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nahmlen und in diesen Tagen für Kriegszwecke unbrauchbar gemachten Maschinengewehrbestand- leile unter gerichtsbehördlicher Aus­sicht erfolgt ist. Den ganzen Vorrat hat ein dort ansässiger Kaufmann für den Betrag von 1800 Pengö, gleich 1350 Reichsmark, erstanden. Das ganze Material bleibt jedoch vorerst auf Re- gicrungsöcrfügung unter behördlicher Auf­sicht an Ort und Stelle. Ls hat sich keiner­lei Zwischenfall ereignet.

Die Gegner

der Völkerbundsaktion.

Italien, Deutschland und Eng and gegen eine Kontrolle in Ungarn

Poris, 25. Februar. (WTB. Fun-kspruch.) Der Petit Parisien" begründet die bisherige Haltung des Völkerbundes in' der Angelegenheit der ungari­schen Maschinengewehre von St. Gotthard Er ver­teidigt den geschäftsführenden Vorsitzenden des Völ- bundsrates, den Gesandten Tscheng - Lo, und den Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric Drummond, denen man zum Vorwurf machte, daß sie zu lange gezögert hätten. Er schreibt: Die Bestimmungen des Artikels 11 (und er führt hierfür Titulescu zum Zeugen an) erheischen, wenn man sie anwenden will, die E i n st i m m i g k e i t des Völkerbundsrates, und diese Einstimmigkeit hat nicht bestanden. Mussolini hat feinem rumä- Nischen Kollegen im Lause einer Unterredung in Rom klar gesagt, daß Italien dagegen 'ei. Nicht allein Italien aber ist dagegen gewesen, Stresemann war, das kann man wohl sagen, auch dagegen gewesen, ebenso Großbri­tannien, das gegen jede Zwangsmaßnahme ge­gen Ungarn ist und unter keinem Vorwand will, daß eine Angelegenheit zur Sprache gebracht werde, die die Ausübung des Investigationsrechtes auf das Tapet bringe, und formt ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte. Weil dies die Auffassung des Foreign Office war, ist eine sehr deut­liche Demarche von London aus beim Quai d'Orsay unternommen worden in der offen­baren Absicht, daß diese Demarche der Kleinen En­tente zur Kenntnis gebracht wurde. Das ist der Kernpunkt der Frage."

Neue AutononMenverhafiungen im Elsaß.

Paris, 24. Febr. (WB.) Wie demTemps" aus Mülhausen berichtet wird, sind aus An- ordnung des mit der Untersuchung der Auto- nomistenan^e'e7enheit beauftragten Unter­suchungsrichters in Mülhaufan der Redakteur des Haeghschen ..Elsässer Kurier" und des Echo de Mulhouse", Marcel Styrmel. und der Landmesser Fritz Schweitzer verhaf­tet worden. Schweitzer soll im Augenblick seiner Verhaftung erklärt haben:Meine Verhaftung ist mir gleichgültig. Ich habe gute Arbeit voll­bracht. Ich habe an einem Ideal gearbeitet, nämlich an der Erhaltung der elsässischen Kul­tur." Marcel Sthrmer ist in der Redaktion desElsässer Kurier" Rachfolger des ver­hafteten Rosse gewesen. Er war früher Beamter und wurde wegen der Unterzeichnung des Eeimatbundmanifestes entlassen. Styrmel und Schweitzer haben in Mülhausen neben dem Eeimatbund-Bezirksvercin dieVereinigung der Freunde der Zukunft" gegründet.

Berliner Festtage.

Das afghanische Königspaar im Rathaus empfangen.

Berlin. 24. Febr. (WB.) Heute mittag hat die Reichshaupt st adt als solche dem afghanischen Königspaare durch die städtischen Körperschaften einen festlichen und herzlichen Empfang bereitet. Punkt 12 Uhr traten die Herrschaften im R a t h a u s e ein. Im Stadt- verordnetensihungssaal begrüßte Oberbürger­meister Dr. Böß die Majestäten. Das Königspaor und das Gefolge trugen sich darauf in dasGoldene Buch" der Stadt ein. Beim Frühstück im Festsaal richtete der Oberbürger­meister nochmals ein kurzes Begrüßungswort an die Gäste, das mit einem Hoch auf den König und sein Land schloß. Das Orchester spielte die afghanische Hymne. Aus die Antwort des Königs folgte deren Uebersetzung und das Deutschland­lied. Rach Beendigung der Tafel begaben sich die Gäste in den Stadtverordnetensihungssaal. wo der Schwarzmeiersche Kinderchor inzwischen Aufstellung genommen hatte, und dem Königs­paare einige Volkslieder vortrug.

Oie Technische Hochschule veranstaltete heute nachmittag einen Festakt. Schon lange vorher hatten sich im Lichthof der Hochschule der Lehrkörper in vollem Ornat und die Studentenschaft versammelt. Die afghanischen Mitglieder der Hochschule waren fast sämtlich anwesend. Weiter bemerkte man unter den An­wesenden den Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes, Gesandte Fre'ytag, sowie hie drei Rektoren der Berliner Hochschulen und Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden. Die Chargierten umstanden mit ihren Fahnen bas Podium, neben dem ein von Prof. Günther gemaltes Bild aufgestellt war, das die neue afghanische Hauptstadt darstellt. Der König wurde bei seinem Eintreffen von dem Rektor der Technischen Hochschule, Seiner Magisizenz Prof. Dr. B o ß t, und dem preußischen Kultus­minister Dr. Becker begrüßt. Beim Eintreffen des Königs, der diesmal nicht in Uniform erschienen war, spielte das akademische Orchester die afghanische Rationalhymne, während die Korporationen chargierten. Dann hielt der Rek­tor der Technischen Hochschule eine Ansprache, in der er auf die Werke deutscher Technik hin­wies, die in Afghanistan bereits Eingang ge­sunden hätten, und überreichte dann dem König die Derleihungsurkunde eines Dok­tor Ingenieur ehrenhalber für die Förderung deutscher Wissenschaft und deutscher Technik in seinem Lande. Der Rektor sprach da­bei den Wunsch aus, daß Afghanistan unter seines Königs weiser und tatkräftiger Führung weiter wachse, blühe und gedeihe, und daß der König, der nunmehr der Technischen Hochschule zu Berlin angehöre, dieser und damit Deutsch, land seine Freundschaft dauernd bewahren möge. Rach Ueberreichung des Diploms dankte der König dem Re'tor in herzlichen Worten für die hohe Auszeichnung. 3m Anschluß daran be­sichtigte er unter Führung des Rektors verschie­dene Teile der Hochschule und wohnte einer

Vor der Schlußtagung des Reichstags.

Oie drängende Aufgabe der Wahlreform.

Eigene Drahtmeldung des .Gießener Anzeigers"

Berlin, 25. Febr. Am kommenden Montag beginnt die nächste und menschlichen Ermessen nach letzte TagungsperiodelieesReichs­tages. Auf der Tagesordnung der Sltzung steht die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung in Verbindung mit einer zweiten Lesung des ordentlichen Haushalts für 1928. Dabei wird die Aus brache über den Haus­halt des Reichskanzlers ..nd der Reichsminister vorangestellt. Die Tagesordnung sieht so aus. als ob man sich in einer ganz normalen Periode be ände und mit der Gewißheit zusammenkäme, daß man das Pensum in aller Ruhe so ab­wickeln kann. In Wirklichkeit hängt auch nach den Komprvmißbe'chlüs en. die den 20. Mai als Wahltag herbei ühren wollen, über dem Hause der Schatten des inneren Konflikts, der jeden Augenblick von nei.e.n zum Ausbruch kom­men und die Volksboten mit größter Befchleuni- gung aus dem Parlament und in die W a hl- schlacht treiben kann.

Ein kleines Symptom für die Ausgaben, deren Erledigung unbedingt vorher notwen­dig erscheint, ist soeben vom Preußischen Staatsrat geje e:t worden. Denn die er hat einen Ge etze.ttwur, zur Aenderung des Landeswahlgesetzes genehmigt, um die Wahlordnung Preuße s de jeuren des Re ches anzupassen. Daraus ergibt sich, daß die bisheri­gen Erschwerungen für die Bildung von Splitterparteien auch in Preußen in Zukunft Wegfällen, weil das Rcichswahl- ge'etz in «einer ursprüngliche.. Faßung vor.äusig fortbesteht. Das mag eine zwingende «taa.srecht- liche Rotwendigkeit gewesen «em, zeigt aber, wie dringend die Aufgabe sür den Reichstag wäre, Preußen und damit zugleich die künftigen Reichs-

Vorführung im Starkstromlaboratorium bei. Ter König sprach sich mit Befriedigung über diesen Besuch aus. Beim Verlasen der Hochschule bil­deten die Korporationen bis zum Wagen des Königs Spalier.

Eine Galaoper

zu Ehren des afghanischen Königspaares fand in der Städtischen Oper in Eharlottenburg statt, zu der die Neichsregierung eingeladen hatte. Kurz vor Beginn der Aufführung traf Reichspräsident o a n Hindenburg in Begleitung von Staats-sekr-iar Dr. Meißner und Major o. Hindenburg ein, mürbe bei der Anfahrt von Städtrat Benecke als Vertreter der Stadt, de-m Generalintendanten Tietjen und für das Auswärtige Amt vom Gesandten Dr. Freyrag empfangen und in den Vorraum der Mittelloge ge­leitet, wo der Reichspräsident das K ö n i g s p a a r erwartete, das kurz nach acht Uhr mit Gefolge und Ehrenbegleitung eintraf. Beim Eintritt der Staats­oberhäupter erhob sich das Publikum von den Plätzen, während das Orchester die Nationalhymnen spielte. Das Theater hat ein festliches Bild. Im Par­kett unD in den Rängen hatten die Ehrengäste P'atz genommen. Neben den Reichs- und Staatsministern den Staatssekretären des Reichs und Preußens, hatten sich das Diplomattsche Korps, Vertreter der Reichswehr und der Marine, Vertreter der Kunst und Wissenschaft, der Wirffchaft sowie der Presse eingefunden. Zur Aufführung gelangten das Vor­spiel uni) der dritte Akt derM e i st e r f i n g e r" und das BallettPuppen fee". Rode spielte den Hans Sachs", Oehmann denWalter Stolzi.ig" und Kibnis denPogner". Die musikalische Leitung hatte Robert Den zier, das Ballett leitete Ballett­meisterin Lizzie Maudrick. Die Aufführung wurde von dem Königspaar und den übrigen Gästen mit großem Beifall aufgenommen.

Birkenhead gegen den Cavell-Film.

Scharfe amtliche Stellungnahme des Staatssekretärs für Indien.

London, 25. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der Staatssekretär für Indien, Lord Birkenhead sagt in einem Schreiben an denDaily Telegraph" zur Frage des Caoell-Films u. a.:Liegt es im In­teresse des Friedens und internationalen Wohlwol­lens daß wir durch öffentliche Vorfichrung die Zwischenfälle desKrieges verewigen, die die Erinnerung daran am meisten verbittern? Wünschen wir oder wünschen wir nicht, daß eine neue Aera des Friedens in Europa be­ginnt? Wünschen wir oder wünschen wir nicht, mit allen in unserer Macht befindlichen Mitteln das ge­genseitige gute Einvernehmen zu sichern, das in Europa geschaffen werden muß, wenn nicht alle zusammen in Vernichtung unter gehen wollen? Ist es wirklich unser Wunsch, daß während des Versuches, das Locarno-Ge­bäude zu vollenden, Baralong-Fllme, wahre oder unwahre, in Deutschland vorgefichrt werden sollen und Miß Cavell-Film« in alliierten Ländern?

Lord Birkenhead erinnert an die Worte der Nurse Eavell:Patriotismus ist nicht genug, ich darf feinen Haß und keine' Bitterkeit gegen irgend jemand empfinden!" und fragt, ob irgend jemand annchme, daß die Frau, die kurz vor ihrem Tode selbst so sprechen konnte, gestatten wüiÄe, daß ihr Tod kommerziell werde mit dem sicheren Ergebnis, daß die bitteren, damit ver­bundenen Erinnerungen lebendig erhalten würden, so daß die Wiederherstellung der Freundschaft und guten Beziehungen zwischen den Nationen der Wett verhindert werde. Birkenhead betont zum Schlüsse seines Schreibens, daß der Zweck dieses Abenteuers" nicht der fei, eine geistige Botschaft zu predigen und daß die Gewinne daraus nicht für wohltätige Zwecke verwandt werden sollten, sondern u m dem Hersteller und seinen Geschäfts- freunden Gewinne einzubringen. Wenn dies der Zweck sei, sei es bann anständig, das To­desopfer der edelsten Frau auszubeutcn, die der Krieg hervorgebracht habe? Lord Birkenheads Brief ist aus dem India-Office datiert, demnach nicht, wie das seinerzeitige Schreiben Chamber Iains, der Ausdruck feiner Privatan - ficht.

Oie Kreigabebill.

Washington, 24. Febr. (WTB.) Die ge­meinsamen Beratungen der Delegierten beider Kongreßhäuser über das Freigabegeseh sind zum Abschluß gelangt. Alle vom Senat vorgenomme­nen Abänderungen wurden genehmigt, mit Ausnahme der Bestimmung, daß die deutschen

tagswähler der Sorge zu entheben, wie man einet Stimmenzersplitterung vor­beugt.

Eine Abänderung des Reichswahlgesetzes trägt verfassungsändernk^n Ehara ter, muh also die Zweidrittelmehrheit haben. Wir glauben nicht, dah das schwer fein würde. Denn der neue preuhische Entwurf hat mit ganzer Kraß­heit gezeigt, wohin das bisherige Verfahren führt: Künftig brauchen die Kreiswahfavrschläge nur noch 20 Unterschriften, d. h. also, es kann jeder beliebige Personenkreis, auch wenn er an sich gar nicht politisch ist, künftighin seine eigenen Kandidaten anmelden und zur Wahl stellen. Die geringen Sicherungen, die hiergegen im Reichswahlgeseh schon bisyer vor­handen sind, reichem nicht aus, um eine weitere Zersplitterung zu verhindern. Dadurch würden 10 000 oder gar 100 000 von Stimmen völlig ver­loren gehen und wir toürben im Reichstag mit aller Bestimmtheit Wirtscha tsgruppen lokal­ster Färbung und engsten Inter­essentencharakters au tauchen sehen, wenn dem nicht rechtzeitig vorgebeugt wird. Den Wählern ist es gleichgültig, mit welchen Mitteln einem solchen Unfug die Möglich.eit genommen wird: aber wenn man sich schon aus kleinlichen egoistischen Gedanken, die großenteils von der Parteibureaukratie herrühren, zu einer einschnei­denden Reform des gesamten Wahl­rechts nicht aufrassen konnte, so sollte man wenigstens die noch verbleibenden Tage dieser WocAr nicht ungenutzt lassen, um für die bevor­stehenden Reichstagswahlen und damit für ein Parlament, das vier Iahre lang die öffentliche Meinung darstellen soll, diese kläglichen Gebilde mit energischer Hand a u s z u s ch a l t e n.

Versicherungsgesellschaften, gegen die Ansprüche aus dem Brande von San Franzisko vom Iahre 1906 bestehen, keine Zahlungen er­halten fallen. Diese Versichcrungsgese l.chasten werden demnach ebenso wie die anderen deutschen Eigentümer ausbezahtt werden. Das Gesetz geht am Montag zur Schlußabstim- mung an den Senat zurück.

Schwere Schiffskaiaffrophe an der britischen Küste.

Ein italienischer Dampfer mit der gesamten Besatzung gesunken

London. 25. Febr. (W. T. D. Funkspruch.) Der italienische DampferAlcantara" ist nach einem im Rebel auf der Höhe von Dungeneß erfolgten Zusammenstoß mit dem russischen SchulschiffTovarisch" gesunken. Als der P. O.-Dampser ,M o l d a v i a" auf dem Wege nach Australien gestern abend in Höhe von Dungeneß an der Südküste von Kent in der Rähe von Lydd vorbeifuhr, ertönten aus sehr in Rebel gehüllter See schrille Hilferufe. Die Moldavia" hielt ihre Maschinen sofort an und ließ in fieberhafter Elle Rettungsboote herab. Aus dem mit Wrackstücken besäten Meer wurde ein sterbender italienischer Matrose aufgefischt. In der Rahe stand der beschädigte russische DampferTovarisch". Seine Mannschaft versuchte, die Mannschaft der Alcantara" zu retten. DieMoldavia" sandte eine drahtlose Meldung, die von der Station Dungeneß ausgefangen wurde: Habe einen Mann aufgefischt, höre andere schreien." Sofort wurden Kanonenschläge abge­feuert und die Rachricht über den Zusammen­stoß an der ganzen Küste entlang gefunkt und um Hilke gebeten. Das Rettungsboot von Dun- geu. stieß sofort in See und suchte bis nach Mitternacht immer noch den Ort des Zusam­menstoßes ab. Kurz nach 11 Uhr nahm die Moldavia" ihre Rettungsboote wieder an Bord und setzte ihren Weg fort. Der gerettete ita­lienische Matrose starb bald nachdem er an Bord genommen wurde. Er wird auf See be­stattet werden. Schleppdampfer sind aus Dover nach dem Schauplatz der Katastrophe abgefahren. Rettungsbootsstationen und Küstenwachendepots an der ganzen Küste sind in draht'oser Ver­bindung mit den Rettungsmannschaften. Eine um Mitternacht abgesandte Meldung teilte mit, daß der DampferTovarisch" nicht in unmit­telbarer Gefahr ist und versucht, Southampton zu erreichen.

Die Reform drr Reichspost.

(künftige Entwickelung des Postvcrkehrs.

Berlin, 24. Febr. (WTB.) In einer Sitzung des Verwattungsrates der Reichspoft, die der Be­ratung und Feststellung des Nachtragshaushattes | für 1927 und des Haushaltes für 1928 gilt, gab ; der Reichspostminister eine Darstellung über die Wirtschafts- und Derkehrslage der Reichs j post. Der Minister führte u. a. aus: Der Verkehr J hat sich im letzten Vierteljahr günstig ent wickelt und ist gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres allg mein gestiegen. Die Post- gebührenerhöhung hat weder einen ungünstigen Einfluß auf die allgemeine Preisbildung, noch einen Verkehrsrückgang gebracht. Die Reichspost arbeitet planmäßig an der Reform und Ra­tionalisierung der Verwaltung und des Be­triebs. Vom 1. April ab wird durch Erhöhung der Zuständigkeiten der Obcrpostdirekt onen das Reichs- poftminifterium um etwa 115 Kräfte verrin­gert werden. Die vorhandenen 36 Betriebswerk - stätten werden auf 5 herabgemindert. Durch Vereinfachung sind im letzten Vierteljahr 740 Kräfte gespart worden. Im Postscheckbetrieb wurde eine Personalersparnis von 3 0 Pro­zent erzielt. Die Durchführung der Verkehrsver- befferungsn wurde fortgesetzt, die Umgestaltung des Landpoftwesens begonnen

Finanzausschuß des Hessischen Landtags.

Darmstadt, 24. Febr. Vor Eintritt in die Beratung des Sfaa s.^a nshalts beantworte e die Regierung eine Anfrage über das Residenz- schloß in Darmstadt dahin, daß die Grund­mauern unterfangen wären und daß keine Ein- sturzge ahr mehr drohe. Die Arbeiten am Schloß würden fortge eht. Hierauf wurden die Verhand­lungen über Kapitel 1 des Staatsvoranschfags

(Forst - und Äameralgüter im'er Forst. Verwaltung) wieder ausgenommen. Landfvrst- meister Hesse machte hierzu längere Aus­führungen, die sich mit Anfragen zu diesem Ka­pitel beschäftig.en; es wurden Angelegenheiten der Waldbewirtschaftung, die Holzpreise, die Holzhauerlöhne usw. erörtert. D e Mehrheit des Ausschusses erklärte sich mit den Darlegungen des Redi ecs cin.e standm. D e Abstimmung üb.r das Kapttel wurde noch ausge etzt. Zu Kapitel 2 des Staatsvoranschfags (SiedlungSwefen) haben die Kommunisten mehrere Anträge ein» gebracht. So fall, nach einem Antrag, angepach- tetes Gelände bei Weiterverpachtung den Selbst, kostenpreis nicht überstellen bür en. Rach einem anderen Antrag ist Siedtungsfand, das durch fom Be.iyer selbst in eigener Arbeit urbar gemacht wurde, von den staatlichen Abgaben zu befreien. Ein weite.er Antrag lautet: D e Regierung wird aufgefordert, dahin zu wirken, daß den land­armen Bauern zur Sicherung chrer Existenz in Gemarkungen, wo geschlossene Gutshöfe vor- Händen sind, sei es in Privatbefth ober in Staats­besitz, aus Antrag Gelände zugew.e'en wird zu einem Pachtpreis, wie er in den-.geschlossenen Gutshöfen zur Zeit Üblich ist.

Kleine politische Nachrichten.

In den Rachmittagsstunden des Freitag stat- te.e i e; Reichspräsident dem Re.chsmnzllr im Reichskanzlerhause eii.en Krankenbe,uch ab.

Der SchulkreuzerBerlin" ist Donnerstag ton Rangoon (Indien) nach Sverabaja (Iava) in See gegangen.

In Mecklenbur g-S t r e l i h haben die vom Landtagspräfidenten ernannten Staatsminister Dr. Freiherr v. Reibnih und Dr. Hei- p e r tz mit Rücksicht darauf, daß der Landtag ihnen das Vertrauen versagte, ihren Rücktritt erklärt. Sie sind nunmehr nach den Bestimmun­gen des Landesgrundgesehes bis auf weiteres geschäftsführende Minist er. Der Land­tag ist zum Montag etnberufen worden, um die politische Lage Weller zu erörtern.

Die am Tari'vert ag für die Reichsbahn­arbeiter l e.c.l ttea O.gani.ationen beschlossen übereinf.iinmend die Kündigung der Lohn- bef.Lnmungen des Tari Vertrags. Der Zauptver- wal.ung Der Deutschen Reichsbahnge ellschast wurde von der Kündigung Mitteilung gemacht.

Naubübcrsall

auf eine amerikanische Bank.

An einem ileberfall auf eine Bank in der City von Kansas waren zehn Räuber beteiligt, die mit zwei kleinen Maschi­nengewehren, mehreren Gewehren und Pi­stolen bewaffnet waren. Trotzdem sie beständig feuerten, ist niemand verwundet worden. Beim Eindringen in die Bank feuerte einer der Ban­diten auf den Bankpräsidenten. Die Räuber zwangen die fünfzig Angestellten und die anwesenden Kunden, sich auf bie Erde zu legen; sie schossen jedesmal, wenn sich jemand von den ilebecfallcnen rührte. Der ileberfall vollzog sich so rasch, dah die Bankbeamten von ihren Waffen und den Alarmvorrichtungen leinen Gebrauch machen konnten. Die Räuber liehen sich durch Kassengehilfen G e l d k ä st e n aus dem Verschlag des Kassierers herauswerfen und drangen dann selbst in den Verschlag ein, wo sie noch weitere Beute zusammenrafften.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Der Hohe Luftdruck beherrscht weiterhin die Wetterlage und die trockne östliche Luftzufuhr führt zum Fortbestand des heiteren Wetters. Ganz Deutschland ist frei von Riederschfagen. Auch in der oergange, en Rächt ließ die Warme' ausstrahlung die Teiupe cuu.en wieder unter den Ge rierpunkt zurück^eyen. Da zunächst noch der hohe Druck die Vorherrschaft behält, ist nut Fortdauer des herrschenden Wllterungscharatters zu rechnen.

Wettervorhersage für Sonntag. Leichter Nachtfrost, tagsüber heiter, mild unö trocken. ,

Witterungsaussichten für Mon' tag: Wolffg mit Aufheiterung, Temperaturen nachts um Rull und darunter, tagsüber nult».

Lufttemperaturen am 24. Februar: mittags Grad Celsius, abends 0,5 Grad Ceffius: am 25. Februar: morgens2,8 Grad Celsius. "axr mum 7,4 Grad Celsius, Minimum4 Grad Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe anv 24. Februar, abends 3 Grad Celsius, nm 25. Februar, morgens 1 Grad Celsius. Sonnenscheindauer: am Stunden.