Arbeits
Berlin, 24- Jan.
Banfnoten.
der eine
wöchent-
Arbeits- wöchent-
Arbeits- wöchent-
Arbeitswoche nt-
lich 60 Pf.
Lohnklasse IIl, bei verdienst von mehr lich 90 Pf.
LohnÜasse IV, bei verdienst von mehr
Oie LohnNaffen in der Invalidenversicherung.
einem wöchentlichen als 12 bis 18 Mk., einem wöchentlichen als 18 bis 24 Mk.,
einem wöchentlichen
Die Kohlenverwcrtungs-A.-G. Essen und Hannover. Die städtischen Kollegien von Hannover haben in vertraulicher Sitzung den Magistrat ermächtigt, mit der Kohlenverwertungs-A.-G. in Essen einen Vertrag abzuschliehen, wonach die Stadt Hannover an die vom Ruhrgebiet ausgehende Gasfernversorgung unter Hinzuziehung der Gaslieferung aus der Kokerei des Gesamtbergwerks Obern- 'kirchen angeschlossen werden soll. Der Vertrag mit der Kohlenverwertungsgesellschaft läuft auf 30 Jahre. Das städtische Gaswerk wird nach der Verwirklichung des Unternehmens stillgelegt.
* Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik A.G. Die o. G.°V. der Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik A.G. Düsseldorf erledigte einstimmig die Regularien. Von dem Reingewinn von 1 113 403 Mk. wurden 600 000 Mk. einem neu gebildeten Reservefonds Angeführt und die verbleibenden 513 403 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen. Es wurde mitgeteilt, daß die ersten sechs Monate Des laufenden Geschäftsjahres zufriedenstellend verlaufen s ind. Zur Zeit ist die Gesellschaft in fast allen Abteilungen auf einige Monate hinaus mit größeren Aufträgen versehen, allerdings fehlt es an Aufträgen der Reichsbahn.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 25. Jan. Tendenz: lustlos und schwächer. — Wie an den Vortagen war das Kennzeichen der heutigen Börse die große Geschäftslosigkeit. Von einer Beteiligung des Privatpublikums war weiter nichts zu merken. Die Umsätze litten wieder sehr unter dem herrschenden Ordersmangel, zumal auch die berufsmäßige Spekulation wenig Reigung zu neuen Engagements an den Tag legte. Die Stimmung war ziemlich unsicher im Zusammenhang mit
Letzte Nachrichten.
Untersuchung
gegen militärische Funkstellen.
Wie wir von gutunterrichteter Seite erfahren, ist vor einigen Tagen von einer Funküberwachungsstelle ein Funkspruch aufgefangen worden, der anscheinend von einer Funkstelle des nördlichen Teiles des WehrkreisesV kam und nicht den Vorschriften entsprechend gefunkt wurde. Um festzustellen, ob es sich hier my militärischen Ungehorsam oder etwa um Verrat militärischer Geheimnisse (Landesverrat) handelt, sind die Bedienungen der in Betracht kommenden Funkstellen, darunter auch Angehörige des Gießener Bataillons, in U n t e r- suchungshaft gesetzt worden, um einer möglichen Verdunkelung des Sachverhaltes vor- zubeugen. Die richterliche Untersuchung ist zur Zeit im Gange: ihr Ausgang muh natürlich abgewartet werden.
Schweres Bauunglück in Kastel.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
Kassel, 25. Jan. heute Vormittag tut} vor 11 Uhr ereignete sich in der Stiftstrahc, Stadtteil Bettenhaucsn, wo ein Reubau der Firma Karstadt, A.G. ausgeführt wird, ein schweres Linsturzun- glück, bei dem ein Arbeiter gelötet, einer schwer und einer leicht verletzt wurde. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß der Reubau provisorisch mit einem Dach versehen war, das infolge des gestrigen starken Regens das w a s s e r durch- ließ. Infolgedessen splitterte ein vetonpfeiler. Als ein Maurer von hier heute Vormittag den Schaden besichtigte, fand er beim hecuntersteigen, daß eine der Betonsaulen, die den ganzen Bau tragen, gesplittert war. (Er rief den Arbeitern zu: „Sofort den Bau verlassen, d a s h a u s st ü r; l e i n Kaum halten die Arbeiter den Bau verlassen, als auch schon der ganze Bau einstürzte. Das Mauerwerk und das ganze Gestänge fiel auf die Straße. Leider konnten drei Arbeiter den Bau nicht rechtzeitig verlassen. Ls wurden einer getötet, einer schwer und einer leicht verletzt.
1928 ab in: w c
Lohnklasse I, bei einem wöchentlichen Arbeitsverdienst bis zu 6 Mk., wöchentlich 30 Pfi^
Lohnklasse II, bei einem wöchentlichen verdienst von mehr als 6 bis 12 Mk.,
Zu den seitherigen Lohnklassen I bis VI Invalidenversicherung ist ab 1. Januar 1928 weitere Lohnklasse VII getreten, die für Versicherte bestimmt ist, deren wöchentlicher Arbeitsverdienst den Betrag von 36 Mk. übersteigt. Der Mochenbeitrag in dieser Lohnllasse beträgt
Berliner Börse.
Berlin. 25. Jan. Die Umsahtätigkeit an der Börse nimmt von Tag zu Tag mehr ab und ist bald nicht mehr zu unterbieten. Rur für wenige Papiere besteht etwas Interesse und diese lassen durch ihre feste Haltung die übrige Börse nicht unfreundlich erscheinen. In erster Linie sind es geldliche Erörterungen, die die Börse beeinflussen. Reportgeld ist zwar reichlich angeboten, doch sind die Hoffnungen auf eine Diskontherabsetzung der Bank von England wieder kleiner geworden, da die Federal Reserve Bank in Chicago ihren Diskontsatz von 3,5 auf 4 Proz. erhöht hat. Andererseits wollte die Börse wissen, daß der morgen erscheinende Reichsbankausweis günstiger fei. Die ersten Kurse zeigten keine großen Abweichungen, es überwogen jedoch die Abschwächungen. Mehr als 2 Proz. schwächer lagen Mitteldeutsche. Siemens, Löwe und Feldmuhle. Dagegen Hohenlohe plus 3 Proz., Charlottenburger Wasser plus 2 Proz. Heimische An - leihen behauptet, im Verlaufe abbröcrelnd. Ausländer lustlos'. Bosnier und Mexikaner XL bis 1 Proz. schwächer. Pfandbriefe still. Der Geldmarkt blieb unverändert. Rach den ersten Kursen wurde die Tendenz abbröckelnd und bis 1 Proz. schwächer. Charlotten- wasser weiter lebhaft und noch 2,5 Proz. höher. Auch Otavi befestigt.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 25. Jan. Weizen ist weiter stark angeboten, aber nur schwer verkäuflich. Die Mühlen wollen die geforderten Preise nicht mehr anlegen, da sie unter Berücksichtigung der Qualität zu hoch seien. Roggen, der nicht allzu stark angeboten ist, findet kaum Abnehmer. Braugerste gibt im Preise etwas nach. Hafer ist besser gesucht und befestigt. Die Stagnation in Mehl besteht weiter. Es wurden notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs, 25; Weizen 2, gut. gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Auswuchs, 23.50 bis 23,75; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Proz. Feuchtigkeit, 22,75 bis 23,25; Roggen 24,50; Sommergerste für Brauzwecke 27,50 bis 30; Hafer, inländischer. 23,50 bis 24; Mais (gelb) für Futterzwecke 21,75; Mais (gelb) für andere Zwecke 22,50; Weizenmehl, süddeutsches, Spez. 0, 37 bis 37,50; Roggenmeht 34 bis 35.50; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk. Tendenz: Ruhiger.
Zu den angeblichen Heliumfunden in Rüsselsheim.
WSR. Darmstadt. 24. Jan. Die Direktion der Hessischen Geologischen Landesanstalt teilt zu öen Rüsselsheimer Bohrungen u. a. mit: Die Zeitungen berichten, daß in Rüsselsheim ein beträchtliches Heliumgas- v o r k o ni m e n festgestellt' worden sei, und machen zum Teil Rüsselsheim mit dicken Llnter- schristen schon zur ersten Heliumfundstätte in Europa. Zum Teil werden diese Mitteilungen
lich 150 Pf.
Lohnklasse VI, bei einem wöchentlichen Arbeitsverdienst von mehr als 30 bis 36 Mk., wöchentlich 180 Pf. , w r .
Lohnklasse VII, bei einem wöchentlichen Arbeitsverdienst von mehr als 36 Mk. wöchentlich 200 Pf.
Zum Entgelt gehören neben Gehalt oder Lohn auch Gewinnanteile, Sach- und andere Bezüge (Kost, Wohnung, Heizung usw.). die der Versicherte, wenn auch nur gewohnheitsmäßig, statt des Gehaltes oder Lohnes oder neben ihm von dem Arbeitgeber erhält.
2 Mk. s .
Die Invalidenversicherungs-Beiträge betragen demnach vom 1. Januar
Amtsgericht Gießen.
• Gießen, 17. Jan. Ein Viehhändler wurde von einem Polizeiwachtmeister vor der Bahnrampe ausgeschrieben, weil er, was verboten ist, dort gehandelt hatte. Während der Polizeibeamte den Ramen notierte, lieh der Viehhändler mehrfach seine unruhige Kuh gegen den Beamten anlaufen und blickte höhnisch zum Publikum hinüber. Auch nachher sprach er noch im Kreise seiner Kollegen in lautem Ton in geringschätziger Weise über den Beamten. Der Angeklagte bestritt eine Beleidigung. Der Richter stellte jedoch eine solche fest. Zwar war eine an sich ehrverletzende Aeußerung nicht gefallen. Es genügt aber zur Beleidigung eine Handlung oder Aeußerung, die in der Absicht begangen ist, die Geringschätzung eines anderen zu erkennen zu geben, und die in einer Art und Weise und unter Verhältnissen derart vorgenommen ist, daß der Zweck ihrer Vornahme verständlich geworden ist. Das war hier der Fall. Strafe: 2 0 Mark G e l d st r a f e und Pu- blikationsbesugnis für den Beleidigten.
Zwei Berufsphotographen hatten Strafbefehl erhalten, weil sie in verkehrsreicher Zeit ihren photographischen Apparat aus dem Bürgersteig im Seltersweg ausgestellt und dad irch den Verkehr behindert hatten. Sie behaupte.en, den Wandergewerbeschein zu besitzen, und das genüge. Rach der bestehenden Polizeiverordnung hatten sie sich jedoch strafbar gemacht. Wenn die beiden Angeklagten den Bürgersteig zur Ausübung ihres Gewerbes, zu dem sie an sich berechtigt waren, benutzen wollten, mußten sie zuvor die Erlaubnis des Polizeiamts einholen.
Aus der Strafhaft vorgeführt wurden zwei junge Leute aus Botrop, die in ihrer Heimat eine Reihe von Diebstählen begangen hatten und jetzt Strafen von über einem Jahr verbüßen. Sie waren, als ihnen damals in der Heimat der Boden zu heiß geworden war, nach Gießen gefahren. Hier hatten sie vor Weihnachten 1926
natürlich von vielen für bare Müi^e gehalten, obwohl sich schon bei genauerem Zusechen ergibt, daß es sich um weiter nichts als um Voraussagen handelt, zu deren Begründung nur einige unverstandene geologische Schlagworte gebraucht werden. Es sei deshalb ausdrücklich sestgestellt, daß die V o r a u s s a g e v o n Helium, noch dazu in einer ganz bestimmten, allerdings recht erheblichen Teufe, jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Sie beruht lediglich auf den allerdings unverbürgten Angaben eines bekannteii Rutengange r s . der von einer dortigen Fabrik mit dem Rach weis von S ü h w a s s e r beauftragt worden ist Süßwasser aber gibt es bei Rüsselsheim in solcher Menge, daß man schon besonders ungeschickt sein mutz, wenn man es nicht findet. Hinter das Helium aber müssen wir ein dickes Fragezeichen machen.
lich 120 Pf.
Lohnklasse V, bei ,
verdienst von mehr als 24 bis 30 Mk.,
Amft.- Ron Buen--AireS Brss.-Antw Ehristiania Kopenhagen Stockholm HelfmgforS. Italien. .
Loudon. . . Metro ort . • Paris. . .
Schweiz .. Spanten .
Japan . . Mio de Fan. Wien ta D.» Ceft. abatft Prag ■ Belgrad • Budapest. Sn! narten Vifiabon Danzig. . «onft^ntiu. Silben. .
Kanada Um na» ■
bet unveränderten Streiklage m Mittelbeutsch- fonö und dem Beschluß der Ruhrbergarbelteo, die Arbeits- und Lohn-Abkommen zu kundigen.
"rttimmt«. in t>er »ritten JJanuar- Woche die QI r b c i t 8 t o f c n 3 1f f e r hiebet : an Wegen ist. Die Baissespe ulationunter- nahm daher verschiedentlich kleinere Dor- st o tz e so daß bei den ersten Votierungen fast durchweg n e u e K u r s r ü ck g ä n g e von 1 bis 2Prcz. festzustellen waren. Am M o nta " wa rk t erhielt sich etwas Interesse für Phomx und Ober- bedarf sowie für Otavi bei behaupteten Kursem Dagegen lagen Rheinstahl Rheinbraun und Stahlverein im Angebot und w ar en je 1,5 P roz. schwächer. J.-G.-F a r b e n und Scheideanstalt eröffneten knapp behauptet. Elektrowerte ver- foren 1 bis 2 Proz.
3 Proz. etwas stärker gedruckt. Schiffahrts aktien blieben vernachlässigt und wenig ver- änbert. Dcrftimmtc, baB be-.brn D-rhanb. tunaen über die amerikanische srei- gabebitl verschiedene Einwände erhoben wurden. Süddeutsche Zucker gaben 2 Proz. nach. Zellstoff-Waldhof minus 1,5 Proz. Am heimischen Anleihemarkt waren Anleiheablösung weiter etwas gefragt. Ausländer fast umsatzlos. Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung etwas freundlicher. Lebhafteres Geschäft konnte sich ledoch nur J.^ -Farben entwickeln, die 2 Proz. anzogen Rheinstahl gaben 1 Proz. nach. Am Geldmarkt machte ötc Erleichterung Fortschritte. Tagesgeld war auf 4,5 Proz. ermäßigt. Am Devisenmarkt stellte sich die Reichsmark gegen Kabel auf 4,19o0, gegen London aus 20,448 London-Kabel 4 8745. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,10, Madrid 28,75.
Französische Molen . . .... Holländische Moten......
Italienische Moten Norwegische Moten Deulsch-Oesterr.,-U00 Kronen Rumänische Moten Schwedische Moten Schweizer Moten Spanische Moten . Tschechoslowakische Moten . • Ungarische Moten
Devisenmarkt Berlin—!
Telegraphische Auszahlung.
sich emlogierk. Zwei Fahrräder, die zu jener Zeit in Gießen gestohlen worden waren, sind in der Wohnung des einen der beiden Angeklagten vorgefunden worden. Beide hatten zunächst den Diebstahl geleugnet. Sie behaupteten, die Räder in Wetzlar gekauft zu haben. Rachdem nun aber der eine der beiden nach Wetzlar transportiert werden sollte, um dort der Polizei das Haus zu zeigen, in dem die Räder gekauft sein sollten, und nachdem der andere Gefahr lief, auf Grund feiner eigenen falschen Angaben als Hehler bestraft zu werden, bequemte sich der letztere zur Wahrheit, der der andere sich an- schlotz. Auf Grund der Angaben der beiden Angeklagten wurde der eine wegen Fahrraddiebstahls zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt, der andere, dem eine Beteiligung nicht nachzuweisen war, freigesprochen.
Kleine Strafkammer Gießen.
• Gießen, 20. Jan. Ein wegen Betrugs mehrfach vorbestrafter früherer Obermaschinist war wegen Rückfallbetrugs in zjvei Fällen vorn Amtsgericht Herbstein zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt worden und verfolgte hiergegen Berufung. Auch die heutige Hauptver- yandlung ergab, daß er sich bei dem evangelischen Pfarrer in Herbstein fälschlich als evangelisch, als früheren Kapitänleutnant und Bekannten von Schlageier ausgegeben und den Pfarrer durch diese und andere mit großer Beredsamkeit unö Gewandtheit vorgebrachten Dehäuptungen veranlaßt hatte, dem vermeintlich in Rot geratenen früheren Offizier, der aus Italien aus- qewiesen sein wollte, 5 Mk. zu schenken. Auch bei dem katholischen Geistlichen von Herbstein war er mit großem Wortschwall vorstellig geworden, ohne jedoch nachweisbar falsche An< gaben zu machen, und war von diesem, der ihn sofort durchschaute und ihn los fein woyte, mit 3 Mk. beschenkt worden. 3m letzten Fall war kein Betrug nachzuweisen und es erfolgte insoweit Freisprechung; wegen des zuerst genannten Falles wurde die Strafe wegen des geringfügigen Schadens auf 4 Monate Gefängnis ermäßigt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfiitz 8 Prozent.
K) An der Spitze stehen
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M dem^äntiMphsdi wirtenden Zusatz
(Yeld I Br-e-
Wirtschaft.
2DSR In einer umfangreichen Denkschrift nimmt der frankfurter Magistrat zu den Bestrebungen der A. - G. für K 0 h l e v e r- Wertung, vom Ruhrgebiet aus ganz Deutschland mit Gas zu beliefern Stellung. Die Denkschrift erklärt u. a„ daß der Einfluß des Braunkohlenbergbaues auf die Möglichkeit der Gasversorgung keineswegs so^gering einzuschähen sei, wie es seitens der A.-G. für Kohleverwertung geschehe, weil angeblich Der bei der Erzeugung von Draunkohlengas entstehende Braunkohlenschwelkoks Absahschwierlg- teiten bereite. Demgegenüber wird auf den Ausbau der B r a un k oh l en s ch w e l e r e i auf der zur Frankfurter Gasgesellschaft zahlenden Gewerkschaft „Friedrich" bei Hungen und die Gründung der H e f r a g hingewiesen, deren Schwelkoks restlos für die E l e ft r 13 11 a t erzeugung verbraucht resp. in den betrieben der Gasgesellschaft verwertet wftd. Braunkohlen schwelkoks habe sich als ein vorzügliches Material für Kohlenstaubfeuerung .bewährt, und es fei wahrscheinlich, daß er eines Tages bei den kohlenstaubgefeuerten Lokomotiven der Eisenbahnen verwendet werden würde. Was die Sicherheit der Versorgung anbelange, fo fei selbst in Zeiten Politischer Wirrnisse eine völlige Einstellung der Gasversorgung, ausgehend von den bisherigen Gaswerken, säst niemals vor- gekoinmen. Dagegen liege das Ruhrrevier am Westrande des Reiches und fei daher den außenpolitischen Störungen sehr foicht ausgesetzt. Die Konzentrierung der gesamten Gaserzeugung in diesem Grenzgebiet könne m gegebenen Fällen die unabsehbarsten Folgen zeitigen. Auch innenpolitisch könne z.D. em Streik in diesem verhältnismäßig kleinen Gaserzeugungsgebiet genau so katastrophal wirken. Es sei zweckmäßiger, dieFern- aasfrage derart zu lösen, daß zunächst mittlere, kleine und kleinste Werke stillgelegt und Gruppengrobgaswerke geschaffen werden. Zu geeigneter Zeit könnten die Gruppengaswerke miteinander und später auch mit der Ruhr verbunden werden. Dabei würde es sich im wesentlichen um Gaswerke handeln, welche fracht günstig liegen und einen guten Ab - sahmarkt für Nebenprodukte haben. Wieweit solche Werke zu Kokereien auszubauen seien, hänge ab von den Bezugsmoglich- feiten der für Kokereibetrieb bestgeeigneten Kohle. Dabei würden die Gruppenwerke Erzen- gungsstätten bleiben und könnten mit der -Ruhr die gegenseitigen Reserven austanschen, und, wenn wirtschaftlich richtig, Zechenkoks für zusätzlichen Bedarf kaufen. Das sei die Idee und dec Weg, von denen sich die Frankfurter Gas- gesellschast beim weiteren Ausbau ihrer Werke leiten lasse.
Frankfurt a.M
Berlin
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Frankfurt a. M.
24. Jan
25. Jan.
Amtliche Motxmna Geld Brief
Amtliche Moncrung Geld Brief ,
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Berlin. 24 Jan.
| Geld
Briei
Amerikanische ’Moten.....
4,173
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Belgische Moten......
58,25
58.49
Dänische Moten ......
111,98
112,42
Englische Moten.......
29.40
20.18


