als dunkelfarbiger, ist falsch. Die Güte der Delikatesse wird nicht durch die Farbe gekennzeichnet, sondern läßt sich nur mit der Zunge beurteilen, und der Russe lehnt sogar hellsarbigen Kaviar ab. Sie gesamte Kaviarfischerei liegt heute in den Händen der Sowjets, denen es nach der Zerstörung der Revolution
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turnerischen Leistungen tDetteifcrr. Die Dvr- be«ttunge>-. zu bem Feste sind bereits feit Wochen in Angriff arnommen. Sin guter Berlaul deS Festes - mi" in finanzieller Hinsicht - ist dem Bereln iu gönnen, bomit er die schon lange gehegte Absicht brr Erbauung tincriutn- halle, zu welchem ^oecke er auch im vergangenen Winter eint Werflotterie veranstaltete, bald in die Tat um setzen kann.
-* Hoche lheim, 24 Mai. 3m Aller von 83 Jahren starb der Landwirt Johannes Braun von hier. Der Derstorben< war eurer der alte ft en Einwohner des hiesigen Orte».
Hörnsheim. 24. Mai. Gemäß Beschluß der Gemeindevertretung soll der .Auweg in der hiesigen Gemarkung, der bereits im vorigen Jahäe auf einer Teilstrecke ausgebaut wurde, in diesem Jahre auf einer Strecke von 100 Meier weiter au ege baut werden. Die Arbeiten finb dem Bauunternehmer Gümbel non hier übertragen; sie sollen bis zum 1 August beendet fein.
■i- Lützellinden, 24. Mai. DaS im nördlichen Teile unserer unb der angrenzenden Gemarkung Großen-Linden belegen? Bergwerk der Gewerks chas 1 Gießener Braun- fteinbergwerke. in bem hochwertiges Manganeisencrz gewonnen wird, ist jetzt in den meisten Bezirken wieder voll in Betrieb. Jm Jahre 1921 war daS Bergwerk von her Verwaltung wegen Streiks der Belegschaft vollkommen stillgelegt worden. Gs werden jetzt wieder zahlreiche Arbeiter aus den Gemeinden Leihgestern, Großen-Linden Klein-Linden. Lützellinden und Allendorl (Cahn) beschäftigt.
WSR Braunfels. 24. Mai Der weit über die Grenzen deS Kreises als tüchtiger Mediziner und Psychologe bekannte Geheime Sani- lätlrai Dr. mcd. et phil. Karl ® er ft er beging in diesen Tagen sein Goldenes D 0 k - tor-JubilSum Die naturwissenschaftliche Sektion der philosophischen Fakultät bei der Universität München hat dem Jubilar aus diesem Anlaß unter herzlichen Glückwünschen sein philo- 'ophifches Doktor-Diplom erneuert
Ärete Mc. bürg.
)f Marburg. 24. Mal Der im vorigen Jahre verstorbene ordentliche Professor Geh. Justizrat Dr Ludwig Traeger hat in feinem Testament der Universität Marburg durch Dermächlnis den Betrag von 15 000 Mark hinterlassen und bestimmt dah die Zinsen des auf 20 000 Mark aufgezinsten Kapitals halbjährlich einem würdigen und begabten bedürftigen Studierenden der Rechtswissenschaft al» Stipendium zusallen sollen. Die Stiftung soll den Ramm „Ludwig-Traeger-Stis- tung“ trogen.
Maingau
WSR. Frankfurt a. M., 24. Mat. Hier tritt neuerdings ein Ladendieb auf, der
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ii. Der Neubau be« ums ist jeh! |o lötit die Innenausstattung mbundencn ßried- ist. Der Lau, aus t, fügt sich hatmonist inlüge ein. An Ctellr 1 zwei Aerblennun« Stellung gelangen tu des Sommers in b r vergangenen Ach e Sinbrüd)e 1*. ern einer Üaiibe, die elligl ihr lichti<tz.u., in M v. a.i, fe, in tin babei bt schäft und ui die ilt eingebrochen. ?t'i n Seldbelräge in irräic an Sifloreittn. t Hände. Ts fehlt .1^' er Trmililung fuhren
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